2016 Mark Gunter Photographer of the Year Awards

Fotografie, Rad fahren

Zwar habe ich schon Anfang Dezember den Link dazu getweeted und geschrieben, eine erste Foto-Vorauswahl zu treffen. Tatsächlich zum Einsenden bin ich aber erst diese Woche gekommen… Und heute schreibe ich einen Blog-Post dazu, denn die Teilnahme-Möglichkeit geht noch bis zum kommenden Montag, den 9.1.2017.

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Worum geht es? Um die erstmals ausgetragenen „Mark Gunter Photographer of the Year Awards

Hier kommen gleich 4 Dinge zusammen, sonst würde ich es nicht für Teilnahme- und Berichtenswert erachten:

Zunächst mal die zwei Hauptthemen Rennrad fahren und Fotografie die genau in dieser Kombination auch meine zwei Hauptthemen sind. Beide ergänzen sich in meinen Augen hervorragend und das eine würde mir ohne das andere jeweils nur halb so viel Spaß machen. #FromtheSaddle ist nicht umsonst einer meiner häufigster Hashtags auf Twitter oder Instagram. Oder der jährliche Name meiner Flickr-Alben der Radfotos „von unterwegs“.

Dann die Juroren. Eine ausnehmend Klasse besetzte Jury. Bis auf Graham Watson, von dem die Wettbewerbsseite ironischerweise schreibt, dass er der bekannteste und erfahrenste Radsport-Fotograf des Planeten sei, kenne und schätze ich die übrigen 3 Fotografen sehr. Das ist jetzt nichts gegen Graham Watson – vielleicht habe ich schon über die Jahre sehr viele seiner Fotos gesehen, ohne sie ihm je zuzuordnen. Denn ein Besuch seiner Webseite zeigt: Er bedient die „klassische Sportberichtserstattung“. Nahaufnahmen und Actionfotos aus dem Peloton vom Motorad heraus oder von der Seite oder von hinter der Ziellinie mit dem Tele auf die Fahrer. Dabei kommen gute Action-Fotos und Berichtsfotos herum. Aber, Hand auf’s Herz, dass ist dann doch Massenware, die wir alle gewohnt sind.

Das, was bei mir die Leidenschaft für den Sport herüberbringt, für die tollen Landschaften, für das Erlebnis des Fahrers (ob im Peloton, im Rennen oder allein auf einsamer Trainingsausfahrt) ausmacht, dass zeigen nun schon seit einigen Jahren Jered und Ashley Gruber, deren Werden und Wirken ich von Ihren Anfängen aus mitverfolgen konnte und um deren tolle Foto- und Radfahr-Erlebnisse ich sie immer beneide und für die dabei erzielten Ergebnisse bewundere. Da steckt aber auch ein Lebensstil und -wandel dahinter, der auch nicht für Jedermann die Vorstellung von sorglos, gesichert und einfach darstellt.

Auch Kristof Ramon gehört zu einer vergleichsweise jungen Garde, die mit Leidenschaft und einem etwas anderen Blickwinkel die Radsportfotografie angefangen und gemeistert hat. Ich klicke zwar nicht standardmäßig auf „Like“ wie bei Ashley oder Jered, die fast nur Monumentales „heraushauen“ aber er macht auch tolle Fotos (wenn auch seine große Typo oft mit der Bildaussage störend kollidiert).

Also, die Juroren, 3. Ding und tolle Sache.

Das vierte: Man tut auch noch etwas für eine gute Sache. Die Teilnahme ist nämlich nicht kostenlos, pro 3 eingesendeter Fotos sind 15 Australische Dollar zu überweisen, die der Krebsforschung über Tour de Cure zu Gute kommen. Das ist dieselbe Vereinigung, für die Jens Voigt bei seinem Everesting am Teufelsberg in Berlin Anfang dieser Woche die Spenden gesammelt hat.

Zu guter Letzt sind auch die Teilnahme- und die Lizenzbedingungen für den Fotografen fair und es gibt nette Preise zu gewinnen.

Wie gesagt, ich habe jetzt auch teilgenommen und drei Bilder eingesendet. Ich bin mal sehr gespannt, auch wenn ich mir geringe Chancen ausrechne. Die Qualität der in drei Kategorien (Profis, DSLRs bis hin zu Kompaktkameras, Smartphones) eingereichten Fotos ist super super hoch. Tolle Aufnahmen, wo alles stimmt, bei tollstem Licht in den tollsten Ecken und Enden dieses Planeten aufgenommen.

Hier meine drei Einsendungen:

Dusky Didoll„Dusky Didoll“ auf flickr
Auffahrt über eine düstere und neblige Straße zum Didoll. Einer der klassischen „Anstiege“ im Wittgensteiner Land. Ich liebe es in jeder Jahreszeit!

After the race„After the race“ auf flickr
Fans auf dem Heimweg vom Rennen. Paris-Roubaix, Secteur 5, Pavé de Camphin-en-Pévèle. Was für ein toller Tag nach der Teilnahme am Jedermann-Rennen am Vortag.

Going off„Going off“ auf flickr
Oranges Kit und blauer Himmel. Abgeschmeckt mit einer gesunden Dosis Carbon. Lecker!

Die von CyclingTips getroffene Vorauswahl der Top-Einsendungen der bisherigen 4 Wochen könnt ihr auf den folgenden Seiten ansehen:

Woche 1, Woche 2, Woche 3, Woche 4

Viel Spaß beim Anschauen und vielleicht beim Mitmachen.

Meine Rennrad-Foto Favoriten aus 2015

Fotografie, Rad fahren

Nicht nur Rennrad-Fotos. Oder Cross-Rad-Fotos. Oder Fotos vom Radfahren. Auch ein paar Abseits vom Rad (ihr könnt euch aber sicher sein – ein Rad war irgendwo in der Nähe. Auch wenn es nicht im Bild ist. ;-))

Hier habe ich meine Lieblings-Fotos aus 2015 versammelt. Ich habe sie zur Abwechslung mal direkt aus meinem flickr-Stream verlinkt. Da findet ihr natürlich noch jede Menge mehr Fotos. Ob von Fahrrädern, mit Fahrrädern oder auch andere Dinge – ob aus dem Wittgensteiner Land, ob aus dem Siegerland, dem Sauerland, dem Bergischen Land oder sonstwas für einem Land… ;-)

I’m dreamin‘ of Christmas Base Miles in the warm Winter

Wuppertal Cx

Unter Herbst-Birken

Brienzer See Abend

Cyclist (Self)Portraits

Wie bitte!?

Ein Spätnachmittag am Grödner Joch

Through the Curve

Warpspeed

Diederichstempel oberhalb der Wupper

Flowing green

Pinien-Allee Richtung Monte Serra

Piazza dei Miracoli Pisa

Waving the flag

Auf dem Damm

An der Ginsburg

Giant TCX auf der Laderampe

Abendbaum

Giant TCX Advanced Pro 1 Disc 2015 Photo Shoot (und kurze Notiz zur Rotor Power LT)

Rad fahren

Vergangenen Samstag konnte ich endlich meinen neuen Giant Crosser, das TCX Advanced Pro 1, ordentlich in Szene setzen. Und zwar im finalen Ausbau.

Giant TCX Advanced Pro 1

Giant TCX Advanced Pro 1

Was bisher noch fehlte: Die Rotor Power LT Leistungsmesskurbel. Da dem Händler die verkehrte Lochkreisversion geliefert wurde, hatte ich zum Übergang irgendwelche alufarbene Kurbelblätter montiert. Das war optisch noch nix. ^^

Antriebsstrang, Rotor powered :)

Antriebsstrang, Rotor powered :)

Jetzt sind die richtigen dran. Die schwarzen Rotor-Scheiben. :) Und Leistungsmessung ist nun auch am Crossbike verfügbar. Zwar nur links, was gewissen Nachteile mit sich bringt. Aber bei dem verhältnismäßig geringen Aufpreis konnte ich nicht nein sagen. Sonst hätte ich wohl auch das Giant mit der Power2Max ausgestattet. Genau wie mein Canyon. So schaue ich mir mal an, was die Rotor Power LT so kann. Bis dato macht sie eine gute Figur, die Daten sehen auf den ersten Blick sehr sauber aus.

Massives Tretlager und Rotor Power LT Kurbel.

Massives Tretlager und Rotor Power LT Kurbel.

Sie scheint auch ähnlich problemlos wie die Power2Max zu sein. Ich musste laut Anleitung nur nach dem initialen Einbau die Kurbel einmal kalibrieren, in dem bei senkrecht stehender Kurbel die Kalibrierungsfunktion über den Radcomputer aufgerufen wird. Ansonsten braucht man sich da augenscheinlich keine Gedanken mehr zu machen und vor oder während einer Ausfahrt irgendwelche Prozeduren durchzuführen. Einfach losfahren. So soll das sein. :)

Was aber zu berücksichtigen ist:

Die Rotor LT misst wie gesagt nur im linken Kurbelarm und multipliziert die Leistung dann mal 2. D.h. es wird auch immer 50:50 Links/Rechts-Verteilung angezeigt. Das mag für manche halbwegs und für andere gar nicht stimmen.

Bei mir ist es so: wenn die Power2Max Recht hat, dann bin ich fast immer bei 47 : 53 . Das ist sowohl das Mittel der letzten 3 und 6 Monate Auswertung. D.h. das linke Bein leistet 47 % und das rechte Bein 53 %.

Die Leistung der linken Kurbel müsste also nicht mit 100/50, sondern mit 100/47 multipliziert werden.

In Realität werden also nicht 2 x 50 %, sondern 2 x 47 % als Summe erhalten. Die Werte der Rotor Power LT sind somit im Mittel um 6 % zu niedrig und müssten für Vergleichbarkeit mit der Power2Max um 6 % angehoben werden. Je nachdem ist das entweder ok oder schon erheblich. Typischerweise 12 Watt bei 200 Watt oder 18 Watt bei 300 Watt sind schon signifikant. Vorteil für mich ist aber, dass ich überhaupt Leistungsmessung und auch die Darstellung der Variabilität etc. am Crosser habe. Ich müsste mir noch einen halbwegs plausiblen Vergleichstest zwischen meinem Canyon mit Power2Max und dem Giant mit Rotor Power LT ausdenken…

Wie dem auch sei: Genießt die Fotos im Blog und der angehängten Galerie. Nach wie vor macht mir das TCX Advanced viel Freude. Ist ein toller Crosser, der für mich eher ein sogenanntes Gravel Bike ist. Bzw. ein „Go Anywhere Bike“, ein Anyroadbike zum überall hin fahren. :)

Daytona Blue you are so fine... :)

Daytona Blue you are so fine… :)

Specs:

Giant TCX Advanced Pro 1 

mit

  • Rotor Power LT Powermeter
  • Shimano Ultegra 11,
  • RS785 Hydraulic Disc brake
  • Shimano RS685 Hydraulic levers
  • Tektro discs 140 mm

Laufräder

  • NoTubes IronCross
  • 32/32 Sapim CX Ray Spokes
  • DT Swiss 240 S Hubs w/ 6-Hole Disc mount
  • RWS 15 mm through axle front and 5 mm quick release skewer back

Reifen

  • Clément X’Plor USH, mounted tubeless

Mehr Fotos:

Der neue Crosser ist da! :) Giant TCX Advanced Pro 1

Rad fahren

Hab‘ ja lange drauf warten müssen. Mal wieder typisch für die Bikeindustrie – Rad im Frühjahr vorstellen, Lieferbar ist es dann ab Herbst. Aber nur in Homöopathischen Dosen und nur in gewissen Größen. Die Größe, die man selber braucht, kommt natürlich nochmal 2 Monate später und nach ganz Deutschland überhaupt nur in 5 Exemplaren und zu einem Händler…

Tadaa: Mein neues Rad. Das Giant TCX Advanced Pro 1 Disc, Modell 2015 in Größe S.

Giant TCX Advanced Pro 1

Gestern vom Crossladen Radsport Schrauth in Cochem abgeholt. Ja, das liegt an der Mosel. Aber, das war der einzige Laden, der sowohl das Giant in S besorgen konnte und der überregional für Knowhow im Bereich Crossbikes steht.

Ich kenne das ja mittlereweile – je nach gesuchtem Rad bzw. Radmarke gibt es nur wenige Läden, wo Auswahl, Beratung und Verfügbarkeit (für Testfahrten und für den anschließenden Kauf) die nötige Schnittmenge bilden. Für Giant Cross-Räder ist das Radsport Schrauth.

Beratung, Kommunikation und Abholungstermin mit Radeinstellung war erste Sahne. Was man wissen muss: das ist ein Laden von Crossern für Crosser. Da steckt sehr viel Praxiserfahrung mit den Teilen dahinter. Es ist weniger ein Laden, der auf Showbikes spezialisiert ist – beim Finishing geht da noch ein bisschen. Werde z.B. die Lenkerbandwicklung nochmal selbst mit einem schwarzen Abschlussband anstelle des Fizik-Bandstückchens versehen.

Dennoch: Daumen hoch erst mal für den Crossladen. :)

Wie das Rad so wirklich fährt, werde ich noch feststellen. Für jetzt müssen es erst mal Indoor-Fotos machen. Bin leider noch krank und kann dann hoffentlich Ende nächster Woche wieder auf’s Rad.

Giant TCX Advanced Pro 1

Das Rad wiegt inklusive Pedalen (Shimano XTR) 8,38 kg. Das ist schon mit meinen neuen Laufrädern. Habe die Originallaufräder direkt gegen handeingespeichte Räder tauschen lassen: Stan’s Notubes IronCross Felgen, Sapim CX Ray Speichen und DT Swiss 240 Naben.

Das Giant wird überall hervorragend getestet, nur die Laufräder bekommen immer ihr Fett ab. Die sind nämlich samt Reifen vergleichsweise schwer. Die Zeitschrift Rennrad hat mal gewogen: 3604 g gesamt, davon 1590 g vorn. Ich habe mein Vorderrad gewogen (komplett mit Reifen und Milch in unbekannter Menge): 1284 g. Das ist ordentlich. Zum Vergleich: mein Vorderrad vom Canyon, ein Mavic R-SYS SLR WTS (mit Mavic Reifen und Maxxis Ultralight Schlauch, natürlich ohne Scheibenbremse) wiegt 884 g.

Die Steckachse vorn wiegt 64,4 g. Beim Hinterrad kommt noch ein Ritzelpaket Ultegra 11fach, 11-28 Z. hinzu und es wiegt damit 1590 g. Am Hinterrad kommt ein Schnellspanner zum Einsatz, der wiegt 73,0 g.

Insgesamt wiegt der Laufradsatz mit seinen Tektro-Scheibenbremsen (140 mm) so: 2874 gr + 137,4 gr mit Steckachse+Schnellspanner.

Vorderradnabe DT Swiss

Die Reifen sind die Clément X’Plor USH 120 TPI 35-622 im Tubeless Set-up. Ich hoffe mal, das wird so funktionieren. Es ist ein Experiment. Ich wollte keine typischen Stollenreifen und das Profil der X’Plor USH hat mir da sehr zugesagt. Auch die Seitenstollen sind zwar scharfkantig, aber gut um die Schulter heruntergezogen und nicht seitlich ausgestellt. Das ist bei Semislicks gut, um in Wiese oder anderem weichen Geläuf beim Kurvenfahren Traktion zu bieten. Das halte ich aber nicht gut, um auf hartem Boden (Pflaster, Asphalt) gutmütiges Kurvenverhalten zu zeigen.

TCX-Hinterrad

Leider sind die Clément nicht für tubeless vorgesehen. Einerseits ist es deswegen ein Experiment und andererseits, weil ich noch nie ein tubeless Setup hatte. Will ich aber am Crosser unbedingt ausprobieren. Denn Snakebite-Platten sind sonst auf steinigen Waldwegen immer im Hinterkopf…

Ritzel und Scheibenbremse

Leider gibt es von Campagnolo noch keine EPS mit hydraulischer Scheibenbremse. Bei Shimano finde ich (gerade für einen Crosser) die Anordnung und das taktile (nicht vorhandene) Feedback der Tasten der elektronischen Schaltung sehr viel schlechter Gelungen als bei Campa. Deswegen Shimano Ultegra, aber mechanisch. Diese gibt es ja nun mit integrierter hydraulischer Scheibenbremse – eine feine Sache.

Jetzt muss sich das Giant nur noch auf den Trails beweisen. Eine gute Figur kann es auf jeden Fall schon einmal machen. :)

Giant mit Clément

Diagonalen

Fotokalender: Mein Rennradjahr 2013

Fotografie

Kalender 2014: Mein Rennradjahr 2013

Heute kam mein Paket vom cewe online fotoservice. Zwar ist schon Februar, aber diverse andere Dinge waren vor Weihnachten wichtiger, als Zeit für die Erstellung eines Fotokalenders zu finden.

Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Frei nach dem Motto: „Druckt eure Fotos auch mal aus und hängt sie an die Wand“ finde ich einen großformatigen Kalender eine schöne Möglichkeit der monatlich wechselnden Präsentation.

Mein Rennradjahr 2013 zeigt für jeden Monat 2014 Motive aus den entsprechenden Monaten des vergangenen Jahres. Wie ihr seht, war der März 2013 recht eisig…

Ich hatte cewe ausgewählt, weil sie gute Testempfehlungen von verschiedenen Quellen erhalten haben und weil mir die Auswahl an (großformatigen) Formaten und Kalendariendesigns gefiel.

Die Qualität überzeugt. Kleine Nicklichkeiten, die ich habe: Das gewünscht schlichte Kalendarium hätte die Samstage und Sonntag ruhig etwas fetter hervorheben können und bei den A2-Formaten druckt cewe klein und ganz in der unteren linken Ecke ein unnötiges (c) cewe. Was zum einen nicht stimmt (es sei denn, sie meinen das Kalendarium) und zum zweiten sogar leicht beim (c) angeschnitten ist. Bei der A3-Variante findet sich das nicht.