Garmin Edge 800

Garmin Edge 800 – Was tun, wenn der Edge streikt? Tipps und Tricks.

Rad fahren

Garmin Edge 800

Letztes Wochenende wurde ich kalt erwischt. Ohne vorheriges Anzeichen startete mein Garmin Edge 800 nicht mehr, als ich abends meine Trainingseinheit vom Tage am Rechner auslesen wollte. Anschalten lies er sich (bzw. startete wie üblich automatisch, als er über USB mit dem Computer verbunden wurde). Aber dann blieb er bei der Meldung „loading maps“ hängen. Jedesmal. Egal wie lange ich ihn sich selbst überlies und egal ob ich ihn ohne USB-Verbindung versuchte, anzuschalten.

Dies blieb auch so, als ich die Micro-SD-Karte entfernte, auf der ich mein übliches Kartenmaterial gespeichert habe.

Tja. Was tun? Hard-Reset? Doof – ich wollte unbedingt meine Trainingsdaten retten. Aber so liess sich der Edge halt auch nicht vom Computer aus ansprechen.

Die Lösung, um in so einem Falle trotzdem auf den internen Speicher des Garmin zugreifen zu können:

# Massenspeichermodus erzwingen / force mass storage mode:

Bei ausgeschaltetem Garmin die „Lap/Reset“-Taste gedrückt halten und den Garmin dabei per USB-Kabel mit dem Computer verbinden. Voilá.

So konnte ich die entsprechende Einheit (und alles andere, was auf dem Garmin gespeichert war) auf meinen Computer kopieren. Die letzte Einheit war 246 kB groß, war aber anscheinend leicht korrupt. Das Garmin TrainingCenter oder auch SportTracks konnten die Datei nicht einlesen.

Golden Cheatah hatte hingegen überhaupt keine Probleme. Das .fit-File wurde problemlos von ihm eingelesen und war auch 100 % in Ordnung. Alles drin, alles so wie erwartet. Strava konnte die Trainingseinheit ebenfalls ohne Probleme direkt vom Edge auslesen und importieren. Trainingstagebuch.org hingegen konnte es widerum nicht.

Also:

# Tipp zum einlesen vermeintlich problematischer oder korrupter .fit Dateien

Wenn Garmin.Connect, Garmins TrainingCenter oder andere Software die Datei nicht einlesen können, einfach mal Strava oder Golden Cheetah (Freeware) ausprobieren.

Es gibt auch jemanden, der ein Edit & Repair & Convert Tool für Fit Dateien programmiert hat. Das Fit File Repair Tool. Es basiert auf bzw. benötigt MS Access oder eine RunTime und erfordert Lizensierung. Über die Güte und Mächtigkeit kann ich nichts sagen – da ich mir sowohl die Lizensierung gespart habe und auch mein fit-File schon längst mit GoldenCheetah eingelesen hatte, noch bevor ich die MS Access Runtime komplett heruntergeladen hatte…

Und vorher hätte ich mich wohl auch noch mit dem Java-Tools des FIT Protokoll SDKs befasst. Wer mehr wissen möchte: http://www.thisisant.com/pages/developer-zone/fit-sdk

# Nutzer Daten löschen / User Data Clear:

Bevor ich den Tipp mit dem Massenspeichermodus fand, versuchte ich, ob ein User Data Clear helfen würde. Dabei sollten die gespeicherten Activities, also die Trainingseinheiten, nicht gelöscht werden. Dafür aber das Nutzerprofil zurückgesetzt werden.

Kann ich bestätigen. Klappt also wie vorgesehen. Half aber nichts in Bezug auf das Problem mit dem Hängenbleiben bei „Loading Maps“

Wie geht’s?

Bei ausgeschaltetem Edge die linke, obere Ecke des Displays gedrückt halten. Dabei den Edge einschalten. Display erst loslassen, wenn die Nachricht „Reset device settings to factory default?“ erscheint. Dann auf „Yes“ drücken.

# Master Reset:

Wenn alles nichts hilft, muss der Master Reset her. Dann sind aber alle Nutzerdaten, alle gespeicherten Aktivitäten und Screen-Einstellungen weg!

Ich musste das Gott sei dank nicht machen, nach dem Löschen sicherheitshalber aller .fit-Files über den Massenspeichermodus startete der Edge danach wieder.

Wie geht’s?

Bei ausgeschaltetem Gerät die beiden Knöpfe der Frontseite „Lap/Reset“ und „Start/Stop“ drücken und gedrückt halten. Dabei dann das Gerät einschalten. Es erscheint ein Garmin Splash Screen. Erst, wenn dieser wieder verschwindet, die beiden Knöpfe der Frontseite loslassen.

Der Edge ist nun komplett resettet. Er muss nun nach draußen, um beim Einschalten die Satelliten-Daten komplett neu zu empfangen. Laut Garmin soll das mindestens 20 Minuten benötigen…

(siehe auch hier beim Garmin Support)

# Weitere Tipps zum Dateisystem / zum Ablageort:

Um zu überprüfen, ob vielleicht das Speichersystem irgendwelche Probleme hatte, kann man auch chkdsk ausführen.

Unter Windows das Startmenü aufrufen, dort ins Ausführen/Suchen Eingabefeld „cmd“ eintippen und anschließend cmd.exe ausführen.
Im sich öffnenden Dos-Fenster das Folgende eingeben: „chkdsk x:“. X: muss dabei durch den Laufwerksbuchstaben des Edge ausgetauscht werden, mit dem er im Explorer angezeigt wird.

Chkdsk überprüft das „Laufwerk“ und meldet, ob und welche Probleme es im Dateisystem erkannt hat (bei mir gab es keine). Wenn es Fehler gibt, nochmals chkdsk mit folgender Option ausführen: „chkdsk x: /f“.

Um Problemen mit dem steckenbleiben beim Start aufgrund fehlerhaften Aktivitäten oder ähnlichem zu entgehen, empfehlen manche auch, den Speicherort der Trainingseinheiten auf die SD-Karte zu legen. Dies kann in den Systemeinstellungen eingestellt werden. So kann im Fall der Fälle die SD-Karte entfernt werden und auch direkt in einem Lesegerät ausgelesen werden. Ich verzichte aber darauf. Ich hatte zwar noch nie Probleme – aber wenn es mal Kontaktprobleme oder ähnliches geben sollte, wäre das mitten in einer Aufzeichnung sicher auch nicht so toll.

# Daten einlesen am Mac:

Schreibe ich hier nur der Vollständigkeit halber hin, da es nichts mit Problemen zu tun hat, sondern normales Verhalten darstellt. Aber ungewohnt ist, wenn man den Edge sonst immer am PC ausliest.

Am PC startet der Edge beim Anschließen über USB direkt im Massenspeichermodus und kann direkt durch z.B. TrainingCenter o.ä. ausgelesen werden.

Am Mac wird er so ohne Weiteres nicht erkannt. Vor dem Auslesen muss der Edge zunächst eingeschaltet werden und danach muss die letzte Einheit per „Reset“ abgeschlossen werden. Dafür die Taste „Lap/Reset“ bei eingeschaltetem Edge 800 drücken und während des Countdowns „Reset in…“ von 1 bis 4 gehalten werden. Dann kann der Edge ausgeschaltet und ganz normal über USB-Kabel mit dem Mac verbunden werden. Nun klappt’s auch mit dem Nachbar… mit dem Auslesen.

# Kompendium:

Teilweise das obig geschriebene und sonstiges Mehr ist auch in diesem empfehlenswerten Kompendium zum Garmin Edge 800 im Garmin-Forum zu finden.

 

Mein Garmin Edge 800 Screen Layout

Rad fahren, Uncategorized

Eins meiner wichtigesten Zubehörteile für das Radfahren ist mein Radcomputer Garmin Edge 800.

Zwar wäre das Verlassen auf seine Routing-Möglichkeiten eine Einladung ins Desaster, aber in der Summe seiner Eigenschaften ist er meines Erachtens die kompakteste und mächtigste Sportcomputer-Lösung, die es für das Fahrradfahren, ob Rennrad, Mountainbike oder Tourer, gibt.

Für das iPhone gibt es ja solche „Homescreen“-Galerien, wo verschiedene Menschen ihre Homescreens und mithin die von Ihnen dort präferierten Apps zeigen.

Für den Garmin Edge 800 (samt seinem Vorgänger 705) bietet sich so etwas vielleicht auch an? Jedenfalls kann man sich eine Reihe von verschiedenen Screens mit einer großen Vielfalt von Datenfeldern in unterschiedlicher Aufteilung (bis zu 10 Feldern pro Screen) selbst konfigurieren.

Jede Menge Potenzial für individuelle Vorlieben und Bedürfnisse. Aufgrund einer heutigen Frage bei Twitter habe ich mal meine Konfiguration zusammengestellt.

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Screen 01 ist für mich der wichtigste Screen, ihn habe ich die meiste Zeit aktiv. Je nach Bedarf (Wie steil ist es hier gerade? Oh mann, ist das echt so kalt?) wische ich ab und an auf Screen 02 oder habe ihn auf längerer Steigung auch ständig aktiv. Da mir Tritt- und Herzfrequenz wichtig sind (und Geschwindigkeit nice to know ist), sind diese Felder auch auf Screen 02 zu finden.

Zur Orientierung (oder auch zum Nachschauen, wo denn dieser vielversprechende Weg hinführen mag, der da gerade rechts abgeht), wechsle ich öfters auf Screen 05. Das Höhenprofil auf Screen 06 ist immer aktiv. Das ist unterwegs eigentlich nur von Interesse, wenn man eine unbekannte Strecke auf den Garmin geladen hat, die man gerade nachfährt; eine RTF z.B. So kann man unterwegs schön sehen, wie hoch es noch bis zur Passhöhe sein wird bzw. dass der richtige Steigungshammer erst noch kommt. Der Screen 04 erscheint nur, wenn Routing aktiv ist. Das nutze ich aber nur, wenn ich eine Strecke nachfahre, um mir Abbiegehinweise einblenden zu lassen. Das ist schon eine nette Sache – Blind drauf verlassen darf man sich aber nicht.

Das ist also meine Garmin-Konfiguration.

Planlos in Winterberg ;-)

Rad fahren, Uncategorized

Es sollte eine GA 1 Ausfahrt werden. Es wurde eigentlich eine Rekom/GA 1 Ausfahrt. Also eigentlich ein lockeres Radwandern anstelle einer Trainingsausfahrt.

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Eigentlich war ja die Grenzlandrunde der Sauerland Bike-Arena geplant. Rund 154 km über Bad Berleburg, Girkhausen, Züschen, Winterberg, Meschede und über Schmallenberg und Jagdhaus zurück. Zuzüglich die Anfahrt von Erndtebrück nach Berleburg; vermutlich also rund 170 bis 180 km.

Ich haderte zuerst mit dem Wetter. Nicht richtig sonnig, sehr windig und morgen sollte es schon wieder regnen…

Dann haderte ich mit dem Garmin Edge 800. Sonst ja ganz brauchbar, zickte er heute zuerst extrem rum. Merke: Gewisse Prozeduren müssen(!) eingehalten werden, auch wenn sie nicht unbedingt offensichtlich sind und vom Gerät auch nicht abgefangen oder anders geführt werden. In diesem Fall anscheinend: Nie, nie, niemals eine umfangreiche Strecke erst nach dem Losfahren laden und berechnen lassen, wie ich es heute (also bzw. letzten Samstag) aus Versehen tat. Erschwerte Bedingungen: Die geplante Strecke war zum Zeitpunkt des Berechnen lassens auch noch rd. 15 km entfernt. Der Edge brauchte recht lange bis 80% Streckenberechnung, hing dann auf 80% für mind. 8 Minuten oder länger, bevor er dann langsam auf 100% weiterrechnete und hing dann eingefroren auf einer nicht weiter aktualisierten Kartenansicht bei 100% bis ich ihn hinter Hemschlar (nach 30 Min Fahrtzeit) ausschaltete. Beim Wiedereinschalten begrüßte mich ein total auf die Grundeinstellungen zurückgesetztes Gerät auf englisch! Dreck! Bevor es weitergehen konnte, musste ich also erst mal sämtliche Grundeinstellungen wieder vornehmen. Sprache, Alter, Gewicht, Trittfrequenz/Herzfrequenz/Leistungssensor ja/nein?, Kartendarstellung, aktivierte Karten, dargestellte Displayseiten – alles.

Daher ist auch der unten verlinkte Track auf Garmin Connect 10 km zu kurz. Als ich dann endlich weiterfahren konnte, war auch von versprochenen heiteren Himmel auch nichts zu sehen und ich bekam sogar 2 Tropfen (Gott sei Dank die einzigen des Tages) ab. Entsprechend missmutig radelte ich erst mal locker weiter. Meine Stimmung besserte sich erst wieder etwas, als ich im Kraftsholz am Angelhof links abbiegend die K51 verließ und für mich Neuland befuhr. Schönes kleines Waldsträßchen zum Hof/Pension Dambach und weiter über einen kleinen Kamm nach Girkhausen. Hier bin ich sehr selten, eigentlich fast nie. Letzte Woche bin ich allerdings von der anderen Richtung aus Züschen her kommend während der Hochsauerlandklassiker RTF durch Girkhausen durch gekommen. Dabei ist mir aber gar nicht die sehr interessante Kirche des Ortes aufgefallen. Die habe ich mir dann auch gleich mal von außen näher angeschaut. Reinschauen ging leider nicht; die Tür war zu. In Girkhausen merkt man auch gleich die Nähe zum Hochsauerland bzw. zu Winterberg. Ein recht hübscher Ort mit sauber und aufwendig präsentierten Wanderwegshinweisschildern – das kennt das zentrale Wittgenstein so nicht; es ist halt anders als das Sauerland keine klassische Fremdenverkehrsregion.

Nachdem ich ein paar Fotos der Kirche gemacht hatte, ging es im Radwandermodus weiter. Schöne Strecke über Schmelzhütte und Mollseifen nach Züschen. Von Züschen nach Winterberg muss man die B 236 nutzen, da hat’s leider etwas mehr Verkehr. Aber dafür ist man auch zügig in Winterberg. Nachdem ich auf dem Marktplatz etwas lustlos mein Brot und einen Reiskuchen verzehrte (denn bei dem Wetter waren irgendwie nicht so viele Leute draußen unterwegs und es gab weder hübsche Geschöpfe in sommerlicher Kleidung, noch Radlerkollegen samt zu bewunderndem Carbongestühl zu sehen… nur normale Tagestouristen, die die Caféstühle besetzten).

Ich wollte noch etwas die Strecke über Silbach weiterfahren und dann über Altenfeld, Bödefeld und Sonderhof abkürzen, da ich bei meinem Radwandertempo die über 150 km heute sowieso nicht hinbekommen hätte. Aber wenigstens wollte ich noch etwas neue Strecken kennenlernen und insgesamt zu einer mehrstündigen ganz lockeren GA1 Einheit kommen. Aber prompt: Vollsperrung der L740 zwischen Winterberg und Silbach wegen Straßenerneuerung… Na toll. Bin erstmal weitergefahren, bis es aufgrund Absperrung und quergestelltem Straßenfertiger samt Bagger nicht mehr weiterging. Naja, dachte ich mir dann, schaust du dir halt mal diese Nebenstraße und den Golfplatz hier an und solltest dann über ein kleines Sträßchen dann wieder auf die B480 Richtung Altastenberg kommen.

Dabei kam ich an einem pfuschneuen Reservat für Käsefr… äh, das wäre politisch nicht korrekt… ich kam also an einer neuen Retorten… ich kam an einem ganz neuen Ferienpark mit lauter Ferienhäusern vorbei, den ich mir mal angeschaut habe. Hmm, naja – nicht soo mein Fall. Könnte mal ganz nett werden, aber viel zu einheitlich. Seltsames Gefühl da. So neu und leer. Die Preise (hatte im Web nachgeschaut) hauen mich nun auch nicht wirklich vom Hocker. Wäre sonst vielleicht mal eine Option gewesen, wenn man mal für ein Fotoprojekt oder ein Hochsauerlandwochenende die Homebase nach Winterberg legen wollte – aber so… nee.

Naja, weiter ging’s nach Altastenberg und auch hier entschied ich mich für eine bis dato nicht unter die Räder genommene Streckenvariante: Ich fuhr nicht Richtung Sorpetal, sondern folgte der Abfahrt über die K18 durch Nordenau nach Oberkirchen. Ab da dann die übliche Strecke weiter nach Schmallenberg und über die Steigung nach Jagdhaus und dann Wingeshausen zurück nach Erndtebrück.

Distanz (samt den am Anfang fehlenden km): 105,79 km, Höhenmeter: 1299 m, Zeit: 5 h 41 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,4 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 21,2 km/h, Durchschnitts-HF: 115

 

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/99598393

Wittgensteiner April-Touren

Rad fahren, Uncategorized

Ich hoffe, ihr hattet alle bisher wunderschöne Ostern und verbringt auch den heutigen Ostermontag noch ganz so, wie ihr es euch wünscht. Heute gibt es von mir mal eine kleine Rekapitulation der meisten Wochenende-Ausfahrten im April, zu denen ich bisher keine Einzelpostings erstellt habe.

Den Anfang mache ich mit dem Samstag, den 9. April.

Bei Sonnenschein und rd. 18°C im Schnitt ging es von Erndtebrück aus ins Siegerland. Ich wollte kurz an der Universität vorbei fahren und verband dies mit einer kleinen Routingtest des Garmin Edge 800 durch die Siegener Innenstadt. Die Anfahrt nach Siegen über Walpersorf bis Kaan-Marienborn ist eine schöne Strecke. Durch Siegen gondeln war zwar bis zur Uni auch nett, aber Ampelhalte und häufiges Abbiegen drücken den Schnitt. Der Abschnitt von Niedersetzen über Obersetzen und Unglinghausen nach Kredenbach war wieder sehr angenehm und hübsch. Hier hatte der Edge mal wieder einen epic Routing Fail, trotz per Mapsource vorgeplanter Route. Der Abschnitt von Kredenbach über Dahlbruch nach Hilchenbach ist eine ziemlich bescheidene Route für Radfahrer. Ich mag sie nicht. Zwischendrin ist allerdings die Breitenbachtalsperre, die ich umrunden wollte. Ich nutzte dies als Rekom-Abschnitt mit Riegelessen, kurze Fotostops und Skaterinnen-gucken und um Skater und Fußgänger rumkurven.

[Foto 1: Die Breitenbach-Talsperre mit Entnahmeturm und Damm, im Hintergrund die Ginsburg. Foto 2: Es blüht schon hier und da]

Distanz: 77,11 km, Höhenmeter: 893 m, Zeit: 3 h 56 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 22,6 km/h, Durchschnitts-HF: 123

http://connect.garmin.com/activity/78121869

 

Weiter geht’s am folgenden Sonntag, den 10. April.

Eine schöne Tour, die Bad Berleburger und Bad Laaspher Höhen miteinander verbindend. Gedacht war sie eigentlich wie am Vortag wieder als Ausdauerfahrt im Grundlagenbereich 1 (GA1). War aber eher die ganze Zeit in Fahrt am oberen Ende GA1 bzw. schon in GA2. Lief aber gut. Wunderschöne Strecke die ganze Tour. In Hesselbach war ich glaube ich noch nie. Sehr schönes Sträßchen von Bad Laasphe nach Hesselbach. Hat auch schön knackige Steigungsprozente bis zu 13%. Belohnt wird man durch wunderbare Aussichten nach Norden ins Wittgenstein nach Laasphe und nach der „Passhöhe“ in das Lahn-Dill-Bergland. Durch Hesselbach und nach Banfe lässt es sich wunderbar „rollen“ und nach kurzem überwinden der Indel rollt man durch eines der Kleinode von Wittgenstein, das Ilsetal!

[Foto 1: Auf der Gennernbach-Straße von Bad Laasphe Richtung Forsthaus Ditzrod. Foto 2: Auf dem Anstieg von Laasphe nach Hesselbach. Blick nach Norden Richtung Laasphe. Links unten nicht im Blick liegt das Forsthaus Ditzrod]

Distanz: 65,83 km, Höhenmeter: 887 m, Zeit: 3 h 27 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 22,3 km/h, Durchschnitts-HF: 125

http://connect.garmin.com/activity/78401517

 

Höhenmetersammeln Harfeld und Didoll, Samstag, 16. April:

Nicht, dass es besonders schwierig wäre, hier im Wittgenstein’schen auf Höhenmeter zu kommen, ganz im Gegenteil! Trotzdem wollte ich mir heute mal das Harfeld, das ich noch nicht kannte, aber als Eintrag bei Quaeldich.de schon auf der Liste hatte, mal ganz besonders gut ansehen. ;-) Ich versuchte also eine Tour zu planen, die auf rd. 70 km möglichst viele Höhenmeter unterbrachte und nahm mir als Fokus dazu das Harfeld vor. Es kamen immerhin 1411 Höhenmeter dabei herum. Hmmm, schon ein Wort, aber auch nicht sooo viel mehr, als wenn ich eine x-beliebige Tour durch die Gegend plane. Nichtsdestotrotz, ich wollte die verschiedenen Auffahrten zum Harfeld testen und das tat ich dann auch :)

Die heutige Tour beinhaltete also u.a. die folgenden Quaeldich.de Passeinträge

Harfeld:

  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Bracht, 4,4 km / 177 Hm rauf
  • Nordostanfahrt von Bad-Berleburg-Richstein 2,9 km / 168 Hm runter
  • Nordanfahrt von Bad Berleburg, Richsteiner Mühle 3,2 km / 200 Hm rauf
  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Bracht, 4,4 km / 177 Hm rauf

Didoll:

  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Niederlaasphe 6,6 km / 276 Hm rauf
  • Nordanfahrt von Bad Berleburg-Richstein 1,8 km / 140 Hm runter

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[Von der Richsteiner Mühle führt diese kleine Waldstraße auf das Harfeld. Gleich kommt das steilste Stück mit bis zu 15% Steigung.]

Eingebunden in eine 3 x 6 Min EB am Berg (Entwicklungsbereich) Einheit, die dann als GA 1 fortgeführt werden sollte, ging es also in die Wittgensteiner Hügel. Wohl in der Streckenplanung platziert fand sich mit der Amtshäuser Steigung schon der erste 10/11 Prozenter, der den Puls problemlos gen obere Grenze EB jagen liess. Aber auch an den übrigen Anstiegen band ich mich nicht sklavisch an die GA1 Vorgabe, sondern nahm sie im GA2 Bereich. Am Ende der über 3,5 Stunden merkte ich den unteren Rücken und bisschen auch wieder die Arme.

Der Garmin Edge 800 funktionierte auch wieder recht gut. Zweiter Test mit „System/Neuberechnung aus“. Jetzt anstelle einer Route ein TCX-Track mit rund 950 Punkten benutzt. Klappte auch trotz hier und da leichten Differenzen zwischen Streckenplanung (basierend auf Google Maps in GPSies) und Map (Garmin CN) sowie tatsächlicher GPS-Position. Nur ein einziges Mal ein „Fail“ Routing und das trotz ausgeschalteter Neuberechnung. Er wollte plötzlich nach der Richtsteiner Mühle wieder zurück, über Richstein und Lindenhof zum Harfeld hoch. WTF – ganz ohne seltsame Bugs will der Edge 800 einfach nicht funktionieren. Aber er fing sich danach problem los wieder. Nicht wie sonst, wo er schon mal eine komplett aus der Luft gegriffene Route sonstwo hin erzeugte. Alles in allem also ok, und das bei dem heutigen „Kreisverkehr“ mit mehrfach die gleichen Straßen benutzender Streckenplanung.

Habe mich bei diesem WTF-Edge-Mistbau-Malwieder auch prompt auf die Seite gelegt. Erster Sturz mit meinem Cube Streamer. Aus dem Stand irgendwie den linken Fuß nicht ausgeklickt bekommen aber Übergewicht in diese Richtung bekommen. Formvollendet weich mit der ganzen Körperseite auf den Asphalt geklatscht und das Rad nicht auf den Boden kommen lassen :). Keine Blessuren entstanden :)

Distanz: 73,95 km, Höhenmeter: 1411 m, Zeit: 3 h 44 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,8 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 21,5 km/h, Durchschnitts-HF: 132

http://connect.garmin.com/activity/79586575

 

Stippvisite im Hessen, So, 17.4.:

Wieder bei strahlendem Wetter suchte ich heute als Kontrast zu gestern eher weniger Höhenmeter. Von Erndtebrück aus folgte ich also der B 62 über Lützel nach Netphen, bog da Richtung Deuz ab und fuhr sanft ansteigend über Salchendorf nach Hainchen. Hinter Hainchen geht es über die Haincher Höhe, wo sich ein toller Blick in das südliche Wittgensteiner Bergland eröffnet und wo nach man sich dann im Hessen wieder findet. Die Abfahrt nach Rittershausen weist nahezu keine Schlaglöcher auf, besitzt dafür sehr rauen Asphalt. Trotzdem eine schöne Strecke bis Dietzhölztal und hinter Mandeln kommt man dann auch wieder ins Wittgensteiner Ländle. Fischelbach ist der erste Ort, der einen hier begrüßt.

Hatte noch gute Spürung in den Beinen und auch den Trizeps von gestern. Daher heute der Plan: wirklich immer Mitte GA1 bleiben (ganz so, wie es für heute auf dem Trainingsplan stand) und das habe ich auch so durchgeführt (bis paar kleine Ausnahmen). Bis zur Stunde 2 lief es ideal, danach merkte ich dann langsam die Gesamterschöpfung und Arme und Po, konnte das aber durch ab und an mal aus dem Sattel gehen gut kompensieren. Von der Steigung hinter Mandeln konnte ich es über Fischelbach und Banfe bis Laasphe mit durchgehend rd. 1 % Gefälle gut fliegen lassen. Nach gestern und der Strecke davor wurde es dann aber kurz vor Laasphe anstrengend, entsprechend zu sitzen und zu treten; trotz GA1. Es herrschte teilweise sehr starker Wind, zudem auch mal Böen. Bin oft im Untergriff gefahren, um mich weitgehend unter dem Wind durch zu ducken.

Bisher längste gefahrene Distanz seit Beginn meiner GPS-Radtour-Aufzeichnungen! :)

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[Kurz vor der Haincher Höhe auf der Strecke von Hainchen nach Dietzhölztal.]

Distanz: 87,58 km, Höhenmeter: 966 m, Zeit: 3 h 47 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,9 km/h, Durchschnitts-HF: 126

http://connect.garmin.com/activity/79846599

 

„Besuch“ und Tour zu Zweit, Sa, 23.4.:

Über das Blog hatte mich Simon kontaktiert. Er hatte sich die Vor-Oster-Woche frei genommen und machte Urlaub in Bad Berleburg. Dieses Mal hatte er zum ersten Mal seine Bikes dabei und er frug, ob wir denn mal eine gemeinsame Tour machen könnten? Ja, sehr gerne doch. Zuvor hatten wir uns noch nicht gekannt, aber die gemeinsame Tour war sehr angenehm und hat viel Spaß gemacht. Mal was Anderes :).

Auf dem Trainingsplan stand eigentlich: 3×7′ EB, Berg, 30 Minuten Warm-up, 3×7 Minuten Entwicklungsbereich am Berg bei 70-85 U/min, mit je 5 Minuten Erholung, weiter im Grundlagenbereich 1

Hatte das dann leicht anders durchgeführt. Wir hatten uns für 12:00 Uhr am Bahnhof in Bad Berleburg verabredet. Ich bin aber erst um halb 12:00 von daheim losgekommen. D.h. ich musste etwa auf einen 30er Schnitt bis Berleburg kommen, um den Termin einzuhalten! War also schon bei Minute 3 im GA2, bei Minute 9 schon im EB angelangt. Bis zur ersten Ampel in Berleburg hab ich EB auch nicht mehr verlassen. ^^ Das waren also 22 Min EB am Stück, nix Intervalle ;-) Dafür war ich pünktlich vor Ort!

Diverse Steigungen sorgten im weiteren Verlauf für erklecklichen Anteil GA2 und weitere EB-Bereiche. Sind meistens nebeneinander gefahren und haben uns nett unterhalten. Nur auf der Strecke von der Eisenstraße über Benfe bis nach Erndtebrück habe ich Windschatten gegeben und den Puls dabei gegen heftigen Gegenwind auch nochmal gut in den EB gezogen. Lohn der „Mühen“: Der ermittelte TRIMP (Trainings Impulse, ermittelt mit dem Training Load Plugin für SportTracks) war zum ersten Mal im Bereich „episch“ *hust* ;-)

Abschluss war dann ausnahmsweise mal ein Besuch in der Eisdiele in Erndtebrück mit lecker Banane Speziale und Cappuccino. :)

Und am Abend dann verstärkte Rehydrierung mittels einiger Radler beim Osterfeuer in Erndtebrück. Ahhhhh, la dolce Vita :)

[Foto 1: Simon im Ilsetal, Foto 2: ein unbeteiligter Rennradler im Ilsetal vorraus, Foto 3: Das Osterfeuer in Erndtebrück]

Distanz: 81,93 km, Höhenmeter: 1226 m, Zeit: 3 h 48 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,0 km/h, Durchschnitts-HF: 136

http://connect.garmin.com/activity/80975132

Start des gezielten Trainings für den Dreiländergiro

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Heute nach dem eher Ausruh-Monat März nach dem TCTP (Time Crunced Training Program) die erste Einheit des Aufbautrainings zum Ziel Dreiländergiro abgeleistet.
Nutze den Tour-Trainingsplan, der auf 2Peaks basiert. Und gleichzeitig auch dem Trainingsplan auf Frubiase, Beginner, Vorbereitung auf Bergmarathon, entspricht:

http://www.frubiase.de/Trainingscenter/Radsport/Trainingsplan_Generator?ls=Ho…

Der Online-Plan ist besser beschrieben, weicht in nur ganz wenigen, sinnvollen Details vom Tour-Trainingsplan ab, der anscheinend auch mindestens einen Druckfehler aufweist. Und insgesamt finde ich das Programm einerseits sinnvoll, andererseits draußen auf der Strecke (die bei uns im hügeligen Gelände stets abwechslungsreich ist) wesentlich besser nachvollziehbar, als die TCTP Routinen. Zudem sind diese zu kurz und können die Zeit bis zum 3LG nicht sinnvoll aufbauend abbilden.

Wie bei vielen anderen Modellen folgt im jetzt gewählten Plan nach drei aufbauend immer etwas intensiver werdenden Wochen eine ruhigere Woche. Jeweils zum Monatsende. Am Ende des April würde ich gerne die RTF „Rund um das Schloss Bensberg“ in Bergisch-Gladbach, am Ende des Mai den Marathon oder eine der RTFs in Korbach, die 3-Seen-Marathon-Strecke, bestreiten. Und am Ende des Juni steht dann der 3LG an. Passt also optimal. jedes Ereignis hat jeweils eine kleine oder im Fall des 3LG eine ausgeprägte Tapering-Woche vor sich. :)

Bei den Wochenendeinheiten habe ich jeweils eine Stunde draufgeschlagen. Aus 2h werden dann 3h oder aus max 4h werden dann 5h.

Heute auf dem Plan:
3×5′ EB, Berg,
20 Minuten Warm-up, 3×5 Minuten Entwicklungsbereich am Berg bei 70-85 U/min, mit je 5 Minuten Erholung, Cool-down

Habe mir extra eine Strecke geplant, die nach 20 Minuten Warm-Up in jeweils rund 5 Minuten-Abständen knackige Anstiege auch mit etwa 5 Minuten Dauer bietet. Das dabei jedesmal die 10 % geknackt werden „is the Name of the Game“ ;-)
Puh, da war seit Februar das Erste mal wieder richtig Beissen angesagt…

Und vorher wieder etwas herumtesten mit dem Garmin Edge 800. Aber ich glaube, so langsam komme ich hinter die Sonderbarkeiten dieses Gerätes, welches auf jeden Fall noch die eine oder andere Firmwarerevision braucht, bevor es richtig gut wird. Ansonsten bin ich recht angetan vom Edge. Am besten gefallen mir die jetzt endlich sehr brauchbaren Höhenprofile und verlässlichen Steigungsprozent-Angaben. Einen etwas ausführlicheren Bericht werde ich hier in Zukunft noch abliefern.

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/77426778