Nordeifel-EXTREM-Marathon – extrem toller Rennradsamstag

Rad fahren

Letzte Woche stand die Frage im Raum, wer denn noch mit nach Euskirchen kommen wollte. Der RSV Euskirchen hätte da eine sehr schöne Strecke und man wollte die lange Strecke fahren. Die richtig lange Strecke. Die Euskirchener nennen diese:

Nordeifel-EXTREM-Marathon.

Hmmm: 256 km und rund 4600 Höhenmeter wurden dort aufgerufen.

Tolle Daten, die Respekt einflößen und die man nicht so zwischen Tür und Angel fährt. Oder doch? ;-) Das Wetter versprach, trocken zu bleiben (tat es) und die Temperaturen moderat (wich doch stark nach unten ab – der Windchill tat sein Übriges).

Und ich will dieses Jahr ja auch schließlich noch den Ötztaler Radmarathon fahren (auch irgendwie zwischen Tür und Angel, denn so richtig Urlaub dafür habe ich nicht übrig). Wäre also eine gute Trainigsfahrt, denn wann fahre ich schon mal an die oder über 200 km? Richtig – bis auf zwei, drei Mal noch gar nie! ;-) Hier gibt’s übrigens einen Bericht von meiner bisher längsten Fahrt über 263 km – solo und mit 3536 Höhenmetern.

Eifelhorizont

Eifelhorizont

Und: bisher kannte ich die Eifel nur von den 24 Stunden am Nürburgring. Die Strecke und die Beschreibung auf den Seiten des Radsportvereins Euskirchen versprachen eine tolle Gelegenheit für richtig viel (Nord)Eifel-Genuss.

Überhaupt: Daumen hoch für Umfang und Güte der Veranstaltungsinformationen! Informationen zur Strecke, Downloadlink der Tracks, zu Sehenswürdigkeiten (sogar per Audiofiles), zu den Anstiegen – sehr gut! Das hat richtig Lust geweckt.

Auf der Strecke dann: übliche, gute Ausschilderung mit Pfeilen, wie man es so von RTFs kennt. Dazu dann noch überall Schilder, wenn Gefahrenstellen lauern könnten („Achtung“, „Bremsen“ etc.), Hinweisschilder mit Länge, Durchschnittsgradient, Höhenmetern und Sternewertung am Fuß der Anstiege und auf der Straße mit Markierungen versehen Schlaglöcher (von denen es wenige gab – überwiegend war die Oberflächenqualität sehr gut).

253 km durch die Nordeifel. Die meisten davon über solch schöne und absolut unbefahrene Nebenstraßen mit sehr gutem Zustand und glatten Asphalt.

253 km durch die Nordeifel. Die meisten davon über solch schöne und absolut unbefahrene Nebenstraßen mit sehr gutem Zustand und glatten Asphalt.

Und großes, großes Lob für die Qualität der Strecke als solches und den Mut, wirklich einen „Extrem“-Marathon mit solch vielen und auch vielen knackigen Anstiegen anzubieten. So beeindruckten nicht nur Landschaft und die absolut verkehrsarme Streckenführung auf den vielen kleinen Nebensträßchen (lebt überhaupt jemand in der Eifel? Man wähnte sich fast auf einer komplett abgesperrten Strecke…) sondern auch solche Kracher wie Reifferscheider Burgberg. Auf einer Länge von 360 m galt es im unteren Teil „nur“ 37 Höhenmeter zu überwinden, aber bei max. 18 % und von einer Abfahrt kommend direkt rein in knüppelhartes, fettes Kopfsteinpflaster. Die Euskirchener haben den Anstieg daher auch liebevoll „Kleiner Koppenberg“ getauft. Der zweite Klopper ist der Kirchberg: 91 Höhenmeter wollen auf 720 m überwunden werden und dafür kurbelt man dann schwer bei einer maximalen Steigung von 21%. Sehr genial! ;-)

Kurvig auf und ab durch die Nordeifel.

Kurvig auf und ab durch die Nordeifel.

Ich habe das erste Mal im Rahmen einer RTF an einem Marathon (sonst bin ich nur bei richtiggehenden Alpenmarathons und Cyclosportivs am Start) teilgenommen und habe so keinen Vergleich zu sonstiger RTF-Marathon-Verpflegung. Fand diese völlig ok und gut. Sehr schön war, dass es an jeder Kontrolle richtiges Brot mit Leberwurst oder Frischkäse, nebst Salzstangen etc. gab. Das ist doch für so einen Tag im Sattel viel brauchbarer als der ganze Süßkram, den es sonst so gibt. Z.B. Waffeln und so. A pro pos Waffeln – die gab es natürlich auch. Aber nicht die billigen Dinger, sondern die leckeren dicken belgischen Waffeln. Da ich die in Belgien bei der Flandern-Rundfahrt und bei L-B-L allerdings zu genüge hatte, verzichtete ich darauf. Bis zur letzten Kontrolle. Da gab es sogar Kaffee! Oh wie genial – gerade bei dem sehr kühlen Tag. 10° Celsius war’s im Schnitt. Ein Kaffee und dazu eine belgische Waffel und dann nur noch 28 km bergab bis flach zum Ziel… Ahhhh, wie geil! :)

An der 2. Kontrolle und Verpflegung in Antweiler.

An der 2. Kontrolle und Verpflegung in Antweiler.

Geil war der ganze Tag. Und dazu hatte auch meine Gesellschaft großen – ach was, den größten :) – Anteil. Ein toller langer Tag mit Natascha, Jens, Seb, Ralf, Stefan und David. Schönes Fahren in der Gruppe. Gute Unterhaltung. Abwechseln im Wind, nebeneinander auf den ganzen kleinen Sträßlein und zum Schluss fast ein richtiggehender belgischer Kreisel bis nach Euskirchen hinein.

Distanz: 252,5 km, Höhenmeter: 4208 m, Zeit: 11 h 28 m (brutto), Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,9 km/h, Durchschnitts-HF: 127

Auf Strava:

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Pfingstkilometer – Ersteinsatz des neuen 2015er Kit des Radteams Wittgenstein

Rad fahren

Zu Pfingsten war ich wieder im Wittgensteiner Land unterwegs. Samstag und Sonntag wurde kräftig Rennrad gefahren. :)

Der Samstag stand unter dem Oberthema: Kletternd zum Stoppomat und der Sonntag unter dem Oberthema: Rollend zum Edersee. :)

Leider war das Wetter nicht so sonnig, wie in der Woche zuvor aufgrund der Vorhersage noch erhofft. Beide Tage waren daher nicht zum Sonnen und zur weiteren Pflege der Tan Lines angetan. Auch nicht, um unsere neuen Kurzarmtrikots so wirklich im Sonnenschein zu präsentieren. Aber dafür herrschten gute Bedingungen für das Radfahren – es war definitiv nicht zu heiss. ;-)

Samstag: Hügelige Trainingstour durch das Sauerland mit Fabian, Jochen und Roland

In Rönkhausen im Sauerland gibt es jetzt seit kurzem auch einen Stoppomat. Das Ding ist quasi ein „analoges“ Strava-Segment. ;-)

Am Stoppomat in Rönkhausen

Am Stoppomat in Rönkhausen

Man entnimmt eine Karte, schreibt seinen Namen, e-Mail und Verein drauf. Und wenn man die Karte dann mit dem Timecode stempelt, läuft die Zeit! Dann gilt es so schnell wie möglich (oder gewünscht ;-)) zur Top-Station zu fahren. Dort wird die Karte erneut gestempelt. Da auch in den Briefkasten eingeworfen und diverse Tage später wird die eigene Zeit dann in die Stoppomat-Bestenliste eingetragen.

Bis wir da waren, galt es allerdings 75 km Anfahrt möglichst kurzweilig zu verbringen. Kurzes Beispiel: „Hey, wollen wir auch noch kurz zur Hohen Bracht hoch?“ Gesagt, auch gegen verhaltenen Protest getan ;-).

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht - mir war's zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil... ^^

Auf der hohen Bracht. Wie man sieht – mir war’s zu kühl, um das neue Trikot anzuziehen. Hatte mein Windbreaker-Unterhemd auch in der Wäsche. Da musste Gabba mal wieder den Tag retten. Das ist wirklich ein sowas von geiles Teil… ^^

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Jochen, Roland und Fabian auf der Hohen Bracht.

Am Stoppomat nach diversen Hübbelchen und zügigem Ziehen gegen dem Wind angekommen, haben wir uns alle nicht Lumpen lassen und haben jeder für sich einen ordentlichen Bergsprint über die 4,5 km von Unter- zum Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Rönkhausen hingelegt. Ich muss aber sagen: für mich ist diese Stoppomatstrecke zu flach. Es geht unten komplett flach los, geht dann in den Anstieg, wird aber nie richtig steil. Und wird im oberen Bereich nochmals relativ flach und auch der Wind stand da auf der Geraden.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Roland füllt die Stoppomat-Karte aus.

Nach dem Stoppomat-Intermezzo folgte ein weiterer kurzer Anstieg zur Faulen Butter (ja, solche Namen gibt’s im Sauerland). Es gab eine leider viel zu lange Rast am dortigen Gasthaus. Was allein an der sehr langsamen Art der Bedienung dort lag. Der Kaffee war zwar brauchbar, Preis/Leistung ok und die Bockwurst mit Fritten tauglich. Aber dafür eine Stunde rumzugammeln – selbst mit kurzweiligen Gesprächen eher unschön.

Danach ging’s Schlag auf Schlag mit weiteren kleinen Hübbelchen weiter und zum Schluss gab’s noch mal den Scharfrichter in Form des Anstiegs von Fleckenberg nach Jagdhaus. Der fängt auch schön steil schon direkt in Fleckenberg an.

Am Ende standen 162,4 km und 2.442 Höhenmeter „auf der Uhr“ :)

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Sonntag: Solo und „Flach“ zum Edersee und zurück

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Entlang der Eder zwischen Herzhausen und Frankenberg

Sonntags war’s ein kleines bisschen wärmer und ein winziges bisschen sonniger. Die Chance, nach der Hose gestern heute auch das neue Trikot des Teams Wittgenstein auszutesten.

Oh Hai - I can has greetz in new kit? ;-)

Oh Hai – I can has greetz in new kit? ;-)

Grün – wie schon das letzte Kit. Schließlich ist der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 70 % Waldanteil der waldreichste Kreis Deutschlands. Diesmal von Bioracer. Das Race Proven Shirt kenne ich schon vom Spoocha Trikot und habe es damit schon schätzen gelernt. Hose und Trikot machen einen sehr guten Eindruck und tragen sich sehr angenehm. Schönes Detail: Am Rücken haben wir alle Ortsnamen des Altkreises in Wittgensteiner Platt von A wie Aalertshause bis Z wie (ee da) Zaeinse aufgelistet. Wer also im Windschatten fährt, kann gleich ein bisschen auf Platt lesen, wo wir alle herkommen ;-)

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Sinnierend am See. Ich mit dem neuen Team Wittgenstein Kit und mein Canyon Ultimate mit den immer noch vergleichsweise neuen Criterium-Carbon-Hochprofil-Laufrädern.

Richtung Edersee und zurück kann man von Erndtebrück aus gut Tempo machen. So ganz ohne die eine oder andere Steigung geht es bei uns ja nie – aber überwiegend geht es topfeben oder leicht ab- und ansteigend über glatten Asphalt. In der gewählten Strecke zwar immer entlang der Straße – aber dort ist fast immer ein guter und freier Seitenstreifen vorhanden.

On the line

On the line

Nur – wo wollen die ganzen Leute am Pfingstsonntag in Hessen mit ihren Autos hin? Ist ja schlimm! Und wo wollen die ganzen Fliegen bzw. Blattläuse hin? Meine Güte…

Pandaaaaa!

Pandaaaaa!

Egal – es war eine schöne Rollertour zum Edersee, da gab’s lecker Kaffee und Kuchen und eine kleine Fotosession. Mit Nilgänsen, Enten, Canyon Carbon-Ross und einem Protagonisten im Team Wittgenstein Kit.

Anschließend führte mich der Heimweg wieder nach Frankenberg. Dort bin ich – was ich ja so gerne mache – ein bisschen über Altstadpflaster per Rad flaniert und bin dann weiter nach Erndtebrück zurückgefahren.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Das Frankenberger Rathaus gilt als eines der ältesten Fachwerkrathäuser in Deutschland.

Anfangs hatte ich von der Leimstruther Höhe bis kurz vor Holzhausen mit noch etwas Gesellschaft mit Fabian. Alles andere bin ich heute wie üblich allein gefahren.

Auch hier waren es dann am Ende 151,2 km und 955 Höhenmeter. Also gerade mal Bergfaktor 6,3 und damit wirklich total flach (alles ist relativ ;-)).

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1. Mai-Ausfahrt 2015 mit Fabian, Roland und Thorsten

Rad fahren

Ein kleiner und feiner Teil vom Team Wittgenstein fand sich am 1. Mai zusammen, um eine kleine Rennradtour mit dem einen oder anderen Höhenmeter im Wittgensteiner Land und im angrenzenden Hochsauerland zu machen.

Bei Sonne aber gerade mal 2-stelligen Temperaturen fuhren wir von Röspe gemeinsam über den Rhein-Weserturm, durch das Lennetal hinauf, nahmen in Grafschaft den Abstecher zur Schanze mit, fuhren anschließend von Oberkirchen der Lenne folgend nach Westfeld, um den langen und reizvollen Anstieg hoch nach Altastenberg zu folgen, der kurz darauf den Kahlen Asten folgen lässt. Hier gab’s ein kurzes, unvermutetes Treffen mit Julian und danach einen sehr notwendigen, leckeren und saftigen Obstkuchen mit Mohnteig. Über Langewiese stürzten wir uns wieder hinab in’s Wittgensteiner Land und über Girkhausen waren wir bald wieder in Bad Berleburg. Mit Roland ging es dann noch nach Berghausen und von dort über die Birkefehler Höhe für mich alleine wieder zurück nach Erndtebrück.

Eine klasse Tour mit viel Spaß!

Distanz: 114,9 km, Höhenmeter: 1510 m, Zeit: 5 h 38 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,5 km/h, Durchschnitts-HF: 123

auf Strava:

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