Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Auf ’ne Edertalwaffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen zur Ederstaumauer

Rad fahren

Anfang Juni. Der 07.06.2015. Was für eine geniale Tour bei bestem Wetter durch das wunderschöne Edertal! Einfach nur traumhaft. Schön locker flockig im GA1 Bereich mit Thorsten zum Edersee und zurück. Im Grunde nie über 190 Watt.

195 Kilometer von Erndtebrück zur Staumauer und zurück – nahezu den gesamten Lauf der Eder von der Quelle bis zum See umfassend. Sehr zu empfehlen!

Kulminierend in einer leckeren Waffel mit Eis, Sahne und heißen Kirschen an der Sperrmauer. :)

Auf Höhe Laisa kurz vor Battenberg öffnet sich dieses weite Panorama von den Ederberghöhen über das Ederbergland und den Burgwald.

Auf Höhe Laisa kurz vor Battenberg öffnet sich dieses weite Panorama von den Ederberghöhen über das Ederbergland und den Burgwald.

Das ist eine schöne Rollertour, die weitestgehend mit wenigen Höhenmetern und nur sanften Gradienten auskommt. Sowohl über die Straße als auch über den Ederradweg (er erstreckt sich über rund 190 km von der Quelle bis zur Mündung) kommt man sehr gut voran.

Entlangrollend auf dem glattem Asphalt des Radwegs durch das Edertal in Richtung Edersee. Thorsten und ich in unserem Team Wittgenstein Kit. 'Wittjestä' steht auf Wittgensteiner Platt auf dem Frontpanel des Trikots.

Entlangrollend auf dem glattem Asphalt des Radwegs durch das Edertal in Richtung Edersee. Thorsten und ich in unserem Team Wittgenstein Kit. ‚Wittjestä‘ steht auf Wittgensteiner Platt auf dem Frontpanel des Trikots.

Allerdings ist der Radweg nicht durchgehend befestigt. Selten gibt es mal eine unbefestigte Stelle. So entdeckten wir an diesem Tag ein Stück zwischen Viermünden und Niederorke, wo der Ederradweg unbefestigt und teilweise recht grob geschottert ist.

Wir haben uns für dieses Stück nicht stoppen lassen – Gravel ist ja „in“. ;-)

Gravel.

Gravel.

Über ein unbefestigtes Stück des Ederradwegs.

Über ein unbefestigtes Stück des Ederradwegs.

Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Ein Feldweg im Edertal zwischen Frankenberg und dem Edersee. Hier gleichzeitig ein Stück des Ederradweges.

Ansonsten haben wir aber den glatten Asphalt bevorzugt. Und glatt ist er dort, der Asphalt. Ob auf den asphaltierten Radwegabschnitten oder der Straße. Beste Qualität für schönes Rollen.

Ich hab' schon überlegt, ob ich eine Collage mache. Ich habe diverse Fotos, wo Thorsten seine am heutigen Tage rutschende Sattelstütze wieder richten musste. ;-)

Ich hab‘ schon überlegt, ob ich eine Collage mache. Ich habe diverse Fotos, wo Thorsten seine am heutigen Tage rutschende Sattelstütze wieder richten musste. ;-)

Leuchtendes, frisches Juni-Laub. Die Krone eine Eiche - von unten vom Radweg aus fotografiert.

Leuchtendes, frisches Juni-Laub. Die Krone eine Eiche – von unten vom Radweg aus fotografiert.

Das Edertal.

Das Edertal.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Ufervegetation und Makrophyten in der Orke, kurz vor der Einmündung in die Eder.

Bald sind wir am Edersee. Bei Herzhausen an der Stauwurzel. Mit dem Crosser könnten wir jetzt über den auch wieder unbefestigten Radweg am Südufer des Edersees fahren oder aufwendiger, dem Urwaldsteig auf der Nordseite folgen. Mit dem Rennrad folgen wir der L 3084 über Vöhl und müssen dazu erst mal wieder 136 m vom Ederseeufer weg und hinauf. Bei Nieder-Werpe kommen wir dann endlich wieder an das Ufer des Sees und können von dort an bis zur Staumauer mit Seeblick „promenieren“.

Schloss Waldeck thront hoch über dem Edersee.

Schloss Waldeck thront hoch über dem Edersee.

2 x T(h)orsten an der Ederstaumauer.

2 x T(h)orsten an der Ederstaumauer.

Mein Ultimate CF SLX und Thorstens Aeroad CF SLX an der Staumauer des Edersees.

Mein Ultimate CF SLX und Thorstens Aeroad CF SLX an der Staumauer des Edersees.

Eine Waffel später geht es über das Edertal wieder zurück in’s heimische Wittgensteiner Land.

Distanz: 195,9,1 km, Höhenmeter: 1405 m, Zeit: 09 h 35 m (brutto), Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,0 km/h, Durchschnitts-HF: 115

Auf Strava:

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Am Südufer des Edersees nahe Harbshausen.

Ein Rennrad-Wochenende mit Eder und Edersee

Rad fahren

Das vergangene Rennrad-Wochenende stand unter dem Hauptthema Eder. Frei nach dem Motto: „Wir sind Kinder von der Eder (sing) – Einmal hängt er, einmal….“  ;-)

Am Samstag wollte ich es flach und lang. Und ich wollte auch noch mal an den Edersee. Zum letzten Mal war ich zu Ostern 2012 dort. Da bin ich allerdings mit dem Auto nach Herzhausen gefahren und dann von dort mit dem Crosser über den Urwaldsteig los.

Dieses Mal bin ich nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rennrad von Erndtebrück aus zum Edersee gefahren. Das ist dann quasi fast von der Quelle der Eder bis zum Edersee. Als Speedfahrt der Einfachheit halber komplett über normale Straßen. Das ist im Wittgensteiner Land meist sowieso gleichbedeutend mit angenehmen Fahren. Ob über Land-, Kreis- oder auch Bundesstraßen. Im Hessen ist da auf den Straßen schon deutlich mehr los. Und es gibt auch einige lange Geraden, wo vom motorisierten Verkehr schon hohe Geschwindigkeiten an den Tag gelegt werden.

Im großen und ganzen fährt es sich aber sehr angenehm und zum großen Teil entlang der Eder und immer mit schöner Landschaft um sich herum. Und die gut ausgebaute B 252 zwischen Frankenberg und dem Edersee hat auch breite Seitenstreifen, die am Samstag auch picobello sauber waren. Oftmals liegt dort ja – da nicht durch Autoreifen immer frei geräumt – irgendwelcher Dreck, Steinchen, möglicherweise Scherben und ähnliches. Hier nicht.

Und so lief es sehr flott bei schönem Wetter gen Edersee. Es gab endlich mal wieder richtig Sonne. Seit Wochen habe ich daher noch mal deutlich Bräune zugelegt. Und ich brauchte nur ein Kurzarmtrikot. Keine Windweste, keine Gabba, keine Armlinge oder ähnliches. Eigentlich wie Sommer – kennt man von diesem Jahr ja kaum…

Das einzige, was ich mir am Samstag gewünscht hätte, wären Aero-Laufräder gewesen. Sooo flach mit so wenigen Höhenmetern war ich selten mal unterwegs gewesen.

Der eine Tag Sommer konnte natürlich so nicht weiter gehen. Das wäre ja zu schön gewesen. Aber immerhin war es auch am Sonntag trocken. Und am Nachmittag kam tatsächlich zunächst ein wenig, dann etwas mehr die Sonner wieder hervor. Richtig blauer Himmel stellte sich aber nicht ein.

Nichts desto trotz war auch der Sonntag recht angenehm und ich widmete mich wieder der Eder auf ihrem Weg ins Hessen hinein. Diesmal aber über den Eder-Radweg. Für mich dort ab Hatzfeld eine Erstbefahrung. Hätte ich ruhig schon mal vorher machen können. Natürlich sind solche Radwege, gerade auch, wenn sie auf alten Bahntrassen laufen, gern von anderen Menschen als schnellen Rennradfahrern frequentiert. Familien auf Radausflug sind da noch der harmloseste Mitnutzer. Skater mit ausladenden Schritten oder auch Hundeführer mit meterlangen Leinen oder unangeleinten Hunden sind da deutlich unangenehmer und teilweise richtig gehend gefährlich.

Oh, wie ich es liebe, wenn ein Hundebesitzer bei (viel zu spätem) Bemerken von sich nähernden anderen Spaziergängern, Joggern oder mich als Radfahrer, besorgt auf ihren Hund blicken oder mit sorgenvoll beschleunigten Schritten und Rufen versuchen, ihrem Tier habhaft zu werden. Es sind gefühlt mindestens 50 % aller Hundebesitzer die augenscheinlich genau wissen, dass sie nicht die Kontrolle haben (aber trotzdem das Tier unangeleint herumlaufen lassen).

Naja – es gibt genügend Gründe, warum ein stark frequentierter Radweg nicht der richtige Platz für zügiges Vorankommen ist. Und dafür muss ich nicht mal rennrad-typische Geschwindigkeiten auf der Ebene heranziehen. Aber ich weiche ab.

Auf dem Abschnitt zwischen Hatzfeld und Dodenau bin ich am Sonntag keinem einzigen Hundebesitzer begegnet. Und auch keinem Skater (das einzige Skater-Pärchen kam mir schon vor Hatzfeld entgegen). Dafür habe ich ein paar Radausflüger überholt. So etwas lasse ich mir ja gerne gefallen.

Von den Ausblicken und der Landschaft kann ich den Eder-Radweg auch sehr empfehlen. Nach einem schönen Bogen und der Überquerung von zwei reizvollen Stahlträger-Eisenbahnbrücken wartet ein weiteres Highlight – der (sehr dunkle) Eisenbahntunnel vor Dodenau.

Von Dodenau bin ich dann über die K130 über den Wolpfad wieder vom Hessen in das Wittgensteiner Land zurück und hinein nach Elsoff gefahren. Von da über die Teiche und Laibach hinunter nach Bad Berleburg und über Berghausen und Aue nach Erndtebrück zurück.

Dabei habe ich ein paar KOMs samt einer neuen 2-Minuten-Maximal-Leistung mitgenommen. Trotz der langen Vorbelastung von gestern.

Samstag:

Distanz: 165,7 km, Höhenmeter: 915 m, Zeit: 7 h 06 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,3 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 29,4 km/h, Durchschnitts-HF: 141

auf Strava:Strava_140906_Edersee

Sonntag:

Distanz: 87,3 km, Höhenmeter: 874 m, Zeit: 3 h 41 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,7 km/h, Durchschnitts-HF: 132

auf StravaStrava_140907_Eder8

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Herbstlicher Foto-Cross-Bummel

Fotografie, Rad fahren

Ende Oktober. Ist jetzt gerade noch Saison und kann die Form des Spätsommers zu tollen langen Ausfahrten im Goldenen Oktober genutzt werden? Gilt es noch? Ist die Form noch da, um den einen oder anderen KOM (King of Mountain) Versuch zu wagen? Muss ich – nein, will ich noch raus, auch wenn’s regnet und stürmt? Denn für die Saisonpause ist es ja noch zu früh. Oder?

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Auf dem Ederhöhenweg (der hier gleichzeitig auch der Rothaarsteig ist) am Oberlauf der Eder.

Das sind so immer meine Gedanken um diese Zeit. Einfach so rausnehmen ist aber auch nicht. Aktivität muss sein. Sorgt für Ausgleich, lässt nicht einrosten, sorgt für frische Luft. Obwohl – es gäbe ja auch so viel Anderes zu tun…

Wenn diese Gedanken kommen, dann ist sie da: Die Offseason! Das habe ich gestern für mich entschieden. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein kann sie durchaus noch bis Anfang November in Schach halten. Aber wenn das Wetter – besonders zu den Wochenenden – nicht mitspielt, ist es aus. Denn da ist noch der zweite Punkt: Spätestens mit der heutigen Zeitumstellung sind nun in der Woche definitiv Nightrides am Start. Kann auch mal Nett sein – ist aber untrügliches Zeichen: Jetzt kommt bald der Winter…

Also, was macht man da? Richtig, man holt den Crosser raus! :)

Aber: es ist ja Off-Season. Momentan gilt es keine Höchstleistungen zu vollbringen und der nächste Trainingsplan soll noch ein wenig der Definition harren. Bewegung an der frischen Luft, vielleicht die eine oder andere herbstliche Fotogelegenheit finden und durch den schönen Wittgensteiner und Siegerländer Wald cruisen, während die Temperaturen noch mal „unten kurz“ gestatten – das habe ich gestern gemacht.

Der Ederhöhenweg, herbstlich feucht und dunkel. Auf Flickr habe ich auch eine Schwarz-Weiß-Version davon (http://www.flickr.com/photos/torsten_frank/10510552196/)

Der Ederhöhenweg, herbstlich feucht und dunkel. Auf Flickr habe ich auch eine Schwarz-Weiß-Version davon

Es war von der Temperatur sehr angenehm. Ab und an etwas sonnig. Wobei die Sonne später davon nichts mehr wissen wollte. Aber es blieb von oben trocken, so blieben auch meine erworbenen Matsch-Sommersprossen von drohendem Abspülen bis zum Schluss verschont.

In der Mitte von Nirg... in der Mitte des Kreises Siegen-Wittgenstein. So sagt es die am Stein angebrachte Plakette. Von hier ist nur noch ein Katzensprung bis zur Ederquelle.

In der Mitte von Nirg… in der Mitte des Kreises Siegen-Wittgenstein. So sagt es die am Stein angebrachte Plakette. Von hier ist nur noch ein Katzensprung bis zur Ederquelle.

Eine schöne kurze Tour mit meinem Cyclocross 4D ohne großartige Anstiege über fast ausschließlich Waldwege. Zuerst von Erndtebrück durch den Pulverwald nach Altenteich, weiter immer dem Ederhöhenweg bzw. auch Rothaarsteig folgend bis zur Ederquelle. Dort bin ich ausnahmsweise mal nicht dem Kohlenweg zur Eisenstraße gefolgt, sondern schräg einem Weg in den Wald. Einfach aus Neugier. Das sorgte dann auch für eine kurze Crossgemäße Tragepassage, um dann ebenfalls die Eisenstraße zu erreichen.

An Forsthaus Hohenroth vorbei und unterhalb der Eisenstraße über jetzt im Herbst schöne Aussicht bietende Wanderwege über den steil abfallenden Schluchten zu Sohlbach und Afholderbach fahrend geht es dann noch ein Stück über die Eisenstraße nach Lützel und dort hoch zum Giller und weiter zur Ginsburg.

Die Ginsburg, im Wald zwischen Hilchenbach-Grund und Lützel.

Die Ginsburg, im Wald zwischen Hilchenbach-Grund und Lützel.

Hier wurde Geschichte geschrieben: 1568 plante nämlich niemand geringerer als Wilhelm I. von Oranien-Nassau auf dieser Burg seinen Feldzug zur Befreiung der Niederlande von der spanischen Herrschaft. Heute kann man oben vom Turm seinen weiteren Weg oder unten im an Wochenenden und Feiertagen offenen kleinen Café die Art und Weise seines Hunger stillens planen.

Immer mal wieder was Neues: Seit wann es diese  Aktionen an der Ginsburg gibt, ist mir nicht bekannt.

Immer mal wieder was Neues: Seit wann es diese Aktionen an der Ginsburg gibt, ist mir nicht bekannt.

Von der Ginsburg fahre ich zunächst bergab bis zum Wanderparkplatz bei Hilchenbach-Grund, um dann wieder hoch über den Kolbeholzweg zum Höhenrücken hinter dem Giller zu fahren. Dicke Wackersteine ragen in dichter Folge über das Wegeniveau heraus. Das war schon eine gute Holperstrecke. Auch hier befinde ich mich noch auf dem Rothaarsteig. Wie so oft heute bedeckt ein dichter Teppich aus Herbstlaub die Wege.

Zwar sehr schön anzuschauen, aber auf Abfahrten und auch sonst galt es immer Aufmerksam und nicht zu schnell zu fahren. Wer weiß, was sich unter dem hohen Laubmeer verbirgt.

Ein dichter Teppich auf Buchen- und Eichenlaub.

Ein dichter Teppich aus Buchen- und Eichenlaub.

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Auf belaubten Pfaden…

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Aber Vorsicht ist stets geboten: Mit Rutschgefahr und unerkannten Steinen, Ästen und Löchern ist stets zu rechnen.

Es liess sich dennoch angenehm ohne üble Überraschungen fahren. Ich fuhr weiter Richtung Ferndorfquelle und Dreiherrenstein. Das Gebiet im Grenzbereich zwischen Siegerland und dem Kreis Olpe, zwischen Ferndorf-, Elberndorfer  und Zinse-Bachtal ist auch als Oberndorfer Höhe bekannt. Hier führt auch eine sehr nette Steigung für Rennradfahrer von Helberhausen nach Heinsberg vorbei.

Immer noch am Rothaarsteig, finde ich einen schönen Fliegenpilz an einem Wegekreuz.

Ein Fliegenpilz.

Ein Fliegenpilz.

Unter den Hut geschaut.Unter den Hut geschaut.

Pilze suchen per Rad ;-)

Pilze suchen per Rad ;-)

Durch eine Furt überquere ich den Elberndorfer Bach, folge dem Rothaarsteig noch ein Stück den Berg hoch, um ihn dann zu verlassen und lieber dem Verlauf des Baches zu folgen, in dessen Talgrund ich dann später auch wieder gelange. Bis kurz vor Erndtebrück geht es flott über wassergebundene Deckschicht und nach einem kleinen „Hüpfer“ über die K33 bin ich wieder daheim.

Wittgensteiner Maianfangs-Tour

Rad fahren

Long time no see. Oder in anderen Worten: ganz schön viel zu tun in letzter Zeit. Work, decorate new flat, ride, sleep, repeat…

Nicht mal genügend Zeit, um hier auf dem Blog in epischer Breite über den nun endlich vergangenen, verd… langen Winter zu wettern.

Wie dem auch sei: der Winter ist nun endgültig Vergangenheit und auch im Wittgensteinschen ist der Frühling ausgebrochen. Auch, wenn wir hier mit dem Blattgrün an den Bäumen typischerweise etwas hinterher sind – es wird. :)

Und oh, wie ich es liebe. Die wunderbaren Höhen, die wunderschönen Täler, und als Rennradler vor allem: die wunderbaren verkehrsarmen und ampelfreien Straßen! Ein echtes Dorado.

Heute ging es zügig durch die Täler; hier konnte ich es auch mit E2 oder nur leicht höherer HF-Zone geschmeidig und mit guter Kadenz fliegen lassen. Unterbrochen von zwei knackigen Steigungen, die ich voll nahm: Kraftsholz hinter Wemlighausen herüber nach Wunderthausen und das Didoll, von Richstein herüber nach Bad Laasphe. Ersteres geht bis auf knapp über 11 % und das Didoll kratzt auch schon mal an 14/15 %. Interessanterweise fahre ich beide Anstiege eher von der anderen Seite. Der Fairness halber muss man sagen, die Abfahrt vom Didoll Richtung Bad Laasphe ist schon recht ruppig vom Asphalt her. Aber wie sagt man so schön: Das muss das Boot aushalten… ;-)
Aber man muss schon gut bei der Linienwahl durch die Kurven aufpassen.

Nach dem Anstieg zum Kraftsholz hier oberhalb von Wunderthausen

Nach dem Anstieg zum Kraftsholz hier oberhalb von Wunderthausen

Wilier Triestina GranTurismo - what else? ;-)

Wilier Triestina GranTurismo – what else? ;-)

Ich kann irgendwie an keiner Mühle vorbeifahren. Hier Hof Elsoff Mühle. Immer noch im Tal der Elsoff, von der Gemarkungsgrenze und der Adresse aber schon zu Hatzfeld (Eder) gehörig. Hier schrammte ich also kurz durch's Hessen. ;-)

Ich kann irgendwie an keiner Mühle vorbeifahren. Hier Hof Elsoff Mühle. Immer noch im Tal der Elsoff, von der Gemarkungsgrenze und der Adresse aber schon zu Hatzfeld (Eder) gehörig. Hier schrammte ich also kurz durch’s Hessen. ;-)

Die Eder bei Beddelhausen. Wieder im Wittgenstein. :)

Die Eder bei Beddelhausen. Wieder im Wittgenstein. :)

Weite Höhenzüge. Blick über die Wittgensteiner Kammer von der Leimstruther Höhe. Gegen Abend in der Ferne schon leicht diesig.

Weite Höhenzüge. Blick über die Wittgensteiner Kammer von der Leimstruther Höhe. Gegen Abend in der Ferne schon leicht diesig.

Distanz: 89,1 km, Höhenmeter: 921 m, Zeit: 3 h 19 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 26,8 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 29,8 km/h, Durchschnitts-HF: 140

auf Strava:Strava_20130504

Ostersonntag: Besuch beim Biedenkopfer Schloss und der Sackpfeife. Oster-Triple, Part III

Rad fahren, Uncategorized

Ostersonntag, der schönste Tag des Osterwochenendes vom Wetter her.

Heute habe ich den Sack meines 3 Tage aufeinanderfolgenden Radfahrens „zugemacht“. Vorgesehen war einfache Grundlage, also GA1 oder E2, je nach Gusto.

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Habe auch öfters drauf geachtet, wirklich nicht über Puls 141 – meine neu definierte Obergrenze Zone 2 zu kommen. Habe es aber genausogut auch laufen lassen, wenn ich bei Puls 145 landete. An Anstiegen sowieso, da dann auch ruhig über Puls 150. War sehr windig und kalt. Dafür und vor allem für den dritten Tag in Folge lief es richtig gut! Sehr schön. Aber nach drei Stunden im Sattel merkte ich langsam, was ich die letzten drei Tage gemacht hatte. Zuerst war es nur etwas Spürung am Hintern. Nach den besagten drei Stunden genau bei 3:00 wollte/musste ich zum ersten mal gezielt den Hintern entlasten, obwohl ich von der Luft und von den Beinen nach wie vor Druck hätte machen können. So bei 3:20 im Anstieg von Dotzlar nach Sassenhausen bin ich extra in den Wiegetritt gegangen, um dem Hintern nochmal etwas Entlastung zu verschaffen. Auch die Abfahrt von Stünzel zur Weidenhäuser Straße und auch die Abfahrt von der Leimstruther Höhe bis Leimstruth Bahnhof habe ich im Stehen laufen lassen, um etwas den Rücken zu strecken und den Hintern zu entlasten, damit ich den Rest der Strecke wieder schön rollen konnte.

War dann froh, in Erndtebrück zu sein. Puh! Tja, so hat man seine Not ;-) Liest sich aber ausführlicher, als es letzten Endes war. Möchte nur festhalten, dass es bis zum stoischen tagelangem 180+ Kilometerabreissen a la Tour de France noch etwas bei mir dauern kann… ;-)

Die Strecke von Erndtebrück nach Biedenkopf fährt sich super flüssig – schließlich gilt es nur einen leichten Anstieg bis zur Leimstruther Höhe zu bewältigen und ab da kann man es dann richtig rollen lassen. Zunächst etwas fixer bis nach Saßmannshausen herunter und dann speedmäßig immer dem sanft abfallenden Verlauf der Lahn durch Bad Laasphe und Wallau bis hinein nach Biedenkopf folgend.

In Biedenkopf fuhr ich direkt hinter dem Ortseingang den Hinweis-Schildern zum Schloss nach und hinauf und machte dort erst einmal ein paar Fotos. Zu Ehren des am Ostersonntag stattfindenden Klassikers Paris-Roubaix (Glückwunsch zum 4. Sieg an Tom Boonen) bestritt ich hier auch meine Pflicht-Pavé-Strecke in Form des gepflasterten Schlosshofes. Hier hätte man es gut noch eine Weile aushalten können – Sonnenschein, aber durch die Wehrmauern und Gebäude komplett Windgeschützt, so war es dort schön warm.

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Wer übrigens auf den Burgturm oder auch Wehrgang möchte, muss einen kleinen, sicherlich sinnvollen Obulus am Schlosskiosk bzw. Museumseingang bezahlen. Mir war allerdings die windgeschützte Sonne und das fotografieren meines Wilier GranTurismo im Schlosshof genug. Nach einem kleinen Happen fuhr ich dann vom Schloss herunter in die Stadt und dann auf dem selben Weg, den ich gekommen war, auch wieder zurück bis nach Ludwigshütte.

In Ludwigshütte ging es am Kreisverkehr rechts hoch zur Sackpfeife (alle meine Touren dahin mit weiteren Infos und Fotos hier). Diese Strecke ist im Sommer entlang der B253 nicht ganz so angenehm, da vom Ausbau her sowohl für die Autofahrer, aber mehr noch für die Motorradfahrer zum Heizen verleitend. Da ist man froh, wenn man auf dem „Gipfelpunkt“ der B253 schließlich nach links in den Wald und die dann ruhige kleine Straße einbiegen kann, die nochmal rund 160 Höhenmeter bis zum Parkplatz der Sackpfeife bereithält. Weitere ca. 17 Höhenmeter kann schnorren, wer anstelle auf Parkplatz und zur Sackpfeife selbst sowie dem dortigen Ausflugslokal zu fahren, erst mal noch links der Zufahrt zur Sendeanlage des Hessischen Rundfunks folgt. Da steht man dann aber nach etwa 240 m vor der Verschlossenen Schranke.

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Aber egal, in der Summe hat man dann nicht ganz 380 Höhenmeter beginnend ab Ludwigshütte erklommen. Das Reicht für Kategorie 2 bei Strava. Das Strava-Segment, welches ich dafür angelegt habe, läuft aber wohlweisslich nur vom Kreisverkehr bis zur Einmündung des Parkplatzes. Zum einen möchte ich nicht jedes Mal diesen nutzlosen 17 HM Stummel in die Sackgasse folgen und zum zweiten möchte ich auch (wenn denn mal mehr Strava-Nutzer dort unterwegs sind) diejenigen erfassen, die direkt auf den Parkplatz fahren.

Von der Sackpfeife folgte ich dann weiter der Hauptstraße nach Eifa und hinter diesem links abbiegend der Hatzfelder Straße nach… Hatzfeld, richtig. ;-) Ich weiß nicht, was mit dem Asphalt da passiert ist, jedenfalls hat er ein sehr interessantes Schadbild – über und über klein abgegrenzte Aussprengungen, als ob jemand mit einer Schrotflinte von oben draufgeschossen hätte. Einer Schrotflinte mit 10 bis 20 cm Schrotkugeln… Aber die Straße ist nicht lang – ab der nächsten Kreuzung sind die Untergrundverhältnisse wieder normal.

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Hier habe ich auch nun vom Tal der Lahn kommend die Eder erreicht. Dieser folge ich flussaufwärts durch Hatzfeld, Beddelhausen und Arfeld, um sie dann Richtung Dotzlar zu verlassen und den Anstieg nach Sassenhausen zu nehmen. Oben angekommen, ist man auch flugs in Stünzel und von dort schnell auf der Leimstruther Höhe und auf schneller Rollerstrecke wieder in Erndtebrück.

Daheim angekommen, war ich angenehm platt. Ein schönes, dreitägiges Ostertrainingslager war das :)

 

Distanz: 83,7 km, Höhenmeter: 1050 m, Zeit: 3 h 59 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,7 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

http://app.strava.com/runs/6421114/embed/d7abb782dc3a8c3eb1f31e2a6a0c073df45020c4