Meine Rennrad-Foto Favoriten aus 2015

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Nicht nur Rennrad-Fotos. Oder Cross-Rad-Fotos. Oder Fotos vom Radfahren. Auch ein paar Abseits vom Rad (ihr könnt euch aber sicher sein – ein Rad war irgendwo in der Nähe. Auch wenn es nicht im Bild ist. ;-))

Hier habe ich meine Lieblings-Fotos aus 2015 versammelt. Ich habe sie zur Abwechslung mal direkt aus meinem flickr-Stream verlinkt. Da findet ihr natürlich noch jede Menge mehr Fotos. Ob von Fahrrädern, mit Fahrrädern oder auch andere Dinge – ob aus dem Wittgensteiner Land, ob aus dem Siegerland, dem Sauerland, dem Bergischen Land oder sonstwas für einem Land… ;-)

I’m dreamin’ of Christmas Base Miles in the warm Winter

Wuppertal Cx

Unter Herbst-Birken

Brienzer See Abend

Cyclist (Self)Portraits

Wie bitte!?

Ein Spätnachmittag am Grödner Joch

Through the Curve

Warpspeed

Diederichstempel oberhalb der Wupper

Flowing green

Pinien-Allee Richtung Monte Serra

Piazza dei Miracoli Pisa

Waving the flag

Auf dem Damm

An der Ginsburg

Giant TCX auf der Laderampe

Abendbaum

Festtags-Kilometer. Mit Rennrad und Crosser durch Siegerland, Sauerland, Wittgensteiner Land, Bergisches Land und Hessen

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An der Schönen Aussicht

Schöne Aussicht… … das ist der Name dieser Stelle an der Eisenstraße. Ich glaube, das ist ganz passend. :) Keine Spur von Schnee an diesem 24. Dezember.

Die Verwandtschaft besucht, die Lieben beschenkt und auch zwischen den Tagen im Büro geschafft – dennoch: Da war ja noch etwas Zeit dazwischen. Die Feiertage lagen und liegen sehr praktisch zum Wochenende. Das Wetter ist für Jahreszeit viel zu warm. Aber natürlich sehr praktisch für das Radfahren draußen. Also hervorragende Randbedingungen für ein privates Trainingslager daheim. Zeit für andere Dinge blieb da aber gar nicht.

Von einer Weisheitszahngeschichte, die mich im November nahezu komplett lahmgelegt hatte, war über den Anfang Dezember gerade wieder genug an Fahrten zusammen gekommen, damit ich in den letzten Tagen beginnend mit Heiligabend den Umfang schön hochziehen konnte. Dabei habe ich mich bewusst auf Grundlagentraining E2 in Zone 1-2 konzentriert. Auch die Strecken so ausgewählt, dass zügiges und weitgehend durchgehendes Pedalieren möglich war. Also kein stetes auf und ab auf wohlmöglich noch steilen und “eckigen” Auf- und Abfahrten. Dennoch sind natürlich wieder einige unvermeidliche (hehe ;-)) Höhenmeter mit hinzugekommen.

Die Kettenbrüder hüben wie drüben (im Wittgensteiner Land und im Bergischen Land / Ruhrgebiet) emsig und natürlich per Strava, oder Instagram, oder Facebook oder Twitter (oder alles zusammen) dokumentierend – was blieb da anderes übrig, als mitzuziehen? ;-) Motivation war genug da und das Wetter passte auch, wie gesagt. Sicher hätte ich gern den einen oder anderen frostigen und dafür sonnigen Tag gegen 8 bis 10 Grad und Meh-Wolken eingetauscht. Aber ich will mich nicht beschweren – am zweiten Weihnachtstag war es sogar richtig schön sonnig. Diesen Tag nutze ich dazu, zum Edersee zu fahren. Das ist von Erndtebrück aus die Rollerstrecke par excellence. Runter ging’s mit Rückenwind, rauf dann halt mit Gegenwind – war trotzdem schön.

Am Sonntag gab es dann mehr Höhenmeter. Dafür aber auch eine schöne Gruppenausfahrt mit Jochen, Roland und Thorsten. Zur Feier des Tages auch mal mit Einkehr beim Kahlen Asten Turm. :)

Insgesamt kamen, immer in maximal zwei aufeinanderfolgenden Tagen, bisher 523 km mit 4809 Höhenmetern zusammen. Heute ist Ruhetag, morgen geht’s mit einer Neujahrs-Tour weiter und für 2016 auch sofort wieder los. Ich habe vor, den Grundlagentrainingsblock dann mit den kommenden drei Tagen hintereinander weg abzuschließen. Ich freue mich auf das kommende Jahr und wünsche Euch allen einen Guten Rutsch!

Festive_Rides

Neue Laufräder und neue Reifen für das Crossbike

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Mein schmuckes Giant TCX Advanced Pro 1 sollte neue Laufräder bekommen. Also eigentlich sollte es ja neue Reifen bekommen… Es ist dann beides geworden… ;-)

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Giant TCX Advanced Pro 1 auf Blätterteppich und mit neuen Carbon-Schuhen

Stollenreifen sollen es sein – Tubeless oder Schlauchreifen?

Warum neue Reifen? Wegen der Vielfalt. Bisher habe ich die Clément X’Plor USH. Die gefallen mir auch weiterhin sehr. Sie sind meine “Go Anywhere” Reifen. Das Giant ist ja auch mein “Go Anywhere” Fahrrad. Das liebe ich an ihm so sehr. Es ist für mich eben nicht nur ein cooles Cross Bike. Es ist für mich keine reine Rennmaschine – obgleich es dafür super geeignet wäre. Und es ist kein reines Bike nur für matschige Cross-Strecken oder für schlammige Wege. Sondern auch für normale Waldwege, für Schotterpisten, für Singletrails und für unbefestigte Radwege. Und auch für schlechte und für gute Asphaltstrecken, wenn sie denn auf der Route liegen oder An- und Abfahrt von anderen Zielen mit Wald- und Wanderwege-Anteil darstellen. Oder wenn es Wintertags ist, es dunkel ist und Dreck, Schmodder und Streusplitt auf den Straßen liegt (und sich so manches Schlagloch im Dunklen verbirgt).

Für diesen Mix finde ich die X’Plor USH genial (hier hatte ich seinerzeit meinen ersten Eindruck geschildert). Sie rollen hervorragend auch auf Asphalt dank ihrem flachen Mittelprofil, sie scheinen mir auch beständiger und pannenresistenter als klassische Cross-Slicks mit ihrem Diamantprofil in der Mitte und sie bieten für mich auch erstaunlichen Grip auch auf etwas matschigen Wegen. Letzteres sicher zu gutem Anteil deswegen, weil ich sie Tubeless und mit schön niedrigem Druck bei rd. 2 bis 2,3 Bar fahre.

Aber irgendwann ist dieser Grip auch zu Ende. Es sind halt keine Stollenreifen, die auf etwas tieferen Waldwegen, auf schlammiger oder matschiger Piste oder auch vielleicht im Schnee durch ihre Stollen Griff erhalten können. Deswegen wollte ich jetzt auch einen zweiten Reifensatz mit Stollen haben.

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Tiefes Geläuf – hier braucht man Stollen!

Von Tubeless bin ich am Crosser relativ überzeugt. Da will ich keinen Schlauch haben, mit dem ich doch die entscheidenden 0,x Bar mehr Druck brauche, um vor Durchschlägen mit Pannenfolge (a.k.a. Snakebites) sicher zu sein. Gerade auf dem einen oder anderen sehr steinigen Waldweg (und vor allem Waldwegabfahrt) fährt sonst immer die Angst einer Panne mit.

Der Nachteil ist aber: Nicht jeder Reifen ist tubeless geeignet und nicht jeder Tubeless-geeignete Reifen harmoniert mit jeder Tubeless-Felge. Die Toleranzen sind da gewollt eng und wenn ein zufällig eher enger Reifen auf eine zufällig eher weite Felge trifft… Dann geht nichts. Buchstäblich.

Ich wollte Specialized Tracer Pro 2Bliss ready Reifen auf meine Stans NoTubes IronCross Laufräder (Custom auf Naben von DT Swiss eingespeicht) aufziehen. No Chance! Ich bin sicher, ich hatte eher am unteren Toleranzbereich liegende Reifen erhalten, denn es gibt eigentlich durchaus positive Stimmen zu dieser Reifen-Felgen-Kombination.

Aber selbst mit allen Tricks die ich kenne, mit Einsatz von zwei Reifenhebern und viel Unterarm- und Fingerkraft ist es mir nicht gelungen, den Tracer komplett auf die Felge zu bekommen. Nach buchstäblich zwei Tagen, fast schon Kerben in der Felge und abgebrochenen Plastikspänen aus den (soliden) Reifenhebern habe ich’s dran gegeben. Die Reifen habe ich dann zum weiten auf zwei Fulcrum-Felgen aufgezogen (da gingen sie dann drauf). Aber da sind sie auch noch heute drauf… Denn ich habe mir gesagt… f… d*ch, wenn ich so ochsen muss, dann kann ich auch gleich Schlauchreifen kleben. Das ist bei der Montage weniger Arbeit und im Feld bin ich ohne weiteres Material auch mit beiden Systemen aufgeschmissen. Bzw. würde bei beiden Systemen auf die Dichtmilch setzen. Beim Tubeless-Reifen ist sie halt schon drin. Beim Schlauchreifen würde ich sie im Pannenfall durch das (abschraubbare) Ventil einfüllen. So kenne ich es auch vom Rennrad, wo ich dieses Jahr sehr gute Erfahrungen mit Schlauchreifen gemacht habe (da würde ich mittlerweile aber auch wieder Clincher bevorzugen, trotz Gewichtsnachteil – aber das ist eine andere Geschichte).

Also: Stollenreifen! Und wenn die Tubeless nicht wollen, warum nicht direkt “Luxus” und einen zweiten Laufradsatz hinzu erwerben. Und den gleich als Schlauchreifen-Variante. Dann kommt auch noch Carbon und leichtes Hochprofil an’s Crossbike. Spart Gewicht, sieht gut aus und ist sogar ein bisschen Aero! :)

Wie gesagt, am Rennrad habe ich schon gute Erfahrungen mit Schlauchreifen und mit Hochprofilfelgen gemacht, die zwar ohne Branding aus Asien kommen, aber von lokalen Laufradbauern für deren Produkte ausgewählt werden.

Lastenheft Laufradsatz

Was sollten die Laufräder für Eigenschaften aufweisen, wo konnte ich günstig an entsprechende Laufräder kommen? Es sollten Felgen für Schlauchreifen sein. Sie sollten ein modernes Profil mit weitem Querschnitt aufweisen. Das ist zum einen gut für die Aerodynamik und verspricht auch ein gutes Felgenbett für die Crossreifen, die ja deutlich breiter sind als normale Rennradreifen. Ein tiefes Felgenbett müsste da doch mehr mit Reifenkitt bzw. mehreren Lagen Schlauchreifenkleber aufgefüttert werden.

Hinsichtlich der Naben braucht braucht mein TCX vorne 100 mm Steckachsenaufnahme. Und hinten normale 5 mm Schnellspanner.

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Clément MXP Schlauchreifen, Carbonfelgen und DT Swiss 240s Naben (vorn das Vorderrad mit Steckachsaufnahme und hinten das Hinterrad mit Schnellspannerachse)

Und dann brauche ich natürlich Scheibenbrems-Naben. Und weil das mit den Scheibenbremsen so ein Gefrickel ist, dachte ich mir: die beste Ausgangssituation für millimetergenau übereinstimmende Bremsscheibenpositionen sind baugleiche Naben. Um’s vorwegzunehmen – ich musste, da ich die Bremsbacken gerne mit sehr enger Toleranz fahre, trotzdem die Bremssättel justieren.

Der Schlauchreifen-Laufradsatz

Fündig geworden bin ich bei Laufrad-Tuning in Köln. Eigentlich hatte ich zuerst bei einem anderen Anbieter ein “September-Angebot” bestellt – das aber nicht herbei kam. Laufradtuning konnte mir schnell, sehr kompetent und indivdualisiert aus der Patsche helfen. Mit Inhaber Zarko konnte ich direkt zum Einstieg eine ausführliche Kommunikation über Facebook-Messenger und dann Mail (bis in den späten Abend) durchführen , die bei mir keine Fragen offen lies und mir sehr gut beschrieb, was er denn da für mich bauen würde. Laufrad-“Tuning” ist da echt der richtig gewählte Firmenname. Was Zarko mit viel Enthusiasmus und Sachverstand aufbaut – was auch fernab von bloßem Speichen durch die Löcher fädeln und abdrücken ist – das hat mich schon fasziniert.

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38 mm hohe Carbonfelgen

Er konnte mir aus dem Stehgreif eine vorhandene DT Swiss 240s Front-Nabe für 24 Speichen so modifzieren, dass ich sie für meine 100er Steckachse verwenden konnte. Im Resultat ist sie sogar etwas leichter als die normale, für 100 mm Steckachse vorgesehene Version. Dummerweise aber auch frickeliger. Die Endstücke sitzen quasi lose auf – da muss man im unmontierten Zustand aufpassen, dass man sie nicht verliert. Das ist etwas unschön.

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DT Swiss 240s, Oversized Version, Spezialkonversion von laufrad-tuning mit handgefertigten Endhülsen für 100 mm Steckachse bei 24-Loch Speichenaufnahme

Rundlauf und Geradelauf der beiden Laufräder erscheinen mir tadellos. Die Qualität des Aufbaus ebenso. Der erste Fahreindruck war ebenfalls super. Insgesamt ein sehr schöner Laufradsatz. Bei Zarko würde ich sofort wieder einen Laufradsatzaufbau ordern.

Bremsscheiben

Ich wollte zwei voneinander unabhängig einsetzbare Laufradsätze. Daher habe ich auch nicht die Bremsscheiben vom bisherigen Satz ab- und an den neuen Satz angeschraubt. Vielmehr habe ich mich nach ähnlich aussehenden Bremsscheiben für 6-Loch-Aufnahme umgeschaut und wurde bei Trickstuff fündig. Deren “Dächle” Bremsscheiben habe ich bestellt und selbst auf die Naben aufgeschraubt.

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Trickstuff Dächle Bremsscheiben für 6-Bolt-Montage in 140 mm Durchmesser. Nochmal extra entfettet vor der Montage. ;-)

Trotz baugleichen Naben bei beiden Laufradsätzen (und für das Hinterrad sogar von der Stange gleich) musste ich dennoch die Bremssättel vorne und hinten leicht justieren, sonst hätten die Bremsbeläge leicht geschliffen. Ich werde mir also für meinen ersten Laufradsatz solche Shims für die Bremsscheibe besorgen müssen, um deren Position leicht anzupassen.

Neue Bremsscheiben muss man genau wie neue Bremsbeläge erst etwas einbremsen. Vor allem müssen sich auch die Bremsbeläge und die Bremsscheiben aufeinander einspielen. Anfangs quietschte die Vorderbremse noch stark, nach der ersten Tour hat sich das vollständig gegeben. Hinten quietscht es noch bei mittelhartem Bremseinsatz. Bei leichtem und bei sehr starkem Bremsdruck (dann schon an der Blockiergrenze) nicht.

Die Schlauchreifen

Als Reifen habe ich die Clément MXP Tubular gewählt.

Stollenreifen sollten es, wie eingangs erwähnt, sein. Also keine Slicks, Diamantprofile oder Ähnliches. Sondern Stollen für’s grobe Geläuf. Aber nicht allein für den puren tiefen Schlamm. Sondern für eine Vielzahl von Bedingungen. All-Round eben. Typische Waldwege (da funktioniert allerdings auch der X’Plor USH hervorragend), nasse Waldwege, matschige Waldwege, Gras, loser Dreck, Schnee und auch Asphalt. Clèment beschreibt den MXP mit “Wenn man nur einen Cyclocross Reifen (d.h. vor allem auch, das Profil, meine Anmerkung) haben kann, dann ist es dieser”.

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Carbon-Schlauchreifen-Laufradsatz

Es ist ein klassisches Grifo-Profil. Oder vielleicht besser, das klassische Grifo-Profil. Aktualisiert durch aufgeteilte Mittelstollen und etwas aggressivere Seitenstollen.

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Clément MXP Tubular Reifen auf 38 mm Carbonfelgen

Was mir weiterhin gerade an dem MXP-Tubular gefällt ist der spezielle, innovative Aufbau. Schlauchreifen bestehen üblicherweise aus einem speziellen Mantel, mit aufgummierter bzw. aufgeklebter Profilfläche, in der dann ein Schlauch, meist Latex, eingenäht ist. Durch eben diesen Latexschlauch sowie einen geschmeidigen Mantel wird die gute Flexibilität erreicht, die gerade für die Traktion bei Crossreifen so wichtig ist.

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Gute Traktion, auch im tiefen, weichen Schmodder.

Profis (und betuchte Amateure und Liebhaber) setzen hier auf die handgefertigten Exemplare von Dugast oder FMB. Mit ihren ungummierten Baumwoll- oder sogar Seidengewebekarkassen sollen sie die optimale Kombination aus Traktion, Fahrkomfort und Rollverhalten darstellen. Die Sache hat aber ihren Preis. Und der besteht nicht nur darin, einen solchen Reifen zu bezahlen. So teuer sind die im Vergleich gar nicht. Aber mit einem Satz kommt (ein Profi) halt nicht durch die Saison. Und selbst, wenn sie halten würden – sie sähen halt schnell nicht mehr gut aus.

Naturbelassene und nicht gummierte Baumwollflanken sind nicht wirklich dauerhaft. Schon gar nicht in crosstypischen, nass-matschigen Bedingungen. Es gibt da zwar Mittelchen, die mancher auf seine Flanken pinselt (Aquasure z.B.) aber je nach dem fangen solche Versiegelungen Wasser auch unter sich ein. Dann rottet es nochmal so schnell. Soweit meine angelesenen Erfahrungen aus diversen Foren und dem Sichten diverser Beispielfotos. Und sieht im besten Fall nur schmuddelig aus. Und führt im schlimmsten Fall zum schnellen Verschleiss des Reifens. Profis nehmen das in Kauf und gehen dafür durch x Reifensätze pro Saison. Das ist aber nichts, was ich an einem Rundum-Sorglos-Reifen haben möchte.

Und obwohl “Tan Sidewalls” bzw. beige (Baumwoll) Naturflanke sich ja auch einer gewissen Mode, auch bei Rennrädern, erfreut, wollte ich das für meinen Crosser nicht. FMB bietet pink gummierte/gefärbte Flanken an – wenn’s die in orange gäbe, das wäre die Schau. Orange würde gut zu meinem Daytona-Blau-Orange Farbschema passen. Naturflanke nicht. Und moosig-grün-schmuddelige Naturflanke schon gar nicht.

Also – ich wollte keine naturbelassene Baumwolle. Wegen Aussehen neu, Aussehen nach ein paar Ausfahrten und wegen Dauerhaftigkeit.

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Vorderrad am Giant TCX Advanced Pro 1

Die o.g. Qualitäten: Traktion, Fahrkomfort und Rollverhalten, die will ich aber auch. Und die habe ich schon bei meinem ersten Clement-Reifensatz erleben dürfen. Dem Clément X’Plor USH. Den habe ich nämlich als Tubeless-Konversion im Einsatz. D.h. kein Schlauch, nur eine sehr dünne gummierte Seitenwand (sogar so dünn, dass Reifenmilch teilweise austritt, weil der X’Plor leider nicht für Tubeless vorgesehen ist). Das macht ihn aber super flexibel.

Der MXP Tubular verspricht das ebenso. Der MXP hat ebenfalls keinen Schlauch eingenäht, sondern ist von sich selbst heraus, von seiner Außenhülle aus, dicht. Er ist also quasi ein Tubeless Tubular! Genial. Also gerade so viel Material wie nötig, trotzdem kein offenes Baumwollgewebe außen und auch das Profil ist integraler Bestandteil des Reifens. Das Profil ist nämlich auch so eine Sache, die sich bei einem handgemachten Schlauchreifen auch schon mal lösen kann…

Das alles bei einem für einen Stollenreifen mit 33 mm breite sehr guten Gewicht von 370 gr. Soweit die Theorie!

Was sagt die Praxis? Am Samstag hatte ich vorn und hinten 1,9 bar in den Reifen. Damit rollten sie sehr gut auf Asphalt – da bin ich schon mal sehr zufrieden. Und auf Waldwegen – ganz prima. Ich hatte unerhofft ‘Glück’ mit meiner Wegewahl. Direkt am Anfang fand ich mich auf Singletrails, teils mit Laub bedeckt und teils richtig, richtig tief, wieder. Klasse Grip! Mit den MXP war das nochmal ein ganz anderer Charakter auf solchem Geläuf wie mit den X’Plor USH. Das hat mich echt beeindruckt. Ich muss noch ein paar mal fahren und auch mal andere Drücke ausprobieren. Ich weiss noch nicht, ob der Reifen auch so flexibel walkt, wie der X’Plor. Der hat mich echt beeindruckt. Hat aber natürlich auch keine Stollen, so dass er da in sich selbst nochmal auch vom Profil her flexibler sein kann.

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Grip auf fast allen Wegen – Stopping Power dank hydraulischer Scheibenbremse von Shimano ebenso!

Das einzige Mal, wo ich am Samstag an die Traktionsgrenze und darüber hinaus kam, war bei einem um die 12-15 % Anstieg auf einem lehmig, schmierigem Feldrand mit vereinzelten Grasbüscheln darinnen. Genau die richtige Mischung aus fest und somit kein Einsinken möglich und schmierig, so dass das zugesetzte Profil keine Traktion erreichen konnte und über die plattgedrückten und im Lehm eingebetteten Grashalme rutschte.

Weight-Weenie Abteilung

Gewichte und Gewichtsvergleich mit meinen Tubeless Custom Laufrädern:
LR-Satz 1: Stans NoTubes IronCross Tubeless-Felge, DT Swiss 240s Naben, Tektro-Bremsscheiben 140 mm
LR-Satz 2: 38mm Carbon-Schlauchreifen-Felge, weites Profil, Sapim CXRay Speichen, DT Swiss 240s Naben, Trickstuff-Bremsscheiben 140 mm

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Vorderrad-Detail

Gewicht Laufräder nackt, ohne Reifen, ohne Bremsscheiben

LR-Satz 2 vorn:   592,1 g
LR-Satz 2 hinten: 705,4 g
Gesamt:           1297,5 g

Gewicht Laufräder komplett, mit Bremsscheibe, mit Reifen (LR-Satz 1 Clément X’Plor USH, tubeless mit unbekannter Menge Reifenmilch, LR-Satz 2 Clément MXP tubular, aufgeklebt)

LR-Satz 1 vorn: 1283,6 g LR-Satz 1 hinten: 1345,2 g Ges: 2628,8 g
LR-Satz 2 vorn: 1076,8 g LR-Satz 2 hinten: 1194,3 g Ges: 2271,1 g
Ersparnis gesamt: 357,7 g

Weiteres:

Zum Gesamtgewicht kommt dann noch meine 11-fach Ultegra-Kassette mit 251 gr.
Die Reifen habe ich nicht separat gewogen. Die Herstellerangabe lautet 370 gr für einen MXP tubular und 372 gr für die X’Plore USH. Also quasi identisch. Beachtet aber, dass die X’Plore USH normalerweise unbedingt noch einen Schlauch (nochmal rd. 80 bis 100 gr.) oder halt Dichtmilch (mind. 30-50 ml) benötigen.

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Schmucke Felgen

Fazit

Meine sich bisher als “Bomb-Proof” erwiesenen, ebenfalls handeingespeichten Stans IronCross Laufräder sind schon vergleichsweise Leicht. Da ist die Luft nach unten schon dünn. Mit Schlauchreifen-Felgen ist das aber leicht zu knacken – dennoch, Welten liegen da jetzt auch nicht mehr zwischen. Und mit Bremsscheiben und Stollenreifen sind die Gewichte dann schnell wieder hoch.

Trotzdem: effektive 357 gr sind schon eine signifikante Ersparnis.

Wichtiger jedoch:
Die Laufräder und Reifen haben einen Super ersten Eindruck hinterlassen. Ich habe nun Grip dort, wo ich es bisher mit meinem Giant Crosser nicht hatte und sein Look ist besser und wie gesagt, sein Gewicht insgesamt auch Leichter geworden.

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Crossrad auf einem Meer aus Blättern und unter kahlen Bäumen… Und das im Dezember bei zweistelligen Temperaturen…

Win-Win-Win. :)

Zum Schluss hier noch mal alle Artikel-Fotos als Galerie zusammengestellt. Übrigens: Alle Fotos sind mit meiner neuen Sony Alpha 7II gemacht – eine sehr feine Kamera… :)

Merry go round – Auf der Radrennbahn Kaarst-Büttgen

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Immer mal wieder was Neues. Fahrrad fahren ist ja so vielseitig und abwechslungsreich. Hat so viele Spielarten und Disziplinen. Und kann auf unterschiedliche Arten faszinieren. Z.B. in Form von Bahnradsport. Da das ja auch eine ganz tolle Form des Radtrainings im Winter sein kann und eine Bahnradhalle, aka Velodrom, nicht allzuweit von Wuppertal entfernt ist, wollte ich das auch mal probieren.

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Radrennbahn Kaarst-Büttgen

Holla die Waldfee! Das ist interessant. Aber zu Anfang auch erstmal mächtig respekteinflößend!

Spezielle Bahnräder. Keine Bremsen. Starrgang – also kein Freilauf. Und das in Kombination mit unbekanntem Geläuf. Glattes Holz und mächtig steile Kurven-“Wände”.

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Steilkurve

“35 km/h solltest du in den Kurven schon drauf haben” sagt mir Eberhard, der mir ein tolle Hilfe für das erste Herantasten ist. Ein herantasten, das zuerst fast im Drehwurm und dann in einer hochintensiven Trainingseinheit mit sicher einigen Anteilen an Förderung guter Pedaliertechnik endet.

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Paddock

Toll, das werde ich sicher öfter machen. :)

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Radrennbahn Kaarst-Büttgen

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Bahnräder (rechts mein Leihrad)

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