Blick von der Furka-Passhöhe in das obere Rhone-Tal. Furkakehren und Grimselkehren.

Zentralschweizer Pässeklassiker: Susten – Furka – Grimsel

Fotografie, Rad fahren

Wie ich ja hier schrieb, hatte ich mich in der vorletzten Augustwoche in Meiringen, Berner Oberland, Schweiz, einquartiert, um von dort aus mit dem Rennrad schöne Touren zu fahren.

Am Freitag bin ich angereist, und am Samstag ging es also auf die erste Tour.

Es war hervorragendes Wetter vorhergesagt – in der Tat, es war einer der wenigen handvoll richtigen Hochsommertage diesen Jahres – und so wollte ich keine Risiken eingehen. Vom Start weg auf eine richtig schöne lange Runde, damit ich die dann schon mal bei bestem Wetter „im Sack“ haben würde.

Einer _der_ Innerschweizer Klassiker sollte es heute werden. Die 130 km Runde (von Meiringen aus) über die drei Passriesen Susten, Furka und Grimsel. Nur über die Reihenfolge, also die Fahrtrichtung meiner Runde war ich mir zunächst noch nicht im Klaren. Beide Richtungen sind sicher toll. Etwas Recherche förderte allerdings die Präferenz für den Beginn mit dem Susten, also die Befahrung im Uhrzeigersinn, zutage.

So werden zum einen von einem Pass zum nächsten die Aufstiege jeweils kürzer, zuerst rund 28 km auf den Susten, dessen Passhöhe auf 2224 m liegt, dann 13 km auf den Furka, der mit 2436 m das Dach der Tour darstellt und schließlich 6 km von Gletsch auf den Grimsel auf  2165 Meter über dem Meer Passhöhe.

Außerdem soll die Auffahrt zum Susten durch das Gadmental überaus reizvoll sein, wogegen die andere Seite sicher auch nicht ohne Reiz ist, aber durchaus längere Gerade aufweist.

Ok, damit war also die Fahrtrichtung klar. Und los ging es am frühen Vormittag.

Puh – ich habe quasi schon vom Losfahren an geschwitzt. Aber schön. Endlich mal richtig Sonne und wolkenloser, strahlend blauer Himmel. Ein leider allzu seltener Zustand dieses Jahr. Bis auf die Hitze (aber da muss man durch) also beste Bedingungen für eine wunderbare Hochgebirgs-Passrunde.

Kaum war ich mit dem Rad vor das Hotel getreten und den Garmin noch das Satellitensignal suchen lassend, konnte ich erst mal Teilnehmer des Inferno-Triathlon auf ihren Rädern vorbeifahren sehen. Kurze Zeit später gesellte ich mich dazu. Die waren teilweise schon gut am Pumpen, ich fuhr mich natürlich erst einmal ein. Wurde dafür aber gar nicht soo schnell oder häufig überholt. Kurze Zeit später schieden aber unsere Wege. Die Triathleten bogen Richtung Große Scheidegg ab, ich fuhr weiter nach Innertkirchen.

morgendlicher Blick vom Osteingang der Aareschlucht über das Innertkircher Tal Richtung Grimsel

Dem kleinen Hubbel über die Aareschlucht folgt ein kurzes Flachstück bis nach Innertkirchen hinein wo es dann in Ortsmitte schnell bergauf in ein erstes Steilstück Richtung Gadmental und Susten hineingeht.

Die ausgewählte Befahrungsrichtung war eine sehr gute Wahl. Die Auffahrt zum Susten lief ungefähr so ab:

OhwieGeilOhwieGeilOhFotoOhwieGeilOhwieGeilOhwieGeil – WuahneinblosskeinKrampf/mehrTrinken-OhwieGeilOhwieGeilFotoFotoFotoOhwieGeilOhwieGeilOhwieGeilOhwieGeil… usw :)

Das Gadmerwasser rauscht in der Tiefe

Etwa auf halber Höhe des Sustenpasses.

Zahllose Fotos später und für mich ungewohnt auch schon volle zwei 0,7l Flaschen später war ich oben am Sustenpass. Puhh – normalerweise muss ich nie unterwegs nachfüllen (aber bei den Höhenmetern bei den Temperaturen in den 30ern kein Wunder). Habe auch extra spätestens alle 10 Min. einen Schluck genommen (und als ich den ersten und gottseidank einzigen Krampfvorboten im linken Beinbizeps schon relativ weit unten im Susten bekam, schnell extra einen Schluck Wasser – welches ich bis dato nur getrunken hatte – und mehre große Schlucke aus der Flasche mit Iso-Getränk genommen).

Solche und ähnliche Schranken gibt es an Pässen des öfteren in verschiedenen Höhen – je nach Schnee- bzw. Gefährdungslage werden entsprechende Bereiche gesperrt.

Entlang der Auffahrt fand ich auch mehrere Brunnen vor – später am Furka und am Grimsel leider gar keine.

An einem dieser Brunnen hielt ich auch mal, um mich zu erfrischen. War eiskalt, das Wasser – prima. Meine Experimentierfreude hielt sich trotzdem etwas in Grenzen. Habe lieber erst mal nur ein paar Schlucke genommen. Hat mir aber nicht geschadet. :)

Links die Passstraße, die sich mit schönen Natursteinmauern und kurzen, pittoresken Felsdurchbrüchen am Hang entlang windet und rechts unten das Gadmerwasser. Sustenpass, Gadmental, Oberhasli.

Von dort aus fuhr ich weiter und war schließlich so hoch, dass sich tolle Blicke auf Steingletscher und Sustenhorn boten.

Eine Kehre oberhalb der Kehre beim Hotel Steingletscher bietet sich dieser Blick auf Sustenhorn und Steingletscher.

Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 sorgt für vornehm blassen Teint… ;-)

Von hier oben gibt es nicht nur einen tollen Blick auf den Steingletscher, sondern auch diesen tollen Blick über das Gadmental und ein Stück der Straße, die gerade im Schweisse des eigenen Angesichts bezwungen wurde.

Kaum hatte ich die Kamera eingepackt und war wieder ein paar Meter weiter gefahren, bot sich dieser tolle Anblick, den ich natürlich ebenfalls unbedingt festhalten musste.

Ein Wasserfall über einem Tunnel der Straße.

Wie toll sind solche Straßen bei solchem Wetter in solchen Landschaften bitte?

Direkt oben auf der Sustenpasshöhe fand ich es jedoch im Vergleich nicht sooo reizvoll. Bei solcherart reizvollen Auffahrt hatte es die Passhöhe aber auch naturgemäß schwer. Hinzu kommt, dass die Aussicht zur anderen Seite erst genossen werden kann, nachdem ein Scheiteltunnel durchfahren wird.

Also gibt es hier oben am Susten nur ein obligatorisches Passschild-Foto und dann geht es weiter.

Auf der Susten Passhöhe. 2224 m. ü. M.

Durch den Tunnel hindurch und drei vier Kehren in der folgenden Abfahrt weiter finde ich einen kleinen Park- und Aussichtsplatz. Hier fotografiere ich den Blick hinab in das Meiental.

Abfahrt vom Sustenpass in das Meiental.

Wo war ich vorhin? Ach ja. Beim Flüssigkeitsnachschub. Nachdem ich also oben an meinem ersten Pass schon „trocken gefahren“ hatte, habe ich kurzerhand auf der Abfahrt vom Susten in Biel im Dörfli-Restaurant direkt neben der Straße eine Flasche Apfelschorle und eine Flasche Mineralwasser gekauft, in meine Trinkflaschen gefüllt und aus einem Salzstreuer zwei, drei Prisen in jede Flasche gegeben.

Jetzt konnte ich erst mal beruhigt weiter fahren. Die Abfahrt im Meiental bis nach Wassen ist mit wesentlich weniger Kurven als der Aufstieg im Gadmental versehen.

Von Wassen bin ich Richtung Andermatt relativ schnell auf einen Stau aufgefahren.

Klar, hier ist einer _der_ Brennpunkte im Alpenverkehr. Stau am Gotthardtunnel. eine bekannte Größe in den Verkehrsnachrichten. Und wenn da irgendetwas ist – hier schlägt es sich nieder.

Aber – ich als Radler konnte natürlich schön links vorbei fahren. Das zog sich bis zum Kreisverkehr vor Göschenen. Fand das aber gar nicht störend. Ganz im Gegenteil – konnte voll mein Tempo am Berg fahren und mich gleichzeitig drüber freuen, wesentlich schneller als die Autofahrer zu sein. :)

Von Göschenen über die Gotthardstraße bis zur Teufelsbrücke war der Verkehr aber merklich stärker als sonst auf der Runde. Und durch die vielen Galerien und Tunnel war dieser auch doppelt störend, fand ich.

Die Schöllenenschlucht.

In der Schöllenenschlucht. Rechts eine Straßengalerie, links eine Bahngalerie, in der Mitte die Reuss und die wiederaufgebaute, historische Häderlisbrücke.

Öfters liest man in Radführern, dass es durchaus überlegenswert sei, dieses Stück bis Andermatt mit der Bahn zurückzulegen. Oder wenigstens recht früh am Tag dort lang zu fahren. Ich habe auch die eine oder andere Meinungsäusserung gelesen, dass manche nur aufgrund dieses Stückes diese Pässerunde in genau der anderen Richtung befahren. Damit sie so dieses Stück schnell bergab fahren können. Aber das halte ich dann nach meiner eigenen Erfahrung als übertrieben. Da ist halt etwas mehr Verkehr. Und das mit den Galerien zusammen ist nicht wirklich prickelnd. Aber es ging eigentlich.

Aber: eben noch im Verkehr, jetzt schon wieder an einem weiteren Highlight. Der Teufelsbrücke selbst. Hier habe ich mich natürlich etwas aufgehalten. Und Fotos gemacht, wie fast überall auf der Runde heute. :)

Die Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht. Unten sieht man das smaragdgrüne Wasser der Reuss.

An der Teufelsbrücke, Schöllenenschlucht.

Kurz hinter der Teufelsbrücke erreiche ich Andermatt. Knapp 500 Höhenmeter vom Tiefpunkt hinter Wassen habe ich jetzt schon erklommen. Bin einfach mal mitten durch den Ort (über Kopfsteinpflaster) gefahren. Ja, ein sehr netter Ort zum durchbummeln. Mich führt die Strecke weiter hoch nach Hospental, wo der Abzweig zum Furkapass genommen wird. Jetzt kommt erst einmal eine lange, flache Gerade, wo ich nach langem noch einmal Speed in der Ebene (auf 1500 Meter über dem Meer :)) machen kann.

Hospental samt Burgturmruine.

Hinter Realp geht dann die Steigung zum Furkapass los. Und die lässt sich nicht lumpen. Recht steil geht es auf relativ schmaler Straße direkt und schweistreibend zur Sache.

Mittlerweile bin ich schon wieder am Überlegen, wo ich wieder Wasser her bekomme. In Andermatt wollte ich mein Rad nicht vor dem Coop stehen lassen. Das ist der Nachteil, wenn man alleine fährt. Der Vorteil ist natürlich, dass man keinen nervt, weil man schon wieder anhält, um ein Foto zu machen. ;-)

Flasche(n) leer. Furka. Was erlauben, Furka… ;-)

An einer schönen Stelle halte ich an und fotografiere meine Versorgungsmisere (siehe oben). ;-)

Aber schon gleich fesselt mich wieder der Blick in das Tal gen Passhöhe. Sattgrün ausgepolsterte Hänge laufen von beiden Seiten zum Talgrund zusammen in dem sich der Tiefenbach bzw. die Furkareuss und die Gleisstrecke der Dampfbahn Furka-Bergstrecke entlang winden.

Furka: Tiefenbach und Gleis der Dampfbahn Furka-Bergstrecke.

Dampfbahn Furka Bergstrecke mit Steinstafelviadukt vom Furkapass aus gesehen.

Tatsächlich, da fährt sie – die Furka Dampfbahn. Sehr sehr langsam allerdings.

Nachdem ich fast wieder trocken gefahren hatte (meine Hoffnung auf einen Brunnen entlang der Straße erfüllte sich nicht) kam ich dann unverhofft wenige Kehren nach meiner Haferkeks- und Fotopause an Tiefenbach vorbei. Da waren nur gefühlte drei Gebäude, aber eines davon war ein Hotel mit Außengastronomie und Fahrradständer. Perfekt :)

Da gabs erst mal einen Kaffee und 1 l Wasser in der Karaffe. Die ersten Schlucke Wasser und im Anschluss der Kaffee wanderten in meine Kehle (der Kaffee aber schon mit Genuss und Muße), der Rest dann, wieder mit etwas Salz aus dem Streuer versehen, in meine Flaschen.

Nachdem ich mich dort kurz aufgehalten hatte, ging es weiter. Hier war ich ziemlich genau auf der Hälfte des Anstiegs von Realp bis zur Passhöhe.

Kurz hinter dem Örtchen oder besser Weiler Tiefenbach führt die Straße am Tiefenbach selbst vorbei. Stiebendes Wasser erfrischt sogar auf dem Rad auf der Straße. Prima bei der Hitze heute.

Noch tosender und stiebender und beeindruckender ist allerdings der Sidelenbach ein gutes Stück weiter Richtung Passhöhe. Bis dorthin ist der Anstieg nach Tiefenbach erst einmal ein klein wenig flacher, um dann sehr deutlich auf rund 12 % bis zur Passhöhe anzuziehen.

Der Sidelenbach am Furkapass.

Stiebender Gebirgsbach – der Sidelenbach unterhalb der Furka Passhöhe.

Kurz darauf komme ich auf der Passhöhe an.

Furka Passhöhe, 2436 m.ü.M.

Aber wer jetzt denkt, jetzt kommt die wohlverdiente Abfahrt… weit gefehlt. ;-)

Ein klein wenig weiterrollen und man findet einen weiteren Seitenplatz neben der Straße, der der ideale Punkt ist, seinen Passhöhenschmaus (oder alternativ einen Riegel oder in meinem Fall sogar nur ein Gel…) zu verzehren und dabei den tollen Blick in das junge Rhone-Tal zu genießen. Über die nach Gletsch hinunterführenden Kehren des Furkapassens schaut man auf den Gegenhang, wo sich die Kehren des Grimselpasses wieder hinaufwinden. Toll!

Blick von der Furka-Passhöhe in das obere Rhone-Tal. Furkakehren und Grimselkehren.

Einige Kehren des Furkapasses zwischen Hotel Belvedere und Gletsch.

Und auch, als ich ein paar Meter weitergerollt bin, muss ich immer wieder anhalten, um eine leicht neue Perspektive aufzunehmen. :)

Furkapass und Grimselpass.

Das obere Rhonetal vom Furkapass aus gesehen. Abwärts führt die Strecke nach Gletsch und von dort aus steigt die Grimselpassstraße am Gegenhang hoch zur Grimsel. Der höchste Gipfel im Bild ist das Finsteraarhorn.

Ich komme am Hotel Belvedere und am Rhone-Gletscher (bzw. dem, was von ihm übrig ist) vorbei. Dennoch lässt er sich nicht lumpen und zeigt tosenden Abfluss. Insgesamt ist die Abfahrt vom Furka sehr angenehm. Wie fast überall in der Schweiz finde ich sehr guten Asphalt vor. Dieser ist auf dem langen, geraden Stück vor Gletsch aber recht wellig. Man muss teilweise aufpassen, dass man nicht aus dem Sattel gehoben wird. Immer schön flowig in den Knien sein… ;-)

Kurz oberhalb Gletsch… Fotohalt! ;-)

Das obere Rhonetal und ihr Abfluss vom Gletscher. Am Gegenhang schraubt sich der Furkapass nach oben. Das Hotel Belvedere ist auch zu erkennen.

95 km Strecke und über 8 Stunden liegen mittlerweile hinter mir, die wie im Flug vergingen. Jetzt werden allerdings die Schatten länger und so langsam möchte ich dann auch den letzten Pass hinter mich bringen, um noch pünktlich zum Abendessen wieder im Hotel zu sein.

Gut, dass es von Gletsch jetzt auch nur 370 Höhenmeter bis zur Grimselpasshöhe sind. Im unteren Teil der Strecke befinde ich mich die meiste Zeit im Schatten. Hier wird es jetzt schon etwas kühler. Bald bin ich oben und dann gibt es wieder das obligatorische Passschild-Foto. Mit Sonne, die recht tiefstehend durch die Schilder hindurchblinzelt.

Am Grimselpass.

Eine Kurve weiter befindet sich der Totensee. Trotz des düsteren Namens bietet er unter strahlend blauen Himmel ein schönes Bild.

Der Totensee auf der Grimsel Passhöhe.

Die Grimselwelt ist ein spannendes Areal, gerade auch für Leute, die ein Faible für Ingenieurbauwerke haben oder sich mit Wasserbau und oder Wasserkraft befassen. Ich bin auch an meinen Ruhetagen immer hier hoch gefahren (dann allerdings mit dem Auto) um in der Höhe auszuruhen, die Sonne zu genießen, zu lesen und mir die Stauseen anzuschauen bzw. auch mal eine Führung durch die Kraftwerke Oberhasli mit zu machen.

Grimselsee, Grimselhospiz und im weiteren Talverlauf noch zu sehen, der darunter liegende Räterichsbodensee.

Nach diesem Foto stecke ich die Kamera für die heutige Tour aber endgültig in die Rückentasche und mache mich auf zur schnellen Abfahrt Richtung Innertkirchen.

Die ist flott, in einem langen, steilen Tunnel erreiche ich dort 82 km/h.

Nach Innertkirchen steht nur noch der kleine Anstieg über die Aareschlucht zur Überwindung an. Aber das sind nur etwas über 50 Höhenmeter bei rund 4 % und somit selbst nach einer solchen Pässe-Tagestour kaum der Rede wert.

132 tolle Kilometer und 3643 Höhenmeter liegen hinter mir. Eine tolle Tour. Sehr zu empfehlen! :)

Distanz: 132 km, Höhenmeter: 3643 m, Zeit: 9 h 58 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 13,3 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 19,2 km/h, Durchschnitts-HF: 137

auf Strava:

Nochmal alle Fotos als Galerie:

18 Gedanken zu “Zentralschweizer Pässeklassiker: Susten – Furka – Grimsel

  1. Schöner Bericht und tolle Fotos! Da krieg ich richtig Bock da auch mal hinzumachen. Daumen hoch zu der Leistung. Waren ja gleich am Anfang ordentlich Höhenmeter. Krass. Sag mal, dein Hotel war Empfehlenswert? Kannst ja in einem deiner Tourberichte zum Urlaub mal ein paar Worte darüber fallen lassen :) Und ach ja, schau mal in den Code vom Post – http://s.zeeh.no/TUtz

    1. Hi Markus,

      was meinst du mit dem Code vom Post? Dein Link führt mich auf ein Fragezeichen-Bild.

      Hotel. Ja. hatte mich ja (nicht zuletzt aufgrund des Wetters) recht kurzfristig zu diesem Aufenthalt entschlossen. Wie üblich einige als frei in der Tourismus-Seite von Meiringen bzw. des Oberhaslitals angegebene Hotels und Pensionen angeschrieben und dann nicht so sehr viel Auswahl gehabt.

      Frug die dann alle auch, ob sie W-Lan hätten und ich das Rennrad mit auf’s Zimmer nehmen dürfe. Ah, die wenigen Essentials des modernen Urlaubers… ;-)

      Hotel Tourist (http://www.hoteltourist.ch) war in der sehr überschaubaren Schnittmenge von: überhaupt noch ein Zimmer frei, überhaupt innerhalb 1 Tag geantwortet, Rennrad aufs Zimmer überhaupt kein Problem und W-Lan sogar frei!

      Extra-Kudos dafür.

      Trotzdem war ich etwas skeptisch ob der Website des Hotels und der wenigen, nicht so prickelnden, Bewertungen, die ich per Googeln fand.

      Aber die Lage war halt auch exzellent. Man kann es ja an meinen Routen auf Strava sehen. Besser ging es für meine Zwecke und Strecken kaum.

      Preis ok, Reinlichkeit, wenn man nicht zu investigativ tätig wurde, auch. Dusche/WC sehr, sehr eng – aber ausreichend. Frühstück befriedigend (das typische helle und etwas dunklere schweizer Brot, Bergkäse, Salami, Kochschinken, Joghurt, abgepackte Gelee-Portionsdöschen, dünne Cornflakes, eine Ovomaltine-Müslimischung). Kaffee befriedigend. Abends die Möglichkeit, im Lokal zu essen.

      1. Jetzt sehe ich, was du meinst. Seltsam. Kann im Code nichts ungewöhnliches entdecken. Und bei mir in Safari auf dem Mac und Firefox auf dem PC rendert es auch korrekt.

  2. Ein traumhafter Reisebericht mit atemberaubenden Fotos der Schweizer Bergwelt. Nichts was man, wie ich gerade schmerzhaft erlebe, im Büro lesen sollte. Die Tristesse desselben wird einem dadurch umso härter bewußt. Und es ist noch nichtmal Mittag. Beipackzettelpflichtig!!! ;)

  3. Wunderschöne Fotos und ein wirklich ganz toller Bericht !!!
    Bin diese Runde im Juli 1991 mit zartem Alter von 44 Jahren gefahren und zwar von Andermatt aus und zuerst Susten-Grimsel-Furka ! Am Grimsel bekam ich den größten Hungerast meines Radlerlebens und bin nurmehr Zick-Zack die letzten 5km zur Passhöhe gefahren . Ein Kampf bis zur Erschöpfung ! ( Wie kann man auch nur zwei Riegel (!?) auf diese 3600 Höhenmeter mitnehmen…???) Mir war ein Rätsel wie ich damals noch auf die Furka und nach Andermatt (Hotel) hinüber kommen sollte , aber siehe da nach einer 2 Stündigen Pause mit reichlich Mampf und Trink ging es ganz gut über die Furka….!
    Radsportliche Grüße aus Tirol
    P.S. Bei den Fotos geht mir die klassische Aufnahme vom Grimselpass hinüber zur Furka ab…!

    1. Hi Pantone,

      danke für deinen Kommentar. :)
      Ui – nur zwei Riegel. Das war sportlich… ;-)

      Ja, vom Grimsel zur Furka blickend und fotografierend… lag nicht in der Fahrtrichtung… Nee, Scherz. Siehe letzter Teil vom Bericht. Da wollte ich dann endlich mal wieder Meter machen und war nicht motiviert, schon wieder anzuhalten…

      Man muss sich ja auch noch was für spätere Fahrten über lassen. :)

  4. Ja, in der Tat ein super Bericht mit super Fotos. Da kriegt man richtig Böcke, die Runde auch mal zu fahren. Schon öfter überlegt, aber noch nicht getraut. Denke, da sollte ich vielleicht vorher schon einige Höhenmeter gefressen haben.

    Ich suche z.Z. auch eine Kamera, die ich zum Radfahren mitnehmen kann (in der Trikottasche). Ich habe eine alte Lumix (genaues Modell weiß ich gerade nicht), aber die ist mir von der Bildqualität nicht mehr ausreichend. Was für eine Kamera hast Du denn auf der Tour verwendet? Ich nehme an, die RX100? Steckst Du die einfach ins Trikot oder hast Du noch ne Hülle drüber? Meine alte Lumix stecke ich einfach so ins Trikot. Da macht mir’s nichts mehr aus, wenn die etwas Wasser und Salz abkriegt :-) Fototechnisch bin ich eher Laie. Kennst Du noch Alternativen zur RX100? Die ist ja preislich schon eher ganz oben mit dabei.

    1. Hi Steff,
      etwas Höhenmeter in petto zu haben, ist sicher eine sehr gute Idee. Es soll ja kein Überlebenskampf werden, sondern eine erlebnisreiche Tour, an die sich dann idealerweise in den Folgetagen weitere Ausfahrten anschließen könnnen.

      Ja, die Fotos sind alle mit der Sony RX100 gemacht. Einfach nur ins Trikot stecken… ich glaube, irgendwann wäre dann jede Kamera hin. Die wird ja teilweise regelrecht eingedampft und steht bei schweisstreibenden Anstiegen quasi in einer feuchten Dampfatmosphäre. Zudem kann sie in der Rückentasche Opfer von Regengüssen oder Spritzbeschuss vom Hinterrad werden. Daher wickele ich die Cam in ein kleines, einfaches Stofftaschentuch und stecke dass dann in einen 1l oder 0,75l Zipp-Lock-Beutel. Ist so wasserdicht verschlossen und trägt nur minimalst auf.

      Also, die RX100 ist in der Summe ihrer Eigenschaften, was Sensorgröße, Auflösung und Objektivqualität angeht, bisher einzigartig für diese kompakte Verpackung.

      Ich war aber im letzten Jahr noch recht zufrieden mit der Canon Powershot S95. Aktuell war bis vor kurzem die S100 und gerade wurde auf der Photokina die S110 vorgestellt.

      Und wo du Lumix schreibst, die LUMIX LX-Reihe finde ich auch recht interessant. Gerade auch die neue Panasonic Lumix DMC-LX7. Sehr schön ausgestattet und ein paar tolle Features, die ich auch gerne in der RX100 sähe. Etwa die 24mm KB-äquivalent am weiten Ende ihres Zooms und vor allem ihre eingebaute Timelapse-Funktion! Toll, um die Kamera drauf los feuern zu lassen und auf’s Rad zu steigen, zurück zu fahren und dann schön durch den Bildausschnitt zu fahren. Danach kann man sich dann die passenden Fotos aussuchen.

      Leider hat sie nur 10 MP und auch die Sensorgröße ist jetzt verglichen mit der RX100 nicht der Hit, ich wollte halt von der Bildqualität möglichst wenig Kompromisse zur NEX bzw. zur Canon EOS eingehen, weil ich mittlerweile halt überwiegend vom Rennrad aus fotografiere.

      1. Hi Thorsten,

        vielen Dank für Deine Infos. Ja, ich denke schon, dass die RX100 die bessere Bildqualität bietet obwohl natürlich 24mm Weitwinkel bei der LX7 auch ein Argument wäre. Ich werde mal weiter im Internet nach Vergleichtests suchen. Klar, bei einer Kamera dieser Qualität (und Preis) würde ich die Kamera auch nicht einfach ins Trikot stecken.

        Im Übrigen finde ich auch Deine Blogs zum Thema Rennrad-Equipment sehr interessant. Ich bin auf Deine Seite gestossen, weil mich auch die Nutzung eines ANT+-fähigen Smartphones als Rennrad-Computer sehr interessiert. Aber irgendwie denke ich, das Ganze ist noch nicht wirklich alltagstauglich (Ablesbarkeit des Display, Bedienung, Akku, Befestigung).

        Also mach weiter so, ich werd mir dann mal Deinen Blog zum Thema Laufrad mit Powermeter genauer ansehen :-)

  5. Hallo Torsten,
    Deine Fotos sind fazinierent !
    Wie hast Du diese Bilder bearbeitet ?
    So eine Sättigung habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, welche mit einer Kompakten gemacht wurden.
    Gruss Dieter

    1. Hallo Dieter,

      freut mich, dass dir meine Fotos gefallen.

      Da steckt jetzt aber kein sonderliches Geheimnis hinter. Bedenke, dass ich einen sehr schönen Tag mit bester Fernsicht im Hochgebirge hatte. Diese Kombination alleine sorgt schon für gutes „Ausgangsmaterial“ im Sinne von leuchtenden klaren Farben und verhältnismäßig kräftigem Himmelsblau.

      Dazu kommt natürlich immer eine sorgfältige Bearbeitung, um die Fotos optimal zu präsentieren. Ich nehme immer im RAW-Format auf und bearbeite meine Fotos dann in Adobe Lightroom. Viel machen muss man da aber nicht. Meist erhöhe ich ein klein Wenig die Klarheit und Dynamik-Schieber, füge einen Hauch Vignette hinzu – das war es meist schon. Es folgt eine genau auf die Darstellungsgröße abgestimmte Ausgabeschärfung, damit die Fotos im Web auch optimal ‚rüberkommen. Et voilá.

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