Criss-Mas-Cross

Rad fahren

Das Giant fährt sich fantastisch. Und obwohl die Clément-Reifen leider über die Seitenwände Luft lassen, fühlen sie sich mit dem gewählten Druck toll an. Mit solcher Zuversicht bin ich auf so schmalen Reifen noch nicht Wittgensteiner Waldwege herunter gesaust. Und ich gehe fest davon aus, dass ich mir bei dieser Fahrweise mit dem Merida (Maxxis Reifen mit Butyl-Schläuchen) heute mindestens einen Platten geholt hätte.

Wettertechnisch hatte ich ein wenigstens von oben trockenes „Losfahrfenster“. Ansonsten natürlich jedem Menge braunes Wasser von unten und dann später Schneeregen von oben. Allerdings mehr Richtung Schnee als Regen. Immerhin. ^^

Cross mit Schnick und Schnack. Schiebepassage, tiefes Geläuf, Baumstämme (oder gleich ganze Bäume – siehe Foto) über dem Weg mit crossmäßigem Absteigen im Lauf. Nur das crossmäßige wieder Aufspringen habe ich mir erst mal gespart… ;-)

Sattelstütze rutscht noch etwas… da muss ich mal mit frischer Carbonpaste ran…

Matsch fun! ;-)

Distanz: 29,6 km, Höhenmeter: 460 m, Zeit: 2 h 02 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 17,8 km/h, Durchschnitts-HF: 141

Auf Strava:

20141225_Strava

Mit dem Mountainbike durch die Wiege von Sieg, Eder und Lahn

Rad fahren

Trecker fahn! ;-)

Mir war mal nach Ausgleich im Ausgleich. Also mal nicht Rennrad und auch nicht der Crosser. Sondern ich habe mal wieder mein Cannondale SuperV 900 aus dem Keller geholt. Vor dem Einsatz musste ich aber erst mal die Reifen aufpumpen und auch dem Antrieb etwas Pflege gönnen. Aber sonst: Sofort einsatzbereit wie eh und je. :)

Mein Cannondale SuperV 900 nahe Großenbach in der Nähe der Siegquelle.

Mein Cannondale SuperV 900 nahe Großenbach in der Nähe der Siegquelle.

Wie ihr seht – das ist nicht gerade ein aktuelles Modell. Nein – und das ist gut so. Fast bin ich geneigt, diesen Meilenstein der frühen Full Suspension Kunst als „Vintage“ zu bezeichnen. Bau- und Kaufjahr müsste irgendwo im Bereich 1997 herum liegen. Markenzeichen sind das Y-Design, mehr aber noch die voluminösen und dünnwandigen Alu-Rohre und vor allem die Headshock-Federgabel.

Anfangs war es erst mal wieder sehr ungewohnt in Geometrie und „Bequemer Sessel“-Gefühl. Insgesamt habe ich mit dieser Tour nur ganze 133 km in den letzten Jahren mit dem SuperV geloggt. Sackschwere 13,6 kg habe ich mir als Gewicht notiert. Die wollten erst mal die Waldwege hochgekurbelt werden. Das ging dann aber sehr gut. Selbst die eine oder andere Stufe oder auch mal ein gekonnter Abstieg direkt nach hinten – klappte. :)

Frisch eingeschlagene Holzstöße oberhalb von Glashütte.

Frisch eingeschlagene Holzstöße oberhalb von Glashütte.

Es kam die Sonne heraus und ich fuhr somit schön in’s Blaue hinein. Oder eher ins tiefmatschig Braune. Oder ins wurzelig Singletrailige. Ohne festen Plan fand ich mich alsbald in der Wiege von Sieg, Eder und Lahn wieder.

Auch an der Ilsequelle und Ilmquelle kam ich vorbei.

An der heilkräftigen Ilsequelle

An der heilkräftigen Ilsequelle

Die Ilsequelle zählte im Mittelalter zu den bekanntesten Heilquellen. Der sogenannte „heilige Born“ war jahrundertelang Ziel und Hoffnung vieler „Presshafter“. Das und mehr tut eine ausführliche Hinweistafel kund. Dieser Nimbus umweht die reizvoll gelegene Quelle nahe der Siedlung Heiligenborn noch heute. Einheimische kommen oft mit Wasserflaschen und Schöpfgefäßen vorbei, um das gute Ilsequellenwasser nach Hause mit zu nehmen. Auch als ich vorbeikam, waren zwei Familien während ihrer Sonntagswanderung mit Wasserflaschen und dem Abfüllen beschäftigt.

So oder so ist das Ilsetal, die ganze Umgebung und auch der sich anschließende (kurze) Singletrail sehr zu empfehlen.

Ich folgte weiter dem Rothaarsteig, der es auf der Strecke zwischen Lahnhof und Siegquelle darauf anlegt, unaufmerksame Wanderer dem (kaum vorhandenen) Autoverkehr zum Opfer fallen zu lassen. So oft kreuzt er fast bemüht die Eisenstraße, die ohnehin wie gesagt wenig befahren ist. Mir war das aber egal, es ging mir um das Weg abfahren und um das Techniktraining. Denn gewisse Bikehandling-Fähigkeiten werden bei der erheblichen Wurzeldichte auf fast dem gesamten, oft singletrailigen, Streckenabschnitt benötigt.

Das Quellenreich Siegquelle nimmt auch weitere Formen an. Auf neuen Holzstegen zwischen Siegquelle und Wanderparkplatz kam fast schon ein bisschen Northshore-Feeling für Arme auf. Fehlen noch die Anlieger (die ich eh nicht fahren kann). ;-)

Ein Hauch von Northshore an der Siegquelle.

Ein Hauch von Northshore an der Siegquelle.

Insgesamt eine schöne Ausfahrt durch den Wittgensteiner Wald und das Rothaargebirge. Mit tiefem Geläuf und wurzeligen Singletrails waren es am Ende:

Distanz: 43,6 km, Höhenmeter: 871 m, Zeit: 3 h 26 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 14,6 km/h, Durchschnitts-HF: 127

auf Strava:

Strava_20140302

Frühling geht anders: Nebel und Regenschauer

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Dicke, tief hängende graue Wolken. Fühle ich hier und da leichte Nebeltröpfchen auf der Haut? Oder sollen das gar zaghaftes Fisseln oder vereinzelte Regentröpfchen sein? Lieber doch den Crosser nehmen? Oder Rolle? Neee – wird schon; ich nehme das Wilier.

In weiser Voraussicht mal etwas Neues ausprobiert: jeweils ein Stück Frischhaltefolie um die Schuhspitze und über den Spann gelegt und erst dann die Belgian Booties drüber gezogen. Bisschen Feucht kann es ja ruhig sein – ich will aber trockene und warme Füße behalten.

Und raus ging’s in der Standard-Winterkluft: Bibshort, drüber eine Lauftight, oben Langarmfunktionsunterhemd, dünnes Langarmtrikot und darüber die Mavic Espoir Softshell. Desweiteren Helmunterzieher und die dünnen Tschibo-Laufhandschuhe.

Ich hatte auch die Panasonic Lumix GX1 frisch aus der Post mitgenommen. Quasi Jungfernfahrt und Proof-of-Concept. Ist eine mFT mit dem Pancake 14mm und dem Pancake 20mm Rückentaschen- und Rennradtauglich? Ergebnis: Ja, passt :)

Als Route hatte ich mir heute die B62 über Lützel runter nach Netphen, dann die L729 als Querspange über Deuz nach Hainchen und dann die L722 schön einsam durch den Wald hoch zum Lahnhof und zur Eisenstraße ausgesucht. Das ist auch schön, wenn der Nebel tief hängt oder auch, wenn es regnet. Wie passend, denn zu Regnen hatte es dann hinter Hainchen leider auch noch begonnen, nachdem ich schon oben in Lützel das Rücklicht im Blinklichtmodus eingeschaltet hatte, weil der Nebel nur noch Sichtweiten von rund 100 m zuließ. Im Regen hält man ungern an. Schön, dass es dann doch etwas nachließ. Da ich ja auch die Kamera wenigstens einmal benutzen wollte, hielt ich kurz an der Siegquelle an und parkte mein GranTurismo kurzerhand mitten in der Sieg ;-)

Von der Siegquelle fuhr ich fix über Benfe und weil ich, in Erndtebrück angelangt, noch eine halbe Stunde unter meiner geplanten Trainingsdauer lag, fuhr ich durch bis nach Leimstruth. Bummelte dort per Rad kurz über eine Messe, die dort dieses Wochenende läuft (Gewerbemesse „Wir in Wittgenstein“). Naja – warf mich jetzt nicht vom Hocker, äh, Sattel ;-)

Über den Flugplatz Schameder holte ich die Schleife über Schameder zurück nach Erndtebrück.

Winterpokal: 337 + 11 = 348

Distanz: 62,20 km, Höhenmeter: 485 m, Zeit: 2 h 48 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,3 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,9 km/h, Durchschnitts-HF: 129

auf Strava:

http://app.strava.com/runs/5013586/embed/431c26e79b556a43cd6240143234ef8b84e150cd

 

Bergzeitfahren in Netphen-Walpersdorf zur Siegquelle

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Am nächsten Samstag, den 17.09. findet wieder das Bergzeitfahren des TV Jahn Siegen statt. Es ist nicht nur für Lizenzfahrer (Bezirk Westfalen-Mitte) sondern auch für Jedermänner offen. Voranmeldung ist keine nötig, die findet vor Ort vor dem Start statt. Der 1. Start erfolgt um 14:45 Uhr, die Einschreibung geht ab 14:00 Uhr los.

Nähere Informationen gibt es hier auf der entsprechenden Seite des TV Jahn.

Für die Ortsunkundigen habe ich mal grob die entsprechende Strecke (inoffiziell – nur mal ein Track von mir, der die Lage zeigen soll) beigefügt. Der Anstieg ist eigentlich ganz angenehm: auf 6,6 km werden 242 Höhenmeter, mithin per mittlerer Steigung von 3,7 %, überwunden. Aber, wie meine Erfahrung von letztem Samstag auf einer ähnlichen Steigung zeigt – das mit dem „Angenehm“ liegt an jedem selbst ;-)

Walpersdorf_bergspring_lage

Gutes Wetter vorausgesetzt, werde ich selbst allerdings wohl eher in Sundern bzw. kreuz und quer im Sauerland sein. Und dort dann eine der Strecken der RTF durchs schöne Sauerland oder lieber noch den Sorpe-Ruhr-Lenne Marathon fahren.