Biking in (antique) Style

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Wow, es gibt ja richtig geile Bikes. :)

Also, jetzt nicht das vielleicht Übliche. Sprich, nicht einfach nur ein sündteures Mountainbike oder Straßenrennrad einer Edelschmiede mit den neuesten, leichtesten und teuersten Komponenten. Nein, ganz simpel, klassisch und in einer reduzierten Form sehr Gefälliges. Wie diese sogenannten Trussbikes hier:

oder:

Irgendwie faszinieren mich momentan generell solche ganz reduzierten Bikes mit klassischen Rahmen und einen edlen, gesamt abgestimmten Farbschema. Dabei müssen es nicht unbedingt Fixies sein, diese wären für das hügelige Siegerland und Wittgenstein eh nicht wirklich spassfördernd. Aber der Verzicht auf dicke Ritzelpakete, Umwerfer und Co trägt natürlich enorm zu einem ganz klassisch simplen Design bei.

Gesehen bei http://antbikemike.wordpress.com/ über http://lovelybike.blogspot.com/2010/07/truss-lust.html

Kennt jemand einen Hersteller, Händler oder Importeur, der in Deutschland solche oder ähnliche Bikes vertreibt?

Via Adrina – oder: die komplizierteste Art, Arfeld zu umrunden

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Heute hatte ich mein Cannondale Super V in’s Auto geladen und bin nach Arfeld, genauer, zum kleinen Wanderparkplatz an der Eder bei Meckhausen gefahren. Ich wollte die Via Adrina, den sogenannten Premiumwanderweg, mit dem Mountainbike befahren. Da wusste ich noch nicht, auf was ich mich eingelassen hatte..

Um es vorwegzunehmen: Dieser Weg bzw. diese Wegeführung ist nicht mit dem Gedanken an Radfahrer, oder Mountainbiker, angelegt worden. Sondern augenscheinlich nur für Wanderer. Aber auch für Fußgänger ist der Weg im derzeitigen Zustand und der Wegeführung nicht überall ein Vergnügen.

Es geht los mit einer Tragepassage am sogenannten, vor Ort nicht sichtbaren, Tor zur Via Adrina: erstmal einen sehr losen, in den Hang gelegten Serpentinen-Single-Trail über Wurzeln und Totholz mit dem Rad auf der Schulter steil hochgehen (gutes Training für Tragepassagen in den Alpen – im Wittgensteinschen ist mir das bisher noch nicht passiert). Es folgt ein Waldweg, der aber total zerfurcht und mit loser Erdoberfläche versehen ist. Die Steigung ist eigentlich nicht wild, aber aufgrund der Oberfläche recht technisch, ich musste sogar mal absteigen.

In der Folge ist der Weg immer mal wieder entlang von Wald- und Weidenrändern gelegt, führt dabei über Wiese oder Singletrail. Trotz dichter Markierung muss man ab und an schon mal schauen, wo’s denn lang gehen soll. Für meinen Geschmack sind die Singletrailstücke aber fast durchgehend zu „bemüht“. Sie stellen keine eigenständigen Strecken oder sinnvolle Abkürzungen dar, sondern führen vom durchgehenden Wanderweg ab, um wenig später hakenschlagend und Extrahöhenmeter zufügend wieder auf denselben zu treffen. All zu oft fängt dabei der Singletrail verheissungsvoll an, nur um dann viel zu nah an Stacheldraht oder Elektro-Weidezaun entlang und über viel zu viel Totholz zu führen. Und wo mündet das dann teilweise? In zugewachsenen, kaum zu sehenden oder von beiden Seiten durch dichte Ginsterbüsche bedrängte Pfade. Auch als Fußgänger keine Freude.

Im Grunde eine schöne Strecke (ohne den einen oder anderen unnützen Haken) und im Wald war es bei der schwülen Hitze heute auch recht angenehm. Die schöne Landschaft und die Eder tut ihr Übriges. Für einen Weg, der den Anspruch „Premiumweg“ führt, ist er mir aber an einigen Stellen deutlich zu ungepflegt und ungünstig geführt.

Vorschläge, die ich hätte: Entlang einiger Weiden etwas deutlichere Wegeführung bewerkstelligen, Weg begehen und zugewuchterte Engstellen über das Jahr hinweg offenhalten, An Stellen, wo Stacheldraht in Knöckelnähe entlang des Singletrails führt, mit den Bauern sprechen und für Abhilfe sorgen und bei Umwegen ob der Umwegen willen einen zweigeteilten Wegweiser installieren: z.B. links 800 m Singletrail, rechts Waldweg folgen (für Mountainbiker und Wanderer, die nicht so gut zu Fuss sind).

Distanz: 27,45 km (mit zahlreichen Sackgassen und ein klein wenig Sightseeing), 3:04 h, 620 Höhenmeter, Durchschnittsgeschwindigkeit: 8,9 km/h