Bericht zum 32. Hochsauerland Radtourenklassiker, RTF des RSC-Hochsauerland am 09.07.2011

Rad fahren

Meine zweite RTF überhaupt. Wenn man den Dreiländergiro (Bericht samt Fotofeature findet sich hier) nicht mitzählt. Aber ganz im Ernst: Eigentlich ist es eine RTF. Nur eine teure. Also sagen wir: meine dritte RTF habe ich heute bestritten. Und zwar ging es heute nach Eslohe ins Sauerland, zum RSC-Hochsauerland.

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Morgens leichtes Tröpfeln und unterwegs zwischen Aue und Jagdhaus war die Straße nass. Na prima. Aber im Sauerland waren die Straßen trocken, der Himmel muckste nicht und unterwegs kam dann auch bald die Sonne raus. Wettertechnisch also alles zum Besten bestellt. Bis auf den Wind. Der kam schon spürbar von vorne. Insbesondere auf dem Stück zwischen Züschen bis ganz bis zum südwestlichen Wendepunkt bei Birkefehl – unweit dem heute morgen samt Coffee to go und ’nem Brötchen im Gepäck viel zu früh verlassenen heimatlichen Erndtebrück. Obwohl, viel zu früh kann man gar nicht mal sagen, in meinen Augen hat der RSC-Hochsauerland die Startzeiten goldrichtig gelegt: von 9:00 bis 10:00 Uhr für die große 150er Runde und von 9:00 bis 11:00 Uhr für alle übrigen Strecken.

Andere Startzeiten, die schon ab 7:30 Uhr losgehen und mit Glück vielleicht bis 10:00 Uhr reichen kann ich logistisch nicht gutheißen. Die Vereine erhoffen sich doch Besuch!? Wer soll um 7:30 Uhr schon da sein, wenn er Anfahrtszeiten von 1 bis 2h hat? Wie soll man dann da noch einen Parkplatz finden, wenn sich lokal nähere Leute schon recht früh einfinden können? Es mag da natürlich unterschiedliche Präferenzen geben, aber ich finde den Esloher Ansatz wesentlich angenehmer. Auch ansonsten fand ich die Organisation sehr gelungen. Parkplätze waren ausreichend da und man wurde gut hingeführt, Verpflegungsstellen fand ich gut gewählt und auch die gebotene Versorgung in Form von Bananen, Schmalzbroten, Butterbroten und oben am Kahlen Asten sehr sehr leckeren Kuchen (und den Kaffee dazu dann in Berghausen ;-)) sehr gut und lecker. Die Strecke konnte ja im Sauerland und im Wittgenstein kaum schlecht sein; sie hat mir sehr gefallen. :)

Von der Gesamtlänge der Strecke war ich heute nur rund 9 km kürzer unterwegs als beim Dreiländergiro. Die Höhenmeter waren natürlich weniger, aber hier bei uns kommt man um ratzfatz kumulierte Höhenmeter gar nicht drum herum: 1889 waren’s. Also 1616 HM weniger als beim Giro. Reingehalten habe ich hingegen heute deutlich anders als beim Dreiländergiro. Dort hatte ich Urlaub… ;-) Bzw. das war mein erster Alpenbesuch mit dem Rennrad. Entsprechend vorsichtig bin ich angegangen und habe es als Genusstour gesehen. Heute war bis auf die Verpflegungsstellen auch im Windschatten GA2 eigentlich das mindeste und der EB-Bereich war mein Freund.

In der Steigung zum Kahlen Asten, die so richtig spürbar erst am Ortsausgang Rehsiepen beginnt, habe ich mal geschaut, was bis zum Gipfelpunkt geht. Mit der gesamten Anfahrt durch das Sorpetal, gemessen vom Abzweig auf die L 742 bei Winkhausen, habe ich 45 Min 22 für die 16,76 Kilometer und 422 Höhenmeter benötigt. Der Kahle Asten schmückt sich zwar mit dem Namen „Das Dach Westfalens“; er ist auch die höchste mit dem Rennrad (auf Asphalt) erreichbare Stelle Westfalens. Aber mit 841,2 m ü. NN muss er sich knapp dem Langenberg, ebenfalls im Rothaargebirge, mit 843,2 m ü. NN als wirklich höchster Gipfel Westfalens geschlagen geben. Das Foto mit meinem treuen Cube Streamer am Turmaufgang habe ich übrigens aus einer Tour im Juni entnommen, das Foto mit dem Kuchen ist von heute.

Neben der „Bergwertung“ zum Kahlen Asten war ich aber auch an anderer Stelle nicht untätig und insbesondere auf dem langen sanft abfallenden „Flachstück“ von Felbecke bis nach Eslohe hinein haben wir einen guten Zug aufgemacht und stark auf das Tempo gedrückt. So kurz vor Ziel habe ich dann auch alles reingelegt und war dann froh, als ich in Eslohe die letzten Meter locker ausrollen konnte.

Leider gab’s auch zwei heftige Unfälle mit Rettungssanitäter-Erfordernis. Allerdings keine Massenstürze. Sondern beim Ersten irgendwo auf einer ganz harmlos aussehenden Linksabbiegespur noch vor dem ersten Kontrollpunkt mag wohl ein Fahrfehler die Ursache gewesen sein, wie im Ziel berichtet wurde und auf dem sehr steilen Stück runter von Jagdhaus nach Fleckenberg war die Strecke für Autofahrer voll gesperrt, während eine Tandembesatzung notärztlich versorgt wurde. Sah schlimm aus, dem Vernehmen nach ging es aber wohl ohne Knochenbrüche ab. Den beiden ist wohl die Hinterradfelge (Alu-Carbonverbund und durch Bremsen überhitzt) um die Ohren geflogen. Sehr übel so was. Gott sei Dank war die RTF sonst sehr angenehm mit netter Gesellschaft und schöner Leistung.

Distanz: 151,48 km, Höhenmeter: 1889 m, Zeit: 6 h 20 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,9 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 27,3 km/h, Durchschnitts-HF: 140

Daten auf Garmin.Connect: http://connect.garmin.com:80/activity/embed/97930436

Daten auf Strava: http://app.strava.com/activities/903772

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