Up up up: Rapha Rising in one go! Mit Gedanken zu Rapha, Strava Challenges und Höhenmetern.

Rad fahren

Die Rapha Rising Challenge hat schon seit Jahren einen Platz in meinem Herzen.

Das ist eine sehr schöne Initiative und Motivation von Rapha. In Verbindung mit Strava.

Rapha, die Radsportbekleidungsmarke aus England, die ich bis dato wesentlich und schon langjährig mehr für ihre Fotostrecken und ihren Style sowie das sehr schön transportierte Gefühl mochte und mag als für ihre tatsächlichen Klamotten. Letztere ließen für mich immer schon eine große Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Schnitt und Funktion (hier und hier). Das hat sich erst in jüngster Zeit geändert und von den aktuellsten Neuerscheinungen kann ich sagen: jawohl, das gefällt und passt mir. Habe jüngst ausführlich die Pro Team Aero Jerseys und die Pro Team Flyweight, Lightweight und Midweight Jerseys ausprobiert und mir ein Aero und ein Lightweight Jersey zugelegt. Genauso war ich jetzt von der Classic Bib Short in der neuen Version II sehr positiv überrascht. Die finde ich sehr gut – im Gegensatz zu den in meinen Augen richtig schlimmen Lightweight Bibshorts.

Strava, das motivierende Trainingsportal mit seinem damals innovativem Konzept der automatischen (und manuell, wenn gewünscht) Segmenterkennung und dem Führen von Ranglisten innerhalb dieser Segmente. Da macht auch heute Strava keiner was vor. 2009 wurde Strava gegründet. Heut zu Tage werden fast 10 Aktivitäten pro Sekunde auf Strava geteilt (2016).

Ich bin Strava-Mitglied seit 2010. Meine erste hochgeladene Aktivität stammt vom 09. Oktober 2010. Challenges, als weiteres Motivationselement, wurden meiner Meinung nach dann erst so 2012 eingeführt. Jedenfalls stammen meine ersten virtuellen „Pokale“ bzw. „Achievements“ aus diesem Jahr.

Was sind „Challenges“? Damals nur von Strava oder auch von ganz wenigen Dritten, allen ziemlich voraus, Rapha, initiierte Herausforderungen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Kilometerzahl zurück zu legen. Oder eine bestimmte Höhenmetersumme zu akkumulieren. Oder an einem ganz bestimmten Tag auf das Rad zu steigen und x Stunden oder x Kilometer zu fahren.

Während solche Herausforderungen damals eher selten und noch etwas besonderes waren, sind sie just auch in diesem Jahr in meinen Augen fast schon inflationär. Man klickt sie an und nimmt sie quasi „im Vorbeigehen“ mit. Fahren tut man eh und eine „Herausforderung“ in einer Woche 4 Stunden auf dem Rad zu sitzen… nun ja, ich vermute mal, der durchschnittlich ambitionierte Radsportler verliert da keinen einzigen Gedanken drüber. Meist geht es heute dann auch darum, durch die Teilnahme in eine Verlosung hinein zu kommen. Ist ja auch schön.

Damals aber (jaja, Opa erzählt jetzt wieder vom Krieg… ;-)), da hat man noch seine Trainingswochen etc. nach den Challenges geplant. Und einfach nur Kilometer abreissen, dass konnte ja jeder und die Leute im Flachland sowieso viel zu einfach. Unsereins im Mittelgebirge musste dabei sowieso immer ordentlich Höhenmeter mit abspulen.

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Im Land der tausend Hügel. Panoramablick im Sauerland nahe Schmallenberg, Holthausen.

Deswegen waren mir die Höhenmeter-Challenges immer am liebsten. Sie waren (und sind auch heute noch) etwas besonderes und seltener. Für sie musste und muss man sich richtig ins Zeug legen und die Strecken auch entsprechend planen.

Und angefangen damit hat Rapha mit seiner Rapha Rising Challenge. Die erste gab es 2011. Die war glaube ich – ich bin nicht ganz sicher – noch außerhalb von Strava.

Aber seit 2012 habe ich jede Rapha Rising Challenge mitgemacht.

Meine virtuelle #RaphaRising Roundel Collection.

Meine virtuelle #RaphaRising Roundel Collection.

Das besonders schöne: Rapha lässt es sich nicht nehmen, jedem erfolgreichen Teilnehmer auch einen echten Stoff-Aufnäher im selben Design wie das virtuelle Herausforderungslogo zukommen zu lassen.

Interessanterweise wurde die 2015er Rapha Rising außerhalb von Strava durchgeführt. Man musste sich auf der Rapha Webseite direkt registrieren. Beleg für die Komplettierung war einfach nur auf Vertrauensbasis. 2016 gab es leider gar keine Rapha Rising Challenge. Dafür jetzt dieses Jahr wieder. Und zwar auch wieder auf Strava.

Hier ging und geht es nie einfach nur um das schnöde Klettern einer beliebigen Zahl und mit einem Monat Zeit. Hier wurde und wird immer eine passende Begebenheit, die Summe einer oder mehrerer ikonischer Bergetappen oder ein Jubiläum von Rapha aufgegriffen und als Herausforderung in einer Woche, 9 oder 14 Tagen zu komplettieren, gestellt.

Dieses Jahr ist (die aktuell noch laufende) Challenge eher von der nicht so herausfordernden Sorte, muss ich leider feststellen. Es gilt die vergleichsweise harmlose Höhe von nur 4600 m in der sehr auskömmlichen Zeitspanne vom 1. Juli 2017 — 23. Juli 2017 zu erklettern. Dafür gibt es ein Zusatz-Zückerli: Wer die Herausforderung in einem Tag meistert, kommt zusätzlich in die Verlosung einer tollen Reisemöglichkeit. Einen Cent Cols Challenge Trip mit Rapha Travel.

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Rapha Rising 2017 — 4600 m completed

Nun, wenn das nicht Motivation genug war, dann war es die Tatsache, dass so eine Fahrt ganz hervorragend in mein Training für das Transcontinental Race passte.

4600 Höhenmeter an einem Tag ist jetzt nichts besonderes, wenn man innerhalb des Challengezeitraums den passenden Alpenmarathon bestreitet. Bei der so von mir geliebten Maratona dles Dolomites würde es aber schon nicht reichen. Dort sammelt man über die 8 Pässe der langen Strecke „nur“ 4190 Höhenmeter. Allerdings auch über „nur“ 138 km.

Im Mittelgebirge sieht das schon anders aus. Da ist schon die Tourenplanung eine Herausforderung und ein Spaß für sich. Welchen Bergfaktor kann ich für eine sinnvolle Tour erreichen, ohne jetzt auf extra Gimmicks auszuweichen, wie einfach immer nur den selben Anstieg hoch und runter zu fahren?

Hier könnt ihr euch die Tour von GPSies.de herunterladen, die ich für letzten Samstag geplant hatte und abgefahren bin. Sie führt durch das wunderschöne Wittgensteiner Land und kettet dort eine Vielzahl von schon für sich alleine herausfordernden Anstiegen aneinander. Über Winterberg führt sie dann kurz nach der Halbzeit auf den Kahlen Asten. Nordrhein-Westfahlens höchsten auf Asphalt zu erreichenden Berg. Der zwei Meter höhere Langenberg ist unweit von dort, aber nicht auf der Route.

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Auf dem Kahlen Asten, mit 841 m ü. NN der (zweit)höchste Berg Nordrhein-Westfalens.

Sowohl in Winterberg (da mit immenser Auswahl) als auch direkt auf dem Kahlen Asten im Astenturm ist Einkehr möglich. Mein Tipp ist aber die Nordhang-Jause direkt am Fuß des kurzen Abzweigs hoch zum Astenturm. Schnelle und sympathische Bedienung, leckerer Kaffee und Kuchen und unkompliziertes Abstellen des Rades samt Nachfüll-Gelegenheit der Bidons.

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Yours Truly am Aufgang zum Asten-Turm. Ausguck, Station des Deutschen Wetterdienstes und Einkehrmöglichkeit eines Bistro. „Stilecht“ mit dem ersten von mir gut empfundenen Rapha-Trikot und der allerersten Fahrt damit.

Hier sind wir schon im Sauerland (wenn auch noch quasi in Rufweite des Altkreises Wittgenstein :)). Vom Kahlen Asten geht es hinab des oberen Lennetals und dann auch wieder durch ein Seitental hinauf nach Altastenberg um von dort eine Schleife Richtung Norden und dann zurück nach Süden durch das Sauerland zu ziehen. Über den Anstieg über Jagdhaus geht es dann wieder zurück in das Wittgensteiner Land.

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Gutes Wetter (trocken, heiter bis wolkig), schönes Licht und feine kleine Sträßchen. Meine Route durch das Rothaargebirge.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass geplante Höhenmeter nicht wirklich tatsächliche Höhenmeter sind. Wer dazu ausführliche Hintergründe erfahren möchte, möge sich diesen Artikel ansehen. Je nach zugrunde liegendem Geländemodell ergeben dann auch die unterschiedlichen Routenplaner unterschiedliche Ergebnisse. So war meine ursprünglich in Strava geplante Tour 205 km lang und weist dort 5000 Höhenmeter auf. Das hatte ich schon mit entsprechendem Puffer geplant, denn ich wusste ja, dass Strava, bzw. Geländemodelle, hier eher deutlich übertreiben. Also mehr Höhenmeter ausgeben, als man nach korrekter Bestimmung eigentlich wirklich klettert. Deswegen auch, liebe Leute, niemals ohne Not die „Höhenmeterkorrektur“ auf Strava oder auf eurem Garmin-Portal benutzen. Die „korrigiert“ die Höhenmeter nämlich nicht, sondern bläst sie meistens nur künstlich auf. Es gibt aber auch Gegenden, wo der Unterschied nicht so krass ausfällt. Mehr darüber, warum das so ist, erfahrt ihr im oben verlinkten Beitrag.

Diese Korrektur ist nur dann sinnvoll, wenn der eigene barometrische Höhenmesser in dem Radcomputer, den ihr hoffentlich habt (beim Smartphone ist Hopfen und Malz verloren ;-)), fehlerhafte Daten aufgezeichnet hat. Weil entweder ein richtig extremer Wettersturz mit einhergehender Luftdruckschwankung in eurer Fahrt auftrat oder weil strömender Regen die Messöffnung bzw. die Messung beeinträchtigt hat. Ein Phänomen, gegen dass mein Garmin Edge 1000 im Gegensatz zu anderen Edges und auch meinen Wahoo Elemnt erstaunlich widerstandsfähig, ja geradezu immun war. Dem hat selbst stärkster Regen auch im barometrischen Höhenprofil nie etwas ausgemacht.

Nun, zurück zur geplanten Strecke: In Strava werden für  diese 5000 Höhenmeter ausgegeben, GPSies ermittelt nach Import derselben Strecke für die 205 km knapp 4600 Höhenmeter – wäre also Punktlandung für die Rapha Rising Challenge. Tatsächlich war ich am Ende des letzten Anstieges in Schameder bei rund 4125 Höhenmeter. Das reichte also noch nicht!

Nun – es war schon Abend, 205 km und 4125 Höhenmeter waren schon in den Beinen. Still going strong, aber ich wusste schon, was ich getan hatte. Stetes auf und ab im Mittelgebirge kann beizeiten deutlich anstrengender als in den Alpen sein. Und auch langsamer. Die Gradienten sind meist steiler und die Abfahrten auf den kleinen Sträßchen verwinkelter als so mancher Pass. Man braucht also auch länger. Deswegen fuhr ich dann kurzerhand noch über Leimstruth hinab nach Amtshausen um von dort dann Richtung Dille zu fahren. Diesen Anstieg habe ich dann einfach 2 mal ganz und 1 mal etwas mehr als halb gefahren, damit ich am Schluss auf meine „echten“ 4600 Höhenmeter kam:

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4625 Höhenmeter bei einsetzender Dämmerung. Rapha Rising komplett.

Insgesamt wurden es so 225 km mit einem Nettoschnitt von 22,5 km/h über die reine Fahrtzeit in Bewegung von 10 Stunden.

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Wittgensteinisch-Sauerländisches Kletterfest: Rapharising in one go

Hier der Link zu meiner Aktivität auf Strava und hier nochmal der Link zum Herunterladen der geplanten Strecke auf GPSsies.

Eine spezielle Silvester-Ausfahrt: Coffeeneuring durch’s Sauerland

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Coffeeneuring durch’s Sauerland. Oder: der Kaffee, der aus der Kälte kam :)

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Leckere „Hausmischung – Espresso“ von der Rösterei Birkenhof. Frisch am 27.12. geröstet.

Was war das wieder wettertechnisch für eine feine Woche „Zwischen den Tagen“ bzw. auch „Zwischen den Jahren“. Zwar von Winter leider weit und breit keine Spur, dafür aber ideale Bedingungen für das Rennrad fahren. Nicht zu all zu kalt – so richtig frostig wurde es erst gegen Ende der Woche… Also just am Tag dieser Rennradrunde. Und überwiegend heiter und gegen Ende sogar richtig sonnig mit klarblauem Himmel. Hach! So kann man den Tag und die vielen tollen Ausblicke genießen! So wie dieser Blick hier, der sich direkt hinter dem Rhein-Weser-Turm nach Norden öffnet. Kurz, bevor es über traumhaft glatten Asphalt einige Serpentinen hinab Richtung Oberhundem geht.

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Blick vom „Rhein-Weser-Turm-Pass“ von den Westrothaarhöhen über das Südsauerländer Bergland und darüber hinaus die Südsauerländer Senken.

Meine Jahresend-Runde sollte gleichzeitig einem ganz speziellen Zweck dienen: Kaffee einkaufen. :)

Das wollte ich ganz stilecht und umweltbewusst mit dem Rennrad machen. Denn, wenn etwas zusammengehört, dann ist es Fahrrad fahren und Kaffee trinken! Oder spezieller: Espresso und/oder Cappuccino und Rennrad. Meine „Küchenharley“, sprich, meine verchromte Siebträgermaschine (ein Zweikreiser von Bezzera) brauchte neues Futter. Meine Mutter hatte mir im Oktober mal zwei Päckchen Bohnen einer kleinen Rösterei aus dem Sauerland mitgebracht, die mir als Cappu super geschmeckt haben. Davon wollte ich Nachschub.

Und da der Entstehungsort quasi „nebenan“ einmal über eine Hügelkette herüber vom Wittgensteiner Land in das Sauerland lag, wollte ich da unbedingt mit dem Fahrrad vorbei. Jetzt hatte es endlich mal gepasst.

Mein Ziel also: Das Landcafé Birkenhof in Schmallenberg-Holthausen. In der Rösterei gibt es Sonntags auch immer Schaurösten und Beratung. Das wollte ich mir mal ansehen (also nicht das Schaurösten, sondern erst mal war ich mit einem ersten Besuch zufrieden) und neue Bohnen holen. Und da Schmallenberg ja doch recht nahe an Erndtebrück liegt, habe ich erst mal eine weite Kurve gemacht und quasi Anlauf genommen… ;-)

Immer schön quer zu den Tälern wie z.B. des der Lenne, so das auch ja genügend Höhenmeter zusammenkommen. Oben auf den Hügeln war es ohnehin am wärmsten. Und gab die schönsten Blicke.

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Independence Day oder doch nur ein faszinierender Wolkenstreifen über dem nördlichen Sauerland?

In den Tälern war es nämlich auch ohne Schatten ganz schön „schattig“. Ganz am Ende waren es in der Dunkelheit dann Minus 8,5 Grad Celsius. Und gesammelt habe ich über die 110 km schließlich 1848 Höhenmeter. Das ist selbst für Rothaargebirge-Standard-Touren über dem Durchschnitt.

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Mein gefahrener Track und das Höhenprofil.

Die Tour gibt es auf Strava und den Track auch auf Komoot (Coffeeneuring durch das Sauerland nach Holthausen).

Aber auch das Licht! Das tolle Winterlicht! Schade nur, dass die Tage halt so kurz sind. Aber das eine geht halt nicht ohne das andere… Dieses Foto hier entstand buchstäblich Sekunden, bevor die Sonne hinter den bewaldeten Höhenrücken verschwand:

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Alte und ehrwürdige Bäume im warmen Licht und meine Räder – eines meiner Lieblingssujets.

In der Rösterei selbst habe ich leider keine Fotos gemacht. Obgleich es da genug Motive gegeben hätte. Ist sehr liebevoll zurechtgemacht da. Ich wartete zunächst, während ein Ehepaar vom Inhaber beraten wurde und seine Bohnen bekam. Bis ich dann meine Bestellung äußern konnte. Prima, wie liebevoll und mit Muße zunächst zwei 250 gr Tütchen mit Birkenhof-Logos frisch bestempelt und dann die gewählte Röstung handschriftlich mit Feder aufgeschrieben wurde. Ich wollte die „Hausmischung – Espresso“.

Hmm – so ein richtiges Coffeeneuring ist es wohl nur mit Einkehr? Es gibt ja keinen Begriff ohne dass ihn irgendjemand schon mit einer ausführlichen Definition oder sogar Challenge-Regeln versehen hätte… So auch das Coffeeneuring. Zumindest, wenn man nach dem Blog Chasing Mailboxes geht. Demnach muss man wenigstens vor Ort etwas kaffee- oder teeartiges trinken oder verköstigen (Coffeeneuring Challenge).

Eine Einkehr würde sich dort auf jeden Fall lohnen, so schaut mir das aus. Ich war aber auf nachhaltigeren Kaffeegenuss aus und habe dann die zwei 250 gr Päckchen der Espresso Hausmischung in mein Rad gesteckt. Eines in die frisch gekaufte Deuter Rahmentasche (die dann mit einer Packung schon fast voll war) und das zweite in die mittlere Rückentasche.

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50 % meines Coffee-Haul im Sauerland in der Deuter Front-Triangle-Bag.

Dann begann auch schon die Dämmerung und so machte ich mich pedalierend durch eben diese und die Nacht über die Hügel des Rothaargebirges in Richtung Wittgensteiner Land und Heimat auf den Weg.

Hier nochmal ein Ergebnis des wunderschönen Abendlichtes. Habe dem letzten Jahr auf meiner Silvester-Fahrt zum Abschied gewunken. Und ich grüße Euch alle mit einem gewunkenen Willkommen in 2017! Mögen wir ein gutes Jahr daraus machen.

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Good bye 2016 – Hallo 2017!

 

 

Pfingstkilometer – Ersteinsatz des neuen 2015er Kit des Radteams Wittgenstein

Rad fahren

Zu Pfingsten war ich wieder im Wittgensteiner Land unterwegs. Samstag und Sonntag wurde kräftig Rennrad gefahren. :)

Der Samstag stand unter dem Oberthema: Kletternd zum Stoppomat und der Sonntag unter dem Oberthema: Rollend zum Edersee. :)

Leider war das Wetter nicht so sonnig, wie in der Woche zuvor aufgrund der Vorhersage noch erhofft. Beide Tage waren daher nicht zum Sonnen und zur weiteren Pflege der Tan Lines angetan. Auch nicht, um unsere neuen Kurzarmtrikots so wirklich im Sonnenschein zu präsentieren. Aber dafür herrschten gute Bedingungen für das Radfahren – es war definitiv nicht zu heiss. ;-)

Samstag: Hügelige Trainingstour durch das Sauerland mit Fabian, Jochen und Roland

In Rönkhausen im Sauerland gibt es jetzt seit kurzem auch einen Stoppomat. Das Ding ist quasi ein „analoges“ Strava-Segment. ;-)

Am Stoppomat in Rönkhausen

Am Stoppomat in Rönkhausen

Man entnimmt eine Karte, schreibt seinen Namen, e-Mail und Verein drauf. Und wenn man die Karte dann mit dem Timecode stempelt, läuft die Zeit! Dann gilt es so schnell wie möglich (oder gewünscht ;-)) zur Top-Station zu fahren. Dort wird die Karte erneut gestempelt. Da auch in den Briefkasten eingeworfen und diverse Tage später wird die eigene Zeit dann in die Stoppomat-Bestenliste eingetragen.

Bis wir da waren, galt es allerdings 75 km Anfahrt möglichst kurzweilig zu verbringen. Kurzes Beispiel: „Hey, wollen wir auch noch kurz zur Hohen Bracht hoch?“ Gesagt, auch gegen verhaltenen Protest getan ;-).

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht - mir war's zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil... ^^

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht – mir war’s zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil… ^^

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Am Stoppomat nach diversen Hübbelchen und zügigem Ziehen gegen dem Wind angekommen, haben wir uns alle nicht Lumpen lassen und haben jeder für sich einen ordentlichen Bergsprint über die 4,5 km von Unter- zum Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Rönkhausen hingelegt. Ich muss aber sagen: für mich ist diese Stoppomatstrecke zu flach. Es geht unten komplett flach los, geht dann in den Anstieg, wird aber nie richtig steil. Und wird im oberen Bereich nochmals relativ flach und auch der Wind stand da auf der Geraden.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Nach dem Stoppomat-Intermezzo folgte ein weiterer kurzer Anstieg zur Faulen Butter (ja, solche Namen gibt’s im Sauerland). Es gab eine leider viel zu lange Rast am dortigen Gasthaus. Was allein an der sehr langsamen Art der Bedienung dort lag. Der Kaffee war zwar brauchbar, Preis/Leistung ok und die Bockwurst mit Fritten tauglich. Aber dafür eine Stunde rumzugammeln – selbst mit kurzweiligen Gesprächen eher unschön.

Danach ging’s Schlag auf Schlag mit weiteren kleinen Hübbelchen weiter und zum Schluss gab’s noch mal den Scharfrichter in Form des Anstiegs von Fleckenberg nach Jagdhaus. Der fängt auch schön steil schon direkt in Fleckenberg an.

Am Ende standen 162,4 km und 2.442 Höhenmeter „auf der Uhr“ :)

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Sonntag: Solo und „Flach“ zum Edersee und zurück

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Entlang der Eder zwischen Herzhausen und Frankenberg

Sonntags war’s ein kleines bisschen wärmer und ein winziges bisschen sonniger. Die Chance, nach der Hose gestern heute auch das neue Trikot des Teams Wittgenstein auszutesten.

Oh Hai - I can has greetz in new kit? ;-)

Oh Hai – I can has greetz in new kit? ;-)

Grün – wie schon das letzte Kit. Schließlich ist der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 70 % Waldanteil der waldreichste Kreis Deutschlands. Diesmal von Bioracer. Das Race Proven Shirt kenne ich schon vom Spoocha Trikot und habe es damit schon schätzen gelernt. Hose und Trikot machen einen sehr guten Eindruck und tragen sich sehr angenehm. Schönes Detail: Am Rücken haben wir alle Ortsnamen des Altkreises in Wittgensteiner Platt von A wie Aalertshause bis Z wie (ee da) Zaeinse aufgelistet. Wer also im Windschatten fährt, kann gleich ein bisschen auf Platt lesen, wo wir alle herkommen ;-)

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Sinnierend am See. Ich mit dem neuen Team Wittgenstein Kit und mein Canyon Ultimate mit den immer noch vergleichsweise neuen Criterium-Carbon-Hochprofil-Laufrädern.

Richtung Edersee und zurück kann man von Erndtebrück aus gut Tempo machen. So ganz ohne die eine oder andere Steigung geht es bei uns ja nie – aber überwiegend geht es topfeben oder leicht ab- und ansteigend über glatten Asphalt. In der gewählten Strecke zwar immer entlang der Straße – aber dort ist fast immer ein guter und freier Seitenstreifen vorhanden.

On the line

On the line

Nur – wo wollen die ganzen Leute am Pfingstsonntag in Hessen mit ihren Autos hin? Ist ja schlimm! Und wo wollen die ganzen Fliegen bzw. Blattläuse hin? Meine Güte…

Pandaaaaa!

Pandaaaaa!

Egal – es war eine schöne Rollertour zum Edersee, da gab’s lecker Kaffee und Kuchen und eine kleine Fotosession. Mit Nilgänsen, Enten, Canyon Carbon-Ross und einem Protagonisten im Team Wittgenstein Kit.

Anschließend führte mich der Heimweg wieder nach Frankenberg. Dort bin ich – was ich ja so gerne mache – ein bisschen über Altstadpflaster per Rad flaniert und bin dann weiter nach Erndtebrück zurückgefahren.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Anfangs hatte ich von der Leimstruther Höhe bis kurz vor Holzhausen mit noch etwas Gesellschaft mit Fabian. Alles andere bin ich heute wie üblich allein gefahren.

Auch hier waren es dann am Ende 151,2 km und 955 Höhenmeter. Also gerade mal Bergfaktor 6,3 und damit wirklich total flach (alles ist relativ ;-)).

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1. Mai-Ausfahrt 2015 mit Fabian, Roland und Thorsten

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Ein kleiner und feiner Teil vom Team Wittgenstein fand sich am 1. Mai zusammen, um eine kleine Rennradtour mit dem einen oder anderen Höhenmeter im Wittgensteiner Land und im angrenzenden Hochsauerland zu machen.

Bei Sonne aber gerade mal 2-stelligen Temperaturen fuhren wir von Röspe gemeinsam über den Rhein-Weserturm, durch das Lennetal hinauf, nahmen in Grafschaft den Abstecher zur Schanze mit, fuhren anschließend von Oberkirchen der Lenne folgend nach Westfeld, um den langen und reizvollen Anstieg hoch nach Altastenberg zu folgen, der kurz darauf den Kahlen Asten folgen lässt. Hier gab’s ein kurzes, unvermutetes Treffen mit Julian und danach einen sehr notwendigen, leckeren und saftigen Obstkuchen mit Mohnteig. Über Langewiese stürzten wir uns wieder hinab in’s Wittgensteiner Land und über Girkhausen waren wir bald wieder in Bad Berleburg. Mit Roland ging es dann noch nach Berghausen und von dort über die Birkefehler Höhe für mich alleine wieder zurück nach Erndtebrück.

Eine klasse Tour mit viel Spaß!

Distanz: 114,9 km, Höhenmeter: 1510 m, Zeit: 5 h 38 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,5 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:

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Ein sonniger Rennrad-Samstag mit erstem Grün, Ausblick, Anstieg, Spoocha und Kuchen

Rad fahren

Es war eine tolle Sache. Kleine aber feine Gruppe mit Seb, Roland, Thomas, Andreas und mir. Schöne Ausblicke im Sauerland und ein Highlight war später auch das Café Wenning in Herdecke. Tolle Kuchenauswahl! :)

Seb hat sich in der Abfahrt über den Brachtenbecker Weg nach Altena ins Lennetal in einer Kurve postiert und dieses coole Slo-Mo-Video aufgenommen. Danke Seb – die Haltung sitzt. ^^

Distanz: 147,2 km, Höhenmeter: 1930 m, Zeit: 8 h 08 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,4 km/h, Durchschnitts-HF: 124

auf Strava:

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