Wittgensteiner Pässe – Rennradtour über’s Harfeld, Didoll und Co

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Für 3 Tage hat der Sommer, der höchstens noch durch einen blauen Himmel und Sonne, aber kaum noch durch schweißtreibende Temperaturen und Assoziationen mit Bikinis, Sonnenbaden, Freibad und laue Partyabende brillieren kann, ein Einsehen. Und beschert genau das erstgenannte: wenigstens einen herrlich blauen Himmel und Sonne. Nur wenige, schmückende Wölkchen am Himmel. Und das gegen Wochenende. Heute ist Samstag und ich will das für eine „Sommer“-Tour nutzen – denn morgen soll es schon wieder vorbei sein: Gewitter, Regen etc.

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Mittags, bevor ich loskomme, sind die Wolken zwar kurzzeitig etwas dichter, das legt sich Gott sei Dank aber schnell. Bei angenehmen Temperaturen von im Schnitt 24,3 ° rolle ich zufrieden los. Endlich noch mal richtig gutes Wetter. Die Landschaft sieht bei richtigem Sonnenwetter doch noch gleich dreimal so gut aus. Vor allem, wenn man sie in diesem Licht die letzten Monate so selten zu Gesicht bekommen hat! Balsam für die Seele.

Was aber nicht heissen will, dass ich die Beine genauso wie die Seele hab baumeln lassen, fern davon! ;-)

Die heutige Tour sollte mich nochmal über das Harfeld führen, mehr hatte ich nicht geplant. Herausgekommen ist dann eine Wittgensteiner „Pässe“ Tour, die mich gleich zweimal über’s Harfeld, über’s Didoll und über die Laibach samt weiteren Anstiegen geführt hat. An den Anstiegen habe ich auch immer gut reingehalten, insbesondere bei den ersten. Dazwischen habe ich allerdings ein klein wenig gebummelt, ein wenig ausgekundschaftet und heute eher mehr Fotos als sonst gemacht. Wunderbar!

Zu Anfang ist mir jedoch zum ersten Mal am Rennrad die Kette runtergesprungen. Leider so, dass ich sie auch nicht per Kurbeleinsatz einfach wieder auf’s Blatt heben konnte. Also mussten die Hände ran. Nach rund 6 km gab’s also die erste längere Pause, die ich mit Finger reinigen per örtlicher Blattvegetation verbrachte… Pflanzensäfte können so einiges. Und weisses Lenkerband will geschont werden. ;-) Jedenfalls suche ich nun einen guten Chaincatcher. Mal Andy Schleck fragen, was er so empfiehlt… ;-)

Danach ging es aber weiter, hoch zur Leimstruth und von dort nach Stünzel. Ah, am jetzigen Wochenende feiert Stünzel sein 300 Jahre Fest. Hätte es mir ja gerne kurz angesehen und wäre mit dem Rad etwas durch Stünzel gebummelt. Hätte mir vielleicht sogar eine unplanmäßige Waffel samt Kaffee gegönnt. Leider hatten die Stünzeler eine 3 Euro „Paywall“ um ihr Dorf errichtet. Sowas hab‘ ich auch noch nicht erlebt. Ziemlich blöd für zufällig vorbeikommende Wanderer und Ausflügler. Naja – wer nicht will, der hat schon… So kann ich also nicht berichten, ob es sich lohnen könnte, heute am letzten Tag der Feierlichkeiten vorbei zu schauen.

Aber ich wollte ja auch Rad fahren, also folgte ich der Abfahrt der L718 runter Richtung Bad Laasphe, bog dann aber vor der Bracht links ab auf die K53. Hier beginnt der Anstieg auf das Harfeld, der von dieser Seite her nicht so steil wie die übrigen Anfahrten ist. Aber wie alle Anfahrten schön durch lichten Wald und entlang einiger Wiesen führt. Kurz bevor man das Harfeld erreicht, kommt man an einem Teich und dem Forsthaus Hülshof vorbei. Oben auf der Höhe ruhte ich nicht aus, sondern forcierte sofort die Abfahrt Richtung Richstein. Hier muss man leider wie so oft auf den landschaftlich reizvollen, aber zu oft in schlechtem Zustand befindlichen Kreisstraßen auf Rillen und Absätze im mehr schlecht als recht gepflicktem Asphalt aufpassen. Auf halber Strecke machte ich dann aber den ersten Fotohalt. Samt Stativaufbau und Selbstportrait beim Vorbeifahren. Und weil es so schön war, gab es direkt auch noch eine Snackpause mit frisch selbst am Vortag zubereitetem Reiskuchen. :)

Danach fuhr ich zunächst nicht direkt nach Richstein hinein, da mich eine Abzweigung nach links neugierig machte. Nochmal eine Abzweigung nach links und ich befand mich auf einem ganz schmalen Weg, den man nur noch mit gutem Willen als asphaltiert bezeichnen kann, der mich aber kurzzeitig mit 18% zum Festplatz von Richstein, gleichzeitig dem Standpunkt der alten Burg Richstein brachte.

Von da aus fuhr ich über die Straße „Zur Burg“ hinunter nach Richstein, schaute kurz ins Haintal, war leider Sackgasse und fuhr dann weiter über die L903 aus dem Ort. Erspähte ein Holzschild „Elsoff“ und einen steil aussehenden Weg und dachte „Wow – probieren, ob der asphaltiert ist“. War er aber leider nur so 160 meter lang. Die Steigung wäre cool gewesen; auch hier 18%. Beim rumdrehen sah ich aber am Gegenhang auch ein schönes Sträßchen. Also wieder zurück, rein nach Richstein, direkt rechts auf die Lindenhof Straße und dann wieder links, dem Holzwegweiser zum „Harfeld“ gefolgt. Aha, hier hatte ich die eine Auffahrt zum Harfeld, die ich bisher noch nicht gefahren bin. Sie ist allerdings nur im ersten Teil eine Abwandlung der Strecke von der Richtsteiner Mühle und trift nach 1,2 km auf diese. Also war ich bald wieder auf dem Harfeld, diesmal von Richstein aus. Hinein ging es wieder in die Abfahrt Richtung Bad Laasphe.

Aus Laasphe heraus dann Richtung Puderbach, um das Didoll in Angriff zu nehmen. Auch eine sehr zu empfehlende, wunderbare Strecke. Leider ist die Anfahrt über Puderbach bei Quäldich.de ab Niederlaasphe eingstellt. Ich bitte euch – wieso von da? Ein sinnvoller Einstieg, gleichermaßen von Laasphe und Niederlaasphe aus Sinn machend, wäre die Ausfahrt des Kreisverkehrs vor Puderbach. Naja, egal. Hinter dem Didoll ging’s… natürlich wieder nach Richstein… ;-) Auf eine weitere Harfeld-Variante verzichtete ich aber und fuhr statt dessen nach Arfeld und von dort weiter nach Schwarzenau. Aber nicht über die L 553, sondern heute schaute ich mal, wo mich die Beschilderung des Ederauen-Radwegs hinführen würde. Sie führte mich schon sehr bald auf einen unbefestigten Weg, der auf der alten Bahntrasse entlang der Eder nach Schwarzenau führt. Auch sehr reizvoll. Und trotz fehlender Befestigung sehr gut mit dem Rennrad zu befahren. Sehr eben, fester untergrund, ganz feiner, im bindigen Boden eingebundener Splitt. Nur nach tagelangem Dauerregen würde ich da dann nicht herfahren wollen.

Hinter Schwarzenau fuhr ich über die L902 hinüber nach Elsoff und von da aus dann über die K40 und an Christianseck vorbei durch die Wittgensteiner Schweiz hoch zur Laibach (Auch hier ist die Streckenabgrenzung bei Quäldich.de jetzt nicht sooo schrecklich sinnvoll, da der Gipfelpunkt dort, wenn man schon mal da ist, selten das Dorf Laibach ist, sondern meist der höchste Punkt der L 717 zwischen Bad Berleburg und Diedenshausen. Dort ist auch eine Bushaltestelle und auch der Abzweig, dem man von Christianseck her kommend ebenfalls als Passhöhe erreicht. Von dort geht es dann am Gasthaus Erholung und dem Abzweig zu Laibach vorbei nach Bad Berleburg. Weiter fuhr ich dann über Berghausen, Birkefehl und Womelsdorf zurück nach Erndtebrück.

Distanz: 91,31 km, Höhenmeter: 1420 m, Zeit: 4 h 50 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,8 km/h, Durchschnitts-HF: 124

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