Startpanorama - Das Wetter bessert sich, 16 Stunden Rad am Ring nehmen ihren Lauf. (Foto: Sportograf)

Rad am Ring 2015 – Grüne Bunte Ponyhof-Hölle

Rad fahren

Rad am Ring 2015. Auch dieses Jahr beweist die Schleife durch die Eifel mal wieder, dass sie zurecht „Grüne Hölle“ und nicht „Bunter Ponyhof“ genannt wird (Anregung aus einem facebook-Kommentar der Rad am Ring Seite). Wieder einmal schreibt der Nürburgring und schreibt das Radteam Wittgenstein die Geschichte fort. Das Team bereits zum 6. Male. Und ich persönlich bin zum 4. Mal dabei. Meine persönlichen Eindrücke schildere ich diesmal in „Runden“.

Startpanorama - Das Wetter bessert sich, 16 Stunden Rad am Ring nehmen ihren Lauf. (Foto: Sportograf)

Startpanorama – Das Wetter bessert sich, 16 Stunden Rad am Ring nehmen ihren Lauf. (Foto: Sportograf)


Minus-1te-Runde ;-) „Vorbereitung und Anfahrt“

Ich bereite mich trainingsmäßig ja nie gesondert auf den Nürburgring vor. Zu vermerken gibt es als Besonderheit heuer nur, dass ich seit der Maratona dles Dolomites leichte Beschwerden am rechten Knie habe. Die waren nach der Maratona sofort wieder weg, tauchten vor zwei Wochen Freitag dann nach einer harten FTP-Testprotokoll-Einheit dann aber wieder auf. Am folgenden Samstag merkte ich das Knie dann von Anfang an und dass ich eine Ausfahrt mit Radfreunden am Sonntag nicht abgesagt habe, sondern trotz allem mit ihnen noch durch das Ruhrgebiet (und das noch bei Regen) gefahren bin, das war im Nachhinein einfach nur unvernünftig.

Mit einer ganzen Woche ohne Rad, nur einer Core-Trainig-Einheit und einem kurzen Spazierenrollen am Sonntag, einer leichten E1-2-Einheit am Montag und nochmal am Donnerstag war’s das an Vorbereitung und Heilpause für das Knie.

Anfahrtstechnisch verlief die Hinfahrt zügig und ohne Probleme. Ich war sogar so früh da und durch die Sturmböen (dazu gleich mehr) wahrscheinlich Sonderbedingungen vortreffend, so dass ich mit meinem Einfahrtsschein noch die offizielle Einfahrtsroute befahren durfte. Ich war also zum ersten Mal mit meinem eigenen Auto auf der Parzelle. Luxus! :)

Bisschen mulmig war mir beim Auffahren auf die Grand Prix Strecke aber schon. Ich hätte ja eigentlich über das historische Fahrerlager zur Parzelle gewollt. Durch den Tunnel und ich wäre sofort da gewesen. Aber nein – das hätte ich erst ab 12:00 Uhr gedurft, so der Ordner. Na gut. Dann halt über die Einfahrt nahe Parkplatz C-6. Hmm. Tor offen, keiner da. Bin ich hier richtig? Da ist die Rennstrecke. Öhhh. Na gut – ich muss nach links. Soweit trägt die Streckenkenntnis. Aber jetzt läuft doch noch das Laufevent, oder nicht? Ähhh. Also lieber vorsichtig…

Habe dann tatsächlich ein paar einzelne, versprengte Läufer überholt. Das war aber alles halb so wild. Schnell stehe ich auf unserer Parzelle, parke und begrüße die Kollegen.


Nullrunde:

Zunächst. Das heisst, zunächst hatte der Wind das Kommando. Richtiger gesagt – Sturmböen.

Sie liessen unser Zelt knattern und schlagen. Eine ziemlich laute und störende – zum Teil aber den Aufenthalt im Zelt auch heimelig machende – Geräuschkulisse. Ab und an mussten wir an den Ecken die Gurte der Seitenteile nachziehen. Alles halb so wild. Aber schlafen hätte man da so noch weniger als sonst die Jahre können. Den Küchenpavillon hatte es wohl schon am Freitag abend zerlegt. Eigentlich wissen wir doch, wie Material für den Ring beschaffen sein muss. Mit Faltpavillons braucht man da gar nicht erst aufkreuzen…

Die Geräuschlücken des Zeltes füllte das ständige Heulen des Windes an der Fahnenmastreihe vor dem Boxengassengebäude des Rings. Das war echt nicht von schlechten Eltern.

Unter diesen Randbedingungen und mit der offiziellen Unwetterwarnung des DWD hatten die Veranstalter gar keine andere Wahl, als den Start der Radwettbewerbe zu verschieben. Zunächst um 3 Stunden, hiess es. Das galt auch für die Jedermannrennen, die zu dem verkürzt wurden. Aus der 150er Runde wäre also eine 75 km Distanz geworden.

Als sich der neue Startzeitpunkt näherte, aber immer noch keine Verbesserung eingetreten und die Unwetterwarnung bis in den Abend verlängert wurde, hiess es dann: Start zu den 24h-Rennen um 20:00 Uhr, Jedermann-Rennen abgesagt.

Bitter für die Jedermänner, von denen aber sicher nicht wenige davor schon den Ring verlassen hatten. Sturm mit Aussicht auf Regenschauer – das ist sicher nicht das Juli-Wocheend-Rennen, dass man sich so vorstellt. Wie sich herausstellte, war die Entscheidung richtig.

Richtig war aber auch die Entscheidung, sowohl den Start der 24-Stunden-Wettbewerbe zu verschieben, als auch, da zu bleiben und überhaupt zu starten.

Ob und wann es überhaupt zu einem Start kommt, dass wissen wir den Nachmittag über aber nicht so richtig. Wir sitzen im Zelt, Regenschauer kommen und gehen. Die Wasserkocher machen Überstunden.

Hier noch ein Kaffee. Und noch ein Kaffee. Gern auch mal ein Instant-Cappu oder eine heiße Nudelsuppe aus dem Becher. Die mitgebrachten Kuchen und teilweise schon Salate werden probiert. Bei den Salaten halte ich mich noch zurück, aber das Leistungsgewicht sinkt dank Käsekuchen, Apfelkuchen und Nußecken doch mehr, als es der Hohen Acht zuträglich ist.

Sport gibt es nur in Form der Tour de France. Aber immerhin! So können wir die spannende Etappe und den Höhepunkt mit der Ankunft in Alpe d’Huez live mitbekommen. Gar nicht mal so übel. Ralf hat wie üblich ein WiFi-Netz aufgespannt und wir schauen auf seinem Notebook (welches eigentlich für die Liveticker-Einträge des Teams und das Checken der Timings zur Verfügung steht) den ARD-Livestream. Die fachlich-sportliche Qualität des ARD-Kommentars ist unter aller Kanone, davon konnte ich mich schon zweimal während dieser Tour überzeugen. Ich habe dann immer mit schaudern auf Eurosport umgeschaltet. Und so ist es auch nicht weiter schlimm, dass wir erst mal basteln müssen, damit der Ton halbwegs hörbar wird. Die Notebook-Lautsprecher kommen einfach nicht gegen die Windgeräusche und die Gespräche im Zeltinneren an. Am Ende koppeln wir einen externen Mini-Speaker über Bluetooth an mein iPhone, auf dem ich ebenfalls den Stream starte… :)

Saukalt ist es. Für obenrum hab‘ ich für alle Klimaregionen mehrfach alle Optionen dabei. Was bin ich froh, dass ich einer Intention folgend auch noch die dicke Thermoweste (nix für’s Radfahren) mitgenommen habe. Für untenrum habe ich aber nur kurze Hosen und einen Satz Knielinge. Für’s Rennen wird es reichen. Aber für das herumhocken im Zelt und für die gelegentlichen Gänge zu den Toiletten und mal zur Verpflegungszone (Ach – die Bratkartoffeln mit dem panierten Schnitzel am Samstag Mittag habe ich ja auch noch unterschlagen… ;-)) ist es doch untenrum recht frisch.

Da treffe ich übrigens Natascha und Jens. Wie schön! Wir waren ja auch schon zusammen bei der Maratona dles Dolomites vor 2 Wochen. Sie wollten eigentlich das 150 km Rennen fahren… tja, leider dieses Jahr eine Nullnummer…

So habe ich auch am späten Nachmittag mein Rennrad immer noch im Kofferraum. Immer noch keine Startnummer montiert, aber habe schon Radschuhe angezogen.
Warum? Nun, die sind wärmer als meine Straßenschuhe… oO. Als zweites Paar habe ich noch die Northwave Celsius Schuhe dabei. Die sind von unten schön Wasserdicht und auch Warm. Noch die Socken gegen dickere Exemplare getauscht und die Knielinge an und weit nach unten gezogen. So sind auch die Füße wieder warm.

Die Eifel ist auch im Sommer eine Bitch! Obwohl – heute sind ja in ganz NRW Festivals etc. abgesagt worden. Mit diesen Sturmböen ist echt nicht zu spaßen.


1. Runde: „Kaltstart“

Jetzt weiß ich, wie sich Wettkämpfer fühlen, deren Start immer weiter verschoben wird.

Die Böen haben deutlich nachgelassen, der Start findet tatsächlich statt. Ich bin der Startfahrer und mache mich mit Ralf, der Startfahrer für sein Besi & Friends-Team ist, auf den Weg in den Startblock. Jochen, Roland und Thorsten begleiten mich an der Seite – wir werden eine tolle, gemeinschaftliche und sehr ausgewogene Teamleistung einfahren, so viel sei vorweg genommen. :)

Es ist saukalt, ich stehe mit langen Knielingen, normalen Radschuhen mit Überschuhen und Softshell über dem Kurzarmtrikot in der Startaufstellung. Und habe noch die dicke Weste an, die ich 1 Minute vor dem Start zu Jochen rüber reiche.

Und dann geht es endlich los. Weniger Teilnehmer (als bei der Maratona), keine Jedermannstarter voraus und eine breite Autorennstrecke. Ja, in den ersten Kurven muss man ein wenig aufpassen. Aber es ist jede Menge Platz vorhanden.

Auf der Strecke ist es angenehmer als auf der Parzelle. Die Abendsonne ist pünktlich zum Start hervorgekommen und gab Stimmung, die Strecke war fast trocken und trocknete zügig weiter ab.

Nur im ersten Drittel der Strecke merke ich noch einige störende Windböen, danach hat sich das Thema für das restliche Wochenende erledigt.

Runde 1 - Im Pulk durch die Boxengasse. Danach geht's auf die Nordschleife (Foto: Sportograf)

Runde 1 – Im Pulk durch die Boxengasse. Danach geht’s auf die Nordschleife (Foto: Sportograf)

Den Start mit Runde über die Grand Prix Strecke lasse ich noch piano angehen. Mit extrakalten Muskeln will ich mich locker aufwärmen. Will Muskeln, Sehnen und vor allem mein rechtes Knie langsam an das gewöhnen, was gleich noch kommt. Aber schon nach den ersten Metern auf der Nordschleife und dem ersten sich über die in die Abendsonne getauchte Eifel öffnenden Blick ging mir wieder das Herz auf: Die Eifel, Heaven and Green Hell. Die erste Runde war beides. Gute Bedingungen. Yeah!

Nach der Runde hatte ich das prägnanter zusammengefasst. Beim Wechsel – ich übergebe an Thorsten – fragt mich Jochen: „Und? Wie war’s?“ antworte ich: „Super… und Scheisse.“ ;-)

Startrunde: Vom Eschbach ins Brünnchen. (Foto: Sportograf)

Startrunde: Vom Eschbach ins Brünnchen. (Foto: Sportograf)

Scheisse war halt der Kaltstart. Nicht nur aus dem Stand, sondern halt mit der Kälte eines ganzen windverfrorenen Eifelnachmittags in den Knochen. Und aufgrund meines Knies dann doch einer zu langen Pause zwischen den letzten harten Einheiten zwischen meiner Dolomitenwoche und Rad am Ring. Und teilweise doch noch feuchten Kurven, wo ich mir mit meinem relativ frischen Vorderreifen gesagt habe „Lieber erstmal weiter den Reifen einfahren und den Grip erst nur vorsichtig testen“. Und der Wirklichkeit einer kalten Hohen Acht, die man erst nach Acht Uhr abends und einem halben Tag warten angeht. Ansonsten war’s cool. :)

Runde 1 - im Pflanzgarten (Foto: Sportograf)

Runde 1 – im Pflanzgarten (Foto: Sportograf)

Ich fahre eine 49er Startrunde und gebe mich danach dann einem leckeren Teller Nudelsalat hin. Da hat Kerstin wirklich ein sehr leckeres Salätchen gebaut. Aber auch die traditionelleren Variationen von Sarah und allen lieben Menschen, die uns da was leckeres zubereitet haben, waren allein schon Grund genug, an den Ring zu kommen. :)


Meine 2. und 3. Runde: „Doppelstint in der Nacht“

Da das 24h-Rennen durch den Start um 20:00 Uhr zu einem 16h-Rennen geworden ist, liegt mein nächster Einsatz bereits in der Nacht. Da wollen wir in bewährter Manier wieder Doppelrunden fahren. Vor mir hat Jochen schon eine Doppelrunde gefahren.

Ich fand, es war eine angenehme Nacht zu fahren. Saukalt war es zwar, aber so kennt man die Eifel. Auch im Sommer. Es liess sich aber wirklich hervorragend fahren. Aero is everything. Die Strecke war trocken, mein Licht (Lupine Wilma, hehe) sehr gut und der Vorderreifen hatte jetzt genug Kilometer drauf. Die Kurven und die Fuchsröhre wurden so zu einem Genuss! :)

Runde 2. Die erste der Doppelrunde in der Nacht. Im Brünnchen.

Runde 2. Die erste der Doppelrunde in der Nacht. Im Brünnchen.

Für die beiden Runden habe ich 1 h 51 Min gebraucht. Beim zweiten Mal zur hohen Acht rauf hätte ich fast einen Krampf in der Oberschenkel-Innenseite des rechten Beins bekommen. Konnte ich so gerade noch durchdrücken, in dem ich in den Wiegetritt wechselte und so quasi bis vor dem Karusell blieb. Ansonsten alles Gut! :)

Zurück im Zelt angekommen wechsele ich ein paar Worte mit Jochen. Ansonsten ist es ruhig. Verdammt kalt ist es. Wenn nicht der Schlaf, dann die Kälte – sie treibt in die Schlafsäcke. Aber erst mal mache ich mir eine heisse Tomatensuppe… Ahhh…. :)

Andreas kommt ins Zelt. Schon vor dem verschobenen Start haben sie einen Ausfall im Team, starten nur zu Dritt. Mit Wind, Kälte und Regenschauern sind sie eher zurückhaltend als auf Rennmodus gestimmt. Aber bei allen hat die Eifel in ihren ersten Runden ihre Magie gewirkt. Letzten Endes ist es doch geil, hier auf dem Ring zu fahren. Mit etwas anderen Worten und endorphingeladen breit grinsend drückt das auch Andreas aus und will, dass ich ein Foto von ihm mache. Na, das mache ich doch gern:

Die Eifelnacht, sie wirkt... belebend ;-)

Die Eifelnacht, sie wirkt… belebend ;-)

Dann noch was in den Liveticker schreiben, Twitter und WhatsApp checken, doch noch eine Decke aus dem Kofferraum hervorholen und unter den Schlafsack gelegt, damit noch mehr Isolation da ist. Die Kombi aus Schlafsack und Campingecke ruht diesmal auf einem Feldbett.

Haha – ein Neuerwerb. Frisch für den Ring. Die Kollegen nutzen so etwas schon seit Jahren. Sehr gut – so können zur Not auch schon mal Regenbäche über den Schotterboden laufen, ohne dass man davon in Mitleidenschaft gezogen würde… Etwas bequemer als eine Luftmatratze ist es auch.

Aber trotz allem. Kalt, klamm, klamm, kalt… so richtig gut bin ich nicht gebettet. Das wir dieses Mal kein extra Schlafzelt, sondern ein gemischtes Aufenthalts- und Schlafzelt haben, ist auch nicht so optimal. Um Drei Uhr irgendwas mache ich die Augen zu und ob man das wirklich Schlaf nennen kann, was von da bis um 06:15 von statten geht, weiss ich nicht wirklich.

Auch Thorsten, Roland und Jochen konnten ihre Nachturns super abspulen. In der Nacht liegen wir auf Platz 87 von knapp 700 Vierer-Rennradteams und arbeiten uns weiter vor.


Runde 4 — „Nach der Nacht – Akkus leer, Sonne lacht“

Thorsten weckt mich – obwohl es eigentlich nicht nötig ist – um viertel nach 6. Jochen ist gerade auf seine Runde gestartet. Es ist die erste Einzelrunde nach der Nacht. D.h. in rund 55 Minuten muss ich ihn abwechseln.

Der Schuhfön kommt zum Einsatz. Erst Straßenschuhe, dann Gabba, dann Radschuhe werden von klammer Kälte befreit, damit ich wenigsten beim Anziehen ein angenehmes Gefühl habe. :) Kurze Morgentoillette und kurzes, knappes Frühstück: nur 2 Weissbrot-Sandwich-Scheiben, dazwischen ohne Butter 2 Scheiben Käse, etwas Salz vom Salzstreuer. Eine Tasse Kaffee, 4-5 Nüsse, das war’s. Der Rest musste das Sponser-Energydrink-Pulver in der Trinkflasche richten. So wirklich hat das aber alles zusammen noch keine ausreichende Energie liefern können. Die sehr kühle Nachtruhe hat auch nicht wirklich helfen können. Ohne mollige Wärme und ohne Massage waren die Beine nach meiner Nachtpause gefühlt eher härter als erholter…

Also irgendwie sind die Akkus schon oder noch leer. Zumindest fühlt es sich so an. Effektiv bin ich aber schon etwas schneller als in der Nacht. Aber es ist schon hart. Die Sonne hilft und es ist mal wieder toll, den Eifelring am Morgen bei Sonnenschein zu befahren. Aber es ist noch kalt und der hohe Tauanteil auf der Fahrbahn lässt mich viele Kurven ein klein wenig zurückhaltender Angehen.

Sonnenschein am Morgen. Noch ist es kalt - aber so kann der Tag beginnen :) (Foto: Sportograf)

Sonnenschein am Morgen. Noch ist es kalt – aber so kann der Tag beginnen :) (Foto: Sportograf)

Jedes bisschen Kurvenschwung kostet aber. Das zeigt mir dieses Jahr besonders. Ich gehe bei jeder Abfahrt in tiefe Aerohaltung, beschleunige vorher über die Kuppe in die Abfahrt hinein und nehme den vollen Schwung mit. So überhole ich meist viele, die vor mir in die Kurve oder Abfahrt hineingegangen sind, noch während ich am Gegenhang so schnell bin, dass ich noch nicht treten muss / kann, sie aber schon wieder am pedalieren sind.

Runde 4 - in der Fuchsröhre. Going low and going fast ;-) 92,6 km/h. (Foto: Sportograf)

Runde 4 – in der Fuchsröhre. Going low and going fast ;-) 92,6 km/h. (Foto: Sportograf)

Auf der Döttinger Höhe gibt es mal wieder keinen Windschatten. Oder doch. Hinter mir gibt es welchen. Leider nicht vor mir. Für Spielchen oder zurückfallen lassen habe ich aber weder Zeit noch Lust.

Als ich zur Parzelle zurückkehre sind Bänke rausgerückt, alle wach und Kaffee ist am Start. Endlich wärmt die Morgensonne. Herrlich. Jetzt erst mal ein Nutellabrot, ein Kaffee, dann geschäftlich zur Boxengasse ;-) Und wo ich schon mal da war, noch 3 Euro in zwei belegte Brötchenhälften investiert und ein paar Stände der Expo besucht.

Tweets nach der ersten Runde nach der Nacht.

Tweets nach der ersten Runde nach der Nacht.


5. Runde „On the Rivet“

Wem sagt „On the Rivet“ etwas? Das ist Radfahrer-Lingo und rührt aus den Zeiten, in denen Sättel noch vernietet waren. Z.B. vorne an der Spitze. On the rivet war man, wenn man alles aus sich herausholte und um maximalen Druck auf die Pedalen aufzubringen, auch ganz nach vorn auf die Sattelspitze gerutscht ist.

Während ich damit beschäftigt war, meinem Körper etwas mehr Energie zuzuführen, als das in der kurzen Zeit zwischen Schlafsack und erster Morgenrunde mit dem Weissbrot möglich war, bringt Thorsten die bis dato schnellste, offizell gezeitete Runde nach meiner Startrunde hinein. Eine 52er Zeit. Hmmm – und das nach der bisherigen Anstrengung! Klasse! Und: Motivation! Hehe :)

Es ist etwa 10:00 Uhr und endlich kann ich kurz-kurz in meine 5. Runde starten. Und somit auch unser schönes Team Wittgenstein-Trikot in voller Pracht zeigen. 52 Minuten gilt es zu schlagen. ;-)

Runde 5 - Los geht's. Hier ziemlich am Anfang in der Boxengasse. (Foto: Sportograf)

Runde 5 – Los geht’s. Hier ziemlich am Anfang in der Boxengasse. (Foto: Sportograf)

Gefühlt und gemessen war es die härteste Runde, die ich dieses Jahr gefahren habe. 238 gegenüber 235 Watt normalized Power für diese 5. gegenüber der 1. Startrunde. Und 218 gegenüber 206 Watt Durchschnitt. Die Runden unterscheiden sich aber auch in Bezug auf die Strecke etwas, da die Startrundenfahrer die Grandprixstrecke zweimal zurücklegen. Zumindest für unseren Parzellenstandort trifft das so zu.

Hi there! ;-)  Racing hard and acting cool - am Anfang der Nordschleife in der Hatzenbach. (Foto: Sportograf)

Hi there! ;-) Racing hard and acting cool – am Anfang der Nordschleife in der Hatzenbach. (Foto: Sportograf)

Die Strecke war auch total trocken, so dass ich auch das erste Mal nahezu alle Kurven (bis im Bergwerk) voll durchgezogen habe. In der ersten Runde war’s noch feucht und teilweise böig, dann war’s dunkel, dann taunass und jetzt endlich ideal. :) Alles voll durchgedrückt und auch sonst alles abgerufen, was noch so ging.

Runde 5 - in der Fuchsröhre. Going low and going fast ;-) Mit Gabba 92,6 km/h und mit Aero-Trikot 93,0 km/h. Komplett unwissenschaftlich, aber hey: schneller ;-)  (Foto: Sportograf)

Runde 5 – in der Fuchsröhre. Going low and going fast ;-) Mit Gabba 92,6 km/h und mit Aero-Trikot 93,0 km/h. Komplett unwissenschaftlich, aber hey: schneller ;-) (Foto: Sportograf)

Erfreulich: Das Knie hat über das ganze Wochenende keine Mucken gemacht (habe auch nach jeder Runde mit Arnikasalbe dick nachgelegt) und ich habe die 52 Minuten unterboten. :)

Buchstäblich vor der letzten Kurve. Nochmal alles geben, was drin ist. (Foto: Sportograf)

Buchstäblich vor der letzten Kurve. Nochmal alles geben, was drin ist. (Foto: Sportograf)

Leicht ernüchternd, aber ich schiebe es mal auf die suboptimalen 2 Wochen vor Rad am Ring und auf die äußeren Bedingungen (Kälte, warten auf den Start und dabei frieren, Leistungsgewicht etc.) konnte keine neuen Bestzeiten abliefern. Ok, doch, eine, und zwar in genau der letzten Kurve unserer Team Wittgenstein Runde:

Segmentzeiten

Segmentzeiten „Hatzenbachclimb“. Ist aber in der Tat die letzte Kurve, wo die Grand-Prix-Strecke auf die Innenarena schwenkt. Platz 58 von über 1000 ist auch nicht übel. :)

Mein Rekord auf die Hohe Acht bleibt bei 13 Min 54 sek. aus dem September 2013.

Segmentzeiten Hohe Acht.

Segmentzeiten Hohe Acht.

Das ist das tolle an Strava-Segmenten und der Auswertung. Man kann sich eine solch schöne Gegenüberstellung geben lassen. Heuer immerhin die zweitschnellste persönliche Zeit. Und auch relativ gleichmäßig in allen Runden gefahren. Man kann konstatieren: die schnellste Runde wurde seinerzeit im September gefahren – da habe ich noch ein paar Kilometer mehr in den Beinen.

Aber ich war klar nicht bei meiner Maximal-Leistung. Wobei: zum einen rufe ich die eher auf langen Anstiegen ab und zum anderen war ich aufgrund des Knies im Vorfeld nicht optimal vorbereitet und bin auch die erste Runde wie gesagt ganz leicht verhalten angegangen. Eine neue Maximalleistung (zumindest im Vergleich der letzten 3 Monate) zeigt dann allerdings die lange Dauer der Doppelrunde. Wie man in der folgenden Abbildung sieht, geht die rote CP-Kurve ab etwa 1 h und 12 Min in die Maximallinie über und bildet diese. Geht man allerdings nach meinem FTP-Wert, dann müsste ich so eine Einzelrunde noch fixer fahren. In der letzten Runde wäre ich auch wohl dafür bereit (es gilt ja nichts mehr aufzusparen), dann aber wiederum auch zu kaputt von den Vorrunden…

Critical Power Kurven der Runde 1 (hellgrau) und der Doppelrunde 2 und 3 (rot) vor der Maximalkurve der letzten drei Monate (Golden Cheetah Auswertung)

Critical Power Kurven der Runde 1 (hellgrau) und der Doppelrunde 2 und 3 (rot) vor der Maximalkurve der letzten drei Monate (Golden Cheetah Auswertung)


Abschluss:

Nach mir ist noch mal Thorsten dran. Dann folgt Roland. Er hat die Ehre unsere letzte Runde zu fahren, aber auch die Last, sich ganz zum Schluss nochmal zu motivieren, während die anderen sich schon die leckeren isotonischen Getränke auf Hopfenbasis unserer heimischen Brauerei Bosch zuführen können.

Aber natürlich warten wir nur darauf, uns in das Spalier der übrigen Teams vor der Zielgeraden einreihen zu können und ihn in Empfang zu nehmen. Als er dann reinkommt, fahren wir, der guten Ringtradition folgend, gemeinsam über die Ziellinie.

Geschafft! Zufriedene Zieldurchfahrt. Von Links: Torsten, Thorsten, Roland, Jochen. Zweimal Canyon Ultimate CF SLX, einmal Canyon Aeroad CF SLX und ein kein Canyon ;-)  (Foto: Sportograf)

Geschafft! Zufriedene Zieldurchfahrt. Von Links: Torsten, Thorsten, Roland, Jochen. Zweimal Canyon Ultimate CF SLX, einmal Canyon Aeroad CF SLX und ein kein Canyon ;-) (Foto: Sportograf)

Das Ziel, unter die Top 100 zu kommen, haben wir mehr als dick erreicht. Platz 71 von 696 Rennrad-Viererteams ist der Endstand. Damit unter den Top 75 und hauchknapp daran vorbei, besser als 90 % aller anderen 4er Teams zu sein! Ganz starke Sache und wir können zurecht stolz auf uns sein.

Alles in allem war es trotz (und ein bisschen natürlich auch wegen) der Eifelwetter-Unbillen wieder ein tolles Wochenende am Nürburgring! Wir können es jetzt schon wieder kaum abwarten auch im nächsten Jahr wieder mit großer Truppe zum Ring anzureisen und gemeinsam Spaß rund um Rennrad und Moutainbike zu haben!

Meine Runden auf Strava:

20150725_Strava-RaR-Runde1Runde 1, Runde 2+3, Runde 4, Runde 5

Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Auf ’ne Edertalwaffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen zur Ederstaumauer

Rad fahren

Anfang Juni. Der 07.06.2015. Was für eine geniale Tour bei bestem Wetter durch das wunderschöne Edertal! Einfach nur traumhaft. Schön locker flockig im GA1 Bereich mit Thorsten zum Edersee und zurück. Im Grunde nie über 190 Watt.

195 Kilometer von Erndtebrück zur Staumauer und zurück – nahezu den gesamten Lauf der Eder von der Quelle bis zum See umfassend. Sehr zu empfehlen!

Kulminierend in einer leckeren Waffel mit Eis, Sahne und heißen Kirschen an der Sperrmauer. :)

Auf Höhe Laisa kurz vor Battenberg öffnet sich dieses weite Panorama von den Ederberghöhen über das Ederbergland und den Burgwald.

Auf Höhe Laisa kurz vor Battenberg öffnet sich dieses weite Panorama von den Ederberghöhen über das Ederbergland und den Burgwald.

Das ist eine schöne Rollertour, die weitestgehend mit wenigen Höhenmetern und nur sanften Gradienten auskommt. Sowohl über die Straße als auch über den Ederradweg (er erstreckt sich über rund 190 km von der Quelle bis zur Mündung) kommt man sehr gut voran.

Entlangrollend auf dem glattem Asphalt des Radwegs durch das Edertal in Richtung Edersee. Thorsten und ich in unserem Team Wittgenstein Kit. 'Wittjestä' steht auf Wittgensteiner Platt auf dem Frontpanel des Trikots.

Entlangrollend auf dem glattem Asphalt des Radwegs durch das Edertal in Richtung Edersee. Thorsten und ich in unserem Team Wittgenstein Kit. ‚Wittjestä‘ steht auf Wittgensteiner Platt auf dem Frontpanel des Trikots.

Allerdings ist der Radweg nicht durchgehend befestigt. Selten gibt es mal eine unbefestigte Stelle. So entdeckten wir an diesem Tag ein Stück zwischen Viermünden und Niederorke, wo der Ederradweg unbefestigt und teilweise recht grob geschottert ist.

Wir haben uns für dieses Stück nicht stoppen lassen – Gravel ist ja „in“. ;-)

Gravel.

Gravel.

Über ein unbefestigtes Stück des Ederradwegs.

Über ein unbefestigtes Stück des Ederradwegs.

Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Ansonsten haben wir aber den glatten Asphalt bevorzugt. Und glatt ist er dort, der Asphalt. Ob auf den asphaltierten Radwegabschnitten oder der Straße. Beste Qualität für schönes Rollen.

Ich hab' schon überlegt, ob ich eine Collage mache. Ich habe diverse Fotos, wo Thorsten seine am heutigen Tage rutschende Sattelstütze wieder richten musste. ;-)

Ich hab‘ schon überlegt, ob ich eine Collage mache. Ich habe diverse Fotos, wo Thorsten seine am heutigen Tage rutschende Sattelstütze wieder richten musste. ;-)

Leuchtendes, frisches Juni-Laub. Die Krone eine Eiche - von unten vom Radweg aus fotografiert.

Leuchtendes, frisches Juni-Laub. Die Krone eine Eiche – von unten vom Radweg aus fotografiert.

Das Edertal.

Das Edertal.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Bald sind wir am Edersee. Bei Herzhausen an der Stauwurzel. Mit dem Crosser könnten wir jetzt über den auch wieder unbefestigten Radweg am Südufer des Edersees fahren oder aufwendiger, dem Urwaldsteig auf der Nordseite folgen. Mit dem Rennrad folgen wir der L 3084 über Vöhl und müssen dazu erst mal wieder 136 m vom Ederseeufer weg und hinauf. Bei Nieder-Werpe kommen wir dann endlich wieder an das Ufer des Sees und können von dort an bis zur Staumauer mit Seeblick „promenieren“.

Schloss Waldeck thront hoch über dem Edersee.

Schloss Waldeck thront hoch über dem Edersee.

2 x T(h)orsten an der Ederstaumauer.

2 x T(h)orsten an der Ederstaumauer.

Mein Ultimate CF SLX und Thorstens Aeroad CF SLX an der Staumauer des Edersees.

Mein Ultimate CF SLX und Thorstens Aeroad CF SLX an der Staumauer des Edersees.

Eine Waffel später geht es über das Edertal wieder zurück in’s heimische Wittgensteiner Land.

Distanz: 195,9,1 km, Höhenmeter: 1405 m, Zeit: 09 h 35 m (brutto), Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,0 km/h, Durchschnitts-HF: 115

Auf Strava:

Strava_20150607

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Pfingstkilometer – Ersteinsatz des neuen 2015er Kit des Radteams Wittgenstein

Rad fahren

Zu Pfingsten war ich wieder im Wittgensteiner Land unterwegs. Samstag und Sonntag wurde kräftig Rennrad gefahren. :)

Der Samstag stand unter dem Oberthema: Kletternd zum Stoppomat und der Sonntag unter dem Oberthema: Rollend zum Edersee. :)

Leider war das Wetter nicht so sonnig, wie in der Woche zuvor aufgrund der Vorhersage noch erhofft. Beide Tage waren daher nicht zum Sonnen und zur weiteren Pflege der Tan Lines angetan. Auch nicht, um unsere neuen Kurzarmtrikots so wirklich im Sonnenschein zu präsentieren. Aber dafür herrschten gute Bedingungen für das Radfahren – es war definitiv nicht zu heiss. ;-)

Samstag: Hügelige Trainingstour durch das Sauerland mit Fabian, Jochen und Roland

In Rönkhausen im Sauerland gibt es jetzt seit kurzem auch einen Stoppomat. Das Ding ist quasi ein „analoges“ Strava-Segment. ;-)

Am Stoppomat in Rönkhausen

Am Stoppomat in Rönkhausen

Man entnimmt eine Karte, schreibt seinen Namen, e-Mail und Verein drauf. Und wenn man die Karte dann mit dem Timecode stempelt, läuft die Zeit! Dann gilt es so schnell wie möglich (oder gewünscht ;-)) zur Top-Station zu fahren. Dort wird die Karte erneut gestempelt. Da auch in den Briefkasten eingeworfen und diverse Tage später wird die eigene Zeit dann in die Stoppomat-Bestenliste eingetragen.

Bis wir da waren, galt es allerdings 75 km Anfahrt möglichst kurzweilig zu verbringen. Kurzes Beispiel: „Hey, wollen wir auch noch kurz zur Hohen Bracht hoch?“ Gesagt, auch gegen verhaltenen Protest getan ;-).

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht - mir war's zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil... ^^

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht – mir war’s zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil… ^^

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Am Stoppomat nach diversen Hübbelchen und zügigem Ziehen gegen dem Wind angekommen, haben wir uns alle nicht Lumpen lassen und haben jeder für sich einen ordentlichen Bergsprint über die 4,5 km von Unter- zum Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Rönkhausen hingelegt. Ich muss aber sagen: für mich ist diese Stoppomatstrecke zu flach. Es geht unten komplett flach los, geht dann in den Anstieg, wird aber nie richtig steil. Und wird im oberen Bereich nochmals relativ flach und auch der Wind stand da auf der Geraden.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Nach dem Stoppomat-Intermezzo folgte ein weiterer kurzer Anstieg zur Faulen Butter (ja, solche Namen gibt’s im Sauerland). Es gab eine leider viel zu lange Rast am dortigen Gasthaus. Was allein an der sehr langsamen Art der Bedienung dort lag. Der Kaffee war zwar brauchbar, Preis/Leistung ok und die Bockwurst mit Fritten tauglich. Aber dafür eine Stunde rumzugammeln – selbst mit kurzweiligen Gesprächen eher unschön.

Danach ging’s Schlag auf Schlag mit weiteren kleinen Hübbelchen weiter und zum Schluss gab’s noch mal den Scharfrichter in Form des Anstiegs von Fleckenberg nach Jagdhaus. Der fängt auch schön steil schon direkt in Fleckenberg an.

Am Ende standen 162,4 km und 2.442 Höhenmeter „auf der Uhr“ :)

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Sonntag: Solo und „Flach“ zum Edersee und zurück

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Entlang der Eder zwischen Herzhausen und Frankenberg

Sonntags war’s ein kleines bisschen wärmer und ein winziges bisschen sonniger. Die Chance, nach der Hose gestern heute auch das neue Trikot des Teams Wittgenstein auszutesten.

Oh Hai - I can has greetz in new kit? ;-)

Oh Hai – I can has greetz in new kit? ;-)

Grün – wie schon das letzte Kit. Schließlich ist der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 70 % Waldanteil der waldreichste Kreis Deutschlands. Diesmal von Bioracer. Das Race Proven Shirt kenne ich schon vom Spoocha Trikot und habe es damit schon schätzen gelernt. Hose und Trikot machen einen sehr guten Eindruck und tragen sich sehr angenehm. Schönes Detail: Am Rücken haben wir alle Ortsnamen des Altkreises in Wittgensteiner Platt von A wie Aalertshause bis Z wie (ee da) Zaeinse aufgelistet. Wer also im Windschatten fährt, kann gleich ein bisschen auf Platt lesen, wo wir alle herkommen ;-)

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Sinnierend am See. Ich mit dem neuen Team Wittgenstein Kit und mein Canyon Ultimate mit den immer noch vergleichsweise neuen Criterium-Carbon-Hochprofil-Laufrädern.

Richtung Edersee und zurück kann man von Erndtebrück aus gut Tempo machen. So ganz ohne die eine oder andere Steigung geht es bei uns ja nie – aber überwiegend geht es topfeben oder leicht ab- und ansteigend über glatten Asphalt. In der gewählten Strecke zwar immer entlang der Straße – aber dort ist fast immer ein guter und freier Seitenstreifen vorhanden.

On the line

On the line

Nur – wo wollen die ganzen Leute am Pfingstsonntag in Hessen mit ihren Autos hin? Ist ja schlimm! Und wo wollen die ganzen Fliegen bzw. Blattläuse hin? Meine Güte…

Pandaaaaa!

Pandaaaaa!

Egal – es war eine schöne Rollertour zum Edersee, da gab’s lecker Kaffee und Kuchen und eine kleine Fotosession. Mit Nilgänsen, Enten, Canyon Carbon-Ross und einem Protagonisten im Team Wittgenstein Kit.

Anschließend führte mich der Heimweg wieder nach Frankenberg. Dort bin ich – was ich ja so gerne mache – ein bisschen über Altstadpflaster per Rad flaniert und bin dann weiter nach Erndtebrück zurückgefahren.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Anfangs hatte ich von der Leimstruther Höhe bis kurz vor Holzhausen mit noch etwas Gesellschaft mit Fabian. Alles andere bin ich heute wie üblich allein gefahren.

Auch hier waren es dann am Ende 151,2 km und 955 Höhenmeter. Also gerade mal Bergfaktor 6,3 und damit wirklich total flach (alles ist relativ ;-)).

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Cockpit view ;-)
Zügiges aber kein gehetztes klettern bei 6,7 % Steigung (schaut auf den Garmin :))

1. Mai-Ausfahrt 2015 mit Fabian, Roland und Thorsten

Rad fahren

Ein kleiner und feiner Teil vom Team Wittgenstein fand sich am 1. Mai zusammen, um eine kleine Rennradtour mit dem einen oder anderen Höhenmeter im Wittgensteiner Land und im angrenzenden Hochsauerland zu machen.

Bei Sonne aber gerade mal 2-stelligen Temperaturen fuhren wir von Röspe gemeinsam über den Rhein-Weserturm, durch das Lennetal hinauf, nahmen in Grafschaft den Abstecher zur Schanze mit, fuhren anschließend von Oberkirchen der Lenne folgend nach Westfeld, um den langen und reizvollen Anstieg hoch nach Altastenberg zu folgen, der kurz darauf den Kahlen Asten folgen lässt. Hier gab’s ein kurzes, unvermutetes Treffen mit Julian und danach einen sehr notwendigen, leckeren und saftigen Obstkuchen mit Mohnteig. Über Langewiese stürzten wir uns wieder hinab in’s Wittgensteiner Land und über Girkhausen waren wir bald wieder in Bad Berleburg. Mit Roland ging es dann noch nach Berghausen und von dort über die Birkefehler Höhe für mich alleine wieder zurück nach Erndtebrück.

Eine klasse Tour mit viel Spaß!

Distanz: 114,9 km, Höhenmeter: 1510 m, Zeit: 5 h 38 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,5 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:

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Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

A Sunday far from Hell. And in Bibshorts! Hurra – Sonne. :)

Rad fahren

Am vergangenen Sonntag fand ja das Radrennen Paris-Roubaix statt. Ein tolles Rennen, in dem dieses Jahr John Degenkolb Geschichte geschrieben hat. Ein stark herausgefahrener Sieg brachte ihm den zweiten Sieg eines Monumentes des Radsports innerhalb von nur 3 Wochen ein. Zuerst Milan – San Remo und am Sonntag dann Paris-Roubaix. Damit war er erst der zweite Radsportler, dem es gelungen ist, in einem Jahr diese beiden Rennen zu gewinnen (Sean Kelly gelang diese Leistung 1986). Und erst der zweite Deutsche, der die auch als „die Hölle des Nordens – L’Enfer du Nord“ bezeichnete Königin der Frühjahrsklassiker gewinnen konnte. Darauf mussten wir immerhin 112 Ausgaben warten. Denn der ihm vorhergehende deutsche Sieger war 1896 Josef Fischer bei der allerersten Ausgabe von Paris-Roubaix.

Also hieß es: Radrennen schauen oder selber Rennrad fahren? Keine Frage, denn endlich gab es seit langem mal einen schönen sonnigen Sonntag! Ich entschloss mich also zu einem Sonntag fern der Hölle. Sondern im Siegen-Wittgensteiner Radfahr-Himmel. Unter blauem Himmel. Und in kurzen Radhosen! Hurra! :)

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Gleichzeitig war dies die letzte Trainingseinheit der bisher härtesten und umfangreichsten Trainingswoche diesen Jahres. Insgesamt war ich 15,7 Stunden und jedem Tag seit Dienstag auf dem Rad:

Dienstag FTP-Test-Protokoll, Mittwoch Anaerobic Capacity mit 1- und 2-Minuten-Intervallen, Donnerstag Tempo VO2max und Neuromuscular Power Intervals, Freitags Endurance Recovery, Samstags Lactate Threshold Bergintervalle und am Sonntag dann eine Ausdauerfahrt, aber mit vereinzelt eingestreuten 8-Sekunden-Bursts. Sehr vereinzelt, denn ich merkte die Woche und ich merkte etwas die linke Wade…

Gleichzeitig war das aber auch ein schöner Rad-Ausflug für’s Gemüt im Sonnenschein. :)

Weite Blicke bieten sich in das Siegerland von den hinter Lützel steil abfallenden Rothaarhöhen.

Rennrad mit Aussicht

Rennrad mit Aussicht

Gleichzeitig markiert dieser Abschnitt die erste schöne, flüssig zu fahrende Abfahrt meiner Streckenwahl am Sonntag.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Durch Netphen fahrend, fahre ich danach ein Stück über den Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Die Martinikirche in Netphen. Ein "Squaropan" (3 Aufnahmen zu einem Panorama)

Die Martinikirche in Netphen. Ein „Squaropan“ (3 Aufnahmen zu einem Panorama mit gerne beibehaltener Verzeichnung)

Einfach, um mal dort ein bisschen zu Bummeln und diesen Weg zu erkunden.

Die Sieg zwischen Deuz und  Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus...

Die Sieg zwischen Deuz und Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus…

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Wenig später markiert der kleine Ort Hainchen der Beginn des Aufstiegs zur Haincher Höhe und damit des Übergangs von Nordrhein-Westfalen nach Hessen. In Hainchen selbst befindet sich mit der Burg Hainchen die einzige Höhenwasserburg Westfalens.

Dort bietet sich eine kleine Gelegenheit, mich fotografieren zu lassen:

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

Die Haincher Höhe markiert kurz darauf den Beginn einer langen Abfahrt, die in eine tolle Rollerstrecke übergeht. Es folgt ein leichter Zwischenanstieg hinter Dietzhölztal und dann wieder eine lange Rollerstrecke über Fischelbach und Banfe bis nach Bad Laasphe.

Hier heisst es: Unterlenker, Rücken- bzw. Seitenwind und einfach nur gute Laune! :)

In Bad Laasphe erweise ich Paris-Roubaix meine Ehrerbietung, in dem ich kurz in die Altstadt abbiege, um am heutigen Tag auch selbst Kopfsteinpflaster unter die Räder zu nehmen. Wenn auch nur symbolisch. :)

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Am Ende von Bad Laasphe gönne ich mir in der Aral-Tankstelle einen Café Creme und ein Nuss-Nougat-Hörnchen und fahre dann über Wallau Richtung Biedenkopf um kurz davor das Tal der Lahn über die Sackpfeife zu verlassen und nach Norden in das Tal der Eder zu fahren. Ederaufwärts führt mich meine Runde über Hatzfeld, Arfeld, Raumland und Leimstruth zurück nach Erndtebrück.

Distanz: 116,1 km, Höhenmeter: 1147 m, Zeit: 5 h 29 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,0 km/h, Durchschnitts-HF: 131

(Übrigens – genau die gleiche Runde bin ich Ende letzen Jahres mit meinem Crosser gefahren. Bei etwas anderen Temperaturen und leicht anderen Straßenbedingungen… ;-)  Ice Road Truckin‘)

Auf Strava:

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