Winterzeit – Sternezeit: Reisemontierung AstroTrac TT320x, oder: „Deluxe Barndoor“

Fotografie

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Wir befinden uns in der dunklen Jahreszeit, was zwar einerseits kalte, dafür aber auch lange und hoffentlich ab und an auch klare Nächte verspricht. Für Sternengucker also Grund zur Freude, denn obendrein bescheren uns Wintersternbilder wie z.B. der Orion mit dem Orionnebel oder auch die Plejaden tolle und leicht auffindbare Beobachtungsziele, die jetzt hoch am Nachthimmel stehen.

Genau die richtige Zeit also, um sich die Zehen anzufrieren… ähm, auch mal wieder die Kamera auf das Firmament zu richten und zu versuchen, nicht nur Startrails (die auch sehr reizvoll sind) sondern die Sternbilder, die Milchstraße (also eher mit kleinen Brennweiten) oder sogar Objekte wie den Orionnebel, die Plejaden oder die Andromeda-Galaxie aufzunehmen.

Hierzu benötigt man eine Nachführung, bzw. Montierung. Diese muss die Erdrotation ausgleichen, da sonst bei Aufnahmezeiten größer einigen 10 Sekunden selbst auf Weitwinkelaufnahmen die Sterne nicht mehr als scharfe Punkte, sondern als kleine Striche abgebildet würden. Je länger die eingesetzte Brennweite, um so kürzer sind die Aufnahmezeiten, die von einer fix auf einem Stativ befestigten Kamera noch benutzt werden können, ohne dass es zur Strichbildung kommt. Andererseits möchte man aber das wenige Licht, welches von Sternenhaufen, Galaxien und Nebeln zu uns gelangt, möglichst lang sammeln, damit es für eine schöne Aufnahme reicht. Je nach atmosphärischen Bedingungen, der Umgebungshelligkeit (Stichwort Lichtverschmutzung“, aber auch Mondphase) und weiteren Aufnahme-Entscheidungen können das zwischen 20 Sekunden bis hin zu 5 Minuten und mehr pro Einzelaufnahme sein. Oft „stackt“ (stapelt) man sogar mehrere solcher Aufnahmen, um noch mehr Information bei noch weniger Rauschen zu erhalten.

Und hier kommen dann Astromontierungen bzw. Nachführungen ins Spiel. Dabei möchte ich gar nicht auf die „fetten“ Lösungen wie massive und präzise Äquatorialmontierungen (Deutsche Montierung) eingehen, die, wenn Sie wirklich für Astrofotografie mit Teleskopen brauchbar sein sollen, weder sonderlich transportabel, noch sonderlich erschwinglich sind (>800 Euro und das ist noch längst nicht alles), sondern ich möchte zwei Lösungen vorstellen, die eher für den mobilen Naturfotografen mit Astro-Interesse, denn für den stationären Astronomie-Begeisterten mit Foto-Interesse reizvoll sein können. Aber natürlich auch für den Astrofotografen, der zu Hause das tollste Equipment hat, aber vielleicht am Urlaubsort mal eine länger belichtete Sternenhimmelaufnahme machen möchte.

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(AstroTrac TT320x-AG in geschlossenem Zustand, Foto: AstroTrac)

Die Kompakt- und Sorglos-Lösung dafür scheint mir die AstroTrac TT320X, bzw. TT320X-AG zu sein, über die ich heute gestolpert bin, und die der Auslöser dieses Blog-Posts ist. Leider habe ich nur die Information, die ich im folgenden verlinke, aber ansonsten keine eigenen praktischen Erfahrungen. Diese habe ich dafür mit einer selbstgebauten Barndoor.

Und genau dieses Prinzip macht sich auch die Astrotrac TT320 zu nutze. Der Vorteil der Astrotrac ist hier ganz klar die automatische und wiederholbare genaue Trackinggeschwindigkeit, das kompakte Packmaß, die schnelle Einrichtung und die elegante, ausklappbare Lösung der Polsucheraufnahme. Auf der Website gibt es auch ein paar Nutzer(Werbe-)kommentare, ein Video und auch verschiedene Testberichte, hier ein PDF eines Berichts in der Sterne und Weltraum.

Auf der anderen Seite ist eine Eigenbau-Barndoor unschlagbar preiswert, ähnlich transportabel und kann auch mit weiteren Ergänzungen motorisiert und im Tracking verbessert werden. Und mit ihr gelingt auch schon der Einstieg in die nachgeführte Astrofotografie mit einfachen Mitteln, wie hier am Beispiel des Kometen Hale-Bopp.

Mich würde die AstroTrac schon reizen. Bevor ich aber hier an die Anschaffung denke, sollte ich erst mal meiner auch schon lange vorhandenen Celstron NexStar Goto-Montierung samt Newton mal wieder die Sterne zeigen. Selbes Thema Sterne, aber eine andere Geschichte… ;-)

Mid November Tour

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Endlich! Es waren ja ’nur‘ 13 Tage. Oder knapp ein halber Monat. Seit der letzten Tour draußen. Aber wow, was geht einem das Herz auf, wenn man nach dieser Zeit im November endlich noch mal raus kann. Im Trockenen. Im Hellen. Den Wind um die Nase wehen lassen (und das nicht zu knapp – meistens von vorn ;-)) und nicht auf der Rolle sitzen. Zwar war es am vormittag sonniger, aber dafür konnten wenigstens die Straßen etwas abtrocknen, bis ich mittags zu einer zweistündigen Tour aufbrach. Eine Vorstellung vom Regen der letzten Tage bietet das schon wieder zurückgehende Hochwasser der Eder. Im Bild oben bei Raumland.

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Es zog sich immer weiter zu. Wind gab es auch zu genüge, auch oft von vorn – aber noch nicht so stark, als dass es unangenehm wurde. Ich genoss die frische Luft und ergänzte den LPGCoIW um etwas Scouting und ein paar Höhenmeter durch die Renfte (bei Hemschlar) nach Sassenhausen. Kleine Sträßchen durch Wiesen und Wald, aber asphaltiert. Das wollte ich feststellen. Hier entstanden auch die Fotos der zweiten Collage. Selbstbild dank kreativen Appeinsatz (Timelapse) und kooperativen Zaunpfahl mit passender Holzspalte für’s iPhone. 

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Daten der Tour:

Distanz: 39,08 km, Höhenmeter: 349,7 m, Zeit: 2h04m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,8 km/h, Durchschnitts-HF: 136

und 8 Punkte für den Winterpokal :)

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Least possible gradient circuit of inner Wittgenstein

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Hurra! Endlich ist die L553 zwischen Grünewald und Berghausen wieder befahrbar. Gestern wurde die Baustelle abgeschlossen und die Strecke wieder dem Verkehr übergeben. Nun kann diese reizvolle Strecke entlang der Eder endlich wieder unter die Räder genommen werden und eine wichtige und gerne benutzte Möglichkeit für alle möglichen Radtouren durch das Wittgensteiner Land steht wieder parat. Egal ob kleinere Runden oder alles, was irgendwie die Spange zwischen Bad Berleburg und dem Rhein-Weser-Turm oder Jagdhaus nutzen möchte.

Nicht zuletzt ist die Berghäuser Straße (L553) auch quasi die einzige Möglichkeit, von Erndtebrück aus, eine geschlossene Runde von knapp 40 km zu fahren, ohne nennenswerte Steigungen unter die Räder zu nehmen. Somit war die heutige Runde der „least possible gradient circuit of inner Wittgenstein“ ;-)

Nicht ganz so schönes Wetter wie gestern, aber dennoch ein sonniger Tag für eine sehr angenehme Runde und die ersten Pünktchen im Winterpokal. Hab‘ mich nämlich gestern im Rennrad-Forum angemeldet:

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Daten der Tour:

Distanz: 36,55 km, Höhenmeter: 228,9 m, Zeit: 1h46m, Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,6 km/h, Durchschnitts-HF: 122