SGNL’s First Hands On zur kommenden Sony NEX-6 und den neuen E-Mount Objektiven

Fotografie

Hier ein kurzes Video zur Vorstellung der Sony NEX-6 samt des neuen Power Zooms 16-50mm f/3.5-5.6, welches auf der Photokina vom Handling und von der Haptik bereits einen guten Eindruck auf mich machte. Bin sehr auf die finale Bildqualität dieses Objektivs gespannt.

Die NEX-6 samt dem Powerzoom soll im November auf den Markt kommen.

Weiters werden auch das im November verfügbar sein werdende 10-18mm f/4 Zoom und die im Dezember kommende Festbrennweite 35mm f/1.8 kurz gezeigt.

(Video: SGNL(TM) by Sony, http://www.youtube.com/user/sgnl?feature=watch)

Und, habe ich das hier richtig verstanden? Da nuschelt er ein wenig. Sagt er bei Minute 3:02 tatsächlich „Time-Lapse Photography“ die dann „later this year“ als App hinzugefügt werden soll!? Yay! Dass ich das noch erleben darf…

Wow, damit wäre endlich meine Selbstauslöserkritik hinfällig. Selbst bei nur rudimentärester Implementation eines Timelapsefeatures könnte die Kamera meinetwegen vor sich hin fotografieren, während ich mich bei der Outdooraktivität meiner Wahl in Position bringe und dann im vorgesehenen Bildausschnitt „performe“. Egal, ob ich dafür 10, 20 oder 320 Sekunden brauche. Dann wären zwar im Anschluss die Fotos bis dahin zu löschen, das wäre aber verschmerzbar. Und vielleicht sind die Entwickler ja auch so vernünftig, und spendieren eine Startverzögerungsfunktion.

Sony DSC-RX100, Post 2: Dynamikumfang

Fotografie, Produkttests

Anstelle eines einzigen Riesenartikels zur neuen Sony DSC-RX100 Kompaktkamera werde ich eine lockere Reihe von Postings meiner Eindrücke veröffentlichen. Das ich direkt einen sehr positiven Eindruck gewonnen hatte postete ich samt drei Aufnahmen in voller Auflösung hier.

Mittlerweile habe ich eine davon und eine weitere, vierte Aufnahme auch in meinem flickr-Stream veröffentlicht.

Hier soll es nun um den Dynamik-Umfang der Kamera gehen. Und zwar habe ich die Sony RX 100 vom Fleck weg einfach in die Trikottasche gesteckt (natürlich vor Feuchtigkeit geschützt), zum Rad fahren mitgenommen und direkt produktiv eingesetzt. Von der Bedienung her wirft die Sony hier keine Fragen auf und alle benötigten Einstellungen (Fokusfeld verschieben, ISO und/oder Belichtungskorrektur und natürlich Blende – ich fotografiere nahezu ausschlieslich im Av-, also Blendenvorwahl-Modus) sind zu meiner vollsten Zufriedenheit praktisch und schnell erreichbar.

Von daher hatte ich auch kaum einen Blick in das Handbuch geworfen. Kunststück, es liegt ja auch keines, nicht mal auf CD bei. Ja, es liegt ja nicht mal eine CD bei. Sony setzt hier leider voll auf das Internet. Während ich das ja fast noch verschmerzen könnte, wenn vom ausführlichen Handbuch wenigstens ein PDF-Download existierte, so hat Sony hier leider den Vogel abgeschossen. Denn das vollständige Handbuch gibt es nur im HTML-Format und zum derzeitigen Zeitpunkt auch nur in Englisch. Es liegt im Kamerakarton eine Kurzanleitung in allen möglichen Sprachen bei, soviel sei ergänzt. Aber alles in allem: Sehr schwaches Bild!

Nun, ohne Blick in das Handbuch fielen mir zwar die unübersehbaren Striche über und unter den ISO-Werten 80 und 100 auf dem Display bei der ISO-Auswahl der Empfindlichkeit der Kamera auf. Da hatte ich mir aber zunächst wenig dabei gedacht bzw. ich nahm mir vor, später daheim nachzulesen, was es mit dieser Markierung auf sich habe. Gemäß alter Schule (je niedrig empfindlicher der Film und in jüngeren Jahrzent(en) je niedrig empfindlicher die ISO-Stufe der digitalen Kamera desto weniger Korn bzw. Rauschen) wählte ich natürlich bevorzugt ISO 80 und ISO 100 für meine ersten Fotos. Auch, wenn mir verschiedene Aspekte zur Base oder native ISO, der Suche nach der selben oder dem Bewerten von Bildqualitätsparametern in Bezug zur ISO-Empfindlichkeit durchaus geläufig sind.

Recht schnell fiel mir aber auf, dass in den Fotos der RX100 insbesondere Wolken oder die weissen Teile meines Rennrades doch sehr schnell ausgefressen dargestellt wurden. So etwas kannte ich in diesem Extrem bis dato kaum – weil mir von Hause aus nur richtig gute Kameras und keine 08/15 Cams in das selbige kommen.

Interessant, dabei war ich doch gerade von einer anderen Sony, nämlich der NEX-5n in letzter Zeit sehr verwöhnt worden was gerade den Aspekt des Dynamikumfanges anging. Und das auch bei der Verwendung der RAW-Files. Bei Verwendung der JPGs kommt sogar noch eine Technik zur Erweiterung des Dynamikumfangs (dunkle Bereiche werden quasi empfindlicher belichtet bzw. aufgehellt, dabei steigt zwar latent das Rausch-Potenzial in diesen Flächen, das Ergebnis der NEX ist dabei aber mehr als ordentlich) zum Einsatz, die ich standardmäßig eingeschaltet habe: DRO.

Nun, normalerweise lasse ich auch dies weg, weil ich wie gesagt grundsätzlich nur mit RAW-Files arbeite. Hier und jetzt muss ich zu Vergleichszwecken aber mit den JPGs arbeiten, da weder Adobe Lightroom noch Apple Aperture zum gegebenen Zeitpunkt die RAW-Files der neuen Sony RX100 unterstützen. Mit RawTherapee könnte man unter Einsatz von Custom-Profilen und eines Schwarzpunktanhebungs-Fixes arbeiten, aber das schaut mir noch zu wüst und schlecht aus. Sonys eigener RAW-Converter, der Sony Image Data Converter (Mac-Version / Windows-Version), ist natürlich anwendbar, aber wahrlich kein Vergleich zu Lightroom oder Aperture.

Also: Sony NEX 5n und Sony DSC-RX100, von beiden jeweils die Bildergebnisse als JPGs, beide mit der Einstellung DRO-Auto. Bzw. die Sony RX100, einmal mit ISO 80 und einmal mit ISO 125 werde ich gleich anhand Bildbeispielen vergleichen.

ISO 80 versus ISO 125:

Warum diese beiden ISO-Werte? Wie ich ja oben schrieb: ISO 80 und ISO 100 sind in der Benutzeroberfläche der RX100 speziell hervorgehoben. Warum? Weil sie sogenannte erweiterte oder Zusatz-ISO-Einstellungen sind. ISO-Einstellungen, die niedriger als eigentlich optimal für die Sensitivität des verwendeten Sensors sind. Sie sind enthalten, um den Fotografen die Möglichkeit zu geben, bei viel Licht oder bei gewünschten, längeren Belichtungszeiten auch noch über die ISO-Werte eine Anpassungsmöglichkeit zu geben (Anmerkung: ein eingebauter Neutralgraufilter wäre hier allerdings die deutlich bessere Alternative gewesen).

Das sich der Unterschied im Dynamikumfang nicht nur in Messreihen erschließt, sondern absolut augenfällig ist, das wollte ich mit den unten stehenden Testaufnahmen herausfinden.

Und in der Tat komme ich so zum Schluss: „Wow – ISO 80 und ISO 100 sind für mich ab jetzt bei der RX100 tabu. Niedrigste und Standardeinstellung sollte sein: ISO 125!“

Bei den folgenden Bildern habe ich immer auf die Achse des Vorderrades meines Rennrades fokussiert. Sowohl bei der RX100 als auch bei der NEX-5n. Bei beiden Kameras war DRO auf Auto-Einstellung aktiviert. Messmethode Matrixmessung. Die RX100 wurde auf f/5.6, die NEX-5n auf f/7.1 abgeblendet. Dies nach Bauchgefühl, um grob ähnliche Schärfentiefe bzw. Diffraktionslevel der unterschiedlich großen Sensoren zu erhalten. Gegenübergestellt sind jeweils entsprechende Belichtungen in Bezug auf die unterschiedliche ISO-Werte und Blenden.

Sony RX100 Iso80 vs Iso125 Gesamt

RX100 ISO 80 vs ISO 125 Detail 01: Beachte z.B. die Seitenfläche des Lieferwagens und das Lenkerband.

RX100 ISO 80 vs ISO 125 Detail 02: Beachte z.B. die rechte Ecke des Kofferraums des SLKs.

In der Praxis würde ich von diesem sehr anspruchsvollen Motiv in Bezug auf die Belichtung (weisse Oberflächen in knalligem Sonnenlicht, aber gleichzeitig Anteile des Motivs im Schatten) eine Aufnahme mit -0,7 Belichtungskorrektur wählen, die ich natürlich auch gemacht habe. In dieser sind alle Weissflächen mit voller Zeichnung versehen und auch die Schatten kann man problemlos nach Gusto etwas hochholen, ohne dass hier Qualitätsprobleme entstehen.

Sony NEX-5n vs Sony RX100:

Normalerweise habe ich bei der Sony NEX oft eine -0,3 oder sogar -0,7 Belichtungskorrektur standardmäßig eingestellt. Ich weiss, dass ich bei meiner speziellen NEX so die Belichtungen bekomme, die ich möchte. Bzw. die ich als optimal für die Weiterbearbeitung erachte. Die RX100 belichtet in diesem Sinne „korrekter“. Denn hier empfinde ich +/- 0 als ausgewogen. Wenn ich im folgenden also die JPGs auf gleicher Basis gegenüberstelle, und die Lichter der NEX fast ausgefressener aussehen, als die der RX100, dann denkt dran, dass ich die NEX eigentlich von vornherein eine Drittelstufe dunkler belichtet hätte. Was man aber auch auf dem ersten Blick sieht, ist, dass das DRO bei der NEX die Schatten deutlich stärker aufhellt. Wohlmöglich ist dies standardmäßig deswegen „stärker“ eingestellt, weil der größere Sensor der NEX in Bezug auf Rauschen einfach bessere Vorraussetzungen besitzt als der für eine Kompaktkamera zwar riesige, aber im Vergleich zur APS-C-Größe halt kleinere Sensor der RX100.

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Gesamt

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Detail 01

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Detail 02

 

Welche Systemkamera darf es denn sein? Teil 2: MicroFourThirds oder Sony NEX – wer macht das Rennen?

Fotografie, Produkttests

Im Teil 1 habe ich im Vergleich zu digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras das Konzept der Systemkameras, also kompakter Digitalkameras ohne Klappspiegel, aber mit Wechselobjektiven, vorgestellt.

Und ich habe einige Vorteile und Möglichkeiten der Systemkameras herausgestellt. Der mir dabei wichtigste ist der Aspekt der Kompaktheit.

Mit spitzer Zunge gesagt: Systemkameras sind für mich nicht der neueste Schrei, der SLR-müden Internetforen-„Fotografen“ ein neues Spielzeug gibt und Gelegenheit zum Zurschaustellen cooler, leica-ähnlicher und retrogestylter Möchtegern-Messsucherkameras bereitet. Nein, Systemkameras sollen bei mir den Vorteil ihrer möglichen Kompaktheit zur Gänze ausspielen. Meine Canon DSLR-Ausrüstung ist hervorragend, danke Canon. Sie könnte gerne etwas leichter und kompakter sein – aber die erreichbare Bildqualität und das Arbeiten mit ihr ist ein Genuss (Raum für Verbesserungen gibt es natürlich überall, so auch hier ;-)). Ich brauche nichts Neues, nur um des Neuen willen. Oder weil es nur ein klein wenig kompakter ist. Und vielleicht noch von einem Hersteller, der erst noch richtig lernen muss, wie eine Fotokamera für Fotografen zu bedienen sein muss.

Ich brauche etwas, was dahin kann, wo eine klassische DSLR nicht hin kann. In die Jacken- oder Trikottasche nämlich. Und auf diese Weise dahin, wo man eine große DSLR oder große Fototasche nicht mit hinnehmen darf oder nicht mit hinnehmen will. Zum Beispiel: auf mein Rennrad.

Aber dabei soll die Kamera trotzdem alle Funktionen bieten, die ich brauche und in der Bildqualität gegenüber meiner DSLR (derzeit eine Canon EOS 7D) möglichst wenig oder besser gar keine Kompromisse erforderlich machen.

Mit diesen Vorraussetzungen, hier sind die Wettbewerber:

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Die Kompaktkamera Canon Powershot S95. Meine bisherige Lösung für unterwegs bzw. auf dem Rennrad. Sie gilt es deutlich zu schlagen, sonst brauche ich mir den Mehraufwand nicht anzutun. Die Canon S95 ist dabei schon eine der besten digitalen Kompakten und bietet darüber hinaus auch meine Minimalanforderungen, nämlich fotografieren im RAW-Format und Blendenvorwahlprogramm Av bzw. Ae.

Für Micro Four Thirds stehen im Ring:

Die Panasonic Lumix GF2 und GF3. Beide haben (im Grunde?) den gleichen 12 MP Sensor, beide sind schön kompakt. Dabei ist die GF3 das neuere, nochmals etwas abgerundete Modell. Dies wirkt sich aber nicht auf die wesentlichen Maße, vorwiegend die Gehäusedicke, aus.

Die Olympus PEN E-PL3. Auch sie hat einen (vermutlich den gleichen?) 12 MP Sensor wie die GF2 und GF3.

Die neue Panasonic Lumix DMC-GX1. Sie besitzt den gleichen Formfaktor wie die GF2, bietet aber deutlich mehr manuelle Kontrollen, darüber hinaus auch wieder einen Anschluss für einen Kabelfernauslöser und hat einen neuen, 16 MP auflösenden Sensor.

Diese Kameras wurden mit den folgenden drei (bzw. vier) Objektiven getestet: Panasonic 14mm/2.5 Pancake, Panasonic 20mm/1.7 Pancake, Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3.5-5.6 OIS Pancake und Olympus M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II R.

Das Sony NEX System wird vertreten durch:

Die Sony Alpha NEX-5n. Sie besitzt einen Sony-eigenen 16 MP Sensor. Getestet wurde sie für Vergleichszwecke vorrangig mit dem Zoomobjektiv Sony E 18-55mm F3.5-5.6 OSS.

Meine Eindrücke und Bewertung:

Im Folgenden findet Ihr weder tiefgreifende Reviews jeder einzelnen Kamera noch detaillierte und akribisch beschriebene Labortests. Dafür gibt es andere Dienste oder Webseiten (z.B. DPReview.com. Entsprechende Links habe ich jeder Kamera und jedem Objektiv oben zugeordnet). Ich schildere lediglich meine Eindrücke bzw. hebe hervor, was mir (natürlich insbesondere im Hinblick auf die geplanten Einsatzzwecke) persönlich aufgefallen ist oder wichtig erscheint.

Das Handling der Kameras in Kürze:

Canon Powershot S95:

Mit der Canon S95 kommt man nach etwas Testen gut zurecht, sie hat eine angenehme Bedienung.

Was besonders toll ist: Einstellmöglichkeit über Objektivring; großes, gut auflösendes Display; ihre besondere Kompaktheit; umfangreich einstellbarer Selbstauslöser

Was vorrangig fehlt: frei verschiebbares Fokusfeld für den Autofokus (nur zentral möglich – also immer Focus und recompose erforderlich)

Was schön wäre: Anschluss für Fernauslöser;  Kipp- oder Schwenkdisplay; Focuspeaking; Anschluss für externen Blitz

Panasonic Lumix GF2 und GF3:

Mit den Panasonics kommt man sofort zurecht, sie haben eine angenehme Bedienung und besonders die GF3 ist fast schon ein Handschmeichler.

Was besonders toll ist: Touchscreen, Bedienung wirft einem keine Stöcke zwischen die Beine

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser, Anschluss für Fernauslöser.

 Was schön wäre: Kipp- oder Schwenkdisplay, Focuspeaking, Blitzbelichtungskorrektur Was schön wäre GF3: Anschluss für externen Blitz (den hat nur die GF2)

Olympus PEN E-PL3:

Mit der Olympus PEN E-PL 3 kommt man sofort zurecht; gute Bedienung. Der Blick in das Menü verwirrt zunächst und Bedarf vertiefter Beschäftigung, offenbart dann jedoch eine außergewöhnlich umfangreiche Anpassbarkeit vieler Funktionen. Die Haptik ist unvorteilhaft sowohl beim Fotografieren aus der Hand als auch vom Stativ; es fehlt einfach ein kleines Widerlager in Form einer kleines Griffs oder einer Griffleiste vorn an der Kamera. Nicht nur fehlt dieser, sondern die Oberfläche ist dort auch recht glatt – das ergibt ein eher prekäres Gefühl in manchen Situationen.

Was besonders toll ist: viele Bedienmöglichkeiten

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser (wenn auch etwas besser als die anderen mFTs durch zusätzlich wähl- und einstellbare Verschlussvorauslösung)

Was schön wäre: größeres, bzw. besser ausgenutztes Display; höher auflösendes Display; Touchdisplay; Focuspeaking; PAL-Format bzw. Bildwiederholfrequenzen bei Videoaufnahme; Lagesensor (völlig unverständlich; fühle mich um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückversetzt. Hochformataufnahmen müssen manuell gedreht werden!); besserer Bildstabilisator.

Panasonic Lumix GX-1:

Mit der Panasonic Lumix GX-1 kommt man sofort zurecht, gute Bedienung, sehr handlich

Was besonders toll ist: viele Bedienmöglichkeiten; Touchdisplay; griffig; solider Ein-Aus-Schalter; elektronische Wasserwaage; Stativgewinde zentrisch in Objektivachse und so angeordnet, das auch mit montierter MiniConnect-Kupplung Batterie- und Kartenslotfach zugänglich bleibt.

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser; Display in der Wiedergabe als Schärfekontrolle nutzbar (das ist in der Wiedergabe bei Vergrößerungsstufen unerklärlich soft. Kein Vergleich zur Schärfedarstellung mittels Sucherlupe während manuellem Scharfstellen – das zeigt, dass das Display dazu in der Lage wäre. Warum geht es also in der Bildwiedergabe nicht?)

Was schön wäre: Focuspeaking; eine leicht bessere Haptik des vielgenutzten Daumendrehrades.

Sony NEX-5n:

Mit der Sony NEX kommt man nach einigem Testen und individuellem Konfigurieren gut zurecht, noch angenehme Bedienung

Was besonders toll ist: brilliantes Display; Touchscreen; Fokuspeaking

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser; Anschluss für Fernauslöser

Was schön wäre: mehr Pancake-Objektive verfügbar; Blitzbelichtungskorrektur; Anschluss für externen Blitz

Meine Eindrücke zur Bildqualität:

Erste Feststellung (nicht unerwartet, aber wesentlich für die weitere Beschäftigung mit MFT): Die Bildqualität (mit 14er und 20er Pancake-Festbrennweite) der 12 Mio Px Panasonics (GF2 und GF3) ist deutlich den 10 Mio Px (und dem kleinen Zoom und viel kleineren Sensor) der Canon S95 überlegen. Sowohl bei bester ISO, als auch besonders bei höheren ISO.

Ein erster Vergleich des Panasonic 14mm/2.5 Pancake zum Vario PZ 14-42mm bei 14mm an einem Gartenmotiv:

Die Festbrennweite ist gut – das PZ akzeptabel bis zu zu soft im gesamten Sektor oberhalb Bildmitte rechts. Wird erst bei f8 und mehr ticken besser (aber nicht wirklich gut).

Ein erster Vergleich des Pana Vario PZ 14-42mm zum Sony E 18-55 Zoom (beide am kurzen Ende, d.h. Pana bei 14, Sony bei 18):

Das Sony ist im Sektor oberhalb Bildmitte rechts (da, wo das Pana richtig schlecht ist) deutlich besser. Dafür ist das Sony am linken Bildrand sehr soft, da ist das Pana Zoom sehr viel besser (beide bei Offenblende 3.5).

Bei f/8 werden die Unterschiede geringer, bleiben aber in oben beschriebener Weise bestehen. Sony zeigt darüber hinaus deutliche Farbsäume (die aber bei Panasonic trotz RAW bereits in der Kamera softwareseitig korrigiert werden? und die bei Sony problemlos in LR beherrschbar sind) und unabhängig vom verwendeten Objektiv in Lightroom (aber nicht z.B. in Sonys eigenem RAW-Konverter oder in Apple Aperture) immer die Neigung zu Treppenartefaktbildung (Jaggies, Aliasing – kann auch in Lightroom vermieden werden, wenn der 2003er RAW-Algorithmus ausgewählt wird).

Ein Vergleich der Olympus PEN E-PL3 zur Panasonic GF 3 (jeweils mit Pana 14mm Festbrennweite):

Die Olympus ist etwas wärmer in den RAWs, die Panasonic etwas kühler. Bildqualität je nach Motiv kaum oder doch schon etwas deutlicherer Unterschied. Z.B. leicht bessere Grasdetails bei der Oly. (Ergänzung: nach Angleich der Bilder mit Weissabgleich Tageslicht und weiterer Standardbearbeitung in Form von Clarity +20 und Dynamik +20 Oly insgesamt einen Hauch besser, aber nicht dramatisch).

Belichtungszeiten: Olympus mit ISO 200 (Basis-ISO) und Pana mit ISO 160 (Basis-ISO) führten zu gleichen Belichtungswerten.

Rauschen: habe kaum einen Unterschied wahrgenommen.

Resultat: Bildqualität kein Kriterium im Unterschied zwischen diesen beiden Kameras – rein das Handling sollte entscheiden.

Bildstabilisator der Olympus PEN:

Mein Eindruck: nicht Empfehlenswert (nur um das Wort „Schrott“ zu vermeiden). Noch nie in meinem Leben hatte ich es mit einem schlechteren Bildstabilisator zu tun. Meine Empfehlung kann nur sein: den internen Bildstabilisator der E-PL3 immer ausgeschaltet zu lassen und sein Vorhandensein nicht als Kaufkriterium zu werten.

Zur Vollständigkeit halber der Vergleich des zur E-PL3 mitgelieferten Kitzooms M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II und dem Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3.5-5.6 OIS, jeweils an der Panasonic GF3:

Bei 14 mm: Das Pana PZ erscheint bei f/3.5 und f/5.6 über den gesamten Ausschnitt leicht besser als das Olympus Zuiko, wer hätte das gedacht. Erst bei f/8.0 scheint Gleichstand zu herrschen bzw. sich der Eindruck leeeeicht umzukehren.

Bei 42 mm: Auch hier ist das Pana PZ durchgehend besser, sowohl offen bei f/5.6 als auch f/8 und f/11. Einzig in der unteren linken Ecke erscheint das Pana softer; dies fällt aber bei f/5.6 nicht ganz so auf und mindert sich auch wieder bei f/11.

Zwischenfazit:

Nach all dem Testen hätte ich mich mit MicroFourThirds als Ersatz für meine Canon S95 und als Austausch für meine Sony NEX-5n für Rennradausfahrten anfreunden können. Dies vor allem unter dem Hintergrund, dass zwar die Kameragehäuse nicht kleiner sind als die der NEX, das aber mit den Pancakes 14 und 20 mm und auch mit dem sehr interessanten PZ 14-42 mm sehr kompakte Rückentaschen-Optionen herstellbar wären, die so leider nicht mit der Sony NEX machbar sind. Da geht das nur mit dem 16 mm Pancake, aber sonst keinem Objektiv. Leider auch nicht mit dem Sony 18-55 Zoom.

Welche MFT hätte es denn nun sein sollen?

Die GF2 und GF3 hatten leider keinen externen Fernauslöser-Anschluss. Den hat die NEX auch nicht, aber wenn ich schon extra nochmal umsteige, dann brauche ich diesen. Denn leider besitzen alle getesten Kameras nicht den sehr komfortablen Selbstauslöser der Canon S95, der sich als überaus wertvoll für die Dokumentation diverser Momente meiner Rad- und anderer Ausflüge und Fotoexperimente erwiesen hat.

Also bleibt nur die Olympus E-PL3 oder die GX-1. Letztere bietet auch einen moderneren Sensor und einen Sensor, der zwar nicht von den Abmessungen, aber wenigstens von der Auflösung her mit dem Sensor der Sony NEX konkurrieren könnte.

Also: Olympus PEN E-PL3 gegen Panasonic Lumix GX-1:

Rauschen: Basis-ISO 160 der GX-1 zu Basis-ISO 200 der E-PL3 sowie ISO 400 zu ISO 400 –> Im Grunde 1:1 gleiches Rauschverhalten und gleiche Rauschtextur. ISO 1600 zu ISO 1600: winziger Hauch Vorteil der GX1. Alles in allem wäre ohnehin nur das Rauschen bei niedrigst möglicher ISO das relevante gewesen. Da mir dieses auf Pixellevel 1:1 gleich erscheint und, wollte man das Bild der GX1 auf die Größe der E-PL3 reduzieren, bei ersterer nochmals leicht verbessert würde, also Gleichstand bzw. Vorteil GX-1.

Bildstabilisierung / Objektive: Der interne Bildstabilisator der E-PL3 ist ein Graus. Obendrein war er bei früheren Modellen auch in ausgeschaltetem Zustand verantwortlich für potenzielle Bildqualitätsprobleme. Auf die in den Objektiven verbauten Bildstabilisatoren einiger Panasonic-Objektive hat man nur Zugriff, wenn diese einen dedizierten Schalter am Objektiv haben. Die Objektive, die ich vorrangig für meine Einsatzzwecke nutzen möchte, bzw. die überhaupt erst den Reiz von MFT ausmachen bzw. MFT einen Kompaktheitsvorsprung vor z.B. der Sony NEX geben, stammen ausnahmslos von Panasonic. Im Zweifelsfall ist die interne Software-Optimierung der Panasonic Kameras daher besser für den Einsatz mit diesen Objektiven geeignet. Vorteil GX-1.

Bildschärfe: Vorweg: Ich konnte für die Olympus E-PL3 bisher nicht (und habe auch keinen Aufwand da hinein gesteckt) Quellen bestimmen, die entweder einen im Verhältnis besonders schwachen AntiAliasing Filter oder eine besonders starke interne Default-Schärfung, die sich auch in den RAW-Files wiederfindet, definitiv bestätigen würden. Es scheint jedoch nicht nur mein Eindruck zu sein, dass Bilder der Olympus im Vergleich und je nach Motiv leicht bis deutlich schärfer erscheinen, als z.B. Bilder der ebenfalls 12 MP Sensoren besitzenden Panasonic GF2 oder GF3 (siehe oben). Und dies unabhängig von etwaigen JPG-Defaulteinstellungen, da ich per se nur mit den RAWs arbeite. So ist die PEN E-PL3 einer GF2 oder GF3 in dieser Hinsicht mindestens ebenbürtig bis deutlich überlegen. Wie bildet sich das auf einen Vergleich mit dem höher auflösenden (16 MP) Sensor der GX-1 ab?

Nun – ohne weitere Maßnahmen, 1:1 in Lightroom betrachtet, scheint auch hier die E-PL3 einen leichten Vorteil zu haben. Bzw. durch ihre gute Grundschärfe den leichten Unterschied von 12 zu 16 MP egalisieren zu können. Kann man also von der Bildqualität her schon schließen, dass die Megapixeldimensionsunterschiede beider Kameras unerheblich sind und man einfach diejenige Kamera nehmen kann, die einem besser liegt? Nun – nicht unbedingt. Den Hauch, den die E-PL3 schärfer erscheint, kann man problemlos durch „Unschärfe Maskieren“ z.B. in Photoshop erreichen. Es ist sogar so: Nach verkleinern des GX-1 Bildes (um einen 1:1 Vergleich zu ermöglichen) und gleichen Schärfungsparametern erscheint das GX-1 Bild knackig scharf während das E-PL3 Bild bereits hart überschärft wirkt und Treppenstufen an allen harten Kanten aufweist (Die Originalfotos habe ich gemeinsam mit ein paar weiteren Fotos in dieses Flickr-Set hochgeladen

E-PL3

GX-1

und zum Vergleich auch die NEX-5n ,

wer mag, kann dies also für sich selbst ausprobieren).

Mein Take away: Das E-PL3 Bild braucht man nicht, aber darf man auch nicht stark im Postprocessing schärfen (i.e. es ist schon gehörig inCamera geschärft). Das GX-1 Bild hat Postprocessing-Reserven und ist problemlos auf das Schärfe-Niveau der E-PL3 zu bringen. Es verbleibt also der volle Auflösungsvorteil und besserer Raum für Weiterverarbeitungen des Bildmaterials. Vorteil GX-1 (für mich – für jemand, der kleinere Bilddateien bevorzugt und keinerlei Postprocessing durchführen mag: Vorteil E-PL3).

Video: Soll hier für meine Zwecke nur eine untergeordnete Rolle spielen. Aber dennoch: Die E-PL3 kann leider nur HD in AVCHD konformen 60i. Das ist für europäische Zwecke leider unschön; die GX-1 lässt sich vorbildlich zwischen NTSC und PAL, d.h. in diesem Fall zwischen 60i und 50i umstellen. Vorteil GX-1.

Zusammengenommen mit den Handlingunterschieden (siehe oben bei Handling in Kürze) kann ich sagen, das für mich genommen die GX-1 der E-PL3 haushoch überlegen ist. Wenn MFT, dann also die GX-1, das stand jetzt fest.

Halt – Wirklich MFT? Oder doch nicht lieber NEX?

Ok, wenn MFT, dann die GX-1. Sie ist auch schön griffig und ließe sich daher sogar auch beim Fahren gut bedienen. Aber ist die Qualität doch da, wo ich sie haben möchte? Ist das Lumix G X Vario PZ 14-42mm nun die tolle, superkompakte Krönung oder bleibt es dabei, dass ich nur die beiden Pancakes 14 und 20 mm nehme. Aber – wenn es dann doch auch nur diese beiden sind – so viel Unterschied zur Sony NEX-5n mit dem 16 mm Pancake ist dann ja auch nicht. Als einziger handfester Vorteil verbliebe der Selbstauslöser-Anschluss, den die GX-1, nicht aber die NEX-5n besitzt.

Zudem ist mir beim Testen noch eine sehr negative Überraschung bei MicroFourThirds untergekommen: Bereits bei vergleichsweise harmlosen „Langzeitaufnahmen“ (bei 4 Sekunden kann man noch nicht wirklich von Langzeit sprechen, diese Zeit erreiche und überschreite ich häufig in der Dämmerung, Indoor oder bei Aufnahmen fließenden Wassers) wird das Rauschen insbesondere in den Schatten selbst bei Basis-ISO echt übel. Und das sowohl bei der GX-1 als auch der E-PL3. Und sowohl mit als auch ohne eingeschaltete Rauschunterdrückung, bei der die Kamera ein Darkframe gleicher Dauer wie die Ursprungsaufnahme aufnimmt und zur Rausreduktion verwendet.

Kein Vergleich zu meiner Canon EOS 7D oder der Sony NEX-5n. Einen leichten Eindruck davon könnt ihr euch anhand dieses Fotos der GX-1 und dieses Fotos der NEX-5n machen. Beide mit demselben Objektiv Leitz Elmar-C 1:4/90 mm jeweils Leica-zu-MFT bzw. zu-SEL Adapter angeschlossen.

Bezüglich der Güte (der des Fehlens desselben) des Lumix G X Vario PZ 14-42mm ist in den unterschiedlichsten Foren viel geschrieben worden. So richtig zufrieden scheint mir kaum jemand zu sein. So hatte ich mir direkt zwei Exemplare zum Testen besorgt:

Während ich bei Indoor-Testaufnahmen (und somit kurze Entfernung) an einem Bücherregal und zunächst für sich selbst genommen die Ergebnisse als akzeptabel wahrgenommen habe, konnte ich dennoch leichte Unterschiede zwischen den zwei Exemplaren ersehen.

Ich hatte somit einen Favoriten. Den habe ich bei 14 mm gegen die 14 mm Festbrennweite verglichen. Überraschenderweise habe ich dabei keine großen Unterschiede gesehen. Was mich dabei eher weniger vom 14-42 überzeugt, als über das 14er nachdenklich gestimmt hat. Immerhin konnte ich so auch beim besseren 14-42er Exemplar einen soften, stationären Bereich in Bildmitte oben links dingfest machen bzw. aus meinen ersten Tests bestätigen.

Bei 20 mm im Vergleich zur 20 mm Festbrennweite kam  dann endlich der erwartete Effekt: das 20 mm ist eindeutig besser als das Zoom bei entsprechender Brennweite.

Soweit, so lala.

Beim Test draußen erschien mir das 14-42 aber auch ganz ohne Vergleich irgendwie zu soft. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich eine konkrete Ursache habe dingfest machen können, aber mir ist beim weiteren testen etwas aufgefallen, was mir so noch nie untergekommen ist: Doppelbilder bzw. Geisterbilder. Zumindest bei 42 mm. Anhand z.B. folgenden Fotos kann man es einwandfrei an dem Maschendrahtgeflecht ersehen: .

Und das ob mit eingeschaltetem Bildstabilisator des PZ (OIS) oder ohne. Ich bin aber nichtmal sicher, ob es tatsächlich am Objektiv oder vielleicht sogar an der Kamera liegt. Dazu hätte es weiterer Tests bedurft. Ebenso habe ich gerade dieses Motiv nicht per Stativ aufgenommen.

Andererseits brauchte ich das für mich dort auch nicht. 1. handelt es sich um Zeiten, die auch freihand (schlimmstenfalls mit OIS-Unterstützung) problemlos möglich sein sollten, 2. zeigt der Vergleich mit der ebenfalls freihand gehaltenen Sony NEX, wie das Ergebnis auszusehen hat: z.B. hier:

Zusammen mit dem für mich inakzeptablen Rauschverhalten bei auch nur moderat längeren Aufnahmen sowie dem eindeutigen Vorteil des Rauschens bei Basis-ISO (100 bei der Sony NEX-5n und 160 bei der GX-1) steht für mich der nun der Gewinner fest:

Mein Gewinner ist:

Die Sony NEX-5n!

Optimale, kompromisslose Bildqualität bei noch Trikotaschentauglichem Format (mit ganz leichtem Abstrich in Bezug auf das 18-55mm Zoom) gibt es bei der Sony NEX-5n. Sie besitzt obendrein den Vorteil (der hier nicht im Fokus stand) des besten Videomodus: 1080P, also Full HD im Progressive (nicht nur 720I interlaced) mode und das sogar noch bei 50 Frames pro Sekunde. Das bieten nicht mal EOS 5D Mk III und Co. So können selbst bei Full HD noch 50% Zeitlupen bei Pal-konformen 25 Bildern pro Sekunde aufgenommen bzw. wiedergegeben werden.

Obendrein habe ich mit der NEX auch abseits des Rennradfahrens oder bei anderen Terminen nie das Gefühl, Kompromisse bei der Bildqualität einzugehen. Mit der NEX erwische ich mich nie, zu wünschen, ein entsprechendes Bild doch lieber mit der Canon EOS 7D aufgenommen zu haben. Selbst mit der sehr guten MFT-Kamera Panasonic GX-1, welche wirklich auch eine feine Kamera ist die viel für sich sprechen hat, wäre dies aber wohl sicher öfters der Fall gewesen.

Die Selbstauslöser- bzw. Fernauslöser-Thematik werde ich bei der NEX über einen IR-Stecker für das iPhone in Verbindung z.B. mit der App DSLR.bot lösen.

Und nun auf – der Frühling hat begonnen, das Wochenende soll wie die vergangenen Tage sonnig werden: Rauf auf’s Rad und/oder die Kamera zur Hand. Allzeit viel Spaß und Gut Licht :)

Sony NEX Farbprofile für Adobe Lightroom

Fotografie

Von meinen Canon DSLRs war ich es bisher in Adobe Lightroom und Camera Raw gewohnt, auf die Profil-Presets, die ich für JPGs in der Camera auswählen könnte (Neutral, Portrait, Landschaft etc.) auch in der Kamerakalibrierung innerhalb von Lightroom zugreifen zu können.

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Für die Sony NEX-5n gab es da bisher leider nichts. Allein das Adobe Standard fand sich als einziges Profil in der entsprechenden Drop-Down Box. Dank Maurizio Piraccini ist das nun (sogar schon seit Ende letzten Septembers) anders. Er hat sich dankenswerterweise einen GretagMacbeth ColorTable geschnappt, ihn mit verschiedenen Sony und Minolta Kameras fotografiert und diverse Sony Kreativ-Profile (und mehr) mit dem Adobe DNG Profile Editor erstellt.

Die Farbprofile für die Kamerakalibrierung in Adobe Lightroom und Adobe Camera Raw gibt es hier zum Download:

Canon EF Lens auf Sony NEX Smart Adapter

Fotografie

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Das aufhorchend machende Wort im Titel ist „Smart“. Adapter für die Sony NEX gibt es viele. Ja, das ist geradezu eine der Stärken des Sony NEX Systems: das man aufgrund des sehr geringen Auflagemaßes so ziemlich jedes übliche Objektiv an die kleine NEX theoretisch adaptieren kann. Und nicht nur theoretisch. Für so ziemlich jedes aktuell oder früher handelsübliche Bajonett-System gibt es für die NEX entsprechende Adapter. SLR-Systeme wie Canon FD, Nikon, Minolta-M, das altehrwürdige M42 Schraubgewinde oder auch Meßsucherobjektive für Leica, Contax und und und.

Das sind dann im Grunde Metalltuben entsprechender Länge, die kameraseitig das Sony NEX-Bajonett und objektivseitig das entsprechende Bajonett des Fremdsystems aufweisen. Systembedingt bedeutet das natürlich, dass man zwar auch Autofokus-Objektive adaptieren kann, den Fokus aber selbst manuell einstellen muss (sieht man von den Sony-Adaptern für die Sony Alpha Objektive ab, die im Grunde ein vollständiges AF-Modul beeinhalten und daher entsprechend groß und teuer sind).

Das ist aber gar kein großer Hinderungsgrund. Im Gegenteil, viele Fotografen schätzen das bewusste Spiel mit dem manuellen Fokus. Und das muss auch gar nicht mal langsam sein. Die Sony NEX Kameras unterstützen das manuelle Fokussieren auch hervorragend durch (auf Wunsch auch automatische) Bildschirmlupe und einstellbares Focus-Peaking (Kontrastkanten werden künstlich durch Farbmarkierungen hervorgehoben und zeigen den Punkt optimaler Schärfe (Kontrastes) schnell erkenntlich an.

Da es also bei den üblichen Adaptern keinerlei elektrische Verbindung zwischen Kamera und Objektiv gibt, muss auch bei modernen Objektiven die Blende mechanisch am Objektiv eingestellt werden. So, wie man es halt von früher her kennt. Tja… Was macht man mit aktuellen Canon-Objektiven mit EF-Bajonett für die EOS-SLRs? Bisher: nichts. Bzw. man konnte sich auf zwei Arten behelfen:

Einen üblichen mechanischen Adapter kaufen. Die gibt es. Man kann dann aber an der NEX keine Blende einstellen und fotografiert immer mit der am Objektiv eingestellten Blende. Das bedeutet in der Regel: mit voll offener Anfangsblende. Es gibt da zwar einen Trick, aber der ist für die Alltagsnutzung nicht praktikabel: EF-Objektive behalten ihre Blendeneinstellung, wenn die Blende per DOF-Vorschautaste an einem EOS-Kameragehäuse geschlossen wird (auf die an der Canon Kamera eingestellte Blende) und während gedrückter DOF-Vorschautaste das Objektiv vom Strom getrennt, also vom Canon-Gehäuse gelöst wird.

Dann gibt es auch ein paar mechanische Adapter, die zusätzliche Blendenlamellen eingebaut haben. Das geht bei weitwinkligen Objektiven etwas, aber bei Telebrennweiten vignettiert es zunehmend und die Bildqualität leidet. Ich habe einen solchen Adapter mal getestet und kann das wirklich nicht empfehlen. Im Gegenteil: Finger weg.

Könnte man nicht eine elektronische Verbindung zwischen Objektiv und Kamera (samt Intelligenz, die zwischen den inkompatiblen Systemen übersetzt) schaffen? Ja, ist aber nicht einfach und die Probleme sicherlich vielfältig. Gibt es aber jetzt. Gut, gab es sogar schon seit letztem Jahr. Und zwar in Form des recht teuren und auch von der Konzeption her nur für das Filmen und die Verwendung im Rig vorgesehenen Adapter von Redrockmicro.

Aber nun ist der schon im letzten Jahr als Konzept vorgestellte Adapter von Conurus als fertiges Produkt erwerbbar: Der Canon EF Lens to Sony NEX Smart Adapter von Metabones und Conurus. Soll wahrlich auch nicht ganz billige 399 $ kosten und bietet dabei (fast – Autofokus anyone? ;-)) alles, was man von so einem Adapter erwarten kann: alle Programme der Kamera nutzbar; die Blende wird ganz normal wie bei einem originalen Sony-Objektiv angesteuert und die entsprechenden Daten landen auch in den EXIF-Daten des aufgenommenen Fotos. Sehr fein.

Sicher nichts für den unbeschwerten Sonntagsspaziergang (da hat man ja die NEX dabei, weil man gerade nicht riesig große und schwere L-Objektive schleppen möchte) aber doch gut, um das eine oder andere Spezialobjektiv für die NEX verfügbar zu machen oder besondere Aufgaben wahrzunehmen. Etwa für Teleaufnahmen oder auch für Filmprojekte mit der NEX.

Apropos Filmprojekte. Natürlich ist dieser Adapter auch hervorragend für die Sony FS100 Videokamera geeignet, die ebenfalls das Sony E-Mount verwendet. Hier findet sich vielleicht sogar auch der viel größere Interessentenkreis. Viele Canon EF-Objektive werden nämlich sehr gerne für Videoaufnahmen genutzt. Und das nicht nur mit EOS HDSLRs sondern z.B. auch adaptiert an diversen Kameras bis hin zu REDs.