Eine spezielle Silvester-Ausfahrt: Coffeeneuring durch’s Sauerland

Rad fahren

Coffeeneuring durch’s Sauerland. Oder: der Kaffee, der aus der Kälte kam :)

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Leckere „Hausmischung – Espresso“ von der Rösterei Birkenhof. Frisch am 27.12. geröstet.

Was war das wieder wettertechnisch für eine feine Woche „Zwischen den Tagen“ bzw. auch „Zwischen den Jahren“. Zwar von Winter leider weit und breit keine Spur, dafür aber ideale Bedingungen für das Rennrad fahren. Nicht zu all zu kalt – so richtig frostig wurde es erst gegen Ende der Woche… Also just am Tag dieser Rennradrunde. Und überwiegend heiter und gegen Ende sogar richtig sonnig mit klarblauem Himmel. Hach! So kann man den Tag und die vielen tollen Ausblicke genießen! So wie dieser Blick hier, der sich direkt hinter dem Rhein-Weser-Turm nach Norden öffnet. Kurz, bevor es über traumhaft glatten Asphalt einige Serpentinen hinab Richtung Oberhundem geht.

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Blick vom „Rhein-Weser-Turm-Pass“ von den Westrothaarhöhen über das Südsauerländer Bergland und darüber hinaus die Südsauerländer Senken.

Meine Jahresend-Runde sollte gleichzeitig einem ganz speziellen Zweck dienen: Kaffee einkaufen. :)

Das wollte ich ganz stilecht und umweltbewusst mit dem Rennrad machen. Denn, wenn etwas zusammengehört, dann ist es Fahrrad fahren und Kaffee trinken! Oder spezieller: Espresso und/oder Cappuccino und Rennrad. Meine „Küchenharley“, sprich, meine verchromte Siebträgermaschine (ein Zweikreiser von Bezzera) brauchte neues Futter. Meine Mutter hatte mir im Oktober mal zwei Päckchen Bohnen einer kleinen Rösterei aus dem Sauerland mitgebracht, die mir als Cappu super geschmeckt haben. Davon wollte ich Nachschub.

Und da der Entstehungsort quasi „nebenan“ einmal über eine Hügelkette herüber vom Wittgensteiner Land in das Sauerland lag, wollte ich da unbedingt mit dem Fahrrad vorbei. Jetzt hatte es endlich mal gepasst.

Mein Ziel also: Das Landcafé Birkenhof in Schmallenberg-Holthausen. In der Rösterei gibt es Sonntags auch immer Schaurösten und Beratung. Das wollte ich mir mal ansehen (also nicht das Schaurösten, sondern erst mal war ich mit einem ersten Besuch zufrieden) und neue Bohnen holen. Und da Schmallenberg ja doch recht nahe an Erndtebrück liegt, habe ich erst mal eine weite Kurve gemacht und quasi Anlauf genommen… ;-)

Immer schön quer zu den Tälern wie z.B. des der Lenne, so das auch ja genügend Höhenmeter zusammenkommen. Oben auf den Hügeln war es ohnehin am wärmsten. Und gab die schönsten Blicke.

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Independence Day oder doch nur ein faszinierender Wolkenstreifen über dem nördlichen Sauerland?

In den Tälern war es nämlich auch ohne Schatten ganz schön „schattig“. Ganz am Ende waren es in der Dunkelheit dann Minus 8,5 Grad Celsius. Und gesammelt habe ich über die 110 km schließlich 1848 Höhenmeter. Das ist selbst für Rothaargebirge-Standard-Touren über dem Durchschnitt.

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Mein gefahrener Track und das Höhenprofil.

Die Tour gibt es auf Strava und den Track auch auf Komoot (Coffeeneuring durch das Sauerland nach Holthausen).

Aber auch das Licht! Das tolle Winterlicht! Schade nur, dass die Tage halt so kurz sind. Aber das eine geht halt nicht ohne das andere… Dieses Foto hier entstand buchstäblich Sekunden, bevor die Sonne hinter den bewaldeten Höhenrücken verschwand:

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Alte und ehrwürdige Bäume im warmen Licht und meine Räder – eines meiner Lieblingssujets.

In der Rösterei selbst habe ich leider keine Fotos gemacht. Obgleich es da genug Motive gegeben hätte. Ist sehr liebevoll zurechtgemacht da. Ich wartete zunächst, während ein Ehepaar vom Inhaber beraten wurde und seine Bohnen bekam. Bis ich dann meine Bestellung äußern konnte. Prima, wie liebevoll und mit Muße zunächst zwei 250 gr Tütchen mit Birkenhof-Logos frisch bestempelt und dann die gewählte Röstung handschriftlich mit Feder aufgeschrieben wurde. Ich wollte die „Hausmischung – Espresso“.

Hmm – so ein richtiges Coffeeneuring ist es wohl nur mit Einkehr? Es gibt ja keinen Begriff ohne dass ihn irgendjemand schon mit einer ausführlichen Definition oder sogar Challenge-Regeln versehen hätte… So auch das Coffeeneuring. Zumindest, wenn man nach dem Blog Chasing Mailboxes geht. Demnach muss man wenigstens vor Ort etwas kaffee- oder teeartiges trinken oder verköstigen (Coffeeneuring Challenge).

Eine Einkehr würde sich dort auf jeden Fall lohnen, so schaut mir das aus. Ich war aber auf nachhaltigeren Kaffeegenuss aus und habe dann die zwei 250 gr Päckchen der Espresso Hausmischung in mein Rad gesteckt. Eines in die frisch gekaufte Deuter Rahmentasche (die dann mit einer Packung schon fast voll war) und das zweite in die mittlere Rückentasche.

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50 % meines Coffee-Haul im Sauerland in der Deuter Front-Triangle-Bag.

Dann begann auch schon die Dämmerung und so machte ich mich pedalierend durch eben diese und die Nacht über die Hügel des Rothaargebirges in Richtung Wittgensteiner Land und Heimat auf den Weg.

Hier nochmal ein Ergebnis des wunderschönen Abendlichtes. Habe dem letzten Jahr auf meiner Silvester-Fahrt zum Abschied gewunken. Und ich grüße Euch alle mit einem gewunkenen Willkommen in 2017! Mögen wir ein gutes Jahr daraus machen.

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Good bye 2016 – Hallo 2017!

 

 

Faszination Rennrad: Inspirierende Webseiten, Blogs und… diesmal Kaffee, Teil 4: Coffeeride.de

Rad fahren, Uncategorized

Hier nun die vierte Website, die ich im Rahmen der Reihe „Faszination Rennrad: Inspirierende Webseiten, Blogs und Fotografie“ vorstellen möchte. Eigentlich hatte ich schon ein paar weitere Websites bzw. Blogs in der Pipe – bin heute aber auf ein Blog, ein ganz junges Blog zudem, gestoßen, dass mich sehr angesprochen hat. Zuerst wollte ich nur einen kurzen Link auf einen Beitrag dort setzen, fand beim weiterlesen aber genau den Geist, der für mich inspirierende Blogs zum Thema Rennrad und drumherum ausmacht. Nämlich unter anderem die enthusiastische Verquickung zweier oder mehr Leidenschaften, welche die schönen und motivierenden Seiten des Radsports herausstellen.

Hier in diesem Fall: guter Kaffee bzw. guter Espresso! :)

Kaffee, Espresso, Cappucino – das gehört zum Radfahren einfach dazu. Sei es vor dem Training ein Shot, nach dem Training ein guter Kaffee oder während der gemeinsamen Ausfahrt der Kaffeestop. „Kaffee, Kuchen, Kilometer“ dieser Beitragstitel harrt bei mir schon länger der Verwendung… Mal gucken, nächstes Jahr werde ich den bestimmt verwenden. Coffeerides sind eine Insitution und hier haben wir ein Blog, dass sich genau diesem Themenkreis verschrieben hat: Coffeeride.de

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Zitat: „ihr seid begeisterte Radsportler, technikfasziniert, kaffeesüchtig, Traningsweltmeister, Amateurfahrer, Profi, Schönwetterfahrer, Schrauber, Esspressoliebhaber?
Dann schaut doch in Zukunft öfter mal vorbei, hier gibt es bald Infos zu den neusten Trends der Radbranche, den ein oder anderen Materialtest, bis zum Vergleich der besten Coffeeshops unserer Gegend.“ Diese Gegend scheint mir dabei im Bereich südliches Ruhrgebiet, nordwestliches Sauerland zu liegen. Interessant zu lesen ist es aber auch, wenn man nicht direkt aus dieser Gegend kommt.

Die Jungs haben sogar ein eigenes Trikot designt, welches gar nicht mal so übel ausschaut (ohne die zusätzlichen Firmennamen auf dem weissen Feld wäre es sogar richtig cool). Und man kann aktuell sogar eines davon samt einer Packung Espresso gewinnen.