Im Ilsetal

Pfingsttouren mit dem Rennrad. Zu Dritt durch das Wittgensteiner Land.

Rad fahren

Vor einiger Zeit kontaktierte mich Katrin, ein netter Twitterkontakt. Den ich auch gar noch nicht so lange habe. Augenscheinlich hatten meine Tourbeschreibungen und Fotos in ihr die Motivation geweckt, sich die landschaftlichen Reize des Rothaargebirges aus eigenen Augen anzuschauen und gleichzeitig ein paar Höhenmeter zu sammeln.

Im Ilsetal

Über Pfingsten buchte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Gerry in einer Pension nahe des Berleburger Schlosses ein. Dem Wunsch im Vorfeld, ihr doch ein paar Strecken zu empfehlen, kam ich gerne nach. Überlegte ich im Vorfeld noch, eventuell über Pfingsten beim Bimbacher Radmarathon in der Rhön zu starten, verwarf ich das und plante zwei schöne Touren (und eine dritte, kurze als Montagsreserve), um im Idealfall zwei neue Fans des Wittgensteiner Lands zu gewinnen und auf jeden Fall zwei angenehme Ausfahrten in Gesellschaft und durch ein paar Highlights der Region genießen zu können.

Das Wetter spielte auch mit, besonders am Samstag, und so konnten wir zu dritt zwei tolle Pfingsttouren von Bad Berleburg aus auf schmalen Reifen durch das Rothaargebirge unternehmen.

Ich hatte die Strecken jeweils mit Start und Ziel in Bad Berleburg geplant. Schließlich waren Katrin und Gerry dort untergebracht. Die Touren habe ich auch bei GPSies abgelegt. Wer sie nachfahren möchte, kann sich also dort die Strecken anschauen und im gewünschten Format für das GPS-Gerät oder den Radcomputer der Wahl herunterladen. Oder er liest sich erst mal die beiden folgenden Berichte von Samstag und Sonntag durch… :)

Samstag, 26. Mai, Rennrad-Tour Nord und Süd vom Rothaarkamm rund um die Wittgensteiner Schweiz bis zum Dach Westfalens und durch das Sauerland

Ausgangspunkt Bad Berleburg bedeutete für mich als Erndtebrücker natürlich zuerst mal, nach dem Frühstück von Erndtebrück nach Berleburg zu radeln. Dort hatten wir uns am Bahnhof verabredet. Heute war ich früh genug, dass es nicht in ein Zeitfahren ausarten musste. Zu Hilfe kam mir dabei, dass ich mittlerweile auch so schon eine ganz angenehme Reisegeschwindigkeit anschlagen kann, ohne in den Entwicklungsbereich zu kommen.

Pünktlich um 11:00 Uhr kam ich am Bahnhof an und sah die beiden schon. Erkennen fiel leicht. Etwas dabei geholfen hat natürlich der Umstand, dass sonst keine Radfahrer und ganz speziell keine Rennradfahrer in der Nähe waren. Ein Umstand, den die beiden in beiden Tagen öfters erstaunt erwähnten. Sie konnten sich, völlig zurecht, wie ich meine, kaum vorstellen, dass es in einem solch tollen Revier so wenige Rennradler gibt. Tja – da sind wir hier noch Entwicklungsregion. Aber, wie mir die beiden auch bestätigten, wir haben hier alles da: schöne Straßen, tollste Landschaft, anspruchsvolle Strecken (da könnte der Hase im Pfeffer liegen, Punkt 1) und wenig Verkehr (Hase im Pfeffer, Punkt 2 – wenig Verkehr wegen wenigen Leuten = wenig potenzielle Radfahrer, die zudem auch häufig unsere waldreiche Heimat per Mountainbike erkunden).

Ich fand die beiden auf Anhieb sympathisch und nett und dafür hätten sie auch gar nicht so ausführlich mein Wilier Triestina GranTurismo bewundern müssen. ;-)
Vor allem, da auch Gerry mit seinem schwarzen Look einen wirklich edlen und geschmackvoll ausgestatteten Renner unter den Beinen hatte und Katrins Cannondale SuperSix einfach ein typischer, schöner und sehr guter Cannondale Klassiker ist.

Nach etwas Kettengesprächen schlug ich dann als erste Tour diejenige mit den meisten Höhenmetern als Tour des Tages vor. Stark anfangen und direkt zum Dach Westfalens war die Devise.

Und so führte ich die beiden vom Bahnhof über den Kreisel und der Straße am Sähling direkt über Nebenstraßen nach Wemlighausen, wo auch schon das erste Schmankerl der Tour wartete: der recht knackige Anstieg zum kleinen Weiler Laibach. Auch landschaftlich finde ich diese Ecke (und auch die folgenden) besonders reizvoll. Und wie ich an den Blicken sah und mir auch wortreich bestätigt wurde: da war ich nicht alleine… ;-)

Nach dem Durchschaufen ging es durch lichten Laubwald zunächst bergauf, dann flach weiter. Zur Belohnung winkte der Blick über das Edertal bei Schwarzenau. Nach einer Abfahrt und etwas Rollerstrecke kamen wir nach Elsoff. Wie gut, dass ich im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, und das Elsoffer Schützenfest extra auf Pfingsten legen liess… *Hust* ;-) So präsentierte sich Elsoff noch herausgeputzter als sonst schon und bot mit Willkommenskränzen, Wimpeln und Birkenreisern entlang der Straßen ein einladendes Bild. Da hab ich extra eine kleine Schleife durch das Dorf eingebaut, um etwas mehr an Eindrücken sammeln zu können.

Aus Elsoff heraus schlugen wir die Richtung nach Alertshausen ein. Hier bogen wir am Hinweisschild zum Grillplatz über den Bach links ein. Der folgende Anblick des im Einstieg kurz an die 12/13 % steilen Sträßchens machte Eindruck ;-). So steil bleibt es aber nicht und im weiteren folgten wir der kleinen Straße „Zum Katzensprung“ bergauf vorbei an Wiesenflächen, Lichtungen und schließlich Nadelwald, um uns kurze Zeit später unweit von Hof Teiche schon wieder scharf in eine Waldabfahrt nach Diedenshausen zu wenden. In Wunderthausen, meine Tourgäste kennen das Prozedere mittlerweile, folgt natürlich der nächste Anstieg. Der ist aber relativ verhalten, bietet aber deswegen nicht minder schöne Ausblicke. Wie hier vom Kraftsholz.

Kraftsholz

Vom Kraftsholz geht es auf schneller Abfahrt bergab. Wir nehmen aber nicht den gesamten Schwung in die anschließende Flachstrecke, sondern biegen am Wittgensteiner Angelparadies scharf rechts ab, um wieder wieder auf schmalem Wirtschaftsweg durch den Wald zu rollen. Vorbei am Hof Dambach geht es über eine Kuppe hinüber nach Girkhausen. An der Wallfahrtskirche vorbei folgen wir der sanft ansteigenden L 721 um etwas später doch steiler hoch nach Neuastenberg zu fahren. In der Folge fahren wir nicht direkt bis nach Winterberg, sondern biegen vorher nach links Richtung Altastenberg ab.

oberhalb von Girkhausen

Wir hatten uns vorher etwas über Strava unterhalten und als wir gerade abbogen meinte Katrin, sie würde dann lieber runterschalten. Ich meinte, ich würde hochschalten, ich müsse ein paar Holländer versägen, es gäbe hier ein entsprechendes Segment. Gerry meinte nur: „Go for it!“ ;-)

Dieses Segment ist recht kurz, es ist nur rund 1,3 km lang und weist 68 Höhenmeter vom Abzweig der Landstraße bis zum Kahlen Asten auf. Nach kurzem Halt vor dem Abbiegen aufgrund Gegenverkehr trat ich dann richtig rein (natürlich alles im Rahmen meiner immer noch bescheidenen Möglichkeiten). Puh, das war hart, ich ging sofort in den anaeroben Bereich und erfuhr somit eine neue HFmax (von 182 auf 183). Konnte mich aber stabilisieren und ohne zu platzen bis ganz nach oben fahren. Bin wirklich mit mir zufrieden, auch wenn ich den KOM (King of Mountain) um nur 3 Sekunden verpasste. 3 Min 20 Sek und ein resultierendes Mittel von 23,6 km/h und den zweiten Platz im Ranking erreichte ich. Blöd, dass mein lokaler (und wesentlich jüngerer ;-p) Strava-Kontakt Julian aus Medebach sich dadurch angestachelt sah (ich hatte ihn nämlich auch übersprintet ;-)) eine neue Anstrengung dort zu unternehmen und sich einen Tag später den KOM zu holen. Na, auch gut – damit ist der Kahle Asten wenigstens wieder in lokaler Hand. Aber: Ist Strava nicht ein cooles, motivierendes Radportal? Ja, ist es! :)

Kahler Asten

Kurze Zeit nach mir kam dann auch Gerry und in der Folge dann Katrin oben am Gebäude am Kahlen Asten an. Das Dach der Tour ist gleichzeitig das Dach Westfalens: Der Kahle Asten! Hier genossen wir erst mal die Aussicht, schauten uns die Leute an, die hier auch Rast machten (viele Motorrad-Fahrer) und verpflegten uns. Lecker Apfelstrudel mit Vanillesoße. Mjamm! Leider dauerte es etwas, bis wir diese auch tatsächlich auf dem Tablett, und in der Folge bezahlt, hatten. Zu viele Motorradfahrer in der Schlange an der Theke vor uns, die vom Gashebel drehen dermaßen erschöpft schienen, dass sie ihre leeren Speicher mit Mengen an Pommes Frites und Currywurst wiederbefüllen mussten…

Frisch gestärkt folgt jetzt eine lange Abfahrt. Zunächst vom Kahlen Asten nach Altastenberg, von dort über das große Bildchen und durch das Sorpetal bis nach Winkhausen. Von dort fahren wir direkt wieder über Wirtschaftswege nach Grafschaft und weiter nach Fleckenberg, um die letzte große Herausforderung des Tages anzunehmen: der Anstieg nach Jagdhaus. Das ist einer von drei Anstiegen, den die Bike-Arena Sauerland mit kleinen Kilometermarkern versehen hat, um den geneigten Radler anzuzeigen, wie lange er noch zu leiden hat, äh – wie er sich die Kräfte einzuteilen hat. ;-)

Vorher passe ich die Tour ein klein wenig an, um Katrin und Gerry noch ihre Flaschen nachfüllen zu lassen. Hier erfahre ich auch, dass man selbst mit der Farbe des Sportgetränks ein Fashion Statement, äh, Rennrad Style betreiben kann. Es geht dabei aber nicht um Anwesende… :)

In Fleckenberg geht der Anstieg zum Jagdhaus sofort mit einem Ausrufezeichen los: Mit 11 % fährt man aus Fleckenberg heraus. Wie im Vorfeld schon praktiziert, fahren wir in Anstiegen jeder unser eigenes Tempo bzw. ich fahre mit Gerry vorn.
So ist optimales Raufkommen auf den Berg gegeben, ohne dass man sich quälen muss oder sich aus falschem Ehrgeiz platt fährt. Schliesslich soll die Ausfahrt ja auch genossen werden. Ich begleite Gerry, der eine starke Leistung an den Tag legt. Obwohl älter als ich und nicht im Mittelgebirge heimisch, kam er da super hoch. Ich war auch schon in Zone 3 und 4. Und war selbst erstaunt, dass ich dabei schön ruhig und locker atmete. Gerry meinte dann auch zu mir, ich könne doch bitte wenigstens mal etwas lauter atmen… ;-)

Jagdhaus

Geschafft! und QOM ;)

Auf der Abfahrt von Jagdhaus nach Wingeshausen kamen wir an der Wisent-Wildnis Wittgenstein vorbei. Die Wisente sind schon drinnen; eröffnet wird das Schaugehege allerdings erst im Sommer 2012. In Wingeshausen angekommen folgen wir der Eder (mit Sonne in den Speichen, wie Katrin bemerkt) bis nach Berghausen, um dort über den Stöppel wieder nach Bad Berleburg zu kommen. Hier wartet noch der Schlossberg mit einer kurzen, aber knackigen Bergankunft auf uns, die wir im Anschluss sofort mit einem großen, alkoholfreiem Weizen draußen vor der Alten Schule begießen. Herzlichen Dank noch mal für das Einladen dazu, und auch für den Apfelstrudel. :)

Nachdem wir bei dem Weizen in der Sonne die Eindrücke der Tour rekapitulierten, wünsche ich den beiden einen schönen Abend und fahre über Weidenhausen und Leimstruth nach Erndtebrück zurück.

Distanz: 130,4 km, Höhenmeter: 2095 m, Zeit: 8 h 05 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,8 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 22,2 km/h, Durchschnitts-HF: 130

GPS-Track zum Download auf GPSies

auf Strava:

Sonntag, 27. Mai, Rennrad-Tour von Bad Berleburg über Feudingen durch das Ilsetal und entlang der Eisenstraße ins Sieger- und dann Sauerland…

… und über den Rhein-Weser-Turm zurück.

Und inklusive meiner gewählten An- und Abfahrt von und nach Erndtebrück habe ich da aber eine schöne Track-Grafik gemalt, fällt mir beim Download der Streckendaten von meinem Garmin Edge auf:

Heart of the Rothaar Mountains

Erinnert mich an ein Herz. Il cuore delle montagne Rothaar (auf italienisch, denn der Giro d’Italia wird heute auf seine finale Etappe gehen) oder Heart of the Rothaar Moutains.

Auch am Sonntag wollen wir uns zur gleichen Zeit am Bahnhof in Berleburg treffen. Ich muss mich etwas mehr sputen, da ich vor dem Losfahren nochmal Druck auf das Hinterrad geben muss (wie ich beim Routinecheck vor dem losfahren unerwartet feststelle). So fahre ich in einer knappen halben Stunde mein erstes Intervall des Tages und komme gut aufgewärmt bei Katrin und Gerry an.

Heute fahren wir zuerst auf langgezogener, sehr verhaltener Steigung in Richtung Südwesten zur Leimstruther Höhe. Hier geht es über bester Oberfläche mit geschwungen Kurven bergab bis nach Holzhausen. Eine schöne Rollerstrecke, die ich sehr gerne bis Sassenhausen und dann flach weiter entlang der Lahn bis nach Bad Laasphe fahre. Heute biege ich mit Katrin und Gerry aber Richtung Steinbach ab. Die Abfahrt, aber auch der Blick in das Nebental Richtung Steinbach und Rückershausen, verfehlt ihre Wirkung nicht. Hätte ich im Vorfeld gar nicht so erwartet, wurde mir aufgrund der Reaktionen von Katrin und Gerry auch heute wieder des öfteren (an erwarteten, aber auch nicht erwarteten Stellen) verdeutlicht: Wittgenstein macht Eindruck. :)

Licht- und Schattenmuster, Leuchtendes Laub

Bald sind wir in Feudingen und fahren zum Einstieg des Ilsetals und dann immer der Ilse folgend zuerst sanft, und am Ende vor Heiligenborn, sehr steil bergauf. Für mich ist das Ilsetal das Kleinod des Wittgensteiner Lands. Ein wunderbares, kleines und schmales Tal, in dem natürlich gerade im Mai frisches Grün von Wiesen und Bäumen richtiggehend strahlt, ein kleines (leider in schlechtem Zustand befindliches) Sträßchen hindurch und Richtung Heiligenborn und Eisenstraße führt und im Talgrund die Ilse plätschert.

Gerry und Katrin im Ilsetal

Mein Wilier Triestina in HeiligenbornOben an der Eisenstraße angekommen, fahren wir an der Lahnquelle vorbei zur Siegquelle und schauen uns diese kurz an. Weiter führt die Eisenstraße mit ihren charakteristischen, langen Geraden durch den Wald, die Katrin an beinahe schon kanadische Verhältnisse erinnert. Hier oben habe ich wohlweisslich einen kleinen Abstecher zum Forsthaus Hohenroth, bzw. zum dortigen Café Waldland, eingeplant. Hier gibt es an Sonn- und Feiertagen leckeren, selbstgebackenen Kuchen. Bzw. frische Waffeln. Ich nehme welche mit Zimt und Zucker und Katrin und Gerry mit Puderzucker. Zusammen mit einem Pott Kaffee kann man es da aushalten. Schön, auch mal in Gesellschaft zu radeln – alleine kehre ich nur alle Jubeljahre mal irgendwo zu Kaffee oder Kuchen ein.

Im Ilsetal

Nach einem kurzen Blick auf die Hirsche im Wildgehege fahren wir entlang der Eisenstraße weiter bis Lützel Siedlung, nicht ohne vorher an der „Schönen Aussicht“ eben diese weit über die Höhen des Siegerlandes auf uns wirken zu lassen. Jetzt ging es die B 62 und dann die B 508 herab bis nach Hilchenbach. Wieder eine schöne Abfahrt, wo man es geschmeidig laufen lassen kann. Das wurde am Sonntag allerdings etwas durch den starken Verkehr Richtung des in unmittelbarer Nähe befindlichen Giller und des bekannten Pfingsfestivals KulturPur getrübt. In Hilchenbach angekommen, wurde es dann aber wieder ruhiger. Sanft ansteigend bis nach Oberndorf, dann „etwas“ weniger sanft. Ich war mit Gerry vorne und erwähnte es noch „guck mal, überall vor uns Wald, wir kommen hier nicht mehr raus“ und dann „gleich wird’s steiler“. Leider hatte Katrin das Memo nicht gekriegt… ;)

Der Anstieg zur Oberndorfer Höhe weist mehrere Spitzen bis knapp über 13 % und im Mittel gute 11,5 % auf. Ahemm. Aber ich hatte im Vorfeld meiner Planungen extra gefragt, wie steil es denn maximal werden dürfe und als Antwort 16 % erhalten… Und ich wusste, sie hatte auf meine Empfehlung ein angepasstes Ritzelpaket montiert… also… ;-)

Oberndorfer Höhe. Zu erschöpft, um mich zu erwürgen - puh, noch mal Glück gehabt... ;-)

Nun ja, somit war quasi der sonntägliche Königsanstieg erklommen (zwar nicht der höchste, aber der härteste) und es wartete nur noch der Anstieg zum Rhein-Weser-Turm. Dieser wurde auch nach der Abfahrt bis nach Würdinghausen und der Anfahrt Richtung Oberhundem erreicht. Viele Serpentinenkurven bedeuten allerdings einen sehr komfortablen Steigungsschnitt von unter 5 % im Mittel. Der im letzten Jahr frisch sanierte Asphalt tut ein übriges. Geschmeidig erklimmen wir den Gipfelpunkt der heutigen Tour. Nicht ohne wieder ein paar tolle Blicke über die Höhen des Sauerlandes zu erhaschen. Leider (und schon total verwöhnt durch die sehr ruhige gestrige Tour) müssen wir uns diese schöne Strecke aufgrund des Feiertags mit nicht wenigen Motorrädern teilen. Das ist hier zwar noch relativ verhalten, aber Sauerland und die Hotspots wie Rhein-Weser-Turm und Co sind halt nicht nur Anziehungspunkte für kurven- und anstiegssüchtige Rennradfahrer…

Ab dem Rhein-Weser-Turm geht es erst in einer sehr schönen Abfahrt und dann auf toller Rollerstrecke mühelos bis ganz nach Bad Berleburg. Ein letzter Hüpfer über den Stöppel und dann wieder die Bergankunft zum Schlossberg und wir können wieder am gleichen Tisch mit dem gleichen Getränk auf die gelungenen zwei Tage anstoßen. Es hat mich sehr gefreut, dass es Katrin und Gerry so gut gefallen hat und dass ich wir auch tolles Wetter hatten. Das können wir gerne mal wiederholen.

Natürlich waren die beiden von ihrer Heimat her keine Anstiege wie hier gewöhnt. Daher sind wir, von Anstiegen abgesehen, auch von der Durchschnittsleistung und Durchschnitts-HF sehr entspannt gefahren. Nichtsdesto trotz fand ich es nicht nur angenehm, sondern fühle auch einen schönen Trainingseffekt. Bis zu diesem Wochenende hatte ich vom Trainingsplan (und den vorgesehenen/ zur Verfügung stehenden Stunden) her nämlich erst einmal eine maximale Streckenlänge von 114 km zurückgelegt. Und an diesem Wochenende mit meinen An- und Abfahrten von Erndtebrück je zweimal etwa 140 km. Sehr schön!

Distanz: 139,3 km, Höhenmeter: 1525 m, Zeit: 7 h 29 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 25,2 km/h, Durchschnitts-HF: 127

GPS-Track zum Download auf GPSies

auf Strava:

Galerie mit weiteren Fotos:

10 Gedanken zu “Pfingsttouren mit dem Rennrad. Zu Dritt durch das Wittgensteiner Land.

  1. Sehr sehr schön geschrieben, und die Bilder sind wirklich klasse. Besonders gut gefällt mir das Schwarzweiß-Bild, wo Gerry von hinten zu sehen ist und von mir das Vorderrad. Uns hat das Wochenende im allgemeinen und die Touren mit dir im besonderen ganz viel Spaß gemacht! Wie bereits gesagt: Wollen wir gern wiederholen. Vielleicht hast du auch mal Lust mit uns durch den Teutoburger Wald zu „heizen“. Da siehst du auf jeden Fall mehr Mensch und Material. ;)

    1. Danke dir! Ja, das erwähnte Foto gefällt mir auch besonders gut. Man muss halt einfach mehr mit der Kamera beim Fahren spielen, wie man mal wieder sieht. :)
      Das nächste Mal machen wir ähnliches mit mehr Speed – dann kriege ich noch schön verwischte Panning-Effekte… :)

      Teutoburger Wald… warum nicht. Müsste mal schauen. Jetzt freue ich mich erst mal auf den Maratona. :)

    1. Hehe, ja, habe ich gesehen.
      Tjoa – komm‘ vorbei. Ich bin aber nicht so Dauer-Ausfahr-gestählt wie du. Du bist ja scheints irgendwie ständig auf dem Rad unterwegs… ;-)

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