Das Rad-Event-Menü 2019 – Ideen und Übersichten für eure (und meine) Radsport-Planung

Die Jahresplanung hinsichtlich der Radsportveranstaltungen meiner Wahl steht mal wieder an. Urlaubszeiten wollen abgestimmt werden, Veranstaltungen gebucht werden. Für manche begann der Registrierungsprozess schon Ende letzen Jahres. Für einige steht die Anmeldephase bevor. Und bei manchen muss man entweder Glück bei der Verlosung eines Startplatzes haben (wie z.B. bei der Maratona dles Dolomites, wo rd. 30.000 Bewerber auf 9.000 verfügbare Startplätze treffen), direkt ein Aufenthaltspaket buchen oder einfach nur schnell sein, weil die Startplätze schon bald nach Anmeldestart alle vergeben sind.

Und bei allem gilt – zu voll und durchgetaktet soll das Jahr nicht werden. Radfahren ist ein Hobby, keine generalstabmäßig geplante Unternehmung. Es braucht Luft und Raum für Spontaneität. Und für Ideen und Anregungen zwischendurch.

Ein paar solcher Ideen erst ohne und dann mit konkretem Event-Anker habe ich zum Beispiel schon (und natürlich gäbe es noch viel mehr – aber wie gesagt, es muss ja noch Platz für weitere Ideen und Anderes im Jahr geben):


Einen Berg von allen Seiten bezwingen

Ihr kennt bestimmt den Club des Cinglés de Mont Ventoux, den Club der Verrückten des Mont Ventoux. Verrückt wohl deshalb, weil allein schon eine Fahrt auf den Gipfel des Ventoux eine Leistung ist. Der Gigant der Provence ist schließlich nicht irgendein Berg. Egal von welchem der drei größeren Orte um ihn herum. Aber warum es bei einem Aufstieg bewenden lassen? Jede Route hat doch ihren Reiz, äh, Schweiss. Ob von Bédoin, Malauceène oder Sault. Die entsprechende Herausforderung, an einem Tag alle drei Asphaltstraßenrouten zum Gipfel zu bezwingen, gibt es schon seit 1988. Ihre Meisterung verschafft euch die Mitgliedschaft im geschlossenen Club der Cinglés.

Warum also nicht mal ein langes Wochenende oder einen Kurzurlaub in einer Region mit einem schönen und/oder mythischen Berg verbringen und ihn von allen Seiten – am liebsten noch mit einem Brevet-Kärtchen im Gepäck und einer virtuellen oder sogar analogen Anerkennung wie der Aufnahme in einen Club – befahren und kennenlernen?

Mont Ventoux:

Mont Ventoux

Die Provence ist auf jeden Fall eine (Rennrad)Reise wert. Wenn ich nochmal dort hin fahre und einen Urlaub verbringe, dann wäre eine dreifach-Befahrung des Ventoux auf jeden Fall dabei: www.clubcinglesventoux.org/de

Granstelvio 4500:

Stilfser Joch

Das Beispiel des Ventoux hat der Monaco Velo Club (der nicht aus Monaco, sondern aus München kommt) jüngst auf das Stilfserjoch appliziert. Von allen drei Seiten hochfahren, Karte stempeln lassen oder GPS-Aufzeichnung hochladen und man wird in die entsprechende Liste der Finisher aufgenommen: granstelvio.com

Monte Grappa:

Das Ossario auf dem Monte Grappa

Nur drei verschiedene Aufstiege auf einem Berg sind euch zu wenig? Wie wäre es dann mit Fare il Grappa – das Erklimmen des Monte Grappa? Ich durfte den Monte Grappa als einen der Kontrollpunkte des Transcontinental Race 2017 kennenlernen und dort einen magischen Abend erleben.

Der Monte Grappa bietet gleich 10 verschiedene asphaltierte Aufstiege und die sind nicht ohne – ragt doch auch der Monte Grappa ähnlich wie der Ventoux hoch aus einer Ebene (zumindest von drei Seiten) hervor. Und er ist geschichtsschwer mit seiner umkämpften Rolle im ersten Weltkrieg. Auch für den Monte Grappa kann man sich eine offizielle Bevetkarte besorgen und seinen Fortschritt abstempeln lassen: das „Brevetto del Monte Grappa“ gibt es in Gold (alle 10 Aufstiege), in Silber (für 6 Aufstiege) und in Bronze (für 3 Aufstiege). Hier muss man die Anstiege aber nicht innerhalb eines Tages komplettieren – man hat ein volles Jahr Zeit. 24 Stunden wären für das Brevetto Oro (Goldniveau) auch etwas heftig. Meine Überschlagsrechnung kommt auf 240 km und rund 14.400 Höhenmeter für die 10 Anstiege…: www.italybikehotels.de/nachrichten/monte-grappa


Everesting

Warum jedes Mal einen anderen Anstieg wählen, wenn man doch einfach wieder dieselbe Strecke herunterfahren kann? Und dann wieder rauf. Und wieder runter. Und wieder rauf… Alles im Sinne der Höhenmeter-Effizienz. So oft rauf und runter, bis man 8.848 Höhenmeter zusammen hat. Das Äquivalent der Gipfelhöhe des Mount Everest. In einer Fahrt. Ohne Schlaf. Ihr dürft aber so lange brauchen, wie ihr halt braucht. Es darf auch länger als 24 Stunden sein. Aber: es muss ein Anstieg sein. Einer. Egal wie hoch. Egal wie steil. Oder wie flach. Es darf sogar das örtliche Parkhaus sein. Hauptsache, es hat irgendwelche Höhenmeter. Und die fährt man solange rauf und runter, bis die 8.848 Höhenmeter (es zählen natürlich nur die Anstiege) voll sind. Und es darf keine Schleife sein. Da wo ihr hoch fahrt, müsst ihr auch wieder herunter.

Natürlich kann jeder Höhenmeter sammeln, wie er lustig ist. Aber dann ist es halt kein Everesting im eigentlichen Sinne des Erfinders. Wer hat’s erfunden? Der Hells 500 Club: everesting.cc

Mal schauen, ob ich dieses Jahr mal ein Everesting angehe.


Zeitfahren

Carbon-Boliden. Cockpits wie ein Sternenkreuzer. Scheibenräder. Geschwindigkeit. Tiefflug über den Asphalt mit geschmeidiger, kraftvoller Kadenz. Interessant sahen diese speziellen Zeitfahrräder schon immer für mich aus. Gut – manche sahen und sehen auch ziemlich schlecht aus. Diese Radgattung bietet besonders viel Potenzial nach beiden Richtungen: richtig geil auszusehen, aber auch richtig schlimm. Nochmals verstärkt bei Triathlon-Rädern, die nicht den UCI-Regularien unterliegen.

Seit ich durch meine Ultraendurance-Eskapaden ein Rad mit sogenannten Aerobars besitze, habe ich großen Gefallen darin gefunden, mit den Armen in den Zeitfahraufsätzen liegend auf der Ebene zügig dahinzugleiten. Klar – die Position der Aerobars ist bei mir auf Komfort und Kompatibilität mit der normalen Körperhaltung bei Oberlenkergriff usw. ausgelegt. Und somit nur bedingt vergleichbar mit der tiefen Position und dem etwas (Straßenzeitfahren) bis deutlich (beim Triathlon) nach vorne gerückten Becken und nach vorne rotiertem Körper. Aber Lust hätte ich schon mal, mich bei einem – oder mehreren Zeitfahren – auszuprobieren. Aber wenn schon, dann direkt mit einem richtigen Zeitfahrrad… Auweh – das würde wieder teuer…

Im Auflieger (aber im Endurance-, nicht Zeitfahrmodus)

Von meiner Physiognomie her wäre ich jetzt leider nicht der typische Zeitfahrer. Also eher größer und schwerer. Mit einhergehenden, hohen absoluten Leistungswerten. Die ja in der Ebene mehr zählen als die relativen Werte in Watt pro Kilogramm. Ich kann meine Hoffnung nur in den anderen relativen Wert setzen: Watt pro cwA. Also Leistung im Verhältnis zur angeströmten Fläche und dem Windwiderstand. Ob der gut ist? Das wäre Teil der Herausforderung und des Spaßes am Zeitfahren: das optimieren und tüfteln an der eigenen Haltung und am Material (Kleidung wie Rad). An der eigenen Leistung sowieso – das gilt unabhängig vom Thema Zeiffahren.

Schade nur, dass es in Deutschland so wenig Zeitfahr-Veranstaltungen gibt. Aber ich würde gerne mal an einem teilnehmen. Zum Beispiel beim österreichischen King of the Lake, wahrscheinlich dem Vorzeige-Event für Jedermann. Aber es gibt auch den Rothaus Riderman im Rahmen des German Cycling Club, der mit seinen auf drei Tagen angelegten Etappen ohnehin schon speziell ist. Und die erste Etappe ist ein Zeitfahren, das auch separat gewertet wird. Dann gibt es z.B. auch noch so zwei, drei regionale Zeitfahrserien. In meiner erreichbaren Nähe wäre das der Zeitfahrcup.de


Deutschland entdecken

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Nah ist das Stichwort: von der Haustür los mit dem Rad. Und dann in eine der schönen Nachbarregionen der Heimat fahren. Hier darf etwas Werbung für mein geliebtes Wittgensteiner Land nicht fehlen. Eingebettet in das Rothaargebirge und unmittelbar benachbart zum Siegerland und Sauerland ist es eine der schönsten und zugleich ruhigsten Mittelgebirgs-Regionen in Deutschland. Ein wahres Kleinod. Nun bin ich da jetzt ja sowieso immer unterwegs. Ebenso im unweit entfernten Bergischen Land, das ich ja seit einigen Jahren von Wuppertal aus durchfahre.

Die Reichsburg in Cochem über der Mosel

Wo ich aber doch kürzlich wieder im Hohen Venn im Rahmen des BOTReycat gewesen bin, ist in mir der Wunsch weiter bestärkt worden, nun doch endlich mal mit dem Rad in die Eifel zu fahren. Und zwar dann, wenn es warm und grün ist – und nicht nur im Winter. Oder nicht nur auf den Nürburgring zum 24-Stunden-Rennen. Ich möchte auch im Sommer mal zum Beispiel nach Monschau. Oder zur Mosel bei Cochem und zur Burg Eltz. Für das Hohe Venn und Monschau könnte sich vielleicht auch das Radsport-Café und Etablissement „Le Coffeeride“ (www.lecoffeeride.cc) anbieten.


Einen Schwarzwaldmarathon fahren

Ich war schon mal für eine selbst organisierte Rennradwoche im Schwarzwald. Und Wandern war ich da auch schon mal. Und mittlerweile drei mal für ein Wochenende zum Votec Gravel Fondo. Aber so ziemlich jedes Jahr sage ich mir: „Ach Mist, wieder verpasst und nicht dran gedacht.“ Oder: „Passt vom Termin her wieder nicht. Du wolltest doch mal an einem der Schwarzwald-Radmarathons teilnehmen.“

Vielleicht ja dieses Jahr. Wohl eher am Schwarzwald Ultra Radmarathon (SURM — http://www.surm.de) als am Schwarzwald-Super (http://www.schwarzwald-super.de). Letztere Veranstaltung ist glaube ich jünger und erscheint mir sogar noch etwas reizvoller wie der SURM. Aber liegt mit Ende August in einer eh schon sehr mit Terminen vollen Sommerzeit. Da wäre mir der Septembertermin des SURM schon sympathischer. Aber: der SURM findet am selben Tag wie das King of the Lake Zeitfahren statt…


24 Stunden Rennen

Hi there! ;-) Racing hard and acting cool – am Anfang der Nordschleife in der Hatzenbach. (Foto: Sportograf)

Vielleicht mal Solo? In vergangenen Jahren war das 24h-Rennen am Nürburgring (Rad am Ring) immer eine feste Größe für mich. Gemeinsam mit dem Radteam Wittgenstein. Bisher immer in der 4er Rennrad-Staffel. Ein tolles Format. Hier könnt ihr meine Eindrücke von 2012, 2013, 2014 und 2015 kennenlernen. Am Ring trifft sich (nicht nur) Deutschlands Jedermann-Radsport-Szene – in der 4er-Staffel hat man auch genügend Pause, den Trubel im Fahrerlager aufzusaugen, (Internet)-Bekanntschaften zu besuchen und auch mit dem eigenen Team zu interagieren. Das in den letzten Jahren immer aus diversen kleinen Staffeln bestand. Mal eine 4er-Rennradstaffel hier, einen Solofahrer da, zwei, drei Teilnehmer der 50 bis 125 km Jedermannrennen und das eine oder andere MTB Team. Und wenn man dann mit seinem Stint im Rahmen der Staffel dran war, hieß es über die 25 km einer Runde durch die Grüne Hölle der Eifel wirklich alles herauszuquetschen, was nur ging. Schon geil! Leider kollidiert Rad am Ring immer mit anderen Veranstaltungen, die mir in den letzten Jahren wichtiger waren. In diesem Jahr wieder. Entweder mit dem Transcontinental Race oder dem Three Peaks Bike Race. Lust hätte ich aber schon noch mal. Wenn, dann aber auch gerne mal über 24 Stunden als Solofahrer. Und Rad am Ring würde terminlich nicht passen. Statt dessen vielleicht der 24 h Velofondo Anfang September in der Motorsportarena Oschersleben?


Bikepacking

TCRNo7:

Na klar, das darf doch nicht fehlen! Bin ich doch vor zwei Jahren kopfüber in das Abenteuer Bikepacking gestartet. Und zwar nicht mit irgendeiner Veranstaltung oder so allein für mich selbst, sondern direkt mit dem ikonischen Rennen dieser Gattung: dem Transcontinental Race quer durch Europa! Und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Auch im letzten Jahr konnte ich dann doch noch zum zweiten Mal teilnehmen, nachdem ich anfänglich keine Startplatz bekommen hatte aber nachträglich im Frühjahr angefragt wurde. Ihr findet meine Artikelserie zum TCRNo5 hier versammelt. Und zum TCRNo6 hier. Und auch dieses Jahr würde ich sehr gerne wieder teilnehmen. Am Transcontinental No. 7. Nachdem die letzten Jahre immer in Geraardsbergen in Belgien gestartet wurde und das Ziel im Südosten des Kontinents entweder in der Türkei oder in Griechenland lag, drehen die Organisatoren dieses Jahr das Rennen um. Erstmals wird im Osten, in Bulgarien, gestartet und das Rennen wird sich westwärts bewegen. Zum Ziel in Brest, Frankreich. Es geht also von Küste zu Küste. Vom Schwarzen Meer zum Atlantik. Neu und spannend. Die Bewerbungsphase mit den üblichen umfangreichen Fragen fand im vergangenen Dezember statt. In 7 Tagen werden wir alle das Ergebnis wissen. Am 10.1. werden die ausgewählten Teilnehmer benachrichtigt.

Three Peaks Bike Race

Hallo von der Passhöhe des Col de la Bonette!

Wenn es mit dem #TCRno7 nichts werden würde, fände ich das sehr schade. Hätte dann aber Gelegenheit, zum zweiten Mal am Three Peaks Bike Race teilzunehmen. Im letzten Jahr fand dessen Erstaustragung statt und ich war Teil der kleinen und feinen Runde, die sich diesem jungen höhenmeterlastigen Event stellte. Letztes Jahr verlief die Route von Wien nach Nizza. Hier findet ihr meinen Bericht zu dieser sehr schönen Veranstaltung. Dieses Jahr ist das Rennen im Kalender deutlich nach hinten gewandert. Was es sehr viel unwahrscheinlicher macht, wie im letzten Jahr nach einem strengen Winter bibbern zu müssen, ob auch alle Hochgebirgspässe offen sein werden. Was es aber leider auch in Kollision mit vielen anderen tollen Veranstaltungen im Sommer bringt. Vor allem zum Transcontinental Race.

Dieses Jahr bleibt es bei Wien als Startort. Die Länge wird leicht erhöht und das Ziel wird dieses Jahr Barcelona sein. Da war ich noch nicht. Das spanische Festland mit dem Rad zu besuchen, fände ich auch sehr reizvoll: www.adventurebikeracing.com/threepeaksbikerace/


Das wäre also der Sommer. Ich würde aber auch gern ein kurzes Bikepacking-Event im Frühjahr bestreiten. Aus Spaß an der Freude. Und als Training. Und als Standpunktbestimmung.

Terminlich recht interessant und auch räumlich nicht weit entfernt böte sich das Race around the Netherlands an. Alternativ auch Italy Divide, ein rund 900 km langes Gravel-Bikepacking-Event.


Urlaube, Messen, Grand Tours und was sonst noch so interessant ist

Am vorletzten Wochenende im März findet wieder die Cyclingworld Düsseldorf statt. Eine lohnenswerte Fahrrad-Schau, die von Jahr zu Jahr wächst. Diese werde ich auf jeden Fall besuchen.

Vor Ostern stellt sich dann die Frage, ob ich nochmal zur Flandern-Rundfahrt oder zur Paris-Roubaix Challenge fahren möchte. Beides schöne Jedermann-Veranstaltungen und beides tolle Frühjahrsklassiker, wo man sich das Profirennen am Folgetag schön anschauen kann. Da knubbelt es sich dann aber so richtig! Am Wochenende vor den Osterferien ist nicht nur Paris-Roubaix. Es gäbe auch ein 400 km Brevet mit Start direkt in Wuppertal. Und das Canyon Pure Cycling Festival in Koblenz. Auch ein interessantes Gravel-Event startet da: der Veneto Gravel über 600 km in Norditalien (alle Links in der weiter unten vorgestellten Tabelle). Und dem nicht genug, es gäbe z.B. auch das sehr interessante Malteni Bootleggers. Ein Eintages-Event über heftige 280 km Gravel in Belgien. Leider nur für 100 Teilnehmer. Und leider schon ausgebucht.

Wie so oft treibt sich der Giro d’italia gegen Ende im Norden des Landes herum. Dieses Jahr besonders schön konzentriert und wie so oft um Christi Himmelfahrt herum. Eine Urlaubswoche in den Dolomiten bietet sich da geradezu an. Es geht am Dienstag den 28.5. mit der 16. Etappe nach Ponte di Legno los und der Giro verweilt dann zwischen Antholz, Olang, Treviso und Feltre. Auch das Finale in Verona wäre nicht all zu weit davon entfernt.

Schlag auf Schlag: Eine Woche später ist dann auch direkt Pfingsten. Und Pfingsten fährt man ja bekanntlich in Bimbach! Der Röhn-Radmarathon feiert sein 30-jähriges Jubiläum und wartet dafür mit einmalig erweitertem Starterfeld und mit einer „Extrem hoch 3“ Strecke von 300 km am Sonntag auf. Das möchte ich mir eigentlich nicht nehmen lassen und hoffe darauf, nochmals einen Startplatz zu ergattern. Bereits die letzten zwei Jahre hat es mir dort sehr gefallen (2016 und 2017).

Den Herbst lasse ich mal auf mich zukommen. Je nachdem wie das Jahr so verläuft, wäre da entweder Raum für eine der schon erwähnten Zeitfahr-Veranstaltungen oder so etwas wie den „Le 1000 de Sud“ oder einer Torino-Nice-Rallye (von einer 2019er Austragung habe ich aber noch nichts gelesen). Eine Premiere wird das Tans Pyrenees Race feiern. Basierend auf einer ursprünglichen Konzeption von Mike Hall wird es das erste andere Rennen der Organisatoren des Transcontinental Race werden. Der Start wird am 04.10.2019 in der Bucht von Biskaya sein und die Teilnehmer einmal ostwärts und dann wieder zurück über die Pyrenäen führen. Im Selbstversorger Bikepacking Modus. Die Bewerbungsphase, zu deren Start man dann auch das Race Manual herunterladen und damit mehr erfahren kann, wird ein bis zwei Wochen nach dem 10. Januar öffnen: https://transpyrenees.cc


Übersicht und was es sonst noch so gibt

Alles das, was ich oben erwähnt habe, habe ich in den letzten Jahren aufgesammelt. Durch eigene Teilnahme, im Vorfeld durch Empfehlungen, durch Tips und Artikel auf Webseiten und in Magazinen. Durch Verweise in den Sozialen Medien. Und natürlich auch durch Veranstaltungskalender und -datenbanken. Was würden wir ohne sie machen (außer noch mehr einzelne Veranstaltungsseiten abklappern? ;-))

Hier nur kurz 4 Stück, die ich selbst des öfteren nutze:

Ich selbst führe für meine Veranstaltungs- und Urlaubsplanung auch immer eine Excel-Liste. Für dieses Jahr habe ich mal ein neues Format geschaffen, um etwas mehr zeitliche Übersicht zu bekommen. Vor allem, weil eine einfache Terminliste bei den vielen Mehrtages-Veranstaltungen nicht mehr so furchtbar übersichtlich war und mögliche Kollisionen oder zu kurze Zeiträume zwischen den Events nicht ausreichend visualisierte.

Meiner Vorauswahl entsprechend ist diese Liste auf bis zu 5 Ereignisspalten angewachsen, um so auch parallel stattfindende oder sich überschneidende Veranstaltungen darstellen zu können. Ihr findet dort immer den Namen und einige Stichworte bzw. Schlüsselangaben sowie den Link zur Veranstaltungsseite. Die von mir besonders priorisierten Veranstaltungen sind mit Akzentfarbe unterlegt. Es finden sich auch diverse Veranstaltungen, die ich im Text noch gar nicht erwähnt habe. Z.B. das eine oder andere Brevet (vielleicht fahre ich ja irgendwann mal mein erstes ;-)). Oder einige der vielen jungen Grass-Roots Minimal Events von Radfahren für Radfahrer. Wie z.B. Thüringen Erfahren von Frank Bültge. Oder der Eifel Graveller von Holger Loosen. Noch nicht eingetragen sind z.B. ein BOTReycat im Dezember, von dem ich hoffe, dass es wieder stattfinden wird. Oder z.B. auch ein Votec GravelFondo.

Hier der Link zu meiner Tabelle als Google Sheet: Radveranstaltungen 2019

Ausschnitt Übersichtstabelle Radsport-Saison 2019

So sieht es bei mir aus, wobei erst mal nur das TCR oder das ThreePeaks Bike Race im Sommer gesetzt wären und ich versuche, für Bimbach und für den King of the Lake einen Startplatz zu ergattern. Der Rest wird sich ergeben.

Und – was ist euer Top-Fahrradziel für 2019?

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30 Kommentare zu „Das Rad-Event-Menü 2019 – Ideen und Übersichten für eure (und meine) Radsport-Planung

  1. Eine schöne, aber auch ambitionierte Liste! Respekt!
    Das mit dem Bikepacking kann ich gut nachvollziehen … ich hab’s aber lieber etwas ruraler:
    HanseGravel (April)
    Mainfranken Graveller (Mai)
    Taunus Bikepacking (Juni)
    Eifel Graveller (August)
    Macht zusammen mindestens 20 Tage … Frankonia Bikepacking gäbe es auch noch im Juli, aber ich möchte mir einfach auch noch was freilassen für zwanglosere One-Night-Stands (Overnighter) zwischendurch. Französisch wollte ich ja auch mal wieder auffrischen …

  2. Ich bewundere dein Zeitbudget, was Du für das Thema Rad hast.

    Prio 1 ist das TCR, wenn ich einen Platz bekomme. Das wird Zeit kosten, danach ist vermutlich nicht viel anderes mehr möglich. Race around the Netherlands fände ich auch interessant. Ansonsten will ich mal eine komplette Brevetserie durchfahren, mit der Option auf PBP. Je nach dem ob ich bei TCR einen Startplatz bekomme.
    Weitere Backup Pläne wären entweder TAWBR, da fehlen mir noch ein paar Kilometer am Ende oder das Pan Celtic Race.

    Ansonsten will ich probieren mich etwas strukturierter auf die Events trainingsmäßig vorzubereiten. Aber die Trainingslehre ist ja ein weites Feld :)

    1. Naja – der Kalender ist so voll, ich könnte auch Vollzeit Radsport machen. Aber dann bezahlt sich das nicht… ;-) Deswegen muss auch ich da noch mehr selektieren.

      Jo, wenn dir TAWBR zu kurz ist, wäre ja PBP erst recht zu kurz – aber es gibt ja noch jede Menge mehr Bikepacking Races. So was wie ein NC4K oder Northcape-Tarifa z.B.

      1. Nee, TAWBR passt schon, ich musste letztes Jahr aus Zeitgründen ein paar Schleifen auslassen. So einen guten Tagesdurchschnitt fahre ich dann leider doch nicht. Und würde erst mal nicht damit planen, daß ich dieses Jahr unglaublich viel besser werde. Northcape-Tarifa sprengt mein Zeit Budget auf jeden Fall, auch wenn das mal sehr cool wäre.

  3. Das Wittgensteiner Land können wir gar nicht oft genug erwähnen. Everesting ist ne coole Idee – wären 20x über den Rhein-Weser-Turm und zurück – ca 420 km

  4. Wie immer ein sehr interessanter Bericht mit vielen tollen Ideen!
    Everesting finde ich sehr spannend. Werde mal suchen, ob sich geeignete Anstiege in meiner Ecke (Bochumer Umland :-) ) finden lassen.

    Ansonsten habe ich auf meiner To-do-Liste immer noch http://styrkeproven.no/ stehen.

    1. Hi Marco, ach, an Anstiegen herrscht da kein Mangel. Einfach nur ein paar Minuten südlich orientieren und schon ist da die Elfringhauser Schweiz. :)

      Styrkeproven – auch was Tolles. Irgendwann muss ich auch mal nach Skandinavien. :)

  5. Hej Torsten, jetzt bin ich platt:
    Erst musste ich bei der Erwähnung unserer herrlichen Wittgensteiner Lands stutzen & dann als ich festgestellt habe dass du aus Erndtebrück kommst! Wusste gar nicht dass es in der Heimat auch so (Extrem-)Radlverrückte & Bikepackingliebende Menschen gibt – und vor allem auch nicht jemanden, der das TCR gefahren ist! Chapeaux und Hut ab, ich drücke dir alle Daumen für einen Startplatz – ich musste es dieses Jahr wegen eines Armbruchs und einem derzeitigen (Noch-)Ausfall aufschieben :/
    Als Tip: als derzeitige Wahlheimatschwarzwälderin kann ich dir den Schwarzwaldsuper Schwarzwaldmarathon nur empfehlen.. & der Belchensatt ist einfach nur grandios. Den Styrkeproeven kann man mal machen, dem mangelt es aber an gutem Essen und vor allem an Höhenmetern – dafür ist Norwegen aber ein herrliches Radlland das es sich lohnt zu erkunden! :)
    Viele Grüße übers Dille aus Feudigen & vielleicht ja mal auf bald in den heimischen Gefilden! :)
    Leona

    1. Hi Leona,

      ach, mach Sachen – du bist ursprünglich aus Feudingen? Na, dann mal Grüße in den Schwarzwald. :) Und ein Zeichen, dass noch mehr Langstreckenverrückte aus dem Ländchen kommen. :) Mensch, da wünsche ich dir aber gute Besserung! D.h. du bist auch für dieses Jahr nicht angemeldet? Anna hatte just heute auf Facebook gepostet, dass dieses Jahr ein neuer Rekord bei den weiblichen Anmeldungen zu verzeichnen sei.

      viele Grüße,
      Torsten

    1. Hi Rudi, du leidest dieses Jahr bestimmt auch nicht an Langeweile. ;-)
      Rando Imperator hatte ich zur Vorschau/in meiner Ideensammlung des letzten Jahres auch dabei. Bestimmt ganz schön – müsste aber von meiner Heimat aus in irgendwas anderes eingebunden werden, sonst hängt das so ziemlich in der Luft mit der Anreise nach München und dann dem Ende in Südtirol.

      La Bisettrice – interessant, das geht einmal längs von Süd nach Nord durch Italien? In drei Modi – Nonstop für Randonneure, als „Giro d’Italia – mäßige Etappenfahrt“ und als Touristikfahrt – wenn mich mein italienisch da nicht im Stich gelassen hat?

      1. Hallo Frank,
        beim Imperator gibts auch einen Rücktransport-Service (wieder nach München).
        Und zu La Bisettrice: Ja, so hab ich das auch verstanden – und nachdem ich ja heuer zeitlich nicht gebunden bin, wäre es mir egal…

  6. Hallo Torsten,

    danke für die tolle Zusammenfassung mit ganz viel Inspiration für die anstehende Saison! Vor allem finde ich genial, wie du dein Radfahren priorisierst.. und ich dachte ich wäre schon danach verrückt ;-) chapeau!

    Meine Liste ist durchaus kleiner und weniger organisiert (zudem englisch-deutsch chaotisch), vielleicht gibt es aber noch was für dich: https://trello.com/b/xNvKPPYm/cycling-events ..dabei fällt einem auf, dass wir uns vielleicht ja noch über den Weg laufen werden.

    Der Schwarzwald Super war übrigens letztes Jahr ein absolutes Highlight für mich. Der Schwarzwald ist ein schon ein spezieller Ort zum Radfahren und knappe 7000hm machen sowieso für einen sehr speziellen Tag!

    LG aus Zürich,
    Nick

    1. Hi Nick, ah – du bist natürlich mit einer tollen Base Location gesegnet. Alpen direkt im Süden, Schwarzwald etwas im Norden… bin etwas neidisch. :) Vielen Dank für deinen Kommentar und viel Erfolg für deine Radziele 2019.

  7. Hallo Torsten,

    ich gebe zu, das mich folgende Veranstaltungen interessieren:
    Hansegravel, Taunus Bikepacking und Eifel Graveller

    Aber ich stelle mir immer wieder die Frage: warum fahre ich dann nicht gleich auf eigene Faust los und suche mir mein Ziel selbst. So hatte ich mir überlegt, von Wiesbaden über Rheinhessen an die Saar zu fahren und durch Lothringen bis an den Rand der Vogesen zu fahren. Die Vogesenkammstrasse lockt mich irgendwie. Und da ich mal wieder in die Alpen will, muss noch eine Bogen geschlagen werden bis nach Mittenwald (ich mag den Karwendel einfach so gerne). Dafür plane ich etwa sieben Radtage (mehr Urlaub: kann ja nicht platter heimkommen als ich losgefahren bin, dann hustet mir die Familie was).

    MfG,
    Armin

    1. Hallo Armin, nichts hindert dich (und mich) am auf die eigene Faust losfahren. In der Tat – dafür habe ich ja die ersten Ideen / Anregungen aufgeführt: Auf eigene Faust an irgend einen schönen Ort fahren und da vielleicht einen Berg rauf und runter fahren. Oder um mehrere auch drum herum, wenn man’s nicht so mit dem Berg rauffahren hat. Oder Deutschland erkunden. Alles auf eigene Faust. Das Salz in der Suppe sind dann die kompetitiven Veranstaltungen. :)

      Vogesen hören sich toll an!

      viele Grüße,
      Torsten

  8. Hallo Torsten,
    zunächst: alles Gute und immer viel Spaß, was auch immer Du dieses Jahr angehst.

    Ich war auch immer auf der Suche nach längeren Zeitfahrevents und bin schließlich bei Staffel-Triathlon-Veranstaltungen gelandet. Dort gibt es auch „Börsen“, falls man kein eigenes Team hat – oft werden Radfahrer auch kurzfristig gesucht. Dann sind die Möglichkeiten (fast) unendlich. Ob auf den 90km oder auf der Langdistanz…das macht dann richtig Spaß und lohnt die Ausfahrt. Roth, Walchsee, Kraichgau…alles tolle Veranstaltungen mit meist vielen Zuschauern, guter Stimmung und interessanten Strecken. Nur: ohne echtes Zeitfahrrad kannst Du da natürlich nicht hin ;-)…
    Viele Grüße und danke für deinen stets interessanten Blog,
    Sonja

    1. Hallo Sonja,

      vielen Dank – dir auch ein gutes Neues Jahr und Spaß darin. :)

      Oi, das ist mal ein interessanter Tip – das hatte ich tatsächlich überhaupt gar nicht auf dem Schirm. Interessant. Hmm – mag auf der einen Seite etwas sein, wo man sich erstmal drauf einlassen muss: schließlich steht da nicht das Radfahren und die Leistung beim Radfahren im Vordergrund und für sich schön alleine da. Auf der anderen Seite wohl tatsächlich mehr Auswahl vor allem auch an längeren Strecken. Hmm, auf jeden Fall einen Gedanken wert! Und mehr Grund, wirklich ein Zeitfahrrad zu kaufen… ;-)

      viele Grüße,
      Torsten

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