#baaw = Bike against a wall

Giant TCX Advanced Pro 1 Disc 2015 Photo Shoot (und kurze Notiz zur Rotor Power LT)

Rad fahren

Vergangenen Samstag konnte ich endlich meinen neuen Giant Crosser, das TCX Advanced Pro 1, ordentlich in Szene setzen. Und zwar im finalen Ausbau.

Giant TCX Advanced Pro 1

Giant TCX Advanced Pro 1

Was bisher noch fehlte: Die Rotor Power LT Leistungsmesskurbel. Da dem Händler die verkehrte Lochkreisversion geliefert wurde, hatte ich zum Übergang irgendwelche alufarbene Kurbelblätter montiert. Das war optisch noch nix. ^^

Antriebsstrang, Rotor powered :)

Antriebsstrang, Rotor powered :)

Jetzt sind die richtigen dran. Die schwarzen Rotor-Scheiben. :) Und Leistungsmessung ist nun auch am Crossbike verfügbar. Zwar nur links, was gewissen Nachteile mit sich bringt. Aber bei dem verhältnismäßig geringen Aufpreis konnte ich nicht nein sagen. Sonst hätte ich wohl auch das Giant mit der Power2Max ausgestattet. Genau wie mein Canyon. So schaue ich mir mal an, was die Rotor Power LT so kann. Bis dato macht sie eine gute Figur, die Daten sehen auf den ersten Blick sehr sauber aus.

Massives Tretlager und Rotor Power LT Kurbel.

Massives Tretlager und Rotor Power LT Kurbel.

Sie scheint auch ähnlich problemlos wie die Power2Max zu sein. Ich musste laut Anleitung nur nach dem initialen Einbau die Kurbel einmal kalibrieren, in dem bei senkrecht stehender Kurbel die Kalibrierungsfunktion über den Radcomputer aufgerufen wird. Ansonsten braucht man sich da augenscheinlich keine Gedanken mehr zu machen und vor oder während einer Ausfahrt irgendwelche Prozeduren durchzuführen. Einfach losfahren. So soll das sein. :)

Was aber zu berücksichtigen ist:

Die Rotor LT misst wie gesagt nur im linken Kurbelarm und multipliziert die Leistung dann mal 2. D.h. es wird auch immer 50:50 Links/Rechts-Verteilung angezeigt. Das mag für manche halbwegs und für andere gar nicht stimmen.

Bei mir ist es so: wenn die Power2Max Recht hat, dann bin ich fast immer bei 47 : 53 . Das ist sowohl das Mittel der letzten 3 und 6 Monate Auswertung. D.h. das linke Bein leistet 47 % und das rechte Bein 53 %.

Die Leistung der linken Kurbel müsste also nicht mit 100/50, sondern mit 100/47 multipliziert werden.

In Realität werden also nicht 2 x 50 %, sondern 2 x 47 % als Summe erhalten. Die Werte der Rotor Power LT sind somit im Mittel um 6 % zu niedrig und müssten für Vergleichbarkeit mit der Power2Max um 6 % angehoben werden. Je nachdem ist das entweder ok oder schon erheblich. Typischerweise 12 Watt bei 200 Watt oder 18 Watt bei 300 Watt sind schon signifikant. Vorteil für mich ist aber, dass ich überhaupt Leistungsmessung und auch die Darstellung der Variabilität etc. am Crosser habe. Ich müsste mir noch einen halbwegs plausiblen Vergleichstest zwischen meinem Canyon mit Power2Max und dem Giant mit Rotor Power LT ausdenken…

Wie dem auch sei: Genießt die Fotos im Blog und der angehängten Galerie. Nach wie vor macht mir das TCX Advanced viel Freude. Ist ein toller Crosser, der für mich eher ein sogenanntes Gravel Bike ist. Bzw. ein „Go Anywhere Bike“, ein Anyroadbike zum überall hin fahren. :)

Daytona Blue you are so fine... :)

Daytona Blue you are so fine… :)

Specs:

Giant TCX Advanced Pro 1 

mit

  • Rotor Power LT Powermeter
  • Shimano Ultegra 11,
  • RS785 Hydraulic Disc brake
  • Shimano RS685 Hydraulic levers
  • Tektro discs 140 mm

Laufräder

  • NoTubes IronCross
  • 32/32 Sapim CX Ray Spokes
  • DT Swiss 240 S Hubs w/ 6-Hole Disc mount
  • RWS 15 mm through axle front and 5 mm quick release skewer back

Reifen

  • Clément X’Plor USH, mounted tubeless

Mehr Fotos:

Matschweg Panda

Criss-Mas-Cross

Rad fahren

Das Giant fährt sich fantastisch. Und obwohl die Clément-Reifen leider über die Seitenwände Luft lassen, fühlen sie sich mit dem gewählten Druck toll an. Mit solcher Zuversicht bin ich auf so schmalen Reifen noch nicht Wittgensteiner Waldwege herunter gesaust. Und ich gehe fest davon aus, dass ich mir bei dieser Fahrweise mit dem Merida (Maxxis Reifen mit Butyl-Schläuchen) heute mindestens einen Platten geholt hätte.

Wettertechnisch hatte ich ein wenigstens von oben trockenes „Losfahrfenster“. Ansonsten natürlich jedem Menge braunes Wasser von unten und dann später Schneeregen von oben. Allerdings mehr Richtung Schnee als Regen. Immerhin. ^^

Cross mit Schnick und Schnack. Schiebepassage, tiefes Geläuf, Baumstämme (oder gleich ganze Bäume – siehe Foto) über dem Weg mit crossmäßigem Absteigen im Lauf. Nur das crossmäßige wieder Aufspringen habe ich mir erst mal gespart… ;-)

Sattelstütze rutscht noch etwas… da muss ich mal mit frischer Carbonpaste ran…

Matsch fun! ;-)

Distanz: 29,6 km, Höhenmeter: 460 m, Zeit: 2 h 02 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 17,8 km/h, Durchschnitts-HF: 141

Auf Strava:

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Rennrad-Tour Erndtebrück – Marburg und zurück

Rad fahren
Panoramablick vom Schloss über Marburg

Panoramablick vom Schloss über Marburg

Am letzten Samstag hatte ich mir vorgenommen, mal Marburg mit dem Fahrrad zu besuchen.

Ich ging es allerdings zunächst recht verhalten an. Hatte es auch so für den Samstag von der Intensität her geplant. Wollte langsam rein kommen. Hatte auch ganz leichte Kopfschmerzen beim Losfahren gehabt. Toll, die Kopfschmerzen waren bald weg und es ging auch bald insgesamt besser. Trotzdem bin ich auf dem ganzen Hinweg nach Marburg bis zum ersten Gegenanstieg hinter Friedensdorf lockeres E2 gefahren. Vorher machte ich in Biedenkopf noch ein paar Aufnahmen des Schlosses und der darunter liegenden Kirche.

Biedenkopf: evangelische Stadtkirche und Schloss

Biedenkopf: evangelische Stadtkirche und Schloss

Der Anstieg zwischen Friedensdorf und Damshausen über die K 73 ist sehr schön. Insgesamt 160 Höhenmeter werden mit angenehmen knapp 6 % Anstieg im Mittel schön laubbaumbeschattet zurückgelegt. Währenddessen lassen sich schöne Blicke auf die Damshäuser Kuppen bzw. das Lahn-Dill-Bergland erhaschen.

leuchtender Raps und Wilier Triestina GranTurismo

leuchtender Raps und Wilier Triestina GranTurismo

Kurz vor Weitershausen hielt ich an und machte einige Fotos von leuchtendgelben Rapsfeldern (sieh auch die Galerie am Ende dieses Artikels). Weiter folgte ich der L 328 über Dilschhausen, bog dort auf die K72 nach Elnhausen ab und nach dem interessanten Anstieg durch Wehrshausen kam ich auch schon nach Marburg. Eine kleine Tal- und Bergfahrt (letztere über einen Fußweg) später kam ich zum Gisonenweg, der direkt zum Schloß führt. Ich sollte beim nächsten Mal versuchen, vorher etwas weiter über die K72 zu fahren, und dann den schmalen Sandweg zu nehmen.

Rapsfeld und Wilier

Rapsfeld und Wilier

Am Schloß hielt ich mich etwas auf, machte Fotos und entschied mich dann aufgrund vorgerückter Stunde, einfach den selben Weg wieder zurück zu fahren.
Jetzt wollte ich relativ zügig wieder zuhause ankommen, hatte aber sowohl eine mehr oder weniger stetig steigende Strecke flussauf der Lahn nach und auch den Wind gegen mich. Übrigens kann ich die niedrige Gegenwindangabe des Wetter-Plugins (welches ich in meiner Trainingssoftware Sporttracks nutze) irgendwie nicht wirklich glauben. Zwischen Biedenkopf und Wallau musste ich mich teilweise bewusst nach rechts gegen den Wind neigen, um eine stabile Fahrtlage zu behalten. Das, und oder der Effekt der False Flat (die Strecke führt deutlicher bergauf, als es einem vorkommt) führten dazu, dass ich einfach reingehalten habe und so auch im Unterlenkergriff in der „Geraden“ auf Pulswerte von immer wieder deutlich über 150 und im Schnitt von 148 zwischen Friedensdorf und Saßmannshausen kam.

Landgrafenschloss Marburg

Landgrafenschloss Marburg

Ab dem Aufbruch vom Schloss fuhr ich also durchgehend für 50 min mit Pulsschnitt 142, machte dann kurz  5 min Pause für ein Telefonat und einen Haferkeks bei Friedensdorf und fuhr dann weitere 1 h 07 min mit Pulsschnitt 149 bis oben zur Leimstruther Höhe. Ab da ließ ich es lockerer angehen (hatte den unteren Rücken schon vor Saßmannshausen gemerkt) und brauchte dann noch 12 min mit Pulsschnitt 132 bis nach Erndtebrück. Schön war allerdings, dass ich auch nach der ganzen Zeit auch hinter Laasphe noch eine schöne 100er Kadenz fahren konnte.

Distanz: 114,99 km, Höhenmeter: 923 m, Zeit: 5 h 38 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,9 km/h, Durchschnitts-HF: 129

auf Strava:

Auf und nieder im Nordosten Wittgensteins oder: "Holla, wer hat den Sommer angeknipst" Tour

Auf und nieder im Nordosten Wittgensteins oder: „Holla, wer hat den Sommer angeknipst“ Tour

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Wie herrlich – Donnerstag noch mit langem Unterhemd, Softshell, langer Hose, Handschuhen unterwegs gewesen… und heute: Knipps, Sommer!

Ich will mich da wirklich nicht beschweren – aber ein etwas allmählicherer Übergang wäre auch ok und sicher besser gewesen.

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Heute Mittag habe ich mir extra vor der Ausfahrt noch einen Track erstellt, den ich nachfahren wollte. Gestern suchte ich mir eine Tour von letzem Jahr aus, wollte dabei auch noch den kleinen steilen Stich mit bis zu 16 % von Balde zur Leimstruther Höhe einbauen und wollte auch den neu auf Quäldich.de entdeckten (da auch recht neu eingetragen) „Pass“ von Alertshausen Richtung Hof Teiche, den „Katzensturz“ fahren. Und so hatte ich mir eine schöne Strecke von Erndtebrück in den „wilden“ ;-) Nordosten Wittgensteins auf GPSies.com zusammengestellt.

Wer möchte, kann natürlich den unten in Strava dargestellten Track aus Strava herunterladen und nachfahren. Die geplante Strecke, die ich auch so 1:1 abgefahren bin, liegt aber auch auf GPSies bereit.

Sehr zum nachfahren empfohlen. Umso mehr bei solch herrlichem Wetter wie heute. Ach, du mein Wittgenstein! :)

Es sind sowohl ein paar schöne Rollerstrecken zum Speed machen auf sanft oder auch etwas stärker abfallenden Geraden enthalten (z.B. von der Leimstruther Höhe bis nach Bad Berleburg und von Girkhausen nach Bad Berleburg), aber auch zahlreiche schöne Steigungsstrecken. Und das alles auf wunderbaren kleinen Sträßchen in kleinen Tälern; durch den Wald und schöne kleine und interessante Orte wie Elsoff oder Alertshausen. Sogar die Asphaltqualität ist fast ausnahmslos richtig gut – da gäbe es, gerade bei den ganz schmalen Wirtschaftssträßchen durch den Wald, ganz andere Beispiele, die aber in der heutigen Tour nicht enthalten sind.

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In der Ortsmitte Erndtebrück geht es los. Entspannt und flach rollt es sich zunächst über Schameder bis Leimstruth. Hier biege ich Richtung Balde ab und hole in der folgenden Abfahrt richtig Schwung, den ich in den folgenden Gegenanstieg mitnehme. In Balde geht es dann scharf rechts in eine kleine Einfahrt, die bald zum Wirtschaftsweg wird. Schnell ist der Gradient bei 12, 13 %, um dann kurz auf bis zu 15, 16 % anzusteigen. Eine radfahrende Familie auf Sommerausflug oder auch ein Genußradler wird dieses Teilstück verfluchen, sollte er meinen Track nachfahren. ;-)

Das kurze Stück ist nur just for fun drinnen und sorgte auch immerhin heute dafür, dass ich meinen Maximalpuls von 182 erreichte. Die folgende Rollerstrecke entlang der (wenig befahrenen) B 480 bis nach Bad Berleburg hinein eignet sich gut zum durchatmen – ist aber viel zu schön zum Bummeln. Also wird mit 100er Kadenz schön Speed gemacht. Durch Bad Berleburg über die Bahnhofstraße und am Kreisel die Sählingstraße nehmend, fährt es sich bald wieder auf schönem Wirtschaftsweg ruhig bis nach Wemlighausen, wo der erste längere Anstieg des Tages wartet: Hoch zum Laibach (Quäldich.de Eintrag).

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Hinter dem Gasthof Aderhold liegt der Einstieg; rechts geht es in die kleine Straße „Zum Heidebach“. Bald windet sie sich als glatt asphaltierter, schmaler Wirtschaftsweg den Hang hinauf. Alles da: glatter Asphalt, Serpentinen, schöne, fotogene Ausblicke über das Tal und eine schöne Steigung mit im Mittel knapp 9 %, in der Spitze kurz rd. 12 %. Auch hier habe ich gut reingehalten – sehr feine Sache. Wer die bisherige Strecke schon ausreichend für eine Einkehr fand, der kann nach kurzer Abfahrt zur L717 im Gasthaus „Erholung“ eine Pause machen. Ich fuhr weiter über die K 44 Richtung Schwarzenau. Auch diese Straße ist, ganz im Gegensatz zur etwas weiter östlich über Christianseck führende K 40, in hervorragendem Zustand. Zuerst kurz mit rd. 10 Prozent ansteigend, dann leicht wellig verlaufend, führt sie schmal und kurvig durch schönen Laubwald.

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Vorbei an kleinen Hofeinfahrten mit den Namen „Latzbruch“ und „Rübengrund“ komme ich bald zu einem sich nach Nordosten über den Talgrund Schlade öffnenden Blick. Hier mache ich erst mal ein paar Fotos. Danach rolle ich kurz weiter bis zur Ortslage „Oberes Hüttental“ hoch über Schwarzenau. Weiter geht es mit dem Genießen der Sonne und mit Fotografieren. Ohne Fahrtwind merke ich hier schon, wie stark die Sonne wirklich ist. Gut, dass ich vor dem Losfahren Sonnencreme aufgetragen habe.

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Nach diesen ausgiebigen Fotopausen geht es jetzt weiter nach Elsoff (Foto Tag). Ein hübscher Ort, durch dem man mal durchradeln sollte, wenn man ihn noch nicht kennt. Ich halte mich aber nicht weiter auf und fahre sofort weiter nach Alertshausen. Auch dies ein hübscher kleiner Ort, der zum kurzen Verweilen einlädt.

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Hier geht es über den Elsoffbach nach links, der Beschilderung „Zum Katzensturz“ nach. Lustiger Name, der auch mit entsprechenden Holzschildern samt eingeschnitzter Katze öfters am Wegesrand dargestellt ist. Was es damit auf sich hat? Leider keine Ahnung. Aber auf jeden Fall ist das eine wunderbare Straße mit nicht zu steilen, wechselnden, teils sanften Gradienten entlang von offenen Wiesen, Einblicken in schöne Täler und im oberen Teil durch lichten Wald. Herrlich! (hier geht es zum Quäldich.de-Eintrag)

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Oben am Kulminationspunkt angekommen, könnte man noch kurz weiter zum bekannten Hof Teiche fahren (wie ich höre, soll man da recht gut einkehren können). Ich biege aber scharf rechts ab und folge der Abfahrt nach Diedenshausen. Die ist auch sehr reizvoll, aber herber als die Auffahrt von Alertshausen. Zudem ist hier die Asphaltqualität nicht sehr gut. Durch den dichteren Wald war es hier auch noch etwas feucht. Also obacht vor Lärchennadeln und Dreck sowie dem einen oder anderen offenen Deckenbereich. Insgesamt aber alles harmlos und kein Problem für Rennradler.

Unten in Diedenshausen (Foto Tag) gönne ich mir hinter der alten Mühle (nach rechts schauen, da sieht man das alte oberschlächtige Wasserrad in einer Überbauung aus Beton) einen Riegel und schätze den Durchfluss in dem kleinen Obergraben parallel zur Straße. Geschätzte 20 bis 30 l/s werden da wohl schmal und flach dahinplätschern.

Von Diedenshausen folge ich der L717 nach Wunderthausen (Foto Tag) . Schön – wie oft im Wittgenstein und hier besonders: kaum bis überhaupt kein Verkehr unterwegs. Nichts stört die Ruhe und das schnelle dahingleiten. Durch Wunderthausen folge ich der K 51 und der Beschilderung Richtung Wemlighausen. Hier geht es hoch bis aufs Kraftholz. Die steilere Variante ist die Anfahrt von Wemlighausen, die ich heute als Abfahrt unter die Räder nehme.

Im Talgrund angekommen wird aber stark verzögert – ich will rechts ab. Die nächste schmale, schöne Straße durch den Wald nehmen. Abgebogen wird also scharf bei der Beschilderung „Wittgensteiner Anglerparadies„. Hier darf man auch selber Angeln, oder sogar einen ganzen Weiher mieten oder einfach nur das ganze Jahr hindurch frischen Fisch kaufen. Ist ewig her – aber als Kind war ich hier mal und habe geangelt :). Heute folge ich aber den Wegweisern zum „Hof Dambach“ und werde mit einer weiteren Steigungsstrecke durch lichten Wald und schöne Gegend belohnt. Über den Höhenkamm komme ich dann hoch über Girkhausen mit tollen Blicken über die Täler aus dem Wald. Unten in Girkhausen angekommen beginnt die sanft abfallende Rollerstrecke, die mich heute auch mit Rückenwind schnell nach Bad Berleburg bringt.

Aus Bad Berleburg fahre ich über den Stöppel nach Berghausen und durch das Altmühltal finde ich die letzte Steigung des Tages nach Birkefehl. Hier lasse ich es nicht mehr ganz so stark angehen und fahre dann in der Folge über die kleinen Dörfer Birkelbach und Womelsdorf zurück nach Erndtebrück.

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Trainingstechnisch war das heute ein astreines Sweetspot-Training. Bei Zeitpunkt 1:54 h – 1:58 h waren die Pulswerte in der Originalaufzeichnung fehlerhaft (gingen bis zu 200 in der Abfahrt – wohl durch flatternde Windweste verursacht?). In Sportracks korrigiere ich solche Fehler – beim Direktupload zu Strava sind solche Sachen natürlich immer noch drin.

Distanz: 83,46 km, Höhenmeter: 1231 m, Zeit: 3 h 58 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,9 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

http://app.strava.com/runs/7503922/embed/1e447c2748c6bb46c447b1c148a208c78b7a0697

Ostersonntag: Besuch beim Biedenkopfer Schloss und der Sackpfeife. Oster-Triple, Part III

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Ostersonntag, der schönste Tag des Osterwochenendes vom Wetter her.

Heute habe ich den Sack meines 3 Tage aufeinanderfolgenden Radfahrens „zugemacht“. Vorgesehen war einfache Grundlage, also GA1 oder E2, je nach Gusto.

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Habe auch öfters drauf geachtet, wirklich nicht über Puls 141 – meine neu definierte Obergrenze Zone 2 zu kommen. Habe es aber genausogut auch laufen lassen, wenn ich bei Puls 145 landete. An Anstiegen sowieso, da dann auch ruhig über Puls 150. War sehr windig und kalt. Dafür und vor allem für den dritten Tag in Folge lief es richtig gut! Sehr schön. Aber nach drei Stunden im Sattel merkte ich langsam, was ich die letzten drei Tage gemacht hatte. Zuerst war es nur etwas Spürung am Hintern. Nach den besagten drei Stunden genau bei 3:00 wollte/musste ich zum ersten mal gezielt den Hintern entlasten, obwohl ich von der Luft und von den Beinen nach wie vor Druck hätte machen können. So bei 3:20 im Anstieg von Dotzlar nach Sassenhausen bin ich extra in den Wiegetritt gegangen, um dem Hintern nochmal etwas Entlastung zu verschaffen. Auch die Abfahrt von Stünzel zur Weidenhäuser Straße und auch die Abfahrt von der Leimstruther Höhe bis Leimstruth Bahnhof habe ich im Stehen laufen lassen, um etwas den Rücken zu strecken und den Hintern zu entlasten, damit ich den Rest der Strecke wieder schön rollen konnte.

War dann froh, in Erndtebrück zu sein. Puh! Tja, so hat man seine Not ;-) Liest sich aber ausführlicher, als es letzten Endes war. Möchte nur festhalten, dass es bis zum stoischen tagelangem 180+ Kilometerabreissen a la Tour de France noch etwas bei mir dauern kann… ;-)

Die Strecke von Erndtebrück nach Biedenkopf fährt sich super flüssig – schließlich gilt es nur einen leichten Anstieg bis zur Leimstruther Höhe zu bewältigen und ab da kann man es dann richtig rollen lassen. Zunächst etwas fixer bis nach Saßmannshausen herunter und dann speedmäßig immer dem sanft abfallenden Verlauf der Lahn durch Bad Laasphe und Wallau bis hinein nach Biedenkopf folgend.

In Biedenkopf fuhr ich direkt hinter dem Ortseingang den Hinweis-Schildern zum Schloss nach und hinauf und machte dort erst einmal ein paar Fotos. Zu Ehren des am Ostersonntag stattfindenden Klassikers Paris-Roubaix (Glückwunsch zum 4. Sieg an Tom Boonen) bestritt ich hier auch meine Pflicht-Pavé-Strecke in Form des gepflasterten Schlosshofes. Hier hätte man es gut noch eine Weile aushalten können – Sonnenschein, aber durch die Wehrmauern und Gebäude komplett Windgeschützt, so war es dort schön warm.

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Wer übrigens auf den Burgturm oder auch Wehrgang möchte, muss einen kleinen, sicherlich sinnvollen Obulus am Schlosskiosk bzw. Museumseingang bezahlen. Mir war allerdings die windgeschützte Sonne und das fotografieren meines Wilier GranTurismo im Schlosshof genug. Nach einem kleinen Happen fuhr ich dann vom Schloss herunter in die Stadt und dann auf dem selben Weg, den ich gekommen war, auch wieder zurück bis nach Ludwigshütte.

In Ludwigshütte ging es am Kreisverkehr rechts hoch zur Sackpfeife (alle meine Touren dahin mit weiteren Infos und Fotos hier). Diese Strecke ist im Sommer entlang der B253 nicht ganz so angenehm, da vom Ausbau her sowohl für die Autofahrer, aber mehr noch für die Motorradfahrer zum Heizen verleitend. Da ist man froh, wenn man auf dem „Gipfelpunkt“ der B253 schließlich nach links in den Wald und die dann ruhige kleine Straße einbiegen kann, die nochmal rund 160 Höhenmeter bis zum Parkplatz der Sackpfeife bereithält. Weitere ca. 17 Höhenmeter kann schnorren, wer anstelle auf Parkplatz und zur Sackpfeife selbst sowie dem dortigen Ausflugslokal zu fahren, erst mal noch links der Zufahrt zur Sendeanlage des Hessischen Rundfunks folgt. Da steht man dann aber nach etwa 240 m vor der Verschlossenen Schranke.

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Aber egal, in der Summe hat man dann nicht ganz 380 Höhenmeter beginnend ab Ludwigshütte erklommen. Das Reicht für Kategorie 2 bei Strava. Das Strava-Segment, welches ich dafür angelegt habe, läuft aber wohlweisslich nur vom Kreisverkehr bis zur Einmündung des Parkplatzes. Zum einen möchte ich nicht jedes Mal diesen nutzlosen 17 HM Stummel in die Sackgasse folgen und zum zweiten möchte ich auch (wenn denn mal mehr Strava-Nutzer dort unterwegs sind) diejenigen erfassen, die direkt auf den Parkplatz fahren.

Von der Sackpfeife folgte ich dann weiter der Hauptstraße nach Eifa und hinter diesem links abbiegend der Hatzfelder Straße nach… Hatzfeld, richtig. ;-) Ich weiß nicht, was mit dem Asphalt da passiert ist, jedenfalls hat er ein sehr interessantes Schadbild – über und über klein abgegrenzte Aussprengungen, als ob jemand mit einer Schrotflinte von oben draufgeschossen hätte. Einer Schrotflinte mit 10 bis 20 cm Schrotkugeln… Aber die Straße ist nicht lang – ab der nächsten Kreuzung sind die Untergrundverhältnisse wieder normal.

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Hier habe ich auch nun vom Tal der Lahn kommend die Eder erreicht. Dieser folge ich flussaufwärts durch Hatzfeld, Beddelhausen und Arfeld, um sie dann Richtung Dotzlar zu verlassen und den Anstieg nach Sassenhausen zu nehmen. Oben angekommen, ist man auch flugs in Stünzel und von dort schnell auf der Leimstruther Höhe und auf schneller Rollerstrecke wieder in Erndtebrück.

Daheim angekommen, war ich angenehm platt. Ein schönes, dreitägiges Ostertrainingslager war das :)

 

Distanz: 83,7 km, Höhenmeter: 1050 m, Zeit: 3 h 59 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,7 km/h, Durchschnitts-HF: 136

auf Strava:

http://app.strava.com/runs/6421114/embed/d7abb782dc3a8c3eb1f31e2a6a0c073df45020c4