Heiliges Pflaster – mein Radsportjahrrückblick 2016

Rad fahren

Whoa, das Jahr 2016 war so ein geniales Radsportjahr für mich – ich bin aber vor lauter Arbeit und vor lauter Radfahren kaum dazu gekommen, etwas davon in gebührendem Maße in Blogbeiträge zu fassen. Wo ich mich gerade wieder in einem Roadbike Magazin Artikel wiederfinde (siehe unten) ist glaube ich gute Gelegenheit, das zumindest Schlaglichtartig und mit jeweils einem Foto (oder zwei, drei) nachzuholen. Dabei gehe ich mal von hinten nach vorne in der Zeit zurück.

Wie gesagt, ich habe eigentlich kaum eines der vielen tollen Erlebnisse gebührend in Blog-Beiträge fassen können.

Den Gravelfondo im Schwarzwald, den ja (Hier geht es zum Beitrag). Ein Super-Herbstevent. Das war es aber fast schon.

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Cross bike porn in Landschaftsporn

Weder das sehr feine XXL-Wochenende in Lenzerheide in der Schweiz, wo ich diverse Bündner Pässe u.a. im Rahmen der Alpenchallenge Lenzerheide fahren und genießen konnte (und einmal in der Abfahrt vom Albula-Pass so dermaßen gewaschen wurde, wie ich es bis dato kaum hatte).

Passo dello Spluga„Passo dello Spluga“ auf flickr
Auf den letzten Metern des Splügenpass, kurz oberhalb des Lago die Montespluga. Hier noch auf der italienischen Seite habe ich bereits rund knapp über 1500 Höhenmeter von Chiavenna erklommen und noch rund 200 Höhenmeter vor mir. All das mit rund 29 km von der italienischen Südseite her. Wahrlich ein beeindruckender Pass.

Noch das wiedermal tolle Rad am Ring Event mit einer genialen Dreier-Staffel hart im Wettbewerb der 4er-Teams (warum einfach, wenn man sich zusätzliche Herausforderung schaffen kann / bzw. ein Kollege musste leider kurzfristig absagen).

Leading the Pack„Leading the Pack“ auf flickr
Beim 24h Rennrad Rennen Rad am Ring. Die Gruppe führend in der Ex-Mühle

Noch meinen schnellste Maratona dles Dolomites Teilnahme aller nun 5 Teilnahmen in Folge gleichzeitig zum 30sten Jubiläum der Maratona. Noch die unmittelbar davor liegende und von mir mit meiner Maratona-Woche verknüpfte „Schnupper-Teilnahme“ an der Tour Transalp, wo ich kurzentschlossen für Fabians verunglückten Teamgefährten eingesprungen bin und Fabian so die Teilnahme an der Transalp ermöglichte (und uns beiden so tolle Tage mir hartem Renneinsatz über bekannte und unbekannte Alpen- und Dolomitenpässe bescheren konnte).

Climbing Passo Sella„Climbing Passo Sella“ auf flickr
Noch am Morgen – Ich liebe das Sellajoch!

Tour TransAlp Team Wittgenstein„Tour TransAlp Team Wittgenstein“ auf flickr
Fabs und ich nahe der Passhöhe des Sellajoch auf der zweiten Etappe der Tour Transalp von Brixen nach St. Vigil

Und auch nicht meine erste Teilnahme an Paris-Roubaix, dass mir, dafür dass es ziemlich flach ist (die Kopfsteinplasterpassagen erwähne ich jetzt mal nicht sondern setze sie als gegeben vorraus ;-)) überraschend gut gefallen hat. Landschaftlich tatsächlich auch reizvoller vorkam als die Strecken der Flandernrundfahrt. Die ja nicht weit weg von Paris-Roubaix stattfindet.

Ride like a Flandrien„Ride like a Flandrien“ auf flickr
Nothing special going on in the Arenberg forest. ;-) Time for a selfie with my Ride like a Flandrien cap. #Capsnothats

Und überhaupt: die Flandernrundfahrt! Ich habe auch nicht mal was zur Ronde gepostet, obwohl es im letzten Jahr das Highlight und ein once in a life time Event war!

Anlässlich zur 100sten Ausgabe der Flandernrundfahrt von Visit Flanders eingeladen worden zu sein, um für 5 Tage Belgien als Radsport-Nation kennenlernen zu dürfen, mit Johan Musseuw höchstpersönlich die Helligen und Kasseien rund um Oudenaarde und Gerhardsbergen unter die Räder nehmen zu dürfen und am heiligen Sonntag Flanderns mit 100 Auserwählten die letzten 100 km der Ronde van Vlanderen fahren zu können.

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Frühstück vor dem Ronde Fan Ride und letztes Schwätzchen mit Johan Museeuw. Ein super zugänglicher Sportsmann mit vielen tollen Tipps und er beisst einem trotz des Ehrennamens „Der Löwe von Flandern“ keineswegs den Kopf ab. :) (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Zwischen dem Damen und dem Herren-Rennen und mit rund 1 Million Zuschauern entlang des Parcours! Das alles auf Leihrädern von Eddy Merckx, deren „Geburtsstätte“ wir auch besuchten und mit dem ich schließlich auch höchstpersönlich ein paar Worte wechseln konnte!

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Whoa, Eddy! Wer kann schon sagen, dass er mal mit Eddy Merckx im selben Raum gewesen ist. Geschweige denn, ihn erst über das neues Top-Modell seiner Marke und die Entwicklungen der Rennrad-Technik philosophieren zu hören, die eigens eingereichten Fragen beantwortet zu bekommen und dann sogar noch ein paar direkte Worte mit ihm gewechselt zu haben (Danke an Felix, ich hätte mich ja kaum getraut :)) (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Ganz und gar nicht zu vergessen, die vielen netten Leute und Radsportverrückten, die ich während diesen Aufenthaltes kennen lernen durfte.

Und auch nicht den coolen Mini-Roadtrip, der sich parallel dazu mit Felix Krakow von der Roadbike und Björn Hänsler als Fotograf abspielte und der mir zu etwas Radsport-Model-Erfahrung verhalf und der sich schlussendlich in zwei Storys im Roadbike-Magazin manifestierte.

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Heiliges Pflaster, nahezu im Wortsinn. In Belgien sowieso. Denn „Koers is Religie“ – Rennen ist Religion. Felix und ich auf der Kapelmuur in Geraardsbergen. (Foto: Björn Hänssler, bopicture.de)

Den ersten gab es im letzten Sommer anlässlich des Fanrides zum Flandernrundfahrt-Jubiläum und der zweite ist ein schöner Reiseartikel mit Thema Flandern. Frisch erschienen in der aktuellen Roadbike 03/2017.

Roadbike 03/2017 Artikel mit mir über Flandern:

Artikel „Heiliges Pflaster – Rennrad-Kurzurlaub in Flandern“, RoadBike Magazin 03/2017

Roadbike 03/2017 Artikel mit mir über Flandern:

Tolle Fotos von tollen Erlebnissen in Flandern. Und lohnenswerte Tipps für den Kurzaufenthalt: RoadBike-Magazin 03/2017

Und um mein Radsportjahr hinsichtlich der großen Events und Auslandsaufenthalte komplett darzustellen: Ich habe auch nur indirekt über meinen Mai-Urlaub gebloggt. Hier war ich, nachdem ich letztes Jahr in der nördlichen Toskana war, in die südliche Toskana nach Siena gefahren und habe dort unter anderem die weissen Straßen, die Strade Bianche, unter meine Räder genommen.

Towards Mucigliani„Towards Mucigliani“ auf flickr
Um die meisten kleinen und reizvollen alten Pfarreien, Dörfchen oder Castelli zu erreichen, muss man über die klassischen „Strade Bianche“ fahren, die unbefestigten, weissen Schotterstraßen der Toskana

Angereist bin ich über Südtirol, wo ich über das Wochenende in den Dolomiten gastierte, ein Pinarello Dogma F8 probe gefahren bin, Grand Tour Luft schnupperte und das Bergzeitfahren des Giro d’Italia von Kastelruth hoch zur Seiser Alm besucht habe.

Ja, es war ein geniales Radsportjahr 2016 :)

Die 2015er Saisonplanung steht

Rad fahren

Natürlich werde ich je nach Zeit, Wetter, Lust und Laune alleine und mit Freunden Touren fahren, mir Gegenden anschauen und die eine oder andere RTF besuchen. Das braucht man nicht großartig für das Jahr zu planen.

Hier geht es um die „großen“ Events, auf die man „hin-trainiert“, für die man sich voranmelden muss oder die Radsport-Urlaube, die geplant werden wollen.

Am Stilfser Joch beim Dreiländergiro 2014 (Foto: Sportograf)

Am Stilfser Joch beim Dreiländergiro 2014 (Foto: Sportograf)

Los geht es mit einer für mich neuen „Kategorie“. Und zwar einem Frühjahrsklassiker. Mal nicht Sommer oder Herbst, hoffentlich gutes Wetter und tolle (Berg-)Landschaft, sondern ein Besuch des Herzens der radsportverrückten flämischen Region Belgiens: Flandern. Und zwar nicht für irgendein Rennen, sondern für die Jedermann-Version eines echten Monuments des Radsports: der Flandern-Rundfahrt!


  • April

Zur Teilnahme an der Ronde van Vlaanderen Cyclo, der Jedermann-Ausgabe der Flandern-Rundfahrt, werden bis zu 16.000 Hobbyfahrer erwartet. Am Karsamstag werde ich mit Spoocha die Strecke unter die Räder nehmen und am folgenden Ostersonntag die Profis auf derselben Strecke anfeuern! :)

Ich habe mich für die mittlere, die 134 km Runde entschieden. Das ist mir logistisch lieber als die Langstrecke, da so Start und Ziel an einem Ort, in Oudenaarde, liegen. Außerdem spare ich mir so die vielleicht nicht so spannende lange Anfahrt zum Teil mit der eigentlichen Action, den ganzen Helligen. Denn die klingenden Namen, wie Molenberg, Koppenberg, Taaienberg, Oude Kwaremont oder Paternberg, die sind alle in den 134 km drin. :)


  • Mai

Im Mai passt eine Woche Urlaub. Vorher ist nichts drin. Auch kein frühes Trainingslager. Aber ok – fahren kann ich auch hier. :)

Vorgesehen ist eine Woche in der Toskana. Standorturlaub mit Tagesfahrten zum Erkunden, Genießen und natürlich für den Trainingseffekt. :)

Zwar ein Tagesevent und gemäß meiner Einleitung nichts für langfristige Planung – weil’s aber ein recht junges Erndtebrücker Event ist, sei es trotzdem gerne hier erwähnt: am 31.05.2015 findet der Erndtebrücker Mountain Bike Marathon (leider scheint es noch keine ordentliche Webseite oder eine Sektion auf der TUS-Seite zu geben – facebook zählt nicht.) statt.

Ja, MTB, kein Rennrad, leider. ;-) Es ist erst die 4. Inkarnation dieser Veranstaltung, heuer zum 2. Mal bereits im Rahmen der Nutrixxion Serie und mit dem Termin im Mai auch das erste Rennen der Serie in 2015. Mal schauen, ob ich aus Jux auch mitmache (und ob das überhaupt in dem jetzigen, neuen Rahmen einfach so geht).


  • Juni

Im Juni steht am 13.06., glücklicherweise ein Samstag, Les Trois Ballons an. 213 km durch den Naturpark der Vogesen und über die Belchen (Ballons). An Anstiegen sind versammelt: Ballon de Servance (1200m.), the cols des Croix (678m.), d’Oderen (884m.), Herrenberg (1186m.) the Markstein, Grand Ballon (1325m.), Hunsdruck (748m.), Ballong d’Alsace (1200m.) and als Abschluss der Anstieg zur la Planche des Belles Filles (1148m.)

Auch hier hat sich Spoocha verabredet, wir wollen es als ein gemeinsames Ereignis besuchen und eine gute Zeit, auch auf Spuren der Tour de France, haben. Logistisch wird’s interessant: Werde wohl Freitag spät nachmittags erst aufbrechen können und dann am Sonntag zurückfahren. Von Wuppertal aus sind es immerhin 500 km einfache Anfahrt…


  • Juli
Yours truly kurz vor der Passhöhe des Grödener Jochs mit dem Langkofel im Hintergrund, Foto: Sportograf

Yours truly kurz vor der Passhöhe des Grödener Jochs mit dem Langkofel im Hintergrund, Foto: Sportograf

Das 1. große A-Event: Die Maratona dles Dolomites! Die Königin der Gran Fondos. Zum vierten Mal hintereinander werde ich wieder eine Woche in den Dolomiten verbringen und jeder Tag wird die Rennrad-Atmosphäre dichter und dichter bis alles am Sonntag, den 05.07.2015 kuliminiert und wieder 9.000 Starter auf die diversen Runden durch das Herz der Dolomiten und über Campolongo, Pordoi, Sella- und Grödner Joch, nochmal Campolongo und dann Passo Giau, Falzarego und Valparola die großartige Landschaft und fantastische Stimmung bei bester Organisation unter die schmalen Reifen nehmen werden.

Und im selben Monat geht es schon weiter: Das 2. A-Event, mit anderer Ausrichtung. Kein Alpenmarathon, sondern ein 24-Stunden-Event. Dann auch schon zum vierten Mal werde ich wieder im RadTeam Wittgenstein zu den 24h Rad am Ring fahren. Das wird wieder ein tolles Ding, dieses Jahr sieht es nach einer richtig großen Truppe mit diversen Rennrad- und MTB-Teams aus. Ich liebäugelte zur Abwechslung mal mit einer 24-Stunden-Solo-Teilnahme, hätte dort aber sehr das drumherum vermisst. Also das Heizen in Full-Gas-Mode für eine Runde und dann wieder knappe 2,5 Stunden Zeit zum  quatschen mit den anderen Jungs und Mädels und Mitbekommen, was in den anderen Teams so läuft. Und auch das Besuchen der vielen Bekanntschaften aus anderen Teams und per Twitter oder Facebook würde mir fehlen.

Sonntag morgen ist es noch etwas frisch, daher die Windweste und Armlinge - aber keine Müdigkeit vorschützen. ;-) (Foto: Sportograf)

Auf dem Nürburgring (Foto: Sportograf)

Also wieder ein 4er-Team Rennrad. Diesmal aber mit ein paar anderen Kollegen. In der Zusammensetzung wollen wir auf eine möglichst gute Platzierung fahren. Da – nun hab‘ ich’s gesagt… ;-)


  • August

Im August bekomme ich nochmal 2 Wochen Urlaub unter. Dafür habe ich mir die Pyrenäen als Ziel ausgesucht. Dort war ich noch nie. Aber ich möchte hier gerne mal die bekannten Anstiege der Tour de France unter die eigenen Räder nehmen. Hier plane ich die Teilnahme an einer Pyrenäen-Überquerung mit einem Radreiseveranstalter. Würde alternativ auch einfach so selbst hinfahren und dann eine Standortreise daraus machen.

Am 30.08.2015 wäre danach dann der Ötztaler Radmarathon. Gerade mal 9 Tage nach meinem geplanten Pyrenäen-Urlaub. Ich glaube, ich werde wie die vergangenen Jahre einfach mal ein Los kaufen (aka den Beitrag für die Voranmeldung zahlen) und dann schauen, ob ich nun endlich mal einen Startplatz gewinne (im Gegensatz zur Maratona dles Dolomites finde ich den Ötztaler nicht so reizvoll und interessant, als das ich ein spezielles Startpaket kaufen würde, um einen Startplatz sicher zu haben). Wenn ich dann aber einen gewinne, dann hätte ich fast schon ein Problem…  Hmm…


  • September

Wie in den vorhergehenden Monaten gäbe es auch im September noch aus diversen tollen Rennrad-Events zu wählen. Aber mit den Fernzielen muss es auch irgendwann einmal gut sein und so wird es kleinere „Targets of Opportunity“ in der Nähe geben. Vielleicht auch mal ein Wochenende im Schwarzwald – das wird sich zeigen.


  • Oktober

Ich war auch schon mal im Oktober in den Dolomiten und hatte dort traumhaftes Wetter. Ein Tag Neuschnee, dann wieder Sonne und blauer Himmel. Absolut traumhaft, gerade zum Radfahren. Im Oktober plane ich aber eine Wanderwoche in den Bergen. Wo – das habe ich noch nicht entschieden. Mal schauen, ob ich ein Rad mitnehme.

Wenn es passt, werde ich vielleicht mal Crema Cycles besuchen, wenn es dort wieder ein Crosstober-Fest geben wird. Das könnte auch wieder ein Event mit Spoocha-Beteiligung werden. Für mich wäre es eine neue Sache. :)

Soweit zu den vorgesehenen Rad-Abenteuern von 2015. :)