TCR-Cockpit v0.2

Rad fahren

Nach dem Finalisieren meines Auflieger-Setups (Hier habe ich einen ausführlichen Beitrag darüber geschrieben) kann ich mit der Konfiguration des kompletten Cockpits weiter machen. Bisher bin ich mit meinen Gedanken zufrieden. Scheint so zu funktionieren, wie ich mir das gedacht habe.

Hier war die Version 0.1: Radcomputer-Position noch nicht final, Licht noch nicht vollständig. Aber schon mal Taschen befestigt.

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TCR Cockpit v0.1

Unter den Aufliegern hängt die Ornot Handlebar Bag. Alle normalen Bikepacking Lenkertaschen sind viel zu groß für Rennlenker. Ja, ich habe sie schon bei Anderen zwischen die Lenkerbügel gequetscht gesehen. Aber selbst bei richtig breiten und nach außen gebogenen, sogenannten „Off-Road“ Rennlenkern wie z.B. einem Salsa Woodchipper sind sie für meinen Geschmack noch zu groß.

Aber – sofern man damit leben kann hat man schon ein gutes Stück mehr Packvolumen am Rad, dass muss ich zugeben.

Zurück zur Ornot Tasche: Ich mag ihre Kompaktheit und die zwei kleinen Täschchen an beiden Seiten. Die Tasche ist leider nicht furchtbar zugänglich – mit dem Reissverschluss unter den Aufliegern. Aber damit werde ich leben können.

Vor der Handlebar Bag habe ich die extended Food Pouch von Apidura gehangen. Deren Unterseiten-Schlaufe ist an der Handlebar Bag befestigt und mit ihren Seitenschlaufen hängt sie an den Aufliegern.

Am normalen Lenker befestigt könnt ihr links meine Supernova Airstream Lampe sehen. diese wird mein Backup / StVZO-konformes Licht und nur dann an den Lenker angesetzt, wenn ich sie wirklich benötige.

Jetzt habe ich heute die Version 0.2 fertig gestellt.

Wesentliche Ergänzungen: Verbindungsbrücke zwischen den Auflieger-Extensions und iPhone im wettergeschütztem Gehäuse.

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Transcontinental-Cockpit v0.2

Wie geplant, habe ich eine Verbindungsbrücke zwischen den Griffstücken angebracht. Diese dient drei Zwecken.

  1. Hauptsächlich als Montagepunkt für Gerätschaften.
  2. Zusätzliche Griffsicherheit: so kann man auch bei losem Greifen nicht einfach so nach vorn über das Ende des Griffes hinausrutschen.
  3. Eine Verbindung zw. den ansonsten getrennten Aerobars um ein klein wenig Zusatz-Verdreh-Sicherheit zu bieten.

Ursprünglich hatte ich vorgesehen, an der Brücke sowohl den Wahoo Elemnt, als auch das Hauptlicht (Lupine Neo) (mittels GoPro-Montagebügel unter dem Wahoo-Mount) und ggfs. noch zusätzlich eine GoPro-Kamera zu montieren.

Ich habe aber festgestellt, dass mir der Aufbau zu hoch wird, wenn ich den Wahoo nochmal über die Brücke hinausragen lasse. Das wäre der Fall, wenn ich einen Outfront-Mount verwende. Mit dem Standart-Halter (dem kleinen runden Halter, der mittels Kabelbindern überall montiert werden kann – auf dem Vorbau oder auf dem Lenker oder halt auf dieser Brücke) sitzt der Wahoo sehr gut und brauchbar im Sichtfeld. Er würde aber die Zugreifbarkeit der Foodpouch einschränken. Das wäre unschön. Also bleibt der Radcomputer an seinem Zeitfahrlenker-Halter. Er rutscht aber weiter nach vorn.

Glücklicherweise passt das so gerade noch mit der Anordnung des iPhones zusammen. Ich habe die Extension bars auch noch einen Zentimeter nach vorne geschoben, die Pads aber wieder einen Zentimeter nach hinten gesetzt, so dass deren Position gleich blieb.

Smartphone Halterung und Gehäuse

Das iPhone will ich einfach „just in case“ direkt verfügbar und im Sichtfeld haben. Um es im Fall der Fälle nicht erst aus der Rückentasche und aus seiner Hülle und davor aus seinem Ziplock-Beutel zu holen. So denke ich, kann ich im Fall der Fälle aufpoppende Pushnachrichten sehen und kann bei Unklarheiten in der Navigation direkt verschiedene Apps zurate ziehen. Dazu habe ich eine brauchbare Hülle gesucht.

Sie sollte das iPhone vor Wetterunbillen schützen können, so dass ich nicht beim geringsten Tropfen schon das Smartphone vom Lenker nehmen muss. Sie sollte stabil sein. Sie sollte aber auch in beengten Verhältnissen abnehmbar sein. D.h. im Vorfeld konnte ich überhaupt nicht sicher sein, ob der vorgesehene Montagepunkt ein Drehen des Handys zulassen würde. Ein Quarter-Turn-Mount im Stile einer Wahoo- oder Garmin-Halterung wie z.B. das Quad Lock Case kam daher nicht in Frage.

Ich wurde bei Topeak fündig. Das Weatherproof Ridecase sah sehr interessant aus. Die Montage geschieht durch unidirektionales Einschieben auf den Halter, der dann sicher einklickt. Den Halter selbst gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mitgeliefert wird eine Ahead-Setkappe und eine wiederlösbare Halterung für Vorbau- oder Lenker. Letztere habe ich verwendet. So passt das iPhone samt Schutzhülle sehr schön zwischen die Aerobars und vor ihm ist dann noch genügend Platz, damit der Wahoo sichtbar und bedienbar bleibt und nicht so weit nach vorne geschoben muss, dass wiederum der Zugriff auf die Foodpouch behindert wird.

Schönes Detail: ich kann das iphone stufenlos hochschwenken. So komme ich besser an die Arretierung für das Lösen der Hülle aus dem Halter heran.

Das Weatherproof RideCase von ToPeak.

Das Weatherproof RideCase von ToPeak.

Rückseite

Die Unterseite des Weatherproof Ridecase von Topeak und der solide Halter. Der Anstellwinkel (und wenn gewünscht bei der Montage auch Drehwinkel) ist stufenlos einstellbar.

Der Halter bleibt in dem eingestellten Winkel. Vorgesehen ist aber, dass der Halter eigentlich immer „flach“ gestellt ist. Eine Testfahrt muss ergeben, wie es um die Stabilität beim Fahren bestellt ist.

Aerobar-Bridge / Computer- und Licht-Halter

 

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Sicht von schräg vorne: Aerobars, Profile Design Brücke, Apidura Food Pouch vor Ornot Handlebar Bag.

Es gibt gar nicht so viel Auswahl bei Verbindungsstegen für Zeitfahr-Aufsätze. Im Grunde kann man die Anzahl an einer Hand abzählen. Nimmt man noch die Bedingung hinzu, dass der Abstand zwischen den Extensions variabel sein kann (die Brücke also in ihrer Befestigungsbreite einstellbar sein muss) und / oder dass die Extensions auch in einem Winkel zueinander zulaufen dürfen (wenn man gebogene Griffe verwendet und diese für eine ergonomische Handgelenkshaltung leicht nach innen eindreht, so wie hier bei mir zu sehen), dann verbleiben eigentlich nur noch zwei Modelle. Oder eine Selbstbaulösung wie diese hier. Diese Lösung würde aber nicht die von mir gewünschten  Punkte 2. und 3. aus der obigen Liste erfüllen.

Welche zwei Modelle habe ich auf dem Markt ausfindig gemacht?

Zum einen die BBB Aerofix. Vorteile: schön solide und vom Haus aus an unterschiedliche Winkel anpassbar. Nachteile: fixe Breite (für meine Konfiguration leider etwas zu schmal) und die Extensions sind dann vorne zu. Das kann auch ein Vorteil sein. Ist für mich aber ein Nachteil, weil ich vorne in die Extensions die Click-Schalter der SRAM red eTap einsetzen möchte.

Zum zweiten die Profile Design UCM Aerobridge Verbindungsbrücke.

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Profile Design UCM Aerobridge Verbindungsbrücke.

Diese ist in der Breite von 70 bis 120 mm verstellbar. Es liegen zwei Paar Verbindungsschellen bei, so kann sie auf Extension-Bars von 22,5 bis 26 mm Durchmesser befestigt werden. Leider kann sie nur auf parallele Auflieger-Holme aufgesetzt werden.

Es sei denn, man holt den Cutter heraus. ;-)

Der Kunststoff ist gegenüber Feilen recht widerstandsfähig. Mit dem Messer kommt man aber schnell an’s Ziel. Im obigen Foto seht ihr, wie ich die Kanten der Schellen ganz leicht mit dem Cutter bearbeitet habe. Und auch die Gegenseite der Brücke leicht ausgeschnitten habe. Viel braucht es nicht, wie das folgende Foto zeigt:

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Profile Design UCM Aerobridge, leicht geschnitzt und auf im Winkel zusammenstehende Extensions montiert.

Da brauche ich jetzt noch eine passende Schelle, an der dann jetzt erst mal nur die Lupine Neo befestigt wird. In die Enden der Extensions werden dann SRAM etap Clics eingesetzt (offensichtlich muss dafür noch die Shimano Ultegra entfernt werden) und dann kommt noch Lenkerband um den Griffbereich. Das wäre dann v0.3 bzw. hoffentlich V 1.0. :)

Und das Weatherproof RideCase von ToPeak.

Wahooligan

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