Wilier Triestina GranTurismo im oberen Felderbachtal

Bahntrassen-Mayhem und Abendsonne im Felderbachtal

Rad fahren

Mit dem Rennrad per Kaiserroute und Panoramaweg Niederbergbahn auf Stippvisite in Düssel, Wülfrath, Velbert und Kettwig. Dann an der Ruhr entlang und Richtung Elfringhauser Schweiz.

Wilier Triestina GranTurismo im oberen Felderbachtal

Wilier Triestina GranTurismo im oberen Felderbachtal

Da hab‘ ich für den vergangenen Samstag eine sehr schöne Runde zusammengeklickt. Hat mir gut gefallen. Ich wollte die Betonung auf die Radwege westlich der A 535 legen und diese erkunden. Es gibt ja Radwege und Radwege. Radwege neben Straßen, auf Bürgerstraßen etc. als Verkehrsfläche sind einfach nur unsäglich, gefährlich, und einfach nur unsicher – ob für Pendler, Familien, Kinder oder auch Rennradfahrer. Don’t get me even started – das wäre ein anderes Thema…

Dann gibt es Radwege als Radwanderwege. Meist abseits von normalen Straßen, oft über kleine Nebenstraßen und asphaltierte Wirtschaftswege. Aber leider auch oft und ohne großes Nachdenken über ganz schmale Wege (Singletrail-Charakter), Waldwege oder gesplittete, geschotterte Wege geführt. Auch nicht unbedingt immer die ideale Strecke für Rennradfahrer – dafür sind sie auch nicht geplant. Oft sind sie auch zu verwinkelt und eher umständlich zu fahren während vielleicht eine kaum befahrene, schöne Land- oder Kreisstraße nebenan in etwa der selben Richtung führt. D.h. ob ein Radwanderweg tatsächlich auch ein Weg ist, den ich mit dem Rennrad gerne Fahre, muss im Einzelfall geprüft werden. Da passt es sich ja gut, dass ich gerne Erkunde… :)

Am Anfang meiner Runde gibt es direkt viele schmale Nebenstraßen und Wirtschaftswege. Es fängt direkt schön mit dem Weg „Am Dönberg“ an. Kaum habe ich die Nevigeser Straße gekreuzt, bin ich auch schon auf dem ersten Radweg, dem R1. In Form der K11 führt er durch Katernberg und an Varresbeck vorbei und ist flüssig zu fahren.

Etwas später kommt man an Schloß Lüntenbeck vorbei. Heute halte ich mich hier nicht für Fotos auf, ich habe mich da früher schon mal etwas umgesehen. Später folgt zweimal Dirttrack, zwischen Bahnstraße und Ladebühne und von der Osterholzer Straße abbiegend bis zum Hahnenfurther Weg (da waren doch noch mehr Steine drin, für’n Crosser cool – mit dem Rennrad werde ich das nächste mal bis zur Kreuzung auf der Osterholzer Straße bleiben, die ist übrigens auch sehr schön da).

Dem ondulierenden schmalen Wirtschaftsweg / Radweg folge ich nach Düssel und dann weiter zum Aprather Mühlenteich. An diesem Mühlteich steht ein stattliches Mühlgebäude mit einer sehr voluminösen Fluder. Da muss einiges über das Wasserrad gegangen sein. Ob tatsächlich ein Wasserrad darunter hängt, kann ich von oben leider nicht sehen und der Weg nach unten ist leider versperrt. Dafür mache ich halt noch ein Foto von meinem Wilier Triestina vor einem Mühlstein.

GranTurismo vor Mühlstein an der Aprather Mühle.

GranTurismo vor Mühlstein an der Aprather Mühle.

Am Aprather Mühlenteich vorbei folgt nochmal ein (kurzes und glattes) Stück Dirtroad (sogar Singletrail) entlang der Düssel.

Singletrail entlang der Düssel

Singletrail entlang der Düssel

Das war bis dahin der R1 und gleichzeitig ein Teil der Kaiser-Route. Nach einem kurzen Stück auf der L 74 biege ich dann auf den Bahntrassen-Radweg „PanoramaRadweg Niederbergbahn“ ein. Naja, was die hier so im Niederbergischen so alles Panorama nennen… ;-) Dieser beginnt dort kurz vor dem ehemaligen Steinbruch und jetzigem Naturschutzgebiet Schlupkothen und führt mit traumhaft glatten Asphalt von Wülfrath nach Neviges, durch Velbert und Heiligenhaus bis nach Essen Kettwig.

Da war zwar einiges los (das übliche: Radausflügler, Familien mit Kindern, Skater), aber ich konnte trotzdem flüssig und sicher mit hohem Tempo fahren. Überholte irgendwann jemand auf einem Specialized Zeitfahrrad (jetzt nix extrateures, sah nach Alu aus, aber mit Aufliegerlenker und Co), den hatte ich in der Folge immer am Hinterrad. War aber ok, hat motiviert. ;-) Hat aber zum Schluss nicht Danke oder irgendwas anderes gesagt… Tststs.

Habe also dort auf dem Radweg etwa ab den Außenbereichen von Velbert richtig durchgepowert. In Kettwig war dann also meine Radweg-Erkundung für heute beendet und es ging über normale Straßen weiter. Im Anschluss an den Radweg habe ich in Kettwig vor der Brücke noch einen Snack genossen und dann „Anner flachen Ruhr“ von Kettwig nach Werden gefahren. Alles reingelegt, aber gerade mal Platz 19 im entsprechenden Strava-Segment gemacht. Holy Moly – die Zeiten sehen aber so aus, als ob man da nur in der Gruppe ’ne Schnitte für Top Ten hat. Oder man muss sehr ausgeruht sein. Oder hier trauen sich die ganzen schweren Jungs mit den dicken Oberschenkeln hin… ;-)

Das nächste Segment wartete schon – habe dafür aber erst mal auf der Ruhrbrücke etwas durchgeschnauft. Dann ging es durch Werden hoch, „Werden Rock’n Roll“. Da muss man schon Glück mit den Ampeln haben. Hatte ich weitestgehend. Musste nur an einer etwas langsam machen. Habe mich dann oben am Scheitel erst verfahren und bin der Heidhauser Straße kurz weiter gefolgt. Das Segment und meine Route gingen aber in der Hammer Straße weiter. Also gedreht und da runter. Zwei sehr schöne Serpentinen später kam ich auf der Hespertalstraße heraus. Die ist auch sowohl sehr schön zu fahren als auch landschaftlich reizvoll. Da musste ich aber erst mal etwas verschnaufen und fuhr das entsprechende Segment nicht mit viel Druck.

Kurze Zeit später führt diese Straße nach Velbert hinein und ich kreuze (einige Meter höher) den zuvor gefahrenen Bahntrassenradweg. Über Talstraße und Bahnhofstraße kommt man auf angenehmer, ampelfreier Strecke aus Velbert hinaus und auf die Nierenhofer Straße. Diese gewährt schöne Blicke nach allen Seiten. Und heute abend leuchten trotz teilweise etwas dunklen Wolken die Felder in der Abendsonne. Daher wird erst mal der Sender Langenberg von verschiedenen Standpunkten abgelichtet.

Sender Langenberg

Sender Langenberg

Ich biege in den Priembergweg ab, der ja in Google Maps weiß Gott schon dick und sogar gelb markiert ist. Sollte also eine reguläre Straße sein. Aber mitnichten. Dirttracks hatte ich heute ja schon einige – hier mal wieder einen. Teilweise ist der Weg unbefestigt und ziemlich in Brocken. Vielleicht 1,5 bis 2,5 km lang. Dann weist er wieder Asphalt auf.

Weizenfeld und Sendeantenne Langenberg

Weizenfeld und Sendeantenne Langenberg

Ich komme in Essen-Kupferdreh heraus und gebe Druck auf die Pedale, um (so viel wie halt noch geht) eine gute Zeit für die Strecke von Kupferdreh nach Langenberg zu machen. Immerhin Top Ten mit Platz 9 im Segment. :)

Das jetzt für den Heimweg auserkorene Felderbachtal könnte ich aber nicht mehr ernsthaft für eine gute Zeitverbesserung angehen. Aber das passt mir auch ganz gut, die Abendsonne gibt ein tolles Licht auf die gesamte Strecke durch das Tal hinauf und so halte ich an zwei Stellen, um ausgiebig Fotos zu machen. :)

Unteres Felderbachtal

Unteres Felderbachtal

Tolle Runde, die reizvolle Landschaftsteile durchquert und dabei Ampeln oder hässliche Stadtperipherie weitestgehend vermieden. Trotz eines sehr knackigen Donnerstagstrainings habe ich heute auch alles was (an Segmenten oder Anstiegen) kam nahezu voll gefahren. Eine schöne Oberschenkelbuster-Tour. :)

oberes Felderbachtal

oberes Felderbachtal

Distanz: 93,18 km, Höhenmeter: 1221 m, Zeit: 4 h 13 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 26,6 km/h, Durchschnitts-HF: 138

auf Strava:

Strava_20130810

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