In kleiner, exquisiter Gruppe durch die Eifel.

Nordeifel-EXTREM-Marathon – extrem toller Rennradsamstag

Rad fahren

Letzte Woche stand die Frage im Raum, wer denn noch mit nach Euskirchen kommen wollte. Der RSV Euskirchen hätte da eine sehr schöne Strecke und man wollte die lange Strecke fahren. Die richtig lange Strecke. Die Euskirchener nennen diese:

Nordeifel-EXTREM-Marathon.

Hmmm: 256 km und rund 4600 Höhenmeter wurden dort aufgerufen.

Tolle Daten, die Respekt einflößen und die man nicht so zwischen Tür und Angel fährt. Oder doch? ;-) Das Wetter versprach, trocken zu bleiben (tat es) und die Temperaturen moderat (wich doch stark nach unten ab – der Windchill tat sein Übriges).

Und ich will dieses Jahr ja auch schließlich noch den Ötztaler Radmarathon fahren (auch irgendwie zwischen Tür und Angel, denn so richtig Urlaub dafür habe ich nicht übrig). Wäre also eine gute Trainigsfahrt, denn wann fahre ich schon mal an die oder über 200 km? Richtig – bis auf zwei, drei Mal noch gar nie! ;-) Hier gibt’s übrigens einen Bericht von meiner bisher längsten Fahrt über 263 km – solo und mit 3536 Höhenmetern.

Eifelhorizont

Eifelhorizont

Und: bisher kannte ich die Eifel nur von den 24 Stunden am Nürburgring. Die Strecke und die Beschreibung auf den Seiten des Radsportvereins Euskirchen versprachen eine tolle Gelegenheit für richtig viel (Nord)Eifel-Genuss.

Überhaupt: Daumen hoch für Umfang und Güte der Veranstaltungsinformationen! Informationen zur Strecke, Downloadlink der Tracks, zu Sehenswürdigkeiten (sogar per Audiofiles), zu den Anstiegen – sehr gut! Das hat richtig Lust geweckt.

Auf der Strecke dann: übliche, gute Ausschilderung mit Pfeilen, wie man es so von RTFs kennt. Dazu dann noch überall Schilder, wenn Gefahrenstellen lauern könnten („Achtung“, „Bremsen“ etc.), Hinweisschilder mit Länge, Durchschnittsgradient, Höhenmetern und Sternewertung am Fuß der Anstiege und auf der Straße mit Markierungen versehen Schlaglöcher (von denen es wenige gab – überwiegend war die Oberflächenqualität sehr gut).

253 km durch die Nordeifel. Die meisten davon über solch schöne und absolut unbefahrene Nebenstraßen mit sehr gutem Zustand und glatten Asphalt.

253 km durch die Nordeifel. Die meisten davon über solch schöne und absolut unbefahrene Nebenstraßen mit sehr gutem Zustand und glatten Asphalt.

Und großes, großes Lob für die Qualität der Strecke als solches und den Mut, wirklich einen „Extrem“-Marathon mit solch vielen und auch vielen knackigen Anstiegen anzubieten. So beeindruckten nicht nur Landschaft und die absolut verkehrsarme Streckenführung auf den vielen kleinen Nebensträßchen (lebt überhaupt jemand in der Eifel? Man wähnte sich fast auf einer komplett abgesperrten Strecke…) sondern auch solche Kracher wie Reifferscheider Burgberg. Auf einer Länge von 360 m galt es im unteren Teil „nur“ 37 Höhenmeter zu überwinden, aber bei max. 18 % und von einer Abfahrt kommend direkt rein in knüppelhartes, fettes Kopfsteinpflaster. Die Euskirchener haben den Anstieg daher auch liebevoll „Kleiner Koppenberg“ getauft. Der zweite Klopper ist der Kirchberg: 91 Höhenmeter wollen auf 720 m überwunden werden und dafür kurbelt man dann schwer bei einer maximalen Steigung von 21%. Sehr genial! ;-)

Kurvig auf und ab durch die Nordeifel.

Kurvig auf und ab durch die Nordeifel.

Ich habe das erste Mal im Rahmen einer RTF an einem Marathon (sonst bin ich nur bei richtiggehenden Alpenmarathons und Cyclosportivs am Start) teilgenommen und habe so keinen Vergleich zu sonstiger RTF-Marathon-Verpflegung. Fand diese völlig ok und gut. Sehr schön war, dass es an jeder Kontrolle richtiges Brot mit Leberwurst oder Frischkäse, nebst Salzstangen etc. gab. Das ist doch für so einen Tag im Sattel viel brauchbarer als der ganze Süßkram, den es sonst so gibt. Z.B. Waffeln und so. A pro pos Waffeln – die gab es natürlich auch. Aber nicht die billigen Dinger, sondern die leckeren dicken belgischen Waffeln. Da ich die in Belgien bei der Flandern-Rundfahrt und bei L-B-L allerdings zu genüge hatte, verzichtete ich darauf. Bis zur letzten Kontrolle. Da gab es sogar Kaffee! Oh wie genial – gerade bei dem sehr kühlen Tag. 10° Celsius war’s im Schnitt. Ein Kaffee und dazu eine belgische Waffel und dann nur noch 28 km bergab bis flach zum Ziel… Ahhhh, wie geil! :)

An der 2. Kontrolle und Verpflegung in Antweiler.

An der 2. Kontrolle und Verpflegung in Antweiler.

Geil war der ganze Tag. Und dazu hatte auch meine Gesellschaft großen – ach was, den größten :) – Anteil. Ein toller langer Tag mit Natascha, Jens, Seb, Ralf, Stefan und David. Schönes Fahren in der Gruppe. Gute Unterhaltung. Abwechseln im Wind, nebeneinander auf den ganzen kleinen Sträßlein und zum Schluss fast ein richtiggehender belgischer Kreisel bis nach Euskirchen hinein.

Distanz: 252,5 km, Höhenmeter: 4208 m, Zeit: 11 h 28 m (brutto), Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,9 km/h, Durchschnitts-HF: 127

Auf Strava:

Strava_20150530

Schöne Erinnerung: eine markante Medaille!

Zu Besuch bei der alten Dame: La Doyenne! Lüttich-Bastogne-Lüttich per Spoocha-Group-Ride

Rad fahren

Letzten Samstag bin ich relativ kurz entschlossen nochmal nach Belgien gefahren. Genauer, nach Lüttich. Das ist von Wuppertal aus – gerade an einem Samstag morgen – in schnellen 1 h 40 Min zu erreichen.

Was wollte ich da? Hauptsächlich eine interessante Ausfahrt mit einigen Spoocha-Radsportkollegen machen. Daneben wollte ich auch ein weiteres Kreuz in meiner Liste „Muss man als Rennradfahrer mal gemacht haben“ eintragen: Eines der 5 Monumente des Radsportes besuchen und selbst fahren. Hier:

Hier und heute: Lüttich–Bastogne–Lüttich (französisch Liège–Bastogne–Liège).

Das älteste noch ausgetragene Eintagesrennen – dieses Jahr fand die 101. Austragung statt. Und deshalb wird es auch „La Doyenne“ (französisch Die Älteste) genannt. Ein weiteres der 5 Monumente hatte ich Anfang April schon besucht: Die Flandern-Rundfahrt.

Kurz vor dem Gipfelpunkt der Côte de La Redoute (Foto: Sportograf)

Kurz vor dem Gipfelpunkt der Côte de La Redoute (Foto: Sportograf)

Wir wählten die 157 km Runde der Liège–Bastogne–Liège Challenge. Also die mittlere Runde. Der Vorteil: die Startzeit lief von 06:30 bis 09:30 Uhr, wohingegen man für die lange 273 km Strecke längstens bis 07:30 Uhr starten muss. Mit An- und Abfahrt am selben Tag nicht unbedingt erstrebenswert.

Aber auch die mittlere Runde hat gereicht, um für mich die längste Strecke bisher dieses Jahr gewesen zu sein. Was aber auch daran liegt, dass einfach nur lange Strecke überhaupt nicht zu meinem zielführendem Training im Winter und Frühjahr zählt.

Längste Strecke dieses Jahr, aber nur die zweithöchste TSS. Dafür aber eine neue Bestleistung zwischen 6 und 9 Minuten gesetzt.

Mein Eindruck vom Event und von der Strecke:

Insgesamt eine schön kupierte Strecke. Gefällt mir vom Höhenprofil sehr gut. Mittellange, mittlere Gradienten die man sehr gut hochfahren kann. Wie z.B. die L’Ancienne Barrière mit 4800 m Länge, 228 m Anstieg und im Mittel 4,7 % Steigung.

Lange, gleichmäßige Abfahrten, die im trockenen sicher richtig Spaß bringen.

Entspannte Abfahrt nach der Côte de la Roche-aux-Faucons (Foto: Sportograf)

Entspannte Abfahrt nach der Côte de la Roche-aux-Faucons (Foto: Sportograf)

Dazu natürlich die etwas steileren „Hübbel“, die dann allesamt extra gezeitet waren:

Col du Rosier, Côte de La Redoute, Côte de la Roche-aux-Faucons und Côte de Saint-Nicolas.

Der Tag (vorwiegend) im Regen und durch wenig charmante Vororte von Liège

Es dauerte anfangs etwas, bis wir endlich „richtig“ loskamen. Bis wir am Start alle fertig beisammen waren (immerhin fanden Spoochas vom Ruhrgebiet bis zur Pfalz zusammen), war’s viertel vor 10. Dann ging’s durch’s wenig reizvolle Lüttich wo nach 6 km Klaus zwei Platten hintereinander hatte. So dauerte es 50 Minuten, bis wir die ersten 8,4 Kilometer zurückgelegt hatten und das Schild des „offiziellen“ Starts der Route passierten das gleichzeitig den ersten Anstieg einläutete.

Am Start - also, noch nicht so richtig. Ich bin nur nochmal zum Auto gefahren, um eine Baselayer-Lage auszuziehen. (Foto: Sportograf)

Am Start – also, noch nicht so richtig. Ich bin nur nochmal zum Auto gefahren, um eine Baselayer-Lage auszuziehen. (Foto: Sportograf)

Vom ersten Frühstück zu Beginn meiner Autofahrt nach Lüttich hatte ich jetzt schon fast wieder Hunger. Die erste (von insgesamt 3) Verpflegungsstationen folgte aber erst bei Kilometer 42 (bis dahin sollte es dann 12:00 Uhr sein). Also gab’s da quasi „Mittach“. Die waren da auch schon wieder am abbauen – es gab aber noch alles. Sooo viel war das jetzt auch nicht. Aber adäquat mit Orangenvierteln, dicken Rosinen, belgischen Waffeln, Riegeln, Lebkuchenbrot, Salzstangen und Isogetränk.

Alles schön garniert mit Dauerregen, der uns von Anfang an erst schwach, dann penetrant stärker begleitete und erst so gegen km 90 durch war. Ab km 115 nach der La Redoute wurde es sogar ein bisschen sonnig! :)

Alles ganz Easy auf der La Redoute ;-)  (Foto: Sportograf)

Alles ganz Easy auf der La Redoute ;-) (Foto: Sportograf)

An der ersten Verpflegungsstation entschied Klaus auch, dass er umkehren wollte. Ungern liessen wir ihn ziehen. Aber ich war auch etwas erleichtert – bei diesen Bedingungen mit dem momentan doch noch starken Leistungsunterschied in der Gruppe hantieren zu müssen, wäre nicht einfach gewesen.

Auch so war das stete Auf und Ab in den Abfahrten und den wenigen eher flachen Stücken davon geprägt, nicht Volldampf zu fahren, sondern locker zu pedalieren, um allen wieder ein Aufschließen zu ermöglichen. Bei steileren Anstiegen haben wir auch immer oben gewartet. Das hatte sich auch schon bei der Flandernrundfahrt so bewährt. :)

Vor blühenden Büschen auf steiler Côte de La Redoute (Foto: Sportograf)

Vor blühenden Büschen auf steiler Côte de La Redoute (Foto: Sportograf)

Landschaftlich… naja, es ging rauf und runter – das kann man auch in der Elfringhauser Schweiz bzw. eher so im Sauerland haben. Im Vergleich zur Flandern-Rundfahrt waren wir hier auch auf größeren und deutlich stärker befahrenen Straßen unterwegs. Viel Verkehr, nicht abgesperrt, am Anfang und am Ende durch wenig charmante Ecken von Lüttich, dazwischen durch Gegenden und über Straßen, die sich wie gesagt so auch im Bergischen oder im Sauerland finden lassen.

Das und das morgendliche Einschreiben am Start ließ in mir das typische RTF-Gefühl aufkommen. Und überhaupt nicht das ehrfurchtsvolle „Ooooh, du fährst auf geheiligtem Klassikerboden des ältesten Eintages-Rennden der Welt“. Was ich schon ein bisschen Schade fand.

Das erste mal „Oh, wirklich schön hier“ fand ich glaube ich ab Kilometer 62 bei Trois-Ponts. Wo dann Fluss, Landschaft und hübsche Gebäude ein gewisses Flair vermittelten. Danach gab’s dann auch mal weite Blicke, die nicht durch Regen in der Luft in der Sichtweite begrenzt waren und die es so im Rothaargebirge nicht gibt.

Alles Geben auf der Côte de la Roche-aux-Faucons (Foto: Sportograf)

Alles Geben auf der Côte de la Roche-aux-Faucons (Foto: Sportograf)

Es folgten dann auch die härteren Anstiege. Entlang der La Redoute parkten schon die Campingbusse für das Profirennen am folgenden Sonntag. D.h. da gab’s dann auch etwas Publikum.

Insgesamt dann doch dank der Spoocha-Jungs ein schönes Event! :)

Schöne Erinnerung: eine markante Medaille!

Schöne Erinnerung: eine markante Medaille!

Distanz: 156,4 km, Höhenmeter: 2303 m, Zeit: 8 h 03 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,9 km/h, Durchschnitts-HF: 122

auf Strava:

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Ein schönes Treffen zur Teilnahme an der 20. Internationalen 16 Talsperren Rundfahrt RTF. Der August blieb sich treu: von Hochsommer keine Spur, bedeckter Himmel, ab und an Nieselregen, um die 14 Grad. Dafür aber eine schöne Ausfahrt bei netter Gesellschaft.

16 Talsperren Rundfahrt mit Spoocha

Rad fahren

Gestern fand die 20. Internationale 16 Talsperren Rundfahrt des Skiclub Gevelsberg statt.

Wie ich letztes Jahr schon schrieb: Eine Strecke (oder mehrere Strecken, von 47 bis 151 km für die RTF-Runden und 220 km für die Marathon-Runde), von kundiger Hand über reizvolle Straßen durch das Bergische und das Sauerland (bis zur Biggetalsperre für die Marathon-Strecke) vorbei an den Talsperren der Region geplant, dass sollte man sich nicht entgehen lassen.

Abfahrt vom Damm der Bever-Talsperre Richtung Beverteich.

Abfahrt vom Damm der Bever-Talsperre Richtung Beverteich.

Eigentlich wollte ich die Marathon-Strecke unter die Pneus nehmen. Aus den Kommentaren in der Coffeeride-Gruppe wurde aber in der Vorwoche mehr und mehr deutlich, dass die 150er Strecke aus diversen Gründen mehr und dann fast ausschließlichen Zuspruch empfing. Naja, da fiel die Wahl nicht all zu schwer: Einerseits war mal wieder mit Regen zu rechnen zum zweiten konnte man für die 150er Strecke etwas später starten und zum dritten konnten wir uns so noch mal gemeinsam in größerer Runde treffen und fahren.

8x Spoocha auf der Staumauer der Ennepetalsperre

8x Spoocha auf der Staumauer der Ennepetalsperre

So trafen sich dann morgens um 08:30 Uhr mehrere „Spoochies“ ;-) um zu elft auf die Große RTF-Runde aufzubrechen. Zwei davon wollten schon vom Start weg die 120er Runde fahren, ein dritter entschied sich aus aktuellen Befindlichkeiten (Erkältung) ebenfalls dazu.

Praktischerweise konnten wir so auch ordentlich Kilometer im Rahmen der diesjährigen SPOOCHA Vuelta a España Challenge sammeln. Hier geht es um Spendengelder für ein besonderes Projekt: Spoocha sammelt für die „Piraten“ des Team „Genesis“ in Barcelona.

Das Wetter war mal wieder sehr durchwachsen. Den ganzen Tag liess sich die Sonne nicht blicken; es war vollkommen bedeckt. Glücklicherweise hielt sich der Regen dennoch in Grenzen. Es gab teilweise Nieselregen und nur ein- zweimal kurz etwas mehr Regen.

Nicht ganz endlose Weiten...

Nicht ganz endlose Weiten…

Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen (ok, mit Sonne wär’s schon schöner gewesen, logisch). Ich fand das Treffen und Quatschen am Rad mit schon bekannten und noch nicht so bekannten Gesichtern sehr angenehm. Ein kurzweiliger Tag auf dem Rad.

Die Ausschilderung der RTF war optimal, die Kontrollstellen tadellos im Rahmen des normalen RTF-Standards bestückt (Eiwaffeln vom Discounter, Mineralwasser und Apfelschorle, Nutella-Brote hier, Schmalzdungen da und Apfelspalten und Bananen sowie leichte Müsliriegel). Nur wieder im Ziel angelangt war’s etwas öde. Wir wollten uns eigentlich noch schön bei Kaffee und Kuchen (oder Wurst und Bier…) zusammensetzen – aber bis auf einen kleinen Grill mit ein paar fettigen Bratwürsten (und nur halben Brötchen) war da nichts mehr. Gut – Thomas und ich haben uns trotzdem eine solche Wurst gegönnt. Aber ansonsten haben wir uns dann noch ein schönes Wochenende gewünscht und sind alle zusammen abgereist.

Alle? Nein, ein unbeugsamer Wittgensteiner, der gerade an einer Höhenmeter-Challenge auf Strava teilnimmt und ja heute auch eigentlich einen Marathon fahren wollte – dem waren die Höhemeter der 150er Runde noch nicht genug. Also bin ich mit dem Auto (wo ich doch eh in Gevelsberg war) noch hinunter ins Tal der Ennepe zur Asker Straße gefahren. Da das Rad wieder aus dem Kofferraum geholt und auf ging es zum Höhenmeter-Nachschlag. :)

Hill-Repeats an der Aske.

Hill-Repeats an der Aske.

Insgesamt 3 Hill-Repeats rauf von der Asker Straße (Trainingseintrag auf Strava) über die Bergstraße bis ganz nach oben brachten mir auf 18,7 km noch 670 Höhenmeter ins Konto. :)

Für die 150er RTF-Runde lauten die Daten:

Distanz: 148,4 km, Höhenmeter: 2.224 m, Zeit: 6 h 56 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,6 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:

Strava_20140830_16TS-Rundfahrt

RTF Bensberg wieder besucht: Am 1. Mai Rund um Schloss Bensberg

Rad fahren

Die RTF (Radtourenfahrt oder Rad-Touristik-Fahrt – manche verballhornen es auch zu: Renntempofahrt ;-)) Rund um Schloss Bensberg war im Jahr 2011 meine erste RTF an der ich teilgenommen hatte. Und gestern habe ich dort noch einmal vorbeigeschaut.

Mein Canyon Ultimate CF SLX vor Schloss Bensberg

Mein Canyon Ultimate CF SLX vor Schloss Bensberg (um das zu sehen, muss man aber von der RTF-Runde abweichen)

Von Wuppertal aus ist man in entspannten 45 Minuten vor Ort. Diesmal war ich auch nicht so spät dran wie in 2011. Fand auch wieder einen schönen nahen Parkplatz und nahm die Anmeldung vor. Bei überraschend gutem und sonnigen Wetter (was sich fast durchgehen halten würde) nahm ich vor dem Start erst mal die Langarmteile von meinem Gabba-Jersey ab und rollte entspannt los.

Startfenster war von 07:30 Uhr – 10:00 Uhr. Gut: 07:30 für die senilen Bettflüchtigen, die direkt neben dem Start wohnen. Kann man machen, ist mir recht. Ich weiss gar nicht, welche Lobby die haben? Also ich würde mich als ehrenamtlicher Helfer bedanken (nicht) wenn ich dafür sogar noch früher vor Ort sein muss und alles aufzubauen habe. Da nützt es auch nicht, wenn ich um 15:00 schon wieder abbrechen dürfte.

10:00 Uhr als Startschluss ist noch ok. Nicht optimal, aber da kann man mit arbeiten. Da ich um 10 vor 10 loskam (wo auch noch ein reges Treiben am Start herrschte), hatte ich durchaus viele Rennradler nahe vor mir, oder hinter mir startend, so dass ich mich auch gefühlt auf einer RTF und nicht alleine auf Tour befand. Es gab immer mal wieder Fahrer und Fahrerinnen und Grüppchen zu überholen. Und oben auf Höhe der Großen Dhünn-Talsperre kam sogar mal ein kleines Grüppchen von hinten, das kurz Windschatten bieten konnte. Da folgte aber schon die Abfahrt runter zur Stauwurzel (wo die Gruppe schnell zerfledderte und ich einige schlechte Abfahrer hinter mir lies) und im nicht sonderlich steilen Anstieg nach Halzenberg waren dann die letzten schnell hinten weg.

Kurz darauf traf ich aber unvermutet nette Arbeitskollegen und unterhielt mich bis nach Hückeswagen mit ihnen – und nach einem kurzen Segmentintermezzo zur Bevertalsperre dann auch wieder bei der Kontrolle in Wipperfürth. Und nach einem kurzen Baustellen-Intermezzo auch wieder mit einem von Ihnen bis hinter Schloss Gimborn. Sehr schön. :)

Wenn ich an Talsperren vorbeikomme, muss mein Rad da fotografiert werden.   Tadaaa: Die Bever-Talsperre ist die erste Talsperre, an der mein neues Canyon fotografiert wurde. :)

Wenn ich an Talsperren vorbeikomme, muss mein Rad da fotografiert werden. Tadaaa: Die Bever-Talsperre ist die erste Talsperre, an der mein neues Canyon fotografiert wurde. :)

Da die längste angebotene Runde der Bensberger RTF nur bei 115 km liegt, ich aber bei dem freien Tag länger fahren wollte (und damit auch gleichzeitig schon die GranFondo-Challenge des Monats Mai bei Strava einfahren wollte), musste ich mir den Track gestern noch selber „aufbohren“. Das ist die Extraschleife, die auf der Karte zwischen Gummersbach und Engelskirchen zu sehen ist. Ich hatte die Schleife extra dahin gelegt, um bis dahin ggf. von Zufallsgruppen und -Bekanntschaften und auch den ersten Kontrollen profitieren zu können. Und ich wollte in dieser, von mir doch sonst nicht befahrenen Gegend, etwas sehen.

Und: Die RTF heisst ja sinngemäß: „Rund um’s Bensberger Schloss“. Dasselbige sieht man aber gar nicht. Das konnte ja nicht angehen – also habe ich das Kopfsteinpflastersegment und einen Schlossbesuch auch noch mit in den Track integriert. :)

Das Kopfsteinpflaster und dessen Fugen sind echt nicht von schlechten Eltern - der Rasen und die Fassade geben aber einen guten Hintergrund ab: Canyon Ultimate CF SLX vor Schloss Bensberg.

Das Kopfsteinpflaster und dessen Fugen sind echt nicht von schlechten Eltern – der Rasen und die Fassade geben aber einen guten Hintergrund ab: Canyon Ultimate CF SLX vor Schloss Bensberg.

Ihr könnt meinen Track hier bei GPSies herunterladen. Es sind zusätzlich noch ein paar von mir als wesentlich erachtete Strava-Segmente als Waypoints eingetragen. Die poppen dann auf dem Display eures Garmins auf und ihr wisst, wann „reinzutreten“ ist. :)

Das alles hatte zur Folge, dass ich bei K3 und auch am Ziel gar nichts mehr bekam. Das bringt mich wieder auf meine Lieblings-RTF-Jammerei. Ja, es ist prima, dass sich ehrenamtliche Freiwillige den Tag freinehmen, die Strecke ausschildern, die Angehörigen Kuchen backen etc. Ganz toll! Und dafür gebe ich auch gerne meine 4 bis 6 Euro, selbst wenn ich immer damit rechne, mich am Ende mal selbst zu verpflegen. So habe ich immer mindestens eine volle Flasche dabei. Heute war es auch zum ersten Mal nötig. Auch heute waren die Helfer sehr freundlich – bei Wipperfürth gab’s sogar liebevoll mit Nutella und Bananenscheibchen belegte Eierwaffeln! Herzlichen Dank!

Nichts destotrotz: 8:00 Uhr oder 8:30 Uhr anfangen ist am Feiertag und maximal 115 km Streckenlänge mehr als ausreichend früh. Früher muss nicht! Schon gar nicht am 1. Mai. Schon mal was vom Tanz in den Mai gehört? Dafür gerne Startfenster bis 11:00 Uhr und Kontrollschluss somit erst um 16:00 Uhr. Und lecker Gegrilltes, Kuchen und Kaffee sehr sehr gerne noch darüber hinaus.

Also: ich gönne den Bensbergern ja auch ihren ersten Mai – aber Ausdauer geht anders. ;-)

Andererseits: Ich wusste es ja vorher, war entsprechend vorbereitet und mein Geld habe ich auch gerne danach bei McDonalds ausgegeben (hätte es aber auch gern dem Verein zukommen lassen…).

Alles in allem aber wieder eine schöne RTF, eine sehr schöne, sehr gut ausgeschilderte Strecke und entgegen der Vorhersagen überraschend gutes Wetter. Überwiegend schön sonnig. Ein schöner erster Mai. :)

Sportlich gesehen habe ich am Anfang, damit ich leichter wurde, erst mal das ganze Glykogen in die diversen Strava-Segmente gepulvert. ;-) Feine Sache. Rund um den Altenberger Dom und Co ist schon was an Konkurrenz unterwegs. Um so zufriedener war ich über die relativen Zeiten. :)

Distanz: 135,7 km, Höhenmeter: 1747 m, Zeit: 5 h 58 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,7 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,8 km/h, Durchschnitts-HF: 138

auf Strava:

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Bleigrauer Himmel, bleigrau das Wasser. Auf dem Damm der Bever-Talsperre.

Oh my God, it’s over twothousaaa, erm, 200 km! ;-) Inkl. 120er RTF und inkl. heftiger Dosis HTFU

Rad fahren

Es ist zwar nur eine Zahl. Aber eine Zahl, die ich immer schon mal auf dem „Tacho“ stehen haben wollte: 200 km in einer Tour. Hatte bisher nie gepasst. War auch nicht sonderlich erpicht darauf – schließlich geht es mir vorrangig um schöne Touren, interessante Strecken, auch Leistung, aber hauptsächlich einfach um schöne Tage auf dem Rad.

Wohlgemerkt, schöne Tage. Ich habe keine Probleme mit 8, 9 oder 10 Stunden auf dem Rad. Alles schon mehrfach gemacht. Aber natürlich nicht im Flachen, sondern immer schön mit Höhenmetern dabei. Im Mittelgebirge oder in den Alpen. Mit Fotografieren, Erkunden oder einfach nur Berge rauf und runterfahren bekommt man die Tage auch so ‚rum. Da muss man gar nicht Kilometerfixiert sein. :)

Die 19. Internationale 16-Talsperren Rundfahrt des Skiclubs Gevelsberg am gestrigen Samstag kam mir dabei gut zu pass. Allein vom Namen her schon quasi für mich Pflicht. :)

Und eine Strecke (oder mehrere Strecken, von 47 bis 151 km für die RTF-Runden und 220 km für die Marathon-Runde), von kundiger Hand über reizvolle Straßen durch das Bergische und das Sauerland (bis zur Biggetalsperre für die Marathon-Strecke) vorbei an den Talsperren der Region geplant, dass sollte man sich nicht entgehen lassen. Zumal das endlich mal eine RTF ist, die so Nahe liegt, dass ich von Wuppertal aus mit dem Rad anreisen kann.

Eigentlich hatte ich auch mit der Marathonstrecke geliebäugelt. Und hätte so auch automatisch auch mal eine Zahl größer als 200 km auf dem Radcomputer stehen gehabt. Aber nachdem in der letzten Woche die Vorhersage für gestern Tag für Tag schlechter wurde, und sicherer Regen nicht zu knapp erwartet werden konnte, konnte ich mich dafür nicht aufraffen. Weder mit der Aussicht, im strömenden Regen irgendwo JWD im Sauerland herum zu fahren, noch, dafür dann auch noch schcn um 06:00 Uhr aufgestanden zu sein. Verständlicherweise sind die Startzeiten für so einen Marathon immer recht früh. Hier von 06:30 bis 07:30 Uhr.

In die RTF-Strecken konnte man aber bis 11:00 Uhr starten… ;-)

Zu der Marathon-Strecke von 220 km hätte ich obendrein auch nicht 2 mal rd. 12 km Anfahrt mit dem Rad addieren wollen. Ganz zu schweigen davon, nochmals früher loszufahren, damit ich mit dem Rad zeitig genug den Startort erreiche.

Um alle Optionen offen zu halten, lud ich mir deswegen neben der Marathon-Strecke auch die 151er Runde als GPX-Strecke von der Gevelsberger Seite herunter (Danke für den guten Service!) und plante mit GPSies die Route inklusive Anfahrt und Abschlussschleife so um, dass ich am Ende 200 km gefahren sein würde. 12 km Anfahrt, Anmelden, 151 km RTF, Startnummer abgeben und dann noch mal rd. 40 km. In Abhängigkeit vom Regen konnte ich dann auf der Strecke immer noch entscheiden, wie ich weiter verfahren würde.

Gesagt getan. Am Samstag also ausgeschlafen, dann gefrühstückt und in die Radsachen geschlüpft. Am Vortag hatte ich noch ein Paket von bike24 erhalten. Darin: die Gabba Convertible Jacket von Castelli. Just in Time, sozusagen. Kurz anprobiert überzeugte sie durch einen Klasse Sitz und angenehmes Hautgefühl.

Für den Samstag entschied ich mich, sie ohne die langen Ärmel zu verwenden. Perfekt für die Bedingungen. Es war vom Start weg komplett bedeckt und rund 16 Grad. Noch trocken, später Regen. Ich war den ganzen Tag so komfortabel, wie man nur wünschen kann. Kein frieren, kein Windchill am Oberkörper, Hals schön bis oben zu ohne im kleinsten eingeengt zu wirken.

Um Punkt 11:00 Uhr – ok, bis ich die Rückennummer in den Händen hielt, war’s 11:05 Uhr – war ich gerade noch im Anmeldefenster…

Startzeit plus geplante Langdistanz hies auch auf dieser, meiner ersten RTF für 2013, mal wieder – Solofahrt. Das bin ich bei RTFs schon gewohnt. ^^

Ich legte zügig los, Zone 3, um möglichst fix vielleicht doch irgendeine Menschen… äh, RTF-Seele zu überholen bzw. möglichst schnell an der ersten Kontrolle zu sein. Einfach um mich zu vergewissern, dass da Leute sind und nicht etwa schon vor mir abbauen… ;-)

Bleigrauer Himmel, bleigrau das Wasser. Auf dem Damm der Bever-Talsperre.

Bleigrauer Himmel, bleigrau das Wasser. Auf dem Damm der Bever-Talsperre.

Ich sah (und überholte) aber nur 2 Leute bis zur ersten Kontrolle. Die war in Herbringhausen. Da sah ich noch 2 weitere, die aber vor mir wegfuhren. Die hatte ich dann kurze Zeit darauf passiert. Zum ersten Mal ein paar mehr Teilnehmer sah ich nach rd 3h 45 bei meinem Kilometer 88, also bei Kilometer 76 der RTF. Das war bei Kierspe. Dort war eine Kontrolle (K5) schön bei einem Bauernhof in einer Scheune platziert.

Sehr praktisch, so konnte man die Nutella-Brote im Trockenen essen. Bis nach Hückeswagen hatte der Himmel dicht gehalten. Aber danach fing es erst langsam, dann bald richtig stark zu regnen an. Mitten im Regenschutt kam ich an der Streckenteilung von 120 und 151 km vorbei. Da ich nicht den Rest des Tages im strömenden Regen fahren wollte, folgte ich lieber der 120er Runde. Bis zur Kontrolle K5 fuhr ich eine Stunde lang im Regen. Das ging aber verhältnismäßig gut mit der Gabba. Kein Auskühlen, einfach nur weiterfahren. Sehr cool. An der Kontrolle standen alle mit Regenjacken (oder Windjacken) mit langen Ärmeln. Und ich mit der Gabba in kurzen Ärmeln ;-).

Als ich da so 12 Minuten stand, wurde es mir aber dann doch kühl und ich fuhr weiter. Überholte die kleine Gruppe, die vor mir aufgebrochen war und war also sofort wieder solo. Wenigstens konnte ich danach noch weitere 3 Leute überholen. Insgesamt hab ich also auf der Strecke so 14/15 Leute gesehen. ;-)

Trotz des Regens waren die Helfer an den Kontrollen gut gelaunt und wir als Teilnehmer ebenso. Es wurde viel gefrotzelt und so hatte jeder glaube ich eine nette Zeit. Wirklich eine schöne RTF, die ich nächstes Jahr, dann hoffentlich bei besserem Wetter, gerne wieder fahren möchte.

Am Ziel angekommen habe ich mir eine Grillwurst samt etwas Nudelsalat für zwei Euro gegönnt und bin dann wieder los. Kurz vor Ankunft kam auch mehr und mehr die Sonne heraus.

Und so dachte ich, ach was soll’s, du bist wieder halbwegs abgetrocknet, dann fährst du nicht direkt heim, sondern erst mal wie geplant Richtung Hasslinghausen und schaust dann…

Jo, und dann dachte ich mir – du bist doch schön blöd, die 200 km unbedingt an so einem Tag vollmachen zu wollen… Aber, so sind sie, die Radfahrer… Ich fuhr bis nach Hattingen, dann über die Ruhr und dann einfach mal so, wie der Lenker zeigte. Hauptsache, ich kam an die 200 km ran.

Ich muss aber sagen: ab 175 km hatte ich ziemlich die Faxen dick und zählte nur noch die Kilometer runter. 10 Stunden an einem sonnigen Tag die Landschaft genießen ist eine Sache, eigentlich schon zu Hause sein können und nur fahren, um eine beliebige Hausnummer voll zu machen, eine andere. Naja, bald waren’s nur noch 10 km. Dann noch 5, dann 2, dann 1 und damit’s auch wirklich hinhaut, noch einen Kilometer drauf und es war vollbracht :)

201 km auf dem Tacho

201 km auf dem Tacho

Interessant aus der Historie: Das erste Mal über 100 km bin ich 2001 gefahren. Nach langer Pause das nächste mal am Ostersonntag, den 24. April 2011. Der Titel des entsprechenden Blog-Posts: Oh my God – it’s over ninethou… ähm, 100 km ;-)

Distanz: 201 km, Höhenmeter: 2932 m, Zeit: 9 h 01 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,2 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,6 km/h, Durchschnitts-HF: 132

auf Strava:

Strava_20130831