Am Südufer des Edersees nahe Harbshausen.

Ein Rennrad-Wochenende mit Eder und Edersee

Rad fahren

Das vergangene Rennrad-Wochenende stand unter dem Hauptthema Eder. Frei nach dem Motto: „Wir sind Kinder von der Eder (sing) – Einmal hängt er, einmal….“  ;-)

Am Samstag wollte ich es flach und lang. Und ich wollte auch noch mal an den Edersee. Zum letzten Mal war ich zu Ostern 2012 dort. Da bin ich allerdings mit dem Auto nach Herzhausen gefahren und dann von dort mit dem Crosser über den Urwaldsteig los.

Dieses Mal bin ich nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rennrad von Erndtebrück aus zum Edersee gefahren. Das ist dann quasi fast von der Quelle der Eder bis zum Edersee. Als Speedfahrt der Einfachheit halber komplett über normale Straßen. Das ist im Wittgensteiner Land meist sowieso gleichbedeutend mit angenehmen Fahren. Ob über Land-, Kreis- oder auch Bundesstraßen. Im Hessen ist da auf den Straßen schon deutlich mehr los. Und es gibt auch einige lange Geraden, wo vom motorisierten Verkehr schon hohe Geschwindigkeiten an den Tag gelegt werden.

Im großen und ganzen fährt es sich aber sehr angenehm und zum großen Teil entlang der Eder und immer mit schöner Landschaft um sich herum. Und die gut ausgebaute B 252 zwischen Frankenberg und dem Edersee hat auch breite Seitenstreifen, die am Samstag auch picobello sauber waren. Oftmals liegt dort ja – da nicht durch Autoreifen immer frei geräumt – irgendwelcher Dreck, Steinchen, möglicherweise Scherben und ähnliches. Hier nicht.

Und so lief es sehr flott bei schönem Wetter gen Edersee. Es gab endlich mal wieder richtig Sonne. Seit Wochen habe ich daher noch mal deutlich Bräune zugelegt. Und ich brauchte nur ein Kurzarmtrikot. Keine Windweste, keine Gabba, keine Armlinge oder ähnliches. Eigentlich wie Sommer – kennt man von diesem Jahr ja kaum…

Das einzige, was ich mir am Samstag gewünscht hätte, wären Aero-Laufräder gewesen. Sooo flach mit so wenigen Höhenmetern war ich selten mal unterwegs gewesen.

Der eine Tag Sommer konnte natürlich so nicht weiter gehen. Das wäre ja zu schön gewesen. Aber immerhin war es auch am Sonntag trocken. Und am Nachmittag kam tatsächlich zunächst ein wenig, dann etwas mehr die Sonner wieder hervor. Richtig blauer Himmel stellte sich aber nicht ein.

Nichts desto trotz war auch der Sonntag recht angenehm und ich widmete mich wieder der Eder auf ihrem Weg ins Hessen hinein. Diesmal aber über den Eder-Radweg. Für mich dort ab Hatzfeld eine Erstbefahrung. Hätte ich ruhig schon mal vorher machen können. Natürlich sind solche Radwege, gerade auch, wenn sie auf alten Bahntrassen laufen, gern von anderen Menschen als schnellen Rennradfahrern frequentiert. Familien auf Radausflug sind da noch der harmloseste Mitnutzer. Skater mit ausladenden Schritten oder auch Hundeführer mit meterlangen Leinen oder unangeleinten Hunden sind da deutlich unangenehmer und teilweise richtig gehend gefährlich.

Oh, wie ich es liebe, wenn ein Hundebesitzer bei (viel zu spätem) Bemerken von sich nähernden anderen Spaziergängern, Joggern oder mich als Radfahrer, besorgt auf ihren Hund blicken oder mit sorgenvoll beschleunigten Schritten und Rufen versuchen, ihrem Tier habhaft zu werden. Es sind gefühlt mindestens 50 % aller Hundebesitzer die augenscheinlich genau wissen, dass sie nicht die Kontrolle haben (aber trotzdem das Tier unangeleint herumlaufen lassen).

Naja – es gibt genügend Gründe, warum ein stark frequentierter Radweg nicht der richtige Platz für zügiges Vorankommen ist. Und dafür muss ich nicht mal rennrad-typische Geschwindigkeiten auf der Ebene heranziehen. Aber ich weiche ab.

Auf dem Abschnitt zwischen Hatzfeld und Dodenau bin ich am Sonntag keinem einzigen Hundebesitzer begegnet. Und auch keinem Skater (das einzige Skater-Pärchen kam mir schon vor Hatzfeld entgegen). Dafür habe ich ein paar Radausflüger überholt. So etwas lasse ich mir ja gerne gefallen.

Von den Ausblicken und der Landschaft kann ich den Eder-Radweg auch sehr empfehlen. Nach einem schönen Bogen und der Überquerung von zwei reizvollen Stahlträger-Eisenbahnbrücken wartet ein weiteres Highlight – der (sehr dunkle) Eisenbahntunnel vor Dodenau.

Von Dodenau bin ich dann über die K130 über den Wolpfad wieder vom Hessen in das Wittgensteiner Land zurück und hinein nach Elsoff gefahren. Von da über die Teiche und Laibach hinunter nach Bad Berleburg und über Berghausen und Aue nach Erndtebrück zurück.

Dabei habe ich ein paar KOMs samt einer neuen 2-Minuten-Maximal-Leistung mitgenommen. Trotz der langen Vorbelastung von gestern.

Samstag:

Distanz: 165,7 km, Höhenmeter: 915 m, Zeit: 7 h 06 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,3 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 29,4 km/h, Durchschnitts-HF: 141

auf Strava:Strava_140906_Edersee

Sonntag:

Distanz: 87,3 km, Höhenmeter: 874 m, Zeit: 3 h 41 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,7 km/h, Durchschnitts-HF: 132

auf StravaStrava_140907_Eder8

2 Gedanken zu “Ein Rennrad-Wochenende mit Eder und Edersee

  1. Hallo Herr Frank
    Wow es ist echt wie toll Sie diesen Blog gestalten. Hut ab
    Tolle Bilder so sieht die Heimat wieder ganz anders.
    Wie zufrieden sind eigentlich mit dem Power2max System trage mich mit dem Gedanken auch so etwas zuzulegen

    1. Hallo,

      vielen Dank für das Lob. :)

      Mit der Power2Max-Kurbel bin ich sehr zufrieden. Absolut problemlos, keine Kalibrierungsprobleme und nichts. Einfach losfahren, man braucht sich um gar nichts zu kümmern.

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