Spazierenfahren mit dem Rennrad über Oberndorf, Rückershausen und Feudingen

Rad fahren, Uncategorized

Zum Ende der leichten Woche bei schönstem Sonnenschein den jungen Frühling genossen. Bin dabei einfach mit dem Rennrad im wahrsten Sinne spazieren gefahren und habe dabei ein paar kleine Sträßchen erkundet und befahren. Einfach weil sie da waren. Und einfach, weil ich die eine oder andere davon noch nie befahren hatte.

Schön :)

Muss man öfters machen. Gar nicht weit weg von daheim fahren, einfach nur so dahin rollen und mal die Winkel in der engsten Nachbarschaft erkunden. Erholsam. Und hält auch die Motivation für das Training oben.

[Oberhalb Oberndorf]

Heute war ich übers Dille gefahren und bin von dort nach Oberndorf hinein gefahren. Davor habe ich den Blick „über die Höfe“ Richtung Feudingen festgehalten. In Oberndorf dem Bach folgend durch den Oberndorfer Bruch wieder hoch zum Dille und zum Ort des Oberndorfer Osterfeuers gefahren. Schaut schon sehr klassisch aus, der gerichtete Holzhaufen. Bald wird er in Rauch aufgehen.

Nach weiteren Fotos gings nochmal die gleiche Schleife hinunter nach Oberndorf, dann aber über das Sträßchen „Am Aberg“ über die Bahnlinie Richtung „in den Höfen“ nach Rückershausen. Mein erster Abzweig führte mich leider an einen etwas sehr schmalen (Wiesen-)Pfad.

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[Jetzt brauchts einen schlanken Fuß ;-)]

Da bin ich doch lieber über die Höfe, die Rückershäuser Straße und anschließend über den Hohlen Weg am Sportplatz vorbei nach Feudingen gefahren. Auch hier wählte ich diverse kleine Sträßchen, fuhr am Freibad und Volkshalle vorbei, um mich auf der Straße zum Auerbachtal wiederzufinden. Ein hübsches kleines Tal, das sich auch zu weiteren Erkundungen per Pedes eignet. Mit dem Rennrad heißt es aber bald umzukehren, zumindest, wenn man nicht über Waldwege fahren möchte (was auch schön sein kann ;-))

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[Im Auerbachtal bei Feudingen]

Auf dem Rückweg von Feudingen habe ich dann die Südostanfahrt zum Dille hoch im EB zurückgelegt; Spazierengehen muss auch irgendwann aufhören… ;-)

Distanz: 30,69 km, Höhenmeter: 844 m, Zeit: 2 h 12 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 13,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 18,0 km/h, Durchschnitts-HF: 124

auf Strava:

http://app.strava.com/runs/5718666/embed/c69379d930c0965e21f549c04cb3400d4a6f1607

Welche Systemkamera darf es denn sein? Teil 2: MicroFourThirds oder Sony NEX – wer macht das Rennen?

Fotografie, Produkttests

Im Teil 1 habe ich im Vergleich zu digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras das Konzept der Systemkameras, also kompakter Digitalkameras ohne Klappspiegel, aber mit Wechselobjektiven, vorgestellt.

Und ich habe einige Vorteile und Möglichkeiten der Systemkameras herausgestellt. Der mir dabei wichtigste ist der Aspekt der Kompaktheit.

Mit spitzer Zunge gesagt: Systemkameras sind für mich nicht der neueste Schrei, der SLR-müden Internetforen-„Fotografen“ ein neues Spielzeug gibt und Gelegenheit zum Zurschaustellen cooler, leica-ähnlicher und retrogestylter Möchtegern-Messsucherkameras bereitet. Nein, Systemkameras sollen bei mir den Vorteil ihrer möglichen Kompaktheit zur Gänze ausspielen. Meine Canon DSLR-Ausrüstung ist hervorragend, danke Canon. Sie könnte gerne etwas leichter und kompakter sein – aber die erreichbare Bildqualität und das Arbeiten mit ihr ist ein Genuss (Raum für Verbesserungen gibt es natürlich überall, so auch hier ;-)). Ich brauche nichts Neues, nur um des Neuen willen. Oder weil es nur ein klein wenig kompakter ist. Und vielleicht noch von einem Hersteller, der erst noch richtig lernen muss, wie eine Fotokamera für Fotografen zu bedienen sein muss.

Ich brauche etwas, was dahin kann, wo eine klassische DSLR nicht hin kann. In die Jacken- oder Trikottasche nämlich. Und auf diese Weise dahin, wo man eine große DSLR oder große Fototasche nicht mit hinnehmen darf oder nicht mit hinnehmen will. Zum Beispiel: auf mein Rennrad.

Aber dabei soll die Kamera trotzdem alle Funktionen bieten, die ich brauche und in der Bildqualität gegenüber meiner DSLR (derzeit eine Canon EOS 7D) möglichst wenig oder besser gar keine Kompromisse erforderlich machen.

Mit diesen Vorraussetzungen, hier sind die Wettbewerber:

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Die Kompaktkamera Canon Powershot S95. Meine bisherige Lösung für unterwegs bzw. auf dem Rennrad. Sie gilt es deutlich zu schlagen, sonst brauche ich mir den Mehraufwand nicht anzutun. Die Canon S95 ist dabei schon eine der besten digitalen Kompakten und bietet darüber hinaus auch meine Minimalanforderungen, nämlich fotografieren im RAW-Format und Blendenvorwahlprogramm Av bzw. Ae.

Für Micro Four Thirds stehen im Ring:

Die Panasonic Lumix GF2 und GF3. Beide haben (im Grunde?) den gleichen 12 MP Sensor, beide sind schön kompakt. Dabei ist die GF3 das neuere, nochmals etwas abgerundete Modell. Dies wirkt sich aber nicht auf die wesentlichen Maße, vorwiegend die Gehäusedicke, aus.

Die Olympus PEN E-PL3. Auch sie hat einen (vermutlich den gleichen?) 12 MP Sensor wie die GF2 und GF3.

Die neue Panasonic Lumix DMC-GX1. Sie besitzt den gleichen Formfaktor wie die GF2, bietet aber deutlich mehr manuelle Kontrollen, darüber hinaus auch wieder einen Anschluss für einen Kabelfernauslöser und hat einen neuen, 16 MP auflösenden Sensor.

Diese Kameras wurden mit den folgenden drei (bzw. vier) Objektiven getestet: Panasonic 14mm/2.5 Pancake, Panasonic 20mm/1.7 Pancake, Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3.5-5.6 OIS Pancake und Olympus M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II R.

Das Sony NEX System wird vertreten durch:

Die Sony Alpha NEX-5n. Sie besitzt einen Sony-eigenen 16 MP Sensor. Getestet wurde sie für Vergleichszwecke vorrangig mit dem Zoomobjektiv Sony E 18-55mm F3.5-5.6 OSS.

Meine Eindrücke und Bewertung:

Im Folgenden findet Ihr weder tiefgreifende Reviews jeder einzelnen Kamera noch detaillierte und akribisch beschriebene Labortests. Dafür gibt es andere Dienste oder Webseiten (z.B. DPReview.com. Entsprechende Links habe ich jeder Kamera und jedem Objektiv oben zugeordnet). Ich schildere lediglich meine Eindrücke bzw. hebe hervor, was mir (natürlich insbesondere im Hinblick auf die geplanten Einsatzzwecke) persönlich aufgefallen ist oder wichtig erscheint.

Das Handling der Kameras in Kürze:

Canon Powershot S95:

Mit der Canon S95 kommt man nach etwas Testen gut zurecht, sie hat eine angenehme Bedienung.

Was besonders toll ist: Einstellmöglichkeit über Objektivring; großes, gut auflösendes Display; ihre besondere Kompaktheit; umfangreich einstellbarer Selbstauslöser

Was vorrangig fehlt: frei verschiebbares Fokusfeld für den Autofokus (nur zentral möglich – also immer Focus und recompose erforderlich)

Was schön wäre: Anschluss für Fernauslöser;  Kipp- oder Schwenkdisplay; Focuspeaking; Anschluss für externen Blitz

Panasonic Lumix GF2 und GF3:

Mit den Panasonics kommt man sofort zurecht, sie haben eine angenehme Bedienung und besonders die GF3 ist fast schon ein Handschmeichler.

Was besonders toll ist: Touchscreen, Bedienung wirft einem keine Stöcke zwischen die Beine

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser, Anschluss für Fernauslöser.

 Was schön wäre: Kipp- oder Schwenkdisplay, Focuspeaking, Blitzbelichtungskorrektur Was schön wäre GF3: Anschluss für externen Blitz (den hat nur die GF2)

Olympus PEN E-PL3:

Mit der Olympus PEN E-PL 3 kommt man sofort zurecht; gute Bedienung. Der Blick in das Menü verwirrt zunächst und Bedarf vertiefter Beschäftigung, offenbart dann jedoch eine außergewöhnlich umfangreiche Anpassbarkeit vieler Funktionen. Die Haptik ist unvorteilhaft sowohl beim Fotografieren aus der Hand als auch vom Stativ; es fehlt einfach ein kleines Widerlager in Form einer kleines Griffs oder einer Griffleiste vorn an der Kamera. Nicht nur fehlt dieser, sondern die Oberfläche ist dort auch recht glatt – das ergibt ein eher prekäres Gefühl in manchen Situationen.

Was besonders toll ist: viele Bedienmöglichkeiten

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser (wenn auch etwas besser als die anderen mFTs durch zusätzlich wähl- und einstellbare Verschlussvorauslösung)

Was schön wäre: größeres, bzw. besser ausgenutztes Display; höher auflösendes Display; Touchdisplay; Focuspeaking; PAL-Format bzw. Bildwiederholfrequenzen bei Videoaufnahme; Lagesensor (völlig unverständlich; fühle mich um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückversetzt. Hochformataufnahmen müssen manuell gedreht werden!); besserer Bildstabilisator.

Panasonic Lumix GX-1:

Mit der Panasonic Lumix GX-1 kommt man sofort zurecht, gute Bedienung, sehr handlich

Was besonders toll ist: viele Bedienmöglichkeiten; Touchdisplay; griffig; solider Ein-Aus-Schalter; elektronische Wasserwaage; Stativgewinde zentrisch in Objektivachse und so angeordnet, das auch mit montierter MiniConnect-Kupplung Batterie- und Kartenslotfach zugänglich bleibt.

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser; Display in der Wiedergabe als Schärfekontrolle nutzbar (das ist in der Wiedergabe bei Vergrößerungsstufen unerklärlich soft. Kein Vergleich zur Schärfedarstellung mittels Sucherlupe während manuellem Scharfstellen – das zeigt, dass das Display dazu in der Lage wäre. Warum geht es also in der Bildwiedergabe nicht?)

Was schön wäre: Focuspeaking; eine leicht bessere Haptik des vielgenutzten Daumendrehrades.

Sony NEX-5n:

Mit der Sony NEX kommt man nach einigem Testen und individuellem Konfigurieren gut zurecht, noch angenehme Bedienung

Was besonders toll ist: brilliantes Display; Touchscreen; Fokuspeaking

Was vorrangig fehlt: umfangreich einstellbarer Selbstauslöser; Anschluss für Fernauslöser

Was schön wäre: mehr Pancake-Objektive verfügbar; Blitzbelichtungskorrektur; Anschluss für externen Blitz

Meine Eindrücke zur Bildqualität:

Erste Feststellung (nicht unerwartet, aber wesentlich für die weitere Beschäftigung mit MFT): Die Bildqualität (mit 14er und 20er Pancake-Festbrennweite) der 12 Mio Px Panasonics (GF2 und GF3) ist deutlich den 10 Mio Px (und dem kleinen Zoom und viel kleineren Sensor) der Canon S95 überlegen. Sowohl bei bester ISO, als auch besonders bei höheren ISO.

Ein erster Vergleich des Panasonic 14mm/2.5 Pancake zum Vario PZ 14-42mm bei 14mm an einem Gartenmotiv:

Die Festbrennweite ist gut – das PZ akzeptabel bis zu zu soft im gesamten Sektor oberhalb Bildmitte rechts. Wird erst bei f8 und mehr ticken besser (aber nicht wirklich gut).

Ein erster Vergleich des Pana Vario PZ 14-42mm zum Sony E 18-55 Zoom (beide am kurzen Ende, d.h. Pana bei 14, Sony bei 18):

Das Sony ist im Sektor oberhalb Bildmitte rechts (da, wo das Pana richtig schlecht ist) deutlich besser. Dafür ist das Sony am linken Bildrand sehr soft, da ist das Pana Zoom sehr viel besser (beide bei Offenblende 3.5).

Bei f/8 werden die Unterschiede geringer, bleiben aber in oben beschriebener Weise bestehen. Sony zeigt darüber hinaus deutliche Farbsäume (die aber bei Panasonic trotz RAW bereits in der Kamera softwareseitig korrigiert werden? und die bei Sony problemlos in LR beherrschbar sind) und unabhängig vom verwendeten Objektiv in Lightroom (aber nicht z.B. in Sonys eigenem RAW-Konverter oder in Apple Aperture) immer die Neigung zu Treppenartefaktbildung (Jaggies, Aliasing – kann auch in Lightroom vermieden werden, wenn der 2003er RAW-Algorithmus ausgewählt wird).

Ein Vergleich der Olympus PEN E-PL3 zur Panasonic GF 3 (jeweils mit Pana 14mm Festbrennweite):

Die Olympus ist etwas wärmer in den RAWs, die Panasonic etwas kühler. Bildqualität je nach Motiv kaum oder doch schon etwas deutlicherer Unterschied. Z.B. leicht bessere Grasdetails bei der Oly. (Ergänzung: nach Angleich der Bilder mit Weissabgleich Tageslicht und weiterer Standardbearbeitung in Form von Clarity +20 und Dynamik +20 Oly insgesamt einen Hauch besser, aber nicht dramatisch).

Belichtungszeiten: Olympus mit ISO 200 (Basis-ISO) und Pana mit ISO 160 (Basis-ISO) führten zu gleichen Belichtungswerten.

Rauschen: habe kaum einen Unterschied wahrgenommen.

Resultat: Bildqualität kein Kriterium im Unterschied zwischen diesen beiden Kameras – rein das Handling sollte entscheiden.

Bildstabilisator der Olympus PEN:

Mein Eindruck: nicht Empfehlenswert (nur um das Wort „Schrott“ zu vermeiden). Noch nie in meinem Leben hatte ich es mit einem schlechteren Bildstabilisator zu tun. Meine Empfehlung kann nur sein: den internen Bildstabilisator der E-PL3 immer ausgeschaltet zu lassen und sein Vorhandensein nicht als Kaufkriterium zu werten.

Zur Vollständigkeit halber der Vergleich des zur E-PL3 mitgelieferten Kitzooms M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3.5-5.6 II und dem Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3.5-5.6 OIS, jeweils an der Panasonic GF3:

Bei 14 mm: Das Pana PZ erscheint bei f/3.5 und f/5.6 über den gesamten Ausschnitt leicht besser als das Olympus Zuiko, wer hätte das gedacht. Erst bei f/8.0 scheint Gleichstand zu herrschen bzw. sich der Eindruck leeeeicht umzukehren.

Bei 42 mm: Auch hier ist das Pana PZ durchgehend besser, sowohl offen bei f/5.6 als auch f/8 und f/11. Einzig in der unteren linken Ecke erscheint das Pana softer; dies fällt aber bei f/5.6 nicht ganz so auf und mindert sich auch wieder bei f/11.

Zwischenfazit:

Nach all dem Testen hätte ich mich mit MicroFourThirds als Ersatz für meine Canon S95 und als Austausch für meine Sony NEX-5n für Rennradausfahrten anfreunden können. Dies vor allem unter dem Hintergrund, dass zwar die Kameragehäuse nicht kleiner sind als die der NEX, das aber mit den Pancakes 14 und 20 mm und auch mit dem sehr interessanten PZ 14-42 mm sehr kompakte Rückentaschen-Optionen herstellbar wären, die so leider nicht mit der Sony NEX machbar sind. Da geht das nur mit dem 16 mm Pancake, aber sonst keinem Objektiv. Leider auch nicht mit dem Sony 18-55 Zoom.

Welche MFT hätte es denn nun sein sollen?

Die GF2 und GF3 hatten leider keinen externen Fernauslöser-Anschluss. Den hat die NEX auch nicht, aber wenn ich schon extra nochmal umsteige, dann brauche ich diesen. Denn leider besitzen alle getesten Kameras nicht den sehr komfortablen Selbstauslöser der Canon S95, der sich als überaus wertvoll für die Dokumentation diverser Momente meiner Rad- und anderer Ausflüge und Fotoexperimente erwiesen hat.

Also bleibt nur die Olympus E-PL3 oder die GX-1. Letztere bietet auch einen moderneren Sensor und einen Sensor, der zwar nicht von den Abmessungen, aber wenigstens von der Auflösung her mit dem Sensor der Sony NEX konkurrieren könnte.

Also: Olympus PEN E-PL3 gegen Panasonic Lumix GX-1:

Rauschen: Basis-ISO 160 der GX-1 zu Basis-ISO 200 der E-PL3 sowie ISO 400 zu ISO 400 –> Im Grunde 1:1 gleiches Rauschverhalten und gleiche Rauschtextur. ISO 1600 zu ISO 1600: winziger Hauch Vorteil der GX1. Alles in allem wäre ohnehin nur das Rauschen bei niedrigst möglicher ISO das relevante gewesen. Da mir dieses auf Pixellevel 1:1 gleich erscheint und, wollte man das Bild der GX1 auf die Größe der E-PL3 reduzieren, bei ersterer nochmals leicht verbessert würde, also Gleichstand bzw. Vorteil GX-1.

Bildstabilisierung / Objektive: Der interne Bildstabilisator der E-PL3 ist ein Graus. Obendrein war er bei früheren Modellen auch in ausgeschaltetem Zustand verantwortlich für potenzielle Bildqualitätsprobleme. Auf die in den Objektiven verbauten Bildstabilisatoren einiger Panasonic-Objektive hat man nur Zugriff, wenn diese einen dedizierten Schalter am Objektiv haben. Die Objektive, die ich vorrangig für meine Einsatzzwecke nutzen möchte, bzw. die überhaupt erst den Reiz von MFT ausmachen bzw. MFT einen Kompaktheitsvorsprung vor z.B. der Sony NEX geben, stammen ausnahmslos von Panasonic. Im Zweifelsfall ist die interne Software-Optimierung der Panasonic Kameras daher besser für den Einsatz mit diesen Objektiven geeignet. Vorteil GX-1.

Bildschärfe: Vorweg: Ich konnte für die Olympus E-PL3 bisher nicht (und habe auch keinen Aufwand da hinein gesteckt) Quellen bestimmen, die entweder einen im Verhältnis besonders schwachen AntiAliasing Filter oder eine besonders starke interne Default-Schärfung, die sich auch in den RAW-Files wiederfindet, definitiv bestätigen würden. Es scheint jedoch nicht nur mein Eindruck zu sein, dass Bilder der Olympus im Vergleich und je nach Motiv leicht bis deutlich schärfer erscheinen, als z.B. Bilder der ebenfalls 12 MP Sensoren besitzenden Panasonic GF2 oder GF3 (siehe oben). Und dies unabhängig von etwaigen JPG-Defaulteinstellungen, da ich per se nur mit den RAWs arbeite. So ist die PEN E-PL3 einer GF2 oder GF3 in dieser Hinsicht mindestens ebenbürtig bis deutlich überlegen. Wie bildet sich das auf einen Vergleich mit dem höher auflösenden (16 MP) Sensor der GX-1 ab?

Nun – ohne weitere Maßnahmen, 1:1 in Lightroom betrachtet, scheint auch hier die E-PL3 einen leichten Vorteil zu haben. Bzw. durch ihre gute Grundschärfe den leichten Unterschied von 12 zu 16 MP egalisieren zu können. Kann man also von der Bildqualität her schon schließen, dass die Megapixeldimensionsunterschiede beider Kameras unerheblich sind und man einfach diejenige Kamera nehmen kann, die einem besser liegt? Nun – nicht unbedingt. Den Hauch, den die E-PL3 schärfer erscheint, kann man problemlos durch „Unschärfe Maskieren“ z.B. in Photoshop erreichen. Es ist sogar so: Nach verkleinern des GX-1 Bildes (um einen 1:1 Vergleich zu ermöglichen) und gleichen Schärfungsparametern erscheint das GX-1 Bild knackig scharf während das E-PL3 Bild bereits hart überschärft wirkt und Treppenstufen an allen harten Kanten aufweist (Die Originalfotos habe ich gemeinsam mit ein paar weiteren Fotos in dieses Flickr-Set hochgeladen

E-PL3

GX-1

und zum Vergleich auch die NEX-5n ,

wer mag, kann dies also für sich selbst ausprobieren).

Mein Take away: Das E-PL3 Bild braucht man nicht, aber darf man auch nicht stark im Postprocessing schärfen (i.e. es ist schon gehörig inCamera geschärft). Das GX-1 Bild hat Postprocessing-Reserven und ist problemlos auf das Schärfe-Niveau der E-PL3 zu bringen. Es verbleibt also der volle Auflösungsvorteil und besserer Raum für Weiterverarbeitungen des Bildmaterials. Vorteil GX-1 (für mich – für jemand, der kleinere Bilddateien bevorzugt und keinerlei Postprocessing durchführen mag: Vorteil E-PL3).

Video: Soll hier für meine Zwecke nur eine untergeordnete Rolle spielen. Aber dennoch: Die E-PL3 kann leider nur HD in AVCHD konformen 60i. Das ist für europäische Zwecke leider unschön; die GX-1 lässt sich vorbildlich zwischen NTSC und PAL, d.h. in diesem Fall zwischen 60i und 50i umstellen. Vorteil GX-1.

Zusammengenommen mit den Handlingunterschieden (siehe oben bei Handling in Kürze) kann ich sagen, das für mich genommen die GX-1 der E-PL3 haushoch überlegen ist. Wenn MFT, dann also die GX-1, das stand jetzt fest.

Halt – Wirklich MFT? Oder doch nicht lieber NEX?

Ok, wenn MFT, dann die GX-1. Sie ist auch schön griffig und ließe sich daher sogar auch beim Fahren gut bedienen. Aber ist die Qualität doch da, wo ich sie haben möchte? Ist das Lumix G X Vario PZ 14-42mm nun die tolle, superkompakte Krönung oder bleibt es dabei, dass ich nur die beiden Pancakes 14 und 20 mm nehme. Aber – wenn es dann doch auch nur diese beiden sind – so viel Unterschied zur Sony NEX-5n mit dem 16 mm Pancake ist dann ja auch nicht. Als einziger handfester Vorteil verbliebe der Selbstauslöser-Anschluss, den die GX-1, nicht aber die NEX-5n besitzt.

Zudem ist mir beim Testen noch eine sehr negative Überraschung bei MicroFourThirds untergekommen: Bereits bei vergleichsweise harmlosen „Langzeitaufnahmen“ (bei 4 Sekunden kann man noch nicht wirklich von Langzeit sprechen, diese Zeit erreiche und überschreite ich häufig in der Dämmerung, Indoor oder bei Aufnahmen fließenden Wassers) wird das Rauschen insbesondere in den Schatten selbst bei Basis-ISO echt übel. Und das sowohl bei der GX-1 als auch der E-PL3. Und sowohl mit als auch ohne eingeschaltete Rauschunterdrückung, bei der die Kamera ein Darkframe gleicher Dauer wie die Ursprungsaufnahme aufnimmt und zur Rausreduktion verwendet.

Kein Vergleich zu meiner Canon EOS 7D oder der Sony NEX-5n. Einen leichten Eindruck davon könnt ihr euch anhand dieses Fotos der GX-1 und dieses Fotos der NEX-5n machen. Beide mit demselben Objektiv Leitz Elmar-C 1:4/90 mm jeweils Leica-zu-MFT bzw. zu-SEL Adapter angeschlossen.

Bezüglich der Güte (der des Fehlens desselben) des Lumix G X Vario PZ 14-42mm ist in den unterschiedlichsten Foren viel geschrieben worden. So richtig zufrieden scheint mir kaum jemand zu sein. So hatte ich mir direkt zwei Exemplare zum Testen besorgt:

Während ich bei Indoor-Testaufnahmen (und somit kurze Entfernung) an einem Bücherregal und zunächst für sich selbst genommen die Ergebnisse als akzeptabel wahrgenommen habe, konnte ich dennoch leichte Unterschiede zwischen den zwei Exemplaren ersehen.

Ich hatte somit einen Favoriten. Den habe ich bei 14 mm gegen die 14 mm Festbrennweite verglichen. Überraschenderweise habe ich dabei keine großen Unterschiede gesehen. Was mich dabei eher weniger vom 14-42 überzeugt, als über das 14er nachdenklich gestimmt hat. Immerhin konnte ich so auch beim besseren 14-42er Exemplar einen soften, stationären Bereich in Bildmitte oben links dingfest machen bzw. aus meinen ersten Tests bestätigen.

Bei 20 mm im Vergleich zur 20 mm Festbrennweite kam  dann endlich der erwartete Effekt: das 20 mm ist eindeutig besser als das Zoom bei entsprechender Brennweite.

Soweit, so lala.

Beim Test draußen erschien mir das 14-42 aber auch ganz ohne Vergleich irgendwie zu soft. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich eine konkrete Ursache habe dingfest machen können, aber mir ist beim weiteren testen etwas aufgefallen, was mir so noch nie untergekommen ist: Doppelbilder bzw. Geisterbilder. Zumindest bei 42 mm. Anhand z.B. folgenden Fotos kann man es einwandfrei an dem Maschendrahtgeflecht ersehen: .

Und das ob mit eingeschaltetem Bildstabilisator des PZ (OIS) oder ohne. Ich bin aber nichtmal sicher, ob es tatsächlich am Objektiv oder vielleicht sogar an der Kamera liegt. Dazu hätte es weiterer Tests bedurft. Ebenso habe ich gerade dieses Motiv nicht per Stativ aufgenommen.

Andererseits brauchte ich das für mich dort auch nicht. 1. handelt es sich um Zeiten, die auch freihand (schlimmstenfalls mit OIS-Unterstützung) problemlos möglich sein sollten, 2. zeigt der Vergleich mit der ebenfalls freihand gehaltenen Sony NEX, wie das Ergebnis auszusehen hat: z.B. hier:

Zusammen mit dem für mich inakzeptablen Rauschverhalten bei auch nur moderat längeren Aufnahmen sowie dem eindeutigen Vorteil des Rauschens bei Basis-ISO (100 bei der Sony NEX-5n und 160 bei der GX-1) steht für mich der nun der Gewinner fest:

Mein Gewinner ist:

Die Sony NEX-5n!

Optimale, kompromisslose Bildqualität bei noch Trikotaschentauglichem Format (mit ganz leichtem Abstrich in Bezug auf das 18-55mm Zoom) gibt es bei der Sony NEX-5n. Sie besitzt obendrein den Vorteil (der hier nicht im Fokus stand) des besten Videomodus: 1080P, also Full HD im Progressive (nicht nur 720I interlaced) mode und das sogar noch bei 50 Frames pro Sekunde. Das bieten nicht mal EOS 5D Mk III und Co. So können selbst bei Full HD noch 50% Zeitlupen bei Pal-konformen 25 Bildern pro Sekunde aufgenommen bzw. wiedergegeben werden.

Obendrein habe ich mit der NEX auch abseits des Rennradfahrens oder bei anderen Terminen nie das Gefühl, Kompromisse bei der Bildqualität einzugehen. Mit der NEX erwische ich mich nie, zu wünschen, ein entsprechendes Bild doch lieber mit der Canon EOS 7D aufgenommen zu haben. Selbst mit der sehr guten MFT-Kamera Panasonic GX-1, welche wirklich auch eine feine Kamera ist die viel für sich sprechen hat, wäre dies aber wohl sicher öfters der Fall gewesen.

Die Selbstauslöser- bzw. Fernauslöser-Thematik werde ich bei der NEX über einen IR-Stecker für das iPhone in Verbindung z.B. mit der App DSLR.bot lösen.

Und nun auf – der Frühling hat begonnen, das Wochenende soll wie die vergangenen Tage sonnig werden: Rauf auf’s Rad und/oder die Kamera zur Hand. Allzeit viel Spaß und Gut Licht :)

Welche Systemkamera darf es denn sein? Teil 1: Systemkameras? Was ist das und was habe ich davon?

Fotografie, Produkttests

Was ist eigentlich eine Systemkamera? Dazu rahme ich das Konzept zu nächst einmal ein:

1.) Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras:

Wir kennen Kompaktkameras, das sind die handlichen, oft nur Zigarettenschachtelgroßen Kameras mit winzigem Sensor und meist automatisch einfahrbaren Objektiv. Oft und absichtlich mit nur wenigen manuellen Kontrollen versehen und für unbeschwerte Schnappschüsse optimiert.

Am anderen Ende liegen (für „normale“ Menschen ohne besonderen Bezug zur Fotografie) die großen Spiegelreflexkameras, an die man viele verschiedene, oft große, Objektive vorne dran setzen kann. Dieses Spiegelreflexprinzip, also den Strahlengang des durch das Objektiv gelieferten Bildes über einen Spiegel und ein Prisma in den (optischen) Sucher zu reflektieren, hat sich bewährt und ist auch bei den digitalen Spiegelreflex (weiter eingrenzend im englischen auch Single Lens Reflex, SLR) bis heute üblich. Wobei es schon länger digitale SLRs, also DSLRs gibt, die den Spiegel nicht nur mehr für den Moment des Auslösens hochklappen, sondern es auch ermöglichen, eine Livebildausgabe auf dem Display der Kamera zu zeigen. Etwas, was bei den digitalen Kompaktkameras schon seit jeher eine Selbstverständlichkeit darstellt. Und während ein optischer Sucher einige Vorteile auf sich verbuchen kann, so gibt es auch sehr gute Gründe, eine Livebildausgabe auf dem Display betrachten zu können. Und je besser das Display ist, umso weniger braucht man den optischen Sucher. Verbleibende Vorteile des optischen Suchers wie z.B. Unempfindlichkeit gegen einfallendes Sonnenlicht können dann z.B. durch Lichtschachtsucher oder direkt elektronische Sucher (EVF – electronic Viewfinder) ebenfalls erhalten werden. Es gehört allerdings schon einiges dazu, auch die Direktheit (also Response Time) und auch die Auflösung eines guten optischen Suchers nachzubilden.

Aber wenn ich das kann und ohnehin Vorteile aus dem direkten Abbild dessen ziehe, was der Sensor als Ergebnis erhält; und wenn ich sogar Sachen machen kann, die ein optischer Sucher so nicht kann (Fokusunterstützung durch Kantenanhebung – Focus Peaking), warum nicht gleich auf den Spiegel verzichten? Schließlich benötigt er Platz und ist eine mechanische Komponente, die defekt gehen oder dejustiert werden kann. Kameras ohne Spiegelkasten können also kompakter gebaut werden und/oder haben mehr Freiheit in der Gestaltung der Obektivkonstruktion.

Ein letzter Grund verbleibt noch: Spiegel und Prisma lenken bei SLRs nicht nur den Strahlengang für die Bildgestaltung des Fotografen in den Sucher, sondern sie versorgen auch verschiedenste, dedizierte Autofokus-Sensoren mit genau diesem (bzw. Teilen dieses) Strahlengangs. Kompaktkameras verwenden den prinzipiell langsameren Kontrastbasierten Fokus auf Basis des auf dem Sensor ankommenden Bildes. Aber dieser wird auch immer besser und schneller. Ein weiterer Vorteil dieser Art des Autofokus: Prinzipbedingt kann es keinerlei Front- oder Backfokus (also ein Über- oder Unterschätzen der tatsächlich zu erfolgenden Objektiveinstellung durch den Autofokus) kommen. Ein Grund, warum ich persönlich für bestmögliche Ergebnisse (und des Genusses der ruhigen und bewussten Bildgestaltung wegen) auch mit meiner DSLR per Liveview und mit Kontrast-AF bzw. direkt mit Bildschirmlupe und manuell fokussiere.

2.) Die Systemkamera

Wie überall im Leben gibt es oft für ein und dasselbe unterschiedliche Bezeichnungen. Systemkamera, 3rd Gen. Camera, Mirrorless bzw. Spiegellose Systemkamera, EVIL (Electronic View Finder Interchangeable Lens) – damit ist immer dasselbe gemeint.

Die Systemkameravereint die Vorzüge oder ist ein Kompromiss (diese Meinung überlasse ich dem werten Leser, bzw. sie hängt natürlich auch von Einsatzzweck und der Güte der jeweiligen Systemkamera ab) zwischen Kompaktkamera und DSLR. Ich habe mehr (bis hin zu absolut tiefgreifender) manuelle Kontrolle als bei Kompaktkameras, fast immer bessere Bildqualität als diese und kann nicht nur verschiedenste Objektive verwenden, sondern die Kamera ist in ein gesamtes System eingebunden, welches noch passende externe Blitze oder weiteres Zubehör einschließt. Zudem brauche ich meine Objektive nicht wegwerfen, wenn ich ein neues Kameramodell des gleichen Systems kaufe. Im Gegensatz zu DSLRs komme ich aber mit leichteren und kompakteren Objektiven aus und habe leichtere und kompaktere Gehäuse zur Auswahl, die oft ganz neue Einsatzbereiche erschließen können. Und dies, gute Systemkameras vorausgesetzt, ohne Kompromisse in der Bildqualität.

So besitze ich seit letztem Herbst eine Sony NEX-5n die mit ihrem APS-C großen Sensor (also genau so groß wie der Sensor in meiner aktuellen und allen meinen bisherigen Canon EOS SLRs) mit gleichen Objektiven (per Adapter angeschlossen) die gleiche, wenn nicht sogar bessere Bildqualität liefert wie meine EOS 7D. Und dies bei nominell sogar etwas weniger Auflösung (16 MP Sony zu 18 MP Canon).

Aufgrund des sehr kompakten Gehäuses der Sony NEX (das trotz größerem Sensor sogar kleiner ist als die kleinsten sogenannten Micro Four Thirds Kameras ist) und der nicht ganz so großen Objektive, ist man mit einem Sony NEX-System sehr viel leichter und kompakter unterwegs. Kann es z.B. auch einfach auf einer Dienstreise oder einem Stadtbummel mitnehmen. Gewisse Abstriche müssen aber leider immer gemacht werden. So sind die Objektive (bis auf eines) leider nicht klein genug, um den Vorteil des kompakten Kameragehäuses vollständig auszunutzen. Und die Kamera samt Objektiv in einer Hemdtasche verschwinden lassen zu können; das geht leider nicht.

Und trotz der professionellen Bildergebnisse ist der Systemausbau aktuell noch nicht sehr professionell. So fehlt es noch an Objektivauswahl, allerdings abgemildert durch Adapter. Aber vor allem fehlt es an Anschlussmöglichkeiten. Z.B. von externen Blitzen oder Selbstauslösern (wichtig für Zeitrafferaufnahmen, z.B.). Aber das wird noch kommen oder gibt es bei anderen Systemkameras schon. Kein Wunder, dass viele Leute, auch vom Fach, das Ende der großen und schweren DSLRs propagieren.

Auch ich selbst fiebere schon seit Langem nicht mehr der nächsten DSLR von Canon oder Nikon entgegen. Zum Teil, weil meine 7D schon so hervorragende Bildqualität liefert, zum Teil, weil dieses Konzept mich nicht mehr so recht begeistern will bzw. vom Marketing an Schrauben gedreht wird, die das Konzept der digitalen Kamera nicht voranbringen. Noch eine ISO-Stufe mehr, nochmal eine etwas höhere Auflösung… das kann es nicht sein.

Ich finde die Ergonomie einer zweitstelligen EOS DSLR (bzw. auch der einstelligen bis auf die 1ser, die sind nach meinem dafürhalten zu groß und vom Bedienkonzept auch schlechter) super. Vermisse aber mehr und mehr Fähigkeiten, die ich bei Systemkameras problemlos erhalte oder die ich auch von anderen elektronischen Geräten (Smartphones oder Tablets) schätzen gelernt habe: z.B. Schwenk-Displays, Touch-Bedienung oder Focus-Peaking.

Und wann kommt die erste programmierbare Kamera oder Kamera, auf der Apps laufen? Kamera-Apps wie z.B. Camera+ für das iPhone oder auch Remote-Control-Apps für „richtige“ Kameras, wie z.B. DSLR.bot zeigen nur einen ersten Ausblick, was möglich sein kann. Wieso z.B. muss ich unbedingt noch einen externen Kabelfernauslöser mit Timerfunktion mitschleppen und anschließen, wenn ich einfach nur eine Zeitrafferaufnahme starten will oder ein bisschen mehr will, wie eine einzelne Selbstauslöseraufnahme nach 10 Sekunden Vorlauf? Nur mal als Beispiel.

Wo ist die Kamera, die sich ohne weiteres Zutun und dicken Wireless-Adaptern mit meinem Smartphone verbindet? Um eine kontrollierte Fernauslösung zu bieten oder Live-Coverage ins Internet zu liefern?

3.) Welche Systemkamera oder welches Kamerasystem ist denn aktuell der beste Kompromiss aus Bildqualität und Kompaktheit?

Wie ich oben habe anklingen lassen, liegt für mich ein großer Anteil des Reizes von Systemkameras in der Kompaktheit des Systems. Speziell: Nicht nur etwas leichter und handlicher als ein DSLR-System oder eine DSLR-Kamera mit Zoomobjektiv soll eine Systemkamera sein. Nein, sie soll richtig, richtig kompakt, ja, geradezu klein sein.

Warum? Nun – sie soll halt dem Ideal einer Meistens-dabei-Kamera nahekommen (wenn nicht sogar einer Immer-Dabei-Kamera). Was das ist, und was dieses bedeutet, habe ich hier auch schon einmal an Beispielen dargelegt.

Wenn jemandem schon geholfen ist, dass sein schwerer 30 Liter Rucksack auf das Format einer leichteren 5 Liter Schultertasche zusammenschrumpft, ist das schon mal sehr schön – reicht mir aber noch nicht. Ich möchte zusätzlich auch die Kamera mit einem oder auch zwei Objektiven in die Jackentasche stecken können. Oder ganz konkret: Beim Rennradfahren mitführen können. Hierzu fallen also leider solche Entwürfe wie die neue Fuji X-Pro1 komplett durch.

Welche Kameras oder System verbleiben denn da noch: Da wäre das neue Nikon 1 System. Leider eine ziemliche Enttäuschung. Nikon hat einen für Systemkameras geradezu winzigen Sensor verbaut. Während dies die Kamera schon aus Bildqualitätspotenzialgründen (Rauschverhalten) und aus handfesten Bildgestaltungsgründen (nur sehr begrenzt Spiel mit der Tiefenschärfe möglich) aus dem Rennen kegelt, konnte nicht mal der mögliche Vorteil im Sinne der Kompaktheit ausgespielt werden. Die Gehäuse sind gleich groß, wenn nicht größer, wie die kleinsten mFT-Gehäuse.

mFT? Micro Four Thirds. Im Grunde das offenste System der Systemkameras. Viele Hersteller haben sich auf die Unterstützung dieses Standards verständigt, der Sensoren in der halben Größe des althergebrachten Kleinbildfilms beinhaltet. Kameras werden von zwei Herstellern angeboten: Olympus und Panasonic. Das ist ein mittlerweile gut eingeführtes System mit einer Vielzahl von Kameras und Objektiven, so dass gute Hoffnung bestehen könnte, hier etwas passendes zu finden.

Während es bei der Sensorentwicklung doch zu beklagen gab, das in zu vielen Kameramodellen immer nur neue Aufgüsse stets der gleichen Sensortechnik zu finden waren, gibt es jetzt immerhin auch schon einen 16 MP Sensor. Zudem scheinen gerade unter dem Aspekt der Kompaktheit Kombinationen von kleinen Gehäusen wie den Panasonic Lumix GF3 oder GX1 oder auch der Olympus PEN E-PL3mit sogenannten Pancake (weil verhältnismäßig flach wie ein Pfannkuchen) Objektiven 14mm und 20mm von Panasonic sehr vielversprechend.

Samsung hat ein System auf Basis von Sensoren mit APS-C Größe, welches mich weder von der Gestaltung noch unter dem Aspekt des Systemausbaus reizen konnte.

Und schließlich hat auch Sony die NEX-Reiheals spiegelloses System im Angebot, ebenfalls Sensoren in APS-C Größe (also etwas kleiner als der ursprüngliche Kleinbildfilm, aber größer als die mFT-Sensoren) beinhaltend.

Die neue Fuji X-Pro 1ist leider viel zu groß (siehe oben).

Es verbleiben also für einen ernsthaften Einsatz unter den gegebenen Randbedingungen die kleinen mFT-Gehäuse (es gibt auch große mFT-Gehäuse), das Samsung-System und das Sony NEX-System. Für mich persönlich allerdings nur mFT oder Sony NEX. Welches sollte es nun sein?

Das wird der zweite Teil dieses Posts zeigen, der meine Eindrücke und Ergebnisse
ausführlicher Tests beinhalten wird.

Wer schon mal ganz für sich alleine Pixelpeepen möchte, der kann dies bereits jetzt anhand einiger Aufnahmen in voller Größe in diesem Flickr-Settun.

ReKom-Woche, 1. Einheit: Steinbacher Aussichten.

Rad fahren, Uncategorized

Diese Woche gibt’s eine leichte Woche. Daher heute nur eine Stunde eher leicht gefahren. Nur zwischen Leimstruth und Schameder aus einem LKW-Windschatten heraus einen Sprint angezogen. Davor ein bisschen oberhalb Steinbach Sträßchen erkundet. Und nur daher poste ich auch diese Wochen-Einheit. Gab nämlich ein paar hübsche Aussichten am frühen Abend noch vor der Dämmerung. Das erste Foto zeigt den Blick über die Rüppershäuser Mühle und einige Häuser von Feudingen, das zweite Foto das Wegelchen, auf dem ich mich oberhalb Steinbach befand.

Nach dem Motto: What you missed this evening :)

 Distanz: 21,24 km, Höhenmeter: 499 m, Zeit: 1 h 00 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,0 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 21,2 km/h, Durchschnitts-HF: 121

Höhenmeter waren heute eher müllig aufgezeichnet vom Garmin. Und dies, obwohl keine Wetterstation auch nur annähernd eine Luftdruckänderung angezeigt hätte.