Merida Cyclo Cross 4-D

Fahrrad zu verkaufen: Merida Cyclo Cross 4-D Crossbike / Reiserad

Rad fahren

Ich verkaufe mein Merida Cyclo Cross 4-D. Ich habe mein Merida Cyclo Cross verkauft.

Modelljahr 2012
Weiss, mit grün/schwarzen Decals

Merida Cyclo Cross 4-D

Merida Cyclo Cross 4-D

Ein echt schmuckes Rad. Was mir auch gut gefällt, ist, dass Gewindeaufnahmen für Gepäckträger / Schutzbleche am Rahmen verbaut sind und es somit vielleicht auch mal als Basis für ‘nen Tourer oder Alltagsrad herhalten kann. Weiterhin ist ein kompletter Satz Speichen-, Rück- und Frontreflektoren dabei. Was früher als uncool galt und am Renner nur Zusatzgewicht ist bzw. sich eh nicht gut zwischen Messerspeichen macht, wird für abendliche und nächtliche Ausfahrten in Herbst und Winter mehr als gerne angenommen. Aber auch als unkompliziertes und vielseitiges Ganzjahres-Rad für alle Strecken und Wege, vielleicht zum Radwandern oder das Pendeln zur Arbeit, ist das Merida super geeignet.

Der Zustand des Fahrrads ist tadellos. Es findet sich sicher hier und da eine kleinere Gebrauchsspur, aber sowohl optisch als auch technisch steht das Rad top da.

Rahmengröße 52 cm
Farbe weiß (schwarz/grün)
Shimano 105 mit Kassette Shimano CS-4600-10 12-28 Zähne
FSA Gossamer Cross Kurbelgarnitur 46-36 Zähne
Bremsen: Avid BB5R Disc-Bremse, vorn 160, hinten 140 mm
Reifen: Maxxis Raze 33 Kevlar

dazu:
BBB Flaschenhalter
Shimano Deore XT SPD Pedale PD-M785

Da auf einigen Fotos dargestellt – ausdrücklich nicht dabei sind:
Akkurücklicht
Garmin Radcomputer
Trinkflasche
Zefal Swan Steckschutzblech
Satteltasche

Preis: € 780,- VHB

Das Rad kann im Raum Siegerland / Wittgenstein in Erndtebrück abgeholt werden.

Im Raum Wupptertal kann das Rad in Wuppertal abgeholt werden (kurzer zeitlicher Vorlauf notwendig).

weitere Fotos:

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Herbstlicher Foto-Cross-Bummel

Fotografie, Rad fahren

Ende Oktober. Ist jetzt gerade noch Saison und kann die Form des Spätsommers zu tollen langen Ausfahrten im Goldenen Oktober genutzt werden? Gilt es noch? Ist die Form noch da, um den einen oder anderen KOM (King of Mountain) Versuch zu wagen? Muss ich – nein, will ich noch raus, auch wenn’s regnet und stürmt? Denn für die Saisonpause ist es ja noch zu früh. Oder?

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Das sind so immer meine Gedanken um diese Zeit. Einfach so rausnehmen ist aber auch nicht. Aktivität muss sein. Sorgt für Ausgleich, lässt nicht einrosten, sorgt für frische Luft. Obwohl – es gäbe ja auch so viel Anderes zu tun…

Wenn diese Gedanken kommen, dann ist sie da: Die Offseason! Das habe ich gestern für mich entschieden. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein kann sie durchaus noch bis Anfang November in Schach halten. Aber wenn das Wetter – besonders zu den Wochenenden – nicht mitspielt, ist es aus. Denn da ist noch der zweite Punkt: Spätestens mit der heutigen Zeitumstellung sind nun in der Woche definitiv Nightrides am Start. Kann auch mal Nett sein – ist aber untrügliches Zeichen: Jetzt kommt bald der Winter…

Also, was macht man da? Richtig, man holt den Crosser raus! :)

Aber: es ist ja Off-Season. Momentan gilt es keine Höchstleistungen zu vollbringen und der nächste Trainingsplan soll noch ein wenig der Definition harren. Bewegung an der frischen Luft, vielleicht die eine oder andere herbstliche Fotogelegenheit finden und durch den schönen Wittgensteiner und Siegerländer Wald cruisen, während die Temperaturen noch mal „unten kurz“ gestatten – das habe ich gestern gemacht.

Der Ederhöhenweg, herbstlich feucht und dunkel. Auf Flickr habe ich auch eine Schwarz-Weiß-Version davon (http://www.flickr.com/photos/torsten_frank/10510552196/)

Der Ederhöhenweg, herbstlich feucht und dunkel. Auf Flickr habe ich auch eine Schwarz-Weiß-Version davon

Es war von der Temperatur sehr angenehm. Ab und an etwas sonnig. Wobei die Sonne später davon nichts mehr wissen wollte. Aber es blieb von oben trocken, so blieben auch meine erworbenen Matsch-Sommersprossen von drohendem Abspülen bis zum Schluss verschont.

In der Mitte von Nirg... in der Mitte des Kreises Siegen-Wittgenstein. So sagt es die am Stein angebrachte Plakette. Von hier ist nur noch ein Katzensprung bis zur Ederquelle.

In der Mitte von Nirg… in der Mitte des Kreises Siegen-Wittgenstein. So sagt es die am Stein angebrachte Plakette. Von hier ist nur noch ein Katzensprung bis zur Ederquelle.

Eine schöne kurze Tour mit meinem Cyclocross 4D ohne großartige Anstiege über fast ausschließlich Waldwege. Zuerst von Erndtebrück durch den Pulverwald nach Altenteich, weiter immer dem Ederhöhenweg bzw. auch Rothaarsteig folgend bis zur Ederquelle. Dort bin ich ausnahmsweise mal nicht dem Kohlenweg zur Eisenstraße gefolgt, sondern schräg einem Weg in den Wald. Einfach aus Neugier. Das sorgte dann auch für eine kurze Crossgemäße Tragepassage, um dann ebenfalls die Eisenstraße zu erreichen.

An Forsthaus Hohenroth vorbei und unterhalb der Eisenstraße über jetzt im Herbst schöne Aussicht bietende Wanderwege über den steil abfallenden Schluchten zu Sohlbach und Afholderbach fahrend geht es dann noch ein Stück über die Eisenstraße nach Lützel und dort hoch zum Giller und weiter zur Ginsburg.

Die Ginsburg, im Wald zwischen Hilchenbach-Grund und Lützel.

Die Ginsburg, im Wald zwischen Hilchenbach-Grund und Lützel.

Hier wurde Geschichte geschrieben: 1568 plante nämlich niemand geringerer als Wilhelm I. von Oranien-Nassau auf dieser Burg seinen Feldzug zur Befreiung der Niederlande von der spanischen Herrschaft. Heute kann man oben vom Turm seinen weiteren Weg oder unten im an Wochenenden und Feiertagen offenen kleinen Café die Art und Weise seines Hunger stillens planen.

Immer mal wieder was Neues: Seit wann es diese  Aktionen an der Ginsburg gibt, ist mir nicht bekannt.

Immer mal wieder was Neues: Seit wann es diese Aktionen an der Ginsburg gibt, ist mir nicht bekannt.

Von der Ginsburg fahre ich zunächst bergab bis zum Wanderparkplatz bei Hilchenbach-Grund, um dann wieder hoch über den Kolbeholzweg zum Höhenrücken hinter dem Giller zu fahren. Dicke Wackersteine ragen in dichter Folge über das Wegeniveau heraus. Das war schon eine gute Holperstrecke. Auch hier befinde ich mich noch auf dem Rothaarsteig. Wie so oft heute bedeckt ein dichter Teppich aus Herbstlaub die Wege.

Zwar sehr schön anzuschauen, aber auf Abfahrten und auch sonst galt es immer Aufmerksam und nicht zu schnell zu fahren. Wer weiß, was sich unter dem hohen Laubmeer verbirgt.

Ein dichter Teppich auf Buchen- und Eichenlaub.

Ein dichter Teppich aus Buchen- und Eichenlaub.

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Auf belaubten Pfaden…

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Aber Vorsicht ist stets geboten: Mit Rutschgefahr und unerkannten Steinen, Ästen und Löchern ist stets zu rechnen.

Es liess sich dennoch angenehm ohne üble Überraschungen fahren. Ich fuhr weiter Richtung Ferndorfquelle und Dreiherrenstein. Das Gebiet im Grenzbereich zwischen Siegerland und dem Kreis Olpe, zwischen Ferndorf-, Elberndorfer  und Zinse-Bachtal ist auch als Oberndorfer Höhe bekannt. Hier führt auch eine sehr nette Steigung für Rennradfahrer von Helberhausen nach Heinsberg vorbei.

Immer noch am Rothaarsteig, finde ich einen schönen Fliegenpilz an einem Wegekreuz.

Ein Fliegenpilz.

Ein Fliegenpilz.

Unter den Hut geschaut.Unter den Hut geschaut.

Pilze suchen per Rad ;-)

Pilze suchen per Rad ;-)

Durch eine Furt überquere ich den Elberndorfer Bach, folge dem Rothaarsteig noch ein Stück den Berg hoch, um ihn dann zu verlassen und lieber dem Verlauf des Baches zu folgen, in dessen Talgrund ich dann später auch wieder gelange. Bis kurz vor Erndtebrück geht es flott über wassergebundene Deckschicht und nach einem kleinen „Hüpfer“ über die K33 bin ich wieder daheim.

Sonne, jucheeh. Und Schnee, wie schee… :)

Rad fahren
Wintertraum im Wittgensteiner Land oberhalb Birkelbach und Birkefehl

Wintertraum im Wittgensteiner Land oberhalb Birkelbach und Birkefehl

Endlich mal wieder Sonne. Sonne! Ihr wisst sicher auch kaum noch, was das ist, oder? Das letzte Mal ließ sie sich kurz am 5. Februar blicken (zumindest in Wuppertal). Aber auch nur kurz, gegen Abend und in der Woche.
Davor war es am 28. Januar, vormittags. Naja, Sonne war da eigentlich keine. Aber ein paar Stückchen blauer Himmel. Ich war so zu Tränen gerührt, dass ich mich genötigt fühlte, dies mit einem Tweet zu würdigen.

Blauer Himmel. So außergewöhnlich, das war einen Tweet wert.

Blauer Himmel. So außergewöhnlich, das war einen Tweet wert.

Davor war es Samstag, der 12.01. Ok, ja, ich gebe zu – das war ganz ordentlich. Ein schöner Wochenendetag mit leicht gezuckerter Landschaft und strahlend blauem Himmel. Ein Tag. Einer. Leider war es draußen so glatt (schwarzes Eis auf den Wirtschaftswegen unter einer dünnen, glatten Schneelage), dass an Radfahren draußen nicht zu denken war.

Das war es mit Sonnentagen dieses Jahr bisher…

Und davor im Dezember und November war ja wirklich auch nichts los in Sachen Sonne. Bäh. Zum letzten Mal auf dem Rad draußen war ich tatsächlich letztes Jahr am Heilig Abend. Und da war’s auch mehr als ungemütlich.

Insofern gab es gestern am Sonntag… Tadaaaaa: Meine erste Fahrrad-Ausfahrt in 2013. Und das bei tollem Wetter. Endlich. Die Landschaft aus der Vorwoche frisch verschneit. Die Hauptstraßen frei, einige Wirtschaftswege mit festgefahrenem Schnee. Blauer Himmel und Sonnenschein. Hach!

Merida Cyclocross 4-D. Das praktische am Schnee sind die bequemen Abstellmöglichkeiten... ;-)

Merida Cyclocross 4-D. Das praktische am Schnee sind die bequemen Abstellmöglichkeiten… ;-)

Ich nahm mein Merida Cyclocross 4-D und packte mich vorher für die herrschenden rd. minus 4 bis 5 °C gut ein. Lange Funktionsunterhose, kurze Bibshorts, darüber eine Running Tight für die Beine. Langes Funktionsunterhemd, dünnes Langarmtrikot und Mavic Espoir Softshell für den Oberkörper. Für die Hände die dickeren Specialized-Handschuhe und für die Füße probierte ich erstmals diese thermopad Zehenwärmer aus. Das sind kurze, dünne Einweg-Klebekissen mit Eisenpulver und Salzen, die bei Luftkontakt aktiviert werden und bis zu 6 Stunden Wärmedauer liefern sollen. Funktionierte prima. Hatte die ganze Zeit überhaupt kein Kältegefühl an den Füßen, die in den Rose-Winter-MTB-Schuhen steckten. War anfangs fast zu warm. Optimalerweise sollte man vielleicht erst mal ohne die Dinger losfahren, damit die Füße nicht ins Schwitzen geraten, und die erst nach einer Stunde bei einer kurzen Pause aufbringen. Diese Pads werden mit einer Klebeseite an die Socken gehaftet (die Anleitung schlägt sowohl oben oder auch unter den Füßen vor). Ich hatte sie unter den Zehen und Ballen und sie störten mich beim pedalieren nicht.

Merida Cyclocross 4D

Merida Cyclocross 4D

Ich fuhr zunächst von Erndtebrück über Benfe zur Eisenstraße. Dort waren die Ränder der Straße mit etwas Schnee bedeckt, ansonsten aber frei. Ein kurzer Abstecher herunter von der Eisenstraße zum Forsthaus Hohenroth zeigte mir einerseits mehr als gut belegte Parkplätze (ich war nicht der einzige, der dringend benötigtes Sonnenlicht in der freien Natur genießen wollte) und zum zweiten, das locker zertrampelter, aber nicht fester Schnee eine ganz prekäre Unterlage für ein Zweirad ist.

Weiter ging’s über die Eisenstraße nach Lützel, von dort über die B62 nach Erndtebrück und in die zweite Schleife, die mich über Birkelbach und Birkefehl führte. Hinter Birkelbach bog ich von der freien Kreisstraße auf einen Wirtschaftsweg ein, der mit sehr schön festgefahrenen und gut mit dem Crosser befahrbaren Schnee bedeckt war.

Schneepiste bei Birkelbach

Schneepiste bei Birkelbach

Durch den Wald oberhalb von Birkefehl nahm ich einige schöne Aussichten mit und traversierte dann ebenfalls wieder über schneebedeckte Wirtschaftswege zum Flugplatz Schameder. Ab da ging’s über die freie B62 wieder zurück nach Hause.

Blick über verschneite Höhen Richtung Berghausen und Bad Berleburg.

Blick über verschneite Höhen Richtung Berghausen und Bad Berleburg.

Merida Cyclocross 4-D oberhalb Birkefehl.

Merida Cyclocross 4-D oberhalb Birkefehl.

Distanz: 43,2 km, Höhenmeter: 478 m, Zeit: 2 h 45 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,7 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 20,0 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:
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kurzer Fotohalt oberhalb Schameder

November Rain im Juli. Regenfahrt zum Auftakt der Rapha Rising Challenge.

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kurzer Fotohalt oberhalb Schameder

So, gestern noch Pause (hatte mir also 2 sehr lockere Wochen nach dem Maratona dles Dolomites gegönnt) und heute wollte ich dann laut Planung wieder richtig (also nicht mit einem Paukenschlag, aber doch wieder mit Anspruch) in das Training einsteigen. Laut Wettervorhersage war das bis gestern auch clever. Schließlich war für den gestrigen Samstag noch richtig Regen vorhergesagt (und so kam es auch) und für den heutigen Sonntag war weitgehende Trockenheit in Aussicht gestellt. Tja – bis gestern abend. Da wechselte dann die Vorhersage auf ähnliche Mengen wie schon gestern zu erdulden.

Naaa toll! -.-

Kurze, halbwegs trockene Phase – aber die Wolken über Schameder sind keine leere Drohung…

Rollentrainer war aber keine Alternative. Erstens wollte ich mal wieder raus an die frische Luft und zum zweiten startete heute die Rapha Rising Challenge auf Strava.

Es gilt, von heute an bis zum kommenden Sonntag 6.881 Höhenmeter zu erklettern – die kumulierten Höhenmeter des sogenannten Circle of Death. Denn heute, am 15. Juli 2012 kommt die Tour in den Pyrennäen an. Am 18. Juli wird das Peloton den Circle of Death, die ehrfurchtsgebietende Schleife mit dem Col d’Aubisque (1,709 m), Col du Tourmalet (2,114 m), Col d’Aspin (1,489 m) und dem Col de Peyresourde (1,569 m) unter die Räder nehmen.

Tja – und auf dem Rollentrainer kommen nun mal leider keine Höhenmeter zusammen…

Nun ja, ich wollte ja schon immer mal meine Regenausrüstung, allen voran meine neue Regenjacke, auf Tauglichkeit testen.

Wasser auf allen Wegen…

Während es draußen in Strömen goss, öffnete ich mal wieder den schon seit letztem Herbst ungenutzten Karton mit den Roadracer mk2 crudguards. Schaute mir auch nochmal das Montierungstutorial Video an. Und brachte es immerhin dazu, nach dem Maßnehmen das hintere Schutzblechteil passend per Säge abzulängen (war beim GranTurismo erforderlich). Tja und dann – dann hatte ich mal wieder keine Lust, den Kram samt Kabelbindern und Co zu befestigen (obwohl es eigentlich gut aussah – nun, so gut, wie solch Kram an einem Rennrad halt aussehen kann).

Ich packte alles wieder in den Karton und beschloss, wieder den Crosser her zu nehmen. Der kann auch ruhig vollgesaut werden und samt Schaltung und allem drum und dran im Regen unter Wasser gesetzt werden. Die SPD-Pedale erlaubten zudem das Verwenden der wasserdichten Winterschuhe (ja, Winterschuhe…).

Oberhalb Fleckenberg. Unter dunklen Wolken und im Regen.

Angezogen habe ich: besagte Winterschuhe, meine Winterlauftight über normalen Bibshorts, das übliche Kurzarmfunktionsunterhemd, ein Kurzarmtrikot darüber und on Top die Gore Bike Wear Gore-Tex Active Shell Jacke Oxygen AS. Ein Hammerteil! Soviel kann ich jetzt schon vorweg nehmen. Eine hervorragende Regenjacke. Toller Sitz, schön eng ohne einzuengen. Auch beladene Trikottaschen führen zu keinem schlechten Sitz. Schöner verlängerter Rücken. Gut sitzende, lange Ärmel, die nicht flattern und einen tollen Handgelengsabschluss haben, der bis über den Handrücken führt.

Den Regenschutt heute hat sie super weg gesteckt. Abfahrten waren absolut kein Problem (ob heute im Regen oder auch letztens die Abfahrt vom Grödner Joch in den Dolomiten) und auch Bergauf war ich damit gut angezogen. Nun muss man dazu sagen, dass die Temperaturen heute auch keine Waschküche erzeugt hatten. Fern davon. Es war im Schnitt 10,2 °C wa… kalt. 10,2! Verdammte Hacke… im Juli!

Auf dem Kopf hatte ich unter dem Helm eine Castelli-Baumwoll-Radlerkappe und über dem Helm einen Sugoi-Überzieher. Der ist aus Textilmaterial und somit nicht 100 % wasserdicht – dafür aber auch keine Transpiration abwürgende Duschhaube und er sitzt gut und ohne Flattern und Geräusche auf dem Helm. Nass wurde ich so auf dem Kopf kaum. Lediglich beim stärksten Schutt wurde es von der Stirn her nass bzw. feucht. Weiss jetzt aber nicht, ob es da dann durchkam oder ob das Wasser vom durchtränkten und tropfenden Schild der Kappe nach oben hin gezogen wurde.

Yours Truly, Rain Edition.

An Handschuhen hatte ich Endura-Handschuhe für die Übergangszeit an. Die waren trotz Imprägnierungsspray-Behandlung dann recht Bald im Regen durchweicht, boten aber nach wie vor angenehmes Tragegefühl und Wind hatte keine Chance, mir klamme Finger zu bescheren.

Interessanterweise war mir auch an den Beinen nicht kalt und ich hatte auch weitestgehend kaum Nässegefühl, obwohl die Lauftight dem Regen nun rein gar nichts entgegen zu setzen hatte außer einfach nur da zu sein. Na, immerhin. Hier wäre aber durchaus noch Optimierungspotenzial. Auch, weil der Beinabschluss nicht dazu angetan ist, über die Schuhschäfte gezogen zu werden. Und so lief (oder zog) dann irgendwann das Wasser von oben in die Schuhe. Aber auch hier blieben die Füße auch bei Abfahrten warm, weil halt gar kein Wind dran kommen konnte.

Wenigstens ist Regen toll für die Vegetation. Und Fotos davon. :)

Tja – November im Juli. Toll. Nicht. Aber egal. Es war heute trotz allem angenehm genug, dass ich selbst im Regen mit der Kamera herumexperimentierte. :)

Das einzige Ausrüstungsteil, das heute teilweise versagte, war der Garmin Edge 800. Der ist zwar Wasserdicht, aber die barometrische Höhenmessung hatte heute versagt. Vermutlich hat Spritzwasser die entsprechende Öffnung außer Gefecht gesetzt. Als ich das gegen zweitem Drittel der Strecke merkte, versuchte ich den Garmin mal zu schütteln bzw. auf dem Lenker zu klopfen. Für wenige Sekunden zeigte er dann wieder plausible Steigungsprozente, um dann (trotz Anstieg) sofort wieder auf Minus-Prozente und dann auf Null Prozent zu wechseln. Das wiederholte ich mit selben Ergebnis drei mal und liess es dann auch gut sein. Ausgerechnet! Wo ich doch das alles hauptsächlich machte, um Höhenmeter zu sammeln! Gnarf. Nun ja, dann musste es im Nachgang halt die Elevation Correction auf Basis des digitalen Geländemodells richten.

Merida Cyclocross 4D

Distanz: 60,90 km, Höhenmeter: 1036 m, Zeit: 3 h 05 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,7 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,2 km/h, Durchschnitts-HF: 127

auf Strava:

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Lasso zum Alpenhaus

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Dritter Tag Training in Folge. Heute aber trotz Regen (immerhin nicht so viel wie gestern) keine Lust auf Rolle gehabt. Also das Merida, meinen Crosser, genommen. Denn das hat ein Steckschutzblech hinten (und verhindert somit einen feuchten Hintern) und SPD-Pedale (und somit die Möglichkeit, die warmen und wasserfesten Rose-Winterschuhe anzuziehen). Noch eine lange Lauftight über die Bibshort (gegen den Regen und gegen die Kühle – äh, Kälte: 7 °C im Mittel über die Fahrt heute) und die Softshell angezogen. Allerdings hätte es unten drunter anstelle nur des Kurzarm-Funktionsshirts gerne etwas wärmeres sein dürfen – wurde in den Abfahrten und Fotopausen doch ungemütlich kalt! Unter den Helm noch die Unterziehkappe mit kurzem Schirm und fertig war die Regenkluft. Und bis auf dem kurzen Unterhemd auch fast schon wieder die Winterausstattung, grmpf.

Aber egal: Gelassen ging es somit trotz leichtem Regen nach draußen. Alles eine Einstellungssache. :)
Eigentlich wollte ich heute aufgrund der beiden Tage Vorbelastung und wegen der etwas engeren Crosser-Übersetzung nur geringe Gradienten befahren. Bis über den Rhein-Weser-Turm und nach Oberhundem hinein hat das auch geklappt…

Bin übrigens nach Langem nochmal in Oberhundem selbst gewesen – meist lasse ich es ja vom Rhein-Weser-Turm kommend auf dem Weg ins Lennetal rechts liegen. Sehr zu unrecht, wie ich heute fand.

In Oberhundem fand mein Entschluss mit den geringen Gradienten auch ein jähes Ende, wie ich erst etwas später nach meinem Entschluss feststellen musste, der Beschilderung „Zum Alpenhaus“ zu folgen und damit mich auf den mit „X“ markierten Waldweg einzulassen. Bis über 16 % ging es in der Spitze. Später kurz vor dem Alpenhaus kurzzeitig noch etwas höher. Naja, wird halt mit niedriger Kadenz etwas Kraft trainiert… ;-)

Ausblick vom Alpenhaus

Beim Alpenhaus war ich bisher erst einmal. Auch schon wieder sehr, sehr lange her. Ich genoß kurz den Ausblick von der Terasse und fuhr dann fix weiter. Ich wollte mir den Höhenweg anschauen, der von Stelborn nach Milchenbach führt und der nach kurzer Abfahrt vom Alpenhaus erreicht wird. In der Tat: asphaltiert. Prima – diese Route wird also demnächst auch mal mit dem Wilier unter die Räder genommen. :)

Und das wird sich lohnen: 170 Höhenmeter mit im Mittel 8 % muss man von Stelborn bis zum Potsdamer Platz, eine Wanderwegkreuzung mitten im Wald auf dem Kulminationspunkt der Straße, überwinden. Kurz darauf kommt man zu einem wunderschönen Rast- und Quellplatz, dem Heiligenborn. Nein, nicht der Heiligenborn im oberen Ilsetal, bzw. Langenbachtal. Hier nahe Milchenbach gibt es auch einen. Hat mir sehr gefallen, gerade bei diesem Wetter. Aber echt kalt war es.

Heiligenborn

Nach der Fotopause bin ich also runter nach Stelborn gefahren und fuhr dann über Oberhundem dieselbe Strecke über den Rhein-Weser-Turm zurück, die ich auch hergefahren bin.

Am Heiligenborn

Distanz: 53,58 km, Höhenmeter: 923 m, Zeit: 3 h 13 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 20,7 km/h, Durchschnitts-HF: 122

auf Strava:
http://app.strava.com/rides/8005827