Das iPhone als Radcomputer: Teil 1 von 3 – Nur iPhone, sonst nichts

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Nur das iPhone – das geht natürlich auch. Irgendwie. In dem man es in einer Tasche mit sich führt und es immer dann raus kramt, wenn man auf Google Maps nach dem Weg sehen möchte. Oder einfach die gefahrene Strecke mit einer GPS App trackt.

Eine Halterung:
Wenn man das iPhone aber wirklich zu etwas mehr nutzen möchte, dann muss man als erstes nach einer brauchbaren Halterung suchen.

Idealerweise sollte sie sowohl:
– das iPhone sicher am gewünschten Ort (Lenker oder Steuersatz) fixieren (Muss!)
– das iPhone vor Schmutz und/oder Regen Schützen
– je nach Größe schnell samt iPhone abnehmbar bzw. schnell das iPhone freigebend sein
– Zugänge zu Kamera-, Kopfhörer- und Multiport-Öffnungen bieten.

Es gibt nicht viele Halterungen, die alle oder die meisten dieser Anforderungen erfüllen und leider lässt die überwiegende Mehrzahl der für wenige Euro angebotenen Treffer der Suchanfrage „iPhone + Radhalterung“ bei Google oder Amazon nicht erwarten, bereits das erste KO-Kriterium „sichere Befestigung“, zu erfüllen. Manchen dieser Halter würde ich nicht mal auf einem Hollandrad auf Feldwegen, geschweige denn einem Mountainbike auf schwierigem Geläuf oder einem Rennrad auf ruppigem Asphalt über den Weg trauen.

Hier zwei Halter, denen ich vernünftige Funktionalität als Fahrradhalter und gleichzeitig Schutz für das iPhone zutraue, natürlich mag es darüber hinaus weitere gute Halterungen geben:

Das BikeCase der Andres Industries AG.

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Link auf Testberichte gibt’s hier.

und das Dahon Bike Mount
(auch für iPhone4)

Zu Beziehen z.B. hier

Letzteren besitze ich selbst und bin mit ihm zufrieden. Ich nutze ihn ab und an mit meinem Mountainbike und das iPhone ist selbst auf Singletrails sicher und gleichzeitig zugänglich verwahrt.

Die Nutzung:

Wo bin ich?
So, das iPhone ist nun sicher und zugänglich am Lenker untergebracht. Was nun?
Im simpelsten Fall kann man sich z.B. mittels der Standard App „Karten“ orientieren und entscheiden, welche Wege man weiterverfolgen möchte.

Wo will ich hin?
Oder man nutzt eine GPS App, um eine vordefinierte, z.B. von gpsies.com heruntergeladene Tour, nach zu fahren und gleichzeitig seinen eigenen Weg aufzuzeichnen. Nebenbei erfährt man auch noch, wie schnell man sich gerade fortbewegt, wie lang man schon unterwegs ist und wieviele Höhenmeter An- und Abstieg zurückgelegt wurden oder noch bevorstehen. Leider gibt es nur sehr wenige Apps, die Tracks aus beliebigen Quellen laden können. Eine empfehlenswerte App, die das kann, ist Trails.

Wie schnell bin ich?
Anstelle einer allgemeinen GPS und Tracking App kann man sich natürlich noch mehr auf den Bereich Radfahren spezialisieren. Hier gibt es diverse Apps, die Funktionalität im Bereich GPS-basierte Geschwindigkeitsmessung, GPS-Track-Aufzeichnung, Trainingslogs (Streckenlänge, Höhenprofil, Geschwindigkeitsverlauf etc.) oder Uploadmöglichkeit zu Trainingscommunities einzeln oder in Kombination anbieten.

Beispielsweise Cyctastic

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Oder B.iCycle(gibt es auch für Android)

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Und was sagt die Praxis?
Hier kann ich (wie sonst eigentlich auch ;-)) nur für mich sprechen. Den Hauptnutzen des iPhones am Bike sehe ich weniger in der Radcomputer-Funktionalität, sondern mehr in der Orientierung. Und hierfür reicht mir in nicht vollkommen fremder Umgebung auch das iPhone ganz normal in der Tasche. Wenn man sich des Wegs nicht mehr sicher ist, schaut man halt einmal kurz auf Google Maps und weiter geht’s.

Zum Nachfahren neuer Routen hingegen finde ich die Lösung mit Lenkerhalterung und einer App wie z.B. Trails (habe ich selbst bereits ausprobiert), sehr angenehm.

Den Radcomputer ersetzt das iPhone bei mir allerdings nicht. Denn hier benötige ich mehr:

– Mehr Akkuleistung: Nutzt man die GPS-Fähigkeit des iPhone nonstop zum Navigieren und zur Bestimmung/Anzeige der Geschwindigkeit, kann man von maximal 2h Laufzeit ausgehen. Ohne externen Akku (schönes Detail am Rande: der Dahon BikeMount gestattet den sicheren Anschluss von z.B. externen Akkulösungen über eingeschlossenen Raum für den Multiportstecker) also nichts für eine übliche Samstags- oder Sonntagstour. Und auch, wenn diese nur 1 bis 1,5 h dauern sollte – mit ernsthafter Panne oder schlimmeren weit ab von zu Hause im Wald liegen und der Handy-Akku ist schon fast leer – oder beim gemütlichen Tourabschluss im Café keine Power für Twitter und Co zu haben… undenkbar!

– Trainingslog: Trainingscommunities hin, KML-Tracks über eMail an sich selbst versenden her. Am Ende einer Tour bzw. eines Trainings will ich mir meine gefahrene Tour nicht nur in Google Earth oder sonst wo anschauen – nein, ich will alle Daten in der Trainingssoftware meiner Wahl analysieren. Z.B. SportTracks (http://www.zonefivesoftware.com/sporttracks/). Und dafür benötige ich gängige Exportformate (Garmins .tcx oder .fitlog z.B.). SportTracks unterstützt zwar auch den Import von .gpx Tracks, aber dann würden immer noch weitere wichtige Informationen fehlen, wie z.B. Herzfrequenz oder Trittfrequenz.

Wie man einige dieser Nachteile umgehen, bzw. einen „richtigen“ Radcomputer mit Herzfrequenzmessung und allem, was dazu gehört, aus dem iPhone machen kann, davon handeln dann Teil 2 und Teil 3 dieses Beitrags.

2 Gedanken zu “Das iPhone als Radcomputer: Teil 1 von 3 – Nur iPhone, sonst nichts

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