Wittgensteiner Höhen bei Birkefehl

Rund um den Rothaarkamm: Mit dem Rad von Erndtebrück über den Rhein-Weser-Turm nach Schanze und über Albrechtsplatz und Bad Berleburg wieder zurück

Rad fahren

In der letzten Woche war ich auffällig häufig rüber über den Rothaarkamm in den Schmallenberger Raum gefahren. Ich wollte das gute Wetter nutzen, zwei noch unerkundete Örtchen etwas genauer unter Augenschein zu nehmen. Das war zum einen Latrop, wo ich zumindest an dessen Zufahrtsstraße an einem sehr verregneten Sonntag mit dem Crosser vorbei kam. Und das andere Örtchen war Schanze. Beide Örtchen nur wenig voneinander entfernt, beide nur von einer Richtung zu erreichen.

Am letzten Sonntag war ich in Latrop – sehr hübsch, aber nicht Thema dieses Beitrages. Und am Dienstag und Freitag war ich mal in Schanze. Am schnellsten lässt sich Schanze von Erndtebrück aus über die L 720 über Womelsdorf nach Röspe und dann von dort der L 553 folgend nach Wingeshausen erreichen. Nun war erstere Landstraße letzte Woche aber noch voll gesperrt, so dass man aktuell einen Umweg über Schameder, Birkefehl und Berghausen fahren muss. So kamen hin und zurück am Dienstag immerhin knappe 84 km und 1229 Höhenmeter zusammen.

Wittgensteiner Höhen bei Birkefehl

Denn von Wingeshausen hoch nach Jagdhaus wird der Rothaarkamm am Grenzweg bezwungen (prägnanter Anstieg Nummer 1 – noch prägnanter in der Nordanfahrt auf dem Rückweg von Fleckenberg nach Jagdhaus) und aus Grafschaft heraus führt der Anstieg nach Schanze (prägnanter Anstieg Nummer 2). Ja, um den Anstieg geht einem als Rennradler hauptsächlich. Schanze als Ziel zum Selbstzweck ist ansonsten eher uninteressant. Eine toller Wanderpunkt, aber als Ort (wenige Häuser) jetzt nicht sooo pittoresk. Im Gegenteil: Im Vergleich zu den Nachbarorten Grafschaft oder Latrop geradezu langweilig (die Schanzer mögen es mir hier verzeihen). Ergo: Ausgangspunkt für Wanderungen am Rothaarsteig und in der Umgebung: Top! Zielpunkt für Wanderungen oder zum Spazieren durch Schanze selbst: Da würde ich doch eher Latrop, Grafschaft oder andere Orte in der Umgebung wählen.

Hier in Schanze scheint es ein paar Wanderwege zu geben…

Am Freitag hatte ich für eine längere Tour Gelegenheit und so blieb es nicht bei dem Hin- und Zurück auf kürzestem Wege wie am Dienstag (diese Ausfahrt hatte zunächst nur lockeren Erkundungscharakter und vor allen Dingen musste ich mich ja fast erst einmal an die Hitze gewöhnen. Das war tatsächlich der erste richtige Sommertag im Sommer 2012 überhaupt).

Meine Tour führte mich auf einer schönen Rundstrecke zunächst wieder über Birkefehl (ich fuhr es über Leimstruth und den Flugplatz Schameder an) und nach der folgenden Abfahrt nach Berghausen dann erst einmal auf glatt asphaltierter Rollerstrecke über Aue, Röspe bis nach Rüspe. Hier beginnt der Gradient langsam aber sicher anzusteigen, dabei aber nur im obersten Teil knapp über 5% zu erreichen, um hoch zum Rhein-Weser-Turm zu führen.

Hier war auch das erste Steigungssegment, dass ich zum Ausbelasten genutzt hatte. Sprich: Ziel war, so schnell wie möglich die Steigung zu erklimmen um eine neue persönliche Bestleistung und idealerweise auch den Bergpreis (den King of Mountain – KOM) dieses Segments auf Strava zu holen. Das ist immer eine gute Gelegenheit, über die Dauer eines Anstiegs (die je nach Strecke hier im Wittgensteiner und im Sauerland so zwischen 10 bis 20 Minuten betragen kann) möglichst nahe an, auf oder zum Schluss in den letzten Metern auch über der anaeroben Schwelle zu fahren und dabei auch entsprechend motiviert zu sein.

Dummerweise wurde ausgerechnet dieses Segment von Stravas Segmentmatching nicht meiner Strecke zugeordnet. Die Gründe sind mir aber bekannt und ich warte gerade auf die Beantwortung meines Support-Tickets. Ich will den KOM. ;-)

Vom Rhein-Weser-Turm geht es dann auf dem gleichen, neuen glatten Asphalt über mehrere Serpentinen hinab nach Oberhundem. Aber so schön der Asphalt (und auch der Ausblick über die Höhen des Sauerlandes ist), obacht in den Kurven. Traktoren, LKW oder wer auch immer schaffen es in schöner Regelmäßigkeit, etwas Schotter oder Splitt von den Banketten in die Kurven zu tragen. Also – wie immer gilt beim Rennrad fahren: nur so schnell in die Kurven einfahren, wie man nicht nur die Verkehrssituation, sondern auch Untergrundbeschaffenheit eindeutig erkennen kann.

Oberhundem wird mitsamt seinem Wasserschloss, Schloss Adolfsburg, rechts liegen gelassen (wobei ein hindurchschlendern durchaus lohnenswert ist) und der leicht abfallenden L 553 etwas weiter gefolgt, bis der Abzweig nach Selbecke erreicht wird. Hier biege ich ein, um zu einem sehr schönen Anstiegs-Schmankerl zu gelangen. Einer Strecke, ganz so, wie ich es mag. Ein kleiner, schmaler asphaltierter Weg führt ab Ortsausgang Stelborn unter Bäumen hindurch hoch in den Wald. Die Asphaltqualität ist hier nicht unbedingt die Beste, das kümmert beim Bergauf fahren jedoch nicht (sollte jedoch im Hinterkopf behalten werden, wenn man die Strecke entgegengesetzt befährt).

Mit im Schnitt rund 6, in Spitzen allerdings bis zu 12 % geht es, oft unter schattigen Bäumen (sehr willkommen am auch heute endlich wieder sehr schön sonnigen Sommerwetter) hindurch, hoch zum so genannten Potsdamer Platz, einem Kreuzungspunkt verschiedener Wanderwege. Von hier aus ist es auch nur noch ein Katzensprung zum Alpenhaus – welches allerdings nicht auf aspaltiertem Weg zu erreichen ist.

Auch hier powere ich mich wieder voll aus. Ich weiss zwar, dass es diesen Anstieg auf Strava noch nicht gibt, ich ihn heute erst anlegen werde und somit als „Erstbefahrer“ auf Strava auch zwangsläufig der KOM sein werde. Aber das ist mir egal – eine gute Zeit vorlegen hat noch niemandem geschadet und hier geht es ja auch um den Trainingseffekt. Außerdem weiss ich, dass ich gleich im Anschluss des Anstiegs an einem sehr lauschigen Plätzchen werde Rast machen können.

Der Heiligenborn zwischen Stelborn und Milchenbach

Kurz hinter dem Gipfelpunkt erreiche ich die Quelle des Heiligenborn. Hier war ich im Frühjahr bereits schon einmal mit dem Crosser. Hier gibt es ein paar Bänke und Tische, Holzkreuz und Hinweistafel und die Quelle selbst, die in früheren Jahren als Heilquelle, insbesondere für Augenleiden galt. Auf der anderen Wegesseite mündet sie in einen kleinen Tümpel, bevor sie ihren weiteren Weg durch den Wald sucht.

Der Heiligenborn (die Sony DSC-RX100 macht sich übrigens mitsamt dem kleinsten Joby-Gorillapod hervorragend, um auch Langzeitaufnahmen verwischten Wassers zu erstellen)

Wenn das Wasser gegen Augenleiden geholfen haben soll, dann ist es bestimmt auch super geeignet, meine von Schweisstropfen verunzierte Brille zu reinigen. ;-)

Und zum Kühlen des Gesichts, des Nackens und der Arme… Ahhhh – welch Wohltat!

Rastplatz am Heiligenborn

Ich esse noch einen Riegel, mache noch ein paar Fotos und weiter geht es, jetzt auf viel besserer Asphaltqualität als im Anstieg, hinab nach Milchenbach und im Anschluss ins Tal der Lenne auf die B 236, der ich jetzt lenneauf an Fleckenberg vorbei bis nach Schmallenberg folge. In Schmallenberg biege ich auf die K 17 nach Grafschaft ab.

Grafschaft ist ein schöner kleiner Ort der u.a. eine sehr rührige Radsport-Abteilung besitzt, die überregional bekannte Rennrad- und vor allen Dingen Mountainbike-Rennen veranstaltet. Und der auch durch das Kloster Grafschaft geprägt wird, welches ich mir bei meiner Fahrt am Dienstag zum ersten Mal (trotz zahlreicher bisheriger Ortsdurchfahrten) etwas näher anschaue.

Kloster Grafschaft, gegründet 1072 als Benediktinerabtei, seit 1948 das Generalmutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Karl Borromäus und heute Fachkrankenhaus

Lauschiges Plätzchen für ein Wilier Triestina vor dem barocken Kloster Grafschaft

Im Ort selbst findet sich recht bald der Hinweispfeil nach Schanze, dem ich nun folge. Attacke! Da ich weiss, das für diesen Anstieg ein sehr starker KOM existiert, habe ich wenig Hoffnung, eben diesen zu erobern. Aber mal schauen was geht, auch hier wieder voll ausbelasten und einen starken zweiten Platz holen – ach, was rede ich, natürlich den KOM in meiner Altersklasse (hehe) – das ist das Ziel. Ahh, ich liebe es. :)

Ein solider Herzfrequenzschnitt von 170 über das gesamte Segment und damit in der oberen Hälfte der Zone 4 und ganz zum Schluss von 178, also bereits anaerob bringt ein ebensolches Ergebnis: 16,0 km/h im Schnitt, 18:10 Minuten für die 298 Höhenmeter auf 4,9 km Strecke und somit Platz 2 von 13 Strava-Aufzeichnungen von 8 unterschiedlichen Fahrern.

Ein Wartehäuschen in Schanze gegenüber Bräutigam-Hanses Gasthaus: Wilier Triestina vor Briefkasten, Wanderkarte und Defibrilator!
Alles beisammen: wenn man vom Bergsprint oben zusammenklappt, kann man sich wiederbeleben, auf der Karte schauen, wo man ist und per Post schreiben, wo man abgeholt werden kann… ;-)

Ein Strava- und Twitterkontakt aus Medebach (keine Namen, um die Schuldigen zu schützen…) empfahl die Skihütte in Schanze zur Einkehr. Nun kehre ich fast nie während meiner Rennradtouren irgendwo ein. Sei es, weil ich ohnehin nicht weit von daheim entfernt bin, sei es, weil ich einfach keine einladende Gelegenheit gerade dann finde, wenn ich es vom Pausenbedürfnis her erhoffte (und damit meine ich in der Regel Außengastronomie, windgeschützt, Ausblick, Gelegenheit mein Rennrad ganz nah am Tisch zu haben, schnelle Bedienung… eine seltene Kombination) oder weil ich in einer zwei, drei oder auch vier- und mehrstündigen Ausfahrt zwar gerne 10 bis 30 minütige Fotopausen mache, wenn es sich ergibt, aber nicht so lange und länger tatenlos wegen Nahrungsaufnahme herumhocken will.

Wie dem auch sei – ein, zweimal im Jahr kann man so etwas ja machen…

Skihütte also. Gut. Außengastronomie, Windgeschützt, Rennrad am Tisch, schnelle Bedienung (ja, war zunächst ziemlich alleiniger Gast) passte. Ok. Ich wählte einen Apfelstrudel mit Vanillesauce und einen Kaffee. Keine gute Wahl. Aus zweierlei Gründen. Der Kaffee war gut. Nichts zu meckern. Die Apfelstrudel- und vor allen Dingen Vanillesauce-Portion war sehr reichlich. Das ist ja eigentlich gut, nur von Art der Speise und Menge dann doch der folgenden Weiterfahrt eher abträglich. Und das einzig gute, was ich über den Apfelstrudel selbst sagen kann, ist, dass er essbar war. Soeben. Hätte wohl doch besser die angebotenen Waffeln mit frischen Erdbeeren oder einen klassischen Käsekuchen wählen sollen.

Apfelstrudel in der Skihütte Schanze

Naja – und Handy-Empfang gibt’s da auch nicht. Also bezahlen und weiter. Rollen. Sehr gemächlich. Oh, mein Magen…

Was gibt’s denn noch so in Schanze? Wenn man die Straße durch den Ort verfolgt, so geht diese wenige Meter hinter Bräutigam-Hanses Gaststätte (oder sogar Hotel?) in einen Wanderweg über. Und noch ein paar wenige Meter weiter steht man vor einem Tor zum Rothaarsteig. Wenn ich auch die paar Häuser von Schanze weiter oben im Text ein klein wenig gedisst habe: Region hat es hier.

Bewaldete Höhen und Täler – Ausblick von Schanze

Und man ist zentral am Rothaarkamm und in der direkten Nachbarschaft vieler Wander-Highlights, wie dem Rothaarsteig oder dem Waldskulpturenweg.

Ein Tor zum Rothaarsteig – dem Weg der Sinne.

Immer noch zu allem oberhalb lockerer Grundlagenanstrengung unfähig, lasse ich mich durch das Gewicht des hochkomprimierten Gummi-Apfelstrudels wieder herab nach Grafschaft beschleunigen. Jetzt muss ich über einen kleinen Zwischenanstieg, um nach Oberkirchen zu gelangen. Vorher mache ich lieber noch ein paar Fotos, aber es hilft nichts: schön piano rolle ich im Anschluss mich, den Apfelstrudel und die Vanillesauce den Berg hoch und dann wieder hinab nach Oberkirchen.

Weide hinter Grafschaft

Oberkirchen ist auch ein sehr schmucker Ort im Lennetal. Ein paar weitere Fotos später fühle ich mich auch wieder halbwegs fähig, normalen Druck auf die Pedale zu bringen und folge der B480 hoch zum Albrechtsplatz.

Die Lenne in Oberkirchen

Zwar gibt es auch hier ein Strava-Segment (wie überall hier im Umkreis), aber meine drei vorgesehenen KOM-Efforts habe ich für heute erledigt. Ab dem Albrechtsplatz bin ich auch fast schon wieder daheim – kein direkter Anstieg folgt mehr, die zügige und lange Abfahrt vom Albrechtsplatz geht in eine Rollerstrecke über, die durch Bad Berleburg hindurch über Weidenhausen bis zur Leimstruther Höhe und von da dann über Schameder wieder nach Erndtebrück führt.

Distanz: 111,7 km, Höhenmeter: 1567 m, Zeit: 5 h 55 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,8 km/h, Durchschnitts-HF: 134

auf Strava:

Deckelkappe und "Nuckel" der Camelbak Podium Trinkflasche

Camelbak Podium Trinkflasche. Verschlussreinigung.

Rad fahren

Deckelkappe und „Nuckel“ der Camelbak Podium Trinkflasche

Man wird zwar mit diversen Bidons, bzw. Trinkflaschen für das Rad ziemlich überhäuft (Beigabe zur Warentestsendung, zur Erstbestellung da und dort, im Starterpaket von Radmarathons etc.) aber meist ist die Richtige ja doch nicht dabei. Und wenn sich das „Richtig“ vielleicht auch nur auf das richtige Farbschema zum Edelrenner bezieht. ;-)

Unter anderem deswegen hatte ich mir vor kurzem mal Trinkflaschen gekauft. Schluck, ja, tatsächlich – Geld dafür ausgegeben. Und dabei hatte ich mich für die Camelbak Podium entschieden. Zum kleineren Anteil auch, weil ich mal deren Verschluss testen wollte.

Und der ist wirklich gut. Zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, weil der aus weichem Kunststoff gefertigte „Nuckel“ (im Bild oben rechts neben der Kappe) aufgrund Durchmesser und Form sich anfangs im „Mundgefühl“ deutlich von üblichen Trinkflaschen abhebt. Aber nicht negativ, nur erst mal etwas ungewohnt.

Was toll ist: Kein Ziehen mit den Zähnen oder der anderen Hand an irgendeinem festsitzenden (oder viel zu lockeren) Stopfen – einfach nur ein Druck auf die Flasche und schon kommt eine ordentliche Menge des flüssigen Inhalts. Sehr praktisch. Allerdings nichts für schlammige Trails – es sei denn, man würde separat erhältliche Schmutzkappen verwenden.

Ich bin mit den Podium Trinkflaschen recht zufrieden. Stellte aber jetzt an der, die ich ab und an mit isotonischem Getränk befülle fest, dass sich in der Fuge zwischen Nuckel und Deckelsitz schwärzliche Ränder zeigten. Und das trotz baldigem Ausspülen nach jedem Gebrauch.

Etwas experimentieren zeigte dann: Den Nuckel mit einem Geschirrhandtuch umwickeln, so kann man entsprechende Kraft aufbringen, um ihn vom Deckel abzuziehen. An der zweiten Flasche gelang mir das nicht so ohne weiteres; erst, als ich etwas Geschirrspüler oben in den Nuckel gab und unten in den Fugenansatz zwischen Deckel und Nuckel. Es zeigte sich, dass auch im inneren ein paar Rückstände gebildet hattten, die trotz des transparenten Materials von Aussen gar nicht so sichtbar waren.

Also: öfters, bzw. immer auch den weichen Nuckel vom Ventilkappensitz abziehen und separat reinigen.

Allzeit erfrischte Fahrt! :)

Sony RX100 Iso80 vs Iso125 Gesamt

Sony DSC-RX100, Post 2: Dynamikumfang

Fotografie, Produkttests

Anstelle eines einzigen Riesenartikels zur neuen Sony DSC-RX100 Kompaktkamera werde ich eine lockere Reihe von Postings meiner Eindrücke veröffentlichen. Das ich direkt einen sehr positiven Eindruck gewonnen hatte postete ich samt drei Aufnahmen in voller Auflösung hier.

Mittlerweile habe ich eine davon und eine weitere, vierte Aufnahme auch in meinem flickr-Stream veröffentlicht.

Hier soll es nun um den Dynamik-Umfang der Kamera gehen. Und zwar habe ich die Sony RX 100 vom Fleck weg einfach in die Trikottasche gesteckt (natürlich vor Feuchtigkeit geschützt), zum Rad fahren mitgenommen und direkt produktiv eingesetzt. Von der Bedienung her wirft die Sony hier keine Fragen auf und alle benötigten Einstellungen (Fokusfeld verschieben, ISO und/oder Belichtungskorrektur und natürlich Blende – ich fotografiere nahezu ausschlieslich im Av-, also Blendenvorwahl-Modus) sind zu meiner vollsten Zufriedenheit praktisch und schnell erreichbar.

Von daher hatte ich auch kaum einen Blick in das Handbuch geworfen. Kunststück, es liegt ja auch keines, nicht mal auf CD bei. Ja, es liegt ja nicht mal eine CD bei. Sony setzt hier leider voll auf das Internet. Während ich das ja fast noch verschmerzen könnte, wenn vom ausführlichen Handbuch wenigstens ein PDF-Download existierte, so hat Sony hier leider den Vogel abgeschossen. Denn das vollständige Handbuch gibt es nur im HTML-Format und zum derzeitigen Zeitpunkt auch nur in Englisch. Es liegt im Kamerakarton eine Kurzanleitung in allen möglichen Sprachen bei, soviel sei ergänzt. Aber alles in allem: Sehr schwaches Bild!

Nun, ohne Blick in das Handbuch fielen mir zwar die unübersehbaren Striche über und unter den ISO-Werten 80 und 100 auf dem Display bei der ISO-Auswahl der Empfindlichkeit der Kamera auf. Da hatte ich mir aber zunächst wenig dabei gedacht bzw. ich nahm mir vor, später daheim nachzulesen, was es mit dieser Markierung auf sich habe. Gemäß alter Schule (je niedrig empfindlicher der Film und in jüngeren Jahrzent(en) je niedrig empfindlicher die ISO-Stufe der digitalen Kamera desto weniger Korn bzw. Rauschen) wählte ich natürlich bevorzugt ISO 80 und ISO 100 für meine ersten Fotos. Auch, wenn mir verschiedene Aspekte zur Base oder native ISO, der Suche nach der selben oder dem Bewerten von Bildqualitätsparametern in Bezug zur ISO-Empfindlichkeit durchaus geläufig sind.

Recht schnell fiel mir aber auf, dass in den Fotos der RX100 insbesondere Wolken oder die weissen Teile meines Rennrades doch sehr schnell ausgefressen dargestellt wurden. So etwas kannte ich in diesem Extrem bis dato kaum – weil mir von Hause aus nur richtig gute Kameras und keine 08/15 Cams in das selbige kommen.

Interessant, dabei war ich doch gerade von einer anderen Sony, nämlich der NEX-5n in letzter Zeit sehr verwöhnt worden was gerade den Aspekt des Dynamikumfanges anging. Und das auch bei der Verwendung der RAW-Files. Bei Verwendung der JPGs kommt sogar noch eine Technik zur Erweiterung des Dynamikumfangs (dunkle Bereiche werden quasi empfindlicher belichtet bzw. aufgehellt, dabei steigt zwar latent das Rausch-Potenzial in diesen Flächen, das Ergebnis der NEX ist dabei aber mehr als ordentlich) zum Einsatz, die ich standardmäßig eingeschaltet habe: DRO.

Nun, normalerweise lasse ich auch dies weg, weil ich wie gesagt grundsätzlich nur mit RAW-Files arbeite. Hier und jetzt muss ich zu Vergleichszwecken aber mit den JPGs arbeiten, da weder Adobe Lightroom noch Apple Aperture zum gegebenen Zeitpunkt die RAW-Files der neuen Sony RX100 unterstützen. Mit RawTherapee könnte man unter Einsatz von Custom-Profilen und eines Schwarzpunktanhebungs-Fixes arbeiten, aber das schaut mir noch zu wüst und schlecht aus. Sonys eigener RAW-Converter, der Sony Image Data Converter (Mac-Version / Windows-Version), ist natürlich anwendbar, aber wahrlich kein Vergleich zu Lightroom oder Aperture.

Also: Sony NEX 5n und Sony DSC-RX100, von beiden jeweils die Bildergebnisse als JPGs, beide mit der Einstellung DRO-Auto. Bzw. die Sony RX100, einmal mit ISO 80 und einmal mit ISO 125 werde ich gleich anhand Bildbeispielen vergleichen.

ISO 80 versus ISO 125:

Warum diese beiden ISO-Werte? Wie ich ja oben schrieb: ISO 80 und ISO 100 sind in der Benutzeroberfläche der RX100 speziell hervorgehoben. Warum? Weil sie sogenannte erweiterte oder Zusatz-ISO-Einstellungen sind. ISO-Einstellungen, die niedriger als eigentlich optimal für die Sensitivität des verwendeten Sensors sind. Sie sind enthalten, um den Fotografen die Möglichkeit zu geben, bei viel Licht oder bei gewünschten, längeren Belichtungszeiten auch noch über die ISO-Werte eine Anpassungsmöglichkeit zu geben (Anmerkung: ein eingebauter Neutralgraufilter wäre hier allerdings die deutlich bessere Alternative gewesen).

Das sich der Unterschied im Dynamikumfang nicht nur in Messreihen erschließt, sondern absolut augenfällig ist, das wollte ich mit den unten stehenden Testaufnahmen herausfinden.

Und in der Tat komme ich so zum Schluss: „Wow – ISO 80 und ISO 100 sind für mich ab jetzt bei der RX100 tabu. Niedrigste und Standardeinstellung sollte sein: ISO 125!“

Bei den folgenden Bildern habe ich immer auf die Achse des Vorderrades meines Rennrades fokussiert. Sowohl bei der RX100 als auch bei der NEX-5n. Bei beiden Kameras war DRO auf Auto-Einstellung aktiviert. Messmethode Matrixmessung. Die RX100 wurde auf f/5.6, die NEX-5n auf f/7.1 abgeblendet. Dies nach Bauchgefühl, um grob ähnliche Schärfentiefe bzw. Diffraktionslevel der unterschiedlich großen Sensoren zu erhalten. Gegenübergestellt sind jeweils entsprechende Belichtungen in Bezug auf die unterschiedliche ISO-Werte und Blenden.

Sony RX100 Iso80 vs Iso125 Gesamt

RX100 ISO 80 vs ISO 125 Detail 01: Beachte z.B. die Seitenfläche des Lieferwagens und das Lenkerband.

RX100 ISO 80 vs ISO 125 Detail 02: Beachte z.B. die rechte Ecke des Kofferraums des SLKs.

In der Praxis würde ich von diesem sehr anspruchsvollen Motiv in Bezug auf die Belichtung (weisse Oberflächen in knalligem Sonnenlicht, aber gleichzeitig Anteile des Motivs im Schatten) eine Aufnahme mit -0,7 Belichtungskorrektur wählen, die ich natürlich auch gemacht habe. In dieser sind alle Weissflächen mit voller Zeichnung versehen und auch die Schatten kann man problemlos nach Gusto etwas hochholen, ohne dass hier Qualitätsprobleme entstehen.

Sony NEX-5n vs Sony RX100:

Normalerweise habe ich bei der Sony NEX oft eine -0,3 oder sogar -0,7 Belichtungskorrektur standardmäßig eingestellt. Ich weiss, dass ich bei meiner speziellen NEX so die Belichtungen bekomme, die ich möchte. Bzw. die ich als optimal für die Weiterbearbeitung erachte. Die RX100 belichtet in diesem Sinne „korrekter“. Denn hier empfinde ich +/- 0 als ausgewogen. Wenn ich im folgenden also die JPGs auf gleicher Basis gegenüberstelle, und die Lichter der NEX fast ausgefressener aussehen, als die der RX100, dann denkt dran, dass ich die NEX eigentlich von vornherein eine Drittelstufe dunkler belichtet hätte. Was man aber auch auf dem ersten Blick sieht, ist, dass das DRO bei der NEX die Schatten deutlich stärker aufhellt. Wohlmöglich ist dies standardmäßig deswegen „stärker“ eingestellt, weil der größere Sensor der NEX in Bezug auf Rauschen einfach bessere Vorraussetzungen besitzt als der für eine Kompaktkamera zwar riesige, aber im Vergleich zur APS-C-Größe halt kleinere Sensor der RX100.

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Gesamt

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Detail 01

Sony NEX-5n ISO 100 vs Sony RX100 ISO 80, Detail 02

 

Canon EOS M mit EF-M 22 mm Objektiv (Foto: Pressefoto Canon)

Neuvorstellung der Canon EOS M. Canon kann jetzt auch „spiegellos“.

Fotografie

Canon EOS M mit EF-M 22 mm Objektiv (Foto: Pressefoto Canon)

Was schon länger antizipiert war und durch erste Fotos am letzten Wochenende durchsickerte, wurde heute nun offiziell durch Pressemeldungen von Canon bestätigt:

Canon tritt (mit großem Abstand) als letzter großer Kamerahersteller dem Reigen der spiegellosen Systemkameras bei. Über diese sehr interessante Kamerakategorie (oft auch englisch als Mirrorless, oder als EVIL – electronic viewfinder interchangeble lenses oder CSC – compact system camera, bezeichnet) habe ich an diversen anderen Stellen bereits berichtet (hier zum Beispiel: Was ist eine Systemkamera und was habe ich davon).

Es ist die neue EOS M.

M steht augenscheinlich für mirrorless, also spiegellos. Und die Vorsilbe EOS zeigt die Zugehörigkeit zum mittlerweile seit 25 Jahren erfolgreichen EOS-System an. Und das ist meines Erachtens, zusammen mit der Sensorgröße im Format APS-C, die beste Nachricht an dieser Neuvorstellung. Zugehörigkeit zum EOS-System bedeutet, dass Canon hier eine Erweiterung des EOS-Systems aufzeigt, dass eine gewisse Grundqualität der erzielbaren Ergebnisse zu erwarten ist und dass diese Kamera tatsächlich eine _System_ Kamera ist.

Die Spezifikationen:

  • Spiegellose Systemkamera
  • APS-C-Sensor (Hybrid CMOS) mit 18 Megapixeln
  • Formatfaktor 1,6 gegenüber Kleinbild
  • 14 bit DIGIC 5 Bildprozessor
  • Hybrid-Autofokus; Phasendetektion und Kontrast
  • Kontinuierlicher Autofokus im Film-Modus mit Objektverfolgung
  • ISO 100-12.800.; erweitert bis ISO 25.600
  • 4.3 Bilder pro Sekunde Serienaufnahme, 3 Bilder pro Sekunde mit Autofokus Tracking
  • Display 7,7 cm (3,0 Zoll), 1040k Bildpunkte 3:2 Berührungssensitives ClearView II LCD (Kapazitativ, Multi-touch fähig)
  • Filmaufnahmen mit max. 1.920×1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s)
  • Anschlussmöglichkeit für externes Mikrofon und einstellbarer Aufnahmepegel
  • Wechselobjektive mit EF-M-Bajonett
  • Standard-EOS-Blitzschuh für externe Blitzgeräte (kein eingebauter Blitz)
  • Adapter für EF- und EF-S-Objektive als Zubehör
  • Kitpreis 849 Euro; inkl. EF-M 3,5-5,6/18-55 mm IS STM und Speedlite 90EX
  • Erhältlich ab September 2012

Augenscheinlich handelt es sich um mehr oder weniger das Featureset bzw. dem Sensor der ebenfalls vor kurzem vorgestellten EOS 650D, einer klassischen DSLR.

Von den Äusserlichkeiten weckt diese Kamera schon mal mein Interesse. Auch, wenn die Presseerklärung in typischer Marketingsprache die Zielorientierung Canons auf die Käuferschicht der Soccer-Mums, der Ebay- und Pinterest-Knipser und generell Kompaktkamera-Aufsteiger erkennen lässt und wenn die geringe Anzahl von Bedienelementen an der Kamera diesen Eindruck unterstreichen zu scheint. Aber letzteres scheint durch ein sehr gutes Touch-Display und die Menüführung gelindert und vor allen Dingen scheint die EOS-M eines:

Kompakt, kompakt, kompakt!

Wer etwas Leichtes, aber Großes mit Sucher und Co möchte (und vielleicht sogar seine EF-Objektive weitestgehend normal, also ohne Adapter, weiterverwenden möchte, der kann das jetzt schon haben: Einfach die günstigste 4stellige oder auch 3stellige EOS hernehmen und schon hat man was Leichtes.

Wer etwas klassisches, ziegelartiges mit Renomee braucht, womit er sich um den Hals baumelnd cool fühlen kann (solche Kameras brauchen eine gewisse Größe, damit der zu beeindruckende Passant oder Cafeteria-Besucher das auch vom Nachbartisch mitbekommt), der kann sich eine Leica M9 oder wenn das Geld nicht reicht, eine Fuji X-Pro 1 holen (der Fairness halber sei angemerkt, dass es schon noch Menschen gibt, die einfach über sehr große Hände verfügen, oder die einen klassischen Look und Haptik bevorzugen und dabei über Gehäusegröße oder anderen Eigenschaften und Funktionalitäten hinwegsehen).

Wer aber eine Systemkamera will, weil er möglichst hohe Bildqualität und Flexibilität durch Objektivwechsel und Systemeinbindung will, aber halt weder schwer noch voluminös tragen will oder kann, für den sieht die neue Canon EOS-M schon mal ganz gut aus:
– kein gehäusevergrößernder Sucher
– Kameragehäuse ragt kaum oben über das Bajonett heraus.
– schön flaches und taschentaugliches Gehäuse
– ein Pancake-Objektiv

Weiterhin trägt sie einen normalen Blitzschuh. Also schon mal gut, wenn man alle möglichen Blitze und externes Zubehör verwenden kann.

Auf der anderen Seite: Ist dieser erste Aufschlag (ich hoffe, es ist ein erster Aufschlag und diese Familie wird recht bald Zuwachs erhalten) überzeugend genug, um Fotografen, die z.B. schon in Sonys NEX System investiert sind, herüber zu locken?

Denn zunächst mal scheint die Ähnlichkeit in weiten Teilen frappierend, schaut man sich z.B. das Design der beiden neuen Objektive für das M-Bajonett, das EF-M22mm f/2 STM und das EF-M18-55mm f/3.5-5.6 IS STM an. Letzteres scheint mir nahezu identisch in den Ausmaßen des Sony E 18-55mm F3.5-5.6 OSS zu sein.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich: beide Systeme verwenden APS-C große Sensoren und beide Systeme haben ein Auflagemaß von 18mm. Dabei ist zu beachten, dass der Verlängerungsfaktor in Bezug auf Kleinbildformat bei Sony 1,5 und bei Canon 1,6 beträgt.

Von den Abmessungen und zum derzeitigen Punkt von den erst nur zwei verfügbaren neuen EF-M Objektiven gäbe es jetzt also keinen Grund, sofort von Sony NEX auf Canon EOS-M zu wechseln. Nicht zuletzt, da man mit dem NEX-System sehr zufrieden sein kann. Und bei allen Verbesserungswünschen, die noch gehegt werden, muss Canon erst mal zeigen, dass sie im EOS M System besser, schneller oder überhaupt aufgegriffen oder geboten werden.

Nun denn, es ist zwar leider mehr als schlechte Angewohnheit in Internetforen schon nach der ersten Vorstellung von Spezifikationen bereits alles besser zu wissen und schon die Forderungen nach der nächsten Generation zu stellen, aber hier möchte ich ausnahmsweise einmal vorsichtig mit einstimmen. Und zwar mit gewisser Berechtigung, denn mit der neuen EOS-M hat Canon mitnichten ein neues Segment geschaffen, noch haben sie ein bestehendes Produkt weiterentwickelt, so dass man erst mal mit den neuen, erweiterten Fähigkeiten zufrieden sein könne (oder eben nicht, und sich dann nicht für einen Neukauf oder ein Upgrade überzeugen zu lassen).

Nein, hier ist Canon als letzter der Major-Player in ein bereits seit Jahren bestehendes Segment, dem der spiegellosen Systemkameras eingetreten. Und während dieser erste Schritt in den Grundlagen überaus überzeugend ist – APS-C großer Sensor, Systemintegration in die EOS-Familie wären die Hauptpunkte – fehlen doch einige wesentliche Fähigkeiten bzw. Merkmale über das bloße Minimum einer digitalen Kamera hinaus. Fähigkeiten, die bei anderen Herstellern in schöner Regelmäßigkeit zum Paket dazu gehören.

Da wäre zum einen ein wenigstens Klapp- wenn nicht gar ein schwenkbares Display. Das man in einem sehr kompakten Gehäuse mit APS-C Sensor auch einen integrierten elektronischen Sucher untergebracht bekommt, zeigt Sony mit der NEX-7.
Und während der ebenfalls heute vorgestellte Adapter für EF- und EF-S-Objektive eine hochwillkommene Sache ist, werden dringend weitere native EF-M Objektive benötigt.

Entscheidend für den Markterfolg / bzw. für den Erfolg bei mir wird sein:

  • Wie gut sind die beiden EF-M-Objektive?
  • Wie schnell wird es Adapter für Legacy-Lenses von Drittherstellern geben?
  • Wie schnell wird Canon weitere Objektive für das EF-M-Bajonett vorstellen? Oder wollen sie sich auf der Adapterlösung ausruhen?
  • Wird es mehr Pancakes geben?
  • Wann wird es weitere Gehäuse mit M-Bajonett geben, die mehr Funktionen bieten (dabei aber nicht größer werden sollten).

Zudem muss für dieses Gehäuse der Kit-Preis deutlich nach unten gehen.

Alles in allem: wird Canon wieder als Innovator auftreten? Hierzu müssten Sie noch jede Menge aufholen. Was ist z.B. mit der überfälligen Integration von Smartphone oder besser Cloud-Funktionaliät mit der Kamera? Wann wird es so selbstverständlich sein, wie es jetzt schon auf iPhone und Co ist (dort über diverseste Apps realisiert), dass ich zum Beispiel Zeitrafferaufnahmen unterschiedlichster Art konfigurieren und erzeugen kann? Oder die Kamera über mein Smartphone steuern kann? Und viele weitere Sachen mehr?

Verfügt die EOS M über einen Fernauslöseranschluss? Eine Systemkamera muss man fernsteuern können. Ob per Wifi-Modul, Infrarot und/oder Kabel (letzteres bevorzugt, da man so Drittherstellerlösungen einfach anwenden kann).

Aber ansonsten? Schaut nach einem guten Einstieg von Canon aus. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Weitere Links:

Pressetext Canon Deutschland

First Look Preview auf DPReview

Erste Beispielbilder und Filme Canon Japan

Ein Hands-On Video von DigitalCameraWorld

Wilier Triestina GranTurismo. Sony RX100, 28mm (KB-äquival.), f/1.8, ISO 80, JPG ohne jede weitere Anpassung oder Schärfung. Klick für volle Auflösung.

Die Sony DSC-RX100 Kompaktkamera bei mir im Test. Erste Ergebnisse.

Fotografie, Produkttests

Seit Freitag habe ich die Sony DSC-RX100. Das ist eine Kompaktkamera (die diesen Namen zurecht trägt, sie ist nämlich wirklich kompakt) im Stile z.B. einer Canon Powershot S95 (die mir im letzten Jahr ein treuer und gering auftragender Begleiter bei meinen Rennradtouren war). In der Tat sind die Außenabmessungen fast gleich.

Aber: Die Sony RX100 featured einen nahezu 1 Zoll großen Bildsensor. Das ist für eine Kompaktkamera riesig! Von der Ausrichtung her ist diese Kamera genau das, was ich und andere Fotoenthusiasten immer gefordert, die arrivierten Kamerahersteller (sprich Canon oder Nikon) sich herzustellen aber nie gewagt, und andere Hersteller bis dato nicht gekonnt haben:

Maximale Bildqualität und Einstellmöglichkeiten im Stile einer Upper Class DSLR oder Spiegellosen Systemkamera im (vermeintlich) amateurhaften Kompaktkameragehäuse.

Die Eckdaten: 1 Zoll CMOS Sensor (d.h. rund 4 mal so groß wie übliche Kompaktkamera-Sensoren), 20 Megapixel Auflösung, Carl Zeiss 28-100 mm (Kleinbildäquivalent) Objektiv mit Maximalöffnung (allerdings nur im Weitwinkel) von f/1.8.

Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Bevor ich in weiteren Artikeln etwas mehr zur RX100 schreibe und auch Vergleiche zwischen ihr und der oben erwähnten Powershot S95, der Sony NEX-5n und vielleicht der Canon EOS 7D bringe, hier drei erste Aufnahmen in voller Auflösung; entstanden bei einem Radtraining am gestrigen Samstag.

Wilier Triestina oberhalb Richstein. Sony RX100, 28 mm (KB-äquival.), f/6.3, ISO 100, JPG (mit Minuskorrektur aufgenommen, alles bis auf Wolken in Lightroom etwas aufgehellt, Clarity und Dynamik leicht angehoben), Klick für volle Auflösung

Wilier Triestina GranTurismo. Sony RX100, 28mm (KB-äquival.), f/1.8, ISO 80, JPG ohne jede weitere Anpassung oder Schärfung. Klick für volle Auflösung.

Blütendolde und Fliegen, 28mm (KB-äquival.), f/1.8, ISO 80, JPG ohne jede weitere Anpassung oder Schärfung, Klick für volle Auflösung.