Favero BePRO Pedal an Campagnolo Super Record Kurbel. Der Super Record Schriftzug längs der Kurbel ist gleichzeitig eine Super Ausrichte-Hilfe für die Strichmarke der BePRO Pedale.

Test Favero BePRO Powermeter – Erfahrungen mit einem pedalbasierten Leistungsmesser am Rennrad

Produkttests, Rad fahren

Mein neues, selbstaufgebautes Canyon Ultimate CF SLX (hier der Aufbau-Beitrag) habe ich direkt mit den BePRO Leistungsmess-Pedalen von Favero ausgerüstet. Das Vorgänger-Rad, ebenfalls ein Ultimate CF SLX (Modelljahr 2014) war mit einer Power2Max Leistungsmesskurbel ausgestattet.

Weil ich des öfteren nach meinen Erfahrungen befragt werde, es generell mehr und mehr Interesse an dem Thema Leistungsmessung am Rad im Allgemeinen und Pedalbasierte Optionen im Besonderen gibt, möchte ich meine Beweggründe für die Auswahl genau dieses Systems und meine ersten Erfahrungen über nun rund 1900 km und 2 Monate aufschreiben.

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Mein neues Canyon Ultimate CF SLX mit Campagnolo Super Record EPS. Und den Favero BePRO Pedalen. Machen einen schlanken Fuß im Wortsinn… :)

Warum Pedalbasiert?

Es gibt verschiedene Stellen an einem Fahrrad, an dem eine Leistungsmessung erfolgen kann. Am verbreitetsten sind Systeme, die sich an der Kurbel befinden. Hier muss man nochmals unterscheiden zwischen Systemen, die an der „Spider“ also am Kurbelstern messen (u.a. der Pionier der Leistungsmessung, das SRM-System), die an der Achse messen oder die an einem oder an zwei der Kurbelarme messen.

Darüber hinaus gibt es noch Systeme, bzw. ein System, welches in der Hinterradnabe misst und mittlerweile ein paar Systeme, die direkt im Pedal messen. Und damit hört es nicht auf: in den Markt der Leistungsmesser ist in den letzten Jahren und insbesondere letzten Monaten sehr viel Bewegung hineingekommen. Exotischere Systeme wie Messung in Schuhsohlen etc. sind nun auch darunter. DC Rainmaker ist eine seit Jahren bekannte Koryphäe, wenn es um ausführliche und aussagekräftige Tests und Informationen über Sport-Elektronik (Uhren, Radcomputer, Actioncams, Rollentrainer etc. und natürlich auch Leistungsmesser) geht und praktischerweise ist gerade ganz aktuell seine neueste Marktübersicht zu Leistungsmessern herausgekommen, die sehr schön die verschiedenen Optionen und seine Einschätzungen dazu aufführt: The Power Meters Buyer’s Guide–2016 Edition.

# Vorteile Kurbel-basierte Systeme:

Nun – unter den Spider-, Achs- oder kurbelbasierten Systemen finden sich die erprobtesten und robustesten Systeme. Auch die, die am nächsten dem „Einmal installieren und dann vergessen“ Ideal nahekommen oder ihm sogar entsprechen.

Mein Power2Max Leistungsmesser ist so ein System (Spiderbasiert). Damit misst er integral beidseitig (also direkt die Gesamtleistung). Er ersetzt die normale Kurbel, ist also schön am Rad eingebaut. Er braucht vor Fahrtantritt nicht kalibriert zu werden und die eingesetzte Knopfzelle hält eine ganz Weile (in Monaten und 1000den Kilometer zu messen).

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Power2Max Type S Campagnolo 11 Speed Leistungsmesskurbel

Man braucht sich nicht um Toleranzen oder Mindestabstände zwischen Kette oder Kettenstrebe und Kurbelarmen zu sorgen wie z.B. bei Nachrüst-Kurbelaufsätzen wie z.B. 4iii oder Stages oder bei Pedalsystemen mit abstehenden Pods und Verbindungskabeln von außen an der Kurbel nach innen zum Pedalauge beim Garmin Vector.

Und wenn so ein Rad auf die Seite fliegt (egal ob umfallen oder Crash) oder man Kontakt mit Bordsteinen bekommt (oder gleich direkt mit dem Crosser oder MTB im Gelände über Stock und Stein unterwegs ist), dann passiert der Kurbel meist eher wenig bis gar nichts. Bei Pedalen kann das aber schon anders aussehen.

Für mich als „Relikt“ der Vergangenheit betrachtet, gibt es immer noch die Powertap für das Hinterrad. Ich war mit meiner ersten Powertap nie so wirklich zufrieden. Und für jemanden, der nicht nur Räder, sondern auch Laufräder wechselt, eher noch ungünstiger als eine Kurbelbasierte Variante. Doch auch denen sollte im Falle eines Falles eher wenig passieren. Sie laufen für mich damit auch unter der „robusten“ Kategorie.

Wo ich doch gleich zwei „kurbelbasierte“ Systeme habe (bzw. hatte) (die Power2max am 2014er Canyon und die Rotor Power LT – leider nur linksseitig – am Crosser), warum interessiert mich für meinen Rennrad-Neuaufbau und insgesamt nun ein Pedalbasiertes System?

Ich wollte:

  • die schöne und leichte Campagnolo-Kurbel behalten
  • eine echte beidseitige Messung (auch wenn’s nur nice to know ist) (die Power2Max hat nur eine Pseude-Links/Rechts-Aufteilung)
  • leichte Wechselbarkeit von Rad zu Rad (ich habe deutlich mehr Räder als ich mir Leistungsmesskurbeln zu kaufen gewillt bin – besonders interessiert mich hier der Einsatz an meinem Bahnrad)
  • Eine evtl. auch einfach mal zu einer Trainingslagerwoche mitnehmbare Option für ein Leihrad
  • und schließlich auch nicht ganz abwegig: leichtere Wiederverkaufsmöglichkeit.

Aber – eingangs klang es schon an – wo neue Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Dazu gleich weiter unten mehr.

# Warum keine kurbelarmbasierten Systeme, wie z.B. Stages?

Das bekannteste kurbelarmbasierte System, welches auch den ganzen Trend mit der rein linksbasierten Messung losgetreten hat und die damit auch eine sehr hilfreiche Preisbrecher-Pionier-Rolle eingenommen haben, ist das Stages Power System. Gleichzeitig hatte und hat dieses System aber so seine Qualitätsprobleme, die sich vorrangig in Messausfällen (Totalausfall), Wassereintritt oder in sehr hohen Batterieverschleiss äußern.

Powermeter24.com hat eine neue Blogserie ins Leben gerufen, in der sie Langzeiterfahrungen und Ausfall- bzw. Rücksendequoten für die jeweils besprochenen Leistungsmesser aufführen. Für einen Verkäufer eine beeindruckende und offene Aktion, Hut ab dafür. Im Beitrag zum Stages Powermeter sind die Fehler und eine sehr hohe Ausfallquote von 12 % aufgeführt. Wörtlich heisst es da: „Die Ausfallquote nach unserer Definition beschreibt, dass von 100 verkauften Geräten 12 Geräte innerhalb der Gewährleistung aufgrund eines Defektes zu uns zurück kommen. Andere Powermeter wie z.b bePRO oder SRM liegen hier bei 3% und weniger. Aus unserer Sicht liegt sie damit aktuell in einem viel zu hohen Bereich.

Dazu kommt noch die nur links-basierte Messung, die mich auch nicht zufrieden stellt. Weiter unten habe ich zum Thema Links/Rechts-Verteilung einen eigenen Abschnitt.

Dritter Punkt: die Montagefreiheit zwischen den Aufsätzen von Stages oder 4iiii und der Kettenstrebe bzw. auch der Kette und der Kurbel (wenn es um die immer noch erwartete und nicht gelieferte „Rechts“ Option für eine beidseitige Messung geht).

Und der letzte Killerpunkt: Ich fahre am Rennrad Campagnolo Kurbeln. Die sind aus Carbon und für Carbon hat noch keiner der entsprechenden Anbieter eine Option. Ich möchte keine andere Kurbel (z.B. Rotor o.ä.) installieren, nur um so ein Powermeter fahren zu können.

Welche Pedalbasierten Systeme gibt es zur Zeit und welche Vor- und Nachteile haben sie in meinen Augen?

Garmin Vector

  • Vorteil: Garmin (Marktpositionierung, Know How)
  • Vorteil: relativ Leicht
  • Vorteil: Als Parameter neben PS (Pedaling Smoothness) und TE (Torque Efficiency) auch Cycling Dynamics mit Garmin Endgeräten verfügbar
  • Vorteil: automatische Kalibrierung
  • Vorteil: seit kurzem Austauschkit erhältlich, um anstelle Look Keo auch Shimano SPD-Pedalkörper verwenden zu können (aber Time oder Speedplay geht nicht)
  • Nachteil: Nur ANT+ als Übertragungsart
  • Nachteil: Garmin (nachgewiesener Trackrecord nicht idealer Firmware und Facepalm-induzierender Design-Entscheidungen aus vielen eigenen und nachprüfbaren Erfahrungen im Bekanntenkreis sowie in Foren)
  • Nachteil: separater, abstehender „Pod“, auch in Version 2 noch viele Berichte mit Problemen (Dauerhaftigkeit der Verbindung, mögliche Kollision und in Folge Abriss bei schlagender Kette (Abfahrten auf schlechter Straße, Paris-Roubaix, Ronde van Vlaanderen etc.)
  • Nachteil: Zuverlässigkeit insgesamt, viele negative Erfahrungen mit den Vector-Pedalen  (gut: viele Geräte = viele negative Erfahrungen; aber auch nach Berücksichtigung dessen gibt es einfach zu viele glaubwürdige negative Berichte)
  • Nachteil: Zuverlässigkeit der Wertegenauigkeit (immer noch Abhängigkeiten vom genauen Einhalten des Montagedrehmoments)

Powertap P1

  • Vorteil: einfachste Montage (wirklich nur festschrauben ohne Zusatztools, ohne Kontermutter, ohne Berücksichtigung von Drehmomenten)
  • Vorteil: AAA-Batterien (Nur dann Vorteil, wenn Eneloop-Akkus zuverlässig anstelle Einweg-Batterien funktionieren, woran ich erst einmal keinen Zweifel habe)
  • Vorteil: Nutzt Hall-Sensoren (Trittfrequenzgenauigkeit, erweiterte Möglichkeiten neuer Messungen)
  • Vorteil: Sowohl Ant+ als auch Bluetooth Smart als Übertragungsstandards
  • Nachteil: Nur Look Keo kompatibel (keine Option für Shimano SPD, Time oder Speedplay etc.)
  • Nachteil: Gewicht (besonders „gewichtig“ da rotierende Masse)
  • Nachteil: Bauhöhe (leaning angle)
  • Nachteil: nur eine Quelle: Overreading = Leistungsspitzen werden im Vergleich zu hoch angezeigt während ansonsten Übereinstimmung mit anderen Leistungsmessern herrscht)
  • Nachteil: scheinen von allen 3 Systemen am kritischsten auf eigentlich baugleiche Look-Cleats zu reagieren
  • Nachteil: am teuersten von allen dreien
  • Nachteil: Aufweckzeit einige Sekunden (damit Problem beim Sprintstart für Bahnradfahrer)

Favero BePro

  • Vorteil: relativ einfache Montage ohne Drehmomentkopfschmerzen. Aber Ausrichtung muss beachtet werden
  • Vorteil: Gewicht
  • Vorteil: Bauhöhe (keine Pods, kein „Unterbau“)
  • Vorteil: Preis
  • Nachteil: Nur Look Keo kompatibel (keine Option für Shimano SPD, Time oder Speedplay etc.)
  • Nachteil: Nur ANT+ als Übertragungsart
  • Nachteil: Elektronik und Akku sitzen in einer zylindrischen Erweiterung zwischen Pedal und Kurbel, die nicht mit allen Schuhsohlen kompatibel ist (flache Sohlen kollidieren mit dem Korpus und bei diesen müsste eine Abstandsplatte zwischen Sohle und Pedalplatte montiert werden).
  • Nachteil: Akkulaufzeit mit 30 h vergleichsweise kurz
  • Nachteil: statische Kalibrierung vor jedem Start zu empfehlen
  • Nachteil: Dynamische Kalibrierung nach Montage an einem anderen Rad zu empfehlen (das ist mit dem Prozedere 11 mal rückwärts pedalieren und dann 40 Sek mit 80 RPM zu pedalieren z.B. auf einem Bahnrad gar nicht so ohne weiteres machbar)
  • Nachteil (im Nachhinein festgestellt: kurze Pedalachse. Ist es ein Nachteil? Sind andere länger? Egal, kommt mir doch etwas kurz vor bzw. es sind noch genügend Gänge in der Campa-Kurbel frei.)
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Favero BePRO Pedal an Campagnolo Super Record Kurbel. Der Super Record Schriftzug längs der Kurbel ist gleichzeitig eine Super Ausrichte-Hilfe für die Strichmarke der BePRO Pedale.

Mein Resümee daraus (mache Nachteile sind Ausschlusskriterien, manche Vorteile vielleicht einfach nur „nett“):

Garmin scheidet aus: Von allen 3 Systemen mit den meisten physikalischen und softwaretechnischen Fallstricken behaftet. Nein Danke.

Powertap P1: mit dem Test von DC Rainmaker war ich mir eigentlich sicher: „Ok, damit haben Pedalbasierte Systeme augenscheinlich tatsächlich eine absolut zufriedenstellende Produktreife erreicht.“ Ja, es gibt immer noch diverse Aspekte (hoch bauend, schwer) aber anscheinend zuverlässig und mit Zukunft (Hallsensoren, ANT+ und Bluetooth, Powertap ist ein erfahrener Player). Da ich keine Kriterien fahre (Kurvenwinkel) und sowieso eher kurze Kurbeln (170 mm) wäre auch die Bauhöhe für mich nicht so ausschlaggebend. Das Gewicht schon eher. Der Bericht von Bikeradar mit dem Overreading wäre für mich dann aber das Ausschlusskriterium. Leider lässt sich bei DC Rainmaker nichts dessen völlig Wiederlegendes finden.

Favero BePro: Die Mini-USB-Ports an beiden Pedalen und der große Zylinder, der nur all zu leicht mit den Schuhen in Berührung kommen könnte bzw. mit der Zeit beim Aus- und Einklicken doch in Mitleidenschaft gezogen werden könnte hat mich erst von diesem System abgeschreckt. Aber wenn es von der Sohlenfreiheit her doch passt… Und die Elektronik voll vergossen und die USB-Ports auch völlig nackt komplett wasserdicht sind… was spräche denn dann noch gegen die BePro? Wenig bis nichts!

Ok, sie haben leider kein Bluetooth Smart – also werde ich nicht besser gestellt wie bei meinen bisherigen Systemen Power2Max oder Rotor Power LT oder wie wenn ich die Garmin Vector wählen würde. Sie sind spätestens alle 30 h also wahrscheinlich mind. alle zwei Wochen bis einmal die Woche zu laden, ok. Dafür aber: Leicht, ohne Kopfschmerzen zu montieren, keine Kontakte mit Kette oder Kettenstrebe oder dem Boden zu befürchten. Und das wichtigste: Gute Datenqualität.

Also hatte ich mir die Favero BePRO Pedale bestellt!

Die Installation:

Die kurze Anleitung ist einerseits leicht zu verstehen, andererseits macht sie auch bange, da dort davon geredet wird, bloss nicht die Kontermutter in die falsche Richtung und gegen die Messzylinderseite zu schrauben, da diese sonst zerstört werden könnte… Effektiv ist die Montage aber super einfach. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich gar nicht die Sticker mit dem Ausrichtungsstrich auf die Kurbelarme aufkleben muss. Denn zum einen kommt es nicht auf den Millimeter bei der Ausrichtung an und zum zweiten haben alle meine Kurbeln ohnehin ein Feature, welches die Mitte des Kurbelarmes anzeigt. Bei den Rotor-Kurbeln ist es eine Mittelrippe zwischen zwei längslaufenden Nuten und bei den Campagnolo-Kurbeln ist es der schmale weisse Strich mit dem Super Record Schriftzug.

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Favero BePro Installationsmaterial und mitgelieferte Pedalplatten. Nicht abgebildet und sonst noch in der Packung: die beiden Pedale, USB-Ladegerät, diverse Stecker-Adapter, Unterlegscheiben und Ersatz-USB-Port-Abdeckungen, Bedienungsanleitungen in verschiedenen Sprachen und die Justagesticker (von mir nicht benötigt). Was davon gehört in den Reise-Werkzeug-Koffer? Nur der unten abgebildete Gabelschlüssel.

Man dreht also das Pedal in das Kurbelauge wie jedes andere Pedal auch, bis es ganz hineingedreht ist. Schaut dann, wo der Querstrich am Messzylinder steht. Dieser muss zur Kurbelachse weisen und mit der Mitte des Kurbelarms übereinstehen. Also wieder etwas zurückdrehen, bis diese Übereinstimmung passt. So ist das Pedal natürlich noch locker. Dafür wird jetzt die Kontermutter auf der Kurbelaussenseite mit dem beiliegenden Gabelschlüssel festgedreht. Et voilá – das Pedal ist fertig montiert. Für das andere Pedal wiederholen und schon kann’s losgehen.

Zur Montage und zum Sitz noch drei Dinge:

  • die Pedalschraube kommt mir ein wenig kurz vor. Gerade, wenn die Ausrichtung des Querstriches nach dem vollständigen Eindrehen so eben nicht passt und man fast eine volle Umdrehung zurück muss, finde ich das etwas grenzwertig.
  • Favero liefert Unterlegscheiben mit, um diese zwischen Kontermutter und Kurbelarm platzieren zu können. Bei den Rotorkurbeln fand ich das erforderlich, bei den Campagnolokurbeln konnte ich darauf verzichten (gut, denn so habe ich nochmal etwas Gewindeeindrehtiefe gewonnen.
  • Anzugsdrehmoment: wie fest dreht man die Pedale nun an? Das Handbuch sagt: 35-40 Nm. Das ist schon eine ganze Menge. Das habe ich so nicht im Handgelenksgefühl. Für die Funktion ist es glücklicherweise unerheblich (ganz im Gegenteil zu Garmin Vector, bei denen steht und fällt die Brauchbarkeit der Werte mit dem Anzugsmoment). Aber einerseits will ich die Kontermutter nicht zu fest zuknallen (um sie wieder lösen zu können und um nicht Gefahr zu laufen, bei verkehrter Drehrichtung doch irrtümlich voll gegen den Messzylinder zu würgen) und andererseits sollen nicht nur die Pedale an der Kurbel bleiben (das wäre doch ganz gut… ;-)) sondern auch die Ausrichtung der Pedale exakt bleiben.

Und so hatte ich Anfangs zweimal den Fall, dass sich die Ausrichtung der Pedale geändert hatte.
Beim ersten Mal ganz zu Anfang. Da hatte ich wohl definitiv nicht ordentlich angezogen. Beim zweiten Mal ist es erst nach geraumer Zeit passiert, dass sich die Ausrichtung des rechten Pedals mitten in einer Fahrt so geändert hatte, dass keine Leistung mehr von diesem Pedal kam. Gemerkt hatte ich das nur dadurch, dass ich plötzlich sehr wenig Watt für das Fahren bei gegebener Geschwindigkeit brauchte. Ein Blick auf die Pedalen zeigte dann, dass sich das rechte Pedal um etwas über eine Vierteldrehung verdreht hatte.

Wie habe ich das Problem behoben: Normalerweise fette ich Pedalgewinde, damit sie nicht festfressen. Eine andere Möglichkeit, dies zu verhindern und gleichzeitig eine weitere Verdrehsicherung zu haben, ist Loctite Schraubensicherung. So habe ich auf das rechte Pedalgewinde Loctite gegeben und das Pedal so neu montiert und auch die Kontermutter etwas beherzter festgezogen (und wahrscheinlich immer noch unter den empfohlenen 35-40 Nm). Seit dem passt alles. :)

Die initiale Kalibrierung:

Montiert sind die Pedale also schnell und einfach. Damit sind sie aber noch nicht einsatzbereit.

  1. Schritt (wie mit jedem neuen Sensor am Rad): das Pairen mit dem Radcomputer (ANT+). Schnell und einfach gemacht.
  2. Schritt: Das Eingeben der Kurbelarmlänge (über das Menü des Radcomputers – bei mir der Garmin Edge 1000).
  3. Schritt: Eine erste, sogenannte dynamische, Kalibrierung ist noch erforderlich. Diese gleicht leichte Imperfektionen der Montage und der jeweiligen Ausrichtung der Pedale ab und aus. Dazu gibt es keinen Button und keine Funktion an Garmins oder anderen Radcomputern, sondern diese dynamische Kalibrierung muss durch ein besonderes Prozedere eingeleitet werden:

Man braucht eine (am besten relativ ebene) Strecke (oder einen Rollentrainer), auf der man aus der Fahrt heraus zuerste 11 Kurbelumdrehungen rückwärts macht (mit etwa 60er Kadenz). Dann gehen die Pedale in den Modus zur dynamischen Kalibrierung. Sie zeigen das an ihren Leuchtdioden an, die ich aber in der Fahrt schwierig eindeutig erkennen kann. Besser und viel leichter sieht man das am Radcomputer, denn dort verschwindet der gemessene Wattwert. Jetzt muss man 40 Sekunden lang gleichmäßig vorwärts treten. Etwa mit 80er Kadenz (plus minus 5 bis 8 Umdrehungen). Wenn das erfolgreich war (hat bei mir bis jetzt jedesmal auf Anhieb geklappt), erscheint auf dem Radcomputer wieder der Wattwert und alles ist OK.

Eine solche dynamische Kalibrierung braucht man nur einmal nach einer Neumontage durchführen. Sicherheitshalber vielleicht noch einmal nach einer oder zwei Ausfahrten, so dass sich die Pedale wirklich gesetzt haben. Ich fand dies aber nicht erforderlich.

Neben der dynamischen Kalibrierung gibt es noch eine statische Kalibrierung. Das kennt man auch bei vielen anderen Leistungsmessern und es dient dazu, vor jeder Fahrt den Leistungsmesser intern zu kalibrieren. Dazu gibt es im Garmin die Funktion „Leistungsmesser kalibrieren“, die direkt aus der Übersichtseite (Drop down) aufrufbar ist. Ein Touch auf den Button „Kalibrieren“ und nach rd. 5-10 Sekunden erscheint die „Null“. Das war bisher jedesmal der Fall und wahrscheinlich kann man das auch sein lassen. Ich mache es bisher vor jeder Fahrt.

Praktisches:

Pedale montieren und deren Sitz: hält mittlerweile und ist einfach (man muss aber den mitgelieferten Gabelschlüssel in seinem Werkzeugkoffer dabeihaben, falls mal was sein sollte).

Schuhsohlenfreiheit / mögliche Kollision mit den Messzylindern / Sorge um deren Beschädigung: Mit meinen Gaerne-Schuhen ist das kein Problem. Auch mit dickeren Überschuhen darüber kann ich einwandfrei ein- und ausklicken und stoße nicht an die Messzylinder. Auch sehen diese immer noch aus wie am ersten Tag (da kommt also nichts dran). Und dass, obwohl ich teilweise sehr häufig ein- und ausklicke (Gar nicht mal so sehr an Ampeln, viel mehr noch auf Touren und im Urlaub alle paar Meter, um Fotos zu machen).


Auslösehärte für die Pedalplatten. Diese ist natürlich einstellbar. Aber selbst auf der leichtesten Stufe ist es für meinen Geschmack noch etwas zu hart. Ich mag das wirklich sehr locker. Aber ok, alles machbar.

Akkulaufzeit. 30 Stunden sind angegeben. Für meine Einsatzzwecke reicht das, aber das Ladegerät muss halt immer (auch für ein langes Wochenende) dabei sein. Das ist kein Leistungsmesser, um damit ein extremes Brevet wie Paris-Brest-Paris oder London-Edinborough-London zu fahren. 24 Stunden Rennen sind aber problemlos. :)

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Bei meinem ersten Kurzurlaub in der Schweiz hatte ich prompt noch gar nicht an das Ladegerät gedacht. Ich habe dann ein Pedal nach dem anderen mit dem Ladegerät meines Handys (Micro-USB sei Dank) geladen. Das ging auch problemlos :)

Dynamische Kalibrierung und deren Einleitung über 11 mal rückwärts pedalieren:

a) wie mache ich das, wenn ich die Pedale mal an mein Bahnrad schraube? Wahrscheinlich ist das auf einer freien Rolle noch am einfachsten zu bewerkstelligen (es muss sich ja danach eine 40 sek. Phase mit 80er Kadenz in Vorwärtsrichtung anschließen).
b) Wenn ich die Kette reinige, dann packe ich ein Feuchttuch (andere vielleicht einen Pinsel mit Lösemittel) um die Kette und drehe die Kurbel lustig mehrfach zurück… Hmm, nach 11 Umdrehungen… habe ich dann die dynamische Kalibierung aktiviert… das wäre nicht gut.
c) gleiches gilt für meine Angewohnheit vor roten Ampeln und mehr noch bei der Annäherung an Spaziergänger auf Bahntrassen-Wegen, rückwärts zu treten („Freilaufklingel“ ;-)).

Also an diesen Punkten merkt ihr – ein Pedalbasiertes System, da denkt man schon mehr dran als an eine Leistungsmesserkurbel.

Allwetter-Tauglichkeit: 100 % gegeben. Ich bin mehrfach durch strömenden Regen mit ihnen gefahren, darunter der intensivste (und kälteste) Regenschutt, den ich je erlebt habe (auf dem unteren Viertel des Albulapasses). Keine Probleme (bis jetzt – ich hab’ sich ja in der Tat erst knapp über 2 Monate)

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Favero BePRO Pedale an der Rotor-Kurbel meines Giant Crossers. Vergleich zwischen BePRO und Rotor PowerLT.

Wertegenauigkeit:

So weit, wie ich das ohne Prüfstand und mit meiner Erfahrung, die mittlerweile eine Powertap-Nabe, eine Power2Max-Kurbel und eine Rotor-PowerLT (linksseitige Kurbelarmmessung) umfasst, sagen kann, sind das hervorragende Werte. Weitere Vorteile:

  • Ich habe jetzt eine wahre und direkte Messung von linker und rechter Beinkraft (bei der Power2Max ist es nur eine Pseudo-Aufteilung nach Stellung der Kurbelarme und bei der Rotor PowerLT wird nur links gemessen)
  • Ich habe bisher keinerlei Mess-Ausreißer (sowohl bei der Power2Max als auch bei der Rotor Power LT kam es immer mal wieder vor, dass in einer Ausfahrt ein, zwei oder drei fehlerhafte Wattspitzen von 3000 Watt oder mehr aufgezeichnet wurden. Das verhagelt dann die CP-Kurve und die Sinnhaftigkeit der Angabe der maximalen Leistung und muss dann manuell im Trainingsauswerte-Programm der Wahl korrigiert werden. Das geht in GoldenCheetah oder in SportTracks sehr einfach – bei Online-Plattformen wie Strava oder Garmin.Connect leider überhaupt nicht).
  • Ich habe auch keine Messlücken (die Power2Max hatte in Verbindung mit Garmin Radcomputern die komische Eigenheit, bei der Trittfrequenzkurve genau bei Kadenz 80 und bei 100 eine Lücke zu haben.

Links/Rechts-Leistungsverteilung:

Gerade das Thema Links/Rechts-Leistungsverteilung erhält besondere Bedeutung bei den mittlerweile vielen Systemen, die der Einfachheit halber und um einen besseren Preis zu erzielen nur links messen (Stages z.B.). Dieser Wert wird dann einfach verdoppelt und als Leistung angegeben und aufgezeichnet. Das kann stimmen, muss aber längst nicht bei jedem Menschen stimmen. Und wenn es für einen Leistungsbereich passt, muss das nicht für alle Leistungsbereiche passen. Und wenn man vielleicht für den ausgeruhten Zustand eine bestimmte Verteilung hat, dann kann diese sich mit zunehmender Erschöpfung vielleicht auch ändern. Und wenn jemand muskuläre Dysbalancen hat, dann stimmt es sowieso komplett nicht. Boris Hendrik hat das mal mit seinen Werten hier schön dargestellt.

Von meinen Power2Max-Angaben her war ich bisher der Vermutung, dass ich so etwa 47 % / 53 % verteilt bin. Gefühlt (aber da täuscht man sich dann halt auch leicht) kam das auch mit der Messung der Werte auf meinem Crossrad (mit der nur links messenden Rotor Power LT) hin. Ich meinte, dass ich da bei gefühlt gleicher Anstrengung etwas weniger Watt angezeigt bekam. Logisch (dachte ich), wenn mein linkes Bein ja auch nur 47 % Leistung bringt und diese dann verdoppelt wird, habe ich halt nicht 2 x 50 % = 100 % der Gesamtleistung, sondern ich habe nur 2 x 47 % = 94 % der Gesamtleistung angezeigt und aufgezeichnet. Also muss ich die Zeitreihen der Trainings mit dem Crosser leistungsmäßig eigentlich mit 1,064 multiplizieren, um diese Fehleinschätzung auszugleichen. Wenn sie denn stimmt. Wenn sie denn auch konstant über alle Leistungszonen und Ermüdungszustände bleibt. Im Mittel aber wäre es deutlich besser, als wenn mir tatsächlich 6 % Leistung fehlen würden.

Fehlten mir aber gar nicht. Da sieht man mal, wie das Gefühl täuschen mag. Wenn man auch den Crosser vorrangig im Winter, in kälterer Witterung, mit dickerer Kleidung und über raueres Geläuf mit anderen Ansprüchen an den Bewegungsapparat benutzt.

Zum Testen habe ich nämlich die Favero BePro-Pedale als erstes an meinen Crosser geschraubt, um die Pedale direkt mit der Rotor PowerLT vergleichen zu können. Habe auch zwei Garmins an’s Rad gepackt und habe bei Ausfahrten parallel aufgezeichnet.

Was kam raus?

Zum Ersten: Siehe und staune: Ich habe gar keine 47 / 53 Verteilung sondern, eine recht nahe 50 / 50 Verteilung im Mittel. Die Rotor PowerLT-Werte wären und waren also direkt übernehmbar.

Zum Zweiten: Die Kurven und Werte von Rotor PowerLT und Favero BePro liegen sehr weitgehend deckungsgleich übereinander. Also entweder sind damit beide gleich verkehrt oder beide recht korrekt.

Zum Dritten: Im Vergleich zu den Rotor PowerLT zeigen die BePro-Pedale Leistungspeaks deutlicher und unmittelbarer an.

Hier die gegenüber gestellten Metriken der zwei Testfahrten (in die Galerie für volle Größe der Abbildung klicken):

Hier ein Ausschnitt der in MS Excel übereinander gelegten Leistungskurven von Rotor PowerLT und BePro:

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Und hier mal zwei andere Arten der Auswertung. Links die Zeitreihe der Links/Rechtsverteilung in der Übersicht und rechts ein Scatterplot der Links/Rechts-Verteilung. Zunächst von der Power2Max Kurbel. Die L/R-Verteilung ist die dunkelrote Kurve links und man sieht schon, dass diese überwiegend im Bereich unter der Mittellinie liegt (im Mittel dann 47/53 anzeigt).

Und jetzt eine von der Anstrengung und vom Trainingsziel ähnliche Fahrt, aber mit den Favero BePRO Pedalen aufgezeichnet. Links sieht man jetzt deutlich mehr. Die Parameter Pedal Smoothness und Torque Efficiency (jeweils als getrennte Aufzeichnung für Links und Rechts) kennt die Power2Max z.B. gar nicht. Gut, was ich damit momentan als Trainingserkenntnisse schließen sollte, weiss ich auch noch nicht. Es soll euch aber erst mal sagen: Da gibt’s noch mehr Werte als nur eine reale L/R-Verteilung und erklären, warum das linke Bild anders als bei der Power2Max aussieht. Rechts sieht man nun eine reale Verteilung von Links und Rechts-Werten.

Und zum Schluss eine Aufzeichnung mit der nur links messenden Rotor PowerLT Kurbel, die ich an meinem Crosser fahre: Wie man rechts sieht, ist die Scatter-Auswertung (jegliche L/R-Auswertung) völlig witzlos bzw. unmöglich. Die Angabe von 50 % entspricht der Annahme des Messprinzips und nicht der tatsächlichen Messung. Links sieht man, dass auch die Rotor PowerLT die Parameter PS und TE zur Verfügung stellt, diese aber halt nur für die Linke Seite messen und darstellen kann. Und die L/R Kurve ist wieder „Fake“ auf 50 % gesetzt und entspricht der Mess-Annahme.

Nach dem Vergleich an meinem Crosser war ich beruhigt, hatte neue Erkenntnisse und die Gewissheit, dass ich mit den BePro-Werten sinnvoll arbeiten kann.

Meine Wertung:

Vorausgesetzt, der Powermeter-Markt bliebe auf dem heutigen Stand (was nicht zu erwarten ist – die Entwicklungen schreiten voran) würde ich die Pedale sehr wahrscheinlich wieder kaufen.

Wenn ich ein Komplettrad kaufen würde, dann würde ich definitiv die BePro als erste Nachrüstoption vorsehen.

Wenn ich mir wieder ein Rad komplett neu aufbauen würde, dann könnte es aber auch doch wieder eine Power2Max-Kurbel werden. Dort wurde gerade die „Next Generation“  vorgestellt, deren wesentliche Neuheiten der jetzt hinzugekommene Bluetooth-Übertragungsstandard (Zukunftssicher, Smartphone-Kompatibel) und die Wechsel von Knopfzelle auf USB-Nachladeoption (soll 150 h, also 5 mal so lange wie die BePro reichen), was ich in Anbetracht der sonst sehr langen Batterielaufzeiten der bisherigen Power2Max Type „S“  fast schon einen Rückschritt finde.

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Oben bereits einmal erwähnt, hat Powermeter24 eine neue Blogserie mit Langzeiterfahrungen und Rücksendequoten ihrer Leistungsmesser begonnen. Der erste Beitrag stammt vom 20. September, behandelt die BePRO-Pedale und gibt ein sehr positives Votum ab.

Der ebenfalls in diesem Beitrag bereits erwähnte DC Rainmaker hat wohl mit die größte Nutzer-Basis und Kommentar-Rückläufe im relevanten Bereich und schreibt in der jüngsten Powermeter-Kaufübersicht zu den BePro:

Would I buy it: Mostly. Last year I was concerned about how it might hold up long term with the pod design, but after a winter’s worth of DCR readers testing it – the feedback has been overwhelmingly positive.  No issues on the durability front.  I would caution that I wouldn’t buy this unit if you’re moving back and forth between bikes, it’s just not designed for that.  The other downside is that it doesn’t support BLE, so it’s ANT+ only.

Wer also sowieso mit Look-Pedalen fährt, wer Garmins (oder andere ANT+ kompatible Radcomputer) nutzt und wer nicht täglich die Pedale zwischen verschiedenen Rädern hin- und her wechseln möchte (aber er könnte es bei Bedarf recht einfach) und dessen Schuhsohle nicht mit den Pedalen kollidiert, der macht mit den Favero BePRO nichts verkehrt.

Also: Kaufempfehlung für die Favero BePRO Leistungsmesser-Pedale von meiner Seite. Günstiger Einstandspreis, leichte Montage und gute Aufzeichnungsqualität.

6 Gedanken zu “Test Favero BePRO Powermeter – Erfahrungen mit einem pedalbasierten Leistungsmesser am Rennrad

  1. Super Bericht! Ich überlege schon lange mir einen Powermeter anzuschaffen und habe mich auch auf pedalbasierte Systeme eingeschossen. Bisher war das Powertap mein Favorit, aber durch deinen Bericht ist BePro auf jeden Fall noch einmal in den Fokus gerückt.

  2. Ich spiele auch gerade mit dem Gedanken mir die bePRO anzuschaffen. Interessant finde ich Deine Schilderung über das festziehen der Pedalen mit 35-40 Nm. Ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, wie das ohne Drehmomentschlüssel funktionieren soll. Jetzt bin ich schlauer!
    Noch eine Frage, werden die Aufkleber nur zur Zentrierung benötigt oder haben die noch eine andere Aufgabe?

  3. Hallo, ich habe die bePro Powermeter nun über 12 Monate ( 10.000km ) bei jedem Wetter im Einsatz. Bisher kein Ausfall, absolut zuverlässig. Allerdings habe ich ab und an das Gefühl die Werte sind etwas zu hoch. Maximal 30 Stunden Akkulaufzeit sind etwas knapp. Viele Grüße, Klauus

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