Ein Rennrad-Sonntag im Wittgensteiner Land

Rad fahren

Wittgenstein – ich liebe dich. Deine kleinen und lieblichen Täler, deine Hügel, deine Anstiege. Deine ruhigen kleinen Straßen durch Wiesentäler, Wälder und entlang deiner Bäche. Du liebliches, verstecktes, klimatisch durchaus auch raueres Juwel im Rothaargebirge.

Wer richtig schön und richtig ruhig Radfahren will, dem sei der Kreis Siegen-Wittgenstein in Südwestfalen empfohlen. Dort, im Rothaargebirge zwischen Sieger- und Sauerland kann man sowohl mit dem Moutainbike als auch mit dem Rennrad das radeln und die Landschaft genießen. Und entweder Höhenmeter sammeln oder auch entlang von Eder, Sieg und Lahn es flacher rollen lassen.

Und man ist mit egal welchem Rad nie fern vom Wald. Oder im Wald. Schließlich ist der Kreis Siegen-Wittgenstein mit rd. 65 % Flächenanteil Wald der waldreichste Kreis Deutschlands. Und als Rennradfahrer freuen wir uns über wunderbar glatten Asphalt der nicht wenigen kleinen Sträßlein jüngst zu Gute kam.

Anbei einige Impressionen aus dem Ilsetal bei Feudingen und dem Harfeld zwischen Richstein und Bad Laasphe:

Silver Grey – Ultimate Yay

Fotografie, Rad fahren

Nach dem Motto: öfter mal was Neues, wenn aber, dann mindestens genauso geil (wenn nicht besser) oder zumindest anders geil, habe ich mir diesen Sommer ein neues Rennrad aufgebaut. Nach dem Aufbau-Post gibt es jetzt die Fotostrecke des fertigen Rads.

So schauet denn – mein Canyon Ultimate CF SLX.

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Mein Canyon Ultimate CF SLX mit Campagnolo Super Record EPS

Ich hatte mit dem Vorgängermodell schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Von den technischen Daten (wie bei German Engineering kaum anders zu erwarten) über alle Zweifel erhaben und in Sachen Komfort herausragend setzte bereits das 2014er Ultimate Modell diese Daten auch in ein mitreissendes Fahrerlebnis um. Sehr agil, dabei immer absolute Zuversicht in Kurven gebend und behende am Berg. Genial. Dazu ein wirklich tolles Finish und ein edles, klares Design, welches mit dem neuen 2016er Modell nochmals  getoppt wird. Während ich beim Aeroad, gegen dass ich mich dann entschieden hatte, das helle Rot der Katusha-Räder genial finde, ist es am Ultimate das Silber-Grau, in welches ich mich total verguckt hatte.

Ich habe im Laufe der letzten Jahre und insbesondere Anfang diesen Jahres so einige andere Top-Räder probe gefahren, die mir auch gefallen haben (Ok, Räder die mir nicht gefallen, fahre ich erst gar nicht Probe… ;-)) aber zum Schluss konnten sie alle nicht so Punkten wie das Ultimate.

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Renn-Vollblut, Bergziege und Ausdauerwunder in Einem

Vor zwei Jahren gab es das Ultimate CF SLX quasi vom Regal genau in meiner Wunschausstattung. Mit der elektronischen Schaltgruppe Campagnolo Super Record EPS und den Mavic R-Sys Laufrädern. Damals musste ich mich Carbon noch annähern und wollte einen superleichten Berglaufradsatz, aber in Aluminium.

Nun ist es nicht unüblich, dass, wenn man ein Rennrad genau in einer spezifischen Wunschausstattung möchte, man den Händler bitten muss, einige Dinge auszutauschen. Oder man wendet sich gleich an einen Spezialisten, der Topräder in jeglicher Wunschausstattung zusammenbaut. Oder man macht es direkt selbst. Letzteres habe ich Ende Juli / Anfang August gemacht. Denn in dieser Ausstattung, genau so mit Campagnolos Top-Gruppe und dann sogar noch als EPS – so kann man das Rad nicht fertig kaufen. Einen ausführlich beschriebenen und bebilderten Beitrag zum Aufbau findet ihr hier.

Und das Ergebnis seht ihr hier:
Ein Renn-Vollblut, Bergziege und Ausdauerwunder in Einem.

Top-Carbon allerorten:

Der Canyon Ultimate CF SLX Rahmen, komplettiert mit der Campagnolo Super Record EPS v3 Schaltgruppe, Zipp 404 Firecrest Clincher Laufräder, Tune KommVor Carbon-Sattel und Arundel Mandible Flaschenhalter. Der Lenker ist das integrierte H36 Aerocockpit von Canyon. Der dafür gemachte Out-Front-Mount dient der Befestigung des Garmin Radcomputers. Die Pedale sind nicht nur reine Kontaktpunkte, sondern stellen die Leistungsmessung bereit. Es sind Favero BePro Pedale, die ich ausführlich hier vorgestellt habe (Test Favero BePro Powermeter).

Genau so wiegt das Ultimate 7,02 kg. Mit meinem zweiten Laufradsatz (ebenfalls Carbon, aber ein Schlauchreifensatz und am Vorderrad nur 38 mm hoch, zur Zeit 25 mm Veloflex Arenberg aufgeklebt) wiegt es 6,60 kg.

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Deutsch-italienisch-amerikanische Kombination

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Tolle Formen, klare Linien. Der Sitzknoten und die integrierte Sattelstützenklemmung.

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Super Record – what else? :)

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EPS, baby.

Cranks and Pedals

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Ultimate CF SLX und H36 Aerocockpit

Ein Blick „unter die Haube“ bzw. unter den Lenker.

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Tune KommVor – mein Sattel der Wahl

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In der Sonne.

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Hallo und Willkommen auf meinem Blog!

Bike and Rider

Danke für’s Schauen. :)

Verkaufe: Rennrad Canyon Ultimate CF SLX 9.0 LTD EPS

Rad fahren

Aktualisierung: Verkauft!

Verkaufe mein Canyon Ultimate CF SLX 9.0 LTD EPS, Modelljahr 2014

1. Hand, Kaufdatum 12.04.2014.

Rahmengröße S
Farbe schwarz (stealth)
Campagnolo Super Record EPS
Power2Max Leistungsmesskurbel
Mavic R-Sys SLR WTS Exalith 2 Laufräder

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Foto 1: Rad wird verkauft wie dargestellt, insbesondere mit dem Sattel. Aber ohne die Campagnolo Kurbel (ersetzt durch Power2Max Campagnolo Leistungsmesskurbel), ohne Garmin Edge Radcomputer und Halterung und ohne Radständer).

Verkaufe mein Canyon Ultimate CF SLX nun nach knapp über zwei Jahren, weil ich einfach ab und an etwas Neues mag. Bin aber dennoch von dem Fahrverhalten, der Spritzigkeit bei gleichzeitigem Komfort und den klaren Linien so angetan, dass ich auch bei meinem neuen Rad wieder beim Canyon Ultimate CF SLX, dem Nachfolgermodell, gelandet bin.

Das zum Verkauf stehende schwarze Ultimate CF SLX steht für klare Linien, agiles Fahrverhalten, geniale Kontrollierbarkeit in kurvigen Abfahrten und ist eine Super-Kletter-Maschine und ein Rennvollblut bei gleichzeitigem Ganz-Tages-Komfort!

Die Campagnolo Super Record EPS Schaltgruppe ist nicht nur optisch ein Traum – die Ergonomie und der Schaltkomfort sucht seinesgleichen. Wer einmal mit der EPS elektronisch geschaltet hat, will nichts anderes mehr!

Hört sich voll des Lobes an – und das bin ich auch!

Leistungsmessung!

Das Rad ist mit Leistungsmesser ausgestattet. Dem ambitionierten Trainieren, dem kontrollierten Pacing oder auch nur der Freude an Zahlen sind damit alle Möglichkeiten eröffnet!

Ich habe das Rad kurz nach dem Kauf mit einer Leistungsmesskurbel von Power2Max ausgestattet. Versehen mit Original Campagnolo-Kurbeln und Kettenblättern ist sie die hochwertige Wahl für ein Campagnolo-ausgestattes Rad. Und von allen Leistungsmessern, die ich selbst fahre (Powertap-Nabe, Rotor Power LT, Favero BePro, Power2Max), die zuverlässigste und sorgloseste Alternative. Einmal eingerichtet und kalibriert muss man nur alle paar Monate an sie denken, wenn die Knopfzelle (in 5 Minuten selbst einfach erledigt) ausgetauscht werden muss.

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Power2Max Type S Campagnolo 11 Speed Leistungsmesskurbel

Zustand:

Ich habe das Rad seit 1,5 Jahren mit einem anderen Sattel und seit 1 Jahr mit diversen anderen Hochprofillaufrädern gefahren. Die jeweiligen Originalteile weisen also weniger Nutzung als das ganze Rad auf.

Der Rahmen selbst und die Komponenten (EPS, Züge, Bremsen, Lenker, Power2Max Leistungsmesser) sind in sehr gutem Zustand. Der Antrieb und die Schaltwechsel funktionieren reibungslos. Persönlich würde ich allerdings die Verschleissteile des Antriebs, Kette und Ritzelpaket, im kommenden Frühjahr gemeinsam ersetzen.

Die Mavic R-Sys SLR WTS Exalith 2 Laufräder laufen tadellos. Generell sind sie mit ihren Carbon-Hohlspeichen beeindruckend leicht und dabei gleichzeitig steif. Das macht sie zu meinen präzisesten und agilsten Laufrädern. Die ehemals dunkle Exalith Bremsflanke weisst allerdings deutliche Nutzungsspuren auf. D.h. hier schimmert es an vielen Stellen blank, was leider der Optik, allerdings nicht der Funktion Abbruch tut.

Bis auf das erste Foto (von mir kurz nach dem Kauf erstellt) geben die übrigen Fotos den aktuellen Zustand des Rahmens und der Laufräder wieder. Die Laufräder habe ich extra noch einmal gesondert fotografiert.

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Mavic R-Sys SLR WTS Exalith 2 Laufräder mit Schwalbe Ultremo ZX Reifen, 23 mm

Auflistung der Komponenten:

Canyon Ultimate CF SLX 9.0 LTD EPS, Rahmengröße S
mit

  • Canyon Carbon Sattelstütze
  • Ritchey Vorbau
  • Ritchey Carbon Lenker
  • Selle Italia SLR Sattel (siehe Foto 1)
  • Look Kéo Classic Pedale
  • Campagnolo Super Record EPS v2 Schaltgruppe
  • Campagnolo Super Record Ritzelpakete 12-29 und 12-27
  • Power2Max Leistungsmesskurbel Type S Campganolo 11 Speed, Kettenblätter Medium Compact 52-36
  • Mavic R-Sys SLR WTS Exalith 2 Laufräder mit montierten Schwalbe Ultremo ZX Reifen, 23 mm
  • 2 Trivio Carbon-Flaschenhalter (siehe Foto 1)
  • Campagnolo EPS Chain Catcher

Mitgeliefertes Material:

  • Canyon Zubehör Etui
  • Canyon Drehmoment-Schraubendreher + Bitsatz
  • Campagnolo EPS Ladegerät

Maße und Daten:

Rahmengröße: S (53)
Stack: 54,6 cm
Reach: 37,5 cm
Sitzrohrlänge: 50,5 cm
Oberrohrlänge: 53,7 cm
Steuerrohr: 13,8 cm
Lenkwinkel: 72,5°
Sitzrohrwinkel: 73,5 °
Kettenstreben: 41 cm
Gewicht: rd 6,6 kg

Preis:

Ich biete das Rad wie dargestellt daher zu folgender Verhandlungsbasis an: 4740,- Euro

Der Neupreis des Komplettrades waren 2014 beeindruckende 6299,- Euro. Im Herbst des Jahres 2014 wurde es mit einem geringen Nachlass von Canyon verkauft, aktuell kostet derselbe Rahmen mit ebenfalls der Campagnolo Super Record EPS Gruppe (und Campagnolo Bora Ultra Rädern) stolze 8499,- Euro…

Der Neupreis der Power2Max Leistungsmesskurbel betrug 1600,- Euro. Als 2014er Modell ist sie aktuell für 1279,- zu erhalten.

Abholung / Besichtigung nach Voranmeldung entweder in Wuppertal oder in Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein) möglich.

Versand nach vorheriger Absprache über Versandart, Aufwand und Kosten sowie ohne Rücknahme möglich. Sinnvoller ist aber sicher die Abholung vor Ort.

Kontakt über E-Mail raffle (at) tfrank.de oder über Twitter: https://twitter.com/tfrank_de

Das Rad ist auch im Bike-Markt von Rennrad-News.de und MTB-News.de eingestellt: http://bikemarkt.mtb-news.de/article/823911-canyon-ultimate-cf-slx-9-0-ltd-eps

Weitere Fotos:

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Foto zeigt aktuellen Zustand des Rads und der Laufräder. Rad wird mit Trivio-Flaschenhaltern anstelle dargestellten Arundel-Flaschenhaltern und mit Selle Italia SLR Sattel anstelle dargestelltem Tune Sattel verkauft. Außerdem ohne Trinkflaschen und ohne Garmin Radcomputer und Garmin-Halterung.

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Foto zeigt aktuellen Zustand des Rads und der Laufräder. Rad wird mit Trivio-Flaschenhaltern anstelle dargestellten Arundel-Flaschenhaltern verkauft. Außerdem ohne Trinkflaschen und ohne Garmin Radcomputer und Garmin-Halterung.

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Foto zeigt aktuellen Zustand des Rads und der Laufräder. Rad wird mit Trivio-Flaschenhaltern anstelle dargestellten Arundel-Flaschenhaltern und mit Selle Italia SLR Sattel anstelle dargestelltem Tune Sattel verkauft. Außerdem ohne Trinkflaschen und ohne Garmin Radcomputer und Garmin-Halterung.

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So sähe das Rennrad mit Zipp-Carbon-Hochprofil-Laufrädern aus. Diese sind nicht im Verkaufsumfang. Foto zeigt aktuellen Zustand des Rads. Rad wird mit Trivio-Flaschenhaltern anstelle dargestellten Arundel-Flaschenhaltern und mit Selle Italia SLR Sattel anstelle dargestelltem Tune Sattel verkauft. Außerdem ohne Trinkflaschen und ohne Garmin Radcomputer und Garmin-Halterung.

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Foto zeigt aktuellen Zustand des Rads und der Laufräder. Rad wird mit Trivio-Flaschenhaltern anstelle dargestellten Arundel-Flaschenhaltern und mit Selle Italia SLR Sattel anstelle dargestelltem Tune Sattel verkauft. Außerdem ohne Trinkflaschen und ohne Garmin Radcomputer und Garmin-Halterung.

 

Neue Carbon-Schluffen für das Canyon Ultimate

Produkttests, Rad fahren

Puh, mein letzter Blogpost ist aus dem Februar. Seit dem ist viel passiert. Tolle Dinge auf dem Rad aber auch viel Arbeit abseits des Rades. Das hält natürlich beides vom Bloggen ab.

Dabei habe ich schon so einige Beiträge in der „Pipe“. Hier möchte ich als kurze Wasserstandsmeldung einen Ersteindruck von den neuen Schuhen meines Canyon Ultimate CF SLX geben. Dabei muss ich realisieren, dass ich zu dem Laufradsatz, den ich davor drauf hatte (und auch weiter behalte) noch gar keinen separaten Blogpost verfasst habe und nur einen kurzen Verweis in diesem Post von Pfingsten letzten Jahres gebracht hatte.

Das war und ist ein Carbon-Schlauchreifen-Laufradsatz. Jetzt brandneu im Arsenal: ein Carbon-Clincher-Laufradsatz: Zipp 404 Firecrest.

Canyon Ultimate CF SLX mit Zipp 404 Firecrest Carbon-Clinchern

Canyon Ultimate CF SLX mit Zipp 404 Firecrest Carbon-Clinchern

Warum jetzt noch einen Laufradsatz? Tja, eigentlich nur so. ;-)

Ziele:

  • Abwechslung :)
  • Erkenntnisgewinn (mehr Erfahrungen mit unterschiedlichen Systemen und Komponenten sammeln).
  • Einen Aero-Laufradsatz besitzen, wo ich Reifen einfach so in 10 Minuten anstelle in x Tagen wechseln kann (ohne alte Reifen im Wortsinn herunterreissen zu müssen, neue Reifen zum weiten aufziehen zu müssen und sie danach dann aufwendig aufzukleben).
  • Einen Aero-Laufradsatz mit Hauptzweck Aero (und Allroundfähigkeit) zu besitzen (mein Schlauchreifensatz ist vorrangig neben Allroundfähigkeit auch zum Klettern gedacht)

Ich habe mich für die Marke Zipp und dort die rd. 60 mm hohen 404 Firecrest Laufräder entschieden. Neben dem Design war mir die Erfahrung der Marke im langjährigen Pro-Einsatz und das vorliegen der mittlerweile 3. Generation dieser Laufräder wichtig. Ebenso die glaubhafte Aero-Kompetenz von Zipp. Einen Windkanal haben wir alle nicht daheim. Während aber viele Marktteilnehmer offen zugeben, gar keine Windkanaluntersuchungen oder numerische Optimierungen durchzuführen und sich einfach nur an die Formen von – ja eben – Zipp oder anderen wie vielleicht Enve etc. anlehnen, investieren die Marktführer schon in diese Forschung. Davon (vor allem vom Thema der beworbenen relativen Unempfindlichkeit gegen Seitenwindeffekte) möchte ich profitieren.

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Zipp 404 Firecrest Carbon Clincher Matte Black

Der erste Eindruck ist da auch positiv. Kann aber natürlich nur subjektiv sein, aber ich bin doch guter Hoffnung, dass sich die 404 sehr unproblematisch zeigen. Trotz, dass ich vorne jetzt auch eine 58 mm hohe Felge habe (mein Schlauchreifensatz ist vorn extra etwas weniger hoch, nur 38 mm) und trotz, dass mein Schlauchreifensatz auch eine moderne bauchige und breite Felgenform aufweist (wie sie durch Zipp eingeführt wurde) scheint mir das Zipp-Vorderrad mindestens genau wenig empfindlich gegen Seitenwind zu sein.

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Vittoria Corsa G+ in der Dimension 700×25 (mit Graphene Technologie)

Als Reifen habe ich die Vittoria Corsa G+ ausgewählt. Deren Rollwiderstand wird gleichauf gut wie die Conti GP 4000 bewertet. Ich möchte die einfach mal testen. Bin mir aber bewusst, dass ich hier keinen guten Vergleich habe, da ich neue, mir unbekannte Reifen auf einen neuen, mir unbekannten Laufradsatz aufgezogen habe. Ist also mehr eine qualitativ subjektive Neugier, die ich hier befriedige. Auf meinen Schlauchreifensatz werde ich jetzt die Veloflex Arenberg Schlauchreifen aufziehen. Dann kann ich da ja mal einen kompletten Systemquervergleich wagen…

Bin mal gespannt, wie sich die hellen Seitenwände (Tan Sidewalls, gumwall) so sauber halten lassen. Bei Crossern allgemein und meinem Giant insbesondere bin ich da ja nicht der Fan von (hier habe ich zu dieser Thematik Hintergründe aufgeführt). Am schwarzen Rennrad ist es ganz ok. Wofür die hellen Flanken auf jeden Fall gut sind, ist der Kontrast in Fotos – so treten die charakteristischen zwei Kreise, die für „Zweirad“ stehen, in fast allen Aufnahmesituationen gut hervor. Das ist fotografisch schon mal ein Vorteil. Allerdings führe ich hier zur Bi-Color-Situation meines Canyon (Mattschwarz und Rot) eine dritte Farbe hinzu. Das ist nicht unbedingt komplett vorteilhaft. Andererseits passt es doch sehr gut. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, auch auf den 404 demnächst wieder komplett „schwarz“ zu fahren. :)

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Canyon Rennrad unter dunklen Wolken in der Elfringhauser Schweiz.

Gestern habe ich die neuen Reifen auf die neuen Felgenaufgezogen, die Kassette montiert und bin zu einem kurzen Trainings-Ausritt unter dunklen Wolken aufgebrochen.  Meine ersten Eindrücke sind überaus positiv! Sehr gutes abrollen / Laufverhalten. Die Räder halten spürbar Momentum und geben relative Stabilität. Ich denke, hier spürt man das höhere Gewicht im Vergleich zu meinen Schlauchreifen-Felgen und auch meinen Mavic R-Sys Laufrädern, welches signifikante Fahr- und Lenkstabilität hinzufügt.

A pro pos Gewicht. Das ist nicht alles, wie oben aufgeführt. Aber insgesamt doch auch wichtig:

Gewicht Laufräder nackt, ohne Alles (kein Felgenband, keine Kassette, keine Schnellspanner)

Vorderrad:   746,1 g
Hinterrad:   926,7 g
Gesamt:     1672,8 g

Das Felgenband schlägt mit je 19,8 g und das Schnellspanner-Set mit 86,9 g zu Buche.

Gewicht Laufräder komplett, mit Felgenband, mit Schwalbe Super Light Schläuchen, mit Reifen Vittoria Corsa G+ (ohne Schnellspanner und ohne Kassette)

Vorderrad:   1106,0 g
Hinterrad:   1275,0 g
Gesamt:      2381,0 g (Holla!)

Interessanterweise bedeutet das, dass Schlauch und Reifen vorn zu 340,1 g und hinten zu 328,5 g resultieren, d.h. sich beide 11,6 g Differenz zwischen vorn und hinten aufteilen.

Jetzt werde ich mich erst mal an dem frischen Look und dem feinen Rollverhalten weiter begeistern und schauen, ob sich mein Ersteindruck festigt und bestätigt.

Have fun und Kette rechts! :)

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Vittoria Corsa G+ Faltreifen auf Zipp 404 Firecrest Carbon Clincher Laufrädern.

A Sunday far from Hell. And in Bibshorts! Hurra – Sonne. :)

Rad fahren

Am vergangenen Sonntag fand ja das Radrennen Paris-Roubaix statt. Ein tolles Rennen, in dem dieses Jahr John Degenkolb Geschichte geschrieben hat. Ein stark herausgefahrener Sieg brachte ihm den zweiten Sieg eines Monumentes des Radsports innerhalb von nur 3 Wochen ein. Zuerst Milan – San Remo und am Sonntag dann Paris-Roubaix. Damit war er erst der zweite Radsportler, dem es gelungen ist, in einem Jahr diese beiden Rennen zu gewinnen (Sean Kelly gelang diese Leistung 1986). Und erst der zweite Deutsche, der die auch als „die Hölle des Nordens – L’Enfer du Nord“ bezeichnete Königin der Frühjahrsklassiker gewinnen konnte. Darauf mussten wir immerhin 112 Ausgaben warten. Denn der ihm vorhergehende deutsche Sieger war 1896 Josef Fischer bei der allerersten Ausgabe von Paris-Roubaix.

Also hieß es: Radrennen schauen oder selber Rennrad fahren? Keine Frage, denn endlich gab es seit langem mal einen schönen sonnigen Sonntag! Ich entschloss mich also zu einem Sonntag fern der Hölle. Sondern im Siegen-Wittgensteiner Radfahr-Himmel. Unter blauem Himmel. Und in kurzen Radhosen! Hurra! :)

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Gleichzeitig war dies die letzte Trainingseinheit der bisher härtesten und umfangreichsten Trainingswoche diesen Jahres. Insgesamt war ich 15,7 Stunden und jedem Tag seit Dienstag auf dem Rad:

Dienstag FTP-Test-Protokoll, Mittwoch Anaerobic Capacity mit 1- und 2-Minuten-Intervallen, Donnerstag Tempo VO2max und Neuromuscular Power Intervals, Freitags Endurance Recovery, Samstags Lactate Threshold Bergintervalle und am Sonntag dann eine Ausdauerfahrt, aber mit vereinzelt eingestreuten 8-Sekunden-Bursts. Sehr vereinzelt, denn ich merkte die Woche und ich merkte etwas die linke Wade…

Gleichzeitig war das aber auch ein schöner Rad-Ausflug für’s Gemüt im Sonnenschein. :)

Weite Blicke bieten sich in das Siegerland von den hinter Lützel steil abfallenden Rothaarhöhen.

Rennrad mit Aussicht

Rennrad mit Aussicht

Gleichzeitig markiert dieser Abschnitt die erste schöne, flüssig zu fahrende Abfahrt meiner Streckenwahl am Sonntag.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Durch Netphen fahrend, fahre ich danach ein Stück über den Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Die Martinikirche in Netphen. Ein "Squaropan" (3 Aufnahmen zu einem Panorama)

Die Martinikirche in Netphen. Ein „Squaropan“ (3 Aufnahmen zu einem Panorama mit gerne beibehaltener Verzeichnung)

Einfach, um mal dort ein bisschen zu Bummeln und diesen Weg zu erkunden.

Die Sieg zwischen Deuz und  Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus...

Die Sieg zwischen Deuz und Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus…

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Wenig später markiert der kleine Ort Hainchen der Beginn des Aufstiegs zur Haincher Höhe und damit des Übergangs von Nordrhein-Westfalen nach Hessen. In Hainchen selbst befindet sich mit der Burg Hainchen die einzige Höhenwasserburg Westfalens.

Dort bietet sich eine kleine Gelegenheit, mich fotografieren zu lassen:

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

Die Haincher Höhe markiert kurz darauf den Beginn einer langen Abfahrt, die in eine tolle Rollerstrecke übergeht. Es folgt ein leichter Zwischenanstieg hinter Dietzhölztal und dann wieder eine lange Rollerstrecke über Fischelbach und Banfe bis nach Bad Laasphe.

Hier heisst es: Unterlenker, Rücken- bzw. Seitenwind und einfach nur gute Laune! :)

In Bad Laasphe erweise ich Paris-Roubaix meine Ehrerbietung, in dem ich kurz in die Altstadt abbiege, um am heutigen Tag auch selbst Kopfsteinpflaster unter die Räder zu nehmen. Wenn auch nur symbolisch. :)

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Am Ende von Bad Laasphe gönne ich mir in der Aral-Tankstelle einen Café Creme und ein Nuss-Nougat-Hörnchen und fahre dann über Wallau Richtung Biedenkopf um kurz davor das Tal der Lahn über die Sackpfeife zu verlassen und nach Norden in das Tal der Eder zu fahren. Ederaufwärts führt mich meine Runde über Hatzfeld, Arfeld, Raumland und Leimstruth zurück nach Erndtebrück.

Distanz: 116,1 km, Höhenmeter: 1147 m, Zeit: 5 h 29 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,0 km/h, Durchschnitts-HF: 131

(Übrigens – genau die gleiche Runde bin ich Ende letzen Jahres mit meinem Crosser gefahren. Bei etwas anderen Temperaturen und leicht anderen Straßenbedingungen… ;-)  Ice Road Truckin‘)

Auf Strava:

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