Die Eder bei Beddelhausen.

Festtags-Kilometer. Mit Rennrad und Crosser durch Siegerland, Sauerland, Wittgensteiner Land, Bergisches Land und Hessen

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An der Schönen Aussicht

Schöne Aussicht… … das ist der Name dieser Stelle an der Eisenstraße. Ich glaube, das ist ganz passend. :) Keine Spur von Schnee an diesem 24. Dezember.

Die Verwandtschaft besucht, die Lieben beschenkt und auch zwischen den Tagen im Büro geschafft – dennoch: Da war ja noch etwas Zeit dazwischen. Die Feiertage lagen und liegen sehr praktisch zum Wochenende. Das Wetter ist für Jahreszeit viel zu warm. Aber natürlich sehr praktisch für das Radfahren draußen. Also hervorragende Randbedingungen für ein privates Trainingslager daheim. Zeit für andere Dinge blieb da aber gar nicht.

Von einer Weisheitszahngeschichte, die mich im November nahezu komplett lahmgelegt hatte, war über den Anfang Dezember gerade wieder genug an Fahrten zusammen gekommen, damit ich in den letzten Tagen beginnend mit Heiligabend den Umfang schön hochziehen konnte. Dabei habe ich mich bewusst auf Grundlagentraining E2 in Zone 1-2 konzentriert. Auch die Strecken so ausgewählt, dass zügiges und weitgehend durchgehendes Pedalieren möglich war. Also kein stetes auf und ab auf wohlmöglich noch steilen und „eckigen“ Auf- und Abfahrten. Dennoch sind natürlich wieder einige unvermeidliche (hehe ;-)) Höhenmeter mit hinzugekommen.

Die Kettenbrüder hüben wie drüben (im Wittgensteiner Land und im Bergischen Land / Ruhrgebiet) emsig und natürlich per Strava, oder Instagram, oder Facebook oder Twitter (oder alles zusammen) dokumentierend – was blieb da anderes übrig, als mitzuziehen? ;-) Motivation war genug da und das Wetter passte auch, wie gesagt. Sicher hätte ich gern den einen oder anderen frostigen und dafür sonnigen Tag gegen 8 bis 10 Grad und Meh-Wolken eingetauscht. Aber ich will mich nicht beschweren – am zweiten Weihnachtstag war es sogar richtig schön sonnig. Diesen Tag nutze ich dazu, zum Edersee zu fahren. Das ist von Erndtebrück aus die Rollerstrecke par excellence. Runter ging’s mit Rückenwind, rauf dann halt mit Gegenwind – war trotzdem schön.

Am Sonntag gab es dann mehr Höhenmeter. Dafür aber auch eine schöne Gruppenausfahrt mit Jochen, Roland und Thorsten. Zur Feier des Tages auch mal mit Einkehr beim Kahlen Asten Turm. :)

Insgesamt kamen, immer in maximal zwei aufeinanderfolgenden Tagen, bisher 523 km mit 4809 Höhenmetern zusammen. Heute ist Ruhetag, morgen geht’s mit einer Neujahrs-Tour weiter und für 2016 auch sofort wieder los. Ich habe vor, den Grundlagentrainingsblock dann mit den kommenden drei Tagen hintereinander weg abzuschließen. Ich freue mich auf das kommende Jahr und wünsche Euch allen einen Guten Rutsch!

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Am Burgholzbach

TCX Advanced Pro 1 – Erste Ausfahrt: Samba in Burgholz

Rad fahren

Yehaaaa! :) Endlich wieder auf dem Bock! :)

Nicht nur, das mich eine heftige Erkältung zwei Wochen lang von jeglichem Training abgehalten hat. Nein, seit einer Woche habe ich endlich meinen neuen Crosser daheim. Und auf den habe ich seit der Bestellung schon einiges warten müssen.

Von daher war das Wetter (das sich natürlich überhaupt nicht kooperativ, sondern nasskalt ungemütlich und extrem windig zeigte) egal. Ich habe mich warm, winddicht und wasserabweisend eingepackt und dann ging’s los mit dem neuen Bike.

Zunächst mal die Uellendahler Straße hinunter und dann beim Mirker Bahnhof ein Stück auf die am Freitag offiziell eröffnete Nordbahntrasse. Uff – Gegenwind deluxe. Ich dachte, in den tief eingeschnittenen Stücken sei es etwas windgeschützter und wenn ich dann den Tunnel Dorp erreiche, würde es nochmals etwas weniger mit dem Gegenwind. Pustekuchen! Eine Eins A Düsenwirkung herrschte dort. Nicht von schlechten Eltern!

Von daher bin ich noch gar nicht so sicher, wie denn nun die Clément Reifen so rollen. Wenn ich nach diesem Part gehe – gar nicht. ;-)

Runter zur Wupper, kurzer Fotostop, dann zur Sambatrasse und rauf auf artgerechtes Geläuf. Also von Asphalt zunächst mal auf die auch mit dem Rennrad sehr gut zu befahrende feste Sand/Splitt-Oberfläche der Trasse der ehemaligen Burgholzbahn.

An der Wupper. Orange liegt im Trend. Auch bei der Schwebebahn.

An der Wupper. Orange liegt im Trend. Auch bei der Schwebebahn.

Die Kettenblätter sind übrigens nur temporär. Originalausstattung sind schwarze Rotor-Kurbelblätter. Ich habe aber bei der Bestellung direkt auf die Rotor Power LT aufgerüstet. Leider zog der Radladen den falschen Lochkreisdurchmesser aus der korrekt beschrifteten Verpackung. Daher wird die richtige Kurbel nachgeliefert. Der Radladen hat schon mal Austausch-Blätter in 50/34 montiert, damit ich nur noch die Kurbel tauschen muss.

Die mechanische Ultegra funktioniert problemlos und schaltet schnell, sauber und mit wenig erforderlicher Handkraft. Das kann Shimano. Was Shimano nicht so gut kann, ist  die Tasteranordnung und deren Feedback bei ihren elektronischen Schaltung. Das ist schon ohne Handschuhe und „in Ruhe auf der Straße“ nicht wirklich gut. Mit Handschuhen und/oder bei typischen Crossersituationen ist das gar nicht nach meinem Geschmack. Nicht nur deshalb ist daher am Crosser die mechanische Schaltung meine Wahl (zumindest so lange, bis Campagnolo eine Variante der EPS mit hydraulischen Scheibenbremsen herausbringt).

Der Sambatrasse folgte ich zunächst aufwärts bis zum kleinen Bahnhof Burgholz (heute eine kleine Gaststätte mit Biergarten direkt an der Trasse), um dort von der gesplitteten Trasse auf „richtige“ Waldwege zu wechseln. Und die sind heute und dort oben im Staatsforst Burgholz nicht von schlechten Eltern. Dick mit Herbstlaub bedeckt und vom Regen der vergangenen Tage (und des heutigen Tages…) aufgeweicht, bilden sie eine Herausforderung.

Aber es hat Laune gemacht! :)

Das TCX Advanced Pro steuert sich souverän, die Lenkung ist positiv unauffällig. Bzw. was auffällt, ist das absolute Vertrauen vom ersten Meter an. Auf einem abschüssigen Singletrail mit weichem Boden, Laub, der einen oder anderen Wurzel ist die Gabel mit der Steckachse ein Traum. Teils muss der Hintern hinter den Sattel – passt! Die erste kleine Schleife bei der Kaiserlinde hat schon mal Spaß gebracht.

Bahntrassen-Tristesse an der Sambatrasse bei Küllenhahn

Bahntrassen-Tristesse an der Sambatrasse bei Küllenhahn

Wieder auf der Sambatrasse ging es bis zum alten Küllenhahner Bahnhof.

Giant TCX Advanced Pro 1 am Bahnhof Küllenhahn

Giant TCX Advanced Pro 1 am Bahnhof Küllenhahn

Übrigens: Das Schutzblech hinten ist das Vorderschutzblech eines SKS Raceblade XL Sets. Habe ich einfach mal zum Ausprobieren bestellt und es macht sich recht gut. Schaut meiner Meinung nach auch viel besser aus als die Teile, die man an die Sattelstütze mehr schlecht als recht schraubt oder klemmt. Natürlich ist das nichts für Matschschlachten auf einer echten Cross-Strecke. Da fährt man ohnehin ganz ohne.

Irgendetwas quietschte aber noch, wenn es schnell und holprig bergab ging. Ob es das Schutzblech war? Vielleicht aber auch die Spacer am Vorbau? Ich werde weiter testen.

Schrieb ich oben etwas von aufgeweicht? Wie wär’s mit aufgeweicht und zusätzlich noch aufgewühlt?

Weich, matschig, tief? Läuft... ;-)

Weich, matschig, tief? Läuft… ;-)

Bei den Reifen war ich mir für die heutige Streckenwahl gar nicht so sicher. Wenn ich den Crosser nur für solche Ausflüge in den regendurchweichten Wald vorgesehen hätte, dann hätte ich irgendwelche Stollenreifen ausgewählt. Ich wollte aber mal etwas anderes probieren. Reifen, die auch auf Asphalt gut rollen. Reifen, die aber auch vor Feld, Wald und Wiese nicht kapitulieren. Reifen, die aber schon auch im feuchten und auf etwas weicheren Boden mehr Traktion als ein Slick bieten.

Bei den heutigen Bedingungen war ich aber doch leicht in Sorge. Aber: diese Clément X’plor USH waren gar nicht so schlecht trotz ihrer winzigen Seitenstollen und der flachen Mittelspur. Mit Stollenreifen wäre zwar sicher noch mehr Kontrolle vorhanden gewesen – aber das fühlte sich auch so gar nicht schlecht an. Hat sogar richtiggehend Spaß gemacht. Auch Traktion war doch ausreichend da. Ob’s am geringen Druck gelegen hat? In Tubeless rollten die sehr gut und geschmeidig. Und wenn ich dem Manometer meiner Standluftpumpe vertrauen kann, war ich so mit etwa 1,5 bis 2 Bar unterwegs. Das ist ziemlich wenig. Funktionierte aber gut.

Tiefes Geläuf

Tiefes Geläuf

Lediglich an einem steilen Stück (gar nicht mal das steilste) mit lehmigen Untergrund war ich auch mit normalen Pedalieren an der Traktionsgrenze. Auch an anderen Stellen waren diese Reifen sicher nicht dazu gemacht, auf rutschigem Boden maximale Kurvengeschwindigkeiten oder maximale Antritte zu erzeugen. Aber hier musste ich schon bewusst pedalieren und möglichst viel Gewicht auf’s Hinterrad legen. Ging. Von daher – Ziel erreicht, wenn ich mit den Clément auch auf solch Untergründen voran komme, dann ist das ok. :)

Aber auch hier: ich muss noch mal mit anderen Drücken und anderen Untergründen Erfahrung sammeln.

So wie das Wasser fließt, so "flowig" ist das TCX Advanced unterwegs

So wie das Wasser fließt, so „flowig“ ist das TCX Advanced unterwegs

Die Runde war auf jeden Fall sehr Klasse für einen Crosser. Und was „für’s Auge“ gab es auch. Trotz des miesen Wetters. Denn das Gebiet des Burgholzer Forsts bietet so einiges, wie ich bei meiner ersten Exkursion am Samstag feststellen konnte. Und ich habe noch gar nicht alles gesehen. Alleine der Burgholzer Bach ist mit seinen Zuläufen und den Spuren der historischen Wasserkraftnutzung ein reizvolles Ziel. Ob zum Wandern oder mit dem Crosser bzw. Mountainbike.

Am Burgholzbach

Am Burgholzbach

Kurz drauf unterquere ich die stark ausgebaute L 74 und bin wieder an der Wupper. Entlang des Radweges fahre ich nach Sonnborn hinein. Der Radweg ist dort übrigens in sehr schlechtem Zustand. Mit dem Rennrad bin ich ihn einmal gefahren – und nie wieder. Betonplatten mit ziemlichen Fugenversätzen sind Killer, wenn man nicht alle 5 Meter das Vorderrad lupft. Auch daher: Hier und heute mit dem Crosser gar kein Problem. :)

Von Sonnborn aus gondele ich über den Radstreifen entlang der B7 zum Robert-Daum-Platz und von dort gemächlich durch das Luisenviertel, um zumindest mal vom Rad einen Blick auf die Weihnachtsbuden entlang der Einkaufspassagen zu werfen.

Auf dem Rückweg über die Uellendahler Straße fängt es jetzt richtig an zu schütten. Egal – es hat Spaß gemacht und ich bin überzeugt: das TCX Advanced Pro 1 war die richtige Wahl! :)

Giant by the water

Giant by the water

Und es hebt sich auch bei tristen Bedingungen gut vom Hintergrund ab. 1A-Fotomotiv. ;-)

Distanz: 40,1 km, Höhenmeter: 557 m, Zeit: 3 h 17 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,2 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 15,0 km/h, Durchschnitts-HF: 125

auf Strava:

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Zur Mündung der Wupper in den Rhein. Eine Rennrad-Tour Wupper ab- und Dhünn aufwärts.

Rad fahren

Ein Tour-Tagebuch und wasserwirtschaftliche Wander- und Radtour-Tipps für den Unterlauf der Wupper. Oder wie man 232 Fotos macht und damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,5 km/h erreicht. ;-)

Auch am Samstag des ersten (und mit dem Feiertag langen) Oktoberwochenendes war das Wetter prima. Strahlend blauer Oktoberhimmel und Sonnenschein sowie angenehm warme Temperaturen lockten für eine Ausfahrt in Kurz-Kurz.

Ich wollte mal den Unterlauf der Wupper erkunden. Und mir ihre Mündung in den Rhein anschauen. Als unmittelbares Ziel für den „Erkundungsanfang“ hatte ich mir Leichlingen ausgeschaut. Aber natürlich war auch davor der Weg das Ziel. Mal hier, mal da schauen – aber schon zusehen, dass ich eher direkt in Richtung Leichlingen unterwegs war.

Hierfür bediente ich mich mal Strava. Und dort dem Routenersteller-Werkzeug. Das funktioniert erstaunlich gut. Zwei Klicks: Der Startpunkt auf der Straße vor meiner Wohnung und der Zielpunkt auf einer Straßenecke nahe der Wuppermündung. Et voilá – eine voll brauchbare und interessant aussehende Route über rund 45 Kilometer. Das sah gut aus. Ich hab‘ sie trotzdem wieder gelöscht und lies eine Route von meiner Wohnung bis nach Leichlingen planen und klickte mir dann von dort eine Strecke möglichst direkt entlang der Wupper bis zur Mündung zusammen. Den Rückweg wollte ich ein Stück der Dhünn entlang legen. Auch hier wieder wenige Klicks mit Zwischenzielen und wieder vor meine Wohnung und schon stand die Route zurück vorbei an Altenberger Dom, über Darbringhausen, Bergisch Born und nach Wuppertal.

Früher hatte ich festgestellt, dass der Garmin Edge 800 gerne schon mal (eher) eingefroren ist, wenn man eine Strecke, direkt aus Strava erzeugt, auf ihn importiert. Mit dem Garmin Edge 1000 ist mir das noch nicht passiert. Aber auch hier wäre es trotzdem besser gewesen, hätte ich das .TCX-File aus Strava doch noch einmal in GPSies (mein Lieblings-Service für die Suche von Strecken im In- und Ausland und für das Erstellen eigener Strecken) importiert und von dort herausgeschrieben. Der Datei aus Strava fehlt nämlich leider das Höhenprofil…

Nun gut – es bleibt festzuhalten – der Routenersteller von Strava ist eine feine Sache, die bei mir bisher zu sehr brauchbaren Streckenvorschlägen geführt hat.

Meine Route führte mich so erstmal über die Nordhöhen und somit ruhig und zügig vorbei an Varresbeck und knickte dann nach Süden ab, um mich mitten hinein nach Vohwinkel zu bringen. Hier endet auch die Schwebebahn.

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Die Wuppertaler Schwebebahn an der Kreuzung Kaiserstraße-Gräfrather Straße, unmittelbar vor der Wendehalle.

Ich fand es gut, dass mich die Strecke nicht über die Radwege Nordbahntrasse und dann die Verbindung zur Korkenziehertrasse führte. So konnte ich auch mal diese Ecken erkunden und mir die Stadtteile auf dem Weg ansehen. Z.B. kam ich an Haribo vorbei. Gut, da bin ich nicht der größte Fan von. Nichtsdestotrotz habe ich mal kurz einen Blick (durch die Schaufenster) in den am Samstag sehr gut besuchten Werksverkauf geworfen. :)

Auch die Innenstadt Solingens hatte ich bisher nur beruflich oder mal auf möglichst kurzem Durchradeln besucht. Heute bummelte ich etwas mehr dadurch und hielt Umschau. Das war erst ganz nett. Bald hatte ich aber von den vielen Ampeln und Baustellen in Solingen die Nase voll. Das ist im Moment echt nicht schön da…

Bald war das aber hinter mir und es wurde mit der Abfahrt über die Leichlinger Straße hinunter zur Wupper wieder schön. Wer mag – dort unten an der Wupper angekommen ist man ganz nahe am bekannten Wipperkotten. Eine Besichtigung lohnt sich!

Ich bin aber direkt weiter nach Leichlingen gefahren und habe mir dort beginnend dann ausführlich die Wupper angesehen. Und auch meine vorgeplante Strecke dort abgewandelt, wo ich mal hier durch die Innenstadt und über diverse Brücken und mal dort über einen (ab und an auch mal unbefestigten) Radweg direkt entlang der Wupper bummeln konnte.

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Die Wupper in Leichlingen, flussaufwärts blickend.

Wenn man das übrigens die ganze Wupper entlang machen möchte – also von der Quelle bis zur Mündung oder umgekehrt – dann kann man per Pedes oder mit dem Crosser oder Mountainbike den Wupperweg benutzen. Das ist ein 125 km langer Wanderweg, den der Wupperverband in Zusammenarbeit mit dem Sauerländischen Gebirgsverein entlang der Wupper erschlossen hat. Er ist mit der einem Rautensymbol und der Ziffer 6 gekennzeichnet. Infos, herunterladbare Broschüren, GPS-Tracks und weitere Hinweise gibt es z.B. auf dieser Seite des Wupperverbandes.

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In Leichlingen an der Wupper und am Wupperweg. Das Zeichen mit der Raute und der Nummer 6 weisst den Weg.

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Die Wupper glitzert im Gegenlicht, das gleichzeitig das Ufergrün wunderbar zum Leuchten bringt.

Ich rolle langsam weiter und stelle fest, dass der an diesem Samstag stattfindende Leichlinger Obstmarkt anscheinend etwas ganz Großes ist. Jedenfalls regeln Parkwächter die Einbahnzufahrt ziemlichen Parkverkehrs auf Wiesenflächen direkt an der Wupper und anschließenden Arealen. Das stört mich aber nicht weiter und über einen kurzen Anstieg komme ich über schmale Straßen und vorbei an einem Gestüt, Höfen und Gärten bald nach Leverkusen hinein. Aber bin auch direkt wieder an der Wupper und zwar dort, wo die Rehbockanlage Naherholung bietet und auch der Wiembach in die Wupper mündet. Ich bin in Opladen.

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Die Mündung des Wiembachs (rechts im Bild) in die Wupper. Fotografiert von der Wupperbrücke in der Rehbock-Anlage von Leverkusen-Opladen.

Wupperbrücke Opladen

Diese Wupperbrücke in der Ludwig-Rehbock-Anlage wurde 2012 errichtet.

Wupperbrücke Opladen

Eine interessante Konstruktion aus beiderseitigen Stahltrögen und Gitterrost-Mittelteil. Ein schöner Farbkontrast.

Wenig weiter flussabwärts findet sich der Pegel Opladen. Hier wird (wie an vielen anderen Stellen) ständig die Fließtiefe der Wupper aufgezeichnet und darüber der Abfluss bestimmt. Wichtige Daten für wasserwirtschaftliche Planungen und z.B. Hochwasserinformationen.

Pegel Opladen

Der Pegel Opladen. Von hier fließt die Wupper noch 5,47 km bis zur Mündung in den Rhein. An dieser Stelle entwässert sie ein Gebiet von 606 Quadratkilometern. Noch ist ihr allerdings ihr größter Nebenfluss, die Dhünn, nicht zugeflossen.

Wieder ein kurzes Stück unterhalb führt meine Strecke auf einen Radweg, der hier unbefestigt aber mit dem Rennrad sehr gut befahrbar ist. Er führt direkt neben einem Mühlengraben entlang.

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Ein grüner Tunnel aus Laub, Licht und Wasser

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Der Radweg entlang des Mühlengrabens

Dieser Mühlengraben wurde 1839/40 in der heutigen Form ausgebaut und sorgt hier im flachen Gelände für eine Fallhöhe von 5 Metern.

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Seitliches Abschlagsbauwerk vom Mühlengraben in die dahinter liegende Wupper. Etwa auf halber Länge des Obergrabens.

Dieser Mühlengraben führt zur letzten Wasserkraftanlage der Wupper vor ihrer Mündung – der Reuschenberger Mühle.

Die Reuschenberger Mühle ist ein großes, klassizistisches Mühlengebäude und ein Industriedenkmal von überregionalem Rang. Ihre Ursprünge gehen bis auf das Jahr 1477 zurück. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1847. Seinerzeit wurde die Wasserkraftanlage mit Turbinenantrieb und einem aufwendigen Grabensystem in Betrieb genommen.

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Die Reuschenberger Mühle, ein imposantes Bauwerk.

Ich bin etwas drum herum getromert. Konnte aber leider keinen direkten Blick auf den Einlauf und die Rechenanlage werfen. Ein paar interessante Ein- und Ausblicke gab es trotzdem. :)

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Die Rückseite der Reuschenberger Mühle. Links ist hinter dem Buschwerk ein Teil der Rechenreinigungsanlage zu erblicken. Hier läuft das Wasser des Obergrabens in den Turbineneinlauf.

An der Reuschenberger Mühle gibt es einige wenige weitere Mieter. Z.B. ein Arztbedarfhandel. Und eine für Rennradfahrer sehr bedeutsame Adresse in Deutschland!

Ich präsentiere aus der Reihe V.I.P. (b.p.d): Very Important Places (behind plain doors)…

Tadaaa!

Campagnolo Deutschland. Ein kleines Gebäude an der Reuschenberger Mühle bei Leverkusen.

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Hier ist die Deutschlandzentrale von Campagnolo (und Fulcrum) Deutschland. Samstags leider geschlossen. ;-) Klar, dass ich mein Rennrad daneben stellen musste. :)

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Das Industriedenkmal-Ensemble Reuschenberger Mühle mit vorgegliedertem, passend gestaltetem Gewerbegebäude. Welches Campagnolo Deutschland beherbergt.

Ich folge anschließend dem Untergraben über einen schmalen, asphaltiertem Weg auf einer Deichkrone (die hier nur wenig über das Gelände herausragt) und quere die nächste Brücke. Hier sehe ich die Einmündung des Untergrabens in die Wupper.

Wiedereinleitung des Untergrabens der Reuschenberger Mühle in die Wupper

Wiedereinleitung des Untergrabens der Reuschenberger Mühle in die Wupper

Ab hier kann ich linkerhand auch schon den mächtigen Hügel einer Deponie sehen. Der Deponie, wegen der in den 70er Jahren die Wuppermündung etwas weiter nach Norden verlegt wurde. Hier, unmittelbar vor dem Rhein, sind auch Deiche von Bedeutung. Und so komme ich durch die Deichtorstraße, die ein ebensolches Deichtor auch beherbergt. Hier kann im Bedarfsfall der Deich mittels Barrierenelementen über die Straße hinweg geschlossen werden.

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Ein Deichtor in Leverkusen.

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Noch ein paar hundert Meter Wupperabwärts ist der Deich auch mit respektabler Höhe versehen. Rechts unten im Bild kann man zwei Pontonbrücken über die Wupper sehen.

Die letzte Brücke über die Wupper vor ihrer Mündung in den Rhein

Die letzte Brücke über die Wupper vor ihrer Mündung in den Rhein. In Bildmitte hinten sieht man den letzten Bogen der Wupper unmittelbar vor dem Rhein.

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Und zurückblickend noch eine Brücke. Eine Pontonbrücke im Zuge einer Baustelle der RWE.

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Geschafft! Ich und mein Canyon sind an der Mündung der Wupper angekommen!

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Kiesufer, Wupper, Längsbauwerk, dahinter liegende Buhnen (nicht zu sehen) und der Rhein.

Ja, schön hier. So am Rhein. Und bei warmer Oktobersonne. Nach einigen Fotos schiebe ich mein Rad wieder auf den Radweg und noch mal geht es über die Wupper, um nur 800 Meter über dem Radweg dem Rhein stromauf zu folgen. Denn dort geht es nochmal über die Wupper. Über die alte Wuppermündung. Diese ist heute durch die Mündungsverlegung nur noch ein kurzer Altarm. Diesen Altarm kann man allerdings auf einem Denkmal überqueren. Der Schiffsbrücke über die alte Wuppermündung.

Just in diesem Jahr zu Ostern ist dieses denkmalgeschützte Kleinod wieder errichtet worden, wie ich den großen Hinweistafeln entnehme, die an den Zuwegungen errichtet sind und über die Fördermaßnahme informieren. Drei kleine Boote (bzw. aktuell erst zwei, das dritte Boot wird noch durch einen Ponton ersetzt) tragen einen schmalen Steg. Wie man sieht, ist der Wasserstand im Rhein und somit der alten Wuppermündung derzeit nicht sehr hoch.

Diese schmale Brücke ruht auf drei kleinen Booten, welche Einigkeit und Recht und Freiheit getauft wurden. Einigkeit fehlt momentan noch, dieses Boot wird momentan durch einen Ponton ersetzt. Man kann diese Brücke nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Auf ihr gibt es ein kleines Café, welches Getränke, Kaffee und leckeren Bio-Kuchen verkauft.

Diese schmale Brücke ruht auf drei kleinen Booten, welche Einigkeit und Recht und Freiheit getauft wurden. Einigkeit fehlt momentan noch, dieses Boot wird momentan durch einen Ponton ersetzt. Man kann diese Brücke nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Auf ihr gibt es ein kleines Café, welches Getränke, Kaffee und leckeren Bio-Kuchen verkauft.

Die Schiffbrücke an der alten Wuppermündung

Kaffee und Kuchen auf der Schiffsbrücke an der alten Wuppermündung.

Ich schritt also über Freiheit, um auf Recht einen Kaffee zu trinken. ;-) Dazu nahm ich einen Apfel-Nuss-Kuchen, der mir sehr gut schmeckte. Der Karte nach soll er Bio gewesen sein. Es hat ihm auf jeden Fall nicht geschadet… Ich finde es eine reizvolle Sache. Jedoch nicht für größere Gruppen geeignet. Doch eine solche Gelegenheit ist quasi direkt um die Ecke. Wenige hundert Meter weiter ist die Wacht am Rhein.

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Am Rhein bei Leverkusen. Hinter und links von mir fängt der Neuland-Park an. Links oben im Bild ist die Wacht am Rhein.

Neulandbrücke Leverkusen

Die Neuland-Brücke. Davon habe ich schon des öfteren schön gestaltete Aufnahmen, meist in der Dämmerung aufgenommen, gesehen. Heute „lief sie mir quasi über den Weg“.

Das war also der Unterlauf der Wupper, ihre Mündung und der Rhein. Durch den Neulandpark fahre ich zur Dhünn, dem größten Nebenfluss der Wupper. Und stoße da auf einen Radweg, der 9,5 km bis zum Altenberger Dom verspricht. Da er entlang der Dhünn führt, folge ich ihm. Ich will aber auch noch zum Ophovener Weiher, der gleichzeitig ein Naherholungsgebiet wie auch ein Hochwasserrückhaltebecken ist. Wie praktisch, der Radweg führt mehr oder weniger direkt dorthin. Wie direkt, kann ich nicht sagen – ich nehme eine Freestyle-Abkürzung.

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Am Ophovener Weiher in Leverkusen.

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Am Ophovener Weiher.

Mittlerweile ist es aber doch schon spät am Nachmittag. Und leider wird nur all zu deutlich, dass die Tage anfangs Oktober doch schon arg kurz sind. Ich habe viel geschaut und fotografiert – jetzt muss ich sehen, dass ich die andere Hälfte der Tourstrecke fix unter die Räder nehme. Weiter geht es über den Radweg mit der Ausschilderung zum Altenberger Dom, den ich am Ophovener Weiher wieder finde.

Ein Blick auf die Karte des Edge 1000 zeigt auch, dass der Radweg die kürzere Strecke zum Dom zu sein scheint. Meine vorgeplante Route geht auch dort vorbei. Also folge ich dem Radweg. Das sieht auch anfangs ganz gut aus. Aber dann geht es erst linkerhand eines Bachtals aufwärts, um dann auf der anderen Seite des Bachtals wieder abwärts zu führen. Moment… Radwege sind schon teilweise verschlungen geführt – aber dass ist dann für meinen Geschmack doch ziemlich ineffektiv.

Ein Blick auf die Karte: Hmm, da wäre ein Fahren entlang des Dhünntals und durch Odenthal vielleicht doch besser gewesen. Na egal – hier, der kleine Weg – der führt doch auch zur gesuchten Straße. Aha, ein asphaltierter Wirtschaftsweg wie ich sehe. Also rein da. Gut, bald bin ich auf einem Waldweg. Und wenig später auf einem Singletrail… :)

Nachfahren mit dem Rennrad ausdrücklich nicht empfohlen! Und wenn, dann sollte etwas Mountainbike- oder Cyclocross-Erfahrung deutlich helfen. Der Grip war auf dem steilen Pfad und leicht schmierigen Untergrund grenzwertig. Egal – wer braucht schon Crosser zum Crossen? ^^

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Da geht’s runter.

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Von da komme ich.

Unten komme ich am Hotel-Restaurant Wißkirchen nahe des Altenberger Doms an. Den will ich heute jedoch nicht besuchen, sondern lege ab hier den Reisemodus ein und mache, dass ich möglichst zügig Richtung Daheim komme. Ohne weiteres Bummeln (jetzt geht’s auch erst mal wieder tendenziell bergauf) fahre ich mit einem 27er Schnitt zurück nach Wuppertal. Sehe aber zu, dass ich dabei weitestgehend in einem Grundlagen-Pulsbereich bleibe. Bzw. nicht allzuweit in die Zone 3 gehe.

Mit Beginn der Dämmerung bin ich dann auch von einem schönen Herbst-Tagesausflug mit dem Fahrrad wieder zurück zu Hause.

Distanz: 106 km, Höhenmeter: 1065 m, Zeit: 7 h 51 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 13,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 18,8 km/h, Durchschnitts-HF: 106

auf Strava:

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Ein schönes Treffen zur Teilnahme an der 20. Internationalen 16 Talsperren Rundfahrt RTF. Der August blieb sich treu: von Hochsommer keine Spur, bedeckter Himmel, ab und an Nieselregen, um die 14 Grad. Dafür aber eine schöne Ausfahrt bei netter Gesellschaft.

16 Talsperren Rundfahrt mit Spoocha

Rad fahren

Gestern fand die 20. Internationale 16 Talsperren Rundfahrt des Skiclub Gevelsberg statt.

Wie ich letztes Jahr schon schrieb: Eine Strecke (oder mehrere Strecken, von 47 bis 151 km für die RTF-Runden und 220 km für die Marathon-Runde), von kundiger Hand über reizvolle Straßen durch das Bergische und das Sauerland (bis zur Biggetalsperre für die Marathon-Strecke) vorbei an den Talsperren der Region geplant, dass sollte man sich nicht entgehen lassen.

Abfahrt vom Damm der Bever-Talsperre Richtung Beverteich.

Abfahrt vom Damm der Bever-Talsperre Richtung Beverteich.

Eigentlich wollte ich die Marathon-Strecke unter die Pneus nehmen. Aus den Kommentaren in der Coffeeride-Gruppe wurde aber in der Vorwoche mehr und mehr deutlich, dass die 150er Strecke aus diversen Gründen mehr und dann fast ausschließlichen Zuspruch empfing. Naja, da fiel die Wahl nicht all zu schwer: Einerseits war mal wieder mit Regen zu rechnen zum zweiten konnte man für die 150er Strecke etwas später starten und zum dritten konnten wir uns so noch mal gemeinsam in größerer Runde treffen und fahren.

8x Spoocha auf der Staumauer der Ennepetalsperre

8x Spoocha auf der Staumauer der Ennepetalsperre

So trafen sich dann morgens um 08:30 Uhr mehrere „Spoochies“ ;-) um zu elft auf die Große RTF-Runde aufzubrechen. Zwei davon wollten schon vom Start weg die 120er Runde fahren, ein dritter entschied sich aus aktuellen Befindlichkeiten (Erkältung) ebenfalls dazu.

Praktischerweise konnten wir so auch ordentlich Kilometer im Rahmen der diesjährigen SPOOCHA Vuelta a España Challenge sammeln. Hier geht es um Spendengelder für ein besonderes Projekt: Spoocha sammelt für die „Piraten“ des Team „Genesis“ in Barcelona.

Das Wetter war mal wieder sehr durchwachsen. Den ganzen Tag liess sich die Sonne nicht blicken; es war vollkommen bedeckt. Glücklicherweise hielt sich der Regen dennoch in Grenzen. Es gab teilweise Nieselregen und nur ein- zweimal kurz etwas mehr Regen.

Nicht ganz endlose Weiten...

Nicht ganz endlose Weiten…

Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen (ok, mit Sonne wär’s schon schöner gewesen, logisch). Ich fand das Treffen und Quatschen am Rad mit schon bekannten und noch nicht so bekannten Gesichtern sehr angenehm. Ein kurzweiliger Tag auf dem Rad.

Die Ausschilderung der RTF war optimal, die Kontrollstellen tadellos im Rahmen des normalen RTF-Standards bestückt (Eiwaffeln vom Discounter, Mineralwasser und Apfelschorle, Nutella-Brote hier, Schmalzdungen da und Apfelspalten und Bananen sowie leichte Müsliriegel). Nur wieder im Ziel angelangt war’s etwas öde. Wir wollten uns eigentlich noch schön bei Kaffee und Kuchen (oder Wurst und Bier…) zusammensetzen – aber bis auf einen kleinen Grill mit ein paar fettigen Bratwürsten (und nur halben Brötchen) war da nichts mehr. Gut – Thomas und ich haben uns trotzdem eine solche Wurst gegönnt. Aber ansonsten haben wir uns dann noch ein schönes Wochenende gewünscht und sind alle zusammen abgereist.

Alle? Nein, ein unbeugsamer Wittgensteiner, der gerade an einer Höhenmeter-Challenge auf Strava teilnimmt und ja heute auch eigentlich einen Marathon fahren wollte – dem waren die Höhemeter der 150er Runde noch nicht genug. Also bin ich mit dem Auto (wo ich doch eh in Gevelsberg war) noch hinunter ins Tal der Ennepe zur Asker Straße gefahren. Da das Rad wieder aus dem Kofferraum geholt und auf ging es zum Höhenmeter-Nachschlag. :)

Hill-Repeats an der Aske.

Hill-Repeats an der Aske.

Insgesamt 3 Hill-Repeats rauf von der Asker Straße (Trainingseintrag auf Strava) über die Bergstraße bis ganz nach oben brachten mir auf 18,7 km noch 670 Höhenmeter ins Konto. :)

Für die 150er RTF-Runde lauten die Daten:

Distanz: 148,4 km, Höhenmeter: 2.224 m, Zeit: 6 h 56 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,6 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:

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Der Wipperkotten an der Wupper bei Solingen.

„Century“-Schleife Wuppertal-Leverkusen-Hagen durch das Bergische und das Sauerland

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Vergangenen Samstag habe ich beim Frühstück den Regen abgewartet und bin dann auf eine schöne, trockene, sonnige und lange Tour über etwas mehr als 160 km aufgebrochen, um einen „Century“ voll zu bekommen: 100 Meilen. 170 km waren’s am Ende geworden.

Erst gezuppel durch Wuppertal, dann schön durch das Morsbachtal gerollt – da war aber am Anfang Vollsperrung. Musste mich erst mal durch die Baustellenmatsche kämpfen.

Dann von Unterburg hoch nach Solingen: Schöner Anstieg mit sehr moderater Steigung. Bin den Anstieg besonders am langen (und eher flachen) Ende voll gefahren. Muss aber stärker von unten Anfangen und brauche eine Sub 10er Zeit für ein Vorstoßen in die Top Ten des entsprechenden Strava-Segmentes (Unterburg – Solingen), habe ich festgestellt..

Nach Solingen (anfangs zu viele Ampeln da) eine schöne, rustikale Straße (die Lacher Straße) durch ein Stück Wald und mit Kopfsteinpflaster-Banketten abgefahren und beim Wipperkotten (www.wipperkotten.de und www.schleiferei-wipperkotten.de) heraus gekommen. Dort auch den ersten selbstgemachten Reiskuchen-Riegel gegessen (gleich den zweiten hinterher, es waren schon 2 Stunden um ^^).

Fotos (besonders von der anderen Wupperseite gemacht) und dann weiter gefahren.

Durch das Diepental weiter und später herunter Richtung Odenthal zum Altenberger Dom und diesen zum ersten Mal besucht und mich dort umgesehen. Beim direkt benachbarten Kiosk vom Märchenwald ein Twix und eine Apfelschorle gekauft, halb getrunken, halb in die Flasche gefüllt und weiter.

Bei Hückeswagen hoch über Pixberg und zur Vorsperre, dann weiter Richtung Radevormwald. Dort eine gute Verpflegungsmöglichkeit gefunden: Eine Türkische „Bäckerei“. Habe mir dort einen günstigen und guten Kaffee und ein Käsebrötchen mit Ei, Gurke und Tomaten gegönnt und ein Hörnchen mitgenommen. Über die Ennepetalsperre dann weiter hoch nach Breckerfeld und von dort dann Downhill-Spaß runter nach Hagen hinein.

Von Hagen durch das Haspe-Tal hoch nach Ennepetal und später über die Holthausener Talstraße hoch nach Königsfeld. Da war dann auch schon Beyenburg erreicht und ich konnte danach dann locker, aber immer noch mit erstaunlich gutem Druck die Beyenburger Straße wie gewohnt zurück nach Wuppertal fahren.

Nach dem kurzen Test gestern war das an diesem Tag der erste richtige Einsatz des  Tune Komm-Vor Sattels. Super! Hat mit wehenden Fahnen bestanden.

Distanz: 169,8 km, Höhenmeter: 2.214 m, Zeit: 9 h 00 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,8 km/h, Durchschnitts-HF: 125

auf Strava:

Strava_09082014