Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

A Sunday far from Hell. And in Bibshorts! Hurra – Sonne. :)

Rad fahren

Am vergangenen Sonntag fand ja das Radrennen Paris-Roubaix statt. Ein tolles Rennen, in dem dieses Jahr John Degenkolb Geschichte geschrieben hat. Ein stark herausgefahrener Sieg brachte ihm den zweiten Sieg eines Monumentes des Radsports innerhalb von nur 3 Wochen ein. Zuerst Milan – San Remo und am Sonntag dann Paris-Roubaix. Damit war er erst der zweite Radsportler, dem es gelungen ist, in einem Jahr diese beiden Rennen zu gewinnen (Sean Kelly gelang diese Leistung 1986). Und erst der zweite Deutsche, der die auch als „die Hölle des Nordens – L’Enfer du Nord“ bezeichnete Königin der Frühjahrsklassiker gewinnen konnte. Darauf mussten wir immerhin 112 Ausgaben warten. Denn der ihm vorhergehende deutsche Sieger war 1896 Josef Fischer bei der allerersten Ausgabe von Paris-Roubaix.

Also hieß es: Radrennen schauen oder selber Rennrad fahren? Keine Frage, denn endlich gab es seit langem mal einen schönen sonnigen Sonntag! Ich entschloss mich also zu einem Sonntag fern der Hölle. Sondern im Siegen-Wittgensteiner Radfahr-Himmel. Unter blauem Himmel. Und in kurzen Radhosen! Hurra! :)

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Die Beine sehen die erste Sonne 2015.

Gleichzeitig war dies die letzte Trainingseinheit der bisher härtesten und umfangreichsten Trainingswoche diesen Jahres. Insgesamt war ich 15,7 Stunden und jedem Tag seit Dienstag auf dem Rad:

Dienstag FTP-Test-Protokoll, Mittwoch Anaerobic Capacity mit 1- und 2-Minuten-Intervallen, Donnerstag Tempo VO2max und Neuromuscular Power Intervals, Freitags Endurance Recovery, Samstags Lactate Threshold Bergintervalle und am Sonntag dann eine Ausdauerfahrt, aber mit vereinzelt eingestreuten 8-Sekunden-Bursts. Sehr vereinzelt, denn ich merkte die Woche und ich merkte etwas die linke Wade…

Gleichzeitig war das aber auch ein schöner Rad-Ausflug für’s Gemüt im Sonnenschein. :)

Weite Blicke bieten sich in das Siegerland von den hinter Lützel steil abfallenden Rothaarhöhen.

Rennrad mit Aussicht

Rennrad mit Aussicht

Gleichzeitig markiert dieser Abschnitt die erste schöne, flüssig zu fahrende Abfahrt meiner Streckenwahl am Sonntag.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Die B 62 nahe Lützel. Zwar eine Bundesstraße, aber wie so oft im Siegerland und Wittgenstein doch nicht so stark befahren, wie anderswo in der Republik.

Durch Netphen fahrend, fahre ich danach ein Stück über den Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Die Martinikirche in Netphen. Ein "Squaropan" (3 Aufnahmen zu einem Panorama)

Die Martinikirche in Netphen. Ein „Squaropan“ (3 Aufnahmen zu einem Panorama mit gerne beibehaltener Verzeichnung)

Einfach, um mal dort ein bisschen zu Bummeln und diesen Weg zu erkunden.

Die Sieg zwischen Deuz und  Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus...

Die Sieg zwischen Deuz und Netphen. Noch ist der Mai nicht gekommen und noch schlagen die Bäume nicht aus…

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Auf dem Radweg zwischen Netphen und Deuz.

Wenig später markiert der kleine Ort Hainchen der Beginn des Aufstiegs zur Haincher Höhe und damit des Übergangs von Nordrhein-Westfalen nach Hessen. In Hainchen selbst befindet sich mit der Burg Hainchen die einzige Höhenwasserburg Westfalens.

Dort bietet sich eine kleine Gelegenheit, mich fotografieren zu lassen:

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

An der Wasserburg in Hainchen im Team-Wittgenstein-Kit.

Die Haincher Höhe markiert kurz darauf den Beginn einer langen Abfahrt, die in eine tolle Rollerstrecke übergeht. Es folgt ein leichter Zwischenanstieg hinter Dietzhölztal und dann wieder eine lange Rollerstrecke über Fischelbach und Banfe bis nach Bad Laasphe.

Hier heisst es: Unterlenker, Rücken- bzw. Seitenwind und einfach nur gute Laune! :)

In Bad Laasphe erweise ich Paris-Roubaix meine Ehrerbietung, in dem ich kurz in die Altstadt abbiege, um am heutigen Tag auch selbst Kopfsteinpflaster unter die Räder zu nehmen. Wenn auch nur symbolisch. :)

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Keiner der Secteurs von Paris-Roubaix, sondern Laaspher Altstadt-Pflaster.

Am Ende von Bad Laasphe gönne ich mir in der Aral-Tankstelle einen Café Creme und ein Nuss-Nougat-Hörnchen und fahre dann über Wallau Richtung Biedenkopf um kurz davor das Tal der Lahn über die Sackpfeife zu verlassen und nach Norden in das Tal der Eder zu fahren. Ederaufwärts führt mich meine Runde über Hatzfeld, Arfeld, Raumland und Leimstruth zurück nach Erndtebrück.

Distanz: 116,1 km, Höhenmeter: 1147 m, Zeit: 5 h 29 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,0 km/h, Durchschnitts-HF: 131

(Übrigens – genau die gleiche Runde bin ich Ende letzen Jahres mit meinem Crosser gefahren. Bei etwas anderen Temperaturen und leicht anderen Straßenbedingungen… ;-)  Ice Road Truckin‘)

Auf Strava:

Strava_20150412

2 Gedanken zu “A Sunday far from Hell. And in Bibshorts! Hurra – Sonne. :)

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