Stilfser Joch mit dem Höhenprofil der langen A-Strecke des Dreiländergiro

Der Dreiländergiro 2011

Rad fahren

Stilfser Joch mit dem Höhenprofil der langen A-Strecke des Dreiländergiro

Rechtzeitig vor der diesjährigen Ausgabe möchte ich hier als Schmankerl meinen Bericht vom letzten Jahr zum Besten geben.

Im Sommer 2010 hatte ich wieder mit dem Rennrad fahren angefangen. Ich hatte lange Jahre vorher auch schon mal gerne Fahrrad, seinerzeit mehr Moutainbike, gefahren. Das war aber lange her. Und sonderlich viele Kilometer sind da pro Jahr auch nicht zusammengekommen. Da ich auch die Berge liebe wollte ich beides Zusammenbringen. Rennrad und Pässe, das gehört zusammen!
In 2011 wollte ich also an irgend einem Jedermann Event in den Alpen teilnehmen. Ötztaler? Das erschien mir noch zu groß, zudem konnte niemand sagen, ob man in der Verlosung des Startplatzes Glück haben würde oder nicht. Weiterhin muss man sagen, dass in verschiedenen Foren immer vom Ötztaler geredet wird – dieser aber weder das härteste, noch bei weiten nicht das schönste Rennrad-Event in den Alpen ist.

Bei meiner Recherche stieß ich dann auf den Dreiländergiro. Dieser hatte auch keine langwierigen Anmelde- und Verlosungsprozeduren, sondern man konnte sich einfach Anmelden (bis zu einer gewissen Frist) und hatte damit den Startplatz sicher.

Und so meldete ich mich für den 18. Dreiländergiro in Nauders / Tirol am 26.06.2011 an.

Er war nicht all zu lang und  es gab zwei Strecken zur Auswahl: A und B. Die Strecke A führt von Nauders über Reschenpass, Stilfser Joch, Ofenpass, Norbertshöhe wieder nach Nauders. Vorsichtshalber hatte ich mich allerdings für B angemeldet. Die kurze Strecke und ohne das Stilfser Joch.

Aber – das Stilfser Joch, das reizte mich doch. Mit seinem Ruf, dem An- und Ausblick und auch der frühen Positionierung im Streckenverlauf. Und als ich dann im Herbst 2010 über folgendes Foto stolperte, war es um mich geschehen.

Oh my God! Ich hatte ja schon ein paar Fotos vom Stilfser Joch gesehen, z.b. auch beim entsprechenden Pass-Eintrag auf Quäldich.de. Aber diese Gesamtansicht hier… Wow! Ok, ich würde richtig Trainieren und ich würde – obwohl mit dem Rennrad noch nie in den Alpen gewesen und noch nie einen richtigen Pass gefahren – mich zur Strecke A ummelden und das Stilfser Joch fahren.

Das Stilfser Joch, mit 2.757 m s.l.m. der höchste Straßenpass Italiens und der zweithöchste Straßenpass der Alpen! Auch „Die Königin der Passstraßen“ und „Höchster Rummelplatz Europas“ genannt. Nicht einfach nur Bergauf. Nein, 1.828 Höhenmeter am Stück!  Diese Zahl sehe ich jetzt noch (und werde sie wohl noch laaaaaange Zeit) jedes Mal, wenn ich eine Ausfahrt in Strava hochlade. Denn da steht unter All Time Biggest Climb genau diese Zahl. Und egal bei welchem anderen Strava-Member ich draufklicke – da steht eine kleinere Zahl… ;-)

Strecke A also. Was sagt die Webseite des Dreiländergiros dazu?

Länge: 168 km, sehr anspruchsvoll, Steigung bis 15%
Höhenmeter: 3.300
Richtzeit: 8 Stunden
Start: 6.30 Uhr

Die Teilnehmerzahl soll so um die 3.300 gelegen haben. In den Ergebnislisten des Jahres 2011 lassen sich 2760 Finisher insgesamt (Männer   Frauen, Strecke A und B) finden.

Nach Nauders selbst bin ich erst für ein verlängertes Wochenende am Donnerstag vor dem Rennsonntag gefahren.

Burg Nauders

Willkommen in Nauders – hier die Burg Nauders unter strahlenden Sonne.

Bis zuletzt war ich am bibbern, ob ich mir vorher noch eine Erkältung eingefangen habe. Das letzte volle Training in der Vorwoche am  Samstag durch kalten Regen und ein abendlicher Geburtstagsbesuch war wohl nicht gut. Seit Sonntag hatte ich dann ganz leichten Grammel (das typische „es ist noch keine Erkältung, könnte aber eine werden“ Kratzen). Daher hatte ich am Dienstag auch nur eine Rekomeinheit zum Testen der neu aufgezogenen Schläuche und Mäntel sowie der eingestellten Schaltung durchgeführt und ansonsten geschont und Flöhe husten gehört. „Ist diese Hitzewallung jetzt normal?“, „Ist es gerade schwül oder ist wird das Fieber?“ Dabei ein ganzes Rudel Vitamin-C-Tierchen und eine ganze Echinacea-Population ausgerottet. Erst am Samstag Abend vor dem Dreiländergiro hatte ich leichtes Zutrauen und die letzten Zweifel verflogen dann erst im Giro bei Prad und dem Einstieg zum Stilfser Joch.

Am Vorabend des Rennens – ich sage immer Rennen, weil es sich kurz schreibt. Es ist Gott sei Dank eben kein „Rennen“ sondern ein Granfondo, Cyclosportif oder: eine RTF. Ja, eine RTF mit Zeitnahme.  Die Strecken sind nicht abgesperrt, lediglich das Stilfser Joch wird durch Carabinieri etwas „Geregelt“, um den motorisierten Verkehr etwas zurückzuhalten und zu steuern. Desweiteren gibt es verschiedene Labestationen, ganz wie bei normalen RTFs und letzten Endes: Selbst, wenn es keine Labestationen gäbe und auch die Strecke komplett abgesperrt wäre – der Anspruch aus Höhenmetern und Streckenlänge sorgt dafür, dass, zumindest meiner Meinung nach, alle Teilnehmer mit Respekt vor der Strecke dabei sind. Es gibt keine Leichtsinns-Teilnehmer oder Straßenrambos, die durch unselektive Strecke im Pulk durch das Rennen gezogen werden und dabei sich und andere gefährden. Das einem natürlich auch in Alpenmarathons (oder auch in der heimatlichen RTF oder beim Brötchen Holen) unschöne Sachen zustoßen können, ist leider ein Fakt des Lebens…

Von diesem kleinen Exkurs zurück zum, äh, Rennen. Oder zur RTF… ;-)

Die Ausrüstung liegt bereit

Also, am Vorabend des Rennens legte ich meine Ausrüstung für den nächsten Morgen bereit. Um 06:30 war der Start, d.h. irgendwann nach sechs Uhr musste ich in der Startaufstellung stehen und davor etwas gefrühstückt haben. Puh. Am nächsten Morgen kam es aber noch schlimmer. Es war nicht nur elendsfrüh, nein, der Himmel war wolkenverhangen, es war am Tröpfeln und die Straßen waren komplett nass. Oh jeh oh jeh.

Naja, es half ja nichts. Raus, zum Start rollen und aus allen Ecken und Enden kamen Rennradler. Wow.

Morgens am Start in Nauders. Der blaue Bogen da unten ist übrigens noch _nicht_ die Startlinie.

Wie geschildert; ich war selbst am Start noch unsicher, wie es um meine vollständige Gesundheit bestellt war. Zudem war es etwas am Nieseln. Daher dachte ich beim Start: „Lass die einfach alle mal fahren, wenn sie wollen“. Ich selbst bin ich extrem langsam angegangen. Ich wollte auch nicht im dicken Pulk vom Reschensee runter nach Mals und in Glurns reinschiessen. Diese Herangehensweise hatte zudem den Vorteil, dass ich im späteren Verlauf immer etwas zum Überholen vor mir hatte.

Da ich zudem noch nie so weit, so lang und so, äh, hoch (sowohl von der Gipfelhöhe – 2757 m NN am Stilfser Joch – als auch von den Höhenmetern) mit dem Rad gefahren bin, habe ich bewusst gut mit den Kräften hausgehalten. Sowohl am Stilfser Joch als auch am Ofenpass. Anscheinend wohl sogar sehr gut, denn aus der kleinen Gruppe, die ich dann sehr viel später am Tag ein gutes Stück durch’s Engadin bis zur letzten Labe bei Martina gezogen hatte, frugen mich gleich zwei unabhängig, ob ich vorher irgendwo einen Defekt gehabt hätte.  Herzliche Grüße von hier aus nochmal an den netten Mapei-Mann auf dem Mountainbike samt Kollegen und den Discovery-Channel-Kollegen.

Der berühmte eingestaute Kirchturm von Alt Graun im Reschensee. Hier an einem späten Nachmittag aufgenommen. Der mächtige Ortler wacht im Hintergrund.

So weit musste ich aber erst einmal kommen. Am Reschensee vorbeifahrend, erhaschte ich nicht nur einen Blick auf den bekannten eingestauten Kirchturm von Graun, sondern auch erste, im durch Wolkenlücken hindurchblitzenden frühen Morgenlicht aufleuchtende Bergspitzen. Diese Lücken waren aber noch nicht sehr zahlreich. Sorgten aber auch schon für tolle Blicke auf Lichtfinger, die tief unten im Vinschgau helle Flecken auf die Hänge malten.

Vor dem Dreiländergiro aufgenommen – aber wer in der Abfahrt vom Haidersee die Blicke nach Rechts richtet, kann Burg und Kloster bewundern.

Vor dem Dreiländergiro aufgenommen – aber wer in der Abfahrt vom Haidersee die Blicke nach Rechts richtet, das Kloster Marienberg bewundern.

Nach der Abfahrt und der Ankunft in Prad hielt ich dann an einem kleinem Parkplatz vor dem Ortsausgang von Prad, gegenüber dem Hotel Prad, an und entledigte mich erstmal den Beinlingen und zog die Windjacke aus. Armlinge und Windweste liess ich erstmal an. Notiz an mich selbst: Hier hatte das entsprechende Strava-Segment zum Stilfser Joch schon angefangen – beim nächsten Mal also noch weiter vorher halten oder es so machen, wie meine Hotelbekanntschaft: ganz alte Beinlinge mitnehmen und in der Fahrt ausziehen bzw. runterreissen und dann, ja, er wollte sie wegwerfen… Das sollte man natürlich nicht tun, „Rennen“ hin oder her – selbst wer sich einen Platz unter den ersten 100 ausrechnet, sollte dafür nicht die Natur mit Müll beeinträchtigen!

Nach dem Ortsausgang Prad beginnt die Steigung. Ab jetzt geht es 25 km nur Bergauf! Toll! :) Im Schnitt warten jetzt knapp 8 %, an steilen Stücken geht es kurz bis zu 15 %. Insgesamt ist das Stilfser Joch Mythos – ich fand es aber wunderbar zu befahren. Nach Prad folgt Ponte di Stelvio, dann Gomagoi. Kurz hinter Gomagoi kommt sie dann. Die 48. Kehre / Tornante. Jetzt sind es noch genausoviele Spitzkehren bis zur Passhöhe.

Kehre 48. Hier gehen sie los - die 48 Kurven in den Pässehimmel.

Kehre 48. Hier gehen sie los – die 48 Kurven in den Pässehimmel.

Die 47ste folgt sogleich, bis zur nächsten ist es aber erst mal wieder ein Stück. Erst kommt Trafoi und damit die erste Labestation. Zu essen gibt es da aber… nichts mehr! Unglaublich. Teilnehmer wie ich, die im hinteren Drittel (oder noch weiter hinten) nun jetzt schon über 2 Stunden unterwegs sind und die bis zur Passhöhe und damit der nächsten Labestation nun weitere ein bis zwei Stunden sich stetig bergauf kämpfen werden müssen, würden jetzt schon ernsthaft um ihr Ziel gebracht werden, hätten sie nicht eine Notfallration dabei. Gerade ebenmal isotonische Getränke gibt es noch; und reines Wasser. Eine dermaßen schlechte Organisation ist mir noch nie passiert. Entsprechend viele negative Beiträge gibt es, vollkommen zurecht, in den verschiedenen Foren oder Blogs.

Später oben am Joch werde ich immerhin noch ein paar Bananen erhaschen können. Sonst gab es da auch nichts mehr. Unten, nach der Abfahrt vom Umbrail, in St. Maria, da hatte ich mich immerhin schon auf die letzten Riegel und trockene Toastbrote vorgearbeitet. Und in Zernez war ich dann schon Kuchenklasse. In Zernez gab es alles, was man sich so vorstellt.

Noch bin ich aber im Anstieg zum Stilfser Joch. Die Verpflegungssituation in Trafoi war zwar mehr als unschön, aber ich hatte ohnehin selbst zwei Riegel und zwei Gels dabei. Das kann ich auch nur jedem empfehlen. Jetzt wird die Strecke kurviger, die Serpentinen folgen in kürzeren Abständen. Noch werden wir durch Bäume begleitet.

Um diese Wasserfälle (und mehr) so sehen zu können, braucht man in Trafoi nur links nach Drei Brunnen abbiegen. Wäre allerdings schlecht während des Giro selbst. ;-)

Stilfser Joch oberhalb von Trafoi

Stilfser Joch oberhalb von Trafoi

Irgendwann weichen die Bäume und machen kargem Fels, Wiesen und hier und da Schneeresten Platz. Und den kühn an den Hang geschlagenen, unglaublich engen Serpentinen. Die Straße ist echt schmal. Ich war richtig erstaunt, als ich sie am Freitag direkt erst mal vorab mit dem Auto befahren hatte (Zum Erkunden, Wandern und Fotos machen). Da muss man schon gut fahren können. Und sich vor jeder Kehre den Hals verrenken, ob auch keiner von oben kommt. Und hier fahren sogar kleine Linienbusse hoch. Respekt.

Bei 2188 m ist die Franzenshöhe erreicht. Und auch die Sonne übernimmt mehr und mehr die Regentschaft über dem Himmel. Kurze Zeit später und den ganzen restlichen Tag werden wir wunderbares Wetter haben.

Kurz unterhalb der Franzenshöhe

Was ein Anblick auf die noch vor uns liegenden Höhenmeter! Ich habe nicht nur einmal das Frotzeln (oder die ernsthafte Erwägung) links oder rechts neben mir gehört: Das war’s, ich halte hier an und trinke mir ein Weizen… ;-)

Bald – in meinen Augen viel zu Bald, bin ich oben an Kurve 1 und damit der Labe kurz vor dem Stilfser Joch selbst.

Labestation an Kehre 1 des Stilfser Joch

Stilfser Joch / Passo dello Stelvio

Stilfser Joch / Passo dello Stelvio

Stilfser Joch, Kehren 2, 3 und 4

Stilfser Joch, Kehren 2, 3 und 4

Das Stilfser Joch / Passo dello Stelvio

Den ganzen Anstieg habe ich mit einem Pulsschnitt von 143 bewältigt. War dabei oft im GA 1, teilweise auch über GA 2 heraus, aber im Mittel im gesamten GA 2 Bereich. Und konnte so frohgemut die Landschaft bewundern und schön stetig den Anstieg bewältigen. Insgesamt habe ich für das Stilfser Joch eine Zeit von 3:00:39 h benötigt. Mit Gesamt 22 Minuten Standzeit ergibt sich somit eine reine Fahrtzeit von 2:37 h nur bergauf – fein.

Cima Coppi. Passhöhe Stilfser Joch / Passo dello Stelvio

Fausto Coppi, il Campionissimo

Kurz nach der Labe oben am Stilfser Joch halte ich am Passschild wieder an und rüste mich erst mal wieder für die kommende Abfahrt. Denn trotz der Sonne ist es hier oben und um so mehr dann bei der folgenden Abfahrt richtig, richtig kalt. Also schön in Ruhe den Buff unter den Helm gezogen, Beinlinge an, Armlinge an, Windjacke an. Dabei noch etwas die Atmosphäre hier oben am Joch in mich aufgesogen und dann in die Abfahrt gerollt, die nach wenigen hundert Metern dann in den Abzweig zur Abfahrt über den Umbrailpass und damit in die Schweiz führte.

Kurz nach dem Abbiegen vom Stilfser Joch und kurz hinter der Schweizer Grenze. Der Umbrailpass führt uns in reiner Abfahrt in die Schweiz und das Val Müstair.

Schweiz. Hach :) Allein schon der Blick hinein und die schöne Abfahrt. Das kurze Stück Naturstraße ist wirklich sehr gut „befestigt“. Kein grober Schotter oder ähnliches, nein, eine wassergebundene mineralische Deckschicht, die gut zu befahren ist. Natürlich kann man in den Kurven nicht mit maximaler Schräglage rangehen – aber man muss sich im Vorfeld keine Sorgen machen, ob und wie man über das im Streckenplan angekündigte „Naturstraßen“ Stück heil hinüberkommt.

31 Minuten dauert die tolle Abfahrt bis nach Sta. Maria im Val Mustair, Hier gibt es eine weitere Labestation (mit trockenem Weissbrot und ein paar Powerbar-Riegeln, yay…)

Wieder wandern Windjacke und Beinlinge in die Rückentaschen und weiter geht es Richtung Ofenpass.

Los geht’s: hier haben die ersten Meter zum Ofenpass bereits begonnen

Der Pass dal Fuorn, wie er lokal heisst, ist nicht zu unterschätzen. Zwar nicht so lang und nicht so hoch wie das Stilfser Joch, aber über weite Strecken ist er knapp 9 % steil. Die Labestation ist direkt an der Passhöhe untergebracht.

Pass dal Fuorn / oben am Ofenpass

Pass dal Fuorn / oben am Ofenpass

Oben am Ofenpass genehmige ich mir wieder einen Powerbar-Riegel, fülle meine Flaschen auf und ziehe dann wieder die Windjacke und Armlinge an. Ich bin hier nicht auf der Flucht, ich genieße (und zwar in vollen Zügen) diesen herrlichen Tag in den Bergen und auf dem Rennrad! Rein geht es in die Abfahrt. Hier war ich schon mal im Schweizer Nationalpark wandern. Eine tolle Abfahrt; ich kam mir fast vor wie in Kanada. Lange Geraden, links und rechts Nadelbäume. Zum Jauchzen Herrlich!

Lange Geraden wie hier prägen die Abfahrt des Ofenpasses durch den Schweizer Nationalpark

Bald ist Zernez erreicht, und fast wäre ich an der Labestation vorbeigefahren, so schön war ich noch von der Abfahrt in Schwung. Aber auch hier wird schön angehalten und geschaut, was es Leckeres gibt. Endlich! Ich habe mich in die Kuchenklasse vorgefahren. Die erste Labestation, die voll ausgestattet ist und alles bietet, was augenscheinlich bereits seit Beginn für die Ausgabe vorgesehen wurde.

Und dann: das Engadin. Der Abschnitt, wo in jedem Bericht, Report, Forenbeitrag steht: „du musst eine gute Gruppe finden, da durch das Tal meist ein guter Gegenwind zu erwarten ist“. Naja. Windig war es in der Tat. Aber auch sehr schön. Berge zu beiden Seiten, über weite Strecken der smaragdgrüne Fluss zur Rechten, das fast ständige, leichte Gefälle – da macht auch der Gegenwind keinen Kummer. Es läuft einfach gut. Dabei noch schönstes Wetter, aber nicht zu heiß – Herz, was willst du mehr? :)

Im Engadin, den Inn zur Rechten

Im Engadin kommt der Wind oft von vorn, aber das Gefälle ist auf meiner Seite

Im Engadin

Dann kommt Martina und mit dem Ort die Grenze zurück nach Österreich und die letzte Labestation am Fuß der Norbertshöhe. Hier gönne ich mir eine Cola. Esse noch einen halben oder 2/3 Riegel und mache mich dann in den letzten Anstieg des Dreiländergiros. Oben angekommen, liegt Nauders einladend im Tal und alles, was noch übrig bleibt, ist, zum Ort herunter und in das Ziel zu rollen. Und als ich im Ziel bin, bin ich fast enttäuscht: ein wunderbarer Tag und mein erster Alpenmarathon auf dem Rennrad liegt hinter mir.

Ausruhen nach dem Giro zu Füßen Burg Nauders

Ausruhen nach dem Giro zu Füßen Burg Nauders

Verdient. Und sogar gutaussehend. Und Rot! Das Finisher-Trikot des Dreiländergiro 2011

Ich habe viele Fotos unterwegs gemacht, habe einfach die herrliche Landschaft genossen und dabei sowohl ein Super Training (*Hust*, Rennen kann man es wirklich nicht nennen) durchgeführt, als auch meine ersten beiden Alpenpässe in mein Palmarés geschrieben. I’m hooked!

Distanz: 165,76 km, Höhenmeter: 3504 m, Zeit: 9 h 47 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 19,5 km/h, Durchschnitts-HF: 135

auf Strava:

Das Kalenderblatt für diesen Monat in meinem Rennradkalender 2012

Foto-Galerie:

3 Gedanken zu “Der Dreiländergiro 2011

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