Ultrabook oder Macbook Air?

Computer, Produkttests
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[Asus Zenbook UX31, http://zenbook.asus.com/download/]

Wie ich mit Erstaunen feststellen musste, ist mein MacBook ja schon wieder drei Jahre alt. Das 13 Zoll Modell von Oktober 2008, also das erste Unibody Macbook. Aus einem Stück Alu aus dem Vollen gefräst. Und immer noch ein wunderbares Werkzeug. Und doch… nach 3 Jahren… da könnte man doch… ;-)

So ein integrierter SD-Kartenleser, der wäre doch nett. Und die DVD-Laufwerk/Brenner Kombo, wann habe ich da zum letzten Mal eine CD oder DVD eingelegt? Wann gar eine gebrannt? Das Dingen brauche ich unterwegs (und auch im Büro) tatsächlich nicht. Den Platz und das Gewicht eingespart, das wäre schon mehr als Praktisch!

Nehmen wir dann noch ein paar übersprungene Prozessorarchitekturen (auch wenn im treuen MacBook schon ein 2.4 GHz Core 2 Duo werkelt und sich kein bisschen lahm anfühlt) und (leider teure) SSD-Technologie hinzu, dann sollte sich ein Upgrade gleich in mehrfacher Hinsicht lohnen und effektvoll spürbar sein.

So, aber nun was denn für ein Gerät? Schwierig wird es, weil halt auch bei Apple längst nicht alles Gold ist, was glänzt. Fern davon!

Nehmen wir z.B. die letzte Betriebssystemversion von OS X, Lion, die nun wahrlich nicht jedermanns Geschmack getroffen und auch vieles im Argen gelassen hat. Siehe z.B. Scott Bournes Kritik hier: http://photofocus.com/2011/10/27/my-mini-review-on-mac-osx-lion-version-10-7-…

Ich persönlich vermisse z.B. an Lion die einfach herausgenommenen Spaces (Shortcut Command + 1 bis 4 sind mein täglich Werkzeug) und muss bei jedem Mac, den ich im Laden ausprobiere, erst mal die „natürliche Scrollrichtung“ ausschalten.

Naja, dann kommt noch das teilweise sehr unpraktische Tastaturlayout hinzu. Fn+Alt+5 für eine eckige Klammer [. Ernsthaft, Apple?

Aber ansonsten (naja, ein paar Sachen habe ich bestimmt noch vergessen. Aber auch Windows ist ja längst nicht perfekt) ist OS X ein tolles System, insbesondere für mobile Computer. Und die Hardware… ahh, einfach nur Klasse. Hmm, naja, eigentlich auch nicht. Z.B. das starrsinnige Festhalten an Glossy Displays an allen Macs, auch iMacs (wäre dies nicht der Fall, hätte ich möglicherweise schon seit über einem Jahr auch einen iMac). Gott sei Dank kann man jetzt zumindest bei den MacBook Pros ab 15″ gegen Aufpreis (Hallo?) ein normales, nicht spiegelndes Display ordern. Der Rest hingegen: Tastatur-Haptik, Haptik des gesamten Gerätes, Magsafe-Stromanschluss und das geniale Trackpad… Sonderklasse.

Dann wiederum: ich fotografiere nicht nur oder nutze das Web und Officeprogramme, ich bin vor allem auch Ingenieurwissenschaftler. Ich habe mehr als ein Programmpaket, was ich vielleicht nicht unbedingt auf dem Notebook benötige, schön wäre es aber schon, wenn ich es einfach mal ohne Parallels und Co installieren und benutzen könnte. Auch finde ich für Desktopsysteme Windows 7 generell viel angenehmer als Mac OS X. Fahre also ohnehin ständig zweigleisig.

Deshalb halt die Frage: Was denn für ein neues Notebook? Ein Airbook muss es nicht unbedingt sein. Vielleicht hat der Rest der Welt ja endlich genug abgeschaut (etwas, was Apple auch sehr gut kann) und kriegt auch ein passables „Airbook“ hin? Hierfür hat Intel ja die Ultrabook-Initiative gestartet: http://www.intel.com/content/www/us/en/sponsors-of-tomorrow/ultrabook.html

Vorrausgesetzt, die Haptik und das Gesamtpaket stimmt, könnte ich so evtl. auch mobil wieder auf Windows 7 basiert unterwegs sein.

Also, was hätten wir denn da:

Von der reinen Papierform stehen folgende Modelle zur Wahl:

Apple MacBook Air 13″, Asus Zenbook UX31 und Toshiba Satellite ZX830-10J.

Das Acer Aspire S3 fällt aus dem Raster, da es keine vollwertige SSD mitbringt (dafür aber mehr Speicherplatz als die Mitbewerber in Form einer klassichen Festplatte). Auch ist sein Displaydeckel viel zu schwach aufgehangen und er wackelt viel zu stark.

Die übrigen 3 liegen ansonsten Leistungsfähig in vergleichbaren Rahmen und bis auf das Toshiba, welches aktuell erst in der Version 10j und damit nur mit einer mir zu kleinen 128 GB SSD verfügbar ist, haben sie grob alles oder es gibt Varianten die alles haben, was ich möchte: 13″ Bildschirmdiagonale, leicht (1,1 bis 1,3 kg), flach, SD-Card Slot und 256 GB SSD.

Aber das Toshiba ZX830 katapultiert sich mit zwei unverzeihlichen Umständen ohnehin ins Aus! Zum einen wäre da das Trackpad. Seit drei Jahren nutze ich jetzt das geniale, große und stets perfekt funktionierende Trackpad auf meinem MacBook. Und die Windows-Notebook-Welt findet diese kleinen, rauhen, unsensitiven Rubbelflächen mit separaten Klicktasten immer noch adäquat? No Way, José! Ausschlusskriterium Nr. 1. Ausschlusskriterium Nr. 2 ist der Displaydeckel. Packt ihn mal nur leicht an den Ecken an und verwindet diese gegeneinander. Ich war hoch erschrocken. Das Teil ist nicht stabil und hat auch in Schutzhüllen nichts in Fotorucksäcken oder Aktenmappen zu suchen.

Bleiben also nur noch zwei Kandidaten: Apple MacBook Air oder Asus Zenbook UX31. Native Systeme Mac OS X oder Windows 7.

Das MacBook Air hat die neue Thunderbolt-Schnittstelle. Na toll, Apple. Mal wieder vorgeprescht und anstelle einer USB 3 Schnittstelle, die der Rest der Welt einsetzt und für die ich sogar schon eine externe Platte hätte, muss man hier warten, bis mal was bezahlbares verfügbar wird, was man daran sinnvoll anschließen kann. Habe ich per Mini-Display einen externen Monitor angeschlossen (außer dem neuen Cinema Display), dann habe ich auch keine Thunderbolt-Schnittstelle mehr.

Das Asus Zenbook hat zusätzlich zum USB2-Port auch einen USB3-Port. Prima. Vorteil Asus in meinen Augen. Leider haben beide Notebooks keine vollwertigen Anschlüsse an ihren Seiten, sondern benötigen Extra-Adapter, um kabelgebundenes Ethernet oder externe Monitore / Beamer anzuschließen. Gleichstand. Das Asus schaut auch ganz ansprechend aus. Endlich hat man auch hier mal komplett Alu verwendet und auf die unsäglichen Stickerherden der Windowswelt verzichtet. Auch mit dem Asus kann man sich also im Café blicken lassen.

Aber wie ist es denn nun um die Haptik bestellt? Funktioniert das Trackpad des Asus so gut wie von Apple schon seit 3 Jahren gewohnt? Wie ist die Tastatur? Displayeindruck?

Hierfür hatte ich heute beide Geräte ausführlich im Laden verglichen.

Ja, das Trackpad bzw. Touchpad des Asus Zenbook UX31 ist sehr schön und ausreichend groß. Es ist aber nicht ganz so gut wie das von Apple. Man kann eine Reihe von sinnvollen Gesten vordefinieren, aber z.B. einen Zweifinger-Tipp als Rechtsklick erkennen zu lassen, das geht nicht. Hingegen finde ich die Aufteilung der unteren Seite als linke und rechte Maustaste ok. Auch beim Apple MacBook finden meine Finger automatisch diese Bereiche, wenn ich mal hardwareseitig die Taste herunterdrücke. Ich muss aber sagen, dass die Sensitivität bzw. auch der Windowssystemumgang mit dem Trackpad mich ab und an mal gestört hat. So muss man z.B. im Explorer immer einmal in die jeweilige Windowpane hineingeklickt haben, bevor man per Swipe nach oben und unten scrollen kann. Auf die Dauer blöd und längst nicht so elegant wie bei Apple nativ in Mac OS X. Ich weiss nicht, ob der z.B. hier erwähnte leicht neuere Treiber des Pads da etwas verbessert.

Auch die Tastatur des Asus ist voll ok und sehr fein. Aber auch hier wieder ein Quentchen hinter Apple. Aber nichts, was wirklich ein Entscheidungskriterium wäre. Da wäre eher die Tastaturbelegung zu nennen, die beim Asus einfach richtig und besser ist. Leider ist die Tastatur des Zenbook aber auch nicht beleuchtet wie die des MacBook.

Das Display des Asus ist schön, leider auch Glossy, wie bei Apple. Leider weisst das Asus bei genauem Hinsehen eine leichte Wellenstruktur der Oberfläche auf (man sieht es bei Reflexionen). Die Appledisplays sind da glatter, vollkommen gleichmäßig.

Die Stabilität des Deckels: da wackelt es bei beiden Kandidaten nur wenig. Gleichstand. Übrigens ist sowas sehr wichtig. Wer schon mal im Zug oder auf dem Beifahrersitz gearbeitet hat, der weiss, warum.

Tja, nimmt man alles zusammen, kostet das Apple MacBook Air bei ungefähr vergleichbarer Ausstattung und Größe rund 200 bis 300 Euro mehr als das Asus Zenbook. Aber auch wenn das Asus als Designerschmuckstück in vollem Alukleid daherkommt und ich das gerne würdige: Lasst es 100 bis 200 Euro sein, die aber auch ganz deutlich beim Apple als das in vielen Details signifikant wertigere Gerät gut angelegt sind. Der Rest ist Apple Aufpreis.

Tja, also Apple? Vermutlich. Wenn, ja wenn jetzt nicht schon wieder die Gerüchteküche von neuen MacBook Air Modellen im 1. Quartal 2012 spräche. Arrrrgh! Naja, und wenn Apple, dann vielleicht diesmal mit Bootcamp und Windows 7? Vielleicht. Stay tuned. :)

Fotos aus Wittgenstein, Siegerland, Sauerland und drumherum in 500px

Fotografie

Wobei ich das drumherum mal sehr weit fasse. Sowohl geografisch vom Rothaargebirge bis in die Alpen, von Erndtebrück bis Zermatt oder thematisch von Landschaft, Reise, Architektur und was mir auch immer sonst gefällt. Natürlich mit viel Rennrad oder Wandern gewürzt :)

Sinn dieses kleinen Posts: Mich gibt es jetzt auch auf 500px. Auch wenn ich von einigen Fotografen lese, dass der Hype um diese Plattform so langsam wieder ab ebbe, bzw. man letzten Endes doch wieder mehr auf Flickr unterwegs sei. Schön gemacht finde ich die Präsentation auf 500px ja.

Ich wollte mir das eine oder andere Foto dort bookmarken, bzw. einigen Leuten folgen. Da musste / konnte ich mir ja auch direkt einen eigenen Account dort anlegen. Mal schauen, wie es sich anlässt.

http://500px.com/TFrank/badge/wide

Auch die Portfolio-Seite finde ich ganz prima auf 500px: http://tfrank.500px.com/#/0

Natürlich gibt es die meisten Fotos von mir nach wie vor auf meinem Flickr-Stream. Dort hin werden auch immer die Fotografien aus meinen Tourenberichten quergepostet.

Und auch die fotocommunity habe ich mal wieder ein klein wenig entstaubt, werde da aber nur selten im Rahmen eines Free Members posten.

Tolle Idee: Camerasize.com – Größenvergleich von Digitalkameras

Fotografie

Die Seite Camerasize.com trägt noch das „beta“ im Logo, aber das Konzept überzeugt. Auch wenn Größe allein selten das entscheidende Kriterium ist – je nach Anwendungsfall kann ein 1:1 Vergleich verschiedener Modelle sehr hilfreich sein. Ohne einen direkten Vergleich erscheinen sonst kleine Kameras größer und selbst große Brocken können mit einem entsprechenden Objektiv kleiner wirken, als sie eigentlich sind.

Um den Vergleich zu unterstützen, kann man auch eine Handfläche einblenden und frei am Bildschirm verschieben. Sehr hilfreiches Gimmick.

Und für den, der jetzt nicht gerade nach der kompaktesten Option mit dem größtmöglichen Sensor fahndet, weil er die Kamera in die Trikottasche stecken möchte (wie ich z.B. ;-)), der kann einfach nur mal ein wenig mit der Seite spielen und über ein paar Größenvergleiche schmunzeln. Wie auf dem untenstehenden Screenshot z.B. zwischen der Sony NEX-5n und der Canon EOS 7D. Beide Kameras haben einen APS-C großen Sensor.

Camerasize_screenie

camerasize.com

 

Mein neuer Crosser Merida Cyclo Cross 4-D / Rund um Eisenstraße, Hohenroth und Benfe bei Tag und Nacht

Produkttests, Rad fahren

Früher, vor meiner Rennradleidenschaft, konnte ich Cyclocross oder Querfeldein-Rennen nichts abgewinnen. Ich habe sehr gerne die Tour de France Übertragungen gesehen, auch die Frühjahrsklassiker und andere Rennen waren auf meinem Radar. Aber Cyclocross? Irgendwelche Irre, die bei arschkaltem Pisswetter in landschaftlich wenig reizvollen Matschackerstrecken zwischen Flatterband rumstochern und nicht mal durchgängig fahren können. Dazu noch auf absolut inadäquaten Rennrädern. Ohne Federung. Mit schlechten Bremsen.

Schnellvorlauf. Zwei Jahre Indoktrination durch Tour, Roadbike und Forenleserei. Rennradfahren ist eine Leidenschaft geworden und das Mountainbike wurde in der gesamten Zeit vielleicht drei-, viermal angepackt. Dafür aber mit dem Rennrad auch schon mal über den einen oder anderen sehr glatten (manchmal auch weniger glatten) Waldweg gerollt. Das explosive „Ansprechverhalten“, Resultat aus geringem Gewicht und steifem, ungefederten Rahmen – das macht auch auf unbefestigten Wegen Spaß. Die großen Raddurchmesser sorgen trotzdem für ausreichende Traktion (bei festem Untergrund) und etwas Dämpfung. Eine Tatsache, auf die die Mountainbike-Welt ja seit kurzem auch gekommen ist. Die 29er sind dort ja momentan ziemlicher Hype.

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[Merida Cyclo Cross 4-D, Sony NEX-5N mit Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8]

 Und nun. Wintertraining. Das steht für Ausgleichstraining, aber dann auch wieder Einheiten auf dem Rad. Bzw. eher auf der Rolle, während es draußen Schmuddelwetter hat, kalt ist oder sogar etwas Schnee fällt (hier bei uns im Wittgenstein hoffentlich etwas mehr – ich möchte diesen Winter mal ein paar mehr Langlauf-Einheiten einlegen können :). Das kennt man ja: Zu viel Schnee, um mit dem Renner draußen zu sein, zu wenig, um Wintersport machen zu können. Aber auch wenn die Straßen frei wären: auf frisch gesalzenen Straßen mit dem edlen Carbonrenner herumfahren?

In der dunklen Jahreszeit muss also etwas Solides her. Etwas, dass so solide ist, dass man auch mal im Dunklen über Straßendreck oder kleinere Splittansammlungen fahren kann (die man trotz guter Beleuchtung am Rad doch zu spät sieht), ohne Sorge um die Reifen zu haben. Etwas, womit man auch querfeldein bzw. über Waldwege fahren kann. Und sei es nur, um etwaigem Glatteis auf Asphalt auszuweichen und statt dessen über Waldwege zu rollen. Und vor allem etwas, womit man so oft es nur geht nach draussen kann anstelle drinnen auf der Rolle zu sitzen.

Viele bauen sich hierfür ein Winterrad auf, aber Crosser scheinen sich in Rennradkreisen wachsendem Interesses zu erfreuen. Ich wollte mir nun auch ein Crossbike zulegen, anstelle im Winter auf meinem Cannondale Fully herumzufahren.

Ich hatte immer ein wenig Ausschau gehalten. Zu teuer sollte es als Einstieg nicht sein. Ich wollte aber auch wenn, dann einen Cyclocrosser mit Scheibenbremsen. Im folgenden Thread im Rennradforum (http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?t=100365) wurde ich dann auf ein Super-Angebot für ein Merida Cyclo Cross 4-D aufmerksam.

Nicht nur war der Preis super günstig, es bestand sogar die Chance, die aktuelle 2012er Version zum gleichen Preis und somit nochmals günstiger als anderswo zu erhalten. Kurz entschlossen bestellte ich bei Cycletec und bekam auch kurz darauf am 07.11. das Rad im Karton geliefert.

Prima, es war das 2012er Modell :)

Weiss, mit grün/schwarzen Decals und mit allen Details wie aktuell auf der Merida Seite aufgeführt, u.a. vorne 160er, hinten 140er Bremsscheibe.

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[Merida Cyclo Cross 4-D, Sony NEX-5N mit Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8]

Ein echt schmuckes Rad. Was mir auch gut gefällt, ist, dass Gewindeaufnahmen für Gepäckträger / Schutzbleche am Rahmen verbaut sind und es somit vielleicht auch mal als Basis für ’nen Tourer oder Alltagsrad herhalten kann. Weiterhin war ein kompletter Satz Speichen-, Rück- und Frontreflektoren dabei. Was früher als uncool galt und am Renner nur Zusatzgewicht ist bzw. sich eh nicht gut zwischen Messerspeichen macht, wird für abendliche und nächtliche Ausfahrten in Herbst und Winter mehr als gerne angenommen.

Der Aufbau war relativ schnell erledigt, wenn auch mit etwas mehr Arbeit verbunden, als z.B. ein Bike vom Roseversand (habe mir Interessehalber mal deren Auspack-Videos angesehen). Zudem fand ich den Aufbau von Cycletec nicht ideal, das geht sicher besser. Aber bei _dem_ Preis verschmerzbar.

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[Merida aus der Verpackung gezogen, Sony NEX-5N mit Sony SEL 16mm F2.8]

Die Scheibenbremsen Avid BB5 musste ich zunächst justieren. Diese beiden Anleitungen hier haben mir sehr geholfen: http://www.ecovelo.info/2011/04/15/a…5-disc-brakes/ und http://bluecollarmtb.com/2006/10/30/…l-disc-brakes/ (zeigen beide denselben Trick).

Die Schaltung war vorne ok eingestellt, hinten am Schaltwerk um eine komplette Indexstufe zu „tief“ eingestellt. Auf das große Ritzel konnte man gar nicht bzw. kaum schalten und unten hatte man nach dem kleinsten Ritzel noch einen Leerklick im Indexschalthebel.

Was mir weiterhin nicht bei dem Voraufbau gefällt, sind zum einen die sehr langen Kabelhüllen am Lenker. So verlaufen die Kabelhüllen unter dem unteren Steuerrohrlager. Die Lackschutzaufkleber befinden sich hingegen 3 cm da drüber nutzlos an den Steuerrohrseiten. Auch am vorderen Umwerfer ragte der Zug 4 bis 5 cm über den Anschlag hinaus und musste gekürzt werden, da sonst jedesmal die Pedalkurbel dran stieß.

Bei einer kurzen Testrollerei fühlte es sich schon super an. Etwas ungewohnt fand ich die Lenkreaktion, an die ich mich aber schnell gewöhnen konnte. Und zwar ist sie nicht neutral, sondern bereits nach leichtem Einlenken geht weiteres Einlenken wesentlich leichter als das wieder gerade stellen.

Schick ist es! Scheibenbremsen hat es auch. Shimano 105 – voll ok. Der Rahmen auch für Aufrüstungen mittels passender Ösen und Gewindeansätzen gerüstet. Wo ist der Nachteil, der bei dem Preis irgendwo lauern muss? Beim Gewicht. 10,3 kg laut Katalog sind ein Wort. Relativieren sich allerdings etwas durch die Scheibenbremsen. Dennoch – ein erklecklicher Unterschied zum Wilier Triestina GranTurismo. Aber irgendwo muss der Trainingseffekt im Winter doch herkommen, oder?

Am folgenden Dienstag, dem 8.11. konnte ich dann zur ersten Ausfahrt und gleichzeitig zum ersten offiziellen Wintertraining schreiten. Da ich natürlich erst abends um 18:00 Uhr los konnte, wurde es ein Nightride bei Vollmond und Sternenschein. Entsprechend kalt wurde es.

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[Vollmond und Merida in der Nacht, Canon S95]

Es lief trotz des relativ hohen Gewichts des Rades sehr gut und angenehm. Das Gewicht ist mir nicht negativ aufgefallen. Und auch die Maxxis Raze Reifen in 33 mm Breite gaben auf Asphalt keinen Hinweis auf ihr Stollenprofil. Weder vom Abrollgeräusch, noch vom Gefühl her. Ich war angenehm überrascht. Das ist ein Rennrad, mit dem man auch gerne über glatte Straßen rollt und es nicht als Notlösung ansieht oder die groben Reifen verwünscht. Aufgepumpt hatte ich sie mit jeweils 4 bar. Und gerade für den heutigen Night Ride gaben die Reifen doppelt Zuversicht: Ob doch mal eine übersehen Rille im Asphalt oder hinter einer Kurve auftauchender Splitt – da rollt man durch oder drüber ohne Angst um die Reifen oder um Wegrutschen. Komfortabel ist das auch noch. Oh nein – bin ich nach einer kurzen Nachtausfahrt schon Crosser-Infiziert? Obwohl ich noch gar nicht im Gelände war? Werde ich mir in wenigen Wochen Katalogseiten mit sündteuren Carbon Crossern der arrivierten Marken ansehen… Hilfeee! ;-)

An Beleuchtung hatte ich sowohl die Supernova Airstream als auch die Silva X-Trail am Bike. Ja, so ist das fein. Breit ausgeleuchtetes Nahfeld und gute Sichtweite. Kombiniert ist das ein richtig gutes Licht.

Gleichzeitig gab es die ersten Pünktchen für den Winterpokal der Saison 2011/12. 91 Minuten ergaben 6 Punkte. Der Strava-Link zur Einheit findet sich zum Schluss des Posts.

Das war also alles noch auf Asphalt. Schließlich war es der erste Test und zudem auch dunkel. Am gestrigen Sonntag stand dann die erste Fahrt über Waldwege an. Bei schönem Sonnenschein fuhr ich über den Ederwanderweg XE über Altenteich entlang der Eder bis zum Forsthaus Hohenroth. Nicht ohne zwischendurch sehr ausführliche Fotostops einzulegen.

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[Merida Cyclo Cross 4-D auf dem Ederwanderweg, Sony NEX-5N mit Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8]

Ich hatte meine neue Sony NEX-5n dabei, die ich weiter im praktischen Einsatz beim Biken testen wollte. Insbesondere in Verbindung mit manuellen Objektiven. Hier hatte ich das Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8 dabei. Leider nicht wirklich kompakt, schließlich handelt es sich um das Normalobjektiv meiner Mamiya 645 ProTL und benötigt auch zwei Adapter, um es an die Nex anzuschließen. Aber die Bildqualität… wow. Auch das manuelle Fokussieren funktioniert dank Bildschirmlupe und Fokus Peaking an der Sony NEX hervorragend. Sogar an bewegten Zielen, wie z.B. die Rothirsche, die ich im Rotwildgehege bei der Fütterung aufnehmen konnte.

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[Herbstgräser, Sony NEX-5N mit Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8]

Leider war ich bei meiner eigenen Fütterung nicht so erfolgreich. Wenn ich schon mal mit dem Rad unterwegs Geld loswerden will… Irgendwie klappt das nie. Am Sonntag auch nicht, bzw. nur halb. Am Forsthaus hatte das Café Waldland draußen einen kleinen Stand aufgebaut, wo sie auf 4 Waffeleisen gleichzeitig leckere (so denke ich zumindest) Waffeln frisch zubereiteten und auch Kaffee anboten.

Ja, den Kaffee habe ich bekommen… Die nur 2 Leute vor mir in der Reihe entpuppten sich als jeweils 4 Waffeln bestellende Leute und an den Stehtischen drum ‚rum standen auch noch ein paar Vorbestellungen an. Als ich dann endlich drankam, machte es klack und der Strom fiel denen in dem Stand aus. War anscheinend auch eine langwierige Sache, die mit einfach Sicherung wieder reinstecken nicht erledigt war. Nach etwas Warten dachte ich dann… ach f… dann eben nicht, wenigstens hab‘ ich warmen Kaffee… Das mit gequältem Lächeln angebotene Backen einer Waffel von drinnen habe ich dankend abgelehnt. Statt dessen ging ich mit meinem Kaffee zum Wildgehege und machte dort Fotos.

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[Rothirsch, Sony NEX-5N mit Sony SEL 18-55mm F3.5-5.6 OSS]

Weiter ging’s danach Richtung Obernautalsperre, die sich aktuell auf sehr tiefen Wasserstand befindet. Und von der Obernau ging’s dann wieder hoch zum Forsthaus, über die Eisenstraße nach Lützel und über die B 62 zügig zurück.

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[Siegerländer Höhenrücken, Sony NEX-5N mit Mamiya-Sekor C 80mm 1:2.8]

Tja, auch auf Waldwegen und selbst auf schottrigen, steilen Abfahrten macht der Crosser Spaß. Schult auch sehr die Radbeherrschung. Ohne jede Federung auf doch recht schmalen Reifen im Rennlenker einen steilen, schottrigen Weg herunterfahren – da muss man doch mehr Konzentration als mit dem Fully hineinlegen. Wen wundert’s. Ich habe auch nicht eine ganz so gute Übersetzungsspanne wie auf dem Straßenrad, da das Merida eine typische Crossrenn-Kurbel mit 46-36 Zähnen vorne hat. Mit den 12-28 Zähnen hinten bedeutet dies, dass ich im Vergleich zum 12-29er Ritzel und dem kleinen 34 Blatt auf dem Wilier eine Übersetzung von 1.29 (Entfaltung 2.7 m) anstelle von 1.17 (Entfaltung von 2,46 m) habe. Andererseits: Wenn ich mir auf dem Wilier das größte Ritzel verkneifen würde und nur bis zum 26er Ritzel raufschalte, dann liege ich fast exakt bei der gleichen Übersetzung. So gesehen, nicht sehr schlimm. Andererseits wäre ich um ein größeres Ritzel hinten bzw. eine kleineres Blatt vorne nicht Böse. Schließlich findet man im Wald oftmals steilere Gradienten als auf der Straße und zudem wären im Winter eigentlich lockere Grundlageneinheiten angesagt. Nun, egal – richtiges Crossbolzen und GA-Einheiten sind eh nicht kompatibel. ;-)

Insgesamt kann ich nach diesen zwei Fahrten sagen: Ja, super. Hat sich voll gelohnt. Bin auf weitere Fahrten gespannt und freue mich drauf. :)

Da ich diesmal exzessive Fotopausen eingelegt hatte, subtrahierte ich die Pausen und trug mir entsprechend für 2:20 h Trainingszeit 9 Punkte für den Winterpokal ein.

Distanz: 36,6 km, Höhenmeter: 490 m, Zeit: 3 h 50 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 20,1 km/h, Durchschnitts-HF: 113

Dienstags Nightride auf Strava:

http://app.strava.com/runs/2260744/embed/df2c3058cea93e247be004dc8377250e68f71b38

Sonntags Crossride auf Strava:

http://app.strava.com/runs/2316766/embed/faad1356c63e5be6971d49182bfe8762e93297a5

On Assignment: Photographing climbing culture in Yosemite

Fotografie, Uncategorized

Lasst das obige Video auf euch wirken. Tolle Aufnahmen, interessante, kleine Einblicke sowohl in die Kletterszene des Yosemite Valley als auch in die Arbeit von Jimmy Chin, wie er sie im Auftrag von National Geographic fotografiert. Sehr gutes Storytelling, feine Bilder – eine sehr runde Sache. Und vor allem für Outdoor- und auch Landschaftsfotografen (und Filmer) sehr inspirierend und motivierend. Auch, wenn man selbst mit Klettern als solches nicht viel am Hut hat.