Artikel "Heiliges Pflaster - Rennrad-Kurzurlaub in Flandern", RoadBike Magazin 03/2017

Heiliges Pflaster – mein Radsportjahrrückblick 2016

Rad fahren

Whoa, das Jahr 2016 war so ein geniales Radsportjahr für mich – ich bin aber vor lauter Arbeit und vor lauter Radfahren kaum dazu gekommen, etwas davon in gebührendem Maße in Blogbeiträge zu fassen. Wo ich mich gerade wieder in einem Roadbike Magazin Artikel wiederfinde (siehe unten) ist glaube ich gute Gelegenheit, das zumindest Schlaglichtartig und mit jeweils einem Foto (oder zwei, drei) nachzuholen. Dabei gehe ich mal von hinten nach vorne in der Zeit zurück.

Wie gesagt, ich habe eigentlich kaum eines der vielen tollen Erlebnisse gebührend in Blog-Beiträge fassen können.

Den Gravelfondo im Schwarzwald, den ja (Hier geht es zum Beitrag). Ein Super-Herbstevent. Das war es aber fast schon.

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Cross bike porn in Landschaftsporn

Weder das sehr feine XXL-Wochenende in Lenzerheide in der Schweiz, wo ich diverse Bündner Pässe u.a. im Rahmen der Alpenchallenge Lenzerheide fahren und genießen konnte (und einmal in der Abfahrt vom Albula-Pass so dermaßen gewaschen wurde, wie ich es bis dato kaum hatte).

Passo dello Spluga„Passo dello Spluga“ auf flickr
Auf den letzten Metern des Splügenpass, kurz oberhalb des Lago die Montespluga. Hier noch auf der italienischen Seite habe ich bereits rund knapp über 1500 Höhenmeter von Chiavenna erklommen und noch rund 200 Höhenmeter vor mir. All das mit rund 29 km von der italienischen Südseite her. Wahrlich ein beeindruckender Pass.

Noch das wiedermal tolle Rad am Ring Event mit einer genialen Dreier-Staffel hart im Wettbewerb der 4er-Teams (warum einfach, wenn man sich zusätzliche Herausforderung schaffen kann / bzw. ein Kollege musste leider kurzfristig absagen).

Leading the Pack„Leading the Pack“ auf flickr
Beim 24h Rennrad Rennen Rad am Ring. Die Gruppe führend in der Ex-Mühle

Noch meinen schnellste Maratona dles Dolomites Teilnahme aller nun 5 Teilnahmen in Folge gleichzeitig zum 30sten Jubiläum der Maratona. Noch die unmittelbar davor liegende und von mir mit meiner Maratona-Woche verknüpfte „Schnupper-Teilnahme“ an der Tour Transalp, wo ich kurzentschlossen für Fabians verunglückten Teamgefährten eingesprungen bin und Fabian so die Teilnahme an der Transalp ermöglichte (und uns beiden so tolle Tage mir hartem Renneinsatz über bekannte und unbekannte Alpen- und Dolomitenpässe bescheren konnte).

Climbing Passo Sella„Climbing Passo Sella“ auf flickr
Noch am Morgen – Ich liebe das Sellajoch!

Tour TransAlp Team Wittgenstein„Tour TransAlp Team Wittgenstein“ auf flickr
Fabs und ich nahe der Passhöhe des Sellajoch auf der zweiten Etappe der Tour Transalp von Brixen nach St. Vigil

Und auch nicht meine erste Teilnahme an Paris-Roubaix, dass mir, dafür dass es ziemlich flach ist (die Kopfsteinplasterpassagen erwähne ich jetzt mal nicht sondern setze sie als gegeben vorraus ;-)) überraschend gut gefallen hat. Landschaftlich tatsächlich auch reizvoller vorkam als die Strecken der Flandernrundfahrt. Die ja nicht weit weg von Paris-Roubaix stattfindet.

Ride like a Flandrien„Ride like a Flandrien“ auf flickr
Nothing special going on in the Arenberg forest. ;-) Time for a selfie with my Ride like a Flandrien cap. #Capsnothats

Und überhaupt: die Flandernrundfahrt! Ich habe auch nicht mal was zur Ronde gepostet, obwohl es im letzten Jahr das Highlight und ein once in a life time Event war!

Anlässlich zur 100sten Ausgabe der Flandernrundfahrt von Visit Flanders eingeladen worden zu sein, um für 5 Tage Belgien als Radsport-Nation kennenlernen zu dürfen, mit Johan Musseuw höchstpersönlich die Helligen und Kasseien rund um Oudenaarde und Gerhardsbergen unter die Räder nehmen zu dürfen und am heiligen Sonntag Flanderns mit 100 Auserwählten die letzten 100 km der Ronde van Vlanderen fahren zu können.

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Frühstück vor dem Ronde Fan Ride und letztes Schwätzchen mit Johan Museeuw. Ein super zugänglicher Sportsmann mit vielen tollen Tipps und er beisst einem trotz des Ehrennamens „Der Löwe von Flandern“ keineswegs den Kopf ab. :) (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Zwischen dem Damen und dem Herren-Rennen und mit rund 1 Million Zuschauern entlang des Parcours! Das alles auf Leihrädern von Eddy Merckx, deren „Geburtsstätte“ wir auch besuchten und mit dem ich schließlich auch höchstpersönlich ein paar Worte wechseln konnte!

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Whoa, Eddy! Wer kann schon sagen, dass er mal mit Eddy Merckx im selben Raum gewesen ist. Geschweige denn, ihn erst über das neues Top-Modell seiner Marke und die Entwicklungen der Rennrad-Technik philosophieren zu hören, die eigens eingereichten Fragen beantwortet zu bekommen und dann sogar noch ein paar direkte Worte mit ihm gewechselt zu haben (Danke an Felix, ich hätte mich ja kaum getraut :)) (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Ganz und gar nicht zu vergessen, die vielen netten Leute und Radsportverrückten, die ich während diesen Aufenthaltes kennen lernen durfte.

Und auch nicht den coolen Mini-Roadtrip, der sich parallel dazu mit Felix Krakow von der Roadbike und Björn Hänsler als Fotograf abspielte und der mir zu etwas Radsport-Model-Erfahrung verhalf und der sich schlussendlich in zwei Storys im Roadbike-Magazin manifestierte.

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Heiliges Pflaster, nahezu im Wortsinn. In Belgien sowieso. Denn „Koers is Religie“ – Rennen ist Religion. Felix und ich auf der Kapelmuur in Geraardsbergen. (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Den ersten gab es im letzten Sommer anlässlich des Fanrides zum Flandernrundfahrt-Jubiläum und der zweite ist ein schöner Reiseartikel mit Thema Flandern. Frisch erschienen in der aktuellen Roadbike 03/2017.

Roadbike 03/2017 Artikel mit mir über Flandern:

Artikel „Heiliges Pflaster – Rennrad-Kurzurlaub in Flandern“, RoadBike Magazin 03/2017

Roadbike 03/2017 Artikel mit mir über Flandern:

Tolle Fotos von tollen Erlebnissen in Flandern. Und lohnenswerte Tipps für den Kurzaufenthalt: RoadBike-Magazin 03/2017

Und um mein Radsportjahr hinsichtlich der großen Events und Auslandsaufenthalte komplett darzustellen: Ich habe auch nur indirekt über meinen Mai-Urlaub gebloggt. Hier war ich, nachdem ich letztes Jahr in der nördlichen Toskana war, in die südliche Toskana nach Siena gefahren und habe dort unter anderem die weissen Straßen, die Strade Bianche, unter meine Räder genommen.

Towards Mucigliani„Towards Mucigliani“ auf flickr
Um die meisten kleinen und reizvollen alten Pfarreien, Dörfchen oder Castelli zu erreichen, muss man über die klassischen „Strade Bianche“ fahren, die unbefestigten, weissen Schotterstraßen der Toskana

Angereist bin ich über Südtirol, wo ich über das Wochenende in den Dolomiten gastierte, ein Pinarello Dogma F8 probe gefahren bin, Grand Tour Luft schnupperte und das Bergzeitfahren des Giro d’Italia von Kastelruth hoch zur Seiser Alm besucht habe.

Ja, es war ein geniales Radsportjahr 2016 :)

Mythos Tour de France im Café Vélo

Mittagspause im Café Vélo, Düsseldorf

Rad fahren
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Mythos Tour de France im Café Vélo

Wer weiss es nicht: 2017 ist das Jahr für Düsseldorf und Deutschland. Jedenfalls aus sportlicher Sicht. Am 1. Juli 2017 startet die Tour de France in Düsseldorf. Rund um den Grand Départ gibt es jede Menge Programm. Und zwar sowohl unmittelbar um die 1. und 2. Etappe herum als auch schon im weiten Vorfeld.

Eine große Chance für Düsseldorf, für die Landeshauptstadt, Sport, Tourismus und Freizeit sowie auch den Radverkehr. Wie man das so mitbekommt, macht da Düsseldorf sehr viel richtig und ich freue mich auch schon auf den Sommer.

In diesem Rahmen wurde auch im vergangenen Dezember das sogenannte Café Vélo eröffnet. Als „für die Stadt kostenneutrale Zwischennutzung“ ist direkt am Markt mitten in Düsseldorf hier ein „Treffpunkt für Radsport- und Fahrradbegeisterte“ entstanden, so die Stadt Düsseldorf in ihrer Pressemitteilung.

Jo, das wollte ich mir doch einmal anschauen. Schließlich ist Ver- und Einkehr dort ja auch was für die gute Sache. So zeigt man direkt seine Unterstützung und Radbegeisterung. ;-)

Heute hat es im Rahmen einer Mittagspause mal gepasst. Ich habe mir etwas verfrüht am Tag (obwohl, Kuchen geht immer ;-)) ein Stück Käsekuchen und einen Cappuccino gegönnt.

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Käsekuchen, Cappuccino und Fahrradmagazin im Café Vélo

Der Käsekuchen war einfach, aber gut. Der Cappuccino war einfach ok. Wenn man das Klischee vom nicht so berauschenden französischen Kaffee glauben mag, dann landet das Cafè Vélo kaffeeseitig damit einen Volltreffer im Versprühen von französischem Ambiente ;-).

Sagen wir es mal so: wegen dem Kaffee muss man da nicht hineingehen. Vor allem, da es schräg gegenüber die Rösterei VIER gibt, die ich im Anschluss erstmals kurz besucht und mir einen Cappu to go mitgenommen habe. Oh yeah! Da muss ich doch nochmal hin und die Rösterei VIER am besten mal zu dem Ziel eines Coffeeneuring machen und deren Bohnen mal mitnehmen. :)

Doch zurück zum Cafè Vélo und dessen französischem Ambiente und Radsportflair. Hach, ich weiss ja nicht: einfach nur französische Chansons auf der Playlist und ein paar Fahrräder hineingestellt und fertig? Ich fand’s für einmal besuchen ganz nett und habe auch die (paar) Räder diverser Epochen befingert. Und ich konnte ganz entspannt in ein paar dargebotenen Radmagazinen blättern. Mein ganz persönlicher Fall ist die Wahl der Ausstattung und der gebotenen Atmosphäre aber nicht. Und ich glaube, das Thema „Radsport-Café“ und Tour de France kann man bestimmt noch anders angehen und transportieren.

Sehr gut gefallen haben mir aber die hell hinterleuchteten Radmotivplakate und ein paar Fotos, die auf die Ausstellung „Mythos Tour de France“ hinwiesen, die von Mai bis Juli im NRW Forum Düsseldorf stattfinden wird. Am dominantesten dabei an der Stirnwand in der oberen Etage das die gesamte Wand hinterleuchtend einnehmende Radsportfoto von Richard Kalvar (Magnum Photos) von der Tour de France in Paris 1978.

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Im Café Vélo in Düsseldorf

Es waren trotzdem ein paar kurzweilige und entspannende Minuten, die ich auch für diverse iPhone Fotos genutzt habe. Insgesamt aber eine zwiespältige Empfehlung – schaut trotzdem mal rein und freut euch ansonsten mit mir auf den Grand Départ. :)

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Galerie im Café Vélo

 

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2016 Mark Gunter Photographer of the Year Awards

Fotografie, Rad fahren

Zwar habe ich schon Anfang Dezember den Link dazu getweeted und geschrieben, eine erste Foto-Vorauswahl zu treffen. Tatsächlich zum Einsenden bin ich aber erst diese Woche gekommen… Und heute schreibe ich einen Blog-Post dazu, denn die Teilnahme-Möglichkeit geht noch bis zum kommenden Montag, den 9.1.2017.

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Worum geht es? Um die erstmals ausgetragenen „Mark Gunter Photographer of the Year Awards

Hier kommen gleich 4 Dinge zusammen, sonst würde ich es nicht für Teilnahme- und Berichtenswert erachten:

Zunächst mal die zwei Hauptthemen Rennrad fahren und Fotografie die genau in dieser Kombination auch meine zwei Hauptthemen sind. Beide ergänzen sich in meinen Augen hervorragend und das eine würde mir ohne das andere jeweils nur halb so viel Spaß machen. #FromtheSaddle ist nicht umsonst einer meiner häufigster Hashtags auf Twitter oder Instagram. Oder der jährliche Name meiner Flickr-Alben der Radfotos „von unterwegs“.

Dann die Juroren. Eine ausnehmend Klasse besetzte Jury. Bis auf Graham Watson, von dem die Wettbewerbsseite ironischerweise schreibt, dass er der bekannteste und erfahrenste Radsport-Fotograf des Planeten sei, kenne und schätze ich die übrigen 3 Fotografen sehr. Das ist jetzt nichts gegen Graham Watson – vielleicht habe ich schon über die Jahre sehr viele seiner Fotos gesehen, ohne sie ihm je zuzuordnen. Denn ein Besuch seiner Webseite zeigt: Er bedient die „klassische Sportberichtserstattung“. Nahaufnahmen und Actionfotos aus dem Peloton vom Motorad heraus oder von der Seite oder von hinter der Ziellinie mit dem Tele auf die Fahrer. Dabei kommen gute Action-Fotos und Berichtsfotos herum. Aber, Hand auf’s Herz, dass ist dann doch Massenware, die wir alle gewohnt sind.

Das, was bei mir die Leidenschaft für den Sport herüberbringt, für die tollen Landschaften, für das Erlebnis des Fahrers (ob im Peloton, im Rennen oder allein auf einsamer Trainingsausfahrt) ausmacht, dass zeigen nun schon seit einigen Jahren Jered und Ashley Gruber, deren Werden und Wirken ich von Ihren Anfängen aus mitverfolgen konnte und um deren tolle Foto- und Radfahr-Erlebnisse ich sie immer beneide und für die dabei erzielten Ergebnisse bewundere. Da steckt aber auch ein Lebensstil und -wandel dahinter, der auch nicht für Jedermann die Vorstellung von sorglos, gesichert und einfach darstellt.

Auch Kristof Ramon gehört zu einer vergleichsweise jungen Garde, die mit Leidenschaft und einem etwas anderen Blickwinkel die Radsportfotografie angefangen und gemeistert hat. Ich klicke zwar nicht standardmäßig auf „Like“ wie bei Ashley oder Jered, die fast nur Monumentales „heraushauen“ aber er macht auch tolle Fotos (wenn auch seine große Typo oft mit der Bildaussage störend kollidiert).

Also, die Juroren, 3. Ding und tolle Sache.

Das vierte: Man tut auch noch etwas für eine gute Sache. Die Teilnahme ist nämlich nicht kostenlos, pro 3 eingesendeter Fotos sind 15 Australische Dollar zu überweisen, die der Krebsforschung über Tour de Cure zu Gute kommen. Das ist dieselbe Vereinigung, für die Jens Voigt bei seinem Everesting am Teufelsberg in Berlin Anfang dieser Woche die Spenden gesammelt hat.

Zu guter Letzt sind auch die Teilnahme- und die Lizenzbedingungen für den Fotografen fair und es gibt nette Preise zu gewinnen.

Wie gesagt, ich habe jetzt auch teilgenommen und drei Bilder eingesendet. Ich bin mal sehr gespannt, auch wenn ich mir geringe Chancen ausrechne. Die Qualität der in drei Kategorien (Profis, DSLRs bis hin zu Kompaktkameras, Smartphones) eingereichten Fotos ist super super hoch. Tolle Aufnahmen, wo alles stimmt, bei tollstem Licht in den tollsten Ecken und Enden dieses Planeten aufgenommen.

Hier meine drei Einsendungen:

Dusky Didoll„Dusky Didoll“ auf flickr
Auffahrt über eine düstere und neblige Straße zum Didoll. Einer der klassischen „Anstiege“ im Wittgensteiner Land. Ich liebe es in jeder Jahreszeit!

After the race„After the race“ auf flickr
Fans auf dem Heimweg vom Rennen. Paris-Roubaix, Secteur 5, Pavé de Camphin-en-Pévèle. Was für ein toller Tag nach der Teilnahme am Jedermann-Rennen am Vortag.

Going off„Going off“ auf flickr
Oranges Kit und blauer Himmel. Abgeschmeckt mit einer gesunden Dosis Carbon. Lecker!

Die von CyclingTips getroffene Vorauswahl der Top-Einsendungen der bisherigen 4 Wochen könnt ihr auf den folgenden Seiten ansehen:

Woche 1, Woche 2, Woche 3, Woche 4

Viel Spaß beim Anschauen und vielleicht beim Mitmachen.

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Die Tour de France 2016 ist Geschichte – Langweilig? Von wegen! Gefährlich? Eher weniger als sonst.

Rad fahren

Was für eine tolle Frankreich-Rundfahrt liegt hinter uns!

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Tour de France Peloton, Foto by なまがき (Namagaki), Flickr, Licence CC BY-SA 2.0 

Auch dieses Jahr hat die große Schleife nicht enttäuscht. Grandiose Landschaften, mythische Pässe, tolle Zuschauermengen (manchmal zu viele), sportliche Höhepunkte und Drama. Die Tour ist eben die Tour!

Dazu gehören aber auch zwei weitere Dinge, auf die man jedes Jahr zählen kann. Bzw. zwei „Anklagen“ oder Vorwürfe, die man Jahr für Jahr hören kann. Auf diese zwei Dinge möchte ich kurz eingehen und dann festzustellen, dass es eine der tollsten und spannendsten Touren der letzten Jahre für mich war.

Punkt 1: Jedes Jahr wird gefragt: Wird die Tour von Jahr zu Jahr gefährlicher?

Und – Punkt 2 – es wird standardmäßig gesagt: Es fehlt der Tour an Spannung.

Wird die Tour von Jahr zu Jahr gefährlicher?

Wenn sich auch vielleicht die diesjährige Tour selbst für den unreflektierendsten Zuschauer ganz offensichtlich einen willkommen sturzarmen Anfang erfreuen konnte, so dass die reflexhafte (und meist nicht durch Tatsachen unterstützte) Frage diesmal kaum gestellt wurde. Das ist ein valider Punkt und eine valide Frage, wo verschiedene Faktoren mit hinein spielen.

Z.B. in erheblichen Maß durch die zunehmende und sich in meinen Augen schon längst ins Gegenteil verkehrten Maßnahmen zur (in Teilen vermeintlichen) Erhöhung der Verkehrssicherheit. Streetfurniture, bzw. Straßenmöblierung bzw. Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie Kreisel, „Speedbumbs“ (stumme Polizisten), Verkehrsinseln (nicht selten extra nachträglich in eine perfekte Straße nur zum Zweck der Geschwindigkeitsreduzierung eingebaut), mehr und mehr Markierungen (Rutschgefahr), Hochborde etc. Das stört die Sichtlinien (soll ja teilweise sogar so sein, um die Anfahrtsgeschwindigkeiten der Kfz auf diese Weise zu mindern), führt aber auch für den Kfz-Verkehr alleine schon teilweise zu unnötigen und prekären Situationen – mehr noch in Verbindung mit übrigen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Radfahrern.

Auch die Räumfähigkeit solcher Straßen im Winter ist stark herabgesetzt. Und bei so mancher Maßnahme, an der ich selbst vorbeikomme, fasse ich mir an den Kopf und frage mich, ob der planende Ingenieurskollege schon mal an andere Dinge wie Müllabfuhr, Rettungskräfte oder verbleibenden Straßenquerschnitt im Winter Gedanken gemacht hat… Für Radfahrer im Allgemeinen und Rennradfahrer im Besonderen sind viele solcher Dinge (insbesondere auch „Holperschwellen“) Gesundheitsrisiken allererster Güte. Und wie das für ein rasendes Peloton nochmals bedenklicher wird, brauche ich nicht zu erläutern.

Der zweite Punkt sind die vermeintlich höheren Investitionen in die Teams und das Ziel Tour de France. Das muss sich lohnen, das darf nicht durch eine verpasste Gruppenteilung bei windiger Flachetappe oder vor wichtigen Anstiegen schon in den ersten Tagen verpasst werden. Ein enormer Druck wird von allen Seiten auf die Teams und Fahrer und innerhalb der Teams aufgebaut. Alle Fahrer, egal ob Sprinter oder Klassement-Fahrer müssen und sollen nach vorne gebracht werden, damit auch ja keiner hinter einem möglichen Sturz in der Endphase einer Etappe hängen bleibt. D.h. da wo sich früher nur die Sprinter mit ihren Teams geknubbelt haben, spielen jetzt auch noch die Gesamtklassement-Aspiranten mit ihren Helfern mit. Das kann ja nicht gut gehen.

Und der dritte Punkt sind die im vergangenen im bisherigen letzten Jahr schon viel zu oft und viel zu tragisch als Verursacher von auch tödlichen Unfällen aufgetretenen Motorräder. Natürlich wollen wir alle Live-Bilder vom Renngeschehen sehen. Natürlich gehören Polizeimotorräder dazu, um die fliegenden Sperren und Streckensicherungen durchzuführen. Aber wir brauchen nicht x Fotografen, die das 120ste Foto der Etappe vom Motorrad aus machen oder sich an fotogene Streckenpunkte fahren lassen, sich dort vor die Zuschauer stellen (mag ich ja besonders gerne… nicht), schnell ein paar Fotos vom durchjagenden Feld machen und dann wieder auf’s Motorrad hüpfen.

Es gibt da ein paar gute erfahrene Teams aus Fotografen und Fahrern – aber bestimmt auch nicht so gute. Und generell sind es zu viele. Und sie fahren zum Teil ungeeignete Maschinen. Und: die geilsten Fotos von Grand Tours der letzten Jahre machen Leute wie Jered und Ashley Gruber (Gruberimages) oder Beardy McBeard. Die fahren nicht mit Motorrädern durch das Peloton, sondern suchen sich im Vorfeld tolle Fotopositionen (und erreichen die auf Nebenstrecken – eine stressige und hohe Kunst). Generell muss mit den Motorrädern etwas passieren!

Der denkwürdigste Moment dieser Tour wurde dann auch durch ein Motorrad verursacht – aber nur mittelbar. Das Motorrad konnte da wahrscheinlich relativ wenig machen, es ging am Mt. Ventoux einfach plötzlich nicht weiter, da die Menschenmassen zu dicht standen.

Ganz im Gegenteil zu meinen aufgeführten wichtigen Problempunkten war die diesjährige Ausgabe der Tour de France aber besonders in der – auch diesmal wieder hektischen – Startwoche von außergewöhnlich wenigen Stürzen und von absolut keiner Aufgabe gekennzeichnet! Bis zur Etappe Nr. 8 waren alle Mannschaften noch komplett! Erst in dieser musste der Däne Michael Mørkøv seinen Verletzungen aus der ersten Etappe Tribut zollen. Insgesamt sind über die folgenden Etappen 24 von 198 Fahrern ausgestiegen; als letztes Tony Martin auf der letzten Etappe. Er führte Knieschmerzen an (die wahnsinnig gewesen sein müssen – umsonst gibt kein Rennfahrer das Rennen am letzten Tag 50 km vor dem Ziel auf)!

Und Alberto Contador hatte es wieder mal erwischt. An zwei aufeinander folgenden Tagen sogar. So sehr ich ihn früher nicht leiden konnte – wegen seines Clenbuterol-Dopings (Clenbutador) und vor allem seiner mehr als kindischen und dem sportlichen Gegenüber respektlosen Geste des „Pistoleros“ nach Siegen. So sehr habe ich später seinen Renninstinkt, seinen Willen, Rennen zu animieren und seine Radfahrer-Qualitäten schätzen gelernt. Aber er scheint auch ein regelmäßiger Kandidat dafür zu sein, aus Grand Tours heraus zu crashen bzw. sich dort „auf die Schnauze“ zu legen. Und dass ist mal keine Qualität eines Siegfahrers oder Grand-Tour-Contenders. Mit anderen Worten: Das ist man bei Contador mittlerweile fast gewohnt, dass er hohe Chance hat, von Stürzen erwischt zu werden.

Aber sonst wie gesagt: Eine wirklich für die Fahrer sichere und von den meisten Unbillen verschonte Anfangsphase der Tour und eine gute Tour insgesamt in der Hinsicht. Trotz der Sturzorgien auf der vorletzten, verregneten Bergetappe vergangenen Freitag in den Alpen.

Punkt 2: Die Tour langweilig? Niemals – Fern davon!

Ja klar, spannender geht immer. Aber wirklich nagelkauende Spannung, Etappe für Etappe, von Tag 1 bis zu den Champs-Élysées, von Start jeder einzelnen Etappe bis zu deren Zielstrich…? Nein, das kann man doch nicht wirklich erwarten, oder?

Auch, das zwei, besser noch drei oder vier Siegkandidaten wirklich über 3 Wochen sekundennah beisammen bleiben oder sich zumindest immer wieder Verschiebungen ergeben, dass wäre zwar nicht schlecht, aber ist auch nicht wirklich erwartbar noch notwendig für Spannung.

Auch eine, zwei oder drei Minuten können als Vorsprung schon auf einer einzigen Bergetappe oder eine Windkantengeschüttelten Flachetappe zunichte gemacht werden. Auch ein kompromisslos auf den Toursieg ausgerichtetes Team muss ständig auf der Hut sein, geschickt agieren und ist kein Garant, selbst einen bestehenden Zwei-Minuten-Vorsprung ständig zu halten.

Natürlich kann man sagen: Kein anderes Team als Sky war so geschickt und kompromisslos auf den Toursieg ihres Leaders ausgerichtet. Und da ist was dran – Movistar wäre gut beraten gewesen, neben reinen Kletterern auch ein, zwei Lokomotiven für die windigen Flachetappen mitgenommen zu haben. So mussten sie ihre Kletterer dort schon verschleissen. Und in den Bergen war es letzten Endes nur Valverde, der Quintana zur Seite stehen konnte. Das hat er auch super loyal gemacht, aber er ist halt nicht der typische Domestike und in dieser Unterstützungsrolle sicher auch nicht so geübt.

Was einige GC-Aspiranten tatsächlich sagten, ist, dass sie teilweise in den Bergen gar nicht gewagt hätten, Sky unter Druck zu setzen oder den ersten Schritt zu machen, weil sie wussten oder annehmen mussten, dass sie erst Froomes Helfer einen nach den anderen ausschalten mussten, bevor sie an Froome selbst knabbern hätten können.

Und das führt zu der von Froome selbst, mittlerweile aber auch von Prudhomme vorgeschlagenen und in meinen Augen auch einzigen sinnvollen Maßnahme, die Teamgröße leicht zu reduzieren. Prudhomme spricht aktuell von 8 statt von jetzt 9 Fahrern. Kleinere Fahrerfelder tragen auch zur Sicherheit und weniger Gedränge im Zielbereich bei und so muss sich ein Team zumindest ein klein wenig mehr Gedanken machen, wieviel Bergfahrer sie mitnehmen oder wo sie ihre Stärken sehen wollen. Und ein Froome kann im Maximum eben nicht mehr 8 Leute, sondern nur 7 Leute am Berg vor sich haben (effektiv natürlich noch weniger, da in einem robusten Team nicht alle Domestiken Bergfahrer sein können).

Aber sonst – die Tour sei langweilig gewesen? Keine Spannung!? Davon kann mal wieder absolut keine Rede sein. Fern davon!

Ja, Contador mit wenig Biss (und leichter Krankheit) wegen der Stürze raus… Schade. Richie Porte fing sich in der ersten Woche direkt einen Minutenrückstand durch eine Platten kurz vor der Zielphase ein. Sehr schade für ihn. Bei Quintana durften wir wieder einmal rätseln: Wann will er denn nun endlich mal angreifen? Auch wieder am letzten Berg, wenn es zu spät ist? Und durften Frotzeln, dass er Froome nicht vom Hinterrad gewichen ist. Um dann in der 3 Woche spätestens zu erkennen: Quintana ist dieses Jahr nicht in der Verfassung der vergangenen Jahre. Daniel Martin: er war da, auch am spitzen Ende des Rennens, aber die Attacken immer kurzlebig, wenn sie denn mal kamen.

Überraschend – nein, eigentlich nicht wirklich: die gute Form von Bauke Mollema. Wirklich überraschend und erfrischend sowie für die Zukunft vielversprechend: Adam Yates bei seiner ersten Grand Tour souverän in das Weiße Trikot gefahren und das Podium nur um 21 Sekunden (10 davon waren eine diskussionswürdige Jury-Strafe) am Podium vorbei.

Roman Bardet hat den Franzosen endlich zur 19. Etappe erst kurz vor Toresschluss ihren Etappensieg geschenkt und fuhr sich damit von „Ferner liefen“ auf Platz 2 des Gesamtklassements. Generell gab es viele Umstürze in den Top Ten gerade auf den letzten Alpenetappen. Nur halt nicht auf Position 1.

Ein geschickt und glücklich agierender Chris Froome war nicht nur optimal durch sein Team unterstützt, sondern zeigte auch ganz neue und spannende Erweiterungen seines Arsenals. Die Attacke nach der letzten Bergwertung in der Abfahrt vom Col de Peyresourde in Etappe 8? Genial vorbereitet und genial ausgeführt. Und er hat Moviatar und Quintana blöde aussehen lassen, die da wirklich nicht aufgepasst haben. Nebenbei: Froome hat sich auch selber ziemlich blöde aussehen lassen. Er ist nun mal wirklich nicht der Eleganteste auf dem Rad und im Aero-Tuck noch pedallierend setzte er dem ganzen nochmal die Krone auf. Aber es brachte ihm wertvolle Sekunden. Und Sympathien der Zuschauer (gemixt mit Lästereien ob des Stils… Der Gute kann ja nunmal wenig dafür).

So war auch meine Reaktion: Sieht super Scheisse aus, aber Hut ab. Froome kann abfahren und attackiert geschickt. Er und Sky sind kein One-Trick-Pony mehr (stoisch mit Bergfahrern, die in anderen Teams Leader wären, die Konkurrenz durch eine Mörderpace kontrollieren und dann an einer oder zwei Bergankünften die Nähmaschiene für einen Tagessieg und 2 Minuten Zeitvorsprung anwerfen), sondern nutzen auch Abfahrten und sogar Flachetappen für Sekundengewinne.

A pro pos Flachetappen: Wann bitte hat man zum letzten Mal das Grüne und das Gelbe Trikot einen Zielsprint ausfechten sehen? Auf einer Flachetappe als Ausreisser vor dem jagenden Feld!? Hallo, wie geil war dass denn bitte?

Und dann der (leider nicht sportliche) aber trotzdem in die Annalen der Tour eingehende Zwischenfall mit den Zuschauern und dem Motorrad auf dem Mont Ventoux? Durch starken Wind und Sturmwarnungen wurde die Etappenankunft vom Gipfel hinab zum Chalet Reynard verlegt. Die zum Nationalfeiertag angereisten Zuschauermengen mussten sich also auf viel kürzere Strecke verteilen und zudem konnten nicht alle Absperr-Elemente in den neuen Zielbereich transferiert werden. Das hat sicher dazu beigetragen, dass es noch etwas enger als sonst wurde.

Aber das kennen wir ja schon seit über 20 Jahren. Diese mich schon seit früher zum Herzklabaster treibenden Menschenmengen aus fanatischen Zuschauern, die sich vor den Fahrern erst im letzten Moment teilen. Wie erleichtert war und bin ich immer, wenn die Fahrer dann in den letzten 3 Kilometern und den Absperrungen angelangt sind. Ich erinnere mich da immer an 1999, die Etappe nach Alpe d’Huez und den Zuschauer, der für ein Foto auf die Strecke lief und den in Führung liegenden Italiener Giuseppe Guerini (Team Telekom) zu Fall brachte… Glücklicherweise hatte es ein Happy End und Guerini konnte Etappe trotzdem noch gewinnen…

Aber während früher die Zuschauer die Fahrer angebrüllt hatten oder, wenn sie neben ihnen hergelaufen sind, die Fahrer angefeuert haben, machen es die meisten heute, um ins Fernsehen zu kommen. Sie schauen dann auch nicht auf die Fahrer, sondern sonstwo hin oder in die Kamera, während sie dämliche Plakate schwenken. So unwesentliche Dinge wie Fahrer, die um den Sieg kämpfen oder Kameramotorräder werden da gerne mal übersehen… Früher gab es außerdem viele Leute, die natürlich zu so einem Ereignis ihre Kamera dabei hatten. Es waren aber nicht alle und die meisten Leute wussten grob, was sie damit machen sollten und konnten.

Heute hat ja fast nun jeder ein Smartphone am Anschlag, am Besten noch mit Deppenszepter (aka Selfiestick), um damit dem Nachbarn ein Auge auszustechen. Und weil nun plötzlich nicht 10 % oder 30 % mit Kameras einen guten Winkel auf die Radfahrer haben wollen, sondern gefühlt 90 % – dann drücken sich die natürlich noch mehr und mehr als sonst schon immer weiter nach vorne und machen jede verfügbare Gasse zu.

Dazu kommt noch, dass, wenn ein Fahrer vorbei ist, sofort das Foto geshared werden muss. Der Fahrer – und die nächsten kommenden Fahrer scheinen dann komplett ausgeblendet…. Leute… Hirn einschalten bitte…

Dennoch – den Mann im Gelb am Berg in Radschuhen laufen sehen… meine Güte. Drama, Gesprächs- und Diskussionsstoff ohne Ende…

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Nur 3 von zahlreichen Froome running Memes

Die vorletzte Etappe der Alpenetappen, leider mit vielen Stürzen im Regen und den Abfahrten. Aber alles ohne gefährliche gesundheitliche Folgen und dafür mit mehr Drama für das Rennen und das Gesamtklassement. Selbst Froome und Nibali sind dort gestürzt. Das zeigt, wie unsicher so ein Tour-Gewinn wirklich bis zu den Champs-Élysées selbst ist. Und: was wäre passiert, wäre Nibali nicht gleichzeitig mit Froome gestürzt?

Roman Bardet gewann diese Etappe und für den folgenden Tag war auch durchwachsenes bis schlechtes Wetter zu erwarten. Im Setup der Etappe konnte man recht bald ablesen – oh, da könnte Ag2R La Mondiale mit Bardet etwas vorhaben. Es wäre nicht undenkbar gewesen, hätte Bardet tatsächlich versuchen können, auf der letzten Bergetappe sich nicht nur mit dem gerade am Vortag erst eroberten 2. Podiumsplatz zufrieden zu geben, sondern sogar Froome anzugreifen. Die Bedingungen waren aber dann doch viel zu schlecht, so dass er lieber den sicheren zweiten Platz nachhause „geschwommen“ hat, während Movistars Izzaguirre eine irre Abfahrt (Nomen est omen ;-)) an der Haftgrenze zum Tagessieg genutzt hat. Also auch in der Gesamtwertung: Spannung bis zum Schluss innerhalb der kompletten Top Ten!

Sagan… brauche ich mehr zu sagan (hüstel ;-))? Wow, was für ein Fahrer. Was für eine Freude, ihm zu zu sehen. Dieses Jahr 3 Etappensiege (Knoten geplatzt), das grüne Trikot (wie eigentlich immer ;-)) und die Auszeichnung des angriffslustigsten Fahrers.

Auch von deutscher Sicht war die Tour de France 2016 wirklich nicht schlecht:

Buchmann und das ganze Team Bora Argon 18 haben in der ersten Woche ein Super Bild abgegeben.
Paul Voß holt sich das erste gepunktete Trikot des Bergpreis-Führenden auf der ersten Etappe (leider muss er es Tags darauf wieder abgeben – aber tolle Leistung und tolle Publicity für Bora Argon 18).

Die lange Duo-Flucht von Panzerwagen Tony Martin mit Alaphillipe im Schlepptau – schon ein bisschen zum Augenreiben. Aber cool.

Unsere Sprinter waren diesmal nicht so erfolgreich, aber immerhin: zwei Tagessiege. Greipel dazu auf der prestigereichen Schlussetappe in Paris! Damit hält er übrigens seine beeindruckende Serie aufrecht, seit 2007 in jeder Grand Tour, in der er teilnahm, mindestens einen Etappensieg zu erringen!

Bei Kittel muss man sich aber etwas wundern. Vielleicht auch Sorge haben? Wie kommt er im neuen Team an, wie geht es weiter? Sicher war es ein Gutes, dass er mit frischem Elan und Frühform in den ersten Rennen des Jahres gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Vor allem auch seinem neuen Team. Da war er der Sprinter, an dem keiner vorbei kam. Hat ihm das für die Tour geschadet? Schadet ihm die Tour für die weitere Zukunft? Eine Etappe hat er gewinnen können. Aber sicher hätte es Cavendish (der in Bezug auf die Tour ein beeindruckendes Come Back zeigte) deutlich schwerer gehabt, wäre Kittel in der Form des Frühjahrs gewesen.

Degenkolb wurde auch bereits wieder in aussichtsreicher Position bei ihm liegenden Zielsprints gesehen. Da scheint das Comeback gut zu verlaufen, er braucht aber wohl sowohl noch mehr Form (ihm fehlen ja quasi 7 Rennmonate) und auch Zutrauen (Bremsen mit seinem Finger, „richtig reinhalten“). Da wünsche ich ihm weiterhin gute Besserung und Formwiederherstellung.

Also – eine der spannendsten und denkwürdigsten Tour de France Ausgaben seit langem!

Die Eder bei Beddelhausen.

Festtags-Kilometer. Mit Rennrad und Crosser durch Siegerland, Sauerland, Wittgensteiner Land, Bergisches Land und Hessen

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An der Schönen Aussicht

Schöne Aussicht… … das ist der Name dieser Stelle an der Eisenstraße. Ich glaube, das ist ganz passend. :) Keine Spur von Schnee an diesem 24. Dezember.

Die Verwandtschaft besucht, die Lieben beschenkt und auch zwischen den Tagen im Büro geschafft – dennoch: Da war ja noch etwas Zeit dazwischen. Die Feiertage lagen und liegen sehr praktisch zum Wochenende. Das Wetter ist für Jahreszeit viel zu warm. Aber natürlich sehr praktisch für das Radfahren draußen. Also hervorragende Randbedingungen für ein privates Trainingslager daheim. Zeit für andere Dinge blieb da aber gar nicht.

Von einer Weisheitszahngeschichte, die mich im November nahezu komplett lahmgelegt hatte, war über den Anfang Dezember gerade wieder genug an Fahrten zusammen gekommen, damit ich in den letzten Tagen beginnend mit Heiligabend den Umfang schön hochziehen konnte. Dabei habe ich mich bewusst auf Grundlagentraining E2 in Zone 1-2 konzentriert. Auch die Strecken so ausgewählt, dass zügiges und weitgehend durchgehendes Pedalieren möglich war. Also kein stetes auf und ab auf wohlmöglich noch steilen und „eckigen“ Auf- und Abfahrten. Dennoch sind natürlich wieder einige unvermeidliche (hehe ;-)) Höhenmeter mit hinzugekommen.

Die Kettenbrüder hüben wie drüben (im Wittgensteiner Land und im Bergischen Land / Ruhrgebiet) emsig und natürlich per Strava, oder Instagram, oder Facebook oder Twitter (oder alles zusammen) dokumentierend – was blieb da anderes übrig, als mitzuziehen? ;-) Motivation war genug da und das Wetter passte auch, wie gesagt. Sicher hätte ich gern den einen oder anderen frostigen und dafür sonnigen Tag gegen 8 bis 10 Grad und Meh-Wolken eingetauscht. Aber ich will mich nicht beschweren – am zweiten Weihnachtstag war es sogar richtig schön sonnig. Diesen Tag nutze ich dazu, zum Edersee zu fahren. Das ist von Erndtebrück aus die Rollerstrecke par excellence. Runter ging’s mit Rückenwind, rauf dann halt mit Gegenwind – war trotzdem schön.

Am Sonntag gab es dann mehr Höhenmeter. Dafür aber auch eine schöne Gruppenausfahrt mit Jochen, Roland und Thorsten. Zur Feier des Tages auch mal mit Einkehr beim Kahlen Asten Turm. :)

Insgesamt kamen, immer in maximal zwei aufeinanderfolgenden Tagen, bisher 523 km mit 4809 Höhenmetern zusammen. Heute ist Ruhetag, morgen geht’s mit einer Neujahrs-Tour weiter und für 2016 auch sofort wieder los. Ich habe vor, den Grundlagentrainingsblock dann mit den kommenden drei Tagen hintereinander weg abzuschließen. Ich freue mich auf das kommende Jahr und wünsche Euch allen einen Guten Rutsch!

Festive_Rides