Mein aktuelles Bikepacking Setup: Neues zur Ortlieb Seat-Pack und zum Cockpit

Juchuu – bald geht es wieder los! Diesen Samstag startet das 3PEAKS BIKE RACE. Es geht von Wien über den Passo di Giau, Furkapass und Col du Galibier (so er denn dann schneefrei ist) nach Nizza. Knapp 1.600 km und 24.500 Höhenmeter zeigt meine Routenplanung. Freitag nacht fahre ich mit der Bahn zum Start.

Und – Twitter-, facebook- und oder Instagram-Follower wissen es bereits: Ich habe im Nachgang doch noch einen Startplatz für das Transcontinental Race bekommen! Das war schon eine gewisse Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe es zwar nicht zum ausführlichen Thema gemacht, aber ihr habt sicherlich mitbekommen, dass ich mir ganz zu Anfang des Jahres die Großzehensehne im linken Fuß gerissen habe. Ganz blöde Sache mit Operation Ende Januar, langer Krankschreibung usw. Würde ich rechtzeitig wieder fit werden? Wie geht so eine Wiederherstellung überhaupt voran? Und unabhängig davon – was sagt der Terminkalender und will ich mich „so spät im Jahr“ doch noch für eine Teilnahme entscheiden?

Letztendlich war ausschlaggebend: Das Ziel ist wieder Meteora! Da will ich dieses Mal unbedingt hin, musste ich doch letztes Jahr vorrangig aus Zeitgründen nach Felgenbruch und kurzem Krankenstop kurz („nur“ 600 km) vor dem Ziel aufgeben und heimfliegen (hier könnt ihr alles zu meinem letztjährigen TCRNo5 lesen).

 

Welche Detailänderungen meiner Ausrüstung habe ich in der Zwischenzeit vorgenommen?

Wie die Abschnittsüberschrift schon sagt: nichts gravierendes, aber einige Anpassungen im Detail.

Rad:

Beim Rad setze ich weiterhin auf mein bewährtes J.Guillem Orient Titanrad. Ich habe ja jetzt seit letztem Herbst endlich den damals längst bestellten neuen Orient-Rahmen. Dieser hat nun einen kleinen Hauch größere Reifenfreiheit, Steckachsen vorne wie auch hinten (neu) sowie komplett innenverlegte Bremsleitung.

11350_0113-JGuillem_2048
J.Guillem Orient – in der Show-Aufmachung mit Titan-Sattelstütze. ;-)

 

Laufräder:

Die Hunt-Laufräder waren und sind sehr schön, ich konnte mich aber nicht leiden und wollte dem Orient noch etwas schickere Schuhe gönnen. So habe ich mir im Frühjahr einen DT Swiss ERC 1400 Spline 47 Laufradsatz zugelegt. In meinen Augen sowohl optisch als auch leistungstechnisch ein Sweetspot. Mit 47 mm Felgenhöhe geben sie schon deutlichen Aerovorteil und sehen auch richtig nach was aus – ohne allerdings sonderlich Seitenwindanfällig zu sein oder die Steuerung nervös zu machen. Das Profil ist mit 19 mm Maulweite schön weit offen und das Gewicht mit 1538 gr Werksangabe sehr wettbewerbsfähig. Ihr einziger Nachteil: innenliegende Speichennippel! Aerodynamisch und besonders Rotationsaerodynamisch ein Vorteil – für die Wartung und Pannenbehebung unterwegs aber leider ein eklatanter Nachteil.

Reifen:

Für das kürzere 3Peaks Bike Race will ich mal normale Faltreifen, also Clincher mit Schlauch, ausprobieren. Weil ich noch einen Reifen hatte und wiedermal vorrangig aus optischen Gründen sind jetzt Vittoria Corsa G+ (vorne in 25mm, hinten in 28mm) montiert. Wenn es rein nach Performance ginge, würde ich Conti GP 4000 Sii montieren. Je nach Test sind beide Reifen gleichauf bzw. tun sich nichts. Oder manchmal hat der Conti Vorteile. Mir persönlich gefällt aber das Profil des Conti wesentlich besser und ich kenne Aerotests, die dem Contiprofil (Conti selbst kann dafür nichts, hat aber zufällig alles richtig gemacht) beste Aerodynamik-Eigentschaften zusprechen (Ablösehilfe für Grenzschichtübergänge).

Für das Transcontinental werde ich wohl wieder auf Schwalbe Pro One tubeless setzen.

Cockpit:

Auch hier bleibe ich meiner generellen Lenker-Aufsatz und Taschenkonfiguration treu.

Neu ist der Vorbau: ein Shockstop Stem von Redshift Sports. Das Teil möchte ich ja nicht mehr missen! Ein Riesen-Komfort-Gewinn, der dreifach punktet. Man ermüdet nicht so stark durch Vibrationen und leichte Schläge über den Lenker, man kann eher und länger auch bei etwas schlechteren Oberflächen in den Zeitfahraufsätzen fahren ohne dass man entnervt wieder in die Oberlenkerhaltung o.ä. wechselt und man erspart der Cockpit- und Aerobar-Konstruktion den einen oder anderen harten Schlag, wenn man unvermutet über eine Gullideckelkante oder was auch immer rattert. Hier könnt ihr einen ausführlichen Test (und weitere Optionen für Front-Komfort) dazu lesen.

Da ich nun ein iPhone X habe, muss ich anstelle des ToPeak Weatherproof Ridecase eine andere iPhone-Lenkerhalterung aussuchen. Denn leider wurde von ToPeak ein entsprechendes Ridecase für das iPhone X gerade eben erst vorgestellt. In den Handel soll es erst Ende Juli / Anfang August kommen. Ich habe mich für einen Quadlock Mount entschieden.

Der bereitete mir erst etwas Kopfschmerzen. An die Holme bzw. Aerobars passt er nicht – er würde dort auch mit meinen Armen kollidieren. Da soll er nicht hin. Er soll wieder mittig und unterhalb des Wahoo Elemt sitzen. Also auf dem Vorbau. Der ist aber weit unten bzw. die Aerobars durch die Riser weit oben. Um das iPhone mit Halterhülle auf den Halter zu setzen, muss man es gedreht aufsetzen, dann niederdrücken und in die Senkrechte drehen. Also muss der Halter weit genug über die Ellenbogen-Pads herausragen. Sonst ist nix mit drehen und niederpressen. Ehrlich gesagt wäre mir ein passendes ToPeak Ridecase lieber gewesen. Das kann man nämlich linear einschieben und den Halter auch kippen.

Sei’s drum – ich habe mir also aus einem kleinen Holzstück ein Distanzstück gesägt, mit Powerband umklebt und es samt Quadlock-Mount mit langen Kabelbindern oben auf dem Vorbau befestigt. 36 Gramm wiegt mein Distanzblock ;-))

11351_0017-Cockpit_hinten_2048
Quadlock-Riserblock mit Kabelbindern auf dem Shockstop Stem befestigt. Unter dem Vorbau hängt wie im letzten Jahr ein Lupine 5.6 Ah Smartcore Akku für die hier noch nicht montierte Lupine Neo Leuchte.

So sieht das ganze dann von oben aus. Samt bewährtem Wahoo Elemnt:

11351_0020-Cockpit_2048
Cockpit mit iPhone X im Quadlock und Wahoo Elemnt in seinem mitgelieferten TT-Mount.
11351_0022-Cockpit_vorn_2048
Cockpit. Da kommt dann noch die kleine Ornot Handlebar-Bag und die Apidura Foodpouch drunter / dran.

Rahmentasche:

Hier bin ich Apidura treu geblieben. Habe aber von der klassischen Tasche (nicht komplett wasserdicht) auf die neue Dry-Serie umgestiegen. Die Tasche hatte ich schon im letzten Sommer gekauft. Seit diesem Jahr heisst die Tasche nicht mehr Mountain Frame Pack (medium) sondern neu Expedition Compact Frame Pack. Der Formfaktor und die Größe ist aber gleich geblieben.

11350_0214-Vorsperre_apidura_2048
J.Guillem Orient an der Vorsperre Große Dhünn. Mitsamt Apidura Expedition Compact Frame Pack

Seat-Pack:

Zu fast allen obigen Teilen (und ein paar Weiteren) habe ich mich auch schon ausführlich in einem Bewertungsartikel nach dem Transcontinental Race geäußert: „Transcontinental Race Kit: The Good, the Bad and the Ugly„. Und das einzige Teil in der Rubrik „ugly“ war die Ortlieb Seat-Pack. Ihr findet eine ausführliche Begründung und eine angeregte Diskussion in den Kommentaren am Ende des betreffenden Blog-Beitrags.

Ich war wirklich kreuzunglücklich mit der Ortlieb Seat-Pack und ihrer Formhaltigkeit. Ständig sackte der Hinterteil der Tasche ab. Kein Trick sie zu Befüllen half diesem Umstand ab.

Und das ist beileibe kein rein kosmetisches Problem!

Trotz ständigem Nachpacken, wieder aufrichten und immer ein waches Auge auf die Tasche habend (was schon so super störend war) war es an einem „Schlafenden Polizisten“ irgendwo im Grenzgebiet Frankreich-Deutschland dann soweit. Die Tasche war schon wieder soweit mit ihrem Hinterteil abgesackt, dass es durch die Erschütterung beim Überfahren zum Kontakt der Tasche mit dem Hinterreifen kam. Ich dachte wer weiss was, was mir hier gerade einen blockiertes Hinterrad beschert und kam glücklicherweise schnell zum stehen. Um die Wasserdichtheit und Lochfreiheit der Tasche war es seit dem aber geschehen. Glücklicherweise hat es weder meinen Reifen zerstört noch mich selbst zu Fall gebracht!

Nun ist Ortlieb da beileibe nicht der einzige Hersteller solcher großen Seat-Pack-Taschen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Manche Modelle und Designs scheinen allerdings anfälliger als andere. Grundsätzlich kann man sagen: je größer das Ladevolumen (und damit die Länge nach hinten) und je flacher der Montagewinkel (in Teilen von der Tasche, in Teilen von der verfügbaren Sattelstützenlänge abhängig) ist, umso anfälliger ist eine solche Tasche für das Heruntersacken.

Konzentriertes und komprimierendes Packen im vom Rad abmontierten Zustand und nach unten hängend kann helfen, dass die Tasche auch nach dem komprimieren mit dem Rollverschluss eine kompakte „Zigarre“ ohne Schwach- und Knickpunkte bildet. Ist aber keine Garantie, dass es beim Fahren und durch die Erschütterungen dann doch nicht zum Absacken führt. Und – manchmal will / muss man doch auch über Tags an den Inhalt seiner Seatpack. Dann jedesmal die Tasche abmontieren? Nein!

Was hilft denn nun definitiv?

a) eine Innen- (oder Außen)schale. Wo kein flexibler Stoff bzw. wo eine Kunststoffschale, da kann nichts absacken. Nun ist eine solche Rollverschlusstasche aber kein Hartschalenkoffer. So eine Schale kann und soll also nur gewisse Bereiche – meist die unmittelbare Spitze an der Sattelstütze – verstärken. So auch bei der Ortlieb Seat-Pack. Das sorgt für Formhaltigkeit und ein gutes Abstützen im Fixier-Bereich an der Sattelstütze.

b) Ein Tascheninhalt, der in sich selbst über die ganze oder fast die ganze Länge der Taschenfüllung stabil ist und gar nicht erst absacken kann: etwa Zeltgestänge oder so etwas.

Das hat mich auf eine Idee gebracht: Wenn ich halt kein Zelt oder keine Angelroute oder so etwas mitnehmen will, und die mitgelieferte Innenschale für mich nicht ausreichend ist, dann baue ich mir mein eigenes Innenskelett!

Gesagt, getan. Im Baumarkt eine 8 mm Aluröhre gekauft, in zwei rd. 36 cm lange Teile gesägt und mittels Uhu-Powertape eine kleine trapezförmige „Trage“ gebastelt.

11350_0262-InnenskelettOrtlieb_2048
Selbstgebasteltes „Innenskelett“ für die Ortlieb Seat-Pack

Diese wiegt wie dargestellt 77 Gramm. Die Dauerhaltbarkeit wird sich noch herausstellen. Aber ein erster Test war sehr zufriedenstellend. Die Formhaltigkeit der Tasche blieb konstant gewährleistet:

11351_0030-JGuillem_rigged_Beyenburg_2048
Mein J.Guillem Orient bei der letzten Vorbereitungsfahrt letzten Sonntag.

Wenn das so bleibt, dann bin ich mit der Tasche wieder zufrieden. Denn: ihre übrigen Eigenschaften wissen nach wie vor sehr zu überzeugen.

Montage am Rad, Wackelfreiheit und Beinfreiheit sowie Wasserdichtigkeit sind bei der Ortlieb Seat-Pack sehr gut. Gerade für eine Satteltasche ist für mich wirkliche Wasserdichtheit essentiell. Zum einen bekommt die Satteltasche ohne Schutzbleche bei Regen nicht nur den Regen, sondern die volle Ladung an Gischt und vom Reifen geschleudertes Wasser ab. Sie ergibt damit einerseits einen tollen Ass-Saver Ersatz, muss aber nicht nur den Hintern über ihr, sondern vor allem ihren Inhalt davor schützen. Und der Inhalt ist genau der, der eben nicht Nass, noch nicht mal feucht oder klamm werden sollte. Nämlich Ersatzkleidung oder vielleicht auch ein winziger Schlafsack.

Zwar würde ich aus Gründen der Gesamtoptik schon auch gerne eine der neuen, nun auch wasserdichten Apidura Satteltaschen ausprobieren, doch weiss ich einerseits, dass mir die Ortliebtasche in der mir sehr wichtigen Beinfreiheit gut passt und andererseits ist mir Ortlieb im letzten Jahr auch gut entgegengekommen.

Ich hatte, nachdem ich Ortlieb angeschrieben hatte, eine neue Tasche als kostenlosen Ersatz für mein gelöchertes TCR-Exemplar erhalten. Zudem hatten sie das Problem mit dem Absacken auch erkannt und legen seit der Eurobike im letzten Jahr der Seat-Pack einen neuen zusätzlichen Fixiergurt bei.

Dieser Fixiergurt wird mit einem Haken hinten in die Laschen des Rollverschlusses eingehakt (was diese Laschen dann leider anderer möglicher Zwecke beraubt, wie z.B. ein Rücklicht einzuklipsen), über den Rücken der Tasche geführt und dann in geeigneter Form am Sattel befestigt. Z.B. indem man den Gurt um die Sattelschienen führt. So sieht das dann aus:

11351_0011-OrtliebSeatPack_Gurthinten_2048
Fixiergurt an der Ortlieb Seat-Pack hinten eingehängt

Und so direkt am Sattel oben:

11351_0014-OrtliebSeatPack_GurtSattel_2048
Fixiergurt um die Sattelschienen hinten geführt. Direkt im Vordergrund unten ist die zugehörige Zurrlasche.

Und so von etwas weiter weg:

11351_0007-OrtliebSeatPack_Gurtoben_2048
Die Ortlieb Seat-Pack samt Fixiergurt als Hosenträger zum Gürtel (der Gürtel ist mein Innenskelett).

Ich hatte Ortlieb auch zugesagt, die Tasche so mit dem Fixiergurt auch nochmal zu testen. Was ich jetzt dann auch im Einsatz tun werde. :)  Bezüglich des Fixiergurtes bin ich allerdings skeptisch. Auf den Fotos seht ihr ihn wirkungslos und locker aufliegend befestigt. Sollte nun wirklich der hintere Teil der Tasche absacken wollen, würde der Gurt da erst einmal nichts entgegenzusetzen haben. Wie auch – als Gurt oder Seil kann er   hervorragend wirken, wenn er von einem Haken direkt über dem Ende der Tasche hängen würde. Nur – wo soll dieser Siemens-Lufthaken herkommen? Der Abspannwinkel gegenüber der Sattelhöhe ist dagegen mehr als flach. Die einzige Hoffnung ist, bei einer Absacktendenz in der Tasche selbst eine Wölbung nach oben zu erzeugen, damit der Fixiergurt dann sozusagen als Sehne eines Bogens wirksam werden kann. Auch hier muss ein Teil des Inhalts der Tasche wieder mitspielen, damit das funktionieren kann. Auch hier kann wieder eine Art Innenskelett helfen. Gut – wenn es soweit ist, werde ich es sehen. Im Moment habe ich dann hoffentlich den Hosenträger zum Gürtel am Start.

Idealerweise würden Hersteller solcher Taschen verschieden lange Innenschalen oder Ausziehbare Carbon-Innenböden beilegen.

Zusätzlich zu dem ganzen Thema „Absacken“ habe ich mich mit der Praktikabilität des Befüllens befasst und werde einen Großteil des Inhaltes einfach nochmal in einen 10 l Drybag füllen. So kann ich ihn auch mit einem Griff herausnehmen. In Teilen mixe ich damit das Konzept einer normalen Rollverschluss-Satteltasche mit dem Konzept eines Harnisch, in dem dann ein gesonderter Drybag eingeschoben wird.

Ja – soweit die wesentlichen Anpassungen in meinem Bikepacking Setup. Wie üblich freue ich mich über eure Kommentare und Diskussionen!

 

 

 

Advertisements

13 Kommentare zu „Mein aktuelles Bikepacking Setup: Neues zur Ortlieb Seat-Pack und zum Cockpit

    1. Hallo GIFL,

      Die Burra Burra hat diesen integrierten Stabilizer, der mittels Schelle oben am Sattelrohr befestigt wird und wo ein (guter?) Teil der Länge der Tasche dann quasi „dran“ hängt. Das ist im Grunde eine gute Sache.

      Selber befingert habe ich sie aber noch nicht. Das hat diverse Gründe. Idealerweise gäbe es einen Hersteller, der die komplette Bandbreite an Taschenlösungen von Sattel über Rahmen zu Lenkerlösungen bis vielleicht sogar Panniers und weiterem Zubehör anbietet. Und zwar in einer Art und Weise, dass man sich guten Gewissens in „ein System“ einkaufen kann, was einem gefällt. Also, wo die Hauptelemente keine Showstopper darstellen, wo man Sachen nachkaufen kann und wo alles auch schön harmonisch ausschaut. Superduper Bonuspunkte, wenn Material- und/oder Logo-Farbe noch dem Bike oder dem aktuellen Kit anpassbar wären… Da sind wir aber (leider) tief im Custombereich. Wäre z.B. geil, wenn auch die Apidura-Tasche anstelle der gelben Polygone orangene hätte… Oder für dieses Jahr (da wähle ich Rot ;-)) die Polygone rot wären und auch die Gurte der Ortlieb-Tasche rot statt orange wären…

      Das sind aber sehr feine Details. Es hapert schon bei den Grundlagen. So gab es im Winter/Frühling letzten Jahres von Apidura noch nicht deren „Dry“-Lösungen. Das war für einen Seat-Pack für mich aber wichtig. Deshalb die Ortlieb, die damals auch einen guten Ersteindruck machte. Leider muss man sagen, dass der Rest der Bikepacking-Serie von Ortlieb eher nicht für Rennrad und Gravel, sonder leider eher nur für MTBs ausgerichtet ist (von Formfaktoren der Rahmentaschen und der Breite der Lenkerrollbags und des neuen Toptube-Bags).

      Und bei Specialized ist es ähnlich: Ein im Bereich Bikepacking sehr durchdacht scheinendes System, was mir aber von der Textur und den Materialien nicht so zusagt. Auch zeigen mir Fotos der Taschen im Einsatz, wie sie komisch ausbeulen und Reissverschluss-Abdeckungen weit abstehen. Das ist für mich gerade im Bereich der Rahmentaschen ein absolutes No-Go. Alles, was da meine Beine oder Knie irritieren könnte, hat da keinen guten Stand bei mir. Man braucht sich ja nur das Opener-Bild der „Taschen- und Aufbewahrung“ Seite von Specialized anzuschauen, um zu sehen, was ich meine. Langer Rede kurzer Sinn – mich hat deswegen nichts bewogen, mir mal die Specialized Taschen in den persönlichen Test zu nehmen.

      1. Hallo

        Mir sind „alles aus einem System“ und Farbe eher nicht so wichtig. Sehe aber ein, dass dies für andere durchaus mitentscheidend sein kann. Mir gefällt an der Burra, dass vorallem die Höhe der Tasch bei mir perfekt reinpasst und so auch für zusätzliche Stabilität sorgt.

        Zur Rahmentasche gab es bei mir eine auf Mass von Capricorn. Da stimmt Farbe, passt perfekt in den Rahmen und jeder Klettverschluss ist genau wo er sein muss. Ein absoluter Geheimtipp.

      2. Capricorn-bags.ch – habe gerade mal gegooglet. Sieht recht ansprechend aus. Scheint aber ein Saison-Geschäft zu sein. Aktuell steht da, er sei von Juni-Dezember auf Bikepacking Tour und somit seien keine Bestellungen möglich. Scheint ein einträgliches Geschäft zu sein (Just kidding, of course ;-))

  1. Hatte ich dir eigentlich schon gesagt, das ich das geil finde, das du jetzt doch noch am TCR teilnimmst? Wenn nicht: ich finde das geil, das du doch noch am TCR teilnehmen kannst!!! ;-)

  2. Hallo Torsten,
    Dein Skelett erinnert mich an meine erste Seatbag von KTM. Die hatte so ein kleines Plastikteil zur Versteifung drin, was aber viel zu kurz war und nix gebracht hat.

    Viel Erfolg bei den beiden Events!!

    mfg,
    Armin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s