Oh my God – it’s over ninethou… ähm, 100 km ;-)

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Puh, das war zum Schluss ein hartes Stück Arbeit. Aber: neuer Rekord: It’s over ninethousääähn…. äh, 100 km… ;-)

101 km in 4,5 h. Da muss ich weit zurückgehen (in alte Excel-Trainingskalender von 2001), um einmal eine einzige Tour über 100 km zu finden: eine Rennradfahrt zu zweit von Erndtebrück nach Bielefeld über 164 km und 6 h 17 min. reine Fahrtzeit. Unterbrochen durch ein Frühstück bei McD. und einer weiteren 45 Minuten Pause.

Aber zurück zum Anfang: Ein herrlich sonniger und warmer Ostersonntag, so lässt man sich das gefallen. Auf dem Plan standen 4,5 h GA1, also habe ich mir eine rd. 100 km Runde zusammengestellt. Heute sollte es ein Abstecher ins Sauerland werden. Nach Anfahrt von Erndtebrück nach Bad Berleburg wurde zuerst die sehr angenehme, nur 4,5% im Schnitt ansteigende Strecke von Dödesberg zum Albrechtsplatz (die ich zu etwa 50% mit der Canon S95 in der Hand und Spökes machend verbrachte) befahren und dann ging es eigentlich die ganze Zeit angenehm zügig dem sanften Gefälle des Lennetals entlang Oberkirchen, Schmallenberg, Fleckenberg bis Altenhundem. Oben am Albrechtsplatz sah ich, dass die Rast-Ecke am Parkplatz neu im Rothaarsteig-Stil möbliert wurde. Wird bestimmt noch richtig hübsch.

Es folgte die schnelle Abfahrt nach Oberkirchen und dann tatsächlich die selbst in GA1 angenehme zügige Fahrt mit rd. 35 km/h durch schmucke Ortschaften über die am Ostersonntag angenehm verkehrsarme B 236 / B 480.

Zwischendurch gab’s einen kleinen Abstecher ins Fachwerkdorf Milchenbach (so steht’s am Hinweisschild am Abzweig von der B480 – aber das Milchenbach mehr Fachwerkdorf als andere Dörfer im Sauer- oder Siegerland/Wittgenstein sei, kann ich nun wirklich nicht bestätigen). Nichts desto trotz ein sehr schmuckes Dörfchen in einem schönen Seitental. Ich wollte es mir kurz mal ansehen und hauptsächlich im Vorbeifahren feststellen, ob die am Wanderparkplatz Milchenbach abzweigende Straße tatsächlich asphaltiert ist. Ergebnis: Ja, ist sie – eine zukünftige Streckenwahl von Milchenbach am Alpenhaus vorbei nach Stelborn und Selbecke (und dann vielleicht weiter über den Rhein-Weser-Turm) sollte also auch mit dem Rennrad möglich sein.

Ab Wirme, so nach 3h 15 min und rd. 75 km spürte ich aber langsam die Energien schwinden (hatte einen 25g Gletscherkrone Riegel am Albrechtsplatz und einen 25g Riegel vor Milchenbach gegessen) und auch die Assos Bibshort konnte nicht mehr verhindern, dass mir das Sitzen zunehmend schwer fiel. Die Abfahrt von Brachthausen nach Hilchenbach und der Anstieg zur Kronprinzeneiche im langsamen Wiegetritt bei Puls rd. 120 ließ mich dann auch wieder etwas frischer werden.

Oben an der Kronprinzeneiche kam mir dann eine ganze Rennradfamilie entgegen. Das fand ich ja richtig cool. Erst der Filius, dann die Mama mit weiterem Kind im Windschatten und schließlich der Papa mit weiterem Nachwuchs im Schlepptau. Alle von der Sohle bis zum Helm auf Rennrad getrimmt. Freundlich gegrüßt wie immer und weiter ging’s. Ich sehnte mich aber schon durch Lützel und von Altenteich bis nach Erndtebrück  nach den erlösenden 100 km auf dem Computer und den angepeilten 4,5h Fahrtzeit. Beides hatte ich nach einem Schlenker durch Erndtebrück und einer Extraschleife Richtung Hauptmühle dann beisammen. Yay :)

Distanz: 101,5 km, Höhenmeter: 1047 m, Zeit: 4 h 30 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,7 km/h, Durchschnitts-HF: 122

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/81254327

Wittgensteiner April-Touren

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Ich hoffe, ihr hattet alle bisher wunderschöne Ostern und verbringt auch den heutigen Ostermontag noch ganz so, wie ihr es euch wünscht. Heute gibt es von mir mal eine kleine Rekapitulation der meisten Wochenende-Ausfahrten im April, zu denen ich bisher keine Einzelpostings erstellt habe.

Den Anfang mache ich mit dem Samstag, den 9. April.

Bei Sonnenschein und rd. 18°C im Schnitt ging es von Erndtebrück aus ins Siegerland. Ich wollte kurz an der Universität vorbei fahren und verband dies mit einer kleinen Routingtest des Garmin Edge 800 durch die Siegener Innenstadt. Die Anfahrt nach Siegen über Walpersorf bis Kaan-Marienborn ist eine schöne Strecke. Durch Siegen gondeln war zwar bis zur Uni auch nett, aber Ampelhalte und häufiges Abbiegen drücken den Schnitt. Der Abschnitt von Niedersetzen über Obersetzen und Unglinghausen nach Kredenbach war wieder sehr angenehm und hübsch. Hier hatte der Edge mal wieder einen epic Routing Fail, trotz per Mapsource vorgeplanter Route. Der Abschnitt von Kredenbach über Dahlbruch nach Hilchenbach ist eine ziemlich bescheidene Route für Radfahrer. Ich mag sie nicht. Zwischendrin ist allerdings die Breitenbachtalsperre, die ich umrunden wollte. Ich nutzte dies als Rekom-Abschnitt mit Riegelessen, kurze Fotostops und Skaterinnen-gucken und um Skater und Fußgänger rumkurven.

[Foto 1: Die Breitenbach-Talsperre mit Entnahmeturm und Damm, im Hintergrund die Ginsburg. Foto 2: Es blüht schon hier und da]

Distanz: 77,11 km, Höhenmeter: 893 m, Zeit: 3 h 56 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,6 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 22,6 km/h, Durchschnitts-HF: 123

http://connect.garmin.com/activity/78121869

 

Weiter geht’s am folgenden Sonntag, den 10. April.

Eine schöne Tour, die Bad Berleburger und Bad Laaspher Höhen miteinander verbindend. Gedacht war sie eigentlich wie am Vortag wieder als Ausdauerfahrt im Grundlagenbereich 1 (GA1). War aber eher die ganze Zeit in Fahrt am oberen Ende GA1 bzw. schon in GA2. Lief aber gut. Wunderschöne Strecke die ganze Tour. In Hesselbach war ich glaube ich noch nie. Sehr schönes Sträßchen von Bad Laasphe nach Hesselbach. Hat auch schön knackige Steigungsprozente bis zu 13%. Belohnt wird man durch wunderbare Aussichten nach Norden ins Wittgenstein nach Laasphe und nach der „Passhöhe“ in das Lahn-Dill-Bergland. Durch Hesselbach und nach Banfe lässt es sich wunderbar „rollen“ und nach kurzem überwinden der Indel rollt man durch eines der Kleinode von Wittgenstein, das Ilsetal!

[Foto 1: Auf der Gennernbach-Straße von Bad Laasphe Richtung Forsthaus Ditzrod. Foto 2: Auf dem Anstieg von Laasphe nach Hesselbach. Blick nach Norden Richtung Laasphe. Links unten nicht im Blick liegt das Forsthaus Ditzrod]

Distanz: 65,83 km, Höhenmeter: 887 m, Zeit: 3 h 27 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 22,3 km/h, Durchschnitts-HF: 125

http://connect.garmin.com/activity/78401517

 

Höhenmetersammeln Harfeld und Didoll, Samstag, 16. April:

Nicht, dass es besonders schwierig wäre, hier im Wittgenstein’schen auf Höhenmeter zu kommen, ganz im Gegenteil! Trotzdem wollte ich mir heute mal das Harfeld, das ich noch nicht kannte, aber als Eintrag bei Quaeldich.de schon auf der Liste hatte, mal ganz besonders gut ansehen. ;-) Ich versuchte also eine Tour zu planen, die auf rd. 70 km möglichst viele Höhenmeter unterbrachte und nahm mir als Fokus dazu das Harfeld vor. Es kamen immerhin 1411 Höhenmeter dabei herum. Hmmm, schon ein Wort, aber auch nicht sooo viel mehr, als wenn ich eine x-beliebige Tour durch die Gegend plane. Nichtsdestotrotz, ich wollte die verschiedenen Auffahrten zum Harfeld testen und das tat ich dann auch :)

Die heutige Tour beinhaltete also u.a. die folgenden Quaeldich.de Passeinträge

Harfeld:

  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Bracht, 4,4 km / 177 Hm rauf
  • Nordostanfahrt von Bad-Berleburg-Richstein 2,9 km / 168 Hm runter
  • Nordanfahrt von Bad Berleburg, Richsteiner Mühle 3,2 km / 200 Hm rauf
  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Bracht, 4,4 km / 177 Hm rauf

Didoll:

  • Südwestanfahrt von Bad Laasphe-Niederlaasphe 6,6 km / 276 Hm rauf
  • Nordanfahrt von Bad Berleburg-Richstein 1,8 km / 140 Hm runter

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[Von der Richsteiner Mühle führt diese kleine Waldstraße auf das Harfeld. Gleich kommt das steilste Stück mit bis zu 15% Steigung.]

Eingebunden in eine 3 x 6 Min EB am Berg (Entwicklungsbereich) Einheit, die dann als GA 1 fortgeführt werden sollte, ging es also in die Wittgensteiner Hügel. Wohl in der Streckenplanung platziert fand sich mit der Amtshäuser Steigung schon der erste 10/11 Prozenter, der den Puls problemlos gen obere Grenze EB jagen liess. Aber auch an den übrigen Anstiegen band ich mich nicht sklavisch an die GA1 Vorgabe, sondern nahm sie im GA2 Bereich. Am Ende der über 3,5 Stunden merkte ich den unteren Rücken und bisschen auch wieder die Arme.

Der Garmin Edge 800 funktionierte auch wieder recht gut. Zweiter Test mit „System/Neuberechnung aus“. Jetzt anstelle einer Route ein TCX-Track mit rund 950 Punkten benutzt. Klappte auch trotz hier und da leichten Differenzen zwischen Streckenplanung (basierend auf Google Maps in GPSies) und Map (Garmin CN) sowie tatsächlicher GPS-Position. Nur ein einziges Mal ein „Fail“ Routing und das trotz ausgeschalteter Neuberechnung. Er wollte plötzlich nach der Richtsteiner Mühle wieder zurück, über Richstein und Lindenhof zum Harfeld hoch. WTF – ganz ohne seltsame Bugs will der Edge 800 einfach nicht funktionieren. Aber er fing sich danach problem los wieder. Nicht wie sonst, wo er schon mal eine komplett aus der Luft gegriffene Route sonstwo hin erzeugte. Alles in allem also ok, und das bei dem heutigen „Kreisverkehr“ mit mehrfach die gleichen Straßen benutzender Streckenplanung.

Habe mich bei diesem WTF-Edge-Mistbau-Malwieder auch prompt auf die Seite gelegt. Erster Sturz mit meinem Cube Streamer. Aus dem Stand irgendwie den linken Fuß nicht ausgeklickt bekommen aber Übergewicht in diese Richtung bekommen. Formvollendet weich mit der ganzen Körperseite auf den Asphalt geklatscht und das Rad nicht auf den Boden kommen lassen :). Keine Blessuren entstanden :)

Distanz: 73,95 km, Höhenmeter: 1411 m, Zeit: 3 h 44 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,8 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 21,5 km/h, Durchschnitts-HF: 132

http://connect.garmin.com/activity/79586575

 

Stippvisite im Hessen, So, 17.4.:

Wieder bei strahlendem Wetter suchte ich heute als Kontrast zu gestern eher weniger Höhenmeter. Von Erndtebrück aus folgte ich also der B 62 über Lützel nach Netphen, bog da Richtung Deuz ab und fuhr sanft ansteigend über Salchendorf nach Hainchen. Hinter Hainchen geht es über die Haincher Höhe, wo sich ein toller Blick in das südliche Wittgensteiner Bergland eröffnet und wo nach man sich dann im Hessen wieder findet. Die Abfahrt nach Rittershausen weist nahezu keine Schlaglöcher auf, besitzt dafür sehr rauen Asphalt. Trotzdem eine schöne Strecke bis Dietzhölztal und hinter Mandeln kommt man dann auch wieder ins Wittgensteiner Ländle. Fischelbach ist der erste Ort, der einen hier begrüßt.

Hatte noch gute Spürung in den Beinen und auch den Trizeps von gestern. Daher heute der Plan: wirklich immer Mitte GA1 bleiben (ganz so, wie es für heute auf dem Trainingsplan stand) und das habe ich auch so durchgeführt (bis paar kleine Ausnahmen). Bis zur Stunde 2 lief es ideal, danach merkte ich dann langsam die Gesamterschöpfung und Arme und Po, konnte das aber durch ab und an mal aus dem Sattel gehen gut kompensieren. Von der Steigung hinter Mandeln konnte ich es über Fischelbach und Banfe bis Laasphe mit durchgehend rd. 1 % Gefälle gut fliegen lassen. Nach gestern und der Strecke davor wurde es dann aber kurz vor Laasphe anstrengend, entsprechend zu sitzen und zu treten; trotz GA1. Es herrschte teilweise sehr starker Wind, zudem auch mal Böen. Bin oft im Untergriff gefahren, um mich weitgehend unter dem Wind durch zu ducken.

Bisher längste gefahrene Distanz seit Beginn meiner GPS-Radtour-Aufzeichnungen! :)

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[Kurz vor der Haincher Höhe auf der Strecke von Hainchen nach Dietzhölztal.]

Distanz: 87,58 km, Höhenmeter: 966 m, Zeit: 3 h 47 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,1 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,9 km/h, Durchschnitts-HF: 126

http://connect.garmin.com/activity/79846599

 

„Besuch“ und Tour zu Zweit, Sa, 23.4.:

Über das Blog hatte mich Simon kontaktiert. Er hatte sich die Vor-Oster-Woche frei genommen und machte Urlaub in Bad Berleburg. Dieses Mal hatte er zum ersten Mal seine Bikes dabei und er frug, ob wir denn mal eine gemeinsame Tour machen könnten? Ja, sehr gerne doch. Zuvor hatten wir uns noch nicht gekannt, aber die gemeinsame Tour war sehr angenehm und hat viel Spaß gemacht. Mal was Anderes :).

Auf dem Trainingsplan stand eigentlich: 3×7′ EB, Berg, 30 Minuten Warm-up, 3×7 Minuten Entwicklungsbereich am Berg bei 70-85 U/min, mit je 5 Minuten Erholung, weiter im Grundlagenbereich 1

Hatte das dann leicht anders durchgeführt. Wir hatten uns für 12:00 Uhr am Bahnhof in Bad Berleburg verabredet. Ich bin aber erst um halb 12:00 von daheim losgekommen. D.h. ich musste etwa auf einen 30er Schnitt bis Berleburg kommen, um den Termin einzuhalten! War also schon bei Minute 3 im GA2, bei Minute 9 schon im EB angelangt. Bis zur ersten Ampel in Berleburg hab ich EB auch nicht mehr verlassen. ^^ Das waren also 22 Min EB am Stück, nix Intervalle ;-) Dafür war ich pünktlich vor Ort!

Diverse Steigungen sorgten im weiteren Verlauf für erklecklichen Anteil GA2 und weitere EB-Bereiche. Sind meistens nebeneinander gefahren und haben uns nett unterhalten. Nur auf der Strecke von der Eisenstraße über Benfe bis nach Erndtebrück habe ich Windschatten gegeben und den Puls dabei gegen heftigen Gegenwind auch nochmal gut in den EB gezogen. Lohn der „Mühen“: Der ermittelte TRIMP (Trainings Impulse, ermittelt mit dem Training Load Plugin für SportTracks) war zum ersten Mal im Bereich „episch“ *hust* ;-)

Abschluss war dann ausnahmsweise mal ein Besuch in der Eisdiele in Erndtebrück mit lecker Banane Speziale und Cappuccino. :)

Und am Abend dann verstärkte Rehydrierung mittels einiger Radler beim Osterfeuer in Erndtebrück. Ahhhhh, la dolce Vita :)

[Foto 1: Simon im Ilsetal, Foto 2: ein unbeteiligter Rennradler im Ilsetal vorraus, Foto 3: Das Osterfeuer in Erndtebrück]

Distanz: 81,93 km, Höhenmeter: 1226 m, Zeit: 3 h 48 m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,5 km/h, Durchschnittsgeschw. in Bewegung: 23,0 km/h, Durchschnitts-HF: 136

http://connect.garmin.com/activity/80975132

Test Windschutzwesten: Castelli Leggero und Vaude Air

Produkttests, Rad fahren

Auf der Suche nach einer neuen, schicken Weste für alle Rennradgelegenheiten habe ich mir sowohl die Leggero Vest von Castelli als auch die Men’s Air Vest von Vaude kommen lassen.

Beide Westen gehören zur Kategorie Superleicht und möglichst kleines Packmaß. Ich habe mir beide Westen in Weiss und jeweils in Größe M und L kommen lassen. Man kennt ja die italienischen Größenangaben, ganz besonders für Radsportbekleidung, die je nach Kleidungsstück gerne mal ein bis 2 Größenklassen kleiner ausfallen, als man gemeinhin von der Größenangabe erwartet.

Ganz ähnlich ist es auch bei der Castelli Leggero, wobei ich mich bisher eigentlich gut auf die Maßangaben der Versender verlassen konnte. Deren Angaben entsprechend, hätte ich dann doch mit einer guten Passform der Castelli in M gerechnet, während von Brustumfang und Bundmaß die Größe L viel zu schlabberig erwartet hätte. Doch fehlgedacht.

[Castelli Leggero Vest]

Die Castelli in M saß sehr eng, aber noch nicht zu eng. Die Armöffnungen fand ich grenzwertig eng, aber sie schnürten in M nicht ein. Waren also gut. Aber ich tendiere wohl etwas Richtung Sitzriese und obwohl anderweitig also passend (selbst mit beladenen Rückentaschen des Trikots) saß der Bundabschluss viel zu hoch am Bauch. Also doch lieber Größe L, die ich extra nachbestellt hatte. Diese Größe saß dann perfekt! Immer noch schön eng anliegende Armöffnungen, sehr schöner enger, aber nicht einengender, „racetauglicher“ Sitz.

[Vaude Men’s Air Vest]

Die Vaude Weste sitzt ebenfalls gut und ist ebenso „racetauglich“ wie die Castelli. Hier passt mir die Größe M sehr gut. L habe ich gar nicht erst ausgepackt. Die Ärmelöffnungen sind deutlich größer als die von der Castelli, aber nicht zu groß, als dass sich der Fahrtwind zu sehr drinnen fangen oder Schlabbern folgen würde. Auch der Bundabschluss der Vaude ist weiter als der von der Castelli. Nicht zu weit, das es stört. Im Gegenteil. Ein Vorteil ist, dass man so besser an seine Rückentaschen des Trikots herankommt. Als Nachteil schließt die Vaude dadurch aber nicht ganz so sicher hinten am Bund ab und rutscht schon mal etwas über den Trikotrand.

Der Halsabschluss ist bei beiden Westen gelungen. Sitzt angenehm, engt nicht ein, schließt aber trotzdem gut und hoch ab. Beide haben eine kleine Abdecklasche über dem oberen Reisverschluss-Abschluss. In der Haptik beim befingern ist der Kragen der Castelli Leggero schöner. Im Tragekomfort erkennt man am Kragen allerdings keinen Unterschied. Da sind beide sehr gut.

Die Castelli Leggero in Größe L sitzt noch ein kleinen Tick enger als die Vaude in Größe M. Engt dabei aber nicht ein. Die Abschlüsse an Ärmeln und am Bund sitzen eng und gut, ohne einzuschneiden, da sie gewissen Stretch aufweisen. Damit also absolut racetauglich und kaum Angrifföffnungen  für den Wind auch bei schnellen Abfahrten. Man muss dafür aber etwas mehr fummeln, wenn man an den Inhalt seiner Trikot-Rückentaschen gelangen möchte.

Die Castelli ist von den technischen Daten her einen Tick leichter (angegeben mit superleichten 65g) als die Vaude (angegeben mit auch sehr guten 92g), das spürt man aber nicht. Beide Westen sind gleich leicht und dünn. Beide bieten gleich guten Windschutz. Letzten Endes fand ich dann doch die Castelli Leggero insgesamt angenehmer, da ihr großflächiges Rückennetz auch bei Anstiegen für ein gutes Mikroklima sorgt. Die Vaude hingegen umschließt den unteren Rücken komplett mit dem selben Stoff wie an der Front und auch um die Latissimus ist durchgehend dichtes Material angeordnet. Der Netzeinsatz ist nur zwischen den Schulterblättern bis auf Höhe üblicher Rückentaschenoberkanten angeordnet. Das führt dann doch zu etwas schlechterem Mikroklima, wenn man, wie ich gerne, die Weste über die gesamte Fahrt anbehält. Holt man seine Weste jedoch gezielt nur für längere Abfahrten (wie z.B. in den Alpen) heraus (wofür beide Westen aufgrund ihres Fliegengewichts und kleinen Packmaßes bestens geeignet sind), dann bietet sie umso besseren Windschutz, da das winddichte Material auch die Lenden- und Nierenbereiche sowie auch den Großteil des Rückens umschließt.

A pro pos Packmaß. Das ist von beiden Westen sehr gut und gleich. Die Castelli Leggero besitzt einen per Minikarabiner ausclipsbaren Mininetzbeutel für die Aufbewahrung, den man im Zweifelsfall natürlich gerade verlegt oder daheim gelassen hat. Die Vaude hat hinten rechts im Lendenbereich eine mit Reisverschluss versehene Netzinnentasche, in die man die Weste hineinstopfen kann. Diese Packmethode hat man daher immer dabei und im Zweifel hat man auch eine kleine Tasche für weiteren Kleinkram oder Schlüssel dabei.

Ziemlicher Gleichstand. Eine Entscheidung fiel mir schwer – bin letzten Endes bei der Castelli Leggero verblieben. Ich mochte den Bundabschluss, trotz dass er mich beim Taschenzugriff mehr behinderte, bei der Castelli mehr. Ebenfalls das Mikroklima, da ich fast das ganze Jahr, auch oft im Sommer, mit Weste fahre. Ein weiterer Vorteil der Castelli: sie besitzt einen Doppelreißverschluss. Wer möchte, kann also auch den Bund von unten öffnen, während man oben den Kragen schließt.

Die Castelli Leggero Weste gibt es in Weiss, Schwarz und Gelb. Getestet wurde sie unter anderem in der Roadbike 10/2010, wo sie „sehr gut“ getestet und Testsieger wurde. Die Vaude Men’s Air Vest wurde ebenfalls mit „sehr gut“ in der gleichen Ausgabe getestet. In der MountainBIKE 08/10, die mir selbst nicht vorliegt, wurde sie Testsieger. Es gibt sie in Weiss, Schwarz, Rot und Gelb. Eine spezielle Damenversion ist ebenfalls verfügbar. Beides sind hervorragende, sehr zu empfehlende Windschutzwesten.

bike-arena.de: you’re doing it right

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Hier mal ein Shoutout zu unseren direkt angrenzenden nördlichen Nachbarn, dem Sauerland, Land der 1000 Berge. Naja, ob’s 1000 sind und ob es richtige Berge oder eher Hügel sind… alles ist ja schließlich relativ. Aber wunderbar zum Wandern, Moutainbiken und Rennradfahren ist es allemal. Aus aktuellem Anlass, nämlich der Einbindung eines neuen Tourenportals, möchte ich die Bike Arena Sauerland lobend erwähnen. Zumindest was die Webpräsenz samt Informationsbereitstellung und Promotion von Trekking- und Mountainbiking und auch Rennradfahren angeht, finde ich das Angebot beispielhaft. Auch die Ausschilderung von entsprechenden MTB- und Radtouren ist recht dicht, nach allem, was ich bisher so erfahren habe.

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Schön ausgearbeitete Touren samt herunter ladbarer GPX-Datei und PDF-Routenblatt gab es dort schon immer. Seit kurzem gibt es aufbauend auf die mir sehr gefallenden outdooractive.com Karten ein neues Tourenportal, separat für Trekkingbike-, Mountainbike- und Rennrad-Touren. In diesem wurde die verfügbare Tourenanzahl nochmal deutlich erhöht. So findet man aktuell 35 Rennradtouren von kompakt (rund 40 km) bis zum kompletten Sauerlandmarathon (243 km). Meistens liegen die Touren aber um die 100 km und verknüpfen dabei oft auch Sauer- mit Sieger- oder dem Wittgensteiner Land. Ein paar Abschnitte dieser Touren gehören zu meinen Hausstrecken, andere wiederum machen auch bei mir Lust auf mehr und ich werde mir sicherlich viele dieser Touren ganz herunterladen oder teilweise in geplante Touren einbauen. :)

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Innerhalb des Tourenportals kann man übrigens problemlos zwischen den verschiedenen Fortbewegungsmethoden per Bike wechseln. Oder sich auch Wanderstrecken ansehen. Die entsprechende Seite dient auch für andere Tourismusseiten des Sauerland als Tourenportal. Sehr schön finde ich neben der schnellen Übersicht und dem zwingenden Standard „GPX-Datei herunterladen“, dass man auch sehr attraktive und lesefreundliche PDF-Übersichten und Blattwerke der ausgewählten Touren generieren, abspeichern und drucken lassen kann.

Schau in’s Land Tour 2.4.2011

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[Kurz hinter Richstein geht es bergauf]

Jetzt aber hurtig. Es ist schon der 12.4. – ich habe auch schon eine Trainingseinheit vom 5.4. kommentiert – aber ich wollte doch noch ein paar Fotos von der ersten Tour im April posten! Wir hatten bisher aber einfach zu gutes Wetter. Da fährt man doch lieber, als drüber zu posten, oder? ;-) Und ein paar andere Dinge, die rein gar nichts mit Rennradfahren, fotografieren oder bloggen zu tun haben, bleiben ja auch zu tun.

Aber zurück zum vorletzten Samstag. Was ein Wetter! Super Sonnenschein, Temperaturen über 20°C. War zum ersten Mal in diesem Jahr kurz-kurz gefahren. Herrlich.

[Das Panorama und Aussichten obem am Didoll zwischen Richstein und Puderbach]

Es wurde eine schöne lange Tour mit einigen giftigen Anstiegen (Didoll, Indel bei Banfe, Heiligenborn). Ein paar Fotos gemacht. Und auch einmal eingekehrt: Am Forsthaus Lahnquelle. Hmm, das hätte ich mir auch besser gespart. Der Himbeer-Quark-Kuchen war ok. Gutes Mittelmaß, aber kein Eye-Opener. Der Kaffee aber war fürchterlich. Das hatte vor mir auch ein anderes Pärchen an einem Tisch gegenüber bemerkt. Schlechten Tag gehabt? Kaffeemaschine verkehrt bedient oder mit schlechtem Kaffee bestückt? Kann vielleicht mal passieren, aber das mir aufgrund meiner Anmerkung und dem Stehen lassen der halben Tasse von der Bedienung nicht angeboten wurde, den Kaffee nicht zu zahlen… kein guter Service. Nehmen wir hinzu, dass dort (allerdings verständlicherweise, da doch ziemlich im Nirgendwo) schwächstes bis effektiv gar kein Netz für’s iPhone zu empfangen war, kann ich diesen Ort leider nicht wirklich für eine Rast empfehlen. Da hätte ich mir besser meinen Riegel sonstwo zu Gemüte geführt.

[Abfahrt vom Didoll Richtung Puderbach, Anfang April zwar sommerliche Temperaturen, aber das Laub lässt sich noch etwas Zeit]

Habe die Tour „Schau in’s Land Tour“ genannt, da auf vielen Höhen sich die Blicke in die verschiedensten Himmelsrichtungen und Nachbarländchen öffnen. Auf der Leimstruther Höhe, bei Stünzel, auf dem Didoll (auch in’s Hessen), bei der Siegquelle und an der Eisenstraße an der „Schönen Aussicht“ ins Siegerland.

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[an der „Schönen Aussicht“ auf der Eisenstraße]

Zu Ehren der am folgenden Sonntag durchgeführten Ronde van Vlaanderen habe ich in Bad Laasphe eine Runde über das Kopfsteinpflaster rund um die Kirche gedreht. Auch viele der befahrenen Nebenstrecken sind zwar schön verkehrsarm und landschaftlich sehr reizvoll, gereichten einer Frühjahrsklassikerstrecke mit dem schlechten Belag aller Ehren. Wenn man da einfach so drüber prügelt, ist das auch schon ein guter Test, welche Schrauben fest sind ;-)

http://connect.garmin.com:80/activity/embed/76747486