October Rides, Part 1: Erndtebrück – Biggesee – Erndtebrück

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Weiter geht’s mit dem Posts nachholen. Jetzt sind wir im Oktober angelangt. Das erste Oktoberwochenende war wunderbar sonnig und fast sommerlich warm. Mithin mehr Sommer im Herbst als im Sommer diesen Jahres. Am Sonntag, den 2.10.2011 machte ich mich zur hier beschriebenen Rennrad-Tour auf.

Übrigens: Wie üblich finden sich alle Fotos, auch mit zusätzlichen kurzen Texten, auch auf meinem Flickr-Account.

Wow – ich glaube, das war der leistungstechnische Höhepunkt meines Rennradjahres. An keiner Steigung habe ich mich mehr geschunden, habe mehr, habe ALLES, hineingelegt, als hier zur Hohen Bracht. Es lief auch super, Form war da, ich war bestens motiviert und durch meine Bestzeitenjagd (Strava ist schon cool ;-)) der letzten Wochen auch auf das quälen über ganze Anstiege geübt. So trieb ich heute den Puls dort auf im Schnitt 173, im Max. 176, hoch und war die letzten Kurven im Wald nahezu in Trance „du bist doch jetzt oben, wie viel Meter Könnens noch sein? Jetzt, jeden Meter muss doch der Turm zu sehen sein…“

Hier das Segment auf Strava: http://app.strava.com/rides/1832865#29636120

Die ganzen Umweltverpester und Lärmkistenfahrer (aka motorradfahrende Raucher und Bierbäuche) sowie weitere Ausflügler, die den Tag in den Außentischen des bewirtschafteten Hohe Bracht Turms genossen guckten ziemlich, als ich da an einem zwar sonnigen und warmen, aber beileibe keinem Hochsommertag pumpend und mit schweissnasser Haut ankam ;-)

Dabei fing alles ganz harmlos und relativ ungeplant an. Auf meiner vorgeplanten Route kam ich vom Biggesee kommend durch Bilstein. Machte erst ein Foto vom unverhofft vor mir auftauchenden Schloss und bog dann in der Folge von der B 55 auf die L 715 ein, die Hohe-Bracht-Straße. Hohe Bracht!? Oha – Moment, da war ich noch nie, aber das ist doch einer der gern und oft genannten „Höhepunkte“ (im wahrsten Sinne) im Rahmen der Bike Arena Sauerland. Und: ein Anstieg, der wird voll gefahren und geschaut, dass eine möglichst gute Zeit für etwaigen Quäldich.de Eintrag bzw. für die stets in Strava gegebene KOM Competition in den Asphalt gebrannt wird :)  Tja, so fing das an.

Lang und schwer ist der Anstieg der L 715 aus Bilstein heraus auch gar nicht. Erst mal. Oben auf der Kuppe weist dann ein Schild nach rechts zur Hohen Bracht. Ok, da geht’s also weiter nach oben. Es war zwar schon etwas später, als ich eigentlich heimkommen wollte, aber da musste ich einfach ganz rauf. Ohne zu zögern fuhr ich voll weiter durch. Immer weiter nach oben. Ich wusste ja nicht, dass es vom Abzweig bis zum Aussichtsturm nochmal so weit, sogar noch etwas weiter war, als von Bilstein hoch bis zum Abzweig. Egal – es war super und ich kann die Hohe Bracht auch nur jedem empfehlen!

Aber halt: hier war ich ja schon 4 Stunden unterwegs. Die Strecke davor war auch nicht ohne. Naja, sie war zweigeteilt. Ich habe eine wunderschöne Teilumrundung des Biggestausees unternommen. Erst gemütlich durch Olpe gerollt, dann entlang der Vorsperre Eichhagen über den direkten Uferweg per Rad gebummelt (viel schneller als Bummeln war zunächst auch nicht drin, da Gott und die Welt bei dem endlich mal wieder sehr schönen Wochenendtag am See entlang flanieren wollte. Um so mehr gab’s zu gucken und die Passanten verloren sich außerhalb direkter Ortsnähe auch sehr schnell. Ich nahm etwas Fahrt auf, genoss aber weiterhin die spätsommerliche Wärme und Sonnenstrahlen sowie die Ausblicke auf den See. Diverse Fotoaufenthalte durften nicht fehlen.

Bis zum Biggesee hin (immerhin knappe 45 km von Erndtebrück entfernt) habe ich aber Richtig mit GA2 bis in den EB hinein zügig Fahrt gemacht. Nennenswerte Steigungen waren da z.B. die Krombacher Höhe, die genommen werden wollte.

Und nachdem ich mich so bis über den Staudamm und einige Fotos später auch zur Waldenburger Bucht voran“spaziert“ hatte, sagte ich dem Biggesee „Auf Wiedersehen“. Und er liess sich nicht lumpen, winkte er mir doch in Form einer süßen, schmalen Waldstraße mit bis an die 15 % Steigung noch einen letzten Gruß hinterher, nachdem ich bisher so lange relativ flach an seinen Gestaden entlang rollen konnte. Das Sträßchen war echt Zucker. Und führte mich nach Bürberg und von dort dann vorwiegend über weitere kleine Wirtschaftswege bis nach Oberveischede. Ab da ging’s an der Seite der B 55 bis zum Eingangs erwähnten Bilstein.

Mit der Hohen Bracht war allerdings der Gipfelpunkt der Tour noch nicht erreicht. Die Cima Coppi wartete in Form des Rhein-Weser-Turms noch auf mich. Nach der Abfahrt von der Hohen Bracht hinunter nach Kirchhundem steigt die Strecke über Würdinghausen bis nach Oberhundem stetig an und bereitet einen schon einmal auf das kommende vor. Der Anstieg von Oberhunden bis zum Rhein-Weser-Turm. Hier haben wir sogar richtige Serpentinen :) Aber aufgrund deren Vorhandensein ist der Anstieg sehr gemäßigt. Gerade mal 4,6 % im Schnitt sind es. Gemäßigt ging ich auch diesen letzten Anstieg des Tages an und fuhr ohne Bestzeiten-Ansprüche aber immer noch im unteren bis mittleren EB-Bereich hoch.

Ein toller Tag bei bestem Wetter samt vollkommener Ausbelastung in herrlicher Landschaft und Bummeln und Sightseeing am See – wunderbare Kombination, Herz was willst du mehr?

Distanz: 117,37 km, Höhenmeter: 1523 m, Zeit: 5 h 49 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,2 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 24,8 km/h, Durchschnitts-HF: 126

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/118683187

http://app.strava.com/rides/1832865/embed/a5a95ce3aeefb56c99cec17651b84a5e88d3164a

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