It is decided, then. Meine Jahresplanung 2018.

So, meine Jahresplanung steht. Das kann sie, weil die diesbezügliche wichtigste Benachrichtung seit dieser Woche draußen ist: Die Annahme- / bzw. Absage-Mails zum diesjährigen Transcontinental Race. Und leider, leider, habe ich dieses Mal eine Absage erhalten:

TCRNo6 Absage Mail

Am 20.02. gingen die Mail raus. Sehr schade – hatte ich doch gehofft, bei diesem Jahr wieder gleichem Ziel in Griechenland, Meteora nun endlich zu erreichen und eine Scharte auszuwetzen. Und meine Rookie-Erfahrungen von meiner letztjährigen Teilnahme umzusetzen.

Was mich dabei noch mehr wundert, ist, dass es dieses Jahr nur 400 Eingaben für einen Startplatz gab. Im Vergleich zum letzten Jahr ein Erdrutsch – da waren es über 800! Es gab noch keine näheren Erläuterungen seitens der Rennorganisation dazu. So bleibt mir nur die Spekulation.

Ein Grund könnte sein, und das ist eine gute Sache, dass es heutzutage mehr und mehr Alternativen gibt. Auch, wenn es nur ein wahres Transcontinental Race gibt, hat es und hat Mike Hall hier eine Bewegung losgetreten, die weiter und weiter Fuß fasst. Nicht wenige TCR-Veteranen haben z.B. dieses Jahr das Silk Road Mountain Race ins Auge gefasst. Oder auch Northcape-Tarifa.

Und ein zweiter, sehr wesentlicher Aspekt war sicher die dieses Jahr sehr verspätete Ausschreibung und damit dann einhergehend der jetzige Termin Ende Februar, an dem dann erst feststeht, ob man drin ist oder nicht. Viel zu spät für viele Leute, die natürlich wissen wollen, woran sie sind und die Arbeit, Familie und Urlaub unter einen Hut bringen müssen.

Und das ist ja auch sehr schade für die jetzt Glücklichen. Diese haben ganze zwei Monate weniger Zeit, im Bewusstsein eines Startplatzes die Vorbereitung anzugehen. Und die Vorbereitung, das ist ja ein sehr großer Teil sowohl des Erfolgs, als auch der Freude am Rennen! (Übrigens: was ich bei meiner Vorbereitung auf das letztjährige Rennen gelernt habe, könnt ihr unter dem Tag TCRNo5 hier im Blog versammelt finden).

400 Entries… wenn wie im letzten Jahr auch wieder 300 Starter ausgewählt wurden, ist es natürlich bitter, bei so guten numerischen Chancen nicht dabei zu sein. Es hat aber vielleicht auch sein Gutes. Wie ihr vielleicht wisst, wenn ihr mir auf diversen sozialen Medien folgt, hatte ich ganz am Anfang diesen Jahres einen Sehnenriss im linken Fuß, aufgrund dessen ich momentan immer noch krank geschrieben bin. Ganze zwei Monate absolut kein Sport… das muss ich jetzt erst mal wieder aufholen.

Was werde ich also dieses Jahr angehen?

Hier in diesem Beitrag hatte ich ja bereits letzten Herbst vorausgeschaut, was mich (und vielleicht euch) 2018 so interessieren könnte.

Bereits im Vorfeld hatte ich mich ja für Northcape-Tarifa und auch für Northcape 4000 interessiert. Aber trotz eigentlich tollen Randdaten stand ich beiden etwas reserviert gegenüber. Northcape-Tarifa ist mir etwas früh im Jahr. Gar nicht mal wegen dem Training, mehr so insgesamt und auch, weil ich berufliche Termine dort habe.

Was mich aber fast noch ein bisschen mehr stört: die Möglichkeit, 3 verschiedene Streckenlängen auszuwählen. Wie? Auswahl ist doch etwas prinzipiell Gutes und bei GranFondos gibt’s sowas doch auch? Ja – schon. Aber hier ist es doch etwas anderes. So ein „Rennen“ lebt davon, dass alle zwar ihre eigene Geschichte schreiben, aber sich doch unterwegs über den Weg laufen und alle das gemeinsame Event teilen. Bei drei verschiedenen Streckenlängen und Zielorten geht das nicht so gut, finde ich. Und: man „muss“ ja dann wenn schon, dann die längste Strecke fahren, nicht? Natürlich nicht – aber… trotzdem. Und die lange Strecke wäre dann doch etwas lang mit ihren rund 7300 km…

Bei Northcape 4000 konnte ich mich nicht so sehr für die Richtung erwärmen. Die geht nämlich, anders als bei Northcape-Tarifa, von Süd nach Nord. Während das Nordkap bestimmt ein tolles Ziel ist, fände ich es viel angenehmer, vom Nordkap zu den Alpen und dann zum Mittelmeer zu fahren. Ja – mäkeln an Details… Aber wenn das Herz nicht dran hängt, warum dann mitmachen?

Also werde ich mein Jahr um zwei etwas kürzere, aber landschaftlich um so reizvollere „Sprintrennen“ (hehe, kleiner Scherz) herum aufbauen.

Das erste Event wird das 3Peaks Bike Race werden:

3PeaksBikeRace_Route-klein
Route des 3 Peaks Bike Race (Grafik: http://www.adventurebikeracing.com)

Michael Wacker und Vincent Mühletaler haben beide Erfahrung in Rennen wie dem Transcontinental Race oder dem Trans Am Bike Race und haben dieses Rennen ganz im Sinne des unsupported Bike Racing neu geplant. Es richtet sich gleichermaßen an alle diejenigen, die sich an solche Events erst mal mit kürzeren Strecken erproben wollen oder an erfahrene Veteranen, die einen Renntest etwas früher in der Saison angehen wollen.

Mit einer Distanz von 1600 Kilometern und den drei Kontrollpunkten am Passo di Giau, am Furkapass und am Col du Galibier und damit einhergehenden Höhenmetern ist aber auch nicht zu spaßen. Aber das ist von den durchfahrenen Regionen genau mein Beuteschema. Das Fahrerfeld ist noch sehr überschaubar und die Organisatoren kenne ich auch nicht persönlich – ich lasse mich einfach mal überraschen und freue mich auf jeden Fall. Die Registrierung habe ich vorgestern eingereicht. :)

Hier geht’s zur Veranstaltungsseite des 3Peaks Bike Race.

Das zweite Event wird hoffentlich die Torino-Nice Rally:

Hier bin ich bereits im E-Mail-Verteiler. Näheres zum diesmal wohl etwas umfangreicheren Registrierungsprozess wird es hoffentlich demnächst geben. Denn dieses Event hat sich schon einen Namen gemacht und muss damit daher wohl auch etwas höhere Ansprüche an Organisation und Verantwortung klären. In diesem September werde ich dann hoffentlich bei der dritten Ausgabe der Torino Nice Rally dabei sein und 700 Kilometer von Turin sowohl über Grand Tour Alpenpässe als auch Schotterabschnitte hin zum Mittelmeer ein zweites Mal dann in diesem Jahr nach Nizza fahren.

Pannier hatte im letzten Jahr ein schönes Feature dazu, dass ich hier gerne verlinke.

Sollte es mit der Torino-Nice-Rally nicht klappen, werde ich versuchen, statt dessen die Le 1000 du Sud zu fahren.

Drumherum:

TCR-Volunteering

Noch gibt es zum Volunteering-Programm des Transcontinental Race keine Ankündigung (beim TCR ist selbst das freiwillige Helfen stark nachgefragt – es ist einfach eine tolle Familie), aber ich werde auch mal schauen, ob ich beim TCR No 6 an einem der Kontrollpunkte als Volunteer Dienst schieben kann und dabei die Teilnehmer sehen und anfeuern kann und auf diese Weise dabei zu sein.

Paris-Roubaix

Werde ich wahrscheinlich streichen. Dieses Jahr wollte ich eigentlich erstmals die lange Strecke des Jedermann-Rennens bestreiten. Die finde ich ja generell dadurch etwas weniger attraktiv, weil sie logistisch durch die unterschiedlichen Start- und Zielorte schwieriger ist. Man muss also ganz früh morgens los und mit seinem Bike zum Startort anstelle einfach in Roubaix zu starten und dort auch wieder anzukommen. Ende letzten Jahres hatte ich dieses Mal extra früh den Startplatz samt Platz im Shuttlebus gebucht.

Das Rennen ist aber schon am 7. April. Und noch habe ich dieses Jahr keinen Schritt ohne Gips bzw. Airwalker getan… Wenn ich hoffentlich in der nächsten Woche die ersten Kurbelumdrehungen (noch im Airwalker, hüstel) auf dem stationären Trainer machen könnte, bliebe mir nur mehr ein Monat zur Vorbereitung… Und dann mit dem immer noch „frischen“ Fuß über die Kopfsteinpflasterhölle rütteln – ich glaube, das wäre dem Fuß nicht zuträglich.

Pfingsten fährt man in Bimbach

Das werde ich aber machen. Ich habe mich dieses Jahr wieder für den Rhön-Radmarathon angemeldet und werde, ebenfalls wie im letzten Jahr (hier zum Bericht dazu), die Rhön 400 Kombi bestreiten. Diese besteht aus der langen Strecke am Samstag mit ihren 158 km und der langen Strecke am Sonntag, die Tour E mit 258 km.

Ansonsten plane ich erst mal nichts, sondern werde wie sonst auch spontan schauen, was sich so ergibt. Ob Urlaub, ob Wochendstint, ob RTF oder mal wieder ein Gravelevent – das wird sich zeigen.

Wichtig ist erstmal, dass ich überhaupt wieder auf die Beine und auf’s Rad komme.

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Auf dem Col du Galibier während der Route des Grandes Alpes im August 2015.

 

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15 Kommentare zu „It is decided, then. Meine Jahresplanung 2018.

  1. Weiterhin gute Besserung! Schöne Events dabei. Eventuell auch was für dich Tour de Odenwald, aktuell sind noch keine aktuellen Infos auf der website lediglich der Termin am 26 August steht schon. 1895 HM auf 102 KM.

    1. Vielen Dank! Ha Jo, warum nicht. Muss mal gucken. Ich will ja auch seit Jahren mal sowas wie einen SURM oder so im Schwarzwald fahren. Es gibt ja soooo viele schöne Möglichkeiten. :)

    1. Hallo Jochen, vielen Dank :) Deinen Mainfranken Graveller hatte ich auch schon in meinem „Vorausgeschaut“ Artikel erwähnt und verlinkt. Tolle Sache! Da will ich gleichermaßen jetzt auch mal das „Taunus Bikepacking“ von Jesko von Werthern erwähnen (https://taunus-bikepacking.com/blog/) der sich ähnlich wie du in seiner Region akribisch in ein Trackscouting eingearbeitet hat und ebenfalls eine 600-700 km lange Runde geplant hat. Da sind jetzt für die Jungfernausgabe alle Plätze bereits belegt. Eure beiden Veranstaltungen sind bestimmt eine tolle Sache für ein Abenteuer in Deutschland sowohl für Einsteiger als auch alte Hasen. Chapeau! :)

      Wann steigt denn der MfG2018?

      1. Am Donnerstag, 31.5. (Fronleichnam in Bayern), 10 Uhr. Ja, derzeit gibt es keinen Mangel an solchen Rundfahrten hierzulande, kommt mir als Flugverweigerer natürlich sehr entgegen … und wenn alles schief geht, ist man in wenigen Stunden recht unkompliziert wieder zuhause.
        Zugegeben: Sieht, gemessen an TCR oder Rundfahrten in der Mongolei ziemlich pille-palle aus, aber die 100% DNF beim MfG17 (14 Starter) relativieren das wieder ;-)
        Vielleicht treffen wir uns mal bei so einer Rundfahrt – würde mich sehr freuen!

  2. Danke Torsten, für Deine vielen spannenden Tipps! Wünsche Dir baldige Gesundheit und dann noch ein gutes und spannendes (Rad-)Jahr! Ich werde bei Wien-Nizza nun leider doch nicht starten können, da ich doch noch einmal beim Transcontinental starten darf – ich da möchte ich es bedeutend besser machen als im letzten Jahr (als ich noch ziemlich ahnungslos war, was Langstreckenrennen bedeuten…). Wien – Nizza und Turin – Nizza werden sicher aber auch tolle Veranstaltungen!
    Sei herzlich gegrüßt,
    Christoph (Fuhrbach)

    1. Hallo Christoph! Super, du hast einen Startplatz für’s TCR bekommen – Glückwunsch. :) Hätte ja liebend gerne auch ausprobiert, wie sich so ein TCR als Wiederholungstäter anfühlt. Vielleicht klappt’s ja im nächsten Jahr.

  3. Hi Torsten, ich selber habe mich nach zweimaliger Teilnahme am TCR für etwas anderes entschieden. Die Anmeldung ging mir persönlich etwas lange, obwohl die Teilnehmer dann recht rasch Antwort kriegten. Leider hat es für dich nicht geklappt.
    Hab mich dann dafür entschieden Northcape-Nizza zu fahren. Für die ganze Strecke habe ich leider zu wenig Zeit, wäre aber reizvoll. Auch ich fahre lieber vom Kalten ins Warme. Kann es mir nur schwer vorstellen erschöpft, nass, abgekämpft am Nordkapp anzukommen und dann irgendwie die Rückreise organisieren. Von Nizza kann ich selbst mit der Bahn problemlos heimfahren. Die 5000km sollten so hoffe ich in einem halben Monat zu fahren sein.
    3peaks habe ich mir auch angeschaut. Michael und Vincent machen da sicher einen guten Event. Allerdings bin ich im Sommer ja den ersten Teil faktisch in entgegengesetzter Richtung gefahren und Abschnitt 2 bin ich bereits am TCRNo4 gefahren (schau dir mal meine Route an).
    Aber zum Glück gibt es mittlerweile recht viele Anlässe, auch Transatlantic Way Race ist sicher reizvoll. Ich selber hätte lieber einen etwas späteren Start, da ich im Frühling häufig nicht so sehr zum Trainieren komme.
    Nun gut, wünsche dir gute Vorbereitung.

    1. Nordkap-Nizza wäre wenn, dann auch meine Wahl gewesen. Schön in den Süden, schön nach Nizza und von der Strecke her noch handlebar mit normalem Urlaub und so. Danke und gleichfalls gute Vorbereitung :)

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