Rad-inspirierte Designermöbel von Rui Alves und Zanotta

Rad fahren

Wenn gerade mal das Bike voll ausgepimpt ist und auch bei den Klamotten oder dem Zubehör aktuell kein Erwerbsbedarf besteht (ich weiss, ein Zustand, den es nur in der Theorie und da auch nur für winzigste Zeitspannen gibt), dann wären folgende Möbelstücke bzw. Designobjekte vielleicht etwas für die Wohnung?

Oder das Campen an der Radrennstrecke?

Stilecht geht das z.B. mit dem Tour und Giro Set von Rui Alves:

Tour — Chair, Material. Wood, Leather, Steel – Year. 2011 – Design. Rui Alves – Foto von Rui Alves http://myownsuperstudio.com

Schirm Giro (im Set mit Tour Stuhl und Vuelta Tischchen) — Sun umbrella, Material. Wood, Fabrics, Steel – Year. 2011 – Design. Rui Alves – Foto von Rui Alves http://myownsuperstudio.com

Ob und wo man diese Stücke kaufen kann, weiss ich leider nicht.

Hingegen ist das zweite Fundstück problemlos erwerbbar – so man den Designerpreis ausgeben möchte (einfach googlen, es finden sich mehrere Quellen, etwa hier oder hier. Der Zanotta Sella Stool:

Sella — Hocker, Design: Zanotta.it, Foto: Zanotta, über panik-design.com

 

Aufwärts zum Sustenpass. Das wunderschöne Gadmental.

Rennradurlaub in der Schweiz

Rad fahren

Aufwärts zum Sustenpass. Das wunderschöne Gadmental.

Ich komme gerade von einer ganzen Urlaubswoche in der Schweiz zurück.

Ein effektives (so hoffe ich) Trainingscamp und ein schöner, erholsamer Urlaub liegen nun hinter mir.

Zum ersten Mal war ich in einem dediziertem Rennrad-Urlaub, zum ersten Mal bin ich eine ganze Woche Pässe gefahren (und zwar sowohl sehr schöne, als auch sehr steile) und war dabei im 3×2 Modus unterwegs. Also jeweils 2 Tage Training, ein Tag Erholung. Den verbrachte ich jedesmal oben auf dem Grimsel. Komplett entspannen, mal eine Führung durch die KWO (Kraftwerke Oberhasli), ansonsten einfach nur auf der Höhe (so zwischen 1800 und 2300 m über dem Meer) sein, entspannen, lesen, die Stauseen anschauen.

In Zahlen:
637,4 km und 12.680 Höhenmeter waren es insgesamt.

In Steno:
Landschaft, Wälder, Berge, Seen, Pässe und Gipfel – allererste Luxusklasse.
Knackig steile Anstiege, tolle Abfahrten, quälend schöne Ausblicke – einfach genial!

Auf Strava:
Alle Rides als Gesamtübersicht im Multiple segment mapper.

Die einzelnen Tourberichte folgen. :)

Ah ja, irgendwie hat sich das WisentWelt Wittgenstein und Radteam Maskottchen mit in’s Trainingslager geschmuggelt…

Wisent Paulchen knüpft im Trainingslager Kontakte zu den Einheimischen. Beobachtet am Oberaarstausee, Grimsel, Oberhasli.

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Trikotvorstellung Radteam Wittgenstein

Rad fahren

Am 1. und 2. September ist es soweit: der Nürburgring ruft wieder. Und er ruft diesmal nicht röhrende PS-Boliden oder rockende Musik- (und Schlamm-) Fans, sondern am ersten Septemberwochendende geht es 24 Stunden rund um die Uhr um Mountainbiker und Rennradfahrer.

Zum 10. Mal gibt es Rad am Ring! Und für mich zum ersten Mal. Bin schon sehr gespannt. Das Radteam hingegen wird dieses Jahr zum dritten Mal teilnehmen. Aufgrund der gewachsenen Truppe ist es nun auch nicht mehr das Radteam Erndtebrück sondern sind wir das Radteam Wittgenstein!

Am vorhergehenden Freitag wurden nun unsere neuen Trikots auf Einladung von Hans-Christian Bosch und unter Beisein des Bad Laaspher Bürgermeisters, Dr. Torsten Spillmann der Presse vorgestellt und dem Team bei leckeren Kostproben der örtlichen Braukunst in der Brauerei Bosch übergeben.

Gruppenfoto Radteam Wittgenstein bei der Trikot-Präsentation mit Hans-Christian Bosch und Dr. Torsten Spillmann

Unser Team ist sogar noch größer, als in obigem Foto zu sehen. Insgesamt werden 24 Team-Mitglieder in den unterschiedlichsten Disziplinen an den Start gehen: zwei 4er MTB-Teams, ein 2er MTB-Team, ein 4er Rennrad-Team, ein Rennrad-Einzelstarter (jeweils 24h), 6 Starter auf der 150 km Rennrad-Strecke, ein Starter im 25 km Jedermannrennen und zwei Starterinnen beim Tourenfahren Nordschleife.

Verfolgen könnt ihr Neuigkeiten rund um das Team auf der Erndtebrück am Ring Webseite und auf der Facebook-Seite des Radteams Wittgenstein. Natürlich wird es auch hier auf meinem Blog entsprechende Berichte und Fotos geben.

Nun ein paar nähere Blicke auf unser diesjähriges Kit, welches ganz im Zeichen der Wisent Welt Wittgenstein steht. Wie auch die letzten Jahre vertritt das Team stolz die wunderschöne Region unseres Kreises Siegen-Wittgenstein. Hierbei danken wir den freundlichen Sponsoren und ich danke allen Machern unseres Teams für den entsprechenden Einsatz.

Radteam Wittgenstein Kit

Ich habe schon beim Entwurf des Trikots gefrotzelt, dass wir bei dieser Farbe nebst den Trikots eigentlich auch passend farbige Colnagos vom Team Europcar gestellt bekommen sollten. Aber was soll man machen – grün ist nun mal die entsprechende Farbe des Auftritts der Wisent-Welt. Wenigstens ist der Schulter-Akzent rot und damit passend für mein Wilier. ;-)

Und auch insgesamt macht das Kit einen guten Eindruck, wie ich finde.

Radteam Wittgenstein Kit (Rücken)

Ich hatte mich für ein paar Junkmiles bzw. zum Ausprobieren des Kits und zum fotografieren desselben am Sonntag auf den Weg gemacht und oberhalb Birkefehl ein paar Fotos aufgenommen. Hartes Sonnenlicht, betonte Schatten – war genau so, wie ich es wollte. Für Reflektoreneinsatz hätte mir ohnehin der Assi gefehlt. Ist halt immer etwas aufwendiger, sich selbst zu fotografieren – speziell, wenn man mit geringer Schärfentiefe arbeiten möchte.

Radteam Wittgenstein Kit (Seite)

Neben dem Kurzarmtrikot und der Bibshort haben wir auch noch ein Langarmtrikot und passende Armlinge. Sehr schön. Das Kit stammt von Champion System. Hmm Hmm… nujo, bequem ist es eigentlich. Insofern wird es uns hoffentlich am Ring gute Dienste leisten. Ich finde gut, dass die Hose mal nicht ganz so lange Beine hat, wie sonst für mich immer die Shorts anderer Marken (man sieht es gut an meinen Tanlines am Bein ;-)). Dann widerum: Der untere Beinabschluss sowie der Panelschnitt… der gefällt mir von anderen Herstellern viel besser. Auch das Trikot in Größe M passt an Hals, Brust und Schultern gut, könnte aber am Körper, bzw. Bauch enger geschnitten und nicht ganz so lang sein. Den Bund könnte man schon recht weit nach unten ziehen. Was gleichzeitig bedeutet, dass die Rückentaschen sehr tief hängen. Ob’s von Champion System auch RaceFit gibt?

Naja – wie dem auch sei: Wir werden einen blendenden Team-Eindruck abgeben. Ich freue mich auf den Ring! :)

Ok, wer hätte gedacht das es auch für die IR-Fotografie gilt: Sonnenschein ist meist viel schöner als trübes Licht... ;-)
Eine nachgereichte, an späterem Tag angefertigte Aufnahme.

Sony DSC-RX100, Test Teil 4, Infrarot

Fotografie, Produkttests

Ok, wer hätte gedacht das es auch für die IR-Fotografie gilt: Sonnenschein ist meist viel schöner als trübes Licht… ;-)
Eine nachgereichte, an späterem Tag angefertigte Aufnahme. Sony DSC-RX100 mit Hoya R72 IR-Filter.

Vorab – ich bin wirklich keine Infrarot-Koryphäe. Ich habe vor Jahren mal ein paar Infrarot-Filme belichtet. Ebenfalls vor Jahren hatte ich auch mal ausprobiert, ob das an einer EOS DSLR gut funktioniert. Tat es nicht, jedenfalls nicht nach meinen Qualitätsansprüchen. Durch den IR-Schutzfilter vor dem Sensor der EOS-Reihen war/ist die Empfindlichkeit für Infrarotlicht ohne Modifikation einfach zu niedrig.

Seit mehreren Monaten hatte ich aber die Idee im Hinterkopf, nun doch noch mal zu testen, wie denn heute meine Sony NEX-5n mit der Infrarotfotografie kompatibel sein könnte. Und irgendwo las ich in den vergangenen Tagen auch die Frage nach entsprechenden Fähigkeiten der Sony RX100.

Also habe ich heute mal meinen Infrarot-Filter von damals hervorgekramt. Einen Hoya R72 Infrarotfilter. Das Kürzel R72 bedeutet, dass dieser Filter nur Wellenlängen größer 720 nm durchlässt. Es gibt noch stärkere Filter, z.B. Hoya RM90, die nur Wellenlängen größer 900 nm durchlassen. Diese sind also für unser Auge absolut undurchsichtig. Der R72-Filter hingegen lässt nach etwas Adaption ein sehr dunkles, rötliches Bild der Umgebung an unser Auge dringen.

Nichtsdestotrotz sieht man selbst, bzw. auch die Kamera, erst mal kein normales sichtbares Licht mehr. Demzufolge fällt erst einmal Autofokus flach. Je nach Emfpindlichkeit der Kamera in Bezug auf IR-Licht kann AF- und automatische Belichtungssteuerung dann doch noch funktionieren, wenn die Belichtungszeit entsprechend angepasst wird. Aber obacht, die automatischen Belichtungsprogramme sind auf diese Situationen nicht geeicht und so kann etwas experimentieren sinnvoll sein.

Das mit dem AF durch den Filter ist mir allerdings erst im Nachhinein eingefallen, ich habe heute lieber erst einmal ohne Filter manuell vorfokussiert. Dabei muss man beachten, dass sich mit der Wellenlänge des vorrangig empfangenen Lichtes auch der Fokus verschiebt. Ich habe ein wenig experimentiert und war dann mit einem deutlichen Fokus nahe der Kamera für das untenstehende Motiv zufrieden.

Das Resultat in Kürze:

Bei beiden Kameras funktioniert die IR-Fotografie mit dem Hoya R72 scheinbar ganz annehmbar. Dabei ist die Sony NEX-5n allerdings deutlich unempfindlicher als die Sony RX100. Wo die NEX ISO 800 und 30 sec. bei f/5.6 benötigt, begnügt sich die RX100 mit vergleichsweise sehr schnellen ISO 125 bei 4 sec. bei f/5.6. Das sind fast 6 Blenden Unterschied! Die Lichtsituation war heute eher bescheiden (wobei ich nicht sagen kann, ob das auch für den IR-Anteil galt), denn es gab nur wenige Wolkenlücken und kein direktes Licht auf die Vegetation im Bildausschnitt.

Allerdings zeigt das Objektiv der Sony RX100 leider einen deutlichen Hot-Spot in der Mitte (siehe zur Erläuterung z.B. hier diesen Quick Primer zur IR-Fotografie, etwas herunterscrollen). Dieser Hotspot hingegen lässt sich, wie ich finde, recht gut und schnell mit dem Anpassungspinsel in Lightroom beseitigen. Außerdem brauchte ich dies bei meinen Testmotiven gar nicht mal durchführen. Denn durch die Schwarz/Weiss-Konversion und leichter Lichter-Anpassung für das Gesamtbild war der Hotspot schon automatisch verschwunden.

Mein Resultat:

Ja, die NEX scheint sich zur Infrarot-Fotografie zu eignen. Benötigt aber längere Zeiten und höhere ISO. Durch das sehr gute Rauschverhalten ihres Sensors ist letzteres überhaupt kein Problem. Längere Zeiten sind allerdings ein Problem bei windigem Wetter.

Ja, die RX100 scheint sich sehr gut zur Infrarot-Fotografie zu eignen. Das Objektiv zeigt einen deutlichen Hotspot, der sich jedoch in der Weiterverarbeitung absolut problemlos erweist.

Die Testfotos:

Sony NEX-5n, Sony E18-55mm F3.5-5.6 OSS, 30 sec., f/5.6, ISO 800, JPG konvertiert aus RAW (Adobe LR), verkleinert, geschärft

Sony NEX-5n, Sony E18-55mm F3.5-5.6 OSS, 30 sec., f/5.6, ISO 800, JPG konvertiert aus RAW, Schwarz/Weiss-Konversion (Adobe LR), verkleinert, geschärft

Sony DSC-RX100, 4 sec., f/5.6, ISO 125, JPG out of Cam, verkleinert, geschärft

Sony DSC-RX100, 4 sec., f/5.6, ISO 125, JPG out of Cam, Schwarz/Weiss-Konversion (Adobe LR), verkleinert, geschärft

Sony DSC-RX100, jeweils 4 sec., f/5.6, ISO 125, JPG out of Cam, Hotspot Vergleich, drei Brennweiten weites Ende (28 mm KB equiv.), mittig (56 mm KB equiv.), langes Ende (100 mm KB equiv.) (Fokus nicht nachgeführt, daher rechtes Foto etwas unschärfer, hier geht es nur um den Hotspot).