Auf dem Weg zum neuen Rennrad: Mühsam nährt sich das Test-Eichhörnchen (mit Grill and Ride)

Produkttests, Rad fahren
Zum Rennrad-Testen braucht man allen Beistand, den man bekommen kann. An der Friedenskapelle der heiligen Eucharistie.

Zum Rennrad-Testen braucht man allen Beistand, den man bekommen kann. An der Friedenskapelle der heiligen Eucharistie.

Hier (Gute Rennradläden … Probefahrtwüste Deutschland) schrieb ich ja schon ausführlich über die desolate Lage, wenn man sich auch nur einen winzigen, halbwegs informierten Einblick in interessante Rennräder verschaffen möchte.

Nun, mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Damit ich überhaupt voran kam, konnte ich schließlich einige Läden und Testmöglichkeiten mit nicht geringem zeitlichen und monetären (in Form von Benzingeld) Aufwand seit dem Februar wahrnehmen. Konnte einige Sachen schon per E-Mail-Nachfragen ausschließen (entweder, indem dort keiner für nötig hielt, zu antworten oder indem die Antworten bestätigten, dass entsprechende Modelle oder Läden nichts für mich waren). Und dabei war ich schon seit letztem Spätherbst an einem neuen Rennrad interessiert…

Von einigen Irrungen und Wirrungen, vor allem aber von einem sehr informativen und hilfreichen BMC Grill and Ride Event bei Radsport Rauer will ich im Folgenden berichten.

So war ich in einem Laden in Ratingen, Vogliovelo.de. Da konnte ich wenigstens mal auf einem Titanrad fahren. Auch, wenn es leider nicht die richtige Größe war (der Rahmen war viel zu groß), willigte ich ein, Herrn Waldeck zu besuchen. Einfach mal schauen, was er so da hat und einfach mal einen Eindruck eines Titanrades holen. Wohl wissend, dass über die Fahrqualität oder die Federungseigenschaften von Titan ein mir zu großer Rahmen kaum bis überhaupt gar nicht Auskunft geben konnte. Nun ja. Ich hab das Rad (ein Punch) probegefahren. War ganz nett. Hat mich zumindest in dem Sinne bestätigt, dass ich einem Titanrad nicht abgeneigt wäre – ich aber auch nicht unbedingt eines brauche.

Der nächste Stop: Einen Riesenumweg auf einer Wochenendheimfahrt ins Wittgensteiner Land und zwar über Koblenz. Jawohl, ich habe Canyon besucht. Aufgrund des Verkehrs auf den Autobahnen war ich Freitags recht spät dort angekommen. Es war nur noch eine halbe Stunde bis Geschäftsschluss. Aber eine Probefahrt des gewünschten Modells war überhaupt kein Problem. Ohne jeden Zeitdruck wurde ich sehr sympathisch beraten und konnte zwei Rahmengrößen im direkten Vergleich fahren diese und viele andere befingern. Gut, die „Probefahrt“ war mehr ein qualifiziertes Probesitzen, da man auf etwas hin- und herfahren auf Canyons Parkplatz beschränkt ist. Aber hey, man ist ja nicht verwöhnt (siehe wieder Gute Rennradläden … Probefahrtwüste Deutschland) und das ist besser als nichts. Zumindest konnte ich einen ersten Eindruck gewinnen, mir über die benötigte Größe klar werden und das tolle Finish des Rahmens mit eigenen Augen bestätigt sehen. Toll fand ich auch, das man sich problemlos bis über den eigentlichen Geschäftsschluss hinaus für mich Zeit genommen hatte.

Als nächstes konnte ich dann einen Termin bei Rockers Bikeshop im Herzen Bochums vereinbaren. Brauchte zwar ein paar Mails und ein Telefonat und ich musste einen passenden Tag finden (Radläden haben ja leider nicht bis 21:00 Uhr auf…) aber ich war dann doch recht angetan von dem Besuch:

20140305_Tweet

 

Jörg hat sich wirklich Zeit für mich genommen (sogar bis nach Geschäftsschluss). Ich konnte dort ein Trek Domane probefahren und direkt mit meinem Wilier Triestina vergleichen, welches ich dafür extra mitgebracht hatte. Und ich muss sagen, das Konzept des Domane funktioniert sehr gut! Ich habe dann auch davor und danach lange Zeit im Konfigurator ProjectOne verbracht. Und dort auch das eine oder andere nett aussehende Bike konfiguriert. Aber wie ich es auch drehte und wendete: selbst der sehr vielseitige Farbkonfigurator lies dann doch eine wirklich klasse Farbkombi nicht zu. Und war dann auch für eine eigentlich ganz normale Farbe schon sündteuer. Es mag ja schön und gut sein, dass bei einigen (allen?) Designs da Handarbeit durch Airbrush-Künstler durchgeführt wird. Aber da wünschte ich mir doch noch ein paar andere generelle Design-Kombinationen anstelle dieser ganzen Flammen-Designs… Hallo Trek? 1985 ruft an und will seinen D&W-Katalog zurück… ;-)

Alles in allem finde ich ProjectOne aber schon eine tolle Sache. Nur leider zu Apothekenpreisen. Die wären mir allerdings egal gewesen. Aber so richtig war ich dann mit den Rahmenlinien als solche nicht zufrieden und obendrein wurden mir Lieferzeiten im Bereich von 2 bis 3 Monaten prophezeit…

Er hat mir dann noch ein recht schönes Colago C59 Disc gezeigt, dass er gerade für einen Kunden am Aufbauen war. Hmm, ja – so etwas würde ich ja gerne mal Probefahren. Das ging aber nicht… Da waren wir wieder. Im leibhaftigen Status der Testmöglichkeiten von wirklich interessanten Rädern…

A pro pos Colnago. Ja – auch da habe ich diverse Aufbau-Threads auf Weightweenies und auf anderen Quellen angesehen. Fotos von schönen Colnagos angesehen, mich detailliert mit der Geometrie und den verfügbaren Farben beschäftigt…

Mich dann aber dagegen entschieden. Weil ich:

a) keines Probefahren konnte

b) mir ein, zwei Designs der vorigen Jahre gefielen, aber nicht deren aktuelle (Grmpf)

c) ich ein neues Rad im Frühjahr bis Frühsommer haben wollte – und nicht im Spätsommer oder Herbst, wenn ein bestellter C59 oder auch C60 Rahmen dann endlich mal ankommen würde…

Ich hatte einen guten Eindruck von Rockers mitgenommen – aber leider führen sie nur Trek, Specialized und Colnago (und da konnten sie mir halt leider auch nicht wirklich weiterhelfen).

Testen bei schönem Wetter Anfang März an der Ruhr

Testen bei schönem Wetter Anfang März an der Ruhr

Also weiter. Endlich kam der 8. März. Und mit ihm das BMC Grill and Ride Event bei Radsport Rauer in Überruhr. Hier war ich schon Ende Januar (oder Anfang Februar) mit dem Rennrad vorbei gefahren. Look und BMC gibt’s da zu kaufen. Nun ja, vom 695er Aerolight von Look konnte er für mich und einen anderen Kunden wenigstens einen Rahmen, mal zum anschauen und befingern, testweise ordern. Immerhin. Zu einem BMC-Probefahren kam es dann aber leider erst mal nicht und ich wurde dann doch auf das ohnehin anstehende Grill and Ride Event vertröstet. Nun ja – dafür konnte ich dann an diesem Termin bei schönsten Sonnenschein fast das komplette Rennrad-Lineup von BMC probefahren.

Beinahe wäre es aber hier auch zu einem Test-Supergau gekommen. Für mich war hauptsächlich die BMC Teammachine SLR01 in Rahmengröße 54 interessant. Das hatte ich Herrn Rauer im Vorfeld extra gesagt, darüber gab es E-Mail Verkehr und eigentlich hätte ich einen solchen Rahmen auch schon im Vorfeld bekommen sollen. Und? Gott sei Dank hatte der sympathische BMC Mensch die Straßenmaschine der auch anwesenden BMC-Teamfahrerin Kerstin (die beim Event einen MTB-Kurs gab) dabei. Das war zwar ein 2013er Rahmen, aber wenigstens genau in der passenden Größe für mich. Puh – Glück gehabt wo es eigentlich keines Glückes bedurft haben sollte.

Nun ja: der BMC-Testvan war da. Viele Besucher, die glücklicherweise gar nicht so sehr an den BMC-Rädern oder zumindest den Rennrädern interessiert waren. Ich war mit meinem Wilier Triestina GranTurismo im Kofferraum (als Vergleichsrad) da. Sonne schien. Zeit war da. Das Testen konnte beginnen. :)

Die Horster Mühle an der Ruhr. Ein Stück meiner Teststrecke am beim BMC Grill and Ride Event.

Die Horster Mühle an der Ruhr. Ein Stück meiner Teststrecke am beim BMC Grill and Ride Event.

Kurz zusammengefasst:

Geiler Testnachmittag! :)

1. Runde: BMC Teammachine SLR01, 2013er Modell (Kerstins Bike ^^) mit Shimano Dura Ace Di2

Kerstins BMC Teammachine SLR01, 2013er Modell, Shimano Dura-Ace Di2

Kerstins BMC Teammachine SLR01, 2013er Modell, Shimano Dura-Ace Di2

2. Runde: mein Wilier Triestina GranTurismo

Wilier Triestina GranTurismo, tested and proved :)

Wilier Triestina GranTurismo, tested and proved :)

3. Runde: BMC GranFondo GF01, 2014er Modell mit Shimano 105

BMC Granfondo GF01, 2014er Modell, Shimano 105

BMC Granfondo GF01, 2014er Modell, Shimano 105

Intermezzo: eine (nicht wirklich gute) Currywurst mit Brötchen

4. Runde: BMC Teammachine SLR01, 2014er Modell (zu groß, 59er), zum Testen der SRAM Red 22

BMC Teammachine SLR01, 2014er Modell, SRAM Red 22

BMC Teammachine SLR01, 2014er Modell, SRAM Red 22

5. Runde: BMC Timemachine TMR01, 2014er Modell, Shimano Ultegra Di2

BMC Timemachine TMR01, 2014er Modell, Shimano Ultegra Di2

BMC Timemachine TMR01, 2014er Modell, Shimano Ultegra Di2

Intermezzo: ein Kaffee (deutlich besser als die Wurst ;-))

6. Runde: wieder mein Wilier Triestina GranTurismo

Insgesamt 66 km mit 3 Stunden Moving Time (Finde den Eintrag auf Strava hier).

20140308_Strava
Habe da übrigens zufällig und auf Anhieb eine ziemlich perfekte Testrunde gefunden. Ganz übles Kopfsteinpflaster da beim alten Hoheleyer Hafen vor, über und nach der kleinen Brücke. Dann eben und asphaltiert entlang der Ruhr. Am Nordufer ruppige, steindurchsetzte Dirtroad bzw. Pfad, dann kurzer Anstieg, dann Single-Trail Dirt Downhill, dann wieder nach zweiter Brücke über Asphalt, dann Pflaster zurück.

Die armen Testbikes, aber auch mein armes GT – Aua, Aua ^^

Dafür eine hervorragende Testmöglichkeit sowohl für Komfort als auch für Handling. Das heftige Kopfsteinpflaster ist auch als Segment „Ruhrbaix“ auf Strava zu finden:

Kopfsteinpflaster beim Holtheyer Hafen

Kopfsteinpflaster beim Holtheyer Hafen

Meine Erkenntnisse aus diesem Test:

Bestes Rad: die BMC Teammachine SLR01 (in der 2013er Version). Hat auf Anhieb super gepasst. Geht super nach vorn. Dabei überraschend komfortabel. Dagegen fällt das GranFondo echt ab. Bzw. es kann im Komfort (zumindest auf Basis meines heutigen Tests) kaum Mehrgewinn gegen das da ganz tolle SLR01 bringen. Da war ich echt überrascht. Und die Geometrie des GranFondo fand ich nicht so gut. Vielleicht mit mehr vergleichen, sorgfältigem Abstimmen… Aber so: Nee, GranFondo war somit draußen!

Ich hätte ja echt gerne das Trek Domane auf der selben Runde dagegen getestet. Das hatte ich am Mittwoch davor gefahren. Das fand ich (auch wieder gegen mein GranTurismo auf selber Runde verglichen) auch auf Anhieb überzeugend. Daraus mein Resultat: SLR01 und Domane hui, Granfondo pfui. Und im Vergleich würde ich sagen: SLR01 im Moment auch etwas vor dem Domane in der Summe.

Die TimeMachine TMR01: Auha – will gut nach vorne, aber kein Rad für mich. Knüppelhart. Absolut nichts für schlechte Straßen, gelegentliche (oder sogar häufigere) Abstecher über Dirtroads oder Pflaster. Und so wirklich: Das SLR01 hing für mich „besser am Gas“. Das mag aber mit den Reifen zusammenhängen. Am TMR01 waren preiswerte Mavic Cosmics. Die wollen auch erst mal beschleunigt werden. Und um einen Aerovorteil zu erspüren – da muss man anders und mehr testen.

Die verschiedenen Schaltungen im Vergleich:

Die Shimano DuraAce Di2 hat eine sehr schöne Bremsgriff/Hoodie-Form und Ergonomie. Endlich schön schmal. Da war und ist Campagnolo aber immer noch der Maßstab (und sieht sowieso besser aus). Die Funktion in Form elektrischen Schaltens: ja, cool!  Aber ich werde glaube ich mit den Tasten der Di2 nicht warm. Das muss einem echt in Fleisch und Blut übergehen. Sonst hat man immer den falschen Knopf gedrückt. Sehr schwierig zu unterscheiden. Und im Winter mit dicken Handschuhen – kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Schwieriger als die mechanischen Gruppen von Shimano. Nein – hat mich echt nicht überzeugt. Bzw. als Ergebnis für mich: Wenn elektronisch, dann Campagnolo.

Die SRAM Red fand ich sehr gut zu schalten. Die Bremsgriffform etwas kantig, wenn auf den Hoodies gefahren. Sonst auch sehr schön zu greifen. Eine echte Alternative. Auch von der Optik für mich schöner als Shimano.

Schade, dass kein BMC Impec zum Testen dabei war. Wobei da die Preise auch nochmals weniger verständlich als bei den übrigen BMC-Rädern sind. Generell muss man sich auch schon die Frage nach der Nachhaltigkeit dieser Rahmen stellen. Sowohl, was Verfügbarkeit als auch was die Preise angeht. Klar – ein Unternehmen will und darf Gewinn machen. Entwicklungskosten (und Werbung und Sponsoring) muss wieder hereingeholt werden. Aber wenn ein Vorjahresrahmen (sofern er überhaupt noch verfügbar ist) dann im Abverkauf glatt mal 30 % günstiger als der diesjährige Rahmen ist, dann kommt man schon ins Grübeln.

Nach einigem weiteren Nachdenken war mein Auftrag an Radsport Rauer klar:

Schau bitte, ob es noch einen 2013er SLR01 Rahmen in Größe 53, ausgestattet für elektronische Schaltung gibt. Alternativ: Prüfe, ob du einen 2014er SLR01 Rahmen in 54 (Geometrie nahezu gleich, nur andere Größenstaffelung in 2014 bei BMC) in stealth (also eine Ultegra-Version rippen) oder in Teamrot (also sündteuren Rahmen separat erwerben) mit der Campagnolo Record EPS und internem Akku aufbauen kannst. Nun ja, das stellte sich wohl als zu komplex bzw. nicht in gewünschter Form durchführbar heraus. Und anstelle zu insistieren war ich (auch ob der erwähnten Thematik mit den Rahmenpreisen und der Nachhaltigkeit) schon wieder bei den nächsten Optionen am grübeln.

AX Lightness, doch Titan in Form eines VanNicholas (schöne Räder und schön direkt auf deren Website konfigurierbar und bestellbar – leider, leider nicht direkt mit der Campagnolo EPS als Option) oder noch etwas Anderes? Es war fast entschieden…  Aber ihr habt ja schon den Sneak Peek im vorigen Beitrag meines Blogs gesehen und könnt euch denken, was es schlussendlich geworden ist… ;-)

 

4 Gedanken zu “Auf dem Weg zum neuen Rennrad: Mühsam nährt sich das Test-Eichhörnchen (mit Grill and Ride)

    1. Hallo Gunter,
      ich hoffe, ich habe in Kürze Zeit, einen kleinen Blogbeitrag dazu zu verfassen.

      In Kürze: Canyon schien vom Gesamtpackage (Geometrie, Gewicht, Rahmenkomfort, Design, genau die Wunschausstattung) das Beste. Zudem noch zu unschlagbarem Preis. :)

    1. Hallo yosemitesam168,
      danke für deinen Kommentar. Du darfst ihn gerne weiter erläutern. Ich habe sicher bei weitem keine abgehobenen Ansprüche. Ich bin nur im Markt für Rennräder, die sicher bei weitem nicht mehr als Einstiegs- und auch nicht als Mittelklasse zu werten sind. Davon gibt’s mehr als genug und es gibt auch Händler, die das bedienen können. Sicher nicht an jeder Ecke – das ist nunmal so. Die Gründe erläutere ich hier im Beitrag ausführlich.

      Solltest du aber selbst der Meinung sein, einfach blind in den nächsten Laden laufen zu wollen, der zufällig Fahrräder führt, dort den Verkäufer zu fragen, was er denn da hat (nein, nicht da hat – für dich und von dir unbesehen bestellen kann) und was er meint, dass es dir grob passen könnte und du dann noch nicht mal das Rad vorher ausprobieren möchtest _und_ das kein Rad für 300 oder 700 Euro sondern für 3.000, 6.000 oder 12.000 sein soll und das dass dann die Definition für soeben _nicht_ abgehobene Vorstellungen ist… dann ist das für mich ziemlich weltfremd und nicht vorstellbar. Oder du hast ein Monatsgehalt von 10.000 Euro und bestellst dir mal eben ein Bike für rd. 8.000 Euro und wenn’s nicht ganz ideal ist, dann kaufst du dir halt nächsten Monat ein Anderes zum ausprobieren… Alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

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